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Dokumentenidentifikation DE102007025161A1 03.01.2008
Titel Signalisierung für ein Telekommunikationsendgerät über ein abgesetztes System
Anmelder Avaya Technology LLC, Basking Ridge, N.J., US
Erfinder Abramson, Sandra R., Freehold, N.J., US;
Milton, Stephen M., Freehold, N.J., US
Vertreter Blumbach Zinngrebe, 65187 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 29.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007025161
Offenlegungstag 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse H04M 1/53(2006.01)A, F, I, 20070911, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04Q 3/76(2006.01)A, L, I, 20070911, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren offenbart, welches ein Vorgehen bereitstellt, um einer Nebenstelleanlage oder einem anderen Datenverarbeitungssystem zu ermöglichen, das Ausführen einer Funktion an einem Mobiltelefon oder einem anderen hausexternen Telekommunikationsendgerät, welches der Nebenstellenanlage angegliedert ist, auszulösen. Das Vorgehen umfasst eine Client-Anwendung, die in dem hausexternen Endgerät angesiedelt ist, welche die Kennung der rufenden Seite für sämtliche eingehenden Anrufe beobachtet. Wenn die Nebenstellenanlage eine Funktion an dem Endgerät auslösen möchte, wählt die Nebenstellenanlage das Endgerät an und hängt mit Hilfe der DTMF(Zweiton-Mehrfrequenz)-Signalisierung Wählziffern an, wobei die Wählziffern den speziellen Funktionsanruf sowie die Argumente der Funktion bezeichnen. Wenn die Client-Anwendung an dem Telekommunikationsendgerät feststellt, dass der Wert der Kennung der rufenden Seite derjenige der Nebenstellenanlage der beispielhaften Ausführungsform ist, schlägt die Anwendung die nachgestellten Wählziffern nach und löst bei Auffinden derselben die Funktion aus, die diesen entspricht.

Beschreibung[de]
Bezug zu verwandten Anmeldungen

Die vorliegende Anmeldung bezieht hier durch Bezugnahme die zugrunde liegenden Konzepte, aber nicht notwendigerweise die Nomenklatur der US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 11/122866, eingereicht am 05. Mai 2005, Anwaltsaktenzeichen 630-118US, mit dem Titel "Changing the User Interface at a Telecommunications Terminal" ein.

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft die Telekommunikation im Allgemeinen und spezieller eine Signalisierung eines Telekommunikationsendgeräts über ein System, das in Bezug auf das signalisierende System abgesetzt ist.

Hintergrund der Erfindung

1 stellt ein Schema eines Telekommunikationssystems gemäß dem Stand der Technik dar. Das Telekommunikationssystem 100 umfasst

  • i. ein Telekommunikationsnetz 101;
  • ii. eine Nebenstellenanlage 102;
  • iii. hausinterne Telekommunikationsendgeräte 103-1 bis 103-H, wobei H eine positive ganze Zahl ist; und
  • iv. Netz-Telekommunikationsendgeräte 104 und 105,
die alle untereinander wie gezeigt verbunden sind.

Das Telekommunikationsnetz 101 umfasst das öffentliche Telefonvermittlungsnetz, welches einen Komplex von Telekommunikationsausrüstung darstellt, die sich im Besitz unterschiedlicher Entitäten in der gesamten Welt befindet und von diesen betrieben wird. In den Vereinigten Staaten von Amerika umfasst das öffentliche Telefonvermittlungsnetz (oder PSTN) beispielsweise einen Adressraum, der durch zehn Ziffern definiert wird, und umfasst daher 10 Milliarden eindeutiger Adressen oder "Telefonnummern". Die öffentlichen Telefonvermittlungsnetze in anderen Ländern sind ähnlich.

Das Netz 101 verbindet die anderen Telekommunikationsnetze, welche das Unternehmensnetz umfassen, das durch die Nebenstellenanlage 102 gestützt wird. Das Unternehmensnetz stellt Telekommunikationsdienst für die Telekommunikationsendgeräte 103-1 bis 103-H bereit, welches "hausinterne" Geräte in dem bedienten Unternehmensbereich, beispielsweise einem Bürogebäude oder einem Campus, darstellen.

Zusätzlich stellt das Netz 101 Telekommunikationsdienst für weitere Telekommunikationsendgeräte wie etwa die Endgeräte 104 und 105 bereit. Zum Beispiel könnte das Endgerät 105 einen Anruf auslösen, der über das Netz 101 zu der Nebenstellenanlage 102 weitergeleitet wird, oder könnte einen Anruf empfangen, der über das Netz 101 von der Nebenstellenanlage 102 weitergeleitet wird.

Die Nebenstellenanlage (PBX) 102 ist in der Lage, eingehende Anrufe von dem Telekommunikationsnetz 101 über einen oder mehrere Kommunikationspfade an eines oder mehrere der hausinternen Endgeräte 103-1 bis 103-H zu vermitteln. Die Nebenstellenanlage 102 ist außerdem in der Lage, abgehende Anrufe von den hausinternen Endgeräten über einen oder mehrere Kommunikationspfade zu dem Netz 101 abzuwickeln.

Die Nebenstellenanlage 102 ist auch in der Lage, einen eingehenden Anruf, beispielsweise von dem Endgerät 104, zu einer Telefonnummer eines "hausexternen" Endgeräts eines PBX-Nutzers, das über das Netz 101 zugänglich ist, weiterzuleiten. Diese Art der Weiterleitung zu einem Endgerät, das der Nebenstellenanlage 102 angegliedert ist, wird auch als "Weiterschaltung" eines Anrufs bezeichnet, da die Verbindung zu dem hausexternen Endgerät für die Nebenstellenanlage 102 wie eine zusätzliche PBX-Leitung erscheint. Die Nebenstellenanlage schaltet den Anruf zu dem hausexternen Endgerät weiter, zusätzlich dazu, dass sie den gleichen eingehenden Anruf zu einem hausinternen Endgerät innerhalb des Unternehmensbereichs, den die Nebenstellenanlage 102 bedient, vermittelt. Für einen speziellen Nutzer, beispielsweise, der Teilnehmer des Unternehmensnetzes, welches durch die Nebenstellenanlage 102 bedient wird, stellt das Endgerät 103-1 das hausinterne Endgerät dar, während das Endgerät 104 das hausexterne Endgerät darstellt. Man beachte, dass es in dem System 100 Endgeräte gibt, die durch das Netz 101 unterstützt werden, welche nicht als hausexterne Endgeräte betrachtet werden – beispielsweise das Endgerät 105 – weil sie im Gegensatz zu dem Endgerät 104 nicht an die Nebenstelle 102 angegliedert sind.

Um i) die Vermittlung eines eingehenden, unternehmensbezogenen Anrufs zu einem hausinternen Endgerät sowie ii) die Weiterschaltung des Anrufs zu dem richtigen hausexternen Endgerät zu erreichen, unterhält die Nebenstellenanlage 102 eine Tabelle, welche die hausexterne Telefonnummer mit der hausinternen Nebenstelle der Nebenstellenanlage korreliert.

Tabelle 1 stellt eine Tabelle dar, welche die Korrelation veranschaulicht. hausinternes Telekommunikat ionsendgerät Nebenstelle der Nebenstellenanla ge Telekommunikation snetz-Nummer 103-1 732-555-0102, x11 201-555-1236 103-2 732-555-0102, x12 908-555-3381 ... ... ...

Tabelle 1: Datenbank PBX-Nebenstelle – PSTN-Nummer Beispielsweise wählt ein erster Anrufer, der den PBX-Nutzer des Endgeräts 103-1 erreichen möchte, an dem Endgerät 105 die PBX-Nummer (d. h. 732-555-0102). Die Nebenstellenanlage 102 empfängt den eingehenden Anruf sowie die Nebenstellennummer (d. h. x11) wie von dem Anrufer spezifiziert. Unter Nutzung gespeicherter Informationen ähnlich den Informationen in der Tabelle 1 stellt die Nebenstellenanlage 102 fest, dass der Anruf auch zu der hausexternen Telefonnummer 201-555-1236 weitergeschaltet werden soll. Dies ist die Telefonnummer, die dem hausexternen Endgerät 104 zugeordnet ist, welches dem PBX-Nutzer des Endgeräts 103-1 gehört. Die Nebenstellenanlage 102 schaltet dann den Anruf zu dem Endgerät 104 weiter. Die Idee hinter dem Übermitteln des Anrufs an beide Endgeräte 103-1 und 104 (oder bisweilen nur an das Endgerät 104) besteht darin, dass, falls der PBX-Nutzer an seinem Bürotelefon (d. h. dem Endgerät 103-1) nicht erreichbar ist, er dann möglicherweise an einem Telefon erreichbar ist, das sich außerhalb des Büros befindet (d. h. dem Endgerät 104). Das Weiterschalten des Anrufs zu einem hausexternen Endgerät verbessert das Erfahrungserlebnis für den Anrufer, indem der Anrufer nur eine einzige Telefonnummer zu nutzen braucht, um den PBX-Nutzer zu erreichen, unabhängig davon, ob sich der PBX-Nutzer im Büro befindet oder nicht.

Das Weiterschalten des Anrufs in dem Beispiel zu dem Endgerät 104 – oder zu einem beliebigen diesbezüglichen hausexternen Endgerät- macht es erforderlich, die Anruf-Steuerungssignalisierung für den weitergeschalteten Anruf durch das Telekommunikationsnetz 101 wie auch durch jedes andere dazwischen liegende Netz weiterzuleiten. Günstigerweise ist die Signalisierung bei der Weiterleitung des weitergeschalteten Anrufs relativ unkompliziert insofern, als der weitergeschaltete Anruf für die Netze, die den Anruf abwickeln, und für das angerufene Endgerät als ein regulärer, eingehender Anruf erscheint. Jede zusätzliche Signalisierung von der Nebenstellenanlage zu dem hausexternen Endgerät kann jedoch problematisch sein. Es wird daher ein Verfahren benötigt, um eine zusätzliche Signalisierung von einer Nebenstellenanlage aus – oder von einem beliebigen anderen diesbezüglichen Datenverarbeitungssystem aus – zu einem angegliederten, hausexternen Endgerät oder einem anderen Gerät, das von einem abgesetzten System bedient wird, bereitzustellen, und zwar ohne gewisse Nachteile des Standes der Technik.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Vorgehen zur Verfügung gestellt, das es einer Nebenstellenanlage oder einem anderen Datenverarbeitungssystem ermöglicht, das Ausführen einer Funktion an einem Mobiltelefon oder einem anderen hausexternen Telekommunikationsendgerät, welches der Nebenstellenanlage angegliedert ist, auszulösen, und zwar ohne gewisse Nachteile des Standes der Technik. Insbesondere umfasst das Vorgehen eine Client-Anwendung, die in dem hausexternen Endgerät angesiedelt ist, welche die Kennung der rufenden Seite für sämtliche eingehenden Anrufe beobachtet. Wenn die Nebenstellenanlage eine Funktion an dem Endgerät auslösen möchte, wählt die Nebenstellenanlage das Endgerät an und hängt mit Hilfe der DTMF(Zweiton-Mehrfrequenz)-Signalisierung Wählziffern an, wobei die Wählziffern den speziellen Funktionsanruf und optional ein oder mehrere Argumente der Funktion bezeichnen. Wenn die Client-Anwendung an dem Telekommunikationsendgerät feststellt, dass der Wert der Kennung der rufenden Seite derjenige der Nebenstellenanlage der beispielhaften Ausführungsform ist, sucht die Anwendung nach den nachgestellten Wählziffern und löst beim Finden derselben die Funktion aus, die diesen entspricht.

Bei einigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung deaktiviert die Client-Anwendung, wenn die Anwendung die Kennung der rufenden Seite der Nebenstellenanlage erkennt, den Alarmierungsmechanismus an dem Telekommunikationsendgerät, sodass dem Nutzer des Endgeräts die vor sich gehende Transaktion verborgen bleibt. Für einige Funktionen, die an dem Endgerät auszuführen sind, ist letztendlich keine Interaktion oder Kenntnisnahme des Nutzers erforderlich. Bestimmte Werte der Kennung der rufenden Seite könnten einem Funktionsanruf und einem Deaktivieren des Alarmierungsmechanismus des Endgeräts entsprechen, während andere Werte der Kennung einem Funktionsanruf ohne Deaktivierung des Alarmierungsmechanismus entsprechen könnten, während noch weitere Werte der Kennung möglicherweise überhaupt keinem Funktionsanruf entsprechen.

Der Aufruf einer oder mehrerer Funktionen an einem Telekommunikationsendgerät über den Verkehrskanal ist insofern vorteilhaft, als mit diesem keine Modifikationen an irgendwelcher Ausrüstung zwischen der Nebenstellenanlage und dem Ziel-Telekommunikationsendgerät einhergehen. Stattdessen empfängt, für das Beispiel eines zellularen Netzes, die bedienende Funkvermittlungsstelle zunächst einen als standardmäßiger eingehender Anruf erscheinenden Anruf von der Nebenstellenanlage und leitet den Anruf dann an das Ziel-Mobiltelefon weiter. Wenn der Anruf von dem Mobiltelefon angenommen wird, geht dann die Nebenstellenanlage dazu über, dem Endgerät über den Verkehrskanal zu signalisieren, eine oder mehrere Funktionen auszuführen. Die Signalisierung ist bezüglich der Funkvermittlungsstelle transparent, da sie auf dem Verkehrskanal erfolgt, anstatt auf den Steuer- oder Signalisierungskanälen des zellularen Netzes.

Die beispielhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst: das Empfangen einer Anzeige, dass ein erstes Telekommunikationsendgerät eine erste Funktion ausführen soll, und das Senden, an das erste Telekommunikationsendgerät: i) einer ersten Kennung der rufenden Seite und ii) einer ersten Reihe von Wählziffern, welche die erste Funktion identifizieren.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 stellt ein Schema eines Telekommunikationssystems 100 gemäß dem Stand der Technik dar.

2 stellt ein Schema eines Telekommunikationssystems 200 gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

3 stellt ein Blockdiagramm der wesentlichsten Komponenten der Nebenstellenanlage 202 dar, die Bestandteil des Systems 200 ist.

4 stellt ein Blockdiagramm der wesentlichsten Komponenten des hausexternen Telekommunikationsendgeräts 206 dar, das Bestandteil des Systems 200 ist.

5 stellt ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise der Nebenstellenanlage 202 beim Abwickeln einer Funktion dar, die zur Ausführung durch ein Telekommunikationsendgerät gedacht ist, und zwar gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

6 stellt ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise des Endgeräts 206 beim Abwickeln eines oder mehrerer eingehender Anrufe gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

7 stellt ein Ablaufdiagramm der wesentlichsten Teilaufgaben der Aufgabe 603 dar, in welcher das Endgerät 206 einen Funktionsanruf von der Nebenstellenanlage 202 abwickelt.

Detaillierte Beschreibung

2 stellt ein Schema eines Telekommunikationssystems gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Das Telekommunikationssystem 200 umfasst:

  • i. ein Telekommunikationsnetz 201;
  • ii. eine Nebenstellenanlage 202;
  • iii. hausinterne Telekommunikationsendgeräte 203-1 bis 203-J, wobei J eine positive ganze Zahl ist;
  • iv. eine Funkvermittlungsstelle 204;
  • v. ein zellulares Netz 205;
  • vi. zellulare Telekommunikationsendgeräte 206 und 207; und
  • vii. ein Netz-Telekommunikationsendgerät 208,
die alle untereinander wie gezeigt verbunden sind.

Das Telekommunikationsnetz 201 ist eines von mehreren Netzen, aus denen das Telekommunikationssystem 200 besteht. Das Telekommunikationsnetz 201 umfasst entsprechend der beispielhaften Ausführungsform das öffentliche Telefonvermittlungsnetz (PSTN). Über die Infrastruktur des öffentlichen Telefonvermittlungsnetzes wie auch über weitere Vermittlungs- und Übertragungsinfrastruktur stellt das Netz 201 Telekommunikationsdienst für Endgeräte wie beispielsweise das Netz-Telekommunikationsendgerät 208 bereit. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, kann das Netz 201 bei einigen alternativen Ausführungsformen eine andere Gruppe von Netzen als die dargestellte umfassen, beispielsweise ein Netz auf Basis des Internetprotokolls, ein Ethernet-Netz und so weiter.

Das Netz 201 verbindet die anderen Telekommunikationsnetze, welche umfassen: (i) das Unternehmensnetz, welches durch die Nebenstellenanlage 202 gestützt wird, und (ii) das zellulare Netz 205, das durch die Funkvermittlungsstelle 204 gestützt wird. Das durch die Nebenstellenanlage 202 gestützte Unternehmensnetz bietet Telekommunikationsdienst für ein oder mehrere Telekommunikationsendgeräte, nämlich die Endgeräte 203-1 bis 203-J, innerhalb des bedienten Unternehmensbereichs wie beispielsweise einem Bürogebäude oder einem Campus. Das zellulare Netz 205, das durch die Funkvermittlungsstelle 204 gestützt wird, bietet Telekommunikationsdienst für ein oder mehrere zellulare Telekommunikationsendgeräte, darunter die zellularen Telekommunikationsendgeräte 206 und 207.

2 stellt außerdem mehrere Telekommunikationsendgeräte verschiedener Typen dar. Diese Endgerät-Typen umfassen Endgeräte für traditionellen Telefondienst (POTS) wie beispielsweise das Endgerät 208, Büro-Arbeitsplatzgeräte wie beispielsweise die Endgeräte 203-1 bis 203-J, Mobiltelefone wie beispielsweise die Endgeräte 206 und 207, Laptops mit Funknetzadaptern und so weiter. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, ist die vorliegende Erfindung auch auf andere Kombinationen von Endgeräten, als sie in 2 dargestellt sind, anwendbar.

Die Nebenstellenanlage 202 stellt ein Datenverarbeitungssystem dar, dessen wesentlichste Bestandteile nachstehend und mit Bezug auf 3 beschrieben werden. Die Nebenstellenanlage 202 ist in der Lage, eingehende Anrufe (z. B. von den Endgerät 208 usw.) aus dem Netz 201 über einen oder mehrere Kommunikationspfade zu den hausinternen Endgeräten 203-1 bis 203-J zu vermitteln. Die Nebenstellenanlage 202 ist außerdem in der Lage, abgehende Anrufe von den hausinternen Endgeräten an das Netz 201 über einen oder mehrere Kommunikationspfade abzuwickeln.

Die Nebenstellenanlage 202 ist weiterhin in der Lage, einen eingehenden Anruf (z. B. von dem Endgerät 208 usw.) zu einer Telefonnummer eines hausexternen Endgeräts weiterzuschalten. Ein "hausexternes" Endgerät ist ein Endgerät, das über das Netz 201 zugänglich ist, wobei es gleichzeitig noch der Nebenstellenanlage 202 angegliedert ist, und zwar als eine Nebenstelle für das Unternehmensnetz der Nebenstellenanlage 202. Aus didaktischen Gründen seien die Telekommunikationsendgeräte 206 und 207 die hausexternen Endgeräte in dem Telekommunikationssystem 200. Die Nebenstellenanlage 202 ist in der Lage, den eingehenden Anruf zu dem beabsichtigten hausexternen Endgerät weiterzuschalten, und zwar zusätzlich zum oder unabhängig vom Vermitteln desselben eingehenden Anrufs an ein hausinternes Endgerät innerhalb des Unternehmensbereichs, der von der Nebenstellenanlage 202 bedient wird.

Die Nebenstellenanlage 202 ist mit Telekommunikationssystemen, die in dem Netz 201 vorhanden sind, über Kommunikationspfade verbunden, die ISDN(Dienste integrierendes digitales Netz)-Fernleitungen umfassen, wie im Fachgebiet bekannt ist. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, könnte die Nebenstellenanlage 202 mit dem Netz 201 über andere Arten von Kommunikationspfaden verbunden sein. Beispielsweise könnte die Nebenstellenanlage 202 zumindest einige der eingehenden Anrufe über das Session Initiation Protocol (SIP) über ein Internetprotokoll-basiertes Netz empfangen.

2 stellt hausinterne Endgeräte 203-1 bis 203-J und hausexterne Endgeräte 206 sowie 207 dar. Für Fachleute auf dem Gebiet wird jedoch nach dem Lesen dieser Offenbarung klar sein, wie alternative Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auszuführen und zu nutzen sind, bei welchen die Nebenstellenanlage 202 Telekommunikationsdienst für eine andere Anzahl von hauinternen Endgeräten und eine andere Anzahl von hausexternen Endgeräten als der dargestellten bereitstellt.

Die Nebenstellenanlage 202 ist außerdem in der Lage, die nachstehend und mit Bezug auf 5 beschriebenen Aufgaben entsprechend der beispielhaften Ausführungsform auszuführen. Zum Beispiel kann die Nebenstellenanlage 202 einem hausexternen Endgerät signalisieren, eine Funktion auszuführen. Eine solche Funktion kann darin bestehen, einen oder mehrere Aspekte der Benutzerschnittstelle des hausexternen Endgeräts zu verändern, wie in der US-Patentanmeldung 11/122866 (Anwaltsaktenzeichen 630-118US), eingereicht am 05. Mai 2005 beschrieben ist, deren zugrunde liegende Konzepte hier durch diese Bezugnahme einbezogen werden.

Für Fachleute auf dem Gebiet wird nach dem Lesen der vorliegenden Offenbarung klar sein, wie eine Nebenstellenanlage 202 auszuführen und zu nutzen ist. Darüber hinaus kann es, wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, alternative Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung geben, bei welchen eine Vermittlungseinrichtung, eine Kontaktzentrale oder eine andere Art von Datenverarbeitungssystem als eine Nebenstellenanlage die beschriebenen Aufgaben ausführt. Wie bei der Nebenstellenanlage 202 können die datenverarbeitenden Systeme bei solchen alternativen Ausführungsformen in und mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Netzen zusammenarbeiten. Mit anderen Worten eignet sich die vorliegende Erfindung genauso gut für eine Implementierung in öffentlichen und privaten Telekommunikationssystemen, die drahtgebunden oder drahtlos sind, sowie entsprechend verschiedenartigen Protokollen.

Die Funkvermittlungsstelle 204 ist in der Lage, eingehende Anrufe aus dem Netz 201 an registrierte mobilfunkfähige Endgeräte wie beispielsweise die Endgeräte 206 und 207 zu vermitteln. Die Funkvermittlungsstelle 204 ist außerdem in der Lage, ausgehende Anrufe von mobilfunkfähigen Endgeräten an das Netz 201 abzuwickeln. Die Vermittlungsstelle 204 kommuniziert mit den Endgeräten 206 und 207 über eine oder mehrere Funkbasisstationen in dem zellularen Netz 205 in allgemein bekannter Weise. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie die Funkvermittlungsstelle 204 auszuführen und zu nutzen ist.

Die hausexternen Telekommunikationsendgeräte 206 und 207 sind in der Lage, Anrufe in allgemein bekannter Weise auszulösen und zu empfangen. Einige der ausgelösten oder empfangenen Anrufe werden über die Nebenstellenanlage 202 geleitet, andere nicht. Die Endgeräte 206 und 207 sind außerdem in der Lage, die nachstehend und mit Bezug auf die 6 und 7 beschriebenen Aufgaben entsprechend der beispielhaften Ausführungsform auszuführen. Beispielsweise ist jedes hausexterne Endgerät in der Lage, eine Signalisierung von der Nebenstellenanlage 202 zum Ausführen einer spezifizierten Funktion zu empfangen, und ist in der Lage, diese Funktion auszuführen. Die Endgeräte 206 und 207 stellen in der beispielhaften Ausführungsform Mobiltelefone dar. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, können auch andere Typen von Endgeräten (z. B. Software-Telefone, ISDN-Endgeräte usw.) hausexterne Endgeräte in dem Telekommunikationssystem 200 darstellen. Nach dem Lesen dieser Beschreibung wird für Fachleute auf dem Gebiet klar sein, wie die hausexternen Endgeräte 206 und 207 auszuführen und zu nutzen sind.

3 stellt ein Blockdiagramm der wesentlichsten Bestandteile der Nebenstellenanlage 202 entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Die Nebenstellenanlage 202 umfasst: ein Koppelnetz 301, einen Prozessor 302, einen Speicher 303 und eine Netzschnittstelle 304, die wie gezeigt untereinander verbunden sind. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, können die wesentlichsten Bestandteile bei einigen alternativen Ausführungsformen anders als dargestellt angeordnet sein.

Das Koppelnetz 301 ist in der Lage, Anrufe zwischen hausinternen Endgeräten (z. B. den Endgeräten 203-1 bis 203-J usw.) und Endgeräten, die über das Netz 201 zugänglich sind, zu vermitteln. Außerdem ist das Koppelnetz 301 in der Lage, die nachstehend und mit Bezug auf 5 beschriebenen Aufgaben unter Steuerung des Prozessors 302 auszuführen. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie das Koppelnetz 301 auszuführen und zu nutzen ist.

Der Prozessor 302 ist ein Allzweckprozessor, welcher in der Lage ist, rufbezogene Daten von dem Koppelnetz 301 zu empfangen, Daten aus dem Speicher 303 zu lesen und Daten in diesen zu schreiben und die Aufgaben auszuführen, die nachstehend und mit Bezug auf die 5 beschrieben werden. Bei einigen alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung könnte der Prozessor 302 auch ein Spezialprozessor sein. In jedem Fall wird für Fachleute auf dem Gebiet nach dem Lesen der vorliegenden Offenbarung klar sein, wie der Prozessor 302 auszuführen und zu nutzen ist.

Der Speicher 303 stellt eine Einrichtung dar, welche die von dem Prozessor 302 genutzten Anweisungen und Daten speichert. Der Speicher 303 speichert die Nummern der hausinternen Nebenstellen der PBX sowie der angegliederten hausexternen Telefone für jeden PBX-Nutzer, welche in der Tabelle 1 gezeigt sind. Der Speicher 303 speichert außerdem für jedes hausexterne Endgerät, das der Nebenstellenanlage 202 angegliedert ist, die funktionsbezogenen Informationen und Werte, die nachstehend und mit Bezug auf die 5 bis 7 beschrieben werden. Für Fachleute auf dem Gebiet wird nach dem Lesen dieser Offenbarung klar sein, wie der Speicher 303 auszuführen und zu nutzen ist.

Die Netzschnittstelle 304 ist in der Lage, entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung steuerungsbezogene Signale zwischen dem Prozessor 302 und den hausexternen Endgeräten 206 und 207 weiterzuleiten. Entsprechend der beispielhaften Ausführungsform ist die Netzschnittstelle 304 getrennt von dem Koppelnetz 301 vorgesehen und wickelt Steuersignale ab, die auf Signalpfaden übertragen werden, die von den Sprachpfaden getrennt sind. Bei einigen alternativen Ausführungsformen ist die Netzschnittstelle 304 mit dem Koppelnetz 301 integriert und wickelt Steuersignale ab, die in den Sprachpfaden vorhanden sind. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie die Netzschnittstelle 304 auszuführen und zu nutzen ist.

4 stellt ein Blockdiagramm der wesentlichsten Bestandteile des hausexternen Telekommunikationsendgeräts 206 entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Obgleich das in 4 dargestellte Endgerät das zellulare Endgerät 206 ist, wird für Fachleute auf dem Gebiet nach dem Lesen dieser Offenbarung klar sein, wie andere hausexterne Endgeräte (z. B. das Endgerät 207 usw.) entsprechend dem mit Bezug auf 4 beschriebenen auszuführen und zu nutzen sind. Das Telekommunikationsendgerät 206 umfasst: einen Transceiver 401, einen Prozessor 402, einen Speicher 403, eine Tastatur 404, ein Mikrofon 405, eine Kamera 406, einen Lautsprecher 407 und ein Display 408, die untereinander wie gezeigt verbunden sind. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, können die wesentlichsten Bestandteile bei einigen alternativen Ausführungsformen anders angeordnet sein, als es dargestellt ist, oder können einen anderen Satz von Komponenten darstellen, als dargestellt ist.

Der Transceiver 401 umfasst einen Empfangsteil und einen Sendeteil. Der Empfangsteil empfängt Signale aus dem zellularen Netz 205 und leitet die in den Signalen kodierten Informationen in allgemein bekannter Weise an den Prozessor 402 weiter. Der Sendeteil empfängt Informationen von dem Prozessor 204 und gibt Signale, welche diese Informationen kodieren, in allgemein bekannter Weise an das zellulare Netz 205 aus. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie der Transceiver 401 auszuführen und zu nutzen ist.

Der Prozessor 402 stellt einen Allzweckprozessor dar, der in der Lage ist: Informationen von dem Transceiver 401, der Tatstatur 404, dem Mikrofon 405 und der Kamera 406 zu empfangen, Daten aus dem Speicher 403 zu lesen und Daten in diesen zu schreiben, die nachstehend und mit Bezug auf die 6 und 7 beschriebenen Aufgaben auszuführen und Informationen an den Transceiver 401, den Lautsprecher 407 und das Display 408 zu übermitteln. Bei einigen alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung könnte der Prozessor 402 ein Spezialprozessor sein. In jedem Fall wird für Fachleute auf dem Gebiet nach dem Lesen der vorliegenden Offenbarung klar sein, wie der Prozessor 402 auszuführen und zu nutzen ist.

Der Speicher 403 ist eine Einrichtung, welche die von dem Prozessor 402 genutzten Anweisungen und Daten speichert. Beispielsweise speichert der Speicher 403 die Werte der Kennung der rufenden Seite sowie funktionsbezogene Werte, die nachstehend und mit Bezug auf die 5 bis 7 beschrieben werden. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie der Speicher 403 auszuführen und zu nutzen ist.

Die Tastatur 404 stellt eine Zeichen- und Nutzerauswahl-Eingabeeinrichtung dar, wie sie im Fachgebiet allgemein bekannt ist, die Eingaben von einem Nutzer empfängt und Tastatursignale, welche diese Eingabe repräsentieren, übermittelt. Die Tastatur 404 umfasst Tasten mit festgelegter Funktion sowie kontextabhängige Tasten, so genannte Softkeys, wie im Fachgebiet allgemein bekannt ist. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, wie die Tastatur 404 auszuführen und zu nutzen ist.

Das Mikrofon 405 wandelt akustische Signale (z. B. von dem Endnutzer usw.) in elektromagnetische Signale um, und der Lautsprecher 407 wandelt elektromagnetische Signale in akustische Signale um (z. B. die für den Endnutzer gedachten usw.), beides in allgemein bekannter Weise.

Die Kamera 406 wandelt optische Signale in elektromagnetische Signale um, und das Display 408 wandelt elektromagnetische Signale in optische Signale um (z. B. die für den Endnutzer gedachten usw.), beides in allgemein bekannter Weise.

5 stellt ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise der Nebenstellenanlage 202, eines Datenverarbeitungssystems, beim Abwickeln einer Funktion dar, die zur Ausführung durch ein Telekommunikationsendgerät gedacht ist, und zwar entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, können bei einigen alternativen Ausführungsformen die mit Bezug auf 5 beschriebenen Aufgaben auch auf andere Datenverarbeitungssysteme angewandt werden. Ferner wird außerdem zu erkennen sein, dass die Nebenstellenanlage 202 Anrufe abwickeln kann, die für mehr als ein Telekommunikationsendgerät gleichzeitig gedacht sind, indem die beschriebenen Aufgaben gleichzeitig für jedes Endgerät angewandt werden. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, welche der in 5 dargestellten Aufgaben gleichzeitig oder in einer anderen Reihenfolge als der dargestellten ausgeführt werden können.

In dem dargestellten Beispiel stellt das hausexterne Endgerät 206 das beabsichtigte Telekommunikationsendgerät dar, auf das in den beschriebenen Aufgaben Bezug genommen wird. Wie Fachleute auf dem Gebiet jedoch erkennen werden, können die mit Bezug auf 5 beschriebenen Aufgaben ebenso auf andere hausexterne Telekommunikationsendgeräte angewandt werden.

Bei Aufgabe 501 empfängt die Nebenstellenanlage 202 eine Anzeige, das ein erstes Telekommunikationsendgerät, in diesem Fall das Endgerät 206, eine oder mehrere Funktionen wie durch die Nebenstellenanlage 202 spezifiziert ausführen soll. Mit der Ausführung einer Funktion durch das Endgerät wird beabsichtigt, eine oder mehrere Eigenschaften an dem Endgerät zu beeinflussen, wobei die Eigenschaften eine oder mehrere der folgenden umfassen, aber nicht ausschließlich:

  • i) wie Anrufe für den Nutzer dargestellt werden;
  • ii) die Behandlung, die ein Nutzer auf Anrufe anwenden kann;
  • iii) die für den Nutzer verfügbaren anrufabhängigen Funktionen;
  • iv) die für den Nutzer verfügbaren anrufunabhängigen Funktionen;
  • v) wie ein Nutzer die Funktionen aufruft;
  • vi) die Anzahl der zugäugigen Rufleitungen;
  • vii) die Funktionen, die den Softkeys des Endgeräts zugeordnet sind;
  • viii) die für den Nutzer verfügbaren Menüs;
  • ix) wie der Nutzer auf die Menüs zugreift;
  • x) die gültige Kurzwahlliste; und
  • xi) die Funktionsweise der Tastatur 404 und/oder des Mikrofons 405 und/oder der Kamera 406 und/oder des Lautsprechers 407 und/oder des Displays 408.

Bei Aufgabe 502 sendet die Nebenstellenanlage 202 eine Kennung der rufenden Seite an das Endgerät 206, wobei die Kennung der rufenden Seite dazu dient, die Nebenstellenanlage 202 oder einen gewissen Aspekt der Nebenstellenanlage 202, der mit dem Senden eines Funktionsanrufs an das Endgerät in Zusammenhang steht, zu identifizieren. Entsprechend der dargestellten Ausführungsform sendet die Nebenstellenanlage 202 die Kennung der rufenden Seite als Teil dessen, was ein Anruf an das Endgerät 206 zu sein scheint, d. h. für die Funkvermittlungsstelle 204. Die Nebenstellenanlage 202 kann die Kennung der rufenden Seite beispielsweise über die automatische Nummernidentifikations(ANI)-Prozedur übertragen, die im Fachgebiet allgemein bekannt ist. Neben dem Anzeigen, dass ein Funktionsanruf folgen soll, ist bei einigen Ausführungsformen der Wert der Kennung der rufenden Seite dafür bestimmt, eine Alarmierungsfunktion an dem Endgerät 206 zu deaktivieren, sodass dessen Nutzer die Funktionstransaktion, die stattfindet, nicht bemerkt.

Bei Aufgabe 503 empfängt die Nebenstellenanlage 202 in allgemein bekannter Weise eine Annahmeanzeige, nämlich dass der Anruf von dem Endgerät 206 entgegengenommen worden ist. Mit anderen Worten hat das Endgerät 206 den Funktionsanruf von der Nebenstellenanlage 202 empfangen und diesen akzeptiert.

Bei Aufgabe 504 geht die Nebenstellenanlage 202 dazu über, an das Endgerät 206 eine erste Reihe von Wählziffern in allgemein bekannter Weise zu übermitteln. Entsprechend der beispielhaften Ausführungsform übermittelt die Nebenstellenanlage 202 die Wählziffern über ein oder mehrere Zweiton-Mehrfrequenz(DTMF)-Signale, wie im Fachgebiet bekannt. Bei einigen alternativen Ausführungsformen übermittelt die Nebenstellenanlage 202 die Wählziffern als Teil einer kodierten Nachricht.

Entsprechend der beispielhaften Ausführungsform umfasst die erste Reihe von Wählziffern:

  • i. einen ersten Teil, der die erste Funktion identifiziert; und
  • ii. einen zweiten Teil, der die Argumente der ersten Funktion identifiziert.

Die 6 und 7 stellen Ablaufdiagramme für die Funktionsweise des Telekommunikationsendgeräts 206 bei der Abwicklung eines oder mehrerer eingehender Anrufe entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der Erfindung dar. Wie Fachleute auf dem Gebiet erkennen werden, können die mit Bezug auf die 6 und 7 beschriebenen Aufgaben auf andere hausexterne Telekommunikationsendgeräte wie beispielsweise das Endgerät 207 angewandt werden. Für Fachleute auf dem Gebiet wird klar sein, welche der in den 6 und 7 dargestellten Aufgaben gleichzeitig oder in einer anderen Reihenfolge als der dargestellten ausgeführt werden können.

Bei Aufgabe 601 empfängt das Endgerät 206 eine Kennung der rufenden Seite in allgemein bekannter Weise als Teil eines eingehenden Anrufs.

Bei Aufgabe 602 überprüft das Endgerät 206 entsprechend der beispielhaften Ausführungsform, ob die empfangene Kennung der rufenden Seite mit einem Wert übereinstimmt, der in dem Speicher 303 gespeichert ist. Wenn eine Übereinstimmung vorliegt, was bedeutet, dass ein Funktionsanruf folgen soll, geht die Aufgabenausführung zur Aufgabe 603 über. Wenn keine Übereinstimmung vorliegt, was bedeutet, dass ein herkömmlicher Telefonanruf empfangen wird, geht die Aufgabenausführung zu Aufgabe 605 über.

Bei Aufgabe 603 deaktiviert das Endgerät 206 eine Alarmierungsfunktion. Wenn beispielsweise das Endgerät 206momentan dafür programmiert ist, einen speziellen Klingelton abzuspielen, um seinem Nutzer einen eingehenden Anruf zu melden, wird der Klingelton deaktiviert. Analog wird, wenn das Endgerät dafür programmiert ist zu vibrieren, um einen eingehenden Anruf zu melden, die Vibration deaktiviert. Das Endgerät 206 deaktiviert die Alarmierungsfunktion, weil der eingehende "Anruf" kein wirklicher Anruf im Sinne des Endnutzers ist, sondern ein Mechanismus, mit welchem dem Endgerät signalisiert wird, dass ein Funktionsanruf folgt.

Bei einigen alternativen Ausführungsformen deaktiviert das Endgerät 206 die Alarmierungsfunktion nicht oder deaktiviert die Alarmierungsfunktion für nur einige Werte der Kennung der rufenden Seite, die Funktionsanrufen zugeordnet sind.

Bei Aufgabe 604 wickelt das Endgerät 206 den Anruf von dem auslösenden Datenverarbeitungssystem – im vorliegenden Fall der Nebenstellenanlage 202 – entsprechend der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ab. Die Details von Aufgabe 604 werden nachstehend und mit Bezug auf 7 beschrieben. Die Aufgabenausführung kehrt dann zu Aufgabe 601 zurück.

Bei Aufgabe 605, unter Ansprechen auf den Empfang einer nicht übereinstimmenden Kennung der rufenden Seite, reaktiviert das Endgerät 206 die Alarmierungsfunktion, die bei Aufgabe 603 deaktiviert worden ist.

Bei Aufgabe 606 wickelt das Endgerät 206 den Telefonanruf von dem auslösenden Anrufer in allgemein bekannter Weise ab. Die Aufgabenausführung kehrt dann zu Aufgabe 601 zurück.

7 stellt ein Ablaufdiagramm der wesentlichsten Teilaufgaben von Aufgabe 604 dar, in welcher das Endgerät 206 den Anruf von dem auslösenden Datenverarbeitungssystem abwickelt.

In Aufgabe 701 nimmt das Endgerät 206 den Anruf in allgemein bekannter Weise an. Dies umfasst das Senden einer Annahmeanzeige an die Funkvermittlungsstelle 204, welche danach die Annahmeanzeige an die Nebenstellenanlage 202 sendet.

Bei Aufgabe 702 empfängt das Endgerät 206 eine erste Reihe von Wählziffern von der Nebenstellenanlage 202. Entsprechend der beispielhaften Ausführungsform empfängt das Endgerät 206 die Wählziffern über ein oder mehrere Zweiton-Mehrfrequenz(DTMF)-Signale, wie im Fachgebiet bekannt. Bei einigen alternativen Ausführungsformen empfängt das Endgerät 206 die Wählziffern als Teil einer kodierten Nachricht. Entsprechend der beispielhaften Ausführungsform umfasst die erste Reihe von Wählziffern:

  • i) einen ersten Teil, der eine erste Funktion identifiziert, und
  • ii) einen zweiten Teil, der die Argumente der ersten Funktion identifiziert.

Das Endgerät 206 weiß aufgrund des Wertes der Kennung der rufenden Seite, die in Aufgabe 601 empfangen worden ist, dass die Wählziffern zumindest eine Funktion identifizieren. Das Endgerät 206 dekodiert die Wählziffern, um die spezifische Funktion festzustellen, die ausgeführt werden soll, und, falls vorhanden, die spezifischen Argumente für die Funktion, die berücksichtigt werden sollen.

Bei Aufgabe 703 führt das Endgerät 206 entsprechend der beispielhaften Ausführungsform die identifizierte erste Funktion aus. Beispiele für Funktionen und die beabsichtigten Auswirkungen wurden bereits vorstehend und mit Bezug auf Aufgabe 501 aufgelistet. Eine Funktion kann die Wirkung haben, einen Aspekt der Benutzerschnittstelle zu verändern, einen oder mehrere Werte in dem Speicher zu manipulieren oder zu speichern und so weiter. Das Verändern der Benutzerschnittstelle könnte das Beeinflussen einer oder mehrerer Einrichtungen wie beispielsweise der Tastatur 404, des Mikrofons 405, der Kamera 406, des Lautsprechers 407 und des Displays 408 wie auch das Beeinflussen des Teils der Datenbank, der mit Verbindungsdaten in Zusammenhang steht und damit, wie Anrufe behandelt werden sollen, umfassen. Werte, die in dem Speicher verändert oder gespeichert werden, könnten die spezifischen Werte der Kennungen der rufenden Seite umfassen, die den funktionsaufrufenden Datenverarbeitungssystemen der dargestellten Ausführungsform entsprechen. Diese Werte könnten auch die Computerprogramme darstellen, die den Funktionen selbst entsprechen, sowie Informationen dazu, wie die Ausführung der Funktionen mit ihren Argumenten abzuwickeln ist. Die Aufgabenausführung geht dann zu Aufgabe 601 über.

Es sollte verstanden werden, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen lediglich die vorliegende Erfindung illustrieren und dass von Fachleuten auf dem Gebiet viele Varianten der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ins Auge gefasst werden können, ohne von dem Schutzumfang der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise sind in der vorliegenden Beschreibung zahlreiche spezielle Details angegeben, um die beispielhaften Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung eingehend zu beschreiben und verständlich zu machen. Fachleute auf dem Gebiet werden jedoch erkennen, dass die Erfindung ohne das eine oder mehrere dieser Details oder mit anderen Verfahren, Materialien, Komponenten, usw. ausgeführt werden kann.

Darüber hinaus sind in einigen Fällen allgemein bekannte Strukturen, Materialien oder Vorgänge nicht im Einzelnen aufgezeigt oder beschrieben, um ein Verschleiern von Aspekten der beispielhaften Ausführungsformen zu vermeiden. Es versteht sich, dass die verschiedenen Ausführungsformen, die in den Figuren gezeigt sind, beispielhaft sind und nicht notwendigerweise maßstabsgerecht gezeichnet sind. Die Bezeichnungen "die eine Ausführungsform" oder "eine Ausführungsform" oder "einige Ausführungsformen" bedeuten in der gesamten Beschreibung, dass ein bestimmtes Merkmal, eine bestimmte Struktur, ein bestimmtes Material oder eine Eigenschaft, die in Verbindung mit der/den Ausführungsform(en) beschrieben ist, zumindest in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, aber nicht notwendigerweise in allen Ausführungsformen, umfasst ist. Folglich bezieht sich der Ausdruck "in der einen Ausführungsform", "in einer Ausführungsform" oder "in einigen Ausführungsformen", der an verschiedenen Stellen in der gesamten Beschreibung auftaucht, nicht notwendigerweise immer auf die gleiche Ausführungsform. Darüber hinaus können die speziellen Merkmale, Strukturen, Materialen oder Eigenschaften in beliebiger geeigneter Weise in einer oder mehreren Ausführungsformen kombiniert sein. Es ist daher beabsichtigt, solche Varianten in den Schutzumfang der folgenden Ansprüche und ihrer Äquivalente einzuschließen.


Anspruch[de]
Verfahren, umfassend:

Empfangen (501) einer Anzeige, dass ein erstes Telekommunikationsendgerät (206) eine erste Funktion ausführen soll; und

Senden (502, 504), an das erste

Telekommunikationsendgerät (206):

i) einer ersten Kennung der rufenden Seite; und

ii) einer ersten Reihe von Wählziffern, welche die erste Funktion identifizieren.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die erste Kennung der rufenden Seite das Datenverarbeitungssystem (202) bezeichnet, welches an das erste Telekommunikationsendgerät (206) die erste Kennung der rufenden Seite sendet. Verfahren nach Anspruch 2, welches ferner umfasst, basierend auf dem Wert der ersten Kennung der rufenden Seite eine Alarmierungsfunktion an dem ersten Telekommunikationsendgerät zu deaktivieren (603). Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem ein erster Teil der ersten Reihe von Wählziffern die erste Funktion identifiziert. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem der erste Teil der ersten Reihe von Wählziffern an das erste Telekommunikationsendgerät als ein oder mehrere Zweiton-Mehrfrequenz(DTMF)-Signal (e) gesendet wird. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem der erste Teil der ersten Reihe von Wählziffern an das erste Telekommunikationsendgerät als Teil einer kodierten Nachricht gesendet wird. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem ein zweiter Teil der ersten Reihe von Wählziffern ein oder mehrere Argumente der ersten Funktion identifiziert. Verfahren, umfassend:

Empfangen (601, 702), an einem ersten Telekommunikationsendgerät (206):

i) einer ersten Kennung einer rufenden Seite; und

ii) einer ersten Reihe von Wählziffern; und Ausführen (703) einer ersten Funktion, basierend auf

(i) dem Wert der ersten Kennung der rufenden Seite und

(ii) der ersten Reihe von Wählziffern.
Verfahren nach Anspruch 8, welches ferner umfasst, basierend auf dem Wert der ersten Kennung der rufenden Seite, eine Alarmierungsfunktion an dem ersten Telekommunikationsendgerät zu deaktivieren. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem ein erster Teil der ersten Reihe von Wählziffern die erste Funktion identifiziert. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem der erste Teil der ersten Reihe von Wählziffern an dem ersten Telekommunikationsendgerät als ein oder mehrere DTMF-Signal(e) empfangen wird. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem der erste Teil der ersten Reihe von Wählziffern an dem ersten Telekommunikationsendgerät als Teil einer kodierten Nachricht empfangen wird. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem ein zweiter Teil der ersten Reihe von Wählziffern ein oder mehrere Argumente der ersten Funktion identifiziert. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem das Ausführen der ersten Funktion außerdem darauf basiert, dass die erste Kennung der rufenden Seite und die erste Reihe von Wählziffern mit Werten übereinstimmen, die in dem ersten Telekommunikationsendgerät gespeichert sind. Verfahren nach Anspruch 14, ferner umfassend:

Empfangen, in dem ersten Telekommunikationsendgerät, einer zweiten Kennung einer rufenden Seite, und

Speichern der Werte, basierend auf dem Wert der zweiten Kennung der rufenden Seite, an dem ersten Telekommunikationsendgerät.
Verfahren, umfassend:

Empfangen (601), an einem ersten Telekommunikationsendgerät, einer ersten Kennung einer rufenden Seite; und

Deaktivieren (603), basierend auf dem Wert der ersten Kennung der rufenden Seite, einer Alarmierungsfunktion an dem ersten Telekommunikationsendgerät.
Verfahren nach Anspruch 16, bei welchem die Alarmierungsfunktion zumindest so lange deaktiviert bleibt, bis das erste Telekommunikationsendgerät eine zweite Kennung einer rufenden Seite empfängt, deren Wert sich von der ersten Kennung der rufenden Seite unterscheidet. Verfahren nach Anspruch 17, ferner umfassend:

Empfangen einer ersten Reihe von Wählziffern; und

Ausführen einer ersten Funktion, basierend auf (i) dem Wert der ersten Kennung der rufenden Seite und (ii) der ersten Reihe von Wählziffern.
Verfahren nach Anspruch 18, bei welchem ein erster Teil der ersten Reihe von Wählziffern die erste Funktion identifiziert. Verfahren nach Anspruch 19, bei welchem der erste Teil der ersten Reihe von Wählziffern an dem ersten Telekommunikationsendgerät als ein oder mehrere DTMF-Signal(e) empfangen wird.






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