PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006031301A1 03.01.2008
Titel Schutzrollo mit flexibler Befestigung
Anmelder BOS GmbH & Co. KG, 73760 Ostfildern, DE
Erfinder Ehrenberger, Marina, 73730 Esslingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006031301
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse E06B 9/42(2006.01)A, F, I, 20060629, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 3/02(2006.01)A, L, I, 20060629, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Schutzrollo für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Wickelwelle (10) und ein an der Wickelwelle (10) auf- und/oder abwickelbar angebrachtes, flexibles Flächengebilde (11), das mindestens ein der freien Seite zugeordnetes, erstes Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung an einem Kraftfahrzeug (2) aufweist. Erfindungsgemäß ist an der Wickelwelle (10) eine flexible Materialbahn (12) auf- und/oder abwickelbar angebracht, wobei die flexible Materialbahn (12) mindestens ein der freien Seite zugeordnetes, zweite Befestigungsmittel (15) zur lösbaren Befestigung an dem Kraftfahrzeug (2) aufweist, so dass das zumindest teilweise abgewickelte Flächengebilde (11) durch das erste und das zweite Befestigungsmittel in dem Kraftfahrzeug für ein Rückhalten von Gepäckstücken unter Spannung befestigbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schutzrollo für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug mit einem zum Fahrgastraum offenen Kofferraum, umfassend eine Wickelwelle und ein, an der Wickelwelle auf- und/oder abwickelbar angebrachtes, flexibles Flächengebilde, das mindestens ein, der freien Seite zugeordnetes, erstes Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung an einem Kraftfahrzeug aufweist.

Aus der DE 297 09 524 U1 sind Rollos zum Abschirmen von Kraftfahrzeugscheiben gegen Sonneneinstrahlung bekannt, wobei eine Rollobahn oder zwei Rollobahnen an einer Wickelwelle auf- und/oder abwickelbar angebracht sind. Die Wickelwelle ist in einer Kassette gelagert, die ein außenliegendes Haftelement zur lösbaren Befestigung des Rollos an der Kraftfahrzeugscheibe aufweist. Die Haftelemente erlauben eine einfache Befestigung. Eine derartige Befestigung einer Rollokassette mittels Haftelementen ist jedoch bei einem Trenngitterrollo aufgrund von Sicherheitsanforderungen an eine mögliche Gepäckrückhaltung im Regelfall nicht ohne zusätzliche Abstützung möglich.

Für Trenngitterrollos in Kraftfahrzeugen ist es daher bekannt, die Wickelwelle in einer Kassette zu lagern, die in den Seitenverkleidungen oder einer Rücksitzlehne des Kraftfahrzeugs sicher verriegelt werden kann. Eine Verriegelung kann beispielsweise durch geeignete Riegelelemente oder durch einen geeigneten Schiebemechanismus erfolgen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schutzrollo mit einer Befestigung zu schaffen, durch welche eine einfache Handhabung beim Ein- und Ausbau des Schutzrollos möglich ist, und welches kostengünstig und in Leichtbauweise herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Schutzrollo für ein Kraftfahrzeug umfassend eine Wickelwelle und ein, an der Wickelwelle auf- und/oder abwickelbar angebrachtes, flexibles Flächengebilde, das mindestens ein, der freien Seite zugeordnetes, erstes Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung an einem Kraftfahrzeug aufweist. Erfindungsgemäß ist an der Wickelwelle eine flexible Materialbahn auf- und/oder abwickelbar angebracht, wobei die flexible Materialbahn mindestens ein zweites, der freien Seite zugeordnetes, Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung an dem Kraftfahrzeug aufweist, so dass das zumindest teilweise abgewickelte Flächengebilde durch das erste und das zweite Befestigungsmittel in dem Kraftfahrzeug unter Spannung befestigbar ist. Durch die Befestigungsmittel ist ein einfaches Befestigen oder Abnehmen des Schutzrollos ohne Kraftaufwand möglich. Die Verwendung einer flexiblen Materialbahn ermöglicht eine kostengünstige Herstellung des Schutzrollos in Leichtbauweise. Durch Anbringen einer Vielzahl an geeigneten, zu den Befestigungselementen korrespondierenden Halterungen in dem Kraftfahrzeug ist eine variable Befestigung des Schutzrollos an verschiedenen Stellen des Kraftfahrzeugs möglich. Beispielsweise ist das Rollo in einem Kombi-Fahrzeug bei aufgestellter Rücksitzbank oder Rücksitzreihe hinter der Rücksitzbank und in dem gleichen Fahrzeug bei umgeklappter Rücksitzbank hinter einer Vordersitzreihe anbringbar. Das Schutzrollo ist insbesondere für den Rückhalt von Gepäckstücken vorgesehen. Es kann gemäß einer anderen Ausführungsform auch zum Sonnenschutz und Sichtschutz im Bereich von Fahrzeugscheiben oder an anderer Stelle im Laderaum vorgesehen sein.

Die Materialbahn ist gemeinsam mit dem flexiblen Flächengebilde auf der Wickelwelle auf- und/oder abwickelbar angebracht, rollt beim Abwickeln des flexiblen Flächengebildes von der Wickelwelle auch die Materialbahn aus. Andererseits sind die beiden Bahnen gemeinsam auf die Wickelwelle aufrollbar und so schnell und platzsparend verstaubar. Die Verbindung zwischen Flächengebilde und/oder Materialbahn mit der Wickelwelle erfolgt in einer Ausführungsform mittels Keder. Dieser kann in eine entsprechende Nut an der Wickelwelle eingebracht, beispielsweise eingeschoben werden. In einer Ausführungsform sind das Flächengebilde und die Materialbahn an unterschiedlichen Stellen am Umfang der Wickelwelle angeordnet.

In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Schutzrollo weiter ein Rückstellelement, insbesondere eine Rückholfeder, wobei das flexible Flächengebilde entgegen der Kraft des Rückstellelements von der Wickelwelle abwickelbar ist. Durch das Rückstellelement kann eine Netzlose des Schutzrollos bei abgewickeltem Flächengebilde verhindert werden, so dass das Flächengebilde unter Spannung gehalten wird.

In Weiterbildung der Erfindung umfasst das Schutzrollo mindestens einen Gurtstraffer, durch den das mindestens teilweise abgewickelte Flächengebilde spannbar ist. Durch den Gurtstraffer kann dabei das Flächengebilde zwischen den Befestigungsmitteln gestrafft und eine Netzlose eliminiert werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst das erste Befestigungsmittel und/oder das zweite Befestigungsmittel eine Bedienstange, welche in mindestens eine korrespondierende Lagerung des Kraftfahrzeugs einsetzbar ist. Die Bedienstange ist in einer Ausführungsform an dem freien Ende des flexiblen Flächengebildes befestigt und in seitliche Lagerungen des Kraftfahrzeugs einsetzbar. Die Lagerungen sind. dabei in vorteilhafterweise derart gestaltet, dass die Bedienstange auch bei hohen aufgebrachten Kräften, beispielsweise bei einer Notbremsung, sicher gelagert ist.

In einer weiteren Ausgestaltung umfasst das erste Befestigungsmittel und/oder das zweite Befestigungsmittel mindestens einen Haken, welcher in eine korrespondierende Öse des Kraftfahrzeugs einhakbar ist. Die Ösen sind in einer Ausführungsform am Boden des Kraftfahrzeugs angeordnet, wobei eine Anordnung vorteilhafterweise derart erfolgt, dass eine Verletzungsgefahr der Insassen ausgeschlossen ist.

In einer Weiterführung der Erfindung ist die Wickelwelle in einer Kassette gelagert. Durch die Kassette ist ein guter Schutz des Rollos bei Gebrauch und Nichtgebrauch vor Zerstörung und Verschmutzung gegeben. In einer Ausführungsform ist die Kassette in Leichtbauweise ausgeformt. Diese Bauweise ist möglich, da bei einer erfindungsgemäßen Befestigung mittels der Materialbahn durch die Kassette keine Kräfte für eine Rückhaltung des Gepäcks aufgenommen werden müssen.

In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Wickelwelle und/oder die Kassette in einer seitlichen Aufnahme in der Brüstung eines Fahrzeugs verriegelbar. In einer Ausführungsform ist das Schutzrollo dabei fest mit dem Fahrzeug verbindbar. Durch Entriegelung kann das Schutzrollo entfernt werden und/oder an einer weiteren Stelle im Kraftfahrzeug angebracht werden.

In Weiterführung der Erfindung weist die Kassette mindestens einen zu dem mindestens einen Haken korrespondierenden Schlitz auf. Die Materialbahn kann dabei umgeschlagen und an der Kassette befestigt werden. Die umgeschlagene Materialbahn ist dabei als Tasche oder als Spaltabdeckung verwendbar.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind das flexible Flächengebilde und/oder die Materialbahn als Netz ausgeformt. Ein Netz ermöglicht eine gute Rückhaltung von Gepäckstücken, wobei eine Sicht des Fahrers nicht oder nur unwesentlich eingeschränkt wird.

In einer anderen Ausgestaltung sind das flexible Flächengebilde und/oder die Materialbahn als Plane ausgeformt. Die Materialbahn dient dabei beispielsweise auch dem Schutz einer Rückseite einer Rücksitzbank und/oder einer Vordersitzreihe. Bei Ausgestaltung des flexiblen Flächengebildes als Plane ist vorzugsweise ein durchsichtiges Material eingesetzt, um so eine Sichtbehinderung zu vermeiden.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind. Für gleiche Bauteile werden dabei einheitliche Bezugszeichen verwendet.

In den Zeichnungen zeigen:

1: eine Darstellung eines hinter einer Rücksitzbank eines Fahrzeugs angeordneten Schutzrollos in Form eines Trenngitterrollos,

2: eine geschnittene Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Schutzrollos mit einer Wickelwelle, auf der zwei Netze auf- und/oder abwickelbar angebracht sind,

3: eine geschnittene Seitenansicht des Trenngitterrollos gemäß 1 mit einer Wickelwelle, auf der ein Netz und eine Plane auf- und/oder abwickelbar angebracht sind,

4: eine geschnittene Seitenansicht der Wickelwelle gemäß 3 in einem aufgewickelten Zustand,

5: das Trenngitterrollo gemäß 1 in einer weiteren Befestigungsposition,

6: das Trenngitterrollo gemäß 1, wobei die Materialbahn als Tasche umgeschlagen ist, und

7: das Trenngitterrollo gemäß 1, wobei die Materialbahn als Spaltabdeckung umgeschlagen ist.

1 zeigt schematisch ein als Schutzrollo dienendes Trenngitterrollo 1, welches in einem teilweise dargestellten Fahrzeug 2 anbringbar ist. Das Fahrzeug 2 weist einen zum Fahrgastraum offenen Kofferraum 20 auf. In der dargestellten Ausführungsform ist das Trenngitterrollo 1 zumindest wie in 1 dargestellt hinter einer Rücksitzbank 21 des Fahrzeugs 2 anbringbar. Hierfür weist das Fahrzeug 2 zum Anbringen des Trenngitterrollos 1 Ösen 22 am Boden des Kofferraums 20 sowie seitliche Lagerungen 23 und seitliche Aufnahmen 24 an der seitlichen Brüstung des Fahrzeugs 2 auf. Von den seitlichen Lagerungen 23 und Aufnahmen 24 ist jeweils nur eine in der Figur sichtbar. Es sind weiter auch Fahrzeuge mit davon abweichenden Möglichkeiten zum Anbringen eines Trenngitterrollos denkbar.

Das dargestellte Trenngitterrollo 1 umfasst eine Wickelwelle 10 sowie ein, als Netz ausgeformtes, flexibles Flächengebilde 11 und eine, als Plane ausgeformte, flexible Materialbahn 12. Das flexible Flächengebilde 11 und die Materialbahn 12 sind auf- und/oder abwickelbar auf der Wickelwelle 10 angebracht. An dem von der Wickelwelle 10 abgewandten freien Ende des flexiblen Flächengebildes 11 ist eine Bedienstange 13 befestigt. Die Bedienstange 13 ist durch einen Nutzer ergreifbar, so dass das flexible Flächengebilde 11 von der Wickelwelle 10 abgewickelt wird und die Bedienstange 13 kann wie dargestellt in die seitliche Lagerung 23 des Kraftfahrzeugs 2 eingehängt werden.

Beim Abwickeln des flexiblen Flächengebildes 11 wird die gemeinsam mit dem flexiblen Flächengebilde 11 auf der Wickelwelle 10 angeordnete Materialbahn 12 ebenfalls abgewickelt. Die Materialbahn 12 weist an ihrem freien, von der Wickelwelle 10 abgewandten Ende, eine Bedienstange 14 für eine Erhöhung der Stabilität auf. An der Bedienstange 14 sind Haken 15 angeordnet, welche in die Ösen 22 des Kraftfahrzeugs 2 eingehängt werden können. Durch die Bedienstange 13 und die Haken 15 ist eine einfache Befestigung des Trenngitterrollos 1 in dem Kraftfahrzeug 2 unter Spannung des flexiblen Flächengebildes 11 möglich.

Die Wickelwelle 10 ist in der dargestellten Ausführungsform in einer Kassette 16 gelagert. Die Kassette 16 kann wie dargestellt in den seitlichen Aufnahmen 24 abgestützt werden. Aufgrund der Spannung des Flächengebildes 11 bei Befestigung mittels der Befestigungsmittel 13, 15 ist jedoch eine Verriegelung der Kassette 16 in den seitlichen Aufnahmen 24 zur sicheren Rückhaltung des Gepäcks nicht zwingend notwendig. Es ist somit eine einfache und schnelle Befestigung des Trenngitterrollos 1 ohne Kraftaufwand möglich.

Die Haken 15 sind in der dargestellten Ausführungsform über Gurte 150 mit der Materialbahn 12 verbunden. In einer Ausführungsform weisen die Gurte 150 Gurtstraffer auf, durch welche das flexible Flächengebilde 11 nach einer Befestigung in den Ösen 22 und den seitlichen Lagerungen 23 straffbar ist, so dass eine mögliche Netzlose eliminiert wird. Alternativ oder zusätzlich ist an der Wickelwelle 10 eine nicht sichtbare Rückholfeder angeordnet, wobei das flexible Flächengebilde 11 entgegen der Kraft der Rückholfeder von der Wickelwelle 10 abgewickelt wird, so dass die Rückholfeder das flexible Flächengebilde 11 unter Spannung hält.

Die dargestellte Kassette 16 weist zwei Schlitze 163 auf, welche sich in Längsrichtung der Wickelwelle 10 im Wesentlichen im Bereich der Haken 15 befinden, und in welche, wie weiter unten im Detail erläutert wird, die Haken 15 einhängbar sind.

Durch die Verwendung von zwei Rollobahnen sind für das flexible Flächengebilde 11 und die Materialbahn 12 unterschiedliche Materialien verwendbar. In der in 1 dargestellten Ausführungsform ist die Materialbahn 12 als Plane ausgeformt. Sie dient daher auch dem Schutz der Rückseite der Rücksitzbank 21. In anderen Ausführungsformen sind die Materialbahn 12 und das flexible Flächengebilde 11 aus dem gleichen Material, und insbesondere auch aus einer Bahn, ausgeformt.

2 zeigt schematisch eine geschnittene Seitenansicht eines Trenngitterrollos 1' gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei auf der Wickelwelle 10 ein flexibles Flächengebilde 11' und eine Materialbahn 12' angebracht sind. Das flexible Flächengebilde 11' und die Materialbahn 12' sind dabei gemeinsam aus einem Material, beispielsweise einem Netz, mit einem Keder 110' ausgeformt. Über den Keder 110' sind das Flächengebilde 11' und die Materialbahn 12' an der Wickelwelle 10 befestigt. Die Wickelwelle 10 ist in der dargestellten Ausführungsform in einer Kassette 16 gemäß 1 gelagert. Die dargestellte Kassette weist eine erste Öffnung 161 und eine zweite Öffnung 162 auf, durch welche das flexible Flächengebilde 11' bzw. die Materialbahn 12' abwickelbar sind. Die Kassette 16 weist weiter zwei Schlitze 163 auf, von denen nur einer in 4 sichtbar ist. Die Funktion der Schlitze 163 wird weiter unten mit Bezug auf 4 erläutert.

3 zeigt eine geschnittene Seitenansicht des Trenngitterrollos 1 gemäß 1, wobei ein, als Netz ausgeformtes, flexibles Flächengebilde 11 und eine, als Plane ausgeformte, Materialbahn 12 an der Wickelwelle 10 auf- und/oder abwickelbar angebracht sind. In der dargestellten Ausführungsform ist an der als Plane ausgeformten Materialbahn 12 ein Keder 110 ausgeformt. In einer anderen Ausführungsform ist ein Keder an dem flexiblen Flächengebilde 11 ausgeformt. Das flexible Flächengebilde 11 und die Materialbahn 12 sind in der dargestellten Ausführungsform über eine Verbindungsstelle 111 miteinander verbunden. Die Verbindung ist beispielsweise genäht, geklebt oder genietet. In einer anderen Ausführungsform können das flexible Flächengebilde 11 und die Materialbahn 12 jeweils einen Keder aufweisen, über welchen sie an verschiedenen Stellen am Umfang der Wickelwelle 10 angebracht sind. In der dargestellten Ausführungsform ist die Wickelwelle 10 in einer Kassette 16 mit Öffnungen 161, 162 und Schlitzen 163 gelagert.

4 zeigt die Wickelwelle gemäß 3, wobei das flexible Flächengebilde 11 und die Materialbahn 12 auf der Wickelwelle 10 aufgewickelt sind. Wie in 4 erkennbar, sind an den freien, von der Wickelwelle 10 abgewandten Enden des flexiblen Flächengebildes 11 und der Materialbahn 12 Bedienstangen 13, 14 angebracht. An dem freien Ende der Materialbahn 12 sind weiter zwei Haken 15 angebracht, von welchen nur einer in 4 sichtbar ist. Die Haken 15 sind in der dargestellten Ausführungsform über Gurte 150 mit der Bedienstange 14 verbunden. Die Haken 15 können, wie in 4 dargestellt, bei aufgewickelter Materialbahn 12 in die Schlitze 163 der Kassette 16 eingehängt werden. In dieser Anordnung ist eine gute, gegen unerwünschte Abwicklung gesicherte Verstauung des Trenngitterrollos 1 möglich.

Das erfindungsgemäße Trenngitterrollo 1 ermöglicht eine flexible Befestigung des Trenngitterrollos in einem Kraftfahrzeug 2. Gemäß 1 ist das Trenngitterrollo 1 bei einer Rücksitzbank 21 in Funktionsstellung hinter dieser angeordnet. 5 zeigt das Fahrzeug 2 gemäß 1, wobei die Rücksitzbank 21 umgeklappt ist, so dass der Kofferraum 20 des Fahrzeugs 2 vergrößert ist. Um ein nicht dargestelltes Gepäck auch bei vergrößertem Kofferraum 20 sicher zurückhalten zu können, ist das Trenngitterrollo 1 in einer weiteren Position des Fahrzeugs 2 hinter einer Vordersitzreihe 25 anbringbar. Hierfür sind in dem dargestellten Fahrzeug 2 in Höhe der B-Säule zusätzliche seitliche Lagerungen 23' für die Bedienstange 13 angebracht. Die Haken 15 sind in Ösen 22' einhakbar, welche im Fußraum auf Höhe der B-Säule angebracht sind. Die Ösen 22' sind in der dargestellten Ausführungsform verschwenkbar gelagert, so dass bei Nichtgebrauch eine platzsparende Verstauung möglich ist.

6 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Befestigung eines erfindungsgemäßen Trenngitterrollos 1 in einem Kraftfahrzeug 2. Das Trenngitterrollo 1 ist dabei in die Aufnahmen 24 in der Brüstung des Fahrzeugs 2 eingesetzt und vorzugsweise in diesen verriegelt. Die Materialbahn 12, welche mit der flexiblen Flächenbahn 11 von der Wickelwelle 10 abgewickelt wird, wird umgeschlagen, so dass eine Tasche wie dargestellt gebildet wird. Die Wickelwelle 10 ist in der dargestellten Ausführungsform in der Kassette 16 mit Schlitzen 163 gelagert, wobei die Haken 15 in die Schlitze 163 der Kassette 16 einhakbar sind.

7 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Anbringung des Trenngitterrollos 1 in dem Fahrzeug 2. Das Trenngitterrollo 1 ist dabei ebenfalls hinter der Rücksitzbank 21 des Fahrzeugs 2 in seitlichen Aufnahmen 24 an der Brüstung eingesetzt und vorzugsweise in diesen verriegelt. An der Rückseite der Rückenlehne 21 sind Bügel 26 ausgeformt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Bügel für eine Isofix-Befestigung von Kindersitzen. Die Haken 15 der Materialbahn 12 sind in die Bügel 26 eingehakt, so dass eine zum Fahrgastraum offene Tasche gebildet wird, welche beispielsweise für eine Spaltabdeckung verwendbar sind.


Anspruch[de]
Schutzrollo für ein Kraftfahrzeug umfassend eine Wickelwelle (10) und ein, an der Wickelwelle (10) auf- und/oder abwickelbar angebrachtes, flexibles Flächengebilde (11), das mindestens ein, der freien Seite zugeordnetes, erstes Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung an einem Kraftfahrzeug (2) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

an der Wickelwelle (10) eine flexible Materialbahn (12) auf- und/oder abwickelbar angebracht ist und

die flexible Materialbahn (12) mindestens ein, der freien Seite zugeordnetes, zweites Befestigungsmittel (15) zur lösbaren Befestigung an dem Kraftfahrzeug (2) aufweist, so dass das zumindest teilweise abgewickelte Flächengebilde (11) durch das erste und das zweite Befestigungsmittel in dem Kraftfahrzeug unter Spannung befestigbar ist.
Schutzrollo nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Rückstellelement, insbesondere eine Rückholfeder, wobei das flexible Flächengebilde (11) entgegen der Kraft des Rückstellelements von der Wickelwelle (10) abwickelbar ist. Schutzrollo nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens einen Gurtstraffer, durch den das mindestens teilweise abgewickelte Flächengebilde (11) zwischen dem ersten und dem zweiten Befestigungsmittel spannbar ist. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel und/oder das zweite Befestigungsmittel eine Bedienstange (13, 14) umfasst, welche in mindestens eine korrespondierende Lagerung (23) des Kraftfahrzeugs einsetzbar ist. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel und/oder das zweite Befestigungsmittel mindestens einen Haken (15) umfasst, welcher in eine korrespondierende Öse (22) des Kraftfahrzeugs einhakbar ist. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (10) in einer Kassette (16) gelagert ist. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (10) und/oder die Kassette (16) in einer seitlichen Brüstung eines Kraftfahrzeugs verriegelbar ist. Schutzrollo nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (16) mindestens einen zu dem mindestens einen Haken (15) korrespondierenden Schlitz (163) aufweist. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Flächengebilde (11) und/oder die Materialbahn (12) als Netz ausgeformt sind. Schutzrollo nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Flächengebilde (11) und/oder die Materialbahn (12) als Plane ausgeformt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com