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Dokumentenidentifikation DE202007012933U1 03.01.2008
Titel Möbelfrontteil
Anmelder VD Werkstätten GmbH & Co. KG, 32107 Bad Salzuflen, DE
Vertreter Eikel & Partner GbR, 32760 Detmold
DE-Aktenzeichen 202007012933
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.01.2008
Registration date 29.11.2007
Application date from patent application 14.09.2007
IPC-Hauptklasse A47B 96/20(2006.01)A, F, I, 20070914, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Möbelfrontteil aus Holz und/oder Holzersatzstoffen mit einer in einem von Rahmenabschnitten mitausgebildeten Innenraum angeordneten Wabe.

Es ist hinlänglich bekannt, Waben aus vorzugsweise einem Karton, verpressten Kartonagen oder dergleichen zur Aussteifung von plattenartigen Elementen heranzuziehen. Ausreichend stabile, aber dennoch sehr leichte Formteile sind das Ergebnis.

Möbelfronten aus Holz und/oder Holzersatzstoffen sind ebenfalls in vielfältigen Ausführungsformen bekannt. Insbesondere durch das Aufbringen von Dekor-Folien, Beschichtungen oder dergleichen können unterschiedlichste optische Eindrücke hervorgerufen werden, die Designern vielfach als Stilmittel dienen. Darüber hinaus bedienen sich die Designer in jüngster Zeit gerne einer dreidimensionalen Ausbildung insbesondere von Möbelfrontteilen, um beispielsweise großflächige Fronten aufgelockert erscheinen zu lassen.

Einer solchen räumlichen Ausgestaltung dient das Möbelfrontteil aus Holz und/oder Holzersatzstoffen mit einer in einem von Rahmenabschnitten mitausgebildeten Innenraum angeordneten Wabe, bei der gemäß des Anspruchs 1 darauf abgestellt wird, dass auf einer ebenen Rückplatte sich gegenüberliegend zwei massive Rahmenabschnitte angeordnet sind, dass die Rahmenabschnitte über der Rückplatte mit fluchtenden Abschrägungen versehen sind und dass unter Einfassung der schräg geschnittenen Wabe eine Deckplatte spannungsfrei auf den Abschrägungen festgelegt ist.

In vorteilhafter Weise wird durch das Möbelfrontteil nach der Erfindung einem Designer ein Stilelement zur Verfügung gestellt, dessen Deckplatte im Raum schräg verlaufend angeordnet ist. Hierbei können erhebliche Höhenunterschiede über der Rückplatte erzielt werden, mehr als 10 cm, wobei dennoch das Möbelfrontteil insgesamt durch die Aussteifung mittels der Wabe sehr stabil bei nur geringem Gewicht ausgebildet ist.

Auch ist die Herstellung vergleichsweise einfach, wenn als Rahmenabschnitte Endlosprofile Verwendung finden, die lediglich abgelängt werden. Solche Endlosprofile können formgefräst und/oder geschliffen sein. Die Rück- und die Deckplatte werden zumeist rechteckige Plattenabschnitte sein, wie sie als einfache Zuschnitte herstellbar sind. Gleichfalls ist der Zuschnitt der Wabe unproblematisch. Von daher bedarf es für die Fertigung des Möbelfrontteils nach der Erfindung lediglich eines einfachen, naturgemäß passgenauen Zusammensetzens der einzelnen Elemente.

Es kann vorgesehen sein, dass die massiven Rahmenabschnitte in Ausnehmungen die Abschrägungen aufweisen, deren Tiefe der Höhe der Deckplatte entspricht, so dass eine ebene Oberflächenstruktur der Frontseite ausgebildet wird. Da dies jedoch aufwändig ist, wird bevorzugt, dass der Übergang von der Deckplatte auf einen Rahmenabschnitt formgebend verschliffen ist. So kann sehr schnell und auf einfache Weise eine hinreichend glatte Oberfläche geschaffen werden, die für jedwede Beschichtung geeignet ist.

Insbesondere kann dies auch in einem Arbeitsgang mit einer Formgebung eines massiven Rahmenabschnitts erfolgen. So ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass ein Rahmenabschnitt in die Schräge der Deckplatte übergehend abgerundet ist. Dies insbesondere auf der materialstärksten Seite des Möbelfrontteils, womit ein gefälliger Übergang von der Deckplatte in eine entsprechend hohe Schmalseite gewonnen ist.

Ein weiterer Vorteil des Möbelfrontteils nach der Erfindung liegt darin, dass ein Seitenteil an die Stirnseiten der Rahmenabschnitte und an die Schmalseiten der Rück- und Deckplatte angesetzt werden kann. Eine Bearbeitung der Stoffkanten ist gegenüber einem eingesetzten Seitenteil deutlich einfacher und ist die Seite in einer Ebene durchgängig ausgebildet.

In weiterer konstruktiver Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Wabe durch mehrere verklebte Lagen ausgebildet ist. Hierdurch können vergleichsweise hohe Waben in einfacher Weise geschaffen werden. Dabei ist weiter daran gedacht, dass die Stege der einzelnen Lagen in gleicher Ausrichtung orientiert sind und dass die Stege beim Einsetzen der Wabe zwischen der Rückplatte und der Deckplatte stehen, so dass die Deckplatte auf der Rückplatte über die Stege abgestützt wird. Eine hohe Formsteifigkeit wird hierdurch gewährleistet und ist ein Zusammendrücken der Rückplatte und der Deckplatte nahezu unmöglich.

In üblicher Weise ist kann ferner daran gedacht sein, dass zumindest die Sichtseiten des Möbelfrontteils nach der Erfindung fugenlos von einem Überzug überdeckt sind, beispielsweise von einer Klebe- oder Thermofolie.

Das Möbelfrontteil nach der Erfindung wird anhand Zeichnung näher erläutert, in der lediglich schematisch und nicht maßstabsgerecht ein Ausführungsbeispiel in einem Schnitt dargestellt ist.

Die einzige 1 der Zeichnung zeigt ein Möbelfrontteil 1 nach der Erfindung in einem Schnitt.

Auf einer ebenen Rückplatte 2 sind sich gegenüberliegend und mit Kanten der Rückplatte 2 abschließend zwei massive Rahmenabschnitte 3, 4 angeordnet. Die Rahmenabschnitte 3, 4 sind ausreichend bemessen, so dass übliche Beschläge für ein Verschwenken des Möbelteils 1 an einem Rahmen eines Möbels eingelassen werden können.

Die Rahmenabschnitte 3, 4 weisen über der Rückplatte 2 jeweils eine Abschrägung 5, 6 auf. Durch die fluchtende Anordnung der Abschrägungen 5, 6 kann eine Deckplatte 7 in einfacher Weise spannungsfrei auf den Abschrägungen 5, 6 festgelegt werden, bspw. verklebt werden.

Der von den Rahmenabschnitten 3, 4 und der Rückplatte 2 sowie der Deckplatte 7 Begrenzte Innenraum 8 wird von einer möglichst passgenauen, schräg geschnittenen Wabe 9 ausgefüllt. Vorzugsweise mit der Rückplatte 2 und der Deckplatte 7 verklebt, stützen Stege 10 der Wabe 9 die Deckplatte 7 gegen die Rückplatte 2 ab, so dass durchaus größere Belastungen sicher abgefangen werden können. Ein Durchbiegen der Rück- (2) und Deckplatte 7 ist damit nicht möglich.

Ist, wie beim Ausführungsbeispiel die Wabe 9 von vergleichsweise großer Höhe, mehr als 10 cm über der Rückplatte 2, so kann vorgesehen sein, dass die Wabe 9 durch mehrere, miteinander verklebte Lagen 11, 12, 13 ausgebildet wird.

Die Übergänge 14, 15 von der Deckplatte 7 auf die Rahmenabschnitte 3, 4 sind verschliffen, so dass ein glatter Übergang von der Deckplatte 7 auf die Rahmenabschnitte 3, 4 ermöglicht ist.

Der Übergang 14 von der Deckplatte 9 auf den Rahmenabschnitt 3 erfolgt in einer Abrundung 16, so dass ein weicher Übergang 14 aus der Schrägen der Deckplatte 7 über die Abrundung 15 in die Seite 17 geschaffen ist.

Gegenüberliegend ist bei dem Übergang 15 ebenso eine Abrundung vorgesehen, deren Durchmesser jedoch wesentlich geringer bemessen ist, so dass dort eher von einer gebrochenen Kante zu Reden ist.

Durch diese verschliffenen, weichen Übergänge 14, 15 ist es problemlos möglich, die Sichtseiten des Möbelfrontteils 1 nach der Erfindung fugenlos mit einem Überzug 18 zu versehen, beispielsweise in Form einer Folie oder dergleichen mehr.

Dabei ist weiter von Vorteil, dass auf die Stirnseiten 19, 20 der Rahmenabschnitte 3, 4 sowie auf die Schmalseiten 21, 22 der Rückplatte 2 und der Deckplatte 7 ein Seitenteil aufgesetzt werden kann, nicht dargestellt, so dass die gesamte Seitenfläche eben und stufenlos ausgebildet ist, durch Ansätze nicht gestört wird. Die durch den Ansatz des Seitenteils möglicherweise entstehen Stufen können in einfacher Weise allseitig bei einer derartigen Ausführungsform verschliffen und mit dem angesprochenen Überzug 18 auch versehen werden.

1
Möbelfrontteil
2
Rückplatte
3
Rahmenabschnitt
4
Rahmenabschnitt
5
Abschrägung
6
Abschrägung
7
Deckplatte
8
Innenraum
9
Wabe
10
Steg
11
Lage
12
Lage
13
Lage
14
Übergang
15
Übergang
16
Abrundung
17
Seite
18
Überzug
19
Stirnseite
20
Stirnseite
21
Schmalseite
22
Schmalseite


Anspruch[de]
Möbelfrontteil aus Holz und/oder Holzersatzstoffen mit einer in einem von Rahmenabschnitten mitausgebildeten Innenraum angeordneten Wabe, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer ebenen Rückplatte (2) sich gegenüberliegend zwei massive Rahmenabschnitte (3, 4) angeordnet sind, dass die Rahmenabschnitte (3, 4) über der Rückplatte (2) mit fluchtenden Abschrägungen (5, 6) versehen sind und dass unter Einfassung der schräg geschnittenen Wabe (9) eine Deckplatte (7) spannungsfrei auf den Abschrägungen (5, 6) festgelegt ist. Möbelfrontteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (14) von der Deckplatte (7) auf einen Rahmenabschnitt (3) formgebend verschliffen ist. Möbelfrontteil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rahmenabschnitt (3) in die Schräge der Deckplatte (7) übergehend abgerundet ist. Möbelfrontteil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seitenteil an Stirnseiten (19, 20) der Rahmenabschnitte (3, 4) und an Schmalseiten (21, 22) der Rück- (2) und Deckplatte (7) angesetzt sind. Möbelfrontteil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wabe (9) durch mehrere verklebte Lagen (11, 12, 13) ausgebildet ist. Möbelfrontteil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtseiten fugenlos von einem Überzug überdeckt sind.






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