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Dokumentenidentifikation DE102006030493A1 03.01.2008
Titel Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Iversen, Frank Holm, Padborg, DK;
Lassen, Heinz Otto, 24944 Flensburg, DE;
Nommensen, Marten, 24943 Flensburg, DE;
Handke, Ekkehard, 24969 Großenwiehe, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 01.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006030493
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse F16C 3/10(2006.01)A, F, I, 20060926, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F04B 35/01(2006.01)A, L, I, 20060926, B, H, DE   B21K 1/08(2006.01)A, L, I, 20060926, B, H, DE   F16C 3/20(2006.01)A, L, I, 20060926, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird eine Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere eine Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, und ein Verfahren zu ihrer Herstellung angegeben mit einem Wellenelement (2), einem zentrisch zum Wellenelement (2) angeordneten Kurbelzapfen (3), einem Übergangselement (4) zwischen dem Wellenelement (2) und dem Kurbelzapfen (3) und einem Gegengewicht (6), das am Übergangselement (4) befestigt ist.
Man möchte die Produktionskosten niedrig halten.
Hierzu ist es vorgesehen, daß das Gegengewicht (6) in einem vorbestimmten Positionierungsbereich in jeder radialen Position mit dem Übergangselement (4) verbindbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere eine Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, mit einem Wellenelement, einem exzentrisch zum Wellenelement angeordneten Kurbelzapfen, einem Übergangselement zwischen dem Wellenelement und dem Kurbelzapfen und einem Gegengewicht, das am Übergangselement befestigt ist.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere einer Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, bei dem man ein Gegengewicht an einem Übergangselement befestigt, das zwischen einem Wellenelement und einem Kurbelzapfen angeordnet ist.

Eine derartige Kurbelwelle dient dazu, eine rotierende Bewegung eines Antriebsmotors in eine hin- und hergehende Bewegung eines Kolbens umzusetzen. Wenn das Wellenelement der Kurbelwelle rotiert, dann führt der Kurbelzapfen eine orbitierende Bewegung um die Achse des Wellenelements aus. Dabei entstehen ungleichförmig verteilte Kräfte, die zu einem unruhigen Lauf eines derartigen Kompressors führen können. Es ist daher bekannt, die Kurbelwelle mit einem Gegengewicht zu versehen, das üblicherweise auf der dem Kurbelzapfen gegenüberliegenden Seite der Achse des Wellenelements angeordnet ist. In vielen Fällen ist das Gegengewicht dabei mit dem Übergangselement verbunden.

Eine Kurbelwelle der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus US 3 587 343 bekannt. Hier ist das Gegengewicht mit Hilfe von Nieten an einer Scheibe befestigt, die drehfest mit der Kurbelwelle verbunden ist. Man muß also sowohl diese Scheibe als auch das Gegengewicht mit mindestens einer Bohrung versehen, die zu den Nieten paßt.

JP 2000-213 462 A zeigt einen Kältemittelkompressor mit einem Gegengewicht, das am oberen Ende der Kurbelwelle befestigt ist. Dieses Gegengewicht kann mit einem oder mehreren Auswuchtelementen versehen werden, die ebenfalls durch Nieten am Gegengewicht befestigt sind.

DE 195 16 811 C2 zeigt einen relativ massive Kurbelwelle, an deren Übergangselement ein Gegengewicht mit Hilfe von Nieten befestigt ist.

Anstelle von Nieten werden auch Schrauben verwendet, um ein Gegengewicht am Übergangselement zu befestigen, siehe beispielsweise US 4 406 590 oder US 6 287 092 B1.

Im letzten Fall ist das Gegengewicht in den Kurbelzapfen eingeschraubt und ragt von dem Kurbelzapfen in Richtung der Kurbelwelle vor.

In allen Fällen ist es prinzipiell erforderlich, daß sowohl die Kurbelwelle bzw. das Übergangselement einerseits und das Gegengewicht andererseits an einer vorbestimmten Position mit einer Bohrung versehen sind, so daß ein Hilfsfügeteil, wie Schraube oder Niete, hindurchgeführt werden kann, um das Gegengewicht und das Übergangselement miteinander zu verbinden.

Kältemittelkompressoren sind im Grunde Massenartikel, die in großen Stückzahlen hergestellt werden. Allerdings sind für unterschiedliche Leistungen oder Größen der Kältemittelkompressoren auch unterschiedliche Bauelemente erforderlich. Diese müssen gefertigt und gelagert werden. Dies führt zu erhöhten Produktionskosten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Produktionskosten niedrig zu halten.

Diese Aufgabe wird bei einer Kurbelwelle der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Gegengewicht in einem vorbestimmten Positionierungsbereich in jeder radialen Position mit dem Übergangselement verbindbar ist.

Mit dieser Ausgestaltung ist es möglich, eine einzige Art von Gegengewicht für unterschiedliche Kompressoren einzusetzen. Das Auswuchten der einzelnen Kurbelwellen erfolgt dann einfach dadurch, daß das Gegengewicht in verschiedenen Abständen von der Kurbelwellenachse montiert wird. Hierzu sind im Grunde wenige Voraussetzungen zu beachten. Zum einen müssen das Gegengewicht einerseits und das Übergangselement andererseits in unterschiedlichen Positionen zusammenpassen. Dies läßt sich beispielsweise dadurch realisieren, daß in dem möglichen Überlappungsbereich zwischen Gegengewicht und Übergangselement ebene Flächen an Gegengewicht und Übergangselement vorgesehen sind. Zum anderen muß eine Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement überall möglich sein, ohne daß man konkrete Positionen vorbereiten muß.

Hierbei ist bevorzugt, daß das Gegengewicht und das Übergangselement ohne Hilfsfügeteile miteinander verbunden sind. Damit spart man zusätzlichen Aufwand für das Bereithalten und Zuführen der Hilfsfügeteile. Es müssen auch keine Bohrungen und dergleichen für Hilfsfügeteile erzeugt werden, die später bei Gegengewicht und Übergangselement übereinstimmen müssen. Mögliche Verbindungsarten sind Schweißen, Löten, Kleben oder dergleichen.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß am Übergangselement mindestens eine Befestigungsausformung vorgesehen ist, mit der das Gegengewicht verpreßt ist. Zur Verbindung des Gegengewichts mit dem Übergangselement wird also das Gegengewicht in einem Teilbereich geformt oder umgeformt. Wenn man die Befestigungsausformung an dem Übergangselement vorsieht, dann kann man für alle möglichen Positionen des Gegengewichts die gleiche Vorrichtung zum Montieren verwenden. Diese Vorrichtung wird nämlich das Gegengewicht immer an der gleichen Stelle bezogen auf das Übergangselement verformen, beispielsweise durch Pressen, so daß auf diese Weise viele unterschiedliche Typen von Kurbelwellen gefertigt werden können. Außerdem hat die Ausgestaltung der Preßverbindung zwischen Obergangselement und Gegengewicht den Vorteil, daß auch solche Teile miteinander verbunden werden können, die aufgrund ihrer Werkstoffe oder Oberflächenbehandlungen sonst nur schwer verbindbar sind, z.B. durch Schweißen, Löten, Kleben o.a.

Vorzugsweise ist die Befestigungsausformung als Ausnehmung ausgebildet, in die ein Teil des Gegengewichts eingepreßt ist. Das Gegengewicht, das zunächst an der am Übergangselement anliegenden Seite flach ist, wird dann lokal so verformt, daß es einen Vorsprung aufweist, der in die Befestigungsausformung hineingedrückt ist. Damit läßt sich eine ausreichende Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement realisieren.

Vorzugsweise verläuft die Befestigungsausnehmung durch das Übergangselement hindurch. Im einfachsten Fall ist die Befestigungsausnehmung also als Durchgangsbohrung ausgebildet. Dies hat den Vorteil, daß man mit einem Gegenhalter arbeiten kann, um von der dem Gegengewicht gegenüberliegenden Seite des Übergangselements aus auf den Teil des Gegengewichts einzuwirken, der in die Befestigungsausnehmung hineinverformt wird. Man kann also immer, wenn dies sinnvoll ist, den Vorsprung des Gegengewichts, der in die Befestigungsausnehmung verformt worden ist, stauchen. Dies führt zu einer gewissen Spannung dieses Vorsprungs in radialer Richtung gegenüber dem Übergangselement.

Vorzugsweise weist die Befestigungsausnehmung in einem vom Gegengewicht entfernten Bereich eine Querschnittserweiterung auf. Insbesondere dann, wenn man mit einem Werkzeug auf den entstehenden Vorsprung einwirkt, der durch Pressen in die Befestigungsausnehmung hineinverformt wird, kann man dafür sorgen, daß sich dieser Vorsprung in der Querschnittserweiterung ebenfalls erweitert, so daß eine Art Nietverbindung geschaffen wird. Diese Nietverbindung kommt aber ohne Hilfsfügeteile aus, weil der entsprechende Materialanteil vom Gegengewicht selbst stammt.

Vorzugsweise weist die Querschnittserweiterung eine Schrägfläche auf. Wenn man eine Bohrung verwendet, dann ist diese Schrägfläche Teil einer Konusmantelfläche. Eine derartige Schrägfläche erlaubt ein bündiges Anliegen des Materials des Gegengewichts, das in die Befestigungsausnehmung verdrängt worden ist, an die Innenwand der Befestigungsausnehmung.

Vorzugsweise weist die Befestigungsausnehmung einen kreisrunden Querschnitt auf. Damit läßt sich die Befestigungsausnehmung relativ einfach herstellen, beispielsweise durch Bohren.

In einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Befestigungsausnehmung eine Verdrehsicherungsform aufweist. Eine derartige Verdrehsicherungsform kann auf vielerlei Weise realisiert werden. Man kann beispielsweise einen polygonartigen Querschnitt verwenden. Es ist auch möglich, einen Querschnitt zu verwenden, dessen Rand gezackt ist. Auch ist es möglich, eine ovale Form zu verwenden oder einfach eine Form, die auf andere Weise von einer Kreisform abweicht.

Vorzugsweise ist das Gegengewicht als Blechelement ausgebildet. Ein derartiges Blechelement fällt bei der Herstellung eines Kältemittelkompressors ohnehin vielfach an, beispielsweise bei der Herstellung der Kapsel. Ein Blechelement mit einer Stärke im Bereich von 2 bis 6 mm läßt sich noch in ausreichender Weise verformen, weist aber andererseits eine genügend große Masse auf, um die Funktion als Gegengewicht erfüllen zu können. Falls größere Ausgleichsmassen erforderlich sind, kann ein zweites (evtl. auch ein weiteres) Blechelement auf das mit dem Übergangselement verbundene erste Blechelement aufgesetzt werden. Die Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Blechelement kann dann vorteilhafterweise an den frei über das Übergangselement überstehenden Bereichen der Blechelemente erfolgen, z.B. wiederum durch eine Preßverbindung.

Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß man für unterschiedliche Kurbelwellen das gleiche Gegengewicht verwendet, das Gegengewicht am Übergangselement in einem zur jeweiligen Kurbelwelle passenden radialen Montageort positioniert und in diesem Montageort das Gegengewicht mit dem Übergangselement verbindet.

Wie oben im Zusammenhang mit der Kurbelwelle beschrieben, schafft man auf diese Weise die Möglichkeit, das gleiche Gegengewicht für unterschiedliche Typen von Kurbelwellen zu verwenden. Die Anpassung des Gegengewichts an einen bestimmten Typ von Kurbelwelle wird einfach dadurch vorgenommen, daß man das Gegengewicht in einem zu der jeweiligen Kurbelwelle passenden Abstand von der Rotationsachse der Kurbelwelle positioniert. In dieser Position kann dann das Gegengewicht mit dem Übergangselement verbunden werden.

Hierbei ist bevorzugt, daß man das Gegengewicht im Montageort verformt. Wenn man das Gegengewicht verformt, kann man durch dieses Verformen eine Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement herstellen. Hierbei ist es sowohl möglich, das Gegengewicht in das Übergangselement hineinzuverformen, beispielsweise dadurch, daß man einen Vorsprung ausbildet, der dann in das Übergangselement hineinragt, als auch das Gegengewicht um einen entsprechenden Vorsprung am Übergangselement herumzuverformen. In beiden Fällen bekommt man eine ausreichend feste Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement.

Vorzugsweise verformt man einen Teil des Gegengewicht mit Hilfe eines Stempels in eine Befestigungsausnehmung im Übergangselement hinein. Wenn man das Gegengewicht in der richtigen Position am Übergangselement positioniert hat, dann reicht es aus, mit einem Stempel in das Gegengewicht hineinzudrücken und zwar von der dem Übergangselement abgewandten Seite und bei diesem Verformungsvorgang wird dann Material des Gegengewichts aus der dem Übergangselement zugewandten Seite herausgedrängt und zwar in die Befestigungsausnehmung hinein, so daß man durch Umformen des Gegengewichts eine ausreichende Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement erhält.

Vorzugsweise ordnet man auf der dem Gegengewicht abgewandten Seite des Übergangselements einen Gegenhalter an, der auf das Gegengewicht wirkt. Damit wird die beim Pressen aufgebrachte Kraft durch den Gegenhalter abgefangen, so daß die Belastungen, die auf eine Verbindung zwischen dem Übergangselement und dem Wellenelement wirken könnten, klein gehalten werden. Man kann unter Umständen auch dafür sorgen, das der Gegenhalter einen Teil des Gegengewichts, der durch das Übergangselement hindurchgedrückt wird, nach Art eines Nietes verformt, so daß man eine hochfeste Verbindung zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement erreicht.

Vorzugsweise führt man den Gegenhalter von der dem Gegengewicht abgewandten Seite her in die Befestigungsausnehmung ein. In diesem Fall sorgt man dafür, daß der Teil des Gegengewichts, der in die Befestigungsausnehmung eingedrungen ist, gestaucht wird. In diesem Fall ergibt sich nicht nur ein Formschluß zwischen dem Gegengewicht und dem Übergangselement, sondern der Teil des Gegengewichts, der in die Befestigungsausnehmung hinein verdrängt worden ist, klemmt sich mit einer erheblichen Reibung an der Innenwand der Befestigungsausnehmung fest.

Auch ist bevorzugt, wenn man den in die Befestigungsausnehmung eingepreßten Teil des Gegengewichts aufspreizt. Es ist vor allem dann vorteilhaft, wenn die Befestigungsausnehmung eine entsprechende Querschnittserweiterung aufweist. In diesem Fall ist das Gegengewicht praktisch unverlierbar am Übergangselement gehalten.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung einer Kurbelwelle,

2 die Kurbelwelle im schematischen Querschnitt vor der Befestigung eines Gegengewichts am Übergangselement,

3 die Darstellung der 2 nach der Befestigung des Gegengewichts,

4 eine vergrößerten Ausschnitt aus 3,

5 eine gegenüber 4 abgewandelte Ausführungsform der Verbindung,

6 eine Draufsicht auf eine erste Ausgestaltung eines Übergangselements,

7 eine Draufsicht auf eine zweite Ausgestaltung eines Übergangselements und

8 eine Draufsicht auf eine dritte Ausgestaltung eines Übergangselements.

1 zeigt eine Kurbelwelle 1 mit einem Wellenelement 2, einem Kurbelzapfen 3 und einem Übergangselement 4, das zwischen dem Wellenelement 2 und dem Kurbelzapfen 3 angeordnet ist.

Das Wellenelement 2 und der Kurbelzapfen 3 können als tiefgezogene Blechformteile ausgebildet sein. Das Wellenelement 2 kann gegebenenfalls auch aus mehreren Abschnitten bestehen, die teleskopartig ineinander gesteckt sind. Das Übergangselement 4 ist vorzugsweise als Sinterbauteil ausgebildet. Es ist auch möglich, ein derartiges Übergangselement 4 durch Fließpressen, insbesondere Kaltfließpressen herzustellen.

Das Übergangselement 4 weist auf der dem Wellenelement abgewandten Seite eine Vertiefung 5 auf, in der der Kurbelzapfen 3 montiert ist.

Am Übergangselement 4 ist ein Gegengewicht 6 befestigt. Das Gegengewicht 6 ist beispielsweise aus Stahlblech mit einer Dicke von etwa 3 mm gebildet. Es besteht im Prinzip aus einer ebenen Platte, die als einfaches Stanzteil ausgebildet ist. Ein derartiges Stanzteil läßt sich aus Stanzresten bei der Herstellung einer Kapsel eines Kältemittelkompressors gewinnen, für die die Kurbelwelle 1 vorgesehen ist.

Auf dem Gegengewicht 6 ist ein Eindrückpunkt 7 erkennbar, dessen Herstellung in Verbindung mit den 2 bis 4 näher erläutert wird.

2 zeigt die Kurbelwelle 1 aus 1 schematisch im Querschnitt. Das Gegengewicht 6 ist auf die dem Wellenelement 2 abgewandte Seite des Übergangselements 4 aufgelegt und es ist zu erkennen, daß das Übergangselement 4 hier eine ebene Auflagefläche 8 aufweist. Das Gegengewicht 6 weist eine genauso ebene Liegefläche 9 auf, so daß man das Gegengewicht 6 auf dem Übergangselement 4 in radialer Richtung verschieben kann. In einem gewissen Bereich ist also eine Positionierung des Gegengewichts 6 auf dem Übergangselement 4 in jeder Position möglich. Die Verschiebbarkeit wird durch einen Doppelpfeil 10 symbolisiert.

In dem Bereich, wo das Gegengewicht 6 auf dem Übergangselement 4 aufliegt, weist das Übergangselement 4 eine Befestigungsausnehmung 11 auf, die im vorliegenden Fall als Durchgangsbohrung ausgebildet ist.

Wenn nun das Gegengewicht 6 in der richtigen Position auf dem Übergangselement 4 positioniert worden ist, dann kann man das Gegengewicht 6 in dieser Position mit dem Übergangselement 4 verbinden. Dies ist schematisch in 3 dargestellt. Ein Gegenhalter 12, der auf einer Basis 13 angeordnet ist, wird von der dem Wellenelement 2 zugewandten Seite in die Befestigungsausnehmung 11 eingeführt und zwar bis zu einer gewissen Tiefe, die beispielsweise 1/2 bis 1/3 der Dicke des Übergangselements 4 betragen kann. Da sich die Befestigungsausnehmung 11 bei allen Kurbelwellen 1 unabhängig von ihrem Typ an der gleichen Position befindet, ist es relativ einfach möglich, den Gegenhalter 12 entsprechend zu positionieren.

Man drückt dann mit einem Stempel 14, der von einer Betätigungseinrichtung 15 getrieben ist, von der dem Wellenelement 2 abgewandten Seite auf das Gegengewicht 6. Der Stempel 14 kann und sollte vorzugsweise einen Querschnitt haben, der kleiner ist als der Querschnitt der Befestigungsausnehmung 11. Bei diesem Preßvorgang wird das Gegengewicht 6 verformt. Dabei wird Material dorthin verdrängt, wo es ausweichen kann. Es bildet sich also ein Vorsprung 16 innerhalb der Befestigungsausnehmung 11. Wenn das Material des Gegengewichts 6 weit genug in die Befestigungsausnehmung 11 vorgedrungen ist, gelangt es zur Anlage an den Gegenhalter 12. Das Material und damit der Vorsprung 16 wird gestaucht, so daß sich der Vorsprung 16 radial von innen mit einem gewissen Druck an die Innenwand der Befestigungsausnehmung 11 anlegt. Damit ist eine ausreichend stabile Verbindung zwischen dem Gegengewicht 6 und dem Übergangselement 4 geschaffen.

Natürlich ist es auch möglich, anstellen der dargestellten einen Befestigungsausnehmung, die in vielen Fällen ausreichen wird, zwei oder mehr Befestigungsausnehmungen vorzusehen, bei denen der Befestigungsvorgang zwischen dem Übergangselement 4 und dem Gegengewicht 6 in entsprechender Weise erfolgt.

Die fertige Verbindung zwischen dem Gegengewicht 6 und dem Übergangselement 4 ist in 4 dargestellt. Der Stempel 14 hat den Eindrückpunkt 7 im Gegengewicht 6 hinterlassen. Der Gegenhalter 12 hat, wie dies durch Konusflächen 17 angedeutet ist, dafür gesorgt, daß der Vorsprung 16 gegen die Innenwand 18 der Befestigungsausnehmung 11 gedrückt worden ist. Bei der Ausführung des Übergangselements 4 als Sinterteil kann dabei eine gewisse Deformation der Innenwand 18 in radialer Richtung erfolgen. Dies erhöht die Stabilität der Verbindung noch weiter.

5 zeigt eine Ausgestaltung, bei der die Befestigungsausnehmung 11 eine Ausschnittserweiterung 19 aufweist, die über eine Schrägfläche 20 in den Querschnitt übergeht, der sich auf der dem Gegengewicht 6 zugewandten Seite des Übergangselements 4 zeigt. Wenn nun das Material des Gegengewichts 6 in die Befestigungsausnehmung 11 hinein verdrängt wird und dort den Vorsprung 16 bildet, dann kann der Gegenhalter 12 dafür sorgen, daß dieses Material aufgespreizt wird, so daß der Vorsprung 16, genauer gesagt sein eines Ende 21, zusammen mit dem Gegengewicht 6 eine Art Nietverbindung bildet, die das Gegengewicht 6 am Übergangselement 4 festhält. Ein Hilfsfügeteil, wie ein getrennter Niet oder eine Schraube, sind für die Befestigung jedoch nicht erforderlich.

Wenn die Befestigungsausnehmung 11 als zylindrische Bohrung gebildet ist, dann ist die Schrägfläche 20 als Teil einer Konusmantelfläche ausgebildet. Entsprechendes gilt in übertragender Weise, wenn die Befestigungsausnehmung 11 einen Querschnitt aufweist, der von der Kreisform abweicht.

Die 6 bis 8 zeigen nun verschiedene Übergangselemente 4 mit unterschiedlichen Formen der Befestigungsausnehmung 11.

6 zeigt eine Befestigungsausnehmung 11 mit kreisrundem Querschnitt.

7 zeigt eine Befestigungsausnehmung 11 mit einem näherungsweise quadratischen Querschnitt.

8 zeigt eine Befestigungsausnehmung 11, die im Grunde eine Kreisform hat, wobei der Umfang des Kreises geriffelt oder verzahnt ist. Die Ausführung nach 7 und 8 erhöhen den Widerstand gegen ein Verdrehen des Gegengewichts 6. Dabei kann der gleiche Pressenstempel 14 zur Erzeugung des Eindrückpunktes 7 verwendet werden, wie bei der Ausgestaltung nach 6.

Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, daß man bei der Darstellung der 6 bis 8, die das Übergangselement von der dem Wellenelement 2 abgewandten Seite ohne Kurbelzapfen zeigen, auch eine Ölzufuhröffnung 21 erkennen kann, durch die Öl aus einem Ölkanal 22 und einer Öltransportpassage 23 in das Innere des Kurbelzapfens 3 gelangen kann. Von dort kommt das Öl durch Öffnungen 24, 25 in Bereiche, wo es zum Schmieren bzw. zur Ölkühlung verwendet werden kann. Ferner ist eine Entlüftungspassage 26 zu erkennen, die in einer Entlüftungsöffnung 27 endet.


Anspruch[de]
Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, mit einem Wellenelement, einem exzentrisch zum Wellenelement angeordneten Kurbelzapfen, einem Übergangselement zwischen dem Wellenelement und dem Kurbelzapfen und einem Gegengewicht, das am Übergangselement befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht (6) in einem vorbestimmten Positionierungsbereich in jeder radialen Position mit dem Übergangselement (4) verbindbar ist. Kurbelwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht (6) und das Übergangselement (4) ohne Hilfsfügeteile miteinander verbunden sind. Kurbelwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Übergangselement (4) mindestens eine Befestigungsausformung vorgesehen ist, mit der das Gegengewicht (6) verpreßt ist. Kurbelwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsausformung als Befestigungsausnehmung (11) ausgebildet ist, in die ein Teil (16) des Gegengewichts eingepreßt ist. Kurbelwelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsausnehmung (11) durch das Übergangselement (4) hindurch verläuft. Kurbelwelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsausnehmung (11) in einem vom Gegengewicht (6) entfernten Bereich eine Querschnittserweiterung (19) aufweist. Kurbelwelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittserweiterung (19) eine Schrägfläche (20) aufweist. Kurbelwelle nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsausnehmung (11) einen kreisrunden Querschnitt aufweist. Kurbelwelle nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsausnehmung (11) eine Verdrehsicherung aufweist. Kurbelwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht (6) als Blechelement ausgebildet ist. Verfahren zum Herstellen einer Kompressor-Kurbelwelle, insbesondere einer Kältemittelkompressor-Kurbelwelle, bei denen man ein Gegengewicht an einem Übergangselement befestigt, das zwischen einem Wellenelement und einem Kurbelzapfen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß man für unterschiedliche Kurbelwellen das gleiche Gegengewicht verwendet, das Gegengewicht am Übergangselement im zur jeweiligen Kurbelwelle passenden radialen Montageort positioniert und in diesem Montageort das Gegengewicht mit dem Übergangselement verbindet. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gegengewicht im Montageort verformt. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil des Gegengewichts mit Hilfe eines Stempels in eine Ausnehmung im Übergangselement hinein verformt. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man auf der dem Gegengewicht abgewandten Seite des Übergangselements einen Gegenhalter anordnet, der auf das Gegengewicht wirkt. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man den Gegenhalter von der dem Gegengewicht abgewandten Seite her in die Befestigungsausnehmung einführt. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man den in die Befestigungsausnehmung eingepreßten Teil des Gegengewichts aufspreizt.






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