PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007010814U1 03.01.2008
Titel Elektromagnetische Stellvorrichtung
Anmelder ETO MAGNETIC KG, 78333 Stockach, DE
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Aktenzeichen 202007010814
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.01.2008
Registration date 29.11.2007
Application date from patent application 02.08.2007
IPC-Hauptklasse H01F 7/122(2006.01)A, F, I, 20070802, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Stellvorrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in Form von Stellvorrichtungen mit Elektrohaftmagneten hinlänglich bekannt und wird für vielfältige Einsatzzwecke benutzt. Das Grundprinzip besteht darin, dass ein Kolben (als Stellelement), der endseitig einen Eingriffsbereich für die vorgesehene Stellaufgabe aufweist, in einem Gehäuse als Anker zwischen einem stationären Kernbereich und einem als Joch wirkenden Lagerelement geführt ist und mittels eines etwa im Kernbereich vorgesehenen Elektromagneten betätigt werden kann.

In der DE 102 40 774 A1 der Anmelderin ist eine solche Vorrichtung mit wesentlichen Elementen gezeigt, wobei typischerweise zusätzlich bei gewissen Stellaufgaben und Einsatzgebieten eine geeignete Schmierung durch ein Flüssigschmiermittel im Bewegungsbereich des Stellelements vorgesehen ist. Dieses Schmiermittel wird über einen Zu- oder Ablaufkanal des Lagerelements ein- bzw. ausgebracht.

Die 5 zum (hausinternen) Stand der Technik der Anmelderin illustriert eine derartige geschmierte elektromagnetische Stellvorrichtung: Umgeben von einem hohlzylindrischen Büchsenelement 10 ist ein langgestrecktes, einen Zylinderstab (Stößel) 12 sowie endseitig eine Permanentmagnetanordnung 14 aufweisendes Stellelement 16 bewegbar zwischen einem stationären Kernbereich 18 sowie einem hülsenförmig ausgebildeten und als Lagerung für das Stellelement 16 dienenden Jochelement 20 geführt, wobei das Lagerelement 20 dichtend in einer entsprechend gemessenen hohlzylindrischen Ausnehmung 22 eines Trägers 24, etwa eines Motorblockabschnittes, geführt ist.

Die Schnittansicht der 5 verdeutlicht einen Zu-/Ablaufkanal 26 für flüssiges Schmieröl, welches über einen Zu-/Ablaufkanal 28 in der Lagerhülse 20 in den von Lagerhülse 20 und Kernelement 18 sowie Büchsenelement 10 begrenzten Bewegungsraum für den Permanentmagnetabschnitt 14 des Stellelements 12 geleitet werden kann. Bei dem in 5 gezeigten Betriebs- und Neigezustand sammelt sich dabei das schwarz gezeigte Öl im bodenseitigen Bereich der so gebildeten Kammer. Eine Aktivierung einer (in den Figuren nicht gezeigten) Spuleneinheit am Kernbereich 18 führt dann zu einer abstoßenden Kraft auf die Permanentmagnetmittel 14 (genauer gesagt ist ein Paar von permanentmagnetischen Scheiben, verbunden durch eine weichmagnetische Eisenscheibe, endseitig auf dem Zylinderstab 12 befestigt) zu einem Abstoßungseffekt, woraufhin dann das Stellelement in der Figurenansicht rechts aus der Anordnung herausgetrieben wird und ein endseitiger Eingriffsbereich 30 des Stellelements einen entsprechend zusammenwirkenden Stellpartner, im beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Nockenwellen-Hubumschaltung, betätigt.

Wie sich jedoch unmittelbar aus der Darstellung der 5 ergibt, muss bei ihrem Verschiebeweg in Richtung auf das Lagerelement 20 (als Joch) der Permanentmagnetabschnitt 14 des Stellelements eine Verdrängung des im untersten Bodenbereich gesammelten Schmiermittels durchführen, was, je nach Viskosität des Schmiermittels, zu einer Verlangsamung bzw. Verringerung der erreichbaren Bewegungs-(und damit auch Schalt-)Geschwindigkeit der Einheit führt.

Zusätzlich werden diese Dynamikeigenschaften bei den gezeigten (als Ausgangspunkt für die Erfindung herangezogenen) Technologiestand der 5 dadurch herabgesetzt, dass es im linksseitigen Stirnbereich des Stellelements, nämlich an der Kontaktfläche zwischen dem Zylinderstift 12 und der dieser plan gegenüberstehenden Stirnfläche des Kernbereichs 18, zu Hafteffekten, wiederum bewirkt durch vorhandenes Schmiermittel, kommt. Genauer gesagt muss eine abstoßende Kraft auf das Stellelement erst den diese Haftwirkung bewirkenden Schmiermittelfilm an der beschriebenen Kontaktstelle lösen, bevor das Stellelement seine Stellbewegung durchführen kann.

Eine weitere, die Dynamikeigenschaften nachteilig beeinflussende Eigenschaft der in 5 gezeigten Vorrichtung liegt in der vergleichsweisen langen Zylinderführung zwischen zylindrischem, stiftförmigem Element 12 und dem diesen umgebenden büchsenförmigen Lagerelement 20: Über eine vergleichweise lange Strecke entlang des Stellelements existiert eine Gleit- bzw. Reibungsfläche, die auch wiederum, insbesondere unter dem Einfluss von viskosem Schmiermittel, zunächst eine Haft- bzw. Bremskraft ausübt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die dynamischen Eigenschaften einer gattungsgemäßen elektromagnetischen Stellvorrichtung zu verbessern, insbesondere die Ansprech- und Stellzeit zu verkürzen, nämlich den Zeitraum, der vergeht zwischen einem Aktivieren der Spuleneinrichtung und dem Erreichen eines Endanschlags für das dadurch betriebene Stellelement (als Anker).

Die Aufgabe wird durch die elektromagnetische Stellvorrichtung mit dem Merkmal des Hauptanspruches sowie durch die elektromagnetische Stellvorrichtung nach dem fakultativ rückbezogenen Ansprüchen 8 und 10 gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

So wird mittels der parallel zur Stellelement-Längsachse und randseitig am Jochabschnitt verlaufenden mindestens einen Bohrung (bzw. eines Durchbruchs oder einer Ausnehmung) als Zu- und Ablaufkanal vorteilhaft erreicht, dass flüssiges Schmiermittel sich insbesondere auch bei leicht geneigter Einbauposition der Vorrichtung nicht im Bewegungsraum des Stellelements zwischen Kern und Joch sammeln kann, mithin also die Permanentmagnetmittel keine Verdrängung auf diese Schmiermittelmenge ausüben müssen. Dadurch lässt sich bereits eine beträchtliche Erhöhung der Bewegungs- bzw. Reaktionszeit der erfindungsgemäßen elektromagnetischen Stellvorrichtung erreichen. Dabei ist es einerseits bevorzugt, unmittelbar eine Bohrung (bzw. mehrere verteilte Bohrungen) im Jochabschnitt vorzusehen, welche eine lediglich dünne Wand zum äußeren radialen Jochende belassen, alternativ und im Rahmen der Erfindung ist es möglich, den Zu- und Ablaufkanal im Jochabschnitt durch eine Ausnehmung zu realisieren, welche, etwa in der Art eines axial erstreckenden Abschnitts vom Joch, den gewünschten Kanal anbietet, eine weitere, alternative Variante ist eine Realisierung der Ausnehmung in Form einer (sich gleichermaßen axial längs erstreckenden) Nut.

Zusätzlich oder alternativ ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein kernseitiger Kontaktbereich zwischen einer (typischerweise planen) Stirnfläche des Stellelements und einer unmittelbar gegenüberliegenden, mit dieser einen Endanschlag bildenden und ebenfalls planen Außen- bzw. Stirnfläche des Kerns so durch Vorsehen einer Ausnehmung bzw. Einkerbung modifiziert ist, dass ein sich in der angeschlagenen Endposition bildender und eine Haftwirkung bewirkender Schmiermittelfilm leicht gelöst werden kann und seine (für das Dynamikverhalten der Vorrichtung nachteilige) Haftwirkung verliert. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, eine solche, bevorzugt als Querschlitz und zumindest über die wirksame Kontakt-(Haft-)Fläche ausgebildete Ausnehmung im stationären Kernbereich vorzusehen; alternativ oder ergänzend ist es von der Erfindung mitumfasst, eine solche Ausnehmung (z.B. Schlitz) auch im Stirnbereich des Stellelements vorzusehen.

Ergänzend oder alternativ ist von der Erfindung ferner vorgesehen, das Stellelement entlang eines vorbestimmten zylindrischen Mantelabschnitts durch das Vorsehen einer flach-ringnutförmigen Ausnehmung und/oder durch mindestens eine mantelseitige Längsnut so zu modifizieren, dass eine eine nachteilige dynamische Haftung bewirkende Gleitfläche zwischen Stellelement und dem dieses umgebenden Lagerelements reduziert wird. Genauer gesagt ist erfindungsgemäß diese Vertiefung axial tiefenmäßig so zu realisieren, dass einerseits eine mechanisch feste, belastbare Führung durch das Lagerelement gewährleistet ist, andererseits der durch die Vertiefung gebildete Zwischenraum hinreichend groß ist, dass ein haftender Schmiermittelfilm nicht oder nur in reduzierter Haftwirkung entsteht.

Besonders vorteilhaft ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die Anordnung aus Kernbereich, Stellelement (im Bereich der Permanentmagnetmittel) und (als Joch wirkenden) Lagerelement von einem Büchsenelement zu umschließen, welches nicht nur den elektromagnetischen Kreis schließt, sondern auch die Anordnung mechanisch günstig und dichtend einfasst.

Je nach Art der Schmierung ist dabei die erfindungsgemäße Bohrung nicht auf eine Einzelbohrung reduziert, sondern kann weiterbildungsgemäß auch mehrere, weiter bevorzugt in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Bohrungen im Jochabschnitt randseitig einschließen. Auch sieht eine günstige mechanische Weiterbildung der Erfindung vor, dass, bezogen auf einen Außendurchmesser des weiterbildungsgemäß vorgesehenen hohlzylindrischen Büchsenelements, die die Anordnung aufnehmende hohlzylindrische Ausnehmung im Träger (also z.B. im Motorblock) zumindest eine solche Weite aufweist, dass das Büchsenelement mit dieser Weite fluchtet. Geometrisch-konstruktiv lässt sich mit dieser Maßnahme dann erreichen, dass ein im Träger gebildeter Zu-/Ablaufkanal in Verlängerung des Zu-/Ablaufkanals für Schmiermittel im Jochabschnitt rand- bzw. bodenseitig im Büchsenelement angeordnet ist und damit keinerlei Boden-Sammelraum für Schmieröl im Bewegungsbereich der Permanentmagnetmittel verbleibt.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in

1: eine seitliche Schnittansicht der elektromagnetischen Stellvorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

2: eine vergrößerte Detailansicht des Ausschnitts A gemäß 1;

3: eine vergrößerte Teilansicht des Ausschnitts B gemäß 1;

4: eine vergrößerte Teilansicht des Abschnittes C gemäß 1;

5: eine seitliche Schnittansicht analog 1 der als gattungsbildend herangezogenen, firmeninternen Stand der Technik ebenen Technologie, welche die Ausgangslage für die vorliegende Erfindung anbietet;

6 bis 8: verschiedene Querschnittsansichten einer im Jochabschnitt vorgesehenen Bohrung, Ausnehmung oder eines Durchbruchs zur Realisierung der Erfindung;

9 bis 11: eine Perspektivansicht sowie zwei bodenseitige Ansichten des Jochelements als Führungsrohr für das Stößelelement mit zwei bzw. vier in Umfangsrichtung angeordneten und randseitig verschobenen Zu- bzw. Ablaufkanälen als Varianten;

12: eine Ansicht analog 1 zum Verdeutlichen einer Variante der Erfindung, wonach, durch geeignetes, randseitiges Vorsehen eines Zu- bzw. Ablaufkanals am Kernelement die elektromagnetische Stellvorrichtung auch umgedreht (auf dem Kopf) betrieben werden kann und eine bodenseitige Schmiermittelsammlung jenseits des Kerns erfolgen kann;

13: eine Detailansicht des zylindrischen Elements (Stößels) mit mantelseitiger Ausdrehung zur Optimierung des Dynamikverhaltens und

14, 15: Ansichten eines Stößels (zylindrisches Element) mit – ergänzend zu der mittig vorgesehenen Ausdrehung – mantelseitig vorgesehenen Längsnuten zur Schmiermittelführung.

Die 1 zeigt die Realisierung der elektromagnetischen Stellvorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform. Zur besseren Verdeutlichung der Details und Vorteile gegenüber der als gattungsbildend herangezogenen Technologie gemäß 5 zeigt die 1, analog zur Darstellung der 5, eine vergleichbare Montage- und Neigeposition, und korrespondierende Komponenten weisen identische Bezugszeichen auf.

Abweichend zur Realisierungsform der 5 fällt zunächst auf, dass, bei gleichbleibendem Hülsendurchmesser 10, die Anordnung aus Stellelement 16 und Lagerhülse (als Joch) 20 in einer Ausnehmung 40 dichtend gehalten ist, welche auf den Außendurchmesser der Hülse 10 aufgeweitet ist. Dies ermöglicht dann, dass ein im Träger 24 – also etwa dem Motorblock – gebildeter Zu-/Ablaufkanal 42 für flüssiges Schmiermittel gegenüber dem als gattungsbildend vorausgesetzten Stand der Technik radial auswärts angeordnet ist, in etwa auf der Höhe des Mantels der Hülse 10.

Der einen Jochabschnitt realisierende, auf den Kern gerichtete Abschnitt 44 des Lagerhülsenelements 20 weist dabei einen auf den Kanal 42 ausgerichteten, maximal radial randseitig verschobenen Zu-/Ablaufkanal 46 auf, der, vgl. insbesondere in Ausschnitt A aus der 1, zum Rand in Richtung auf das umgebene Hülsenelement 10 nur eine Wand 48 minimierter Wandstärke aufweist. Dies führt dann vorteilhaft dazu, dass, vgl. die Gegenüberstellung mit der 5, eine Ölansammlung im Bereich des Übergangs zwischen Hülse und Jochelement faktisch verhindert werden kann, mithin also in vorteilhafter Weise die Dynamikeigenschaften des bewegenden Ankers erhöht sind. Auch ist der Ablaufkanal 46 in Form einer Bohrung (gezeigt ist zusätzlich, vgl. Ausschnitt A, eine in Richtung auf den Zylinderstab 12 gezeigter Eindrehung) mehrfach und um den Umfang des Jochabschnittes 44 herum verteilt angeordnet, so dass, je nach Einbaulage, stets eine einfache und vollständige Entleerung des Bewegungsraumes für die Permanentmagneten 14 ermöglicht ist. Dabei kann die Zahl der den Kanal 46 realisierenden Bohrungen zwischen 1 und 4 oder mehr variieren, siehe auch die Ansichten des Jochelements 20 gemäß 9 bis 11. Hier werden Varianten mit zwei bzw. vier umfangsseitig verteilt angeordneten Kanälen als Bohrungen exemplarisch verdeutlicht.

Während, gemäß Prinzipdarstellung der 6 (diese zeigt aus der Richtung des Kernbereichs 18 einen Blick auf die Stirnseite des Jochabschnittes 44) eine Bohrung 46 verwendet wurde, um in der gezeigten, günstigen Weise den Zu- bzw. Ablaufkanal im Jochabschnitt zu realisieren, ist es alternativ (und exemplarisch) gemäß der analogen Ansichten der 7 und 8 denkbar, die Bohrung 46 etwa durch einen Abschnitt bzw. Ausnehmung 60 zu realisieren, welche in der in 7 gezeigten Querschnittsdarstellung einen sich axial randseitig erstreckenden Abschnitt vom Element 44 ausbildet (ohne dass zum Rand etwa eine Zwischenwand verbliebe), weiter alternativ kann eine solche Ausnehmung, wie in 8 gezeigt, in der Art einer Längsnut 62 ausgestaltet sein. Auch von diesen Varianten können wiederum mehrere im Bedarfsfall um den Umfang des Jochelementes 44 herum verteilt sein, je nach Erfordernis.

Die Detailansicht in B und C gemäß 3 bzw. 4 aus der Schnittansicht der 1 verdeutlichen weitere konstruktive, das Dynamikverhalten der Anordnung verbessernde Details als Aspekte der Erfindung: So verdeutlicht der Ausschnitt B, wie in der (planen) Stirnseite des Kernabschnittes 18 eine quer (d.h. senkrecht zur Zeichnungsebene) verlaufende Schlitzanordnung 50 gebildet ist, welche sich in Querrichtung über die wirksame Breite des Zylinderstabes 12 hinaus erstreckt. Vorteilhaft wird durch diese Maßnahme sichergestellt, dass ein sich im Betrieb und in der in 1gezeigten Anschlagsposition bildender Schmierfilm zwischen der Stirnseite des Kerns 18 bzw. der zugehörigen, gegenüberliegenden Stirnseite des Zylinderstabes 12 bei Aktivierung der Vorrichtung leicht gelöst bzw. aufgebrochen werden kann und so das Dynamikverhalten wiederum verbessert.

Entsprechendes gilt für das gemäß Detailansicht C in 4 gezeigte, rand- bzw. mantelseitige Vorsehen einer flachen Ringnut 52 im Führungsbereich des Hülsenelements 20. Ersichtlich wird hier nicht nur Haft- bzw. Gleitreibung zwischen dem zylindrischen Element 12 und dem zugehörigen Abschnitt des Lagerelements 20 verringert, auch sorgt diese mechanische Maßnahme, entsprechend der hydrodynamischen Maßnahme gemäß Detail B, für eine Verringerung von haftungs- bzw. reibungserhöhenden Schmierfilm(en).

Die 13 zeigt in der Detailansicht eine solche mantelseitige Ausdrehung. Bei einem typischen Stößeldurchmesser des zylindrischen Elements 12 von 5 mm würde der verringerte Durchmesser der Ringnut 52 ca. 4 mm betragen, also eine umlaufende Eindrehung von 0,5 mm erfolgen; das vorliegende Beispiel beschreibt dabei einen Hub der Vorrichtung von 4 mm.

Vorteilhaft ist diese Maßnahme vor allem auch im Hinblick auf Schaltzeitoptimierungen bei niedrigen Temperaturen: Hier wird nämlich Schmiermittel, etwa Motoröl, relativ zäh, so dass der Verdrängungsaufwand für das Schmiermittel die Stößelbewegung teilweise signifikant verlangsamt. Die Freidrehung 52 würde erfindungsgemäß vorteilhaft dafür sorgen, dass, etwa bei warmem Aggregat, das Schmiermittel weitgehend ablaufen und sich im Hohlraum der Freidrehung sammeln kann; bei Aktivierung von niedrigen Temperaturen muss entsprechend weniger Schmiermittel verdrängt werden, und die Bewegung des verbleibenden Schmiermittels erfolgt, wenn dieses durch Erwärmung wieder dünnflüssig ist.

Die 14 und 15 zeigen weitere Varianten bzw. Weiterbildungen dieser dynamischen Maßnahme: Ergänzend zur flachen Ringnut 52 ist hier vorgesehen, dass der Stößel (vor allem in seinen Bereichen außerhalb der Ringnut 52) jeweils vier umfangmäßig verteilte Längsnuten 56 aufweist, die den vorbeschriebenen Effekt – Schmiermittel kann bei warmem Aggregat fast vollständig ablaufen und entsprechend ist der Verdrängungsaufwand bei erneutem kalten Aktivieren verringert – fortsetzen; die Längsnuten 56 dienen entsprechend vorteilhaft dafür, dass sich bei Aktivierung eines kalten Aggregats kaum zähes Schmiermittel im Ankerraum oder im Bereich des Stößels befindet.

Die 12 zeigt noch – in Abwandlung der anhand der 1 gezeigten Anordnung – eine umgekehrte Positionierung des Aggregats. Weiterbildungsgemäß sieht diese Ausführungsform vor, etwa durch geeignetes seitliches Vorsehen eines Strömungskanals außerhalb des Kerns 18, dass sich bei der in 12 gezeigten, gegenüber der Position der 1 umgekehrten Einbauposition nach wie vor das Schmiermittel im Bodenbereich und damit außerhalb des Ankerraums bzw. jenseits des Kernbereichs 18 sammeln kann. Auch hierdurch wird vorteilhaft die erfindungsgemäß beabsichtigte Dynamikverbesserung erreicht.

Im Ergebnis bewirkt die in 1 im Ausführungsbeispiel gezeigte und in verschiedene Richtungen detaillierte Realisierungsform einer elektromagnetischen Stellvorrichtung eine deutliche Verbesserung der Bewegungs- und Stelldynamik, so dass insbesondere auch zeitkritische Schaltvorgänge optimiert bewirkt werden können.


Anspruch[de]
Elektromagnetische Stellvorrichtung mit

einem endseitig einen Eingriffsbereich ausbildenden und durch Kraft einer stationär vorgesehenen Spuleneinrichtung bewegbaren langgestreckten Stellelement (16),

das abschnittsweise Permanentmagnetmittel (14) aufweist, die zum Zusammenwirken mit einem stationären Kernbereich (18) ausgebildet sind,

wobei dem Kernbereich axial gegenüberliegend ein als Joch wirkendes stationäres Lagerelement (20) für das zumindest abschnittsweise kolbenförmig ausgebildete Stellelement vorgesehen ist und

im Lagerelement ein Zu- und/oder Ablaufkanal (46) für flüssiges Schmiermittel gebildet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Zu- und/oder Ablaufkanal in Form mindestens einer axial verlaufenden und randseitig in einem zum Zusammenwirken mit den Permanentmagnetmitteln ausgebildeten Jochabschnitt vorgesehene(n) Durchbruch, Ausnehmung und/oder Bohrung (46, 60, 62) realisiert ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein dem Joch zugewandter Endabschnitt des Kernbereichs, die Permanentmagnetmittel sowie zumindest ein dem Kernbereich zugewandter Teil des Jochabschnittes von einem bevorzugt hohlzylindrischen Büchsenelement umschlossen sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die/der mindestens einen Durchbruch und/oder Bohrung unter Ausbildung einer dünnen Außenwand des Jochabschnittes benachbart zur Innenwand des Büchsenelements verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt um den Umfang des scheibenförmig ausgebildeten Jochabschnitts vorgesehene Ausnehmungen, Durchbrüche und/oder Bohrungen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement in einem dieses umgebenden und eine Fortsetzung für den Zu- und/oder Ablaufkanal anbietenden Träger gehalten ist, der Träger zur Aufnahme des Jochabschnitts eine bevorzugt hohlzylindrische Ausnehmung aufweist und eine maximale Weite der Ausnehmung gleich oder größer ist als ein maximaler Durchmesser des Jochabschnitts. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger Bestandteil eines Verbrennungsmotors ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement zur Nockenwellen-Hubumschaltung eines Verbrennungsmotors ansteuerbar ausgebildet ist. Elektromagnetische Stellvorrichtung insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einem endseitig einen Eingriffsbereich ausbildenden und durch Kraft einer stationär vorgesehenen Spuleneinrichtung bewegbaren langgestreckten Stellelement, das abschnittsweise Permanentmagnetmittel aufweist, die zum Zusammenwirken mit einem stationären Kernbereich ausgebildet sind, wobei dem Kernbereich axial gegenüberliegend ein als Joch wirkendes stationäres Lagerelement für das zumindest abschnittsweise kolbenförmig ausgebildete Stellelement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernbereich in Richtung auf das Stellelement eine plane Stirnfläche ausbildet, die in einem Kontaktbereich mit einer zugehörigen Stirnfläche des Stellelements eine bevorzugt schlitzförmige Ausnehmung und/oder Einkerbung aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung und/oder Einkerbung sich als Querschlitz über zumindest den Kontaktbereich erstreckt und so bemessen ist, dass er eine schmiermittelbedingte Haftkraft zwischen dem Stellelement und der Stirnfläche des Kernbereiches herabsetzt. Elektromagnetische Stellvorrichtung insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einem endseitig einen Eingriffsbereich ausbildenden und durch Kraft einer stationär vorgesehenen Spuleneinrichtung bewegbaren langgestreckten Stellelement, das abschnittsweise Permanentmagnetmittel aufweist, die zum Zusammenwirken mit einem stationären Kernbereich ausgebildet sind, wobei dem Kernbereich axial gegenüberliegend ein als Joch wirkendes stationäres Lagerelement für das zumindest abschnittsweise kolbenförmig ausgebildete Stellelement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Stellelement entlang eines zylindrischen Abschnittes im Bereich des Lagerelements mantelseitig umlaufend eine flach- und ringnutförmige Vertiefung (52) und/oder mantelseitig mindestens eine Längsnut (56) aufweist, die so ausgebildet ist, dass sie eine schmiermittelbedingte dynamische Haftkraft zwischen dem Stellelement und dem dieses umgebenden Lagerelement herabsetzt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com