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Dokumentenidentifikation DE102006028494A1 03.01.2008
Titel Tragkonstruktion mit Solarmodulen
Anmelder Zimmerei Schwörer GmbH, 79369 Wyhl, DE
Erfinder Schwörer, Reinhard, 79369 Wyhl, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Maucher, Börjes & Kollegen, 79102 Freiburg
DE-Anmeldedatum 21.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028494
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse H01L 31/042(2006.01)A, F, I, 20060621, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24J 2/52(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE   E04D 13/18(2006.01)A, L, I, 20060621, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Tragkonstruktion (1) für Solarmodule (2), welche zur Stromerzeugung dienen und auf einem Flachdach oder flach geneigten Dach (3) mit schräger Neigung gehalten werden, hat eine tiefere Abstützung (5) für den unteren Rand (4) des schräg zu haltenden Solarmoduls (2) und eine dazu beabstandete höhere Abstützung (6) für den oberen Bereich oder Rand dieses Solarmoduls (2). Als tieferliegende Abstützung ist dabei ein in Längserstreckungsrichtung des unteren Randes (4) verlaufendes Winkelprofil und für den höheren Rand ein dazu parallel verlaufendes, im Querschnitt Z- oder U- oder C-förmiges Profil vorgesehen, wobei das Winkelprofil wenigstens eine oder bevorzugt mehrere Abflusslochungen (12) und das U- oder Z-Profil wenigstens einige Durchbrüche zur Verminderung von Windkräften und zur besseren Hinterlüftung der Solarmodule (2) aufweist (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion mit einem oder mehreren zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht dienenden Solarmodulen, die auf einem Flachdach oder flach geneigten Dach gehalten sind und in Gebrauchsstellung gegenüber dem Dach eine Schrägstellung oder Neigung haben, wobei die Tragkonstruktion eine zum Erfassen des unteren Randes des schräg angeordneten Solarmoduls dienende tiefe Abstützung und eine dazu beabstandete höhere Abstützung für den höher liegenden Bereich oder Rand des Solarmoduls aufweist.

Solche Tragkonstruktionen sind in der Praxis bekannt und werden häufig durch parallele, auf dem Flachdach oder auf dem flach geneigten Dach mit einer Dachneigung von etwa 3° bis etwa 25° befestigte Schienen und an diesen Schienen einzeln hochstehende Träger gebildet.

Ferner sind aus der Praxis sogenannte Dreieckständer bekannt, bei denen ein unterer Träger mit dem Dach verbunden wird und ein demgegenüber hochstehender Träger mit einem weiteren schrägen Träger das erwähnte Dreieck bildet, welches das Solarmodul mit dem schrägen Träger in Gebrauchsstellung unterstützt, wobei derartige Dreieckständer auf an dem Flachdach oder flach geneigten Dach zu befestigenden Profilen oder Schienen angebracht werden.

Diese vorbekannten Konstruktionen haben sich als aufwendig und demgemäß teuer erwiesen.

Aus DE 296 06 547 U1 ist eine Tragkonstruktion mit Solarmodul anderer Gattung bekannt, bei welcher die Befestigung auf einem schrägen Dach derart erfolgt, dass das Solarmodul parallel zu diesem Dach angeordnet wird. Da der Dachverlauf stark geneigt ist, können in diesem Falle für die untere und für die obere Halterung des Solarmoduls gleich hohe oder gleich bemessene Abstützungen vorgesehen werden.

Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Tragkonstruktion für Solarmodule der eingangs genannten Art zu schaffen, die auf einem Flachdach oder flach geneigten Dach angewendet werden kann, wobei aber der Herstellungs- und Montageaufwand vermindert sein soll, ohne dass die Gefahr besteht, dass zu hohe Windkräfte an dieser Tragkonstruktion wirksam werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs definierte Tragkonstruktion für Solarmodule dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung für den tieferliegenden Rand des oder der Solarmodule ein Winkelprofil ist, bei welchem ein erster Winkelschenkel die Schmalseite und der benachbarte zweite Winkelschenkel den dieser Schmal- oder Stirnseite benachbarten unterseitigen Rand des Solarmoduls in Gebrauchsstellung erfasst, und dass die höhere Abstützung ein im Querschnitt etwa Z- oder U-förmiges Profil ist, wobei der untere erste Z- oder U-Schenkel dem Dach zugewandt oder an diesem befestigt ist und der zweite Z- oder U-Schenkel das Solarmodul unterseitig in Gebrauchsstellung untergreift, und dass das Winkelprofil in seinem Verlauf zumindest einen oder mehrere Abflüsse oder Abflusslochungen und das Z- oder U-Profil zumindest in seinem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel angeordneten mittleren Steg Durchbrüche aufweist.

Auf diese Weise können die Solarmodule schräger als ein flaches oder flach geneigtes Dach auf diesem dadurch festgelegt werden, dass das Winkelprofil einerseits und das andere Profil andererseits mit dem Dach vernietet oder verschraubt oder an einer auf dem Dach befestigten Schiene befestigt werden, wobei diese Befestigung gleichzeitig abgedichtet sein kann. Danach kann das Solarmodul dann einerseits mit seinem unteren Rand in das Winkelprofil eingelegt und andererseits in seinem höheren Bereich oder Randbereich mit einem Schenkel des zweiten Profils verbunden werden. Auch eine Befestigung an dem tieferliegenden Winkelprofil ist zweckmäßig.

Die Lochungen an dem Winkelprofil, die auch Schlitze sein können, verhindern dabei, dass sich in dem Winkelprofil Regenwasser sammeln kann. Die Lochungen oder Durchbrüche in dem mittleren Steg des zweiten Profils haben den erheblichen Vorteil, dass nicht nur Gewicht eingespart, sondern auch Windkräften weniger Widerstand entgegengesetzt wird, so dass die Windbelastung erheblich vermindert ist. Gleichzeitig ergibt sich eine gute Hinterlüftung, die Wärmestaus verhindert oder vermindert und damit die Effektivität des oder der Solarmodule verbessert.

Das Winkelprofil und das U- oder Z-Profil können mit dem Dach in Gebrauchsstellung vernietet und/oder verschraubt sein und diese Befestigung kann vorzugsweise gleichzeitig abgedichtet sein. Dies ergibt eine stabile Installation, die dennoch relativ wenig Teile benötigt und entsprechend kostengünstig ist.

Die Solarmodule können in Gebrauchsstellung nach dem Einlegen in das Winkelprofil und nach dem Auflegen oder Abstützen auf dem U- oder Z-Profil mit wenigstens einem dieser Profile, vorzugsweise mit beiden Profilen durch eine Befestigung insbesondere lösbar verbunden sein. Dadurch ist sichergestellt, dass die Solarmodule gegen Wind und Wetter ausreichend befestigt sind.

Zur Befestigung der Solarmodule an dem Profilen können Schrauben und/oder Nieten vorgesehen sein, die in Gebrauchsstellung Rahmenteile der Solarmodule erfassen oder durchsetzen, welche mit den Profilen in Berührung gelangen können. Sowohl Schrauben als auch Nieten sind einfache Befestigungsmittel, die preiswert sind und einfach montiert werden können.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Winkelprofil und/oder das U- oder Z-Profil abgekantete Blechprofile sind. Aus abgekantetem Blech gebildete Profile haben in der Regel ein geringeres Gewicht als Walzprofile und sind in ihrer Herstellung relativ einfach. Darüber hinaus erlauben sie eine praktisch beliebige Materialwahl.

Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kann vorsehen, dass das Winkelprofil und/oder das zweite Profil aus Lochblechen gebildet sind, deren Lochungen vorzugsweise Durchmesser oder Umrisse haben, die den Durchmessern der zur Befestigung dienenden Befestigungselemente, also vorzugsweise den Durchmessern der Nieten oder Schrauben, entsprechen und insbesondere etwa 5, 6 oder 7 Millimeter betragen.

In ungewöhnlicher Weise können also Lochbleche, die in der Regel als Zierelemente oder Absperrmittel benutzt werden, profiliert sein, um in erfindungsgemäßer Weise die Solarmodule zu halten und dabei gleichzeitig den gewünschten Abfluss von Wasser einerseits aus dem unteren Profil und den Winddurchlass und die Hinterlüftung an dem oberen Profil zu erlauben.

Für die Montage der Tragkonstruktion ist es günstig, wenn das als niedrigere Abstützung dienende Winkelprofil an dem in Gebrauchsstellung das Solarmodul untergreifenden zweiten Winkelschenkel einen weiteren dritten abwärts gerichteten Winkelschenkel und einen von diesem wiederum ausgehenden vierten Schenkel zur Verbindung mit dem Dach oder einem auf dem Dach befindlichen Träger oder dergleichen aufweist. Dadurch wird der das Solarmodul untergreifende zweite Winkelschenkel gleich einstückig über den dritten und den vierten Winkelschenkel gehalten und direkt oder indirekt mit dem Dach verbunden. Somit bedarf es keiner besonderen Halterung zum Erfassen und Befestigungen des Winkelprofils.

Eine zweckmäßige Ausführungsform kann dabei vorsehen, dass das Winkelprofil mit seinen vier Winkelschenkeln insgesamt einen etwa W-Querschnitt hat und der in Gebrauchsstellung unterste W-Schenkel zur Befestigung an dem Dach dient.

Es ist aber auch möglich, dass der in Gebrauchsstellung unterste zur Befestigung an dem Dach dienende vierte Schenkel des Winkelprofils im Querschnitt von der Mitte des Solarmoduls weg und zu dessen Rand hin gerichtet ist und insbesondere unter dem tieferliegenden Rand und/oder der tiefliegenden Stirnseite des Solarmoduls angeordnet ist oder verläuft.

Je nach Dachaufbauten oder Platz für die Abstützprofile kann der Benutzer also zwischen einem W-förmigen Profil und einem solchen Profil wählen, bei welchem der vierte Schenkel entgegengesetzt zu dem eines W-Profils gerichtet ist.

Die Profile können aus einer Aluminiumlegierung oder Aluminiumzinklegierung oder aus verzinktem Eisenblech oder Edelstahlblech bestehen, wodurch sich Korrosionsbefestigkeit ergibt, und die Blechdicke kann an die aufzunehmenden Gewichte angepasst sein und beispielsweise 1,5 Millimeter bis 4 Millimeter oder 5 Millimeter betragen. Für größere und/oder schwerere Solarmodule können also größere Blechdicken vorgesehen werden als für leichtere oder kleinere derartige Solarmodule.

Ferner ist es möglich, dass das oder die Profile, insbesondere das U- oder Z-Profil an seinen mittleren Steg, eine oder mehrere Verstärkungen aufweist. Auch dadurch ist eine Anpassung an unterschiedliche Gewichts- und/oder Windbelastungen oder auch Schneelasten und dergleichen möglich.

Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen Merkmale und Maßnahmen ergibt sich eine Tragkonstruktion für Solarmodule die gegenüber Einzelstäben oder Dreieckständern den erheblichen Vorteil hat, dass in horizontaler Richtung beziehungsweise in Richtung der horizontalen Ränder der Solarmodule auftretende Kräfte gut von den Profilen und insbesondere von dem U- oder Z-Profil aufgenommen werden können, weil dieses auch in der genannten Längserstreckungsrichtung steif ist und somit nicht nachgeben kann, während Einzelstäbe und einzelne Dreieckständer gerade zu dieser Seite hin einer entsprechenden Kraft nachgeben könnten. Dabei erweist sich vor allem die Verwendung von Lochblech als vorteilhaft, weil dieses eine gute Knicksteifigkeit hat, die sich auch dadurch ergibt, dass eine größere Blechdicke möglich ist, die aber aufgrund der Lochungen nicht zu einem zu großen Gewicht dieses Profils führt.

Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt in zum Teil erheblich schematisierter Darstellung:

1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion mit Solarmodul, wobei die zur Abstützung des Solarmoduls dienenden Profile teilweise im Querschnitt dargestellt sind, um die an ihnen vorhandenen Lochungen zu zeigen, wobei ein erstes tieferes Profil als W-Profil und ein zweites höheres Profil als U- oder C-Profil ausgebildet ist,

2 eine der 1 entsprechende Darstellung, bei welcher das zweite Profil als Z-Profil ausgebildet ist,

3 eine den 1 und 2 entsprechende Darstellung, wobei bei dem ersten niedrigeren Profil der vierte untere Schenkel von der Mitte des Solarmoduls weg gerichtet ist und unter dessen niedriger liegenden Rand verläuft und wobei angedeutet ist, dass das zweite Profil ein U- oder C-Profil oder ein Z-Profil sein kann,

4 eine Stirnansicht eines zweiten Profils, welches neben der dargestellten Z-Form auch ein U- oder C-Profil sein kann, wobei der Mittelsteg eine an ihm befestigte Aussteifung aufweist, sowie

5 eine Draufsicht des Profils und der an diesem vorgesehenen Aussteifung gemäß 4.

Eine im Ganzen mit 1 bezeichnete Tragkonstruktion ist in abgewandelten Ausführungsformen in den 1 bis 3 erkennbar und jeweils mit zumindest einem zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht dienenden entsprechend stark geneigten Solarmodul 2 in Gebrauchsstellung dargestellt.

Mit Hilfe der Tragkonstruktion 1 sind die Solarmodule 2 auf einem schematisiert angedeuteten flach geneigten Dach 3 gehalten, wobei dieses Dach 3 praktisch keine oder eine sehr geringe Neigung von zum Beispiel 3° oder bis zu 20° oder 25° haben kann, während die Solarmodule 2 eine demgegenüber steilere Neigung oder Schrägstellung haben, um gut an den Sonnenstand angepasst zu sein.

Demgemäß weist die Tragkonstruktion 1 in noch zu beschreibender Weise eine zum Erfassen des unteren Randes 4 des schräg angeordneten Solarmoduls 2 dienende tiefere Abstützung 5 und eine dazu beabstandete höhere Abstützung 6 für den höherliegenden Bereich oder Rand des Solarmoduls 2 auf.

In allen drei Ausführungsbeispielen ist dabei die Abstützung 5 für den tieferliegenden Rand 4 des oder der Solarmodule 2 ein Winkelprofil, bei welchem ein erster Winkelschenkel 7 die Schmalseite 8 oder Stirnseite und der benachbarte zweite Winkelschenkel 9 den dieser Schmal- oder Stirnseite 8 benachbarten unterseitigen Rand 4 des Solarmoduls 2 in Gebrauchsstellung erfasst.

Die höhere Abstützung 6 ist ein im Querschnitt etwa Z-förmiges Profil (2, 3 und 4) oder ein U-förmiges oder C-förmiges Profil (1), wobei der untere erste Z- oder U-Schenkel 10 dem Dach 3 zugewandt oder an diesem befestigt ist und der zweite Z- oder U-Schenkel 11 das Solarmodul 2 unterseitig in Gebrauchsstellung untergreift und abstützt. Dabei erkennt man deutlich in 1, 2 und 3, dass die Schenkel 10 und 11 nicht in parallel zueinanderliegenden Ebenen verlaufen, sondern die Querschnitte dieser Schenkel entsprechend der Schrägstellung des jeweiligen Solarmoduls 2 einen Winkel miteinander bilden.

In den 1 bis 3 ist ferner dargestellt, dass das die tiefere Abstützung 5 bildende Winkelprofil in seinem Verlauf zumindest eine oder mehrere Abflusslochungen 12 und das Z- oder U-Profil zumindest in einem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel angeordneten mittleren Steg 13 Durchbrüche oder Lochungen 14 aufweist. Dabei erkennt man deutlich, dass die Abflusslochungen 12 an der tiefsten Stelle des ersten Winkelschenkels 7 angeordnet sind, so dass in dem Winkelprofil kein Regenwasser oder Schneewasser oder dergleichen stehen bleiben kann, da dieses in jedem Fall durch diese unterste Abflusslochung 12 abläuft. Darüber hinaus können auch höher liegende Abflusslochungen 12 an dem Winkelschenkel 7 vorgesehen sein. Ferner könnte auch der zweite Winkelschenkel 9 Abflusslochungen haben. Auch können Schlitze als Abflüsse vorgesehen sein.

Die Durchbrüche oder Lochungen 14 an dem mittleren Steg 13 erlauben eine Hinterlüftung und vermindern die Windkräfte, die an der Tragkonstruktion 1 angreifen können, wobei gleichzeitig das Gewicht vermindert wird.

In 1 ist angedeutet, dass das Winkelprofil und das U- oder Z-Profil mit dem Dach 3 in Gebrauchsstellung vernietet und/oder verschraubt sein kann, wobei diese Befestigung 15 gleichzeitig noch abgedichtet sein kann.

Ferner ist in 1 angedeutet, dass die Solarmodule 2 in Gebrauchsstellung nach dem Einlegen in das Winkelprofil und nach dem Auflegen auf das U- oder Z-Profil mit wenigstens einem dieser Profile, im Ausführungsbeispiel mit beiden Profilen durch eine Befestigung 16 vorzugsweise lösbar verbunden sein können, wobei zur Befestigung der Solarmodule 2 an den Profilen Schrauben und/oder Nieten vorgesehen sein können, die in Gebrauchsstellung beispielsweise Rahmenteile der Solarmodule 2 erfassen oder durchsetzen, welche mit den Profilen in Berührung gelangen. Auch an diesen Stellen können Abdichtungen vorgesehen sein.

Das Winkelprofil und auch das U- oder Z-Profil können abgekantete Blechprofile sein, wobei Lochbleche bevorzugt sind, weil diese die Abflusslochungen 12 und die Durchbrüche oder Lochungen 14 dann schon von vorne herein enthalten, also diese Lochungen 12 oder 14 nicht mehr angebracht werden müssen. Dabei können die Lochungen 12 und 14 etwa die Durchmesser oder Umrisse haben, die den Durchmessern der zur Befestigung dienenden Befestigungselemente, also vorzugsweise den Durchmessern der Nieten oder Schrauben entsprechen und beispielsweise etwa 5, 6 oder 7 Millimeter betragen. Derartige Lochbleche sind handelsüblich und haben auch die entsprechenden Abmessungen, so dass die Herstellung einfach ist, weil die Befestigungslochungen nicht zusätzlich angebracht werden müssen.

In den 1 bis 3 erkennt man, dass das Winkelprofil an dem in Gebrauchsstellung das Solarmodul 2 untergreifenden zweiten Winkelschenkel 9 einen weiteren mit seinem Querschnitt abwärts gerichteten dritten Winkelschenkel 17 und an diesem wiederum randseitig einen von diesem ausgehenden vierten Winkelschenkel 18 zur Verbindung mit dem Dach 3 aufweist. Somit ergibt sich ein Winkelprofil, welches mit seinen vier Winkelschenkeln 7, 9, 17 und 18 einen etwa W-förmigen Querschnitt hat, wobei der in Gebrauchsstellung unterste vierte W-Schenkel 18 zur Befestigung an dem Dach 3 dient.

In 3 ist dargestellt, dass der in Gebrauchsstellung unterste, zur Befestigung an dem Dach 3 dienende vierte Schenkel 18 den Winkelprofils im Querschnitt auch von der Mitte des Solarmoduls 2 weggerichtet sein kann und unter dem tieferliegenden Rand 4 und der tieferliegenden Stirnseite 8 des Solarmoduls 2 hindurchverläuft beziehungsweise dort angeordnet ist. Auch der somit gegenüber der Anordnung nach 1 und 2 entgegengesetzt gerichtete Schenkel 18 dient dabei in analoger Weise, wie es in 1 angedeutet ist, zur Befestigung auf dem Flachdach 3 oder einer dort befindlichen Profilschiene oder dergleichen.

3 deutet dabei noch an, dass mit diesem abgewandelten Winkelprofil als höhere Abstützung wiederum entweder ein Z-förmiges oder ein U- oder C-förmiges Profil kombiniert sein kann, um die Tragkonstruktion 1 zu bilden.

Um höhere Kräfte aufnehmen zu können, kann gemäß den 4 und 5 der mittlere Steg 13 des die höhere Abstützung 6 bildenden Z- oder U-Profils mit einer oder mehreren Versteifungen oder Verstärkungen 19 versehen sein, die gemäß 5 wiederum ein Winkelprofil sein können.

Die Tragkonstruktion 1 für Solarmodule 2, welche zur Stromerzeugung dienen und auf einem Flachdach oder wenig geneigten Dach 3 mit schrägerer oder größerer Neigung als dieses gehalten werden, hat eine tiefere Abstützung 5 für den unteren Rand 4 des schräg zu haltenden Solarmoduls 2 und eine dazu beabstandete höhere Abstützung 6 für den oberen Bereich oder Rand dieses Solarmoduls 2. Als tieferliegende Abstützung ist dabei ein in Längserstreckungsrichtung des unteren Randes 4verlaufendes Winkelprofil und für den höheren Rand ein dazu parallel verlaufendes, im Querschnitt Z- oder U- oder C-förmiges Profil vorgesehen, wobei das Winkelprofil wenigstens eine oder bevorzugt mehrere Abflusslochungen oder -öffnungen 12 und das U- oder Z-Profil wenigstens einige Durchbrüche zur Verminderung von Windkräften und zur besseren Hinterlüftung der Solarmodule 2 aufweist.


Anspruch[de]
Tragkonstruktion (1) mit einem oder mehreren zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht dienenden Solarmodulen (2), die auf einem Flachdach oder flach geneigten Dach (3) gehalten sind und in Gebrauchsstellung eine Schrägstellung oder Neigung haben, wobei die Tragkonstruktion (1) eine zum Erfassen des unteren Randes (4) des schräg angeordneten Solarmoduls (2) dienende tiefe Abstützung (5) und eine dazu beabstandete höhere Abstützung (6) für den höherliegenden Bereich oder Rand des Solarmoduls (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (5) für den tieferliegenden Rand (4) des oder der Solarmodule (2) ein Winkelprofil ist, bei welchem ein erster Winkelschenkel (7) die Schmalseite (8) und der benachbarte zweite Winkelschenkel (9) den dieser Schmal- oder Stirnseite (8) benachbarten unterseitigen Rand (4) des Solarmoduls (2) in Gebrauchsstellung erfasst, und dass die höhere Abstützung (6) ein im Querschnitt etwa Z- oder U-förmiges Profil ist, wobei der untere erste Z- oder U-Schenkel (10) dem Dach (3) zugewandt oder an diesem befestigt ist und der zweite Z- oder U-Schenkel (11) das Solarmodul (2) unterseitig in Gebrauchsstellung untergreift, und dass das Winkelprofil in seinem Verlauf zumindest einen oder mehrere Abflüsse oder Abflusslochungen (12) und das Z- oder U-Profil zumindest in seinem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel angeordneten mittleren Steg (13) Durchbrüche (14) aufweist. Tragkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil und das U- oder Z-Profil mit dem Dach (3) in Gebrauchsstellung vernietet und/oder verschraubt ist und dass diese Befestigung vorzugsweise gleichzeitig abgedichtet ist. Tragkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Solarmodule (2) in Gebrauchsstellung nach dem Einlegen in das Winkelprofil und nach dem Auflegen auf das U- oder Z-Profil mit wenigstens einem dieser Profile, vorzugsweise mit beiden Profilen durch eine Befestigung insbesondere lösbar verbunden sind. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Solarmodule an den Profilen Schrauben und/oder Nieten vorgesehen sind, die in Gebrauchsstellung Rahmenteile der Solarmodule (2) erfassen oder durchsetzen. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil und/oder das U- oder Z-Profil abgekantete Blechprofile sind. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil und/oder das zweite Profil abgekantete Lochbleche sind. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil und/oder das zweite Profil aus Lochblechen gebildet sind, deren Lochungen (12, 14) vorzugsweise Durchmesser oder Umrisse haben, die den Durchmessern der zur Befestigung dienenden Befestigungselemente, also vorzugsweise den Durchmessern der Nieten oder Schrauben, entsprechen und insbesondere etwa 5, 6 oder 7 mm betragen. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil an dem in Gebrauchsstellung das Solarmodul (2) untergreifenden zweiten Winkelschenkel (9) einen weiteren abwärts gerichteten dritten Winkelschenkel (17) und einen von diesem wiederum ausgehenden vierten Winkelschenkel (18) zur Verbindung mit dem Dach (3) aufweist. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelprofil mit seinen vier Winkelschenkeln insgesamt einen etwa W-förmigen Querschnitt hat und der in Gebrauchsstellung unterste W-Schenkel (18) zur Befestigung an dem Dach (3) dient. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der in Gebrauchsstellung unterste, zur Befestigung an dem Dach (3) dienende vierte Schenkel (18) des Winkelprofils im Querschnitt von der Mitte des Solarmoduls (2) weggerichtet ist und insbesondere unter dem tiefliegenden Rand (4) und der tiefliegenden Stirnseite (8) des Solarmoduls (2) hindurch verläuft oder angeordnet ist. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile aus einer Aluminiumlegierung oder Aluminiumzinklegierung oder aus verzinktem Eisenblech oder Edelstahlblech bestehen und dass die Blechdicke an die aufzunehmenden Gewichte angepasst ist und beispielsweise 12 Millimeter bis 4 Millimeter oder 5 Millimeter beträgt. Tragkonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Profile, insbesondere das U- oder Z-Profil, an seinem mittleren Steg 13 eine oder mehrere Versteifungen oder Verstärkungen 19 aufweist.






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