PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006028791A1 03.01.2008
Titel Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Wieland, Michael, 85049 Ingolstadt, DE
DE-Anmeldedatum 23.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006028791
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse F16L 3/08(2006.01)A, F, I, 20060623, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Halteschelle (10) zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug, umfassend einen Ringkörper (14), in dem die fluidführende Leitung geführt ist, und einen Befestigungskörper (16) über den die Halteschelle (10) mittels Befestigungsmittel an einem karosseriefesten Bauteil oder einem Karosserieteil des Kraftfahrzeugs befestigt ist. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Ringkörper (14) als Magnet ausgebildet ist und die fluidführende Leitung (12) in einem von dem Ringkörper (14) umfassten Bereich von einer magnetisierten Manschette (22) umgeben ist, wobei der Ringkörper (14) und die Manschette (22) jeweils radial polarisiert, einen inneren Pol (18, 24) aufweisend ausgebildet und derart zueinander angeordnet sind, dass der innere Pol (18) des Ringkörpers (14) und der äußere Pol (26) der Manschette (22) die gleiche Polarität aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art.

Ein hinlänglich bekanntes Problem im Fahrzeugbau ist die Entkopplung von Leitungen, die durch schwingende Flüssigkeitssäulen zum Schwingen angeregt werden. Diese Schwingungen und Pulsationen der Flüssigkeitssäulen übertragen sich über die entsprechenden Halteschellen, mit denen die Leitungen am Fahrzeugaufbau befestigt sind, in den Fahrgastraum.

Eine gattungsgemäße Anordnung zum geräuscharmen Aufhängen von lang gestreckten Bauteilen wie Rohren oder Schläuchen, ist in der DE 30 25 601 A1 offenbart. Die offenbarte Anordnung umfasst ein zylindrisches, mit einer mittleren Längsbohrung versehenes Dämpfungsglied aus einem elastisch nachgiebigen Stoff wie z. B. Gummi oder dergleichen, das zwischen dem lang gestreckten Bauteil und einer Halteschelle eingelegt ist. Hierbei ist das Dämpfungsglied an seiner äußeren Peripherie mit Längsnuten versehen, während der größte Teil der zwischen den Nuten verbleibenden Oberfläche des Dämpfungsgliedes vom runden Teil der Halteschelle umfasst ist. Als nachteilig erweist sich hierbei, dass über das zwischen Haltestelle und lang gestrecktem Bauteil angeordneten Dämpfungsglied weiterhin eine Schwingungs- und Geräuschübertragung ermöglicht ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art unter Vermeidung der genannten Nachteile derart weiterzubilden, dass eine Geräusch- und Schwingungsübertragung nahezu ausgeschlossen ist.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 in Verbindung mit seinen Oberbegriffsmerkmalen gelöst.

Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein "Schweben" der fluidführenden Leitung in der Halteschelle an kritischen Anbindungspunkten an der Karosserie beziehungsweise einem karosseriefesten Bauteil des Kraftfahrzeugs eine nahezu geräusch- und schwingungsarme Befestigungsmöglichkeit darstellt.

Hierzu umfasst die Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug einen Ringkörper, in dem die fluidführende Leitung geführt ist und einen Befestigungskörper, über den die Halteschelle mittels Befestigungsmittel an einem karosseriefesten Bauteil oder einem Karosserieteil des Kraftfahrzeugs befestigt ist. Erfindungsgemäß ist der Ringkörper als Magnet ausgebildet und die fluidführende Leitung ist in einem von dem Ringkörper umfassten Bereich von einer magnetisierten Manschette umgeben. Der Ringkörper und die Manschette sind hierbei jeweils radial polarisiert, das heißt einen inneren Pol und einen äußeren Pol aufweisend, ausgebildet. Der Ringkörper und die magnetisierte Manschette sind dabei derart zueinander angeordnet, dass der innere Pol des Ringkörpers und der äußere Pol der Manschette die gleiche Polarität aufweisen. Da die gleich polarisierten Magnetfelder sich gegenseitig abstoßen und die Magnetfelder jeweils über den gesamten Umfang von Ringkörper beziehungsweise Manschette wirken, ist auf eine einfache Art und Weise ein "Schweben" der fluidführenden Leitung in der Halteschelle gewährleistet. In vorteilhafter Weise ist somit eine geräusch- und schwingungsarme Befestigung einer fluidführenden Leitung an einem karosseriefesten Bauteil oder einem Karosserieteil des Kraftfahrzeugs gewährleistet.

Vorzugsweise sind der Ringkörper und die Manschette als Permanentmagnete ausgebildet.

Um eine ausreichende Führung der fluidführenden Leitung in der Halteschelle zu gewährleisten, weist in axiale Richtung betrachtet die Manschette eine größere Länge als der Ringkörper auf.

Vorzugsweise ist der Ringkörper geschlossen ausgebildet. Die geschlossene Ausbildung des Ringkörpers hat den Effekt, dass hierdurch auf eine einfache Art und Weise eine Ausziehsicherheit sichergestellt ist.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind der Ringkörper und der Befestigungskörper einteilig ausgebildet. Die einteilige Ausbildung von Ringkörper und Befestigungskörper erweist sich als vorteilhaft, da dies eine kostengünstige Herstellung ermöglicht.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung sind der Ringkörper und der Befestigungskörper zweiteilig ausgebildet. Die zweiteilige Ausbildung von Ringkörper und Befestigungskörper erweist sich als vorteilhaft, da hierdurch eine einfache Montage der Befestigungsschelle gewährleistet ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel.

Die Erfindung wird im Folgenden an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Beschreibung, in den Ansprüchen und der Zeichnung werden die in der unten angeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordnete Bezugszeichen verwendet.

In der Zeichnung bedeuten:

1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug.

1 zeigt mehr oder minder schematisch eine insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnete Halteschelle zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung 12 in einem Kraftfahrzeug.

Die Halteschelle 10 umfasst einen Ringkörper 14 und einen Befestigungskörper 16. Über den Befestigungskörper 16 ist die Halteschelle 10 über Befestigungsmittel an einem hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten karosseriefesten Bauteil oder einem Karosserieteil des Kraftfahrzeugs befestigbar.

Vorliegend ist die Halteschelle 10 zweiteilig ausgebildet. Dies erleichtert die Montage, da in einem ersten Arbeitsschritt zunächst die Befestigungskörper 16 über die entsprechenden Befestigungsmittel, wie beispielsweise Schrauben, oder Clipsverschlüsse, an der entsprechenden Stelle befestigbar ist und nach Einführen der Leitung 12 in den Ringkörper 14 lediglich in einem zweiten Arbeitsschritt der Ringköper 14 mit dem Befestigungskörper 16 zu verbinden ist.

Der Ringkörper 14 ist als ein Permanentmagnet ausgebildet. Hierbei ist der Ringkörper 14 radial polarisiert, d.h. der Ringkörper 14 weist einen inneren Pol 18 und einen äußeren Pol 20 auf. Vorliegend ist die Polarisierung dergestalt, dass der innere Pol 18 des Ringkörpers 14 eine Polrichtung Nord und der äußere Pol 20 des Ringkörpers 14 die Polrichtung Süd aufweist.

Die fluidführende Leitung 12 ist von einer, vorliegend als Permanentmagnet ausgebildeter Manschette 22 umgeben.

Entsprechend zu dem Ringkörper 14 ist auch die Manschette 22 radial polarisiert, einen inneren Pol 24 und einen äußeren Pol 26 aufweisend, ausgebildet. In Bezug auf den Ringkörper 14 weist die Manschette 22 eine gegensätzliche Polarisierung auf, d.h. der äußere Pol 26 der Manschette 22 hat die Polrichtung Nord und der inner Pol 24 der Manschette 22 hat die Polrichtung Süd.

Nach Einführung der fluidführenden Leitung 12 in den Ringkörper 14 der Halteschelle 10 stoßen sich nunmehr die gleich polarisierten Magnetfelder des Ringkörpers 14 und der Manschette 22 ab. Da die Magnetfelder jeweils über den gesamten Umfang, das heißt über den Umfang des Ringkörpers 14 und den Umfang der Manschette 22 wirken, bedingt dies ein "Schweben" der fluidführenden Leitung 12 in der Halteschelle 10.

Eine Ausziehsicherheit der Leitung 12 aus der Halteschelle 10 ist dadurch gegeben, dass der Ringkörper 14 der Halteschelle 10 als ein geschlossener Ring ausgebildet ist.

10
Halteschelle
12
Fluidführende Leitung
14
Ringkörper
16
Befestigungskörper
18
Innerer Pol des Ringkörpers
20
Äußerer Pol des Ringkörpers
22
Manschette
24
Innerer Pol der Manschette
26
Äußerer Pol der Manschette
a
axiale Richtung


Anspruch[de]
Halteschelle (10) zur geräusch- und schwingungsarmen Befestigung einer fluidführenden Leitung in einem Kraftfahrzeug, umfassend einen Ringkörper (14), in dem die fluidführende Leitung geführt ist, und einen Befestigungskörper (16) über den die Halteschelle (10) mittels Befestigungsmittel an einem karosseriefesten Bauteil oder einem Karosserieteil des Kraftfahrzeugs befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (14) als Magnet ausgebildet ist und die fluidführende Leitung (12) in einem von dem Ringkörper (14) umfassten Bereich von einer magnetisierten Manschette (22) umgeben ist, wobei der Ringkörper (14) und die Manschette (22) jeweils radial polarisiert, einen inneren Pol (18, 24) und einen äußeren Pol (20, 26) aufweisend ausgebildet und derart zueinander angeordnet sind, dass der innere Pol (18) des Ringkörpers (14) und der äußere Pol (26) der Manschette (22) die gleiche Polarität aufweisen. Halteschelle (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (14) und die Manschette (22) als Permanentmagnete ausgebildet sind. Halteschelle (10) nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in axiale Richtung (a) betrachtet die Manschette (22) eine größere Länge als der Ringkörper (14) aufweist. Halteschelle (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (14) geschlossen ausgebildet ist. Halteschelle (10) nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (14) und der Befestigungskörper (16) einteilig ausgebildet sind. Halteschelle (10) nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (14) und der Befestigungskörper (16) zweiteilig ausgebildet sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com