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Elektrische Verbindungsvorrichtung und Verfahren zu seiner Herstellung sowie elektrische Leitung und Solarmodulanordnung mit einer solchen Verbindungsvorrichtung - Dokument DE102006032275B3
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006032275B3 03.01.2008
Titel Elektrische Verbindungsvorrichtung und Verfahren zu seiner Herstellung sowie elektrische Leitung und Solarmodulanordnung mit einer solchen Verbindungsvorrichtung
Anmelder Tyco Electronics AMP GmbH, 64625 Bensheim, DE
Erfinder Feldmeier, Günter, 64653 Lorsch, DE;
Scherer, Heinz, 64625 Bensheim, DE;
Strelow, Markus, 69509 Mörlenbach, DE;
Woeber, Andreas, 76709 Kronau, DE
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 12.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006032275
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse H01R 13/504(2006.01)A, F, I, 20070802, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 43/18(2006.01)A, L, I, 20070802, B, H, DE   H01R 4/24(2006.01)A, L, I, 20070802, B, H, DE   H02N 6/00(2006.01)A, L, I, 20070802, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine elektrische Verbindungsvorrichtung (1) umfasst ein Gehäuse (11, 12) und ein Kontaktelement (2), wobei ein erster Abschnitt (24) des Kontaktelements in einer Aufnahmeöffnung (18) des Gehäuses sitzt, ein zweiter Abschnitt (21) des Kontaktelements in einen Aufnahmekanal (3) des Gehäuses ragt, der zur Aufnahme mindestens eines langgestreckten elektrischen Leiters (5) ausgebildet ist, und der zweite Abschnitt (21) des Kontaktelements zur Kontaktierung des elektrischen Leiters (5) ausgebildet ist. Hierbei ist der langgestreckte elektrische Leiter (5) in dem Aufnahmekabel (3) des Gehäuses aufgenommen und ist durch das Kontaktelement (2) kontaktiert. Wenigstens ein Teil des Gehäuses (11, 12) und wenigstens ein Teil des kontaktierten elektrischen Leiters (5) sind von einer gemeinsamen Hülle (6) aus nicht leitendem Material unter Formung eines einheitlichen Verbunds umgeben, insbesondere umspritzt. Eine solche elektrische Verbindungsvorrichtung lässt sich vergleichsweise kostengünstig herstellen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Verbindungsvorrichtung mit einem Gehäuse und mit einem Kontaktelement, das einerseits in einer Aufnahmeöffnung des Gehäuses sitzt und andererseits einen elektrischen Leiter kontaktiert, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen elektrischen Verbindungsvorrichtung. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine elektrische Leitung mit mindestens einem elektrischen Leiter und mit einer solchen elektrischen Verbindungsvorrichtung. Desweiteren betrifft die Erfindung ein Solarmodul, das mit wenigstens einer solchen Verbindungsvorrichtung verbunden ist, sowie eine Solarmodulanordnung mit mehreren Solarmodulen, die jeweils mit einer solchen Verbindungsvorrichtung verbunden sind.

Ein Solarmodul zur Erzeugung elektrischer Energie umfasst typischerweise eine Schichtenanordnung, beispielsweise mit einer flächenartigen, vorderseitigen Glasabdeckung und einer rückseitigen Glasabdeckung, unter Bildung eines Zwischenraums zwischen den beiden Glasschichten. Die einzelnen Solarzellen, die durch einen photovoltaischen Effekt zur Erzeugung von elektrischer Energie beitragen, sind zwischen diesen Schichten angeordnet und werden mit einem elektrischen Anschlusssystem innerhalb der Schichtenanordnung untereinander verschaltet. Derartige Solarpanels, bei denen Solarzellen unter einer Glasabdeckung angeordnet sind, werden an bezüglich der Sonnenstrahlung exponierten Stellen elektrisch zusammengeschaltet. Aus Gründen der Montage- und Wartungsfreundlichkeit ist es günstig, wenn für das elektrische Zusammenschalten dafür vorgesehene spezielle Steckverbindungen verwendet werden.

In diesem Zusammenhang sind Steckverbindungen für Solarmodule an ihrem üblichen Einsatzort, beispielsweise auf dem Dach eines Hauses, Witterungs- und Umwelteinflüssen wie Schnee, Regen, Frost oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt und müssen diesen Einflüssen über Jahre standhalten. Hinzu kommen mechanische Belastungen bei der Montage und Wartung oder mechanische Belastungen in Folge von Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel mechanische Zugbelastungen. Da insbesondere bei größerflächigen Feldern von Solarpanels auch eine große Anzahl von Steckverbindungen für den elektrischen Anschluss der Solarpanels benötigt wird, müssen die einzelnen Steckverbindungen nicht nur robust und zuverlässig sein, sondern auch kostengünstig.

In DE 103 24 079 A1 ist ein Kabelverbinder eines Verkabelungssystems für Solarmodule beschrieben, der das Verlegen von Kabeln in engen Räumen bei der Verbindung von Solarzellenmodulen miteinander ermöglicht. Eine Mehrzahl von Solarzellenmodulen, die Solarzellen aufweisen, welche in Baumaterialien eingebettet sind, werden auf einer Basisplatte installiert. Ein positives Kabel und ein negatives Kabel gehen von dem Solarzellenmodul aus. Ein erster Verbinder ist mit einem Ende eines Kabels verbunden. Insbesondere umfasst der erste Verbinder ein Gehäuse, welches ein Verbinderkörper ist, und ein Plastikformteil, das ein vorderes Ende des Gehäuses abdeckt. Das Gehäuse des Verbinders weist einen Hohlraum auf, der es in longitudinaler Richtung durchdringt, und einen Verbindungsanschluss, der aus Metall hergestellt, in den Hohlraum eingefügt und im Gehäuse montiert ist. Hierbei dient das Plastikformteil zur Abdichtung der Verbindungsstelle.

In DE 102 51 287 A1 ist eine Verbindungsanordnung beschrieben, mit welcher wenigstens ein Leiter eines ersten Kabels mit wenigstens einem Leiter eines zweiten Kabels verbindbar ist, wobei wenigstens ein Stechelement mit einem Stechabschnitt quer zu dem und in leitendem Kontakt in den Leiter des ersten Kabels einstechbar ist.

In DE 200 08 163 U1 ist ein Anschlusssystem für mehrere elektrische Bauteile beschrieben, die mit Abstand zueinander im Verlauf einer gemeinsamen, mindestens zwei gegeneinander isolierte Leiter aufweisenden elektrischen Leitung an deren Leiter angeschlossen sind, bei welcher im Verlauf der Leitung mit Abstand zueinander erste Kupplungsteile aus Isoliermaterial angebracht sind, die zur Aufnahme von mit den Bauteilen verbundenen, zweiten Kupplungsteilen aus Isoliermaterial dienen, in denen elektrische Kontaktelemente angebracht sind.

In DE 297 21 354 U1 ist ein Steckverbinder für elektrische Leiter beschrieben, der ein ein- oder mehrpoliges Gehäuse aus Isolierstoff aufweist mit einem pro Pol darin anzuordnenden Schneidkontaktelement und einem pro Pol in dem Gehäuse einsteckbaren Druckstück für die isolationsdurchdringende Kontaktierung eines elektrischen Leiters mit dem Schneidkontaktelement, wobei in dem Gehäuse und den Druckstücken Aussparungen zur Aufnahme der elektrischen Leiter vorgesehen sind.

JP 2005259507 A zeigt einen elektrischen Verbinder, bei dem ein umspritztes Klemmteil auf der zugeführten Leitung zur Zugentlastung beiträgt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Verbindungsvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die für eine vergleichsweise schnelle und einfache Montage, insbesondere eines Solarpanels, geeignet ist, und die außerdem vergleichsweise kostengünstig herstellbar ist. Außerdem soll ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung einer solchen elektrischen Verbindungsvorrichtung angegeben werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine elektrische Verbindungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 und durch ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Verbindungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 21. Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine elektrische Leitung mit mindestens einer derartigen elektrischen Verbindungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 15. Außerdem betrifft die Erfindung ein Solarmodul gemäß Patentanspruch 18, das mit einer solchen Verbindungsvorrichtung verbunden ist, sowie eine Solarmodulanordnung gemäß Patentanspruch 19 mit mehreren Solarmodulen, die jeweils mit einer solchen Verbindungsvorrichtung verbunden sind.

Die elektrische Verbindungsvorrichtung gemäß der Erfindung weist ein Gehäuse und ein Kontaktelement auf, wobei ein erster Abschnitt des Kontaktelements in einer Aufnahmeöffnung des Gehäuses sitzt, ein zweiter Abschnitt des Kontaktelements in einen Aufnahmekanal des Gehäuses ragt, der zur Aufnahme mindestens eines langgestreckten elektrischen Leiters ausgebildet ist, und der zweite Abschnitt des Kontaktelements zur Kontaktierung des elektrischen Leiters ausgebildet ist. Der langgestreckte elektrische Leiter ist in dem Aufnahmekanal des Gehäuses aufgenommen und ist durch das Kontaktelement kontaktiert. Wenigstens ein Teil des Gehäuses und wenigstens ein Teil des kontaktierten elektrischen Leiters sind von einer gemeinsamen Hülle aus nicht leitendem Material unter Formung eines einheitlichen Verbunds umgeben.

Zur Herstellung einer solchen elektrischen Verbindungsvorrichtung gemäß der Erfindung wird der elektrische Leiter zunächst in dem Aufnahmekanal des Gehäuses angeordnet. Der elektrische Leiter wird dann durch das Kontakelement in dem zweiten Abschnitt des Kontaktelements kontaktiert. Im Anschluss daran wird wenigstens ein Teil des Gehäuses und wenigstens ein Teil des kontaktierten elektrischen Leiters mit der gemeinsamen Hülle aus nicht leitendem Material umschlossen.

Die Erfindung bietet dabei den Vorteil, dass sich eine solche elektrische Verbindungsvorrichtung vergleichsweise kostengünstig herstellen lässt. Außerdem ermöglicht eine solche Verbindungsvorrichtung eine vergleichsweise schnelle und einfache Montage insbesondere von Solarmodulen in einer relativ hohen Anzahl, wobei diese Solarmodule beispielsweise über ein entsprechendes Gegenkontaktelement mit dem Kontaktelement der elektrischen Verbindungsvorrichtung verbunden werden können, wobei in diesem Fall der langgestreckte elektrische Leiter beispielsweise Teil einer Hin- oder Rückleitung des oder der Solarmodule ist. Eine schnelle und einfache Montage lässt sich insbesondere dann erzielen, wenn die Verbindungsvorrichtungen bereits auf der entsprechenden elektrischen Leitung vorgesehen sind und bereits in entsprechendem montiertem Zustand auf der elektrischen Leitung geliefert werden, so dass das Baupersonal zur Montage der Solarmodule lediglich das entsprechende Gegenkontaktelement mit dem Kontaktelement einer Verbindungsvorrichtung auf der elektrischen Leitung verbinden muss. Dadurch kann auch eine bessere Zuordnung der Anschlüsse am Solarmodul zu den entsprechenden Verbindungsvorrichtungen an der elektrischen Leitung erreicht werden. Es ist vor allem gegenüber dem bisherigen Vorgehen von Vorteil, wonach jeder Solarpanelanschluss einzeln verschaltet wird oder eine Solarpanelanordnung in eigens dafür vorgesehenen Verteilerboxen gesammelt verschaltet wird. Demgegenüber können nach dem Konzept der vorliegenden Erfindung die vorzusehenden Kabelverbinder vermindert werden, indem eine elektrische Leitung zum Anschluss von Solarmodulen verwendet wird, die hinsichtlich der Anzahl der darauf angeordneten Verbindungsvorrichtungen mit der Anzahl der anzuschließenden Solarmodule abgestimmt ist.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist wenigstens ein Teil des Gehäuses und wenigstens ein Teil des kontaktierten elektrischen Leiters mit einem gemeinsamen Kunststoffmaterial zur Bildung der Hülle umspritzt. Dadurch kann in besonders wirksamer Weise die gemeinsame Hülle aus nicht leitendem Material unter Formung eines einheitlichen Verbunds für die elektrische Verbindungsvorrichtung geschaffen werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der zweite Abschnitt des Kontaktelements derart ausgebildet, dass er zur Kontaktierung in einen isolierten elektrischen Leiter eindringen kann, insbesondere in diesen einstechen kann. Beispielsweise ist das Kontaktelement als sogenannter Piercingkontakt ausgebildet, der in einen isolierten elektrischen Leiter eindringen kann, um diesen zu kontaktieren. Das Kontaktelement ist in diesem Zusammenhang vorzugsweise als Kontaktstift ausgebildet, wobei der zweite Abschnitt zur Kontaktierung des elektrischen Leiters als Kontaktspitze ausgebildet ist.

Der langgestreckte elektrische Leiter wird insbesondere in einem im Wesentlichen U-förmigen Aufnahmekanal angeordnet, das heißt, der Aufnahmekanal des Gehäuses hat einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt, in welchem der kontaktierte elektrische Leiter zu liegen kommt. Dadurch kann das Gehäuse in einfacher Weise auf einem Kabel platziert werden, wobei mit dieser Bewegung ein als Kontaktstift ausgebildetes Kontaktelement in den elektrischen Leiter einstechen kann. Somit kann der langgestreckte elektrische Leiter, insbesondere ein elektrisches Kabel, durch einfaches Aufsetzen des Gehäuses der Verbindungsvorrichtung von dem Kontaktelement der Verbindungsvorrichtung kontaktiert werden.

Das Kontaktelement weist gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung einen dem zweiten Abschnitt gegenüberliegenden dritten Abschnitt auf, der im Gehäuse ausgerichtet ist, um ein Gegenkontaktelement zu kontaktieren. Dadurch kann eine mit einem elektrischen Kabel kontaktierte Verbindungsvorrichtung auf einfache Weise mit einem Gegenkontaktelement kontaktiert werden, um beispielsweise eine Kontaktierung zu einem Solarmodul herzustellen. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der dritte Abschnitt des Kontaktelements zusammen mit wenigstens einem Teil des Gehäuses der Verbindungsvorrichtung als Steckverbindung zur Kontaktierung des Gegenkontaktelements ausgebildet ist.

Um eine bessere Zuordnung zu gewährleisten, ist die Steckverbindung vorzugsweise mit wenigstens einem Polarisierungselement versehen, das mit einem entsprechenden Polarisierungselement des Gegenkontaktelements zusammenwirkt. Beispielsweise ist das Polarisierungselement in Form von Polarisierungsrippen ausgebildet, die mit korrespondierenden Polarisierungsrippen des Gegenkontaktelements zusammenwirken. Damit kann auf einfache Weise verhindert werden, dass ein Anschlusskabel des Solarmoduls mit positiver Polarität über die Verbindungsvorrichtung mit einer Versorgungsleitung mit negativer Polarität verbunden wird.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse mit zwei unterschiedlichen Abschnitten ausgeführt, wobei ein erster Abschnitt den Aufnahmekanal aufweist. Hierbei ist dieser erste Abschnitt des Gehäuses mit einem kleineren Durchmesser versehen als ein zweiter Abschnitt des Gehäuses, so dass sich beispielsweise ein stufenförmiger Versatz zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt des Gehäuses ergibt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn nur der erste Abschnitt des Gehäuses mit der gemeinsamen Hülle umspritzt werden soll, so dass sich die dann ergebende Oberfläche des umspritzten Materials an den Durchmesser des zweiten Abschnitts angleichen kann. Damit kann vorteilhaft gewährleistet werden, dass sich eine im Wesentlichen gleichförmige Oberfläche der Verbindungsvorrichtung ergibt. Um dies zu erreichen, ist der zweite Abschnitt des Gehäuses insbesondere derart ausgebildet, dass seine äußere Oberfläche im Wesentlichen bündig an die äußere Oberfläche der gemeinsamen Hülle aus nicht leitendem Material, welche den ersten Abschnitt des Gehäuses umgibt, angrenzt.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens ein Klemmelement vorgesehen, das auf dem kontaktierten elektrischen Leiter aufgebracht ist und von der gemeinsamen Hülle aus nicht leitendem Material umgeben ist. Ein solches Klemmelement wird vorzugsweise vor dem Umschließen des wenigstens einen Teiles des Gehäuses und des wenigstens einen Teiles des kontaktierten elektrischen Leiters auf den elektrischen Leiter aufgebracht und nachfolgend von der gemeinsamen Hülle umschlossen, insbesondere umspritzt. Das Klemmelement weist vorzugsweise eine derartige Materialbeschaffenheit auf, dass sich das Klemmelement mit dem nicht leitenden Material der Hülle verbinden kann, so dass sich ein insgesamt dichter Verbund um den elektrischen Leiter herum bilden kann, der insbesondere für eine Längswasserdichtigkeit der Verbindungsvorrichtung sorgt und außerdem zu einer Zugentlastung der Kontaktstelle beitragen kann.

Das Konzept der vorliegenden Erfindung bietet vor allem dann weitreichende Vorteile, wenn nach der Herstellung die Verbindungsvorrichtung auf einer elektrischen Leitung montiert und mit Teilen derselben umspritzt ist, so dass man im Endeffekt eine elektrische Leitung mit mindestens einer elektrischen Verbindungsvorrichtung erhält, bei der der elektrische Leiter der elektrischen Leitung von dem Kontaktelement der Verbindungsvorrichtung bereits kontaktiert ist. Insbesondere sind bevorzugt mehrere Verbindungsvorrichtungen beabstandet voneinander entlang der elektrischen Leitung angeordnet, insbesondere nach Art einer so genannten Daisy Chain. Das bedeutet, die einzelnen Verbindungsvorrichtungen sind entlang der elektrischen Leitung über den elektrischen Leiter in Serie miteinander verbunden.

Bei einer derart ausgestalteten elektrischen Leitung handelt es sich beispielsweise um eine sogenannte Endlos-Leitung, die am Montageort entsprechend abgelängt werden kann. Eine solche elektrische Leitung wird vorzugsweise zusammen mit den Verbindungsvorrichtungen derart ausgestaltet, dass die elektrische Leitung zusammen mit den Verbindungsvorrichtungen auf eine Kabeltrommel aufwickelbar ist. in diesem Fall kann eine elektrische Versorgungsleitung für eine Solarpanelanordnung bereits mit montierten Verbindungsvorrichtungen geliefert werden, so dass das Montagepersonal lediglich über ein entsprechendes Gegenkontaktelement die jeweilige elektrische Verbindung zwischen der elektrischen Leitung und dem jeweiligen Solarpanel herstellen kann. Dies kann in Form einer einfachen Steckverbindung vorgesehen sein, womit man eine vergleichsweise schnelle und einfache Montage des elektrischen Anschlusssystems erreicht.

Die elektrische Verbindungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung sowie die elektrische Leitung, die mit mindestens einer solchen Verbindungsvorrichtung versehen ist, können auf unterschiedlichste Weise vielfältig eingesetzt werden. Obgleich die vorliegende Erfindung vor dem Hintergrund der elektrischen Verschaltung von Solarmodulen beschrieben wird, ist sie keineswegs darauf beschränkt. Vielmehr ist ein Einsatz einer erfindungsgemäßen elektrischen Verbindungsvorrichtung auch bei allen anderen Anwendungen denkbar, bei denen eine elektrische Verbindung zu einem langgestreckten elektrischen Leiter hergestellt werden soll, um insbesondere eine elektrische Vorrichtung irgendeiner Art mit dem langgestreckten elektrischen Leiter, beispielsweise einem elektrischen Kabel, zu verbinden. Auch kann eine elektrische Verbindungsvorrichtung gemäß der Erfindung mehrere Kontaktelemente vorsehen, um beispielsweise ein mehrpoliges elektrisches Kabel zu kontaktieren.

Weitere vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchenangegeben.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren, die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung veranschaulichen, näher erläutert.

1a zeigt eine Seitenansicht eines minuskodierten Verbindergehäuses einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung,

1b zeigt eine Schnittansicht des Gehäuses gemäß 1a mit eingebrachtem Kontaktelement;

2 zeigt eine steckgesichtsseitige Ansicht des Gehäuses gemäß 1 mit sichtbarer Steckverbindungsanordnung zur Verbindung mit einem Gegenkontaktelement;

3a zeigt eine Seitenansicht eines pluskodierten Verbindergehäuses einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung;

3b zeigt eine Schnittansicht des Gehäuses gemäß 3a mit eingebrachtem Kontaktelement;

4 zeigt eine Seitenansicht eines Kontaktelements gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

5a zeigt eine Seitenansicht einer elektrischen Verbindungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vor dem Aufbringen der Kunststoffhülle;

5b zeigt eine Draufsicht auf die Verbindungsvorrichtung gemäß 5a;

5c zeigt eine Schnittansicht der Verbindungsvorrichtung gemäß 5a;

6a zeigt eine Seitenansicht einer vervollständigten Verbindungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

6b zeigt eine Draufsicht auf die Verbindungsvorrichtung gemäß 6a;

6c zeigt eine Längsschnittansicht der Verbindungsvorrichtung gemäß 6a;

6d zeigt eine Seitenansicht der Verbindungsvorrichtung gemäß 6a;

7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Klemmelements gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zur Aufbringung auf ein elektrisches Kabel;

8 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen elektrischen Leitung mit einer beispielhaften Anzahl von erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtungen;

9 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften Solarmodulanordnung und von damit verbundenen elektrischen Anschlussleitungen mit erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtungen.

1 zeigt in einer Seitenansicht (1a) und in einer Schnittansicht ( 1b) eine Ausführungsform eines minuskodierten Gehäuses einer elektrischen Verbindungsvorrichtung gemäß der Erfindung. Das minuskodierte Gehäuse 11 weist einen ersten Abschnitt 111 und einen zweiten Abschnitt 112 auf, wobei der erste Abschnitt 111 des Gehäuses 11 einen kleineren Außendurchmesser aufweist als der zweite Abschnitt 112. In der vorliegenden Ausführungsform ist das Gehäuse 11 im ersten Abschnitt 111 mit einem Außengewinde versehen, welches für die Funktion der vorliegenden Erfindung jedoch keine wesentliche Bedeutung hat. Vielmehr handelt es sich bei dem Gehäuse 11 um ein Verbindergehäuse, das mit einem vorhandenen Werkzeug gefertigt wird, das auch zur Herstellung von anderen Verbindergehäusen verwendet wird. Zur Vereinfachung der Fertigungsabläufe ist auch in diesem Fall das Werkzeug so eingestellt, dass auch beim Gehäuse 11 ein Außengewinde vorgesehen wird, obgleich für die vorliegende Erfindung nicht von wesentlicher Bedeutung.

Wie insbesondere anhand von 1b erkennbar, ist in dem Gehäuse 11 ein Kontaktelement 2 vorgesehen, wobei ein erster Abschnitt 24 des Kontaktelements 2 in einer Aufnahmeöffnung 18 des Gehäuses 11 sitzt, so dass das Kontaktelement 2 in diesem Abschnitt im Gehäuse 11 in radialer Richtung festgelegt ist. Das Kontaktelement 2 weist einen Anschlag 22 auf, der mit einem Gegenanschlag 19 in der Aufnahmeöffnung 18 des Gehäuses korrespondiert. Zur Montage des Kontaktelements 2 wird das Kontaktelement in das Gehäuse 11 auf Anschlag eingepresst, so dass der Anschlag 22 an dem Gegenanschlag 19 anliegt, somit das Kontaktelement 2 in axialer Richtung festgelegt ist.

Ein zweiter Abschnitt 21 des Kontaktelements 2 ragt in einen Aufnahmekanal 3 des Gehäuses 11, der zur Aufnahme wenigstens eines langgestreckten elektrischen Leiters ausgebildet ist. Der Aufnahmekanal 3 des Gehäuses weist einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, in welchem der langgestreckte elektrische Leiter, beispielsweise in Form eines elektrischen Kabels, zu liegen kommt. Der zweite Abschnitt 21 des Kontaktelements 2 ragt in den Aufnahmekanal 3, um den elektrischen Leiter in dem Aufnahmekanal zu kontaktieren. Vorzugsweise ist der zweite Abschnitt 21 des Kontaktelements 2 derart ausgebildet, dass er zur Kontaktierung eines isolierten elektrischen Leiters geeignet ist, das heißt insbesondere in einen solchen eindringen oder einstechen kann. Um dies zu erreichen, ist das Kontaktelement 2 insbesondere als Kontaktstift ausgebildet, wobei der zweite Abschnitt 21 als Kontaktspitze ausgeformt ist, um in eine Isolierung eines elektrischen Leiters einzudringen und um in den elektrischen Leiter selbst einzustechen. Das Kontaktelement 2 ist somit als sogenannter Piercing-Kontakt ausgeführt.

Ein dem zweiten Abschnitt 21 gegenüberliegender dritter Abschnitt 23 des Kontaktelements 2 ist im Gehäuse ausgerichtet, um ein Gegenkontaktelement zu kontaktieren, das in den vorliegenden Figuren der Einfachheit halber nicht dargestellt ist. Insbesondere ist der dritte Abschnitt 23 des Kontaktelements 2 zusammen mit einem Teil des Gehäuses 11 als Steckverbindung 13 zur Kontaktierung des Gegenkontaktelements ausgebildet. In diesem Zusammenhang zeigt 2 eine steckgesichtseitige Ansicht des Gehäuses 11 gemäß 1a mit sichtbarer Steckverbindungsanordnung 13 zur Verbindung mit einem Gegenkontaktelement. Insbesondere aus 2 ist erkennbar, dass die Steckverbindung zwei Polarisierungselemente in Form von Polarisierungsrippen 15 aufweist, die mit entsprechenden Polarisierungsrippen des Gegenkontaktelements zusammenwirken. Damit ist sichergestellt, dass in das minuskodierte Gehäuse 11 nur ein dafür vorgesehener Stecker mit dem Gegenkontaktelement in die Steckverbindungsanordnung 13 eingesteckt werden kann.

In 3 sind eine Seitenansicht (3a) und eine Schnittansicht (3b) eines pluskodierten Verbindergehäuses 12 dargestellt, das im Wesentlichen gleich aufgebaut ist wie das zuvor beschriebene minuskodierte Gehäuse 11. Auch das pluskodierte Gehäuse 12 weist einen ersten Abschnitt 121 und einen zweiten Abschnitt 122 auf, die unterschiedliche Außendurchmesser aufweisen. Das Kontaktelement 2, das gleich aufgebaut ist wie das Kontaktelement 2 gemäß 1, bildet zusammen mit einem Teil des Gehäuses 12 eine Steckverbindung 14 zur Kontaktierung eines entsprechenden Gegenkontaktelements. Die Steckverbindungsanordnung 14 weist gegenüber der Steckverbindungsanordnung 13 unterschiedliche Polarisierungsrippen auf, wie beispielsweise in der Draufsicht auf das Gehäuse 12 gemäß 5b dargestellt. Auf diese Weise ist zuverlässig verhindert, dass das entsprechende Gegenkontaktelement statt mit dem pluskodierten Gehäuse 12 mit dem minuskodierten Gehäuse 11 verbunden wird. In letzterem Fall korrespondieren die jeweiligen Polarisierungsrippen nicht miteinander, so dass sich das Gegenkontaktelement nicht in die Steckverbindungsanordnung einschieben lässt. Im übrigen gleicht die Anordnung des Gehäuses 12 der Anordnung des Gehäuses 11 gemäß 1.

4 zeigt in diesem Zusammenhang eine größere Seitenansicht eines Kontaktelements 2 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, welches als Kontaktstift ausgebildet ist. Der Kontaktstift 2 eignet sich als Piercing-Kontakt, indem die Kontaktspitze 21 derart ausgebildet ist, dass sie in einen isolierten elektrischen Leiter einstechen kann, um diesen zu kontaktieren. Der Anschlag 22 dient zur axialen Festlegung des Kontaktelements 2 in dem jeweiligen Gehäuse. Der Abschnitt 24 kommt in der Aufnahmeöffnung des Gehäuses zu liegen und der Abschnitt 23 dient zur Kontaktierung eines Gegenkontaktelements.

In 5 ist ein Zwischenstadium einer Verbindungsvorrichtung gemäß der Erfindung im Zuge der Herstellung der Verbindungsvorrichtung gezeigt. Wie anhand von 5a und 5c gezeigt, ist der langgestreckte elektrische Leiter 5 in Form eines elektrischen Kabels so in dem Aufnahmekanal 3 des Gehäuses 12 angeordnet, dass der Kontaktstift 2 die Isolierung des Kabels 5 durchdrungen hat und den innen liegenden elektrischen Leiter kontaktiert. Dies wird durch Aufsetzen des Gehäuses 12, wie anhand von 3 erläutert, auf das Kabel 5 erreicht, wobei das Gehäuse 12 auf den Leiter 5 niedergedrückt wird, so dass der Anschlag 22 des Kontaktelements 2 an dem Gegenanschlag 19 des Gehäuses anliegt. Der U-förmige Aufnahmekanal 3 ist im Wesentlichen auf den Durchmesser des Kabels 5 abgestimmt. Nachdem das Kontaktelement 2 in das Gehäuse 12 auf Anschlag eingepresst wurde und der Kontaktstift 2, der insbesondere aus Kupfer gefertigt ist, in den elektrischen Leiter des Kabels 5 eingedrungen ist, ist eine elektrische Verbindung zu dem Kabel 5 hergestellt. Über ein entsprechendes Gegenkontaktelement, wie zuvor anhand von 1 und 3 beschrieben, kann eine elektrische Verbindung zwischen dem Kabel 5 und einer elektrischen Vorrichtung, die mit dem Gegenkontaktelement verbunden ist, hergestellt werden.

Wie insbesondere anhand von 5a und 5b dargestellt, werden außerdem beidseitig des Gehäuses 12 auf dem Kabel 5 zwei Klemmelemente 4 in Form von Kabelklemmen aufgebracht, die den Kabelmantel des Kabels 5 in diesem Bereich etwas zusammendrücken und somit eine formschlüssige Verbindung herstellen. In 7 ist in diesem Zusammenhang eine Ausführungsform einer Kabelklemme 4 dargestellt, die mehrere Teile umfasst, wobei in 7 lediglich der obere Teil 41 der Kabelklemme 4 dargestellt ist. Die Kabelklemme 4 weist Rippen 42 zum Eindrücken in den Kabelmantel des Kabels 5 auf sowie eine Rastverbindung 43, die mit einer korrespondierenden Rastverbindung an dem nicht dargestellten unteren Teil der Kabelklemme 4 verrastet. Der untere Teil der Kabelklemme 4 ist identisch zum oberen Teil 41 ausgebildet, wobei die Rastverbindung 43 des unteren Teils mit der korrespondierenden Rastverbindung 44 des oberen Teils verrastet.

In 6 sind Ansichten einer vervollständigten Verbindungsvorrichtung gemäß in der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Grundprinzip der Anordnung der elektrischen Verbindungsvorrichtung 1 auf dem Kabel 5 ist hierbei unabhängig davon, ob ein pluskodiertes Gehäuse 12 oder ein minuskodiertes Gehäuse 11 verwendet wird. Daher kann es sich bei dem Gehäuse der Verbindungsvorrichtung sowohl um ein pluskodiertes Gehäuse 12 als auch um ein minuskodiertes Gehäuse 11 handeln. Die Draufsicht der 6b ist am Beispiel eines minuskodierten Gehäuses 11 dargestellt. Nachdem das Kabel 5 in dem Aufnahmekanal 3 des Verbindergehäuses angeordnet ist und die Kabelklemmen 4 auf das Kabel 5 aufgebracht sind (wie anhand von 5 erläutert), wird der Abschnitt 111 des Gehäuses 11 bzw. der Abschnitt 121 des Gehäuses 12 mit einem Kunststoffmaterial 6 umspritzt, so dass dieser Teil des Gehäuses und ein entsprechender Teil des kontaktierten elektrischen Kabels 5 von einer gemeinsamen Hülle 6 aus nicht leitendem Kunststoffmaterial unter Formung eines einheitlichen Verbunds umgeben sind. Das Gehäuse 11, 12 wird durch die Hülle 6 auf dem Kabel 5 festgelegt, fixiert und stabilisiert. Der jeweilige zweite Abschnitt 112 des Gehäuses 11 bzw. 122 des Gehäuses 12 ist derart ausgebildet, dass deren äußere Oberfläche im Wesentlichen bündig an die äußere Oberfläche der gemeinsamen Hülle 6 aus nicht leitendem Kunststoffmaterial angrenzt. Dies ist insbesondere anhand der Schnittansicht der 6c näher dargestellt, gemäß welcher die endgültige Ausformung des Hüllmaterials 6 dargestellt ist. Auch die Kabelklemmen 4 werden von dem gemeinsamen Hüllmaterial 6 umgeben, und an den Endabschnitten des Hüllmaterials 6 werden Knickschutzelemente 7 für das kontaktierte elektrische Kabel 5 ausgebildet, damit das Kabel 5 an den beidseitigen Stellen, an denen das Hüllmaterial endet, nicht abknicken kann. Die Knickschutzelemente 7 werden in an und für sich bekannter Weise, wie in 6a und 6b dargestellt, ausgeformt.

Das Hüllmaterial 6 weist insbesondere, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, thermoplastisches Elastomer (sogenanntes TPE) auf, welches die für den vorgesehenen Zweck gewünschten Eigenschaften wie Flexibilität und leichte Verarbeitbarkeit aufweist. Demgegenüber weisen die Verbindergehäuse 11 und 12 und die Kabelklemmen 4 vorzugsweise Polycarbonat (PC) auf bzw. sind daraus gefertigt, das ebenfalls im Spritzgussverfahren verarbeitbar ist. Die Kombination der Materialien TPE und PC zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung weist vor allem den Vorteil auf, dass TPE vergleichsweise gut an PC haftet. Dadurch kann eine gute Verbindung zwischen dem TPE-Material der Hülle 6 und dem PC-Material der Kabelklemmen 4 bzw. der Verbindergehäuse 11, 12 geschaffen werden.

Mit Bezug auf die Anordnung der Kabelklemmen 4 hat dies den Vorteil, dass eine vergleichsweise gute Wasserdichtigkeit gegen Eindringen von Längswasser entlang des Kabels 5 hergestellt werden kann. Denn zum einen wird der Kabelmantel des Kabels 5 durch die Kabelklemmen 4 etwas eingedrückt, so dass an dieser Stelle Wasserdichtigkeit hergestellt werden kann, zum anderen trägt die Haftung zwischen PC und TPE dazu bei, dass auch zwischen Hüllmaterial 6 und Kabelklemmen 4 eine gute Wasserdichtigkeit hergestellt wird. Dies gilt gleichfalls für die Verbindung zwischen Verbindergehäuse 11, 12 und dem Hüllmaterial 6. Damit wird eine im Wesentlichen dichte Verbindungsvorrichtung 1 hergestellt, und zwar unabhängig vom Material des verwendeten Kabels 5. Zusätzlich dienen die Kabelklemmen 4 der mechanischen Zugentlastung der Kontaktierungsstelle, an der das Kontaktelement 2 in das elektrische Kabel 5 einsticht, wobei eine Lastverteilung über die Kabelklemmen 4 und das Hüllmaterial 6 vergleichsweise gleichmäßig an mehreren Stellen erreicht werden kann.

In 8 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen elektrischen Leitung dargestellt, bei der eine beispielhafte Anzahl von erfindungsgemäßen elektrischen Verbindungsvorrichtungen 1 vorgesehen ist. Gemäß der Ausführungsform nach 8 sind mehrere Verbindungsvorrichtungen 1 in Form von sogenannten T-Verbindern entlang der elektrischen Leitung 5 angeordnet, insbesondere nach Art einer sogenannten Daisy Chain. Die T-Verbinder 1 weisen beispielsweise einen regelmäßigen Abstand B1 auf. Bei der elektrischen Leitung 5 kann es sich beispielsweise um ein endlos gefertigtes Kabel handeln, das zusammen mit den T-Verbindern 1 auf eine Kabeltrommel aufwickelbar ist. Am Montageort kann das Kabel 5 dann auf entsprechende Abschnitte abgelängt werden, so dass am Montageort ein elektrisches Kabel mit bereits daran vorgesehenen T-Verbindern vorhanden ist. Nach Verlegung des Kabels 5 muss daher lediglich ein entsprechendes Gegenkontaktelement in die T-Verbinder 1 eingeführt werden, wie zuvor bereits eingehender beschrieben. Dadurch kann eine vergleichsweise schnelle und einfache Montage bei Anschluss einer elektrischen Vorrichtung an das Kabel 5 erreicht werden.

In 9 ist eine schematische Darstellung einer beispielhaften Solarmodulanordnung und von damit verbundenen elektrischen Anschlussleitungen mit erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtungen gezeigt. Die Solarmodulanordnung 300 weist mehrere Solarmodule 31 bis 34 auf, die mit einem externen elektrischen Anschlusssystem verschaltet sind. Zum externen elektrischen Verbinden weisen die Solarmodule 31 bis 34 jeweils elektrische Anschlüsse 36 auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Anschlussdosen ausgeführt sind, die beispielsweise an der rückseitigen Glasabdeckung eines Solarmoduls angebracht ist. Über Solaranschlusskabel 37 und 38 werden die jeweiligen Solarmodule 31 bis 34 mit einem Kabel 501 bzw. einem Kabel 502 verbunden. Das Kabel 501 weist minuskodierte T-Verteiler 101 auf, während das Kabel 502 pluskodierte T-Verteiler 102 aufweist, gemäß dem Aufbau wie vorstehend erläutert. Die T-Verteiler sind auf der jeweiligen Leitung 501 bzw. 502 in einem Abstand B1 (8) angeordnet, der mit der Länge bzw. Breite der Solarmodule korrespondiert, so dass die Kabel 501/502 an jedem der Solarmodule 31 bis 34 jeweils wenigstens einen T-Verteiler zur Verfügung stellen. Vorzugsweise beträgt der Abstand B1 der T-Verteiler dem Mittelabstand B2 zwischen zwei der Solarmodule 31 bis 34. Dies weist den Vorteil auf, dass eine leichte Zuordnung zwischen den T-Verbindern und dem jeweiligen Solarmodul hergestellt werden kann. Die Kabel 501 bzw. 502 können am Montageort der Solarmodule verlegt werden, wobei die Solarmodule mit den Leitungen 501 und 502 einfach durch Schließen der jeweiligen Steckverbindung am jeweiligen T-Verbinder verbunden werden können.


Anspruch[de]
Elektrische Verbindungsvorrichtung (1)

– mit einem Gehäuse (11, 12) und mit einem Kontaktelement (2), wobei ein erster Abschnitt (24) des Kontaktelements in einer Aufnahmeöffnung (18) des Gehäuses sitzt, ein zweiter Abschnitt (21) des Kontaktelements in einen Aufnahmekanal (3) des Gehäuses ragt, der zur Aufnahme mindestens eines langgestreckten elektrischen Leiters (5) ausgebildet ist, und der zweite Abschnitt (21) des Kontaktelements zur Kontaktierung des elektrischen Leiters (5) ausgebildet ist,

– bei dem der langgestreckte elektrische Leiter (5) in dem Aufnahmekanal (3) des Gehäuses aufgenommen ist und durch das Kontaktelement (2) kontaktiert ist,

– bei dem wenigstens ein Teil des Gehäuses (11, 12) und wenigstens ein Teil des kontaktierten elektrischen Leiters (5) von einer gemeinsamen Hülle (6) aus nicht leitendem Material unter Formung eines einheitlichen Verbunds umgeben sind.
Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der wenigstens eine Teil des Gehäuses (11, 12) und der wenigstens eine Teil des kontaktierten elektrischen Leiters (5) mit einem gemeinsamen Kunststoffmaterial (6) zur Bildung der Hülle umspritzt sind. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei der der zweite Abschnitt (21) des Kontaktelements derart ausgebildet ist, dass er zur Kontaktierung in einen isolierten elektrischen Leiter (5) eindringen kann, insbesondere in diesen einstechen kann. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Kontaktelement (2) als Kontaktstift ausgebildet ist, wobei der zweite Abschnitt (21) als Kontaktspitze ausgebildet ist. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Kontaktelement (2) einen Anschlag (22) aufweist, der mit einem Gegenanschlag (19) in der Aufnahmeöffnung (18) des Gehäuses beim Kontaktieren der elektrischen Leitung (5) durch das Kontaktelement korrespondiert. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Aufnahmekanal (3) des Gehäuses einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist, in welchem der kontaktierte elektrische Leiter (5) zu liegen kommt. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der ein dem zweiten Abschnitt (21) gegenüberliegender dritter Abschnitt (23) des Kontaktelements (2) im Gehäuse (11, 12) ausgerichtet ist, um ein Gegenkontaktelement zu kontaktieren. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 7, bei der der dritte Abschnitt (23) des Kontaktelements zusammen mit wenigstens einem Teil des Gehäuses (11, 12) als Steckverbindung (13, 14) zur Kontaktierung des Gegenkontaktelements ausgebildet ist. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Steckverbindung (13, 14) wenigstens ein Polarisierungselement (15) aufweist, das mit einem entsprechenden Polarisierungselement des Gegenkontaktelements zusammenwirkt. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das Gehäuse (11, 12) zusammen mit dem Kontaktelement (2) den langgestreckten elektrischen Leiter (5) nach Art eines T-Verbinders kontaktiert. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der das Gehäuse (11, 12) einen ersten Abschnitt (111, 121) mit dem Aufnahmekanal (3) sowie einen zweiten Abschnitt (112, 122) aufweist, wobei der erste Abschnitt (111, 121) des Gehäuses einen kleineren Durchmesser aufweist als der zweite Abschnitt (112, 122) des Gehäuses. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 11, bei der der zweite Abschnitt (112, 122) des Gehäuses derart ausgebildet ist, dass seine äußere Oberfläche im wesentlichen bündig an die äußere Oberfläche der gemeinsamen Hülle (6) aus nicht leitendem Material angrenzt. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der wenigstens ein Klemmelement (4) vorgesehen ist, das auf den kontaktierten elektrischen Leiter (5) aufgebracht ist und von der gemeinsamen Hülle (6) aus nicht leitendem Material umgeben ist, und sich insbesondere mit diesem verbindet. Elektrische Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der ein Teil der gemeinsamen Hülle (6) als Knickschutzelement (7) für den kontaktierten elektrischen Leiter (5) ausgebildet ist. Elektrische Leitung (5) mit mindestens einem elektrischen Leiter und mit mindestens einer elektrischen Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Kontaktierung des elektrischen Leiters. Elektrische Leitung (5) nach Anspruch 15, bei der mehrere Verbindungsvorrichtungen (1) jeweils nach einem der Ansprüche 1 bis 14 beabstandet voneinander entlang der elektrischen Leitung angeordnet sind, insbesondere nach Art einer Daisy Chain. Elektrische Leitung (5) nach Anspruch 16, die derart ausgebildet ist, dass sie zusammen mit den Verbindungsvorrichtungen (1) auf eine Kabeltrommel aufwickelbar ist. Solarmodul (3134) mit wenigstens einem elektrischen Anschluss (36) zum externen elektrischen Verbinden des Solarmoduls, wobei der Anschluss mit wenigstens einer Verbindungsvorrichtung (1, 101, 102) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 verbunden ist. Solarmodulanordnung (300) mit mehreren Solalmodulen (3134) jeweils nach Anspruch 18, wobei die Anschlüsse (36) der jeweiligen Solarmodule jeweils mit einer Verbindungsvorrichtung (1, 101, 102) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 verbunden sind, wobei die Verbindungsvorrichtungen auf einer gemeinsamen elektrischen Leitung (5, 501, 502) in einem Abstand (B1) voneinander beabstandet sind, der mit der Länge bzw. Breite der Solarmodule (3134) korrespondiert, so dass an jedem der Solarmodule wenigstens eine Verbindungsvorrichtung zur Verfügung steht. Solarmodulanordnung nach Anspruch 19, bei der der Abstand (B1) der Verbindungsvorrichtungen einem Mittenabstand (62) zwischen zwei der Solarmodule entspricht. Verfahren zur Herstellung einer Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit folgenden Schritten:

– Anordnen des elektrischen Leiters (5) in dem Aufnahmekanal (3) des Gehäuses,

– Kontaktieren des elektrischen Leiters (5) durch das Kontaktelement (2) in dem zweiten Abschnitt (21) des Kontaktelements,

– Umschließen wenigstens eines Teiles des Gehäuses (11, 12) und wenigstens eines Teiles des kontaktierten elektrischen Leiters (5) mit der gemeinsamen Hülle (6) aus nicht leitendem Material.
Verfahren nach Anspruch 21, bei dem der Schritt des Umschließens des wenigstens eines Teiles des Gehäuses und des wenigstens eines Teiles des kontaktierten elektrischen Leiters mit einer gemeinsamen Hülle ein Umspritzen mit einem Kunststoffmaterial (6) umfasst. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, bei dem vor dem Kontaktieren des elektrischen Leiters (5) durch das Kontaktelement (2) das Kontaktelement in das Gehäuse (11, 12) auf Anschlag (22) eingepresst wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, bei dem vor dem Umschließen des wenigstens einen Teiles des Gehäuses und des wenigstens einen Teiles des kontaktierten elektrischen Leiters wenigstens ein Klemmelement (4) auf den elektrischen Leiter (5) aufgebracht wird, das nachfolgend ebenfalls von der gemeinsamen Hülle (6) umschlossen wird, sich insbesondere mit dieser verbindet.






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