PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10258912B4 03.01.2008
Titel Wasserstrahlkerze als Luftbefeuchter
Anmelder Schültz, Helbring, 97493 Bergrheinfeld, DE
Erfinder Schültz, Helbring, 97493 Bergrheinfeld, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.2002
DE-Aktenzeichen 10258912
Offenlegungstag 15.07.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse F24F 6/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, die aus einem Grund-Energiepotenzialsystem, bestehend aus einer Energieträgerart, z.B. Flüssigkeit, und einem Ergänzungs- Energiepotenzialsystem, bestehend aus einer anderen Energieträgerart, z.B. Gas, gebildet wird. Beide Energiepotenzialsysteme bestehen jeweils aus einem Energiepotenzial mit höherer und einem Energiepotenzial mit niedrigerer Potenzialenergie. Daraus können zwei energieträgerspezifische Differenz- Energiepotenziale gebildet und deren Wirkungen so harmonisiert werden, dass oberhalb des höheren Energiepotenzials des Grund-Energiepotenzialsystems ein gleichartiges energieträgerspezifisches Energiepotenzial wirksam wird, welches teilweise oder ganz in kinetische Energie umgewandelt werden kann.

Eine praktische Ausführungsform wird folgend am Beispiel eines hydrostatischen Energiepotenzials als Grund- Energiepotenzialsystem mit dem Energieträger Wasser und einer statisch wirkenden Pneumatik als Ergänzungs- Energiepotenzialsystem mit dem Energieträger Luft beschrieben. Die maximale Höhe des hydraulischen Energiepotenzials kann das Maß des Luftdruck- Flüssigkeits- Aquivalents – mit Wasser z.B. in der Größenordnung von 10 m – erreichen.

In der Technik wird der Höhenunterschied von natürlichen Gewässern und/oder künstlich angelegten Wasserreservoiren mit freien Wasseroberflächen verschiedenartig genutzt. Die Wasserversorgung mit Nutz- und Trinkwasser kann über Hochbehälter oder hoch gelegene Wasserbehälter erfolgen.

Springbrunnen können durch höher gelegene künstliche oder natürliche Wasservorräte betrieben werden. Außerdem sind sogenannte artesische Brunnen bekannt. In all diesen Fällen findet jegliche Energieumwandlung von hydrostatischer in hydrokinetische Energie nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße unterhalb der zu Oberst gelegenen freien Wasseroberfläche statt. Mit dem bekannten hydraulischen Widder wird allerdings aus tiefer gelegener Lage Wasser auf höher gelegene Lage gehoben. Hierbei wird aber im umgekehrten Energieumwandlungsprozess, als dies erfindungsgemäß geschieht, kinetische Energie in Lageenergie umgewandelt. Beim Heronsbrunnen sprudelt eine Fontäne senkrecht nach oben. Als besonderes Merkmal und wesentlicher Unterschied zum Erfindungsgegenstand ist die Tatsache, dass sowohl die oberste Flüssigkeitsoberfläche des Heronsbrunnens als auch die Fontäne vom Luftdruck beaufschlagt sind.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es beispielsweise im Gravitationsfeld der Erde wirkende Energiepotenziale so zusammenzuführen, dass eine Energieumwandlung von potenzieller in kinetische Energie oberhalb der am höchsten gelegenen Lageenergie möglich wird.

Gelöst wird die Aufgabe dadurch, dass die potenzielle Energie eines hydrostatisch wirkenden Systems, bestehend aus einem höher und einem niedriger angeordneten Flüssigkeitsbehälter mit freien Flüssigkeitsoberflächen, mit der potenziellen Energie eines statisch wirkenden pneumatischen Systems kombiniert wird. Das statisch wirkende pneumatische System besteht aus dem Luftdruck und einem Unterdruck der in einem Druckbehälter eingeschlossen wird. Die Kopplung des hydrostatischen mit dem pneumatischen System erfolgt mittels Steig- und Fallrohren, die aus dem Unterdruckbehälter herausführen und unter die Flüssigkeitsoberflächen der Flüssigkeitsbehälterfüllungen mit freien Flüssigkeitsoberflächen eintauchen. Die Funktion einer solchen Einrichtung ist gewährleistet, wenn das gesamte System einem Umgebungsdruck mit natürlichem Luftdruck ausgesetzt ist, aber auch, wenn der Umgebungsdruck in einem geschlossenen System größer oder kleiner als der natürliche Luftdruck ist.

Einrichtung zur Erzeugung zumindest eines hydrostatischen Potenzials in erhöhter Lage unter Verwendung von zwei unterschiedlichen hydrostatischen Potenzialen und zwei unterschiedlichen pneumatischen Potenzialen, wobei das zumindest eine hydrostatische Potenzial in erhöhter Lage ein höheres Niveau aufweist als das höhere der beiden unterschiedlichen hydrostatischen Potenziale. Somit ist es möglich oberhalb des oberen hydrostatischen Potenzials einen Flüssigkeitsüberlauf zu haben.

Es ist möglich, dass das eine hydrostatische Potenzial in erhöhter Lage zumindest teilweise in kinetische Energie umwandelbar ist, mit dem zusätzlichen Vorteil der Nutzung von kinetischer Energie an höher gelegener Stelle.

Als vorteilhaft erweist es sich, dass das eine pneumatische Potenzial, der Luftdruck der Umgebung ist, weil er allgegenwärtig und unaufhörlich wirkt.

Besonders günstig ist es, dass das andere pneumatische Potenzial niedriger als der Umgebungs- bzw. Luftdruck ist, weil die Kombination aus Luftdruck und Unterdruck einfach zu handhaben ist.

Aus dem günstigen Umstand, dass die hydrostatischen Potenziale von 2 Flüssigkeitsvorräten gebildet sind, deren Oberflächen mit dem Luftdruck in Verbindung stehen und deren Oberflächen eine Höhendifferenz aufweisen, resultiert die Möglichkeit die beiden hydrostatischen Potenziale leicht durch 2 unterschiedlich hoch angeordnete Flüssigkeitsbehälter zu errichten.

Dadurch, dass sich der Unterdruckraum mit dem eingeschlossenen Unterdruck oberhalb der oberen Flüssigkeitsoberfläche befindet, kann der visuelle Eindruck verstärkt werden. Eine zweite vorteilhafte Wirkung, welche diese Erfindung gleichzeitig vom Heronsbrunnen unterscheidet, besteht darin, dass die Fontäne als interne Systemeinheit, in einem vom Luftdruck hermetisch abgeschlossenen Raum, solange oberhalb der obersten Flüssigkeitsoberfläche kontinuierlich sprudelt, als Flüssigkeitsvorrat im oberen Behälter vorhanden ist.

Aus einer integrierten Bauweise resultiert ein vorteilhafter Aufbau, der darin besteht, dass eine Verbindung, die zwischen dem Unterdruckraum und dem unteren Flüssigkeitsbehälter als Fallrohr dient, dessen oberes Ende den Unterdruckraum bildet und mit dem unteren Ende in die Flüssigkeit des unteren Flüssigkeitsbehälters eintaucht, und aus einer zweiten Verbindung die als Steigrohr dient, dessen oberes offenes Ende sich im Unterdruckraum befindet und dessen unteres Ende in die Flüssigkeit im oberen Flüssigkeitsbehälter eintaucht, so dass sich durch den auf beide Flüssigkeitsoberflächen gemeinsam wirkenden Luftdruck, ein geschlossenes Funktionssystem mit einem wirkfähigen Energiepotenzial oberhalb der freien oberen Flüssigkeitsoberfläche ergibt. Daraus ergibt sich ein symmetrischer und kompakter Aufbau.

Durch eine aufgelöste Bauart wird es möglich, dass zwischen einem gemeinsamen Druckbehälter in dem sich ein Unterdruck befindet und dem unteren Flüssigkeitsbehälter, eine Verbindung zu legen, die als Fallrohr dient, dessen oberes Ende mit dem Druckbehälter hermetisch verbunden zum Unterdruckraum führt und mit dem unteren Ende in die Flüssigkeit des unteren Flüssigkeitsbehälters eintaucht, und aus einer zweiten Verbindung die als Steigrohr dient, dessen oberes offenes Ende in den Unterdruckraum hineinragt und dessen unteres Ende in die Flüssigkeit im oberen Flüssigkeitsbehälter eintaucht, so dass sich durch den auf beide Flüssigkeitsoberflächen gemeinsam wirkenden Luftdruck ein geschlossenes Funktionssystem mit einem wirkfähigen Energiepotenzial oberhalb der oberen freien Flüssigkeitsoberfläche ergibt, womit ein aufgeschlossener Aufbau erzielt werden kann.

Es wirkt sich optisch vorteilhaft aus, dass die kinetische Energie beispielsweise in Form einer Fontäne umwandelbar ist und zwar oberhalb der oberen freien Flüssigkeitsoberfläche.

Die Umwandlung von potenzieller in kinetische Energie oberhalb der oberen freien Flüssigkeitsoberfläche kann als vorteilhafte Wirkung in der Weise gezeigt werden, dass mit der Energie des Fontänenstrahls Wasserbzw. Turbinenräder in Bewegung gesetzt werden. Die kinetische Energie kann auf diese Weise sichtbar gemacht und wirkungsvoll eingesetzt werden.

In vorteilhafter Weise sind Formgestaltungen der Einrichtung derart möglich, dass die Flüssigkeitsoberflächen in konstanter oder annähernd konstanter Höhe, mit einer sich daraus ergebenden Höhendifferenz gehalten werden kann, so dass ein Dauerbetrieb eines wassergetriebenen Systems möglich wird.

Die Wahl der Auslegung für die Einrichtung kann so erfolgen, dass die Flüssigkeitsoberflächen nicht in konstanter Höhe gehalten werden, so dass die Fontäne gleich einer erlöschenden Kerzenflamme beim Leerlaufen des oberen Flüssigkeitsbehälters versiegt, womit ein Zeitablaufeffekt erzielbar ist.

Es wird vorgeschlagen, dass der visuelle Effekt durch äußere und/oder innere Lichtquellen ergänzt bzw. überlagert wird, wodurch zusätzliche optische Effekte erzielt werden können.

In vorteilhafter Weise kann die Gestaltung in der Form erfolgen, dass die den Unterdruckraum umgebende Wandung durchsichtig, durchscheinend, oder teils durchsichtig und teils durchscheinend, teils durchscheinend und teils undurchsichtig, oder teils durchsichtig und teils undurchsichtig ist, was optische Effekte ergibt, die durch unterschiedlich abgestufte Lichtdurchlässigkeiten und Einfärbungen erweitert und/oder verstärkt werden können.

Eine vorteilhafte Wirkung zur Luftbefeuchtung resultiert daraus, dass sich die Flüssigkeitsvorräte ständig in volumetrisch veränderlicher Bewegung befinden, wodurch die Grenzschicht zwischen Luft- und Wasser für die Luftbefeuchtung verstärkt durchlässig wird. Somit ergeben sich günstige Voraussetzungen für einen Duftlampeneffekt, wenn dem Wasser Duftöl beigemischt wird.

Bildbeschreibung

1 zeigt ein gegenständliches Gebilde des Erfindungsgegenstandes, welches eine Wasserstrahlkerze darstellt.

Zur Vermeidung einer Vielzahl von Figuren sind in 1 die Oberflächen (O0/O1 und OFR/OSR) für den Anfangszustand, vor dem Evakuierungsvorgang dargestellt. Die Fontäne (F) gibt es in diesem Anfangszustand noch nicht. Diese erreicht erst dann die dargestellte maximale Höhe hFmax, wenn der Endzustand der schon genannten Evakuierung erreicht ist. Dann befindet sich die Flüssigkeitsoberfläche (OSR) im Steigrohr (SR) an der Kante (OR), der Düse (DV) und die Flüssigkeitsoberfläche (OFR) im Fallrohr (FR) an der Marke (HES). Außerdem ist in 1 ein Hilfssystem, bestehend aus Pumpe (P), Ansaugschlauch (S0) und Druckschlauch (S1), gestrichelt eingezeichnet, mit welchem ein ständiger Wasserkreislauf zwischen Basisbehälter (B0) und Hochbehälter (B1) aufrecht erhalten werden kann.

2 veranschaulicht eine weitere mögliche Bauform der Erfindung. Bei dieser Bauform ist der obere Teil des Fallrohres (FR) zu einem Druckbehälter (DB) erweitert in den das Steigrohr (SR) hineinragt. Ansonsten ist einschließlich der Funktion alles identisch mit den Details der Wasserstrahlkerze in 1. Daher werden in 2 nur die Hauptgruppen mit Bezugszeichen beschriftet, alle anderen Bezugszeichen können sinngemäß übertragen werden.

3 zeigt eine mögliche abgewandelte Form der Wasserstrahlkerze, wie sie beispielsweise an einem Flussstauwehr mit angenähert konstanter Höhendifferenz (hE) der Wasseroberflächen des Ober- und Unterlaufs, realisiert werden können. Dabei entspricht der Wasservorrat des Unterlaufs dem Wasservorrat (FV0) des Basisbehälters (B0) und der des Wasseroberlaufs dem Wasservorrat (FV1) des Hochbehälters (B1).

Eine praktische Realisierung wird in folgendem Beispiel beschrieben:

Die Wasserstrahlkerze besteht gemäß 1 aus dem Basisbehälter B0, der bis zur Flüssigkeitsoberfläche O0 mit Flüssigkeit, vorwiegend mit Wasser gefüllt wird. In das im Basisbehälter B0 befindliche Wasser ragt das Fallrohr FR in die Tiefe, so dass zwischen der Fallrohrunterkante FRU und dem Boden BB0 des Basisbehälters B0 ein freier Durchflussquerschnitt Q0 erhalten bleibt. Am Fallrohr FR ist oberhalb der Wasseroberfläche O0 beispielsweise ein Hochbehälter B1 angeordnet, der bis zu seiner Wasseroberfläche O1 mit Wasser gefüllt wird. Somit ergibt sich eine potenzielle Energie mit der Höhe hE = h1 – h0. Im Inneren des Fallrohres FR kann sich, z.B. in der Mitte, das

Steigrohr SR befinden, welches im unteren Bereich SRU, beispielsweise rechtwinklig abgebogen die Wandung des Fallrohres FR durchdringt und somit mit dem Innenraum des Hochbehälters B1 verbunden ist. Bei dem in 1 dargestellten Falle befindet sich zweckmäßigerweise die Unterkante USR des Steigrohres SR möglichst in gleicher Höhe mit der Bodeninnenkante BI1 des Hochbehälters 81. Das obere Ende des Steigrohres SR kann als düsenförmige Verengung DV den Austrittsquerschnitt des Steigrohres bilden. Der Innenraum des Fallrohres FR, der im unteren Bereich durch die Wasseroberfläche OFR abgeschlossen wird, bildet den Unterdruckraum UR. Dieser wird im unteren Bereich des Steigrohres SR durch die Wasseroberfläche OSR abgeschlossen. Der Flüssigkeitsstand mit der Oberfläche OFR im Fallrohr FR kann bezüglich des Standes der Oberfläche O0 im Basisbehälter B0 verschiedene Höhen einnehmen. Zur Evakuierung des Unterdruckraumes UR kann beispielsweise ein nicht eingezeichnetes Evakuierungsventil verwendet werden, welches zweckmäßigerweise am oberen Ende des Fallrohres FR angebracht sein kann, oder ein nicht eingezeichneter Evakuierungsschlauch, der durch den Durchflussquerschnitt Q0 in den Unterdruckraum UR eingeführt wird. Eine lösbare oder feste Fixierung des Fallrohres FR, an dem sich der Hochbehälter B1 befinden kann, kann zum Basisbehälter B0 hin auf verschiedene Arten erfolgen. Z.B. mittels nicht eingezeichneten Haltestegen oder mittels eines nicht eingezeichneten Sockelfußes, der mit dem Fallrohr FR, unter Berücksichtigung der Notwendigkeit eines freien Durchflussquerschnittes Q0 verbunden ist, oder in sonst geeigneter Weise.

Eine Zusatzeinrichtung zur Aufrechterhaltung der Oberflächenhöhen h0 und h1 kann mittels einer Fremdenergie gespeisten Pumpe P erfolgen indem Flüssigkeit durch einen Schlauch S0 aus dem Basisbehälter B0 entnommen und mittels eines Schlauches S1 in den Hochbehälter B1 gepumpt wird. Die Konstanz von h1 und h0 kann dadurch erreicht werden, dass der Hochbehälter B1 mit einem den Basisbehälter B0 speisenden, nicht eingezeichneten Überlauf versehen ist. Außerdem könnte beispielsweise eine Konstanthaltung der Differenzhöhe hE = h1 – h0 dadurch erreicht werden, dass mittels nicht eingezeichneter Schwimmerschalter eine von den Flüssigkeitsoberflächen O0 oder O1 vom Basis-bzw. Hochbehälter B0/B1 konstant gehalten wird.

Beschreibung der Funktion in einzelnen Schritten

Schritt 1: Basis- und Hochbehälter, B0 und B1, mit Flüssigkeit, vorwiegend mit Wasser befüllen.

Schritt 2: Mit beginnender Evakuierung des Unterdruckraumes UR steigen im Steigrohr SR und im Fallrohr FR Wassersäulen an, deren Oberflächen OSR und OFR zu jeder Evakuierungsphase um den Differenzbetrag hE verschieden hoch sind.

Schritt 3: Wird die Evakuierung dann unterbrochen, wenn die Wassersäule im Steigrohr SR den oberen Rand OR der Düsenverengung DV erreicht hat, dann befindet sich die Oberfläche OFR der Wassersäule im Fallrohr FR an der Marke HDS, weil hDS = hD ist.

Schritt 4: Wird nun die dosierte Evakuierung fortgesetzt, dann steigt die Wassersäule mit der Oberfläche OFR im Fallrohr FR weiter an. Im Steigrohr SR ist ein weiteres Ansteigen nicht möglich, weil das Steigrohr SR am oberen Rand OR der Düse DV zu Ende ist. Folglich wird das Wasser mit zunehmender Evakuierung aus dem Steigrohr SR als zunehmend größer werdende Fontäne F, mit zunehmender Fontänenhöhe hF austreten, die ihren Maximalwert hFmax <= hE dann erreicht hat, wenn sich die Wassersäule mit der Oberfläche OFR im Fallrohr FR an der Marke HES befindet, weil hES = hE ist. Mit dem Erreichen der Marke HES in der Höhe h0 + hDS + hES wird die maximal mögliche hydrostatische Potenzialenergie hE in die höchst mögliche hydrokinetische Energie hFmax umgewandelt.

Schritt 5: Das als Fontäne ausströmende Wasser fällt im Fallrohr FR auf die Oberfläche OFR zurück und fließt durch das Fallrohr FR in den Basisbehälter B0, in dem die Wasseroberfläche O0 steigt und somit die Höhe h0 zunimmt. Gleichzeitig wird das Wasser im Hochbehälter B1 weniger, wodurch die Wasseroberfläche O1 fällt und die Höhe h1 abnimmt. Somit wird hE und als abhängige Variable auch hFmax der Wasserfontäne F, gleich einer erlöschenden Kerzenflamme stetig kleiner, und versiegt schließlich ganz, wenn die Wasseroberfläche O1 im Hochbehälter B1 einen Mindeststand erreicht hat oder, wenn der Hochbehälter B1 leer gelaufen ist.

hFmax
Maximale Fontänenhöhe
hD
Höhe der Flüssigkeitssäule im Steigrohr bezüglich
der Flüssigkeitsoberfläche (O1) im Hochbehälter (B1).
h1
Potenzialhöhe der Flüssigkeitsoberfläche (O1).
h0
Potenzialhöhe der Flüssigkeitsoberfläche (O0).
DV
Düse an der Oberseite des Steigrohres (SR).
FR
Fallrohr.
SR
Steigrohr.
O1
Flüssigkeitsoberfläche im Hochbehälter (B1).
Bl1
Bodeninnenkante des Hochbehälters (B1).
O0
Flüssigkeitsoberfläche im Basisbehälter (B0).
BB0
Bodeninnenkante des Basisbehälters (B0).
UD
Unterdruck im Unterdruckraum (UR).
OR
Oberer Rand der Düsenverengung (DV).
OSR
Oberfläche der Flüssigkeitssäule im Steigrohres (SR).
SRU
(Bogen) im unteren Bereich des Steigrohres (SR).
USR
Unterkante des Bogens am Steigrohr (SR).
OFR
Oberfläche der Flüssigkeitssäule im Fallrohr (FR).
LD
Umgebungs- bzw. Luftdruck.
UR
Unterdruckraum.
F
Fontäne.
HES
Marke am Fallrohr (FR) in der Höhe (h0 + hDS + hES)
hES
Äquivalente Höhe zu hE, welche das systembezogene
maximale hydrostatische Potenzial repräsentiert.
HDS
Marke am Fallrohr (FR) in der Höhe (h0 + hDS).
hDS
Äquivalente Höhe zu hD (s. dort).
FV1
Flüssigkeitsvorrat im Hochbehälter (B1).
Q0
Durchflussquerschnitt zwischen der Fallrohrunterkante
(FRU) und dem Boden des Basisbehälters (B0).
S1
Schlauch an der Fremdenergie gespeisten Pumpe (P).
P
Fremdenergie gespeiste Pumpe.
B1
Hochbehälter.
S0
Schlauch an der Fremdenergie gespeiste Pumpe (P).
FVO
Flüssigkeitsvorrat im Basisbehälter (B0).
FRU
Fallrohrunterkante.
B0
Basisbehälter (B0).
hE
Systembezogenes maximales hydrostatisches Potenzial
(hE = h1 – h0).
DB
Druckbehälter
hF
Variable Fontänenhöhe.


Anspruch[de]
Wasserstrahlkerze als Luftbefeuchter, umfassend:

– einen Basisbehälter (B0), welcher mit Füssigkeit (FV0) gefüllt ist, deren freie Oberfläche (O0) umgebungsdruckbeaufschlagt ist, sowie

– einen oberhalb des Basisbehälters befindlichen Hochbehälter (B1), welcher mit Flüssigkeit (FV1) gefüllt ist, deren freie Oberfläche (O1) umgebungsdruckbeaufschlagt ist, sowie

– ein Fallrohr (FR), in dessen oberem Bereich sich ein Unterdruckraum (UR) befindet und das mit seinem unteren Rand (FRU) so tief in die Flüssigkeit (FV0) des Basisbehälters (B0) eintaucht, dass ein freier Durchflussquerschnitt (Q0) gebildet wird, sowie

– ein Steigrohr (SR), dessen oberes Ende (DV) in den Unterdruckraum (UR) ragt und dessen unteres Ende in die Flüssigkeit (FV1) im Hochbehälter (B1) eintaucht, sowie

– eine Evakuierungseinrichtung, mittels derer ein Unterdruck (UD) erzeugt wird, wodurch ein hydrostatisches Energiepotenzial (hE) in hydrokinetische Energie in Form einer Fontäne, die aus dem Steigrohr (SR) austritt, umgewandelt wird.
Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem gemeinsamen Druckbehälter (DB) in dem sich ein Unterdruck (UD) befindet und dem Basisbehälter (B0), eine Verbindung gelegt wird, die als Fallrohr (FR) dient, dessen oberes Ende mit dem Druckbehälter (DB) hermetisch dicht verbunden zum Unterdruckraum (UR) führt und mit dem unteren Ende in die Flüssigkeit (FVO) des Basisbehälters (BO) eintaucht, und aus einer zweiten Verbindung die als Steigrohr (SR) dient, dessen oberes offenes Ende in den Unterdruckraum (UR) hineinragt und dessen unteres Ende in die Flüssigkeit (FV1) im oberen Flüssigkeitsbehälter (B1) eintaucht, so dass sich durch den auf beide Oberflächen (O0/O1) gemeinsam wirkenden Luftdruck (LD) ein geschlossenes Funktionssystem mit einem wirkfähigen Energiepotenzial oberhalb der oberen freien Oberfläche (O1) ergibt Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, wobei die Evakuierungseinrichtung aus einem Ventil besteht, dass am oberen Ende des Fallrohres (FR) angebracht ist oder aus einem Schlauch besteht, der durch den Durchflussquerschnitt (Q0) in den Unterdruckraum (UR) eingeführt wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com