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Dokumentenidentifikation DE102005017978B4 03.01.2008
Titel Nietverbindungsanordnung, insbesondere zur Verbindung von Teilen in einem Kraftfahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Krömer, Andreas, 74392 Freudental, DE
DE-Anmeldedatum 19.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005017978
Offenlegungstag 09.11.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse F16B 19/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Nietverbindungsanordnung, welche insbesondere zur Verbindung von Teilen in einem Kraftfahrzeug ausgebildet ist. Die Nietverbindungsanordnung umfasst ein erstes Verbindungsteil, welches einen Lochbereich als Verbindungsbereich zum Durchführen eines Nietelements zum Verbinden mit dem Verbindungsteil aufweist.

Nietverbindungsanordnungen, welche beispielsweise als Blindnietverbindungsanordnungen ausgebildet sind, sind in vielfältiger Weise bekannt. Derartige Blindnietverbindungen werden beispielsweise im Kraftfahrzeugbau zur Anbindung von Montageteilen an die Karosserie verwendet. Im Rohbau ist zum Setzen dieser Befestigungselemente lediglich ein Loch erforderlich und es muss eine einseitige Zugänglichkeit sichergestellt werden. Dadurch ist ein derartiges Blindnietverbindungskonzept ein häufig verwendetes Prinzip. Ein Blindnietelement wird dabei von einer Einführungsseite durch das Loch in einem zu verbindenden Montageteil geführt und durch einen entsprechenden Arbeitsvorgang befestigt. Dabei wird auf einer der Einführungsseite gegenüberliegenden Seite des Montageteils, einer sogenannten "blinden" Seite des Bauteils, das Blindnietelement derart verformt, dass es einen wulstförmigen Anlagebereich bildet, welcher maßgeblich an der Befestigung der Montageteile der Karosserie beteiligt ist. Durch schwankende Prozessparameter (beispielsweise Lochdurchmesser) beim Setzen dieser Standardelemente kann bei der Montage ein Durchdrehen dieser Blindnietelemente auftreten. Eine Befestigung des montierenden Montageteils ist dann nur bedingt möglich. Oftmals sind dazu sehr aufwendige und schwierige Nacharbeitsvorgänge durchzuführen, um eine entsprechend sichere Blindnietverbindung gewährleisten zu können.

Aus der FR 630 660 A ist eine Nietverbindungsanordnung bekannt, bei der Blechteile durch ein Nietelement miteinander verbunden werden. Die Blechteile weisen ein durchgängiges Loch auf. Unmittelbar angrenzend an das durchgängige Loch sind in den Blechteilen auf beiden gegenüberliegenden Seiten Rillen ausgebildet, in die ein Nietelement im verbundenen Zustand eingreift. Die Rillen sind konzentrisch zur Lochachse vollständig umlaufend ausgebildet.

Eine bekannte Nietverbindungsanordnung ist aus der deutschen Patentschrift DE 40 19 193 C2 bekannt. Dort wird ein Blindnietelement durch ein zu befestigendes Montageteil gesteckt und derart befestigt, dass ein Blindnietelementkopf an einer Seite des Montageteils und eine wulstförmige Ausbildung des Blindnietelements an der gegenüberliegenden Seite des Montageteils anliegt. Die Durchführung durch das Montageteil ist dabei lochförmig ausgebildet. Der wulstförmige Bereich des Blindnietelements liegt im gesamten Bereich, in dem er mit dem Montageteil in Verbindung steht, an einer um den Lochbereich vollständig umlaufenden ebenen Fläche an. Bei derartigen Anordnungen kann es wie bereits oben erläutert vorkommen, dass ein entsprechendes Durchdrehen des Blindnietelements bei der Montage auftreten kann. Dies bedeutet, dass das Blindnietelement relativ einfach in seiner Einbauposition um die Lochachse gedreht werden kann.

Eine weitere Nietverbindungsanordnung ist aus WO 02/083357 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Nietverbindungsanordnung ist ebenfalls ein Lochbereich in einem Blechteil ausgebildet, durch den ein entsprechendes Nietelement derart durchgeführt wird, dass es im befestigten Zustand auf beiden Seiten des Blechteils angeordnet ist. Der Randbereich des Lochbereichs des Blechteils ist dabei derart geformt, dass er stufenförmig erhöht gegenüber dem restlichen Flächenbereich des Blechteils ausgebildet ist. Der freie Randbereich des stufenförmigen Lochbereichs ist dabei als vollständig um den Lochbereich umlaufender Ring ausgebildet, dessen Ringflächen im Wesentlichen horizontal orientiert sind und in einer Ebene ausgebildet ist. Das Nietelement ist derartig an diesem ringförmigen Endbereich befestigt, dass es an beiden Seiten an den flächigen Ausbildungen anliegt und befestigt ist. Auch bei dieser bekannten Nietverbindungsanordnung ist derjenige Bereich des Montageteils, an dem das Nietelement anliegt, vollständig umlaufend um den Lochbereich ausgebildet und vollständig in einer Ebene gleichmäßig angeordnet. Auch bei dieser bekannten Nietverbindungsanordnung ist somit ein Durchdrehen des Nietelements möglich und es wird dadurch eine nur relativ unzureichende Befestigung bzw. Montage gewährleistet werden kann.

Insbesondere bei Blindnietverbindungsanordnungen wird die der Einführungsseite gegenüberliegende Seite eines Blechteils im Bereich der Lochdurchführung eben ausgeführt, wobei somit das Blindnietelement relativ leicht einem Durchdrehen unterliegen kann.

Daher ist es Aufgabe der Erfindung eine Nietverbindungsanordnung zu schaffen, die ein sicheres Verbinden von Verbindungsteilen ermöglicht und eine sichere Platzierung eines Nietelements gewährleisten kann. Insbesondere das Verbinden des Nietelements mit Arretierungen der Anordnung soll zuverlässiger ermöglicht werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Nietverbindungsanordnung, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, gelöst.

Eine erfindungsgemäße Nietverbindungsanordnung ist insbesondere zur Verbindung von Teilen, insbesondere Karosserieteilen, in einem Kraftfahrzeug ausgebildet und weist ein erstes Verbindungsteil zum Verbinden mit einem Nietelement auf. Das erste Verbindungsteil umfasst einen als Lochbereich ausgebildeten Verbindungsbereich, welcher zum Durchführen des Nietelements ausgebildet ist. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, dass das Verbindungsteil zumindest einen teilweise um den Lochbereich umlaufenden Arretierungsbereich zum Arretieren des Nietelements aufweist, wobei der Arretierungsbereich an der der Nietelement-Einführungsseite abgewandten Seite des Verbindungsteils angeordnet ist. Dadurch kann eine erfindungsgemäße Nietverbindungsanordnung geschaffen werden, mit der ein sicheres Verbinden von Verbindungsteilen mit einem Nietelement gewährleistet werden kann. Insbesondere kann dadurch ermöglicht werden, dass das Nietelement fest platziert ist und ein Drehen des Nietelements in seiner endgültigen Einbauposition bzw. Endposition verhindert werden kann.

Der Arretierungsbereich ist zumindest teilweise derart an der abgewandten Seite des Verbindungsteils angeordnet, dass sich das Nietelement in seiner Einbauposition mit einer beim Einbau ausgebildeten Anlagefläche zumindest teilweise über den Arretierungsbereich erstreckt. Diesbezüglich kann ermöglicht werden, dass durch die individuelle und variable Ausgestaltung des Arretierungsbereichs eine Anlagefläche des Nietelements derart verformt wird, wenn das Nietelement in seine Endposition gebracht wird bzw. ist, dass das Nietelement positionsstabil gehalten wird und kein Durchdrehen des Nietelements in dem Lochbereich möglich ist.

In vorteilhafter Weise ist der Arretierungsbereich derart ausgebildet, dass er sich über das Niveau der Fläche der abgewandten Seitenwand erhebt und somit erhöht zu der Fläche der abgewandten Seitenwand ausgebildet ist. Dadurch wird gewährleistet, dass das Nietelement in seiner Position festgehalten wir, wenn es eingebaut ist bzw. in seiner Endposition platziert ist, wobei der Arretierungsbereich quasi als Verankerung dient.

In bevorzugter Weise ist die Anlagefläche in der Einbauposition, des Nietelements an die Formgebung der abgewandten Seite und des Arretierungsbereichs angeformt. Somit kann erreicht werden, dass die Anlagefläche des Nietelements zumindest teilweise an der Fläche der abgewandten Seite und zumindest teilweise an dem Arretierungsbereich unmittelbar anliegt und dadurch festgehalten werden kann. Das Nietelement wird somit sowohl durch die anliegende abgewandte Seite als auch durch den Arretierungsbereich in seiner Position gehalten und stabilisiert. Dadurch kann die Nietverbindungsanordnung besonders sicher ausgebildet werden.

In vorteilhafter Weise ist zumindest angrenzend an und umlaufend um den Lochbereich ein Teilbereich der abgewandten Seitenwand derart ausgebildet, dass er sich in der Ebene des Lochbereichs erstreckt, wobei der Arretierungsbereich zumindest teilweise an diesem Teilbereich angeordnet ist. Dies ermöglicht eine möglichst platzsparend und sichere Ausbildung der Nietverbindungsanordnung.

Es kann vorgesehen sein, dass der Arretierungsbereich unmittelbar angrenzend an den Lochbereich ausgebildet ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Arretierungsbereich länglich ausgebildet ist. Diesbezüglich kann ermöglicht werden, dass der Arretierungsbereich schienenförmig ausgebildet ist und im Wesentlichen über eine gesamte Längsrichtung eines Verbindungsteils angeordnet ist. In bevorzugter Weise ist die Nietverbindungsanordnung als Blindnietverbindungsanordnung ausgebildet, wobei das Nietelement ein Blindnietelement ist.

Es sei angemerkt, dass der Arretierungsbereich in vielfältiger und variabler Weise ausgebildet sein kann. Diesbezüglich kann auch vorgesehen sein, dass mehrere Arretierungsbereiche angeordnet sind. Wesentlich für die Erfindung ist, dass der Arretierungsbereich derart platziert ist, dass ein Drehen eines Nietelements im Lochbereich verhindert werden kann.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand schematischer Zeichnungen nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:

1 Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung;

2 eine perspektivische Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung gemäß 1;

3 eine Seitenansicht eines in einer Einbauposition ausgebildeten Nietelements, welches in einer Nietverbindungsanordnung gemäß 1 oder 2 angeordnet ist;

4 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung nach 1 oder 2 mit einem Nietelement gemäß 3;

5 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung, bei der ein Verbindungsteil als Hohlteil ausgebildet ist;

6 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung;

7 eine perspektivische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung gemäß 6;

8 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung;

9 eine perspektivische Darstellung einer Nietverbindungsanordnung gemäß 8; und

10 eine Darstellung eines Nietelements einer Nietverbindungsanordnung gemäß 8 oder 9.

In allen Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

In 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung gezeigt. Die Nietverbindungsanordnung ist als Blindnietverbindungsanordnung ausgebildet und insbesondere zur Verbindung von Montageteilen, wie Blechteilen, in einem Kraftfahrzeug ausgeführt. Die Blindnietverbindungsanordnung umfasst ein Verbindungsteil 1, insbesondere ein Montageteil, welches mit einer Fahrzeugkarosserie verbunden wird. In dem Verbindungsteil 1 ist ein Lochbereich 3 ausgebildet. In der schematischen Darstellung gemäß 1 ist das Verbindungsteil 1 derart orientiert, dass eine Draufsicht auf eine Seitenwand 11 des Verbindungsteils 1 gezeigt ist. Diese Seitenwand 11 entspricht der in der Blindnietverbindungsanordnung als "blinde" Seite bezeichneten Seitenwand. Die dieser Seitenwand 11 gegenüberliegende Seite (nicht dargestellt) entspricht einer Nietelement-Einführungsseite. Dies bedeutet, dass ein Nietelement, insbesondere ein Blindnietelement von der Rückseite der Figurenebene durch den Lochbereich 3 eingeführt wird.

Es sei angemerkt, dass das Verbindungsteil 1 nicht nur, wie dargestellt, als ein plattenförmiges Element ausgebildet ist, sondern es kann auch beispielsweise Seitenschenkel an der Ober- und an der Unterseite aufweisen, welche im Wesentlichen vertikal zum dargestellten Verbindungsteil 1 und somit im Wesentlichen vertikal zur Figurenebene angeordnet sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Verbindungsteil 1 als Hohlträgerstruktur ausgebildet ist, die insbesondere an zumindest einer in den Hohlbereich des Hohlträgers orientierten Seitenwand eine Ausgestaltung gemäß der in 1 gezeigten Darstellung aufweist.

Die erfindungsgemäße Blindnietverbindungsanordnung umfasst an dem Verbindungsteil 1 einen ersten Arretierungsbereich 41 und einen zweiten Arretierungsbereich 42. Die beiden Arretierungsbereiche 41 und 42 sind dabei an der Seitenwand 11 ausgebildet. Wie aus der Darstellung in 1 zu erkennen ist, sind die beiden Arretierungsbereiche 41 und 42 unmittelbar angrenzend an den Lochbereich 3 angeordnet und erstrecken sich im Wesentlichen entlang der Längsrichtung des Verbindungsteils 1. Die beiden Arretierungsbereiche 41 und 42 sind derart ausgebildet, dass sie aus der Figurenebene herausragen und erhöht gegenüber der Fläche der Seitenwand 11 ausgebildet sind. In der Darstellung gemäß 1 sind die beiden Arretierungsbereich 41 und 42 langgestreckt und schienenförmig ausgebildet und symmetrisch zum Lochbereich 3 angeordnet.

Eine perspektivische Darstellung des in 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiels der Blindnietverbindungsanordnung ist in 2 gezeigt. Diesbezüglich ist die der Seitenwand 11 gegenüberliegende Nietelement-Einführungsseite 12 zu erkennen. In der Darstellung in 2 ist des Weiteren zu erkennen, dass die beiden Arretierungsbereiche 41 und 42 im Wesentlichen einen wellenförmigen Querschnitt aufweisen.

Ein Blindnietelement, wie es beispielsweise in der erfindungsgemäßen Blindnietverbindungsanordnung zum Verbinden mit dem Verbindungsteil 1 verwendet wird, umfasst, wie in 3 dargestellt ist, einen Kopfbereich 21 und eine Anlagefläche 22, welche umlaufend um den Stift, insbesondere röhrenförmigen Stift 23, ausgebildet ist. Die Anlagefläche 22 wird in ihrer wulstartigen Ausgestaltung erst mit dem Einbau bzw. dem Positionieren in der Endlage ausgebildet.

Wird ein derartiges Blindnietelement 2 von der Nietelement-Einführungsseite 12 herkommend in den Lochbereich 3 eingeführt, erfolgt ein derartiges Einführen im Allgemeinen soweit, bis die horizontal orientieren Überstände des Kopfbereichs 21 an der Oberfläche der Nietelement-Einführungsseite 12 anliegen. Zur festen Verbindung des Blindnietelements 2 mit dem Verbindungsteil 1 wird ein Zusammenpressen oder Zusammenquetschen derart durchgeführt, dass die Anlagefläche 22 des Blindnietelements 2 wulstartig ausgebildet und an die Formgebung der Oberflächen des Arretierungsbereichs 41 und 42 sowie der Oberfläche der Seitenwand 11 angeformt wird. Wie aus der Darstellung in 3 zu erkennen ist, weist das Blindnietelement in seiner eingebauten Endposition bzw. in seiner mechanisch stabil verbundenen Position mit dem Verbindungsteil 1 einen gekrümmten Bereich 24 auf. Dieser Bereich 24 wird dadurch ausgebildet, dass die Anlagefläche 22 beim Einbau an den Arretierungsbereich 41 oder 42 angepresst wird. Ein entsprechender Bereich 24 ist auf der dem Bereich 24 gegenüberliegenden Seite des Stifts 23 ausgebildet, welcher durch ein Anpressen der Anlagefläche 22 an den Arretierungsbereich 42 ausgebildet wird. Durch die Arretierungsbereiche 41 und 42 werden somit in der Anlagefläche 22 Ausbuchtungen erzeugt, welche das Blindnietelement 2 positionsstabil in dem Lochbereich 3 des Verbindungsteils 1 halten und eine sichere und feste Verbindung ermöglichen. Ein Drehen bzw. Durchdrehen des Blindnietelements 2 in dem Lochbereich 3, insbesondere um die Lochachse des Lochbereichs 3, kann somit verhindert werden.

In der Darstellung gemäß 4 ist gezeigt, wie das Blindnietelement 2 in seiner Endposition mit dem Verbindungsteil 1 zusammengefügt ist, um eine sichere und stabile Nietverbindung zu gewährleisten. Es ist zu erkennen, dass sich die Anlagefläche an die Arretierungsbereiche 41 und 42 und an die Seitenwand 11 angeformt hat und nicht mehr im Lochbereich gedreht werden kann.

In der perspektivischen Darstellung gemäß 5 ist zu erkennen, dass das Verbindungsteil 1 als Hohlträgerstruktur ausgebildet ist. An dem Verbindungsteil 1 sind weitere, nicht näher gekennzeichnete Teile angeordnet, welche mit dem Verbindungsteil 1 mechanisch verbunden sind, insbesondere mit einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung mit dem Verbindungsteil 1 verbunden sind.

Ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Nietverbindungsanordnung ist in 6 und 7 dargestellt. Wie in der Darstellung in 6 zu erkennen ist, sind zwei Arretierungsbereiche 43 und 44 an gegenüberliegenden Seiten des Lochbereichs 3 angeordnet. Die beiden Arretierungsbereiche 42 und 44 sind gekrümmt angeordnet und weisen einen im Wesentlichen gleichbleibenden Abstand zum Randbereich des Lochbereichs 3 auf. Die beiden Arretierungsbereiche 43 und 44 sind dabei jedoch nur derart beabstandet zum Randbereich des Lochbereichs 3 ausgebildet, dass sie in einer endgültigen Einbauposition eines Blindnietelements in dem Lochbereich 3 zumindest teilweise von der Anlagefläche 22 des Blindnietelements 2 erfasst bzw. bedeckt werden, so dass eine entsprechende Verformung der Anlagefläche 22 derart erfolgt, dass eine feste Positionierung des Blindnietelements 2 in dem Lochbereich 3 gewährleistet werden kann, insbesondere ein Drehen des Blindnietelements 2 in dem Lochbereich 3 verhindert werden kann.

Eine perspektivische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß 6 ist in 7 gezeigt. Wie auch dort zu erkennen ist, weisen die beiden Arretierungsbereiche 43 und 44 einen wellenförmigen Querschnitt auf und sind derart ausgebildet, dass sie aus der ebenen Fläche der Seitenwand 11 herausragen.

Ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Blindnietverbindungsanordnung ist in den 8 bis 10 gezeigt. Ein Arretierungsbereich 45 ist als zusammenhängende langgestreckte Schiene ausgebildet, welche angrenzend an den Lochbereich 3 an dem Lochbereich 3 vorbeigeführt ist. Wie in der Darstellung gemäß 10 zu erkennen ist, wird in diesem Ausführungsbeispiel eine Verformung der Anlagefläche 22 derart erreicht, dass die Anlagefläche 22 einen gekrümmten Bereich 25 aufweist.

In allen Ausführungsbeispielen ist die erfindungsgemäße Nietverbindungsanordnung derart ausgebildet, dass die Seitenwand 11 im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet bzw. ausgebildet ist, welcher der Ebene entspricht, in der der Lochbereich 3 angeordnet ist. Die Arretierungsbereiche 41 bis 45 erstrecken sich in den Ausführungsbeispielen somit aus dieser gemeinsamen Ebene heraus, da sie unmittelbar an der Seitenwand 11 angeordnet sind. Es sei angemerkt, dass für das erfindungsgemäße Prinzip auch ausreichend ist, wenn lediglich ein an den Lochbereich 3 angrenzender Teilbereich der Seitenwand 11, welcher in vorteilhafter Weise umlaufend um den Lochbereiche 3 ausgebildet ist, im Wesentlichen in einer Ebene mit dem Lochbereich 3 angeordnet ist, wobei die Arretierungsbereiche 41 bis 45 zumindest teilweise an diesen Teilbereichen der Seitenwand 11 ausgebildet sind. Der restliche Bereich der Seitenwand als auch restliche Bereiche der Arretierungsbereiche 41 bis 45 können in vielfältiger Weise ausgebildet sein und in vielfältiger Weise zum Lochbereich 3 angeordnet sein.

Die Ausgestaltung der Arretierungsbereiche 41 bis 45 kann in vielfältiger Weise ausgebildet und variiert werden. Wesentlich für ihre Ausbildung und ihre Anordnung ist, dass sie derart am oder benachbart zum Lochbereich 3 ausgebildet sind, dass eine Anlagefläche 22 des Blindnietelements 2 beim Einbau derart verformt werden kann, dass das Blindnietelement 2 fest positioniert werden kann.

Die Arretierungsbereiche 41 bis 45 können einstückig mit den Verbindungsteilen 1 ausgebildet sein.


Anspruch[de]
Nietverbindungsanordnung, insbesondere zur Verbindung von Teilen in einem Kraftfahrzeug, mit einem ersten Verbindungsteil (1) zum Verbinden mit einem Nietelement (2), wobei das erste Verbindungsteil (1) einen als Lochbereich (3) ausgebildeten Verbindungsbereich aufweist, welcher zum Durchführen des Nietelements (2) ausgebildet ist, welches Verbindungsteil (1) zumindest einen, teilweise um den Lochbereich (3) umlaufenden Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) zum Arretieren des Nietelements (2) aufweist, wobei der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) an der der Nietelement-Einführungsseite (12) abgewandten Seite (11) des Verbindungsteils (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) zumindest teilweise derart an der abgewandten Seite (11) des Verbindungsteils (1) angeordnet ist, dass sich das Nietelement (2) in seiner Einbauposition mit einer beim Einbau ausgebildeten Anlagefläche (22) zumindest teilweise über den Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) erstreckt, welche Anlagefläche (22) umlaufend um einen Stift (23) des Nietelements (2) ausgebildet ist. Nietverbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) über das Niveau der Fläche der abgewandten Seitenwand (11) erhöht ausgebildet ist. Nietverbindungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (22) in der Einbauposition des Nietelements (2) an die Formgebung der abgewandten Seite (11) und des Arretierungsbereichs (41, 42; 43, 44; 45) angeformt ist. Nietverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) unmittelbar angrenzend an den Lochbereich (3) ausgebildet ist. Nietverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) länglich ausgebildet ist. Nietverbindungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsbereich (41, 42; 43, 44; 45) mit seiner Längsseite vom Rand des Lochbereichs (3) wegorientiert angeordnet ist. Nietverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Arretierungsbereiche (41, 42; 43, 44; 45) an dem Verbindungsteil (1) angeordnet sind. Nietverbindungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungsbereiche (41, 42; 43, 44; 45) symmetrisch um den Lochbereich (3) angeordnet sind. Nietverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest angrenzend an und umlaufend um den Lochbereich (3) ein Teilbereich der abgewandten Seitenwand (11) derart ausgebildet ist, dass er sich in der Ebene des Lochbereichs (3) erstreckt, wobei der Arretierungsbereich (41, 42, 43, 44, 45) zumindest teilweise an diesem Teilbereich angeordnet ist. Nietverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche als Blindnietverbindungsanordnung ausgebildet ist und das Nietelement ein Blindnietelement ist.






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