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Dokumentenidentifikation DE69637220T2 27.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001511263
Titel Verfahren und Vorrichtung für mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation
Anmelder NEC Corp., Tokyo, JP
Erfinder Sasaki, Eisaku, Tokyo, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69637220
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.07.1996
EP-Aktenzeichen 040253502
EP-Offenlegungsdatum 02.03.2005
EP date of grant 22.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.12.2007
IPC-Hauptklasse H04L 27/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04L 25/49(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation, die in einem digitalen Mikrowellen-Kommunikationssystem verwendet wird, und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation, die einen Gleichspannungspegel ungeachtet einer Modulationsmehrstufenzahl immer auf 0 setzt.

In einem digitalen Mikrowellen-Kommunikationssystem wird ein mehrstufiges Quadratur-Amplitudenmodulationssystem, wie etwa eine 64-Quadratur-Amplitudenmodulation (64 QAM) verwendet, um auf eine effiziente Ausnutzung eines Frequenzbands hinzuarbeiten. In einem derartigen Modulationssystem ist für einen Modulator und einen Demodulator jeweils ein digitales Filter (Roll-Off-Filter) für die Wellenformung erforderlich. Ein digitales Filter zum Durchführen der Filterung durch digitale Signalverarbeitung auf der Zeitbasis des Basisbands wurde in den letzten Jahren Dank des Fortschritts digitaler Signalverarbeitungstechnik und der Arbeitsgeschwindigkeit und des Integrationsgrads einer Vorrichtung in die praktische Nutzung umgesetzt. Ferner wurden diese digitalen Filter realisiert, die keine Probleme mit der Dispersion und der Änderung von wesentlichen Eigenschaften im Verlauf der Zeit haben.

Im allgemeinen gibt es zwei Arten von digitalen Filtern, einen Typ mit unendlicher Impulsantwort (IIR) und einen Typ mit endlicher Impulsantwort (FIR), aber in dem digitalen Mikrowellen-Kommunikationssystem wird der FIR-Typ verwendet, der fähig ist, eine lineare Phase zu realisieren.

Ein Aufbau des digitalen Filters vom FIR-Typ wird unter Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.

1 zeigt ein Blockdiagramm eines Kanalabschnitts eines Roll-Off-Filters auf der Sendeseite für QPSK, der aus einem herkömmlichen digitalen Filter von FIR-Typ besteht.

Eine Reihe von Daten wird von einem Endgerät 81 eingegeben und geht in ein Schieberegister 151. Die Daten jeweiliger Register werden in Abgriffe (Multiplizierer) 411 bis 416 eingegeben und mit Abgriffkoeffizienten multipliziert. Die Ausgaben der jeweiligen Abgriffe 411 bis 416 werden an ein Addierglied 311 eingegeben, und die Ausgaben aller Abgriffe werden addiert und ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt werden Abtastwerte der Impulsantwort, die wesentlichen Frequenzeigenschaften des digitalen Filters entsprechen, Abgriffkoeffizienten Cj (j ist im Fall von (2N+1) Abgriffen eine ganze Zahl von -N bis N) jeweiliger Abgriffe.

Wenn angenommen wird, daß die in dem Schieberegister angeordneten Daten ak-j sind, wird die Ausgabe bk des digitalen Filters wie folgt ausgedrückt:

und die wesentlichen Frequenzeigenschaften, die der diskreten Fouriertansformation der Abgriffkoeffizienten Cj entsprechen, werden bestimmt. Wenn die Anzahl der Abgriffe unendlich erhöht wird, ist es möglich, wahlweise wesentliche Frequenzeigenschaften zu realisieren. Die Anzahl der gleichzeitigen Reihen des Eingangssignals eines Modulationssystems mit mehreren Mehrfachwerten ist m/2 pro Kanal, wenn angenommen wird, daß eine Modulationsmehrstufenanzahl 2m ist.

Ein digitales Filter, dessen Eingangsbitzahl i ist, kann auch für ein Modulationssystem verwendet werden, dessen Eingangsbitzahl i oder darunter ist, indem Bits höherer Ordnung der Eingabe verwendet werden.

Es gibt jedoch ein derartiges Problem, daß ein Gleichspannungspegel (ein Mittelwert aller Signalpunkte) und die mittlere Leistung der digitalen Filterausgabe sich mit der Änderung des Modulationssystems ändern, indem lediglich die Anzahl der verwendeten Eingangsbits verändert wird.

Zum Beispiel wird ein Fall betrachtet, in dem zwei Bits höherer Ordnung in der Eingabe mit drei Bits einer Schaltung für 64 QAM für 16 QAM verwendet werden. Wenn ein Signal eines einzelnen Kanals mit einem Zweierkomplement ausgedrückt wird, wird das Eingangssignal bei 64 QAM von -4 bis +3, und der Gleichspannungspegel wird -0,5, wie in 2(A) gezeigt. Wenn das dritte Bit, das bei 16 QAM nicht verwendet wird, fest bei "0" ist, wird der Gleichspannungspegel jedoch -1, wie in 2(B) gezeigt, und wenn das dritte Bit fest bei "1" ist, wird der Mittelwert aller Pegel 0, wie in 2(C) gezeigt.

Die Ausgabe des digitalen Filters wird an einen Quadraturmodulator ausgegeben, nachdem sie mit Hilfe eines D/A-Wandlers in ein analoges Signal umgewandelt wurde, aber der Quadraturmodulator ist mit dem D/A-Wandler gleichspannungsgekoppelt und wird auf den Originalgleichspannungspegel eingestellt. Auf diese Weise wird es notwendig, den Quadraturmodulator neu einzustellen, wenn der Gleichspannungspegel der digitalen Filterausgabe geändert wird.

Wenn die Anzahl der verwendeten Bits fortlaufend von einer hohen Ordnung erhöht wird, ändert sich die mittlere Leistung zusammen mit der Zunahme der Mehrstufenzahl.

Da Leistungswertpegel (Pegeldiagramm) jeweiliger Teile derart eingestellt sind, daß sowohl die Verzerrungseigenschaften als auch das S/N-(Signal/Rausch-)Verhältnis Anforderungswerte erfüllen, hat der analoge Abschnitt des Quadraturmodulators ein derartiges Problem, daß die Originaleigenschaften nicht länger aufrechterhalten werden können, wenn der Eingangspegel des Quadraturmodulators sich durch Einstellen der Mehrstufenzahl stark ändert.

Gegen das oben Gesagte wurde ein Verfahren vorgeschlagen, daß eine Pegelausgleichsschaltung zwischen dem Ausgang eines digitalen Filters und einem D/A-Wandler vorgesehen wird, und die mittlere Leistung der Eingangssignale des D/A-Wandlers in der Pegelausgleichsschaltung ungeachtet des Modulationssystems konstant wird. Zum Beispiel ist das vorliegende Verfahren in JP-A-4 208 741 dargelegt. Dieses Beispiel ist in 3 gezeigt. In 3 führen die digitalen Signalschaltungen 501 und 502 für die Signalreihen-Nummernabschnitte jeweils eine Cosinus-Roll-Off-Wellenformverarbeitung von binären digitalen Signalen durch. Ein digitales Filter besteht aus digitalen Signalschaltungen 501 und 502 und Addierschaltungen 511 und 512 zum Addieren ihrer Ausgaben. Dies ist ein Aufbau, auf den als ein binäres Transversalfilter (BTF) Bezug genommen wird, aber er ist der gleiche wie der FIR-Typ was die Beziehung Eingang zu Ausgang betrifft. Die Ausgaben des digitalen Filters werden durch Pegelausgleichsschaltungen 521 und 522 an D/A-Wandler 531 und 532 eingegeben und in analoge Signale umgewandelt. Dann werden die Signale in einen Quadraturmodulator 540 eingegeben und als ein moduliertes Signal ausgegeben. Die Pegelausgleichsschaltung wird zwischen den digitalen Filtern und den D/A-Wandlern (521, 522) oder bei 550 nach dem Quadraturmodulator angeordnet. Wenn die mittlere Leistung der digitalen Filterausgaben sich durch die Modulationsmehrstufenzahl ändert, multiplizieren die Pegelausgleichsschaltungen 521 und 522 die digitale Filterausgabe mit Hilfe von Multiplizierern mit einer Konstante, so daß die mittlere Ausgangsleistung konstant wird. Wenn ferner der Gleichspannungspegel verschoben wird, arbeiten die Pegelausgleichsschaltungen derart, daß der Gleichspannungspegel mit Hilfe der Addierglieder konstant wird. Wenn die Pegelausgleichsschaltung 550 am Ausgang des Quadraturmodulators angeordnet wird, wird der weiter oben erwähnte Pegelausgleich durch einen analogen Multiplizierer durchgeführt.

Diese Pegelausgleichsschaltung besteht aus einem Nur-Lese-Speicher (ROM) oder einem digitalen Multiplizierer und einem Addierglied, die Ausgabe des digitalen Filters hat normalerweise etwa 8 Bit bis 12 Bit, und ein Schaltungsumfang eines Multiplizierers mit der Bitzahl dieser Größenordnung wird recht groß. Da die Überabtastung an dem digitalen Filterausgang basierend auf einem Abtasttheorem in der Größenordnung von zweimal bis achtmal gemacht wird, wird die Signalgeschwindigkeit sehr hoch. Daher ist auch für den Multiplizierer und das Addierglied eine Hochgeschwindigkeitsleistung erforderlich. Wenn die Pegelausgleichsschaltung aus einem ROM besteht, der eine große Anzahl von Adreßbits hat, ist ebenfalls Hochgeschwindigkeit erforderlich.

US-A-4,965,536 beschreibt eine Modulationsvorrichtung mit einem Logikschaltreis, zwei Digitalfiltern, zwei D/A-Wandlern und einem Quadraturmodulator, die in dieser Reihenfolge angeordnet sind. Da die Signalpunkte aus ihren normalen Positionen verschoben werden können, wenn der Modulator nicht linear arbeitet, wird die Abweichung des Signalpunkts aus der Normalposition vorher gemessen, und der Logikschaltkreis erhöht oder erniedrigt den Pegel um einen dieser Abweichung entsprechenden Betrag. In einem 64-QAM-System werden 3 Datenbits und 5 Bits von „Null"-Daten jedem der Digitalfilter zugeführt. Dann erfolgt eine Logikmanipulation eines Teils oder aller 5 Bits durch den Logikschaltkreis. Der Logikschaltkreis kann dazu verwendet werden, die Signalkonstellation zu ändern anstelle die Positionen der Signalpunkte zu korrigieren.

Die Veröffentlichung von H. Logan et al. „A MOS/LSI MULTIPLE-CONFIGURATION 9600 BPS DATA MODEM", International Conference an Communications, 14. bis 16. Juni 1976, IEEE, Vol. 3 beschreibt ein 9600 bps-Datenmodem unter Verwendung eines digitalen QAM-Modulators. Bei 9600 bps wird die 16-Punktsignalstruktur mit einer Signalrate von 2400 baud verwendet. Ausreichgeschwindigkeiten von 7200 und 4800 bps verwenden 8- bzw. 4-Punktsubsätze der 16-Punktstrukur. Ein Signalstruktur-Steuersignal wird einem Signalpunkt-ROM zugeführt, das vor einem Tiefpassfilter angeordnet ist.

US-A-4,520,490 beschreibt einen Sender zum Kodieren einer Bitsequenzübertragung auf einem QAM-Trägersignal, um die Wirkung von 90-, 180- und 270-Grad-Phasenmehrdeutigkeiten zu entfernen. Der Sender weist einen Differenzial-Kodierer zum differenziellen Kodieren von Bits in einer aktuellen Eingabe von r Bits auf, um eine aktuelle Ausgabe durch „Rotieren" der Bitwerte in der vorhergehenden Ausgabe von r Bits (vorher differenziell kodierte Bits) entsprechend den Bitwerten in der aktuellen Eingabe zu erzeugen. Der Sender weist ferner einen Faltungskodierer zum Expandieren der differenziell kodierten r Bits in einer Ausgabe von r+1 Bits durch eine nichtlineare Faltungskodierung auf. Der Sender weist ferner eine Kartierungsvorrichtung zum Bestimmen von Koordinaten auf, die Amplituden von Phasengleichen bzw. Quadraturphasen-Trägern auf der Basis der Ausgaben des Faltungskodierers bzw. des Differenzialkodierers bestimmen. Die Koordinaten werden durch einen Impulsformungs-Filter und einen Modulator verarbeitet, der ein digitales Ausgangssignal erzeugt, das durch einen D/A-Wandler in Analogform umgewandelt wird.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zur Verfügung zu stellen, die fähig sind, eine Mehrstufenzahl eines mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulationssystems zu ändern, und die auch fähig sind, eine hohe Geschwindigkeit, einen niedrigen Energieverbrauch, eine hohe Leistung und einen kleinen Schaltungsumfang zu erzielen.

Es ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zur Verfügung zu stellen, in denen der Gleichspannungspegel des Ausgangs unverändert bleibt und die mittlere Leistung sich auch nicht stark ändert, selbst wenn eine Mehrstufenzahl in einem digitalen Filter vom FIR-Typ, das in einem mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulationssystem verwendet wird, geändert wird.

Diese Aufgaben werden mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.

Als nächstes wird die vorliegende Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen im Detail beschrieben.

1 ist ein Diagramm zur Erklärung eines Schaltungsaufbaus eines digitalen FIR-Filters;

2 ist ein Diagramm zur Erklärung der Verlagerung eines Gleichspannungspegels durch ein Quadratur-Amplitudenmodulationssystem;

3 ist ein Blockdiagramm, das eine herkömmliche Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation zeigt;

4 ist ein Blockdiagramm, das eine erfindungsgemäße Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation (64 QAM) zeigt; und

5 ist eine Tabelle, die eine Ausführungsform der Codeumsetzung mit der in 4 gezeigten Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

4 zeigt ein Blockdiagramm in dem Fall von 64 QAM als ein Beispiel für eine Vorrichtung für eine mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation. Ferner ist 5 eine Konfigurationstabelle, die eine Ausführungsform der Codeumsetzung zeigt. Zuerst wird der Aufbau von 4 beschrieben. Drei Reihen in jedem orthogonalen Kanal von Eingangssignalen in 6 Reihen der 64 QAM werden in Codeumsetzer 10 und 20 eingegeben, um ein Codeumsetzungssystem der vorliegenden Erfindung zu realisieren. In den Codeumsetzern 10 und 20 wird die in 5 gezeigte Codeumsetzung durchgeführt, und ihre Ausgaben werden in digitale Filter 11 und 21 eingegeben. Die in den digitalen Filtern 11 und 21 bandbegrenzten digitalen Signale werden mit Hilfe der D/A-Wandler 12 und 22 in analoge Signale umgewandelt, danach wird in einen Quadraturmodulator 30 der Anteil von zwei orthogonalen Kanälen eingegeben und als eine modulierte Welle ausgegeben.

Der Codeumsetzer hat Funktionen der Bitaddition für eingegebene Bits und der MSB-Invertierung (MSB = höchstwertiges Bit) auf der Basis einer festen Umsetzungsregel. Diese Funktionen können auf eine vergleichsweise einfache Weise zum Beispiel unter Verwendung eines digitalen Signalprozessors (DSP) erhalten werden.

Der Betrieb der digitalen Filter 11 und 21 ist der gleiche wie in der verwandten Technik erklärt, und diese Filter sind digitale Filter vom FIR-Typ. Der Quadraturmodulator 30 multipliziert die Ausgangssignale der zwei D/A-Wandler 12 und 22 jeweils mit einer Trägerwelle, die eine Phasendifferenz von 90° hat, und addiert die Ergebnisse davon, um eine quadraturmodulierte Welle auszugeben.

Die in 5 gezeigte Codeumsetzungstabelle wird erklärt. Die Anzahl der Eingangssignalreihen eines Kanals des Basisbands des Modulators der 64 Quadratur-Amplitudenmodulation (64 QAM) ist drei. Wenn ein 64 QAM Modulator in einem Modulationssystem mit einer niedrigeren Stufe, wie etwa 16 QAM, verwendet wird, kann die Anzahl der Reihen von Eingangssignalen zwei sein. In der vorliegenden Erfindung wird dieses in drei Bits oder weniger ausgedrückte Signal jedoch gemäß einer Umsetzungsregel, die weiter unten für alle anwendbaren Modulationssysteme beschrieben ist, in 4 Bits umgesetzt.

Es wird angenommen, daß das Eingangssignal in 5 durch einen binären Versatzcode ausgedrückt wird und die Ausgabe durch ein Zweierkomplement ausgedrückt wird. Um alle Stufen eines Kanals in jedem Modulationssystem auszudrücken, sind bei 2m QAM m/2 Bits erforderlich. Das Eingangssignal besteht zum Beispiel bei 64 QAM aus 3 Bits, da m = 6, und bei 16 QAM aus 2 Bits, da m = 4. Ferner umfaßt es in QPSK ein Bit, da m = 2. In der vorliegenden Erfindung wird die gesamte Zahl von Bits eines Eingangssignals in die Bitzahl (m/2) eines Kanals des Modulationssystem der maximalen Mehrstufenzahl +1 Bit umgewandelt. Bei der 64 QAM zum Beispiel wird "1" zu einer um eine Stelle niedrigeren Stelle addiert, so daß sie (6/2 + 1) = 4 Bits umfaßt. Bei der 16 QAM wird "0" zu einer niedrigeren Stelle addiert. Um einen binären Versatzcode in ein Zweierkomplement umzuwandeln, wird dann das höchstwertige Bit (MSB) invertiert. Auf der Basis des Wesens der weiter oben beschriebenen Regel wird zum Beispiel zu dem höchsten Pegel "111" der 64 QAM bei seiner niedrigeren Stelle "1" addiert, und das MSB wird invertiert und zeigt auf diese Weise "0111". Zu dem höchsten Pegel "11" der 16 QAM wird bei seiner niedrigeren Stelle "1" addiert, ferner an dessen niedrigeren Stelle "0" addiert, und das MSB wird invertiert und zeigt auf diese Weise "0110".

Durch die weiter oben beschriebene Umsetzung werden symmetrisch positive und negative Signalpunkte, wodurch ermöglicht wird, einen Gleichspannungspegel, der ein Mittelwert aller Signalpunkte ist, für alle Modulationssysteme auf 0 einzustellen. Obwohl es möglich ist, es derart einzurichten, daß der Gleichspannungspegel sich durch eine Änderung des Modulationssystems nicht ändert, selbst wenn zu der ersten Stelle niedriger Ordnung anstelle von "1" der Wert "0" addiert wird, wird der Gleichspannungspegel nicht "0". Da die Umwandlungsschaltung des digitalen Filter nur eine begrenzte Bitzahl handhaben kann, tritt ein Überlauf auf, wenn der umgewandelte Wert deren Wertebereich überschreitet, wobei ein Umwandlungsfehler erzeugt wird. Um den Schaltungsumfang auf das Minimum in dem Wertebereich zu beschränken, in dem kein Überlauf der Umwandlungsschaltung auftritt, wird bevorzugt, den Gleichspannungspegel auf 0 einzustellen, da erforderlich ist, daß die positiven und negativen Maximalwerte eines Signals ausgeglichen sind.

Die 64 QAM, die ein QAM-Modulationssystem ist, in dem die Signalpunktzahl die geradzahlige Potenz von 2 ist, wurde weiter oben erklärt. Was das QAM-Modulationssystem anbetrifft, in dem die Signalpunktzahl eine ungeradzahlige Potenz von 2 ist, wie etwa bei 32 QAM, wird ein Teil der Signalpunkte des QAM-Systems mit einer geradzahligen Potenz von 2 verwendet, wobei die Potenzzahl um eins höher ist. Wenn kein kombinationsverbotenes Signal eingegeben wird, ist es daher möglich, das Umwandlungssystem der Erfindung wie es ist anzuwenden.

Ferner ist die vorliegende Erfindung auch auf ein Modulationssystem mit einer höheren Mehrstufigkeit, wie etwa 256 QAM, anwendbar.

Wie weiter oben beschrieben, hat die Vorrichtung für die mehrstufige Quadratur-Amplitudenmodulation der vorliegenden Erfindung derartige Auswirkungen wie folgt:

  • (1) Da an dem digitalen Filtereingang nur eine Umwandlung eines Eingangssignals durchgeführt wird, wird die Vorrichtung im Vergleich zu einem herkömmlichen Beispiel, das die Verarbeitung mit der Ausgabe eines digitalen Filters durchführt, mit einem kleineren ROM oder einer einfacheren logischen Schaltung realisiert, und die Zunahme des Schaltungsumfangs ist unerheblich. Ferner ist die Schaltung mit Hochgeschwindigkeitsbetrieb unnötig, und die Betriebsgeschwindigkeit der Schaltung kann um diesen Teil höher gemacht werden.
  • (2) Da die mittlere Leistung der digitalen Roll-Off-Filterausgaben fast gleich ist und der Gleichspannungspegel sich nicht abhängig von der Modulationsstufenzahl ändert, werden eine Anpassung des Gleichspannungspegels des Modulators aufgrund der Änderung der Modulationsstufenzahl und die Änderung des Stufendiagramms unnötig.
  • (3) Es ist möglich, den Gleichspannungspegel ungeachtet des Modulationssystems auf 0 einzustellen.
  • (4) Die Änderung der mittleren Leistung abhängig von dem Modulationssystem ist in einem derartigen Umfang klein, daß auf die wesentlichen Eigenschaften des Quadraturmodulators kein Einfluß ausgeübt wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulation von Eingangsdaten unter Verwendung eines Quadratur-Amplitudenmodulationssystems aus mehreren Quadratur-Amplitudenmodulationssystemen, wobei die Eingangsdaten für jeden orthogonalen Datenkanal durch eine Bitzahl repräsentiert werden, die in Abhängigkeit von dem verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystem unterschiedlich ist, wobei die Vorrichtung in jedem der zwei orthogonalen Datenkanälen aufweist:

(a) einen Umsetzer (10, 20) zum Ändern der Bitzahl und des Bitmusters der Eingangsdaten und zum Erzeugen eines Digitalsignals auf der Grundlage der geänderten Eingangsdaten;

(b) ein Digitalfilter (11, 21) zum digitalen Formen der Wellenform des Digitalsignals; und

(c) einen Digital/Analog-Wandler (12, 22) zum Umwandeln des geformten Digitalsignals in ein Analogsignal,

wobei die Vorrichtung ferner aufweist:

(d) einen Quadraturmodulator (30) zum Erzeugen einer quadratur-amplitudenmodulierten Wellenform in Antwort auf die Analogsignale von den Digital/Analog-Wandlern,

wobei jeder Umsetzer (10, 20) eingerichtet ist, die Bitzahl und das Bitmuster der Eingangsdaten in Antwort auf die Variation der Modulationsstufenzahl des verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssytems derart zu ändern, dass der Gleichspannungspegel des vom Umsetzer ausgegebenen Digitalsignals oder des vom Digitalfilter ausgegebenen geformten Digitalsignals unabhängig von der Modulationsstufenzahl des Quadratur-Amplitudenmodulationssystems ungeändert bleibt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei jeder der beiden Digitalfilter (11, 21) ein Digitalfilter vom FIR-Typ ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Digitalfilter (11, 21) vom FIR-Typ mehrere Schieberegister, mehrere Multiplizierer und einen Addierer aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Umsetzer (10, 20) eine Einrichtung zum Addieren eines vorgegebenen Bits nach dem niedrigstwertigen Bit der Eingangsdaten aufweist. Verfahren zur mehrstufigen Quadratur-Amplitudenmodulation von Eingangsdaten unter Verwendung eines Quadratur-Amplitudenmodulationssystems aus mehreren Quadratur-Amplitudenmodulationssystemen, wobei die Eingangsdaten für jeden orthogonalen Datenkanal durch eine Bitzahl repräsentiert werden, die in Abhängigkeit von dem verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystem unterschiedlich ist, wobei in jedem der zwei orthogonalen Datenkanälen die folgenden Schritte vorgesehen sind:

(a) Ändern (10, 20) der Bitzahl und des Bitmusters der Eingangsdaten;

(b) Erzeugen (10, 20) eines Digitalsignals auf der Basis der geänderten Eingangsdaten;

(c) Filtern (11) des Digitalsignals mit Hilfe eines Digitalfilters; und

(d) Digital-Analog-Umwandeln (12) der Ausgabe des Digitalfilters in ein Analogsignal durch einen Digital/Analog-Wandler,

wobei nach dem Schritt (d) das Verfahren ferner den folgenden Schritt aufweist:

(e) Modulieren (30) der Analogsignale mit Hilfe eines Quadraturmodulators,

wobei im Schritt (a) die Änderung in Antwort auf die Variation der Modulationsstufenzahl des verwendeten Quadratur-Amplitudenmodulationssystems derart erfolgt, dass der Gleichspannungspegel des im Schritt (b) erzeugten Digitalsignals oder des im Schritt (c) gefilterten Digitalsignals unabhängig von der Modulationsstufenzahl des Quadratur-Amplitudenmodulationssystems ungeändert bleibt.
Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Digitalfilter ein Digitalfilter vom FIR-Typ ist. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Digitalfilter vom FIR-Typ mehrere Schieberegister, mehrere Multiplizierer und einen Addierer aufweist. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei der Änderungsschritt (a) den Schritt zum Addieren eines vorgegebenen Bits nach dem niedrigstwertigen Bit der Eingangsdaten aufweist.






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