PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006030797A1 03.01.2008
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Stein, Ralf, 73230 Kirchheim, DE;
Hokenmaier, Fabian, 73116 Wäschenbeuren, DE
DE-Anmeldedatum 30.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006030797
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse H04L 29/08(2006.01)A, F, I, 20060630, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04L 12/24(2006.01)A, L, I, 20060630, B, H, DE   G08C 19/00(2006.01)A, L, I, 20060630, B, H, DE   G08C 17/02(2006.01)A, L, I, 20060630, B, H, DE   G06F 13/00(2006.01)A, L, I, 20060630, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten mit drahtloser Datenübertragung. Eine einfache, sichere Bedienung wird dadurch erreicht, dass der Benutzer vor der oder bei der Konfiguration aufgefordert wird, zwei Produkte, die drahtlos kommunizieren sollen, über eine Drahtverbindung miteinander zu verbinden, dass die Produkte nach Herstellen der Drahtverbindung über diese Verbindung alle notwendigen Verbindungsdaten austauschen und dass anschließend nach Trennen der Drahtverbindung unter Zugrundelegung der Verbindungsdaten die betreffenden Produkte, die die Verbindungsdaten ausgetauscht haben, drahtlos miteinander kommunizieren können.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten mit drahtloser Datenübertragung.

Ein derartiges als bekannt angenommenes Verfahren zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten mit drahtloser Datenübertragung ist z.B. für einen Datenaustausch zwischen einem Personalcomputer und Peripheriegeräten vorgesehen, wobei über die drahtlose Verbindung, beispielsweise über eine so genannte Blue Tooth-Verbindung, zunächst die Daten für einen Verbindungsaufbau bzw. Konfigurationsdaten ausgetauscht werden. Hierzu muss der Benutzer zunächst betreffende Daten, wie z.B. Adressen, Sicherheitsinformationen und Kommunikationsparameter eingeben, um die Verbindung zu einem bestimmten Gerät aufzubauen. Insbesondere für ungeübte Benutzer können sich damit zusammenhängend Schwierigkeiten ergeben, und zwar insbesondere dann, wenn viele gleiche Produkttypen sich im Einzugsbereich eines Produktes befinden, von dem aus die Verbindung hergestellt werden soll, etwa zwischen einem Personalcomputer und einem Tester für Motorbetriebsdaten. Durch die steigende Anzahl von Produkten, die mit einer drahtlosen Schnittstelle ausgestattet sind, können sich beim Benutzer Produkte, die die gleiche drahtlose Technologie verwenden, als potentielle Kommunikationspartner melden und zu Verwechslungen führen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten mit drahtloser Datenübertragung bereitzustellen, das bzw. die eine einfachere Bedienung und erhöhte Betriebssicherheit ergibt.

Offenbarung der Erfindung Vorteile der Erfindung

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass der Benutzer vor der oder bei der Konfiguration aufgefordert wird, zwei Produkte, die drahtlos kommunizieren sollen, über eine Drahtverbindung miteinander zu verbinden, dass die Produkte nach Herstellen der Drahtverbindung über diese Verbindung alle notwendigen Verbindungsdaten austauschen und dass anschließend nach Trennen der Drahtverbindung unter Zugrundelegung der Verbindungsdaten die betreffenden Produkte, die die Verbindungsdaten ausgetauscht haben, drahtlos miteinander kommunizieren können. Bei der Vorrichtung ist vorgesehen, dass alle technischen Produkte zusätzlich eine Schnittstelle für eine Drahtverbindung aufweisen und so ausgebildet sind, dass sie bei ihrer Verbindung über die Drahtverbindung Verbindungsdaten austauschen und speichern, auf deren Basis eine drahtlose Kommunikation unter eindeutiger Zuordnung der Produkte durchführbar ist

Mit diesen Maßnahmen erübrigt sich für den Benutzer die Eingabe von Daten, um die Verbindung mit einem bestimmten Produkt bzw. Gerät aufzubauen. Der Verbindungsaufbau erfolgt über die hergestellte Drahtverbindung einfach und sicher, wonach dann die Kommunikation über die drahtlose Verbindung unter eindeutiger Zuordnung der beiden miteinander in Verbindung gebrachten Geräte erfolgen kann. Die Funktionsweise wird dabei vorteilhaft zumindest weitgehend mit einem Programm bewirkt.

Verschiedene vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens bestehen dabei darin, dass die Produkte nach Herstellen der Drahtverbindung automatisch oder nach Auslösen durch den Benutzer die Verbindungsdaten austauschen. Dabei kann die Aufforderung zum Auslösen durch den Benutzer diesem über eine Anzeige visuell oder akustisch geboten werden.

Verschiedene Informationsinhalte beim Verbindungsaufbau bestehen darin, dass die Verbindungsdaten Adressen, Kommunikationsparameter und/oder Sicherheitsinformationen beinhalten.

Zu einer einfachen Bedienung tragen des Weiteren die Maßnahmen bei, dass nach Austausch der Verbindungsdaten der Benutzer über den Abschluss des Datenaustausches informiert wird.

Die Funktionssicherheit des Verfahrens wird dadurch unterstützt, dass nach Lösen der Drahtverbindung automatisch oder auf Anforderung des Benutzers ein Test der drahtlosen Verbindung durchgeführt wird.

Ferner tragen zur einfachen Bedienung die Maßnahmen bei, dass nach Lösen der Drahtverbindung automatisch oder auf Anforderung des Benutzers die drahtlose Kommunikation aktiviert wird.

Eine eindeutige Zuordnung der Geräte und die Betriebssicherheit werden dadurch unterstützt, dass bei Herstellen oder Bestehen der drahtlosen Verbindung diese priorisiert wird und während des Bestehens der drahtlosen Verbindung eine Funkverbindung zwischen den Produkten bzw. Geräten unterbunden ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 ein Ablaufdiagramm des Verfahrens und

2 eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in schematischer Blockdarstellung.

Ausführungsformen der Erfindung

Gemäß 1 wird einem Benutzer auf einem ersten Produkt bzw. Gerät 20 (vgl. 2), wie z.B. einem Personalcomputer, einem Minicomputer (PDA, MDA) oder dgl. mittels entsprechender Anzeige die Möglichkeit geboten, eine Verbindung drahtlos einzurichten. In einem Schritt 2 wird dabei gefragt, ob die Verbindungsdaten zu dem gewünschten Gerät, die für die drahtlose Verbindung erforderlich sind, bekannt sind und/oder abgespeichert sind. Ist dies der Fall und ist der Benutzer gewillt und in der Lage, die entsprechenden Eingaben vorzunehmen (z.B. Kennnummer, Sicherheitsdaten oder dgl.), wird in einem Schritt 3 das betreffende Gerät für die Kommunikation ausgewählt. Die Konfiguration für die Verbindung wird vorgenommen und in einem Schritt 4 abgeschlossen.

Sind die Verbindungsdaten nicht bekannt bzw. nicht abgespeichert oder kann der Benutzer aus irgendwelchen anderen Gründen die richtigen Eingaben für den Verbindungsaufbau nicht vornehmen, wird ihn die Möglichkeit geboten (Schritt 5), das erste Produkt bzw. Gerät 20 und das zweite Produkt bzw. Gerät 30, zu dem die Verbindung hergestellt werden soll, über eine Drahtverbindung 50, nämlich ein passendes Anschlusskabel und zugehörige Schnittstellen 21, 31, zu verbinden. Sodann sieht ein Programm und/oder gegebenenfalls Hardware in dem ersten Produkt 20 und/oder dem zweiten Produkt 30 vor, dass in einem Schritt 6 die beiden Produkte 20, 30 über die Drahtverbindung 50 die Verbindungsdaten für die Konfiguration austauschen. Die Parameter für den Verbindungsaufbau werden anschließend in einem Schritt 7 in dem ersten und/oder zweiten Gerät 20, 30 gespeichert. Sobald die Daten für den Verbindungsaufbau bzw. die Konfiguration ausgetauscht sind, kann die Drahtverbindung 50 getrennt werden (Schritt 8). Hierzu wird vorteilhaft an einem oder beiden Geräte 20, 30 eine entsprechende Anzeige generiert. Ist die Drahtverbindung 50 gelöst, wird in einem Schritt 9 entweder nach entsprechender Anzeige und Auslösen durch den Benutzer oder automatisch ein Test der drahtlosen Verbindung durchgeführt. Ist die drahtlose Verbindung hergestellt und fehlerfrei (Abfrage in Schritt 10), wird das Gerät, mit dem die Kommunikation erfolgen soll (z.B. Gerät 30), für die anschließende Kommunikation entsprechend Schritt 3 ausgewählt und im Schritt 4 die Konfiguration abgeschlossen. Wird in dem Schritt 10 festgestellt, dass die Verbindung zu dem gewünschten Gerät 30 nicht oder nicht richtig erfolgt ist, werden die evtl. schon ausgetauschten Daten in einem Schritt 11 gelöscht. Sodann wird in einem Schritt 12 erneut die Möglichkeit geboten, den Datenaustausch für den Verbindungsaufbau bzw. die Konfiguration zu versuchen. Falls eine erneute Konfiguration durchgeführt werden soll und eine entsprechende Wahl des Benutzers vorgenommen wird, springt das Programm zu dem Schritt 5 zurück und fordert dazu auf, die Geräte 20, 30 miteinander über die Drahtverbindung 50 zu verbinden. Falls keine weitere Konfiguration versucht werden soll, erfolgt in einem Schritt 13 entweder automatisch oder nach Eingabe durch den Benutzer ein Abbruch.

Sobald die Verbindungsdaten ausgetauscht sind bzw. die Konfiguration erfolgt ist, können die Geräte 20, 30, zwischen denen die Kommunikation erfolgen soll, über die drahtlose Verbindung miteinander kommunizieren. Dem Anwender bleibt auf diese Weise erspart, dass er Verbindungsdaten, wie Sicherheitsinformationen, Adressen oder Kommunikationsparameter, aussuchen und von Hand eingeben muss oder diese aus einer Auswahlliste übernehmen muss. Auf diese Weise werden Fehler weitgehend ausgeschlossen und eine hohe Betriebssicherheit erreicht. Die Geräte, insbesondere deren Software, ist so ausgebildet, dass während des Bestehens der Drahtverbindung diese für die Datenübertragung die Priorität besitzt und eine Datenübertragung über die drahtlose Verbindung unterbunden ist. Dadurch können keine fehlerhaften Daten übertragen werden und der Aufbau der Verbindung ist eindeutig und sicher.

Wie 2 zeigt, sind die miteinander in Verbindung bringbaren Produkte bzw. Geräte 20, 30, 40 jeweils mit einer Schnittstelle 21, 31, 41 für eine drahtgebundene Datenübertragung und einer Schnittstelle 22, 32, 42 für eine drahtlose Datenübertragung, insbesondere über Funk, ausgebildet. Auch können alle Geräte 20, 30, 40 so ausgebildet sein, dass der Verbindungsaufbau bzw. die Konfiguration zwischen jeweils zweien der Geräte nach dem vorstehenden Verfahren drahtgebunden und dann die anschließende Kommunikation über den hergestellten Verbindungsaufbau drahtlos erfolgen kann. Auch können die Geräte 20, 30, 40 zudem so ausgestattet sein, dass auch die nach dem Verbindungsaufbau erfolgende Kommunikation über die Drahtverbindung 50 durchgeführt werden kann, wozu eine entsprechende Auswahlmöglichkeit an dem Gerät dargeboten wird. Sind z.B. die weiteren Produkte bzw. Geräte 30, 40 nicht mit einer Bildschirmanzeige ausgestattet, kann die Kommunikation zwischen den weiteren Geräten auch indirekt über das mit einer Sichtanzeige ausgestattete Gerät, beispielsweise das erste Gerät 20 in Form eines Personalcomputers, erfolgen. Hierzu wird dann ein zweimaliger Verbindungsaufbau zwischen dem ersten Gerät 20 und dann nacheinander dem zweiten und dritten Gerät 30 bzw. 40 hergestellt, wobei nach dem ersten Verbindungsaufbau die Kommunikationsdaten von dem zweiten Gerät 30 in dem ersten Gerät 20 zwischengespeichert und nach dem zweiten Verbindungsaufbau zu dem dritten Gerät 40 weitergegeben werden können.

Anstelle die Daten für den Verbindungsaufbau über die Drahtverbindung 50 zu übertragen, kann bei anderer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der Datenaustausch für den Verbindungsaufbau über einen Datenträger erfolgt. Die Benutzerführung ist dann im Wesentlichen entsprechend dem vorstehend beschriebenen Verfahren vorgenommen, abgestimmt jedoch auf die Verwendung des Datenträgers.


Anspruch[de]
Verfahren zum Datenaustausch zwischen technischen Produkten mit drahtloser Datenübertragung,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Benutzer vor der oder bei der Konfiguration aufgefordert wird, zwei Produkte, die drahtlos kommunizieren sollen, über eine Drahtverbindung miteinander zu verbinden,

dass die Produkte nach Herstellen der Drahtverbindung über diese Verbindung alle notwendigen Verbindungsdaten austauschen und

dass anschließend nach Trennen der Drahtverbindung unter Zugrundelegung der Verbindungsdaten die betreffenden Produkte, die die Verbindungsdaten ausgetauscht haben, drahtlos miteinander kommunizieren können.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Produkte nach Herstellen der Drahtverbindung automatisch oder nach Auslösen durch den Benutzer die Verbindungsdaten austauschen. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsdaten Adressen, Kommunikationsparameter und/oder Sicherheitsinformationen beinhalten. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Austausch der Verbindungsdaten der Benutzer über den Abschluss des Datenaustausches informiert wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Lösen der Drahtverbindung (50) automatisch oder auf Anforderung des Benutzers ein Test der drahtlosen Verbindung durchgeführt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Lösen der Drahtverbindung (50) automatisch oder auf Anforderung des Benutzers die drahtlose Kommunikation aktiviert wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellen oder Bestehen der drahtlosen Verbindung diese priorisiert wird und während des Bestehens der drahtlosen Verbindung eine Funkverbindung unterbunden ist. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mindestens zwei zum Datenaustausch miteinander über Schnittstellen (21, 31, 41) drahtlos in Verbindung bringbaren technischen Produkten (20, 30, 40), dadurch gekennzeichnet, dass alle technischen Produkte (20, 30, 40) zusätzlich eine Schnittstelle (22, 32, 42) für eine Drahtverbindung (50) aufweisen und so ausgebildet sind, dass sie bei ihrer Verbindung über die Drahtverbindung (50) Verbindungsdaten austauschen und speichern, auf deren Basis eine drahtlose Kommunikation unter eindeutiger Zuordnung der Produkte (20, 30, 40) durchführbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com