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Dokumentenidentifikation DE102006030788A1 03.01.2008
Titel Fluidkonzentrationsmesssensor
Anmelder Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 48149 Münster, DE
Erfinder Geuking, Holger, Dipl.-Chem., 48147 Münster, DE
Vertreter Bergmann, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 46047 Oberhausen
DE-Anmeldedatum 30.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006030788
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse G01N 21/62(2006.01)A, F, I, 20070305, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01N 21/35(2006.01)A, L, I, 20070305, B, H, DE   G01N 21/17(2006.01)A, L, I, 20070305, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Fluidkonzentrationsmesssensor mit mindestens einem Messraum und diesem zugeordnet mindestens einer Strahlungsquelle, mindestens einer Reflektionsfläche und mindestens einem Detektor soll ein kompakter und effizienter Fluidkonzentrationsmesssensor bereitgestellt werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die mindestens eine Reflektionsfläche in einer Querschnittsansicht einen im Wesentlichen spiralartigen Kurve beschreibenden Bereich aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf einen Fluidkonzentrationsmesssensor mit mindestens einen Messraum, und diesem zugeordnet mindestens einer Strahlungsquelle, mindestens einer Reflektionsfläche und mindestens einem Detektor.

Sensoren zur Messung einer Fluidkonzentration, insbesondere zur Messung einer Gaskonzentration, werden hauptsächlich in medizinischen und biologischen Anwendungsbereichen oder in der Branddetektion eingesetzt. Eine derartige Detektion kann auf Basis elektrochemischer Messungen, Messungen auf Indikatorbasis, Messungen unter Zuhilfenahme von Halbleitertechnikbauelementen oder fotometrischen Messverfahren durchgeführt werden.

Bei den fotometrischen Messverfahren ist es weiterhin bekannt, Ein- und Mehrstrahlsysteme sowohl dispersiver als auch nicht dispersiver Natur einzusetzen. Fotometrische Messverfahren basieren in der Regel auf dem Messprinzip, dass eine von einer Strahlungsquelle emittierten Strahlung das zu detektierende Fluid, beispielsweise ein Gas, durchsetzt, mit diesem zum Teil wechselwirkt und anschließend von einem Detektor detektiert und in ein auswertbares Signal umgewandelt wird. Aufgrund einer Absorption der Strahlung in spezifischen Wellenlängenbereichen durch die zu detektierenden Liquidmoleküle/-atome, kann eine Liquidskonzentrationsmessung durchgeführt werden.

Für hohe Empfindlichkeiten sind bei diesem Messprinzip lange Absorptionswege, d.h. primär lange Lichtwege, also ein relativ großer Abstand zwischen Strahlungsquelle und Detektor, vorteilhaft. Bei kürzeren Absorptionsstrecken ist das Messsignal, insbesondere auch das Signal-Rausch-Verhältnis, unzureichend gering. Um die Lichtwege zu vergrößern, können eine Vielzahl von Reflektoren, wie beispielsweise Spiegel, angeordnet werden, die die von der Strahlungsquelle ausgehende Strahlung reflektieren. Durch Verwendung derartiger einzelner Reflektoren kann zwar zunächst die Absorptionsstrecke verlängert werden, es treten im Allgemeinen jedoch Mehrkosten durch die Vielzahl von erforderlichen Reflektoren auf. Weiterhin ist eine optische Justage, gegebenenfalls auch eine nachträgliche Korrektur der Anordnung der Reflektoren zueinander, erforderlich. Zudem werden – je nach Anzahl der Reflektoren – die Abmessungen eines Fluidkonzentrationsmesssensors unhandlich groß und dieser entsprechend schwer und unhandlich.

In der DE 10 2004 010 757 A1 ist ein Gassensor zur Messung mindestens einer Gaskonzentration durch Absorption infraroter Strahlung in einem Gas bekannt. Dabei ist nur eine einzige elliptische Reflektionsfläche vorgesehen, in deren Brennpunkten infrarot-Strahlungsquellen und –Detektoren angeordnet sind. Durch eine derartige Ausbildung der Reflektionsfläche in einer elliptischen Form wird der zwischen der Reflektionsfläche und dem Substrat gebildete Messraum effektiv vergrößert. Konstruktionsbedingt erlaubt eine derartige Reflektionsfläche pro Strahl nur eine einmalige Reflektion an der Reflektionsfläche, bevor dieser auf den Detektor gelangt. Eine hinreichend große Absorptionsstrecke bei einer geringen Baugröße wird daher nicht erzielt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die es ermöglicht, einen kompakten und effizienten Fluidkonzentrationsmesssensor bereitzustellen.

Bei einem Fluidkonzentrationsmesssensor der eingangs beschriebenen Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine Reflektionsfläche einen eine im wesentlichen spiralartige Kurve beschreibenden Bereich aufweist.

Ein solcher Fluidkonzentrationsmesssensor mit mindestens einer Reflektionsfläche, die in einer Querschnittsansicht einen eine im wesentlichen spiralartige Kurve beschreibenden Bereich aufweist, ermöglicht eine Mehrzahl von Reflektionen pro Strahl, bevor dieser auf den Detektor gelangt, so dass die Absorptionsstrecken effektiv verlängert werden, ohne die Bauform eines solchen Fluidkonzentrationsmesssensor zu vergrößern. Damit wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Strahlung mit den in dem Messraum vorhandenen Liquidmolekülen/-atomen wechselwirkt. Die Wechselwirkung hat eine Absorption in einem bestimmten Wellenlängenbereich der emittierten Strahlung zur Folge, welche von dem Detektor detektiert wird. Das von dem Detektor ausgehende Signal kann anschließend ausgewertet und eine Konzentration des zu messenden Fluids kann bestimmt werden. Durch die verlängerte Absorptionsstrecke steigt im Mittel die Wechselwirkung zwischen Strahlung und der zu detektierenden Moleküle/Atome an, so dass das Messignal verbessert und zudem eine geringe Konzentration nachgewiesen wird. Somit wird die Effektivität des Fluidkonzentrationsmesssensors erhöht, da die Messgenauigkeit zunimmt und der Messbereich insbesondere in Richtung geringer Konzentration erweitert wird.

Die Geometrie der mindestens einen in der einen Querschnittsansicht einen eine spiralartige Kurve beschreibenden Bereich aufweisenden Reflektionsfläche ermöglicht erfindungsgemäß bereits eine geringe Selbstabsorption der von der mindestens einen Strahlungsquelle emittierten Strahlung durch die mindestens eine Strahlungsquelle. Sie kann dahingehend weiter optimiert werden, dass die Strahlengänge bei einer Reflektion an der mindestens einen Reflektionsfläche zumindest nahezu vollständig an der mindestens einen Strahlungsquelle vorbeigeführt werden, was eine Selbstabsorption weiter verringert oder gar verhindert.

Die Anzahl der Windungen der in der einen Querschnittsansicht im wesentlichen spiralartigen Kurve ist beliebig und kann auch nicht-ganze Windungszahlen aufweisen. Als besonders effektiv auch im Hinblick auf die Abmessungen hat sich eine spiralartige Geometrie herausgestellt, die im Wesentlichen nur eine Windung aufweist.

Weiterhin ist die Größe, Position und Ausgestaltung des mindestens einen Messraums, der mindestens einen Strahlungsquelle und/oder des mindestens einen Detektors frei wählbar, wobei sich vorteilhafte Ausgestaltungen dieser und weiterer Bauteile, Elemente und Vorrichtungen aus den Unteransprüchen ergeben.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die mindestens eine Reflektionsfläche als mindestens ein kontinuierliches Reflektionsflächenelement und/oder als eine Mehrzahl von einzelnen Reflektionsflächenelementen ausgebildet. Bei einer kontinuierlich, bevorzugterweise einstückig ausgebildeten Reflektionsfläche wird eine Dejustage, wie ein Verschieben oder Verdrehen mehrerer, einzelner Reflektoren im Wesentlichen vermieden. Sofern notwendig, kann ein oder können mehrere Bereiche – unabhängig ob dieser Bereich oder diese Bereich die im wesentlichen spiralartige Kurve beschreiben – der Reflektionsfläche beispielsweise zur Optimierung der Reflektionswege mit zusätzlichen, einzelnen Flächenelementen ausgebildet werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die mindestens eine Strahlungsquelle, vorzugsweise zentral, innerhalb eines von der Reflektionsfläche umgebenen Bereichs angeordnet. Mittels einer solchen Anordnung wird beispielsweise nahezu die gesamte von der beispielsweise mindestens einen Strahlungsquelle emittierte Strahlung an der Reflektionsfläche reflektiert und gelangt schließlich unter weitest gehender Vermeidung von Strahlungsverlusten zu dem mindestens einen Detektor. Ferner ist es bei einer solchen Anordnung ohne großen Aufwand möglich, eine Selbstabsorption durch ein optimiertes Ausbilden der erfindungsgemäßen Reflektionsfläche zu reduzieren oder gar zu verhindern.

Zur weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der mindestens eine Detektor im wesentlichen an einem nach außen auslaufenden Endbereich der Reflektionsfläche angeordnet. Eine Anordnung mindestens eines Detektors in einem derartigen, nach außen auslaufenden Endbereich der Reflektionsfläche erlaubt besonders einfach eine nahezu vollständige Detektion der von der mindestens einen Strahlungsquelle ausgehenden und an der Reflektionsfläche reflektierten Strahlung. Zudem wird der Detektor vor der nicht-reflektierten, also der direkt von der Strahlungsquelle emittierten Strahlung abgeschirmt.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Reflektionsfläche in der einen Querschnittsansicht einen im wesentlichen mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Geraden beschreibenden Bereich auf. Eine solche Weiterbildung, die sich bevorzugt an dem nach außen auslaufenden Arm einer in der Querschnittsansicht einen eine im wesentlichen spiralartige Kurve beschreibenden Bereich aufweisenden Reflektionsfläche anschließt oder eine solchen Arm zumindest teilweise ersetzt oder erweitert, kann bevorzugt als ein die von der mindestens einen Strahlungsquelle ausgehende und an der Reflektionsfläche reflektierte Strahlung leitender Bereich dienen.

Bevorzugt ist die Erfindung derart ausgestaltet, dass der Endbereich von dem in der einen Querschnittsansicht im wesentlichen mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Geraden beschreibenden Bereich gebildet ist. Durch eine derartige Ausbildung des Endbereichs kann die emittierte, reflektierte und teilweise absorbierte Strahlung effektiv auf den Detektor geleitet werden. Ein an einem derartig ausgebildeten Endbereich angeordneter Detektor ist vor der nicht-reflektierten Strahlung effektiv abgeschirmt. So kann verhindert werden, dass zumindest ein Teil der nicht-reflektierten Strahlung – die eine geringe Absorptionsstrecke aufweist – nicht auf den Detektor gelangt.

Weiterhin sind gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung mindestens zwei Strahlungsquellen nebeneinander angeordnet. Dabei können Strahlungsquellen mit unterschiedlichen Wellenlängenbereichen angeordnet werden, welche für bestimmte, zu detektierende Fluide geeignet sind. Aber auch Strahlungsquellen mit gleichen Wellenlängenbereichen können nebeneinander angeordnet werden, wobei dadurch die Gesamtintensität der Strahlung erhöht wird. Besonders bevorzugt sind die mindestens zwei Strahlungsquellen entlang einer Symmetrieachse des Messraums bzw. der mindestens einen Reflektionsfläche nebeneinander angeordnet.

Zur weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens zwei Detektoren nebeneinander angeordnet. Entsprechend der verwendeten mindestens einen Strahlungsquelle können jeweils zu den Wellenbereichen der mindestens einen Strahlungsquelle passende Detektoren verwendet werden. Somit können Konzentrationen von unterschiedlichen Fluiden gemessen werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Fluidkonzentrationsmesssensor ein, vorzugsweise mehrteiliges Gehäuse auf. Damit ist es möglich, den Fluidkonzentrationsmesssensor gegen Einwirkungen von außen zu schützen und gleichzeitig für Wartungen beispielsweise an der mindestens einen Strahlungsquelle oder dem mindestens einen Detektor zu öffnen und wiederzuverschließen. Das Gehäuse besteht bevorzugt aus drei Elementen, nämlich einem Deckel-, einem Mittel- und einem Bodenelement, so dass der Fluidkonzentrationsmesssensor in einem kompakten Gehäuse untergebracht werden kann.

Weiterhin bevorzugt bildet gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ein Teil des Gehäuses die mindestens einen Reflektionsfläche aus und/oder umfasst die mindestens eine Reflektionsfläche. Damit kann eine integrale Einheit zwischen dem die mindestens eine Strahlungsquelle und/oder den mindestens einen Detektor aufweisenden Gehäuse und der mindestens einen Reflektionsfläche ausgebildet werden, womit die Notwendigkeit einer Justage der in dem Fluidkonzentrationsmesssensor angeordneten Bauelemente weiter verringert wird.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Gehäuse mindestens einen mit dem Messraum in fluiführender Verbindung stehenden Fluidein- und/oder -auslass auf. Über den mindestens einen Ein- und/oder Auslass kann ein Fluid in den Messraum einströmen und/oder eindiffundieren, so dass dessen Konzentration detektiert werden kann.

Schließlich weist das Gehäuse in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mindestens eine Aufnahmerichtung für die mindestens eine Strahlungsquelle und/oder mindestens eine Aufnahmeeinrichtung für den mindestens einen Detektor auf. Somit ist es möglich, die Position der mindestens einen Strahlungsquelle und/oder des mindestens einen Detektors genau und permanent festzulegen. Zudem kann bei Bedarf eine Auswechslung der mindestens einen Strahlungsquelle und/oder des mindestens einen Detektors durchgeführt werden, ohne dass diese anschließend neu ausgerichtet werden müssen.

Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Form, Gestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der – beispielhaft – ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:

1 eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Fluidkonzentrationsmesssensors mit einem möglichen Strahlengang;

2 eine perspektivische Ansicht eines Fluidkonzentrationsmesssensors mit abgehobenem Deckel;

3 eine perspektivische Ansicht eines Fluidkonzentrationsmesssensors mit abgehobenem Deckel und

4 eine Draufsicht auf ein Boden-, Mittel-, und Deckelelement eines erfindungsgemäßen Fluidkonzentrationsmesssensors.

Bei der Ausführungsform nach 1 umfasst der Fluidkonzentrationsmesssensor 100 ein Gehäuse 120, eine Strahlungsquellenaufnahme 132 mit einer in dieser angeordneten Strahlungsquelle 140, eine Detektoraufnahme 134 mit einem in dieser angeordneten Detektor 180 sowie eine Reflektionsfläche 160 mit einem in dieser Querschnittsansicht eine im Wesentlichen spiralartige Kurve beschreibenden Bereich. Von der Reflektionsfläche sowie von dem Gehäuse eingeschlossen ist ein Messraum 162, in welchem das zu detektierende Fluid einströmt oder eindiffundiert. Ausgehend von der Strahlungsquelle 140, welche beispielsweise eine Infrarot LED sein kann und welche in diesem Fall infrarote Strahlung in Form von Kugelwellen emittiert – von denen ein beliebiger, in der Querschnittsebene verlaufender Strahlengang 142 dargestellt ist – wird die emittierte Strahlung mehrfach an der Reflektionsfläche 160 reflektiert. Durch eine derartige Mehrfachreflektion wird der effektive Absorptionsweg in Bezug auf die Abmessungen des Fluidkonzentrationsmesssensors 100 um ein Vielfaches vergrößert. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil der emittierten Strahlung auf ein zu detektierendes Fluidmolekül/-atom trifft und mit diesem wechselwirkt. Ein solches Fluidmolekül/-atom kann beispielsweise ein Kohlenmonoxidmolekül eines zu detektierenden Kohlenmonoxidgases sein. Trifft zumindest ein Teil der Strahlung auf ein solches Molekül und wechselwirkt diese mit diesem, so wird ein bestimmter Wellenlängenbereich der Strahlung von den zu detektierenden Atomen/Molekülen absorbiert. Eine solche Veränderung im Wellenlängenbereich kann von dem Detektor 180 detektiert und anschließend in ein auswertbares Signal umgewandelt werden. Aus dem Verhältnis der von der Strahlungsquelle emittierten Strahlung und der durch den Detektor nachweisbaren Absorption kann eine Konzentrationsmessung von beispielsweise einem Kohlenmonoxidgas durchgeführt werden.

Durch die Verlängerung des Absorptionsweges können auch geringe Mengen des zu messendes Fluids nachgewiesen werden. Zudem ist die Messgenauigkeit und die Effektivität des Fluidkonzentrationsmesssensors 100 besonders hoch. Außerdem ist eine Justage bzw. Rekalibrierung der Reflektionsflächen zueinander nicht notwendig, wenn – wie in 1 dargestellt – die Reflektionsfläche im Wesentlichen einstückig ist. Um die Strahlung zu leiten, so dass diese möglichst vollständig auf den mindestens einen Detektor 180 geleitet wird, ist in der gezeigten bevorzugten Ausführungsform in der dargestellten Querschnittsansicht ein im Wesentlichen zwei parallel zueinander verlaufende Geraden beschreibender Bereich 190 vorhanden, der sich im Wesentlichen an dem nach außen auslaufenden Arm der Spiral anschließt. Die Detektoraufnahme 134 ist mitsamt des Detektors 180 an den nach außen auslaufenden Endbereich 190 der Reflektionsfläche 160 angeordnet, so dass die emittierte Strahlung nach der Reflexion an den Reflektionsflächen 160 auf den Detektor gelangt.

Die Reflektion findet an den Reflektionsflächen 160 statt, ohne dass eine brechende Optik eingesetzt werden müsste. Damit ist es möglich, auch den Wellenlängenbereich, der vom Glas oder anderen Materialien absorbiert wird, analytisch zu nutzen.

Wie in der 1 dargestellt trifft der dargestellte Strahlengang 142 nicht auf die Strahlungsquelle 140, so dass eine Selbstabsorption weitgehend verhindert und andererseits nahezu die gesamte Strahlung auf den Detektor geleitet werden. Eine solche Selbstabsorption kann im Wesentlichen bereits dadurch verhindert werden, dass die Flächennormalen der Reflektionsfläche 160 nicht auf die Strahlungsquelle 140 gerichtet sind. Im einfachsten Fall kann dies bereits durch eine bestimmte Position der Strahlungsquelle 140 erreicht werden. Weitergehende Optimierungen in diese Richtung berücksichtigen darüber hinaus noch die Krümmung der Reflektionsfläche 160.

2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fluidkonzentrationsmesssensors 100. Dieser Fluidkonzentrationsmesssensor 100 ist im Wesentlichen dreiteilig und weist ein Bodenelement 122, ein Mittelelement 124 sowie ein Deckelelement 126 auf. Das Mittelelement 124 bildet auch die Reflektionsfläche 160, die aus dem als eine massive Platte ausgelegten Mittelelement 124 herausgearbeitet ist. Um eine hohe Reflektivität der Reflektionsfläche 160 zu erreichen, werden diese nach dem Herausarbeiten vorzugsweise vergütet. Als Vergütung kommen insbesondere das Goldsputter-Verfahren oder auch ein Polieren der Oberflächen in Betracht. Das Bodenelement 122, das Mittelelement 124 sowie das Deckelelement 126 können miteinander verbunden werden (wie beispielsweise mittels Verschrauben, Verkleben, etc.) und bilden zusammen das Gehäuse 120.

In 3 ist eine weitere Ausführungsform des Fluidkonzentrationsmesssensors in perspektivischer Ansicht dargestellt. Hierbei wird das Gehäuse 120 wiederum aus einem Bodenelement 122 sowie einem Deckelement 126 und einem zwischen dem Bodenelement 122 und dem Deckelelement 126 angeordneten Mittelelement 124 gebildet. Das Mittelelement 124 besteht im Wesentlichen aus einer bezüglich des Boden- und Deckelelements vertikal aufgestellten Fläche, welche die Reflektionsfläche 160 bildet. Die vertikal aufgestellte Fläche kann auf beliebige Art und Weise mit dem Bodenelement 122 bzw. dem Deckelelement 126 verbunden werden. Ein Verschrauben oder Verkleben bietet sich dabei an.

4 zeigt eine Draufsicht auf ein Bodenelement 122, ein Mittelelement 124 und ein Deckelelement 126. Das Mittelelement 124 stellt wiederum die Reflektionsfläche 160 bereit, die beispielsweise aus dem Mittelelement 124 herausgearbeitet werden kann. Bodenelement 122, Mittelelement 124 und Deckelelement 126 weisen in der bevorzugten dargestellten Ausführungsform Bohrlöcher 136 für Befestigungsmittel, wie beispielsweise Schrauben, auf, mit welchen das Bodenelement 122, das Mittelelement 124 und das Deckelelement 126 beispielsweise zusammengeschraubt werden können. Des weiteren kann in dem Bodenelement 122 und/oder in dem Deckelelement 126 ein Loch für einen oder mehrere Strahlungsquellen 140 vorgesehen sein. Daneben sind im Deckelelement 126 Löcher für den Liquideinlass 128 bzw. den Liquidauslass 130 angeordnet, so dass das zu detektierende Fluid, wie beispielsweise ein Kohlenmonoxidgas, in den Messraum einströmen und/oder eindiffundieren kann. Dieses wechselwirkt dann mit der emittierten Strahlung, welche anschließend detektiert wird. Auf diese Weise ist eine Fluidkonzentrationsmessung möglich.

100
Fluidkonzentrationsmesssensor
120
Gehäuse
122
Bodenelement
124
Mittelelement
126
Deckelelement
128
Liquideinlass
130
Liquidauslass
132
Strahlungquellenaufnahme
134
Detektoraufnahme
136
Bohrlöcher
140
Strahlungsquelle
142
Strahlengang eines Strahls
160
Reflektionsfläche
162
Messraum
180
Detektor
190
auslaufender Endbereich


Anspruch[de]
Fluidkonzentrationsmesssensor mit mindestens einem Messraum, und diesem zugeordnet mindestens einer Strahlungsquelle, mindestens einer Reflektionsfläche und mindestens einem Detektor, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Reflektionsfläche in einer Querschnittsansicht einen eine im wesentlichen spiralartige Kurve beschreibenden Bereich aufweist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Reflektionsfläche als mindestens ein kontinuierliches Reflektionsflächenelement und/oder als eine Mehrzahl von einzelnen Reflektionsflächenelementen ausgebildet ist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungsquelle, vorzugsweise zentral, innerhalb eines von der mindestens einen Reflektionsfläche umgebenen Bereichs angeordnet ist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Detektor im wesentlichen an einem nach außen auslaufenden Endbereich der mindestens einen Reflektionsfläche angeordnet ist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Reflektionsfläche in der einen Querschnittsansicht einen im wesentlichen mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Geraden beschreibenden Bereich aufweist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Endbereich von dem in der einen Querschnittsansicht im wesentlichen mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Geraden beschreibenden Bereich gebildet ist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Strahlungsquellen nebeneinander angeordnet sind. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Detektoren nebeneinander angeordnet sind. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidkonzentrationsmesssensor ein, vorzugsweise mehrteiliges Gehäuse aufweist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Gehäuses die mindestens eine Reflektionsfläche ausbildet und/oder die mindestens eine Reflektionsfläche umfasst. Fluidkonzentrationsmesssensor nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mindestens einen mit dem Messraum in fluidführender Verbindung stehenden Fluidein- und/oder Fluidauslass aufweist. Fluidkonzentrationsmesssensor nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mindestens eine Aufnahmeeinrichtung für die mindestens eine Strahlungsquelle und/oder mindestens eine Aufnahmeeinrichtung für den mindestens einen Detektor aufweist.






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