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Dokumentenidentifikation DE202007013211U1 03.01.2008
Titel Wärmedämmplatte
Anmelder Roscha AG, Glattbrugg, CH
Vertreter Luderschmidt, Schüler & Partner, 65189 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 202007013211
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.01.2008
Registration date 29.11.2007
Application date from patent application 19.09.2007
IPC-Hauptklasse E04B 1/80(2006.01)A, F, I, 20070919, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04C 2/16(2006.01)A, L, I, 20070919, B, H, DE   E04C 2/292(2006.01)A, L, I, 20070919, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine nichtbrennbare Wärmedämmplatte auf der Basis von Mineralwolle.

Dachkonstruktionen, die in der Regel den oberen Abschluss eines Gebäudes, wie beispielsweise eines Wohnhauses oder einer Fertigungs- oder Lagerhalle, bilden, sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Diese Dachkonstruktionen weisen üblicherweise eine tragende Dachschale auf, die in der Regel, um den Ablauf von Niederschlägen zu gewährleisten, mit einem entsprechenden Gefälle auf einer geeigneten Unterkonstruktion befestigt wird. Häufig wird die Dachschale aus wellenförmigen Platten (Wellplatten) gebildet.

Bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde aufgrund seiner großen Festigkeit sowie der hohen Hitze- und Säurebeständigkeit insbesondere der extrem feinfaserige Asbest als Grundstoff für solche wellenförmigen Platten eingesetzt. Da beim Arbeiten mit Asbest feine Fasern in die Lunge gelangen und dort eine zellschädigende Wirkung entfalten können, wurde 1979 zunächst Spritzasbest verboten. Seit 1993 gibt es in Deutschland, seit 2005 in der gesamten Europäischen Union ein Asbestverbot. Da nur die beim Abrieb freigesetzten Asbestfasern gesundheitsschädlich sind, geht vom verbauten Asbest, wie er beispielsweise in Platten vorkommt, die für Dachschalen eingesetzt werden, keine Gesundheitsgefährdung aus.

Asbest weist allerdings nur unzureichende Wärmedämmeigenschaften auf und wird den heute an wärmedämmende Materialien gestellten Anforderungen nicht gerecht. Um für eine ausreichende Wärmedämmung zu sorgen, müssen daher die meist wellenförmigen, asbesthaltigen Platten, die für Dachschalen verwendet werden (Wellasbest), durch Platten, die aus einem Material mit verbesserten Wärmedämmeigenschaften bestehen, ersetzt werden.

Die ersetzten asbesthaltigen Platten müssen schließlich entsorgt werden. Diese Entsorgung ist allerdings aufgrund der von den asbesthaltigen Fasern ausgehenden Gesundheitsgefährdung aufwändig und mit hohen Kosten verbunden.

Es wäre daher wünschenswert, wenn es eine Möglichkeit gäbe, bestehende Dachkonstruktionen mit asbesthaltigen Dachschalen nachträglich wärmezudämmen, so dass die asbesthaltigen Platten gar nicht entsorgt werden müssten. Ferner wäre es wünschenswert, wenn dabei die durch Asbest vermittelte Nichtbrennbarkeit der Dachkonstruktion erhalten bliebe.

Der Neuerung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine nichtbrennbare Wärmedämmplatte bereitzustellen, mit der Dachkonstruktionen, die aus asbesthaltigen Dachschalen bestehen, auf einfache und sichere Weise wärmegedämmt werden können.

Diese und weitere aus der vorliegenden Anmeldung ableitbare Aufgaben werden durch eine nichtbrennbare Wärmedämmplatte auf der Basis von Mineralwolle gelöst, die zwei gegenüberliegende Oberflächen aufweist, wobei die eine Oberfläche eine gleichmäßige Wellenform aufweist.

Zur Wärmedämmung wird die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte mit der Oberfläche, die die gleichmäßige Wellenform aufweist, so auf die Wellplatte einer Dachschale aufgebracht, dass sich die Wellenprofile der Wärmedämmplatte und der Wellplatte komplementieren. Dies gelingt dadurch, dass sich die Wellenberge der Wärmedämmplatte in die Wellentäler der Wellplatte und die Wellentäler der Wärmedämmplatte in die Wellenberge der Wellplatte einfügen lassen. Eine Vielzahl dieser neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten kann flächig verlegt werden, um eine vollständige Wärmedämmung über die gesamte Oberfläche der Dachkonstruktion zu gewährleisten.

Als Grundstoff für die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte dienen Fasern aus Mineralwolle. Der Begriff Mineralwolle umfasst sowohl Glaswolle als auch Steinwolle. Glaswolle enthält üblicherweise bis zu 70 % Altglas, Sand, Kalkstein, Soda, 0,5–7 % Bindemittel (z. B. Bakelit) und/oder 0,5% Mineralöl (zur Staubbindung). Steinwolle enthält üblicherweise Dolomit, Basalt, Diabas, Anorthosit und/oder Recyclingmaterial, Koks, 0,5–7 % Bindemittel (Bakelit) und/oder 0,5 % Mineralöl (zur Staubbindung). Für die Wärmedämmplatten der vorliegenden Neuerung können Fasern aus Glaswolle, Steinwolle oder eine Mischung aus Glas- und Steinwollfasern eingesetzt werden.

Die Dimensionen der verwendeten Fasern aus Mineralwolle sind nicht besonders eingeschränkt. Üblicherweise liegt der mittlere Durchmesser der Fasern bei mehr als 3 µm, damit die Fasern nicht lungengängig sind. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt der mittlere Durchmesser der Fasern bei 3 µm–8 µm. Die mittlere Länge der verwendeten Mineralwollfasern liegt vorzugsweise im Bereich von 0,3 µm–50 mm, bevorzugter im Bereich von 0,5–15 mm, noch bevorzugter im Bereich von 1 mm–10 mm und noch mehr bevorzugt im Bereich von 2 mm–6 mm. Werden als Mineralwollfasern Steinwollfasern verwendet, dann kann der mittlere Durchmesser beispielsweise auch im Bereich von 2 mm–4 mm und der mittlere Durchmesser im Bereich von 3 µm–4 µm liegen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung enthält die Wärmedämmplatte biologisch verträgliche Mineralfasern. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn alle in der Wärmedämmplatte enthaltenen Mineralfasern biologisch verträglich sind. Ein Maß für die biologische Verträglichkeit von Mineralfasern ist der Kanzerogenitätsindex (KI). Der KI beschreibt die Biolöslichkeit und eine damit verbundene mögliche Kanzerogenität von Stoffen. Fasern mit einem KI > 40 gelten als nicht Krebs erregend. Fasern mit einem KI zwischen 30 und 40 stehen im Verdacht krebsauslösend zu wirken. Die im Rahmen der vorliegenden Neuerung verwendeten Mineralfasern weisen vorzugsweise einen KI > 40 auf.

Die Mineralfasern werden neuerungsgemäß mit Hilfe eines geeigneten Bindemittels verbunden. Ein Bindemittel ist für die Zwecke der vorliegenden Neuerung dann geeignet, wenn die resultierende Wärmedämmplatte in eine der Baustoffklassen A1 oder A2, bevorzugt A1, nach DIN 4102, Teil 1, einzuordnen ist. Für die vorliegende Neuerung werden üblicherweise organische Bindemittel verwendet. Dabei sind duroplastisch aushärtende Harze oder Mischungen davon bevorzugt. Als Beispiele seien aus dem Stand der Technik bekannte Phenolharze, Formaldehydharze, Harnstoffharze oder Mischungen davon genannt. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden dem Fachmann bekannte Phenolharze, insbesondere Phenol-Formaldehyd-Harze, verwendet. Phenolharze werden durch Kondensation von Phenolen mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd, durch Derivatisierung der dabei resultierenden Kondensate oder durch Addition von ungesättigten Verbindungen, wie zum Beispiel Acetylene, Terpene oder natürliche Harze, gewonnen. Bevorzugte Phenol-Komponenten für die Phenolharze sind Phenol, dessen Alkyl-(Kresole, Xylenole, Nonyl-, Octylphenol) und Aryl-Derivate (Phenylphenol), zweiwertige Phenole (Resorcin, Bisphenol A) und Naphthole. Bevorzugte Aldehyd-Komponente ist Formaldehyd, beispielsweise in Form einer wässrigen Lösung oder von Paraldehyd oder Formaldehyd abspaltenden Verbindungen. Aus den Kondensationsreaktionen von Phenolen mit Aldehyden resultieren Phenolharze, die in Novolake (Phenolnovolake) und Resole eingeteilt werden können. Die verwendeten Phenolharze können bei hohen Temperaturen, wie zum Beispiel im Bereich von 140–180 °C, oder bei tiefen Temperaturen, beispielsweise im Bereich um 20 °C, unter Einsatz von starken Säuren als Katalysatoren gehärtet werden.

Der Anteil des Bindemittels an der Wärmedämmplatte unterliegt keinen besonderen Einschränkungen, solange die Nichtbrennbarkeit der Wärmedämmplatte gewährleistet ist. Er liegt vorzugsweise im Bereich von 0,5–5 Gewichtsprozent, bevorzugter im Bereich von 1–3 Gewichtsprozent und noch bevorzugter um etwa 2 Gewichtsprozent.

Neben den Fasern aus Mineralwolle und dem Bindemittel können in der Wärmedämmplatte weitere, dem Fachmann bekannte Zusätze, vorzugsweise in geringen Anteilen, enthalten sein. Beispielsweise kann die Wärmedämmplatte Polysaccharide und/oder wasserabweisende Substanzen, wie zum Beispiel hochsiedende Mineralöle, Öl-in-Wasser-Emulsionen, Siliconöle und/oder Siliconharze enthalten. Vorzugsweise beträgt der Anteil an diesen wasserabweisenden Substanzen in der Wärmedämmplatte zwischen 0,1 und 0,5 Gewichtsprozent, bevorzugter zwischen 0,2 und 0,4 Gewichtsprozent. Die genannten Zusätze können beispielsweise in dem Bindemittel enthalten sein, mit dem die Mineralwollfasern bei der Herstellung imprägniert werden.

Das Raumgewicht der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte liegt im Bereich zwischen 30 und 210 kg/m3, bevorzugt im Bereich zwischen 50 und 190 kg/m3, noch bevorzugter im Bereich zwischen 70 und 170 kg/m3 und am meisten bevorzugt im Bereich zwischen 90 und 150 kg/m3.

Die Wärmedämmplatte der vorliegenden Neuerung ist nicht brennbar und daher ein Baustoff der Klasse A1 oder A2 nach Teil 1 der DIN 4102. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte in die Baustoffklasse A1 einzuordnen.

Die Zeichnung erläutert die Neuerung. Es zeigt 1 einen Querschnitt durch eine nichtbrennbare Wärmedämmplatte gemäß der vorliegenden Neuerung.

Die Wärmedämmplatte 10 der vorliegenden Neuerung weist zwei gegenüberliegende Oberflächen 12, 14 auf, die die im Verhältnis zu den übrigen Flächen 16, 18 der Wärmedämmplatte 10 größten Querschnittsflächen aufweisen. Die übrigen Flächen 16, 18 der Wärmedämmplatte 10 werden im Rahmen der Neuerung als Seiten oder Seitenflächen bezeichnet.

Neuerungsgemäß weist die eine Oberfläche 12 der Wärmedämmplatte 10 eine gleichmäßige Wellenform 20 auf. Diese Wellenform 20 ist dergestalt, dass die Wärmedämmplatte 10 mit der die Wellenform 20 aufweisenden Oberfläche 14 auf eine Wellplatte 50 einer Dachschale aufgebracht werden kann, so dass sich die Wellenprofile der Wärmedämmplatte 10 und der Wellplatte 50 komplementieren. Dies gelingt dadurch, dass sich die Wellenberge 22 der Wärmedämmplatte 10 in die Wellentäler 52 der Wellplatte 50 und die Wellentäler 24 der Wärmedämmplatte 10 in die Wellenberge 54 der Wellplatte 50 einfügen lassen. Die Wellen auf der Oberfläche 14 der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 und die Wellen der Wellplatte 50 weisen daher eine sich im Wesentlichen entsprechende Kontur auf. Dem Fachmann ist klar, dass die Geometrie der auf der einen Oberfläche der Wärmedämmplatte 10 vorhandenen Wellen im Wesentlichen von der Geometrie der Wellen der die zu bedeckende Dachschale bildenden Wellplatten 50 abhängt. Beispielsweise weisen herkömmliche Wellplatten in der Regel sinusförmige Wellen auf. Daher ist es bevorzugt, wenn die auf der Oberfläche 14 der Wärmedämmplatte 10 vorhandenen Wellen ebenfalls eine Sinusform aufweisen. Allerdings kann es auch bevorzugt sein, wenn die Konturen der auf der Wärmedämmplatte 10 vorhandenen Wellen etwas von den Konturen der Wellen auf der Wellplatte 50 abweichen, um beispielsweise ein leichteres Einfügen des Wellenprofils der Wärmedämmplatte 10 in das Wellenprofil der Wellplatte 50 zu ermöglichen.

Die Dicke der Wärmedämmplatte 10 ist nicht besonders eingeschränkt. Sie wird vorzugsweise so gewählt, dass sich eine gute Wärmedämmung des mit der Wärmedämmplatte 10 zu bedeckenden Welldachs erreichen lässt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die Dicke der Wärmedämmplatte 10 so gewählt, dass flächig auf das Welldach aufgebrachte Wärmedämmplatten 10 für eine zusätzliche Stabilisierung der Dachkonstruktion sorgen. Wird die Dicke der Wärmedämmplatte 10 ausreichend hoch gewählt, dann ist die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 sogar in der Lage, Mängel, die sich durch etwaige Beschädigungen (wie kleine Löcher oder Risse) des Welldachs ergeben, zu beheben. Werden Wärmedämmplatten 10 mit einer geeigneten Dicke flächig auf bspw. sanierungsbedürftige Welldächer verlegt, kann eine Sanierung des Welldachs erreicht werden. Die Dicke der Wärmedämmplatte 10, gemessen als maximaler Abstand zwischen der der Oberfläche mit der Wellenform 20 abgewandten Oberfläche 12 bis zum Scheitel der Wellen an der die Wellenform 20 aufweisenden Oberfläche 14, beträgt bevorzugt wenigstens 50 mm, bevorzugter wenigstens 70 mm, noch bevorzugter wenigstens 100 mm und noch mehr bevorzugt wenigstens 150 mm. Die maximale Dicke der Wärmedämmplatte 10 beträgt bevorzugt 300 mm, bevorzugter 250 mm, noch bevorzugter 230 mm und noch mehr bevorzugt 200 mm. Die Dicke der Wärmedämmplatte 10 liegt somit vorzugsweise im Bereich von 50 mm–300 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 100 mm–250 mm, noch bevorzugter im Bereich von 100 mm–200 mm und noch mehr bevorzugt im Bereich von 150 mm–230 mm, also zum Beispiel bei etwa 150 oder 200 mm.

Länge und Breite der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 sind ebenfalls nicht besonders eingeschränkt. Bevorzugt werden Länge und Breite der Wärmedämmplatten 10 an logistische und handwerkliche Erfordernisse angepasst. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden Länge und Breite der Wärmedämmplatte 10 so gewählt, dass sich eine bestimmte Anzahl an Wärmedämmplatten 10 optimal stapeln und/oder transportieren lässt. Dabei sollten Länge und Breite der Wärmedämmplatten 10 auf eine unkomplizierte Handhabung der Wärmedämmplatten 10 abgestimmt sein. Beispielsweise sollten Länge und Breite der Wärmedämmplatte 10 so gewählt werden, dass sich eine einfache flächige Verlegung der Wärmedämmplatten 10 auf einem Welldach erreichen lässt.

Daher kann es bevorzugt sein, wenn die neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten 10 eine Länge von wenigstens 1000 mm, bevorzugter wenigstens 1500 mm und noch bevorzugter 2000 mm, 2500 mm oder 3000 mm aufweisen. Die maximale Länge kann bevorzugt 5000 mm, bevorzugter 4500 mm und noch bevorzugter 4000 mm, 3500 mm oder 3000 mm sein. Die Länge der Wärmedämmplatte 10 kann bspw. im Bereich von 1000 mm–5000 mm, 1500 mm–4500 mm, 2000 mm–4500 mm, 2000 mm–4000 mm, 2500–4000 mm oder 2500 mm–4500 mm liegen.

Die Breite der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 kann bspw. bei wenigstens 500 mm, bevorzugter wenigstens 750 mm, noch bevorzugter wenigstens 900 mm oder 1000 mm liegen. Die maximale Breite der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 beträgt bevorzugt 2000 mm, bevorzugter 1500 mm, noch bevorzugter 1250 mm und noch mehr bevorzugt 1100 mm. Die Breite der Wärmedämmplatte 10 kann somit bspw. im Bereich von 500 mm–2000 mm, 500 mm–1500 mm, 750 mm–1500 mm, 750 mm–1250 mm, 750 mm–1100 mm oder 900 mm–1100 mm liegen.

Die Geometrie der gleichmäßigen Wellenform 20, die eine Oberfläche 14 der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 aufweist, ist nicht besonders eingeschränkt. Sie hängt insbesondere von der Geometrie der Wellen der mit der Wärmedämmplatte 10 zu bedeckenden Wellplatte 50 ab. Aus dem Stand der Technik sind Wellplatten unterschiedlichster Art bekannt. Häufig verwendet werden Weltplatten, die eine im Wesentlichen sinusförmige Wellenform aufweisen. Diese Wellen weisen oft eine Amplitude im Bereich von 10 mm–200 mm, bevorzugt 20 mm–100 mm, bevorzugter 30 mm–75 mm und noch mehr bevorzugt 40–60 mm auf. Dementsprechend kann es bevorzugt sein, wenn die Wellen auf der Oberfläche der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 eine Amplitude aufweisen, die etwa im Bereich von 10 mm–200 mm, 20 mm–100 mm, 30 mm–75 mm oder 40–60 mm liegt. Die aus dem Stand der Technik bekannten Wellplatten weisen häufig unterschiedliche Wellenbreiten auf. Der Begriff „Breite" in Bezug auf die Wellenform (zum Beispiel „Wellenbreite") bezieht sich auf den Abstand zwischen den Scheitelpunkten von zwei benachbarten Wellenbergen. Dieser liegt bei herkömmlich verwendeten Wellplatten häufig in den Bereichen 50 mm–300 mm, 75 mm–250 mm, 100 mm–225 mm bzw. 150–200 mm. Daher kann es bevorzugt sein, wenn die Wellen auf der Oberfläche der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 eine Breite aufweisen, die etwa in den Bereichen 50 mm–300 mm, 75 mm–250 mm, 100 mm–225 mm bzw. 150–200 mm liegt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die der Oberfläche 14 mit einer gleichmäßigen Wellenform 20 gegenüber liegende Oberfläche 12 der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 eine Kaschierung 26 auf. Diese Kaschierung 26 kann teilflächig, bevorzugt aber vollflächig auf dieser Oberfläche 12 aufgebracht sein. Bevorzugt dient diese Kaschierung 26 als Wasserdampfdiffusionssperr- oder -hemmschicht. Für die Kaschierung 26 können die aus dem Stand der Technik hierfür bekannten Werkstoffe verwendet werden. Besonders bevorzugt ist eine Aluminiumfolien-Kaschierung. Zum Verbinden der Kaschierung 26 mit der bezeichneten. Oberfläche 12 der Wärmedämmplatte 10 können die dem Fachmann bekannten Fügeverfahren eingesetzt werden. Bevorzugt wird die Kaschierung 26 mit der Oberfläche 12 der Wärmedämmplatte 10 verklebt, wobei zwischen der Kaschierung 26 und der Oberfläche 12 der Wärmedämmplatte 10 eine Klebstoffschicht aufgebracht ist. Dieser Klebstoff ist vorzugsweise ein Polyurethanklebstoff. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Kaschierung 26 vollflächig auf der der Oberfläche 14 mit einer gleichmäßigen Wellenform 20 gegenüber liegenden Oberfläche 12 der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 aufgebracht, wobei die Kaschierung 26 entlang wenigstens einer der Kanten der Seiten 16, 18 übersteht. Beim flächigen Verlegen der Wärmedämmplatten 10 dieser Ausführungsform können die entstehenden Fugen durch die überstehende Kaschierung 26 bedeckt werden. Vorzugsweise steht die Kaschierung 26 immer auf einer der Kanten der Seiten 16, 18 über. Dabei ist es bevorzugt, wenn die Kaschierung 26 immer entweder auf der Kante der Seite 16, die die Aussparung umfasst, oder auf der Kante der Seite 18, die die überstehende Schnittkante 32 umfasst, übersteht. Die Ausmaße des überhängenden Stückes 36 der Kaschierung 26 werden vorzugsweise so gewählt, dass die beim flächigen Verbinden der Wärmedämmplatten 10 entstehenden Fugen vollständig bedeckt werden.

Die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 kann ferner Mittel zur Verbesserung der Statik von Dachkonstruktionen aus Dachschalen, die mit dieser Wärmedämmplatte 10 abgedeckt sind, aufweisen. Als solches Mittel kann ein Blech dienen, das auf der Oberfläche 14 mit der Wellenform 20 angebracht ist. Dabei kann dieses Blech vollflächig oder teilflächig auf dieser Oberfläche 14 aufgebracht sein. Beispielsweise kann das Blech in Form von Streifen 56 auf der Oberfläche 14 mit der Wellenform 20 aufgebracht sein. Die Streifen 56 können beispielsweise im Wesentlichen parallel, senkrecht oder diagonal, vorzugsweise parallel, zu den Seitenflächen 16, 18 verlaufen. Das Blech kann auf der Oberfläche 14 mit der Wellenform 20 auch in Form eines Gitters angeordnet sein. Ferner kann es bevorzugt sein, wenn die Streifen 56 aus dem Blech in gleichen Abständen zueinander angeordnet sind. Die Dimension der Streifen 56 wird so gewählt, dass sich eine Verbesserung der Statik von Dachkonstruktionen aus Dachschalen, die mit der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 abgedeckt sind, erreichen lässt. Die Länge der Streifen 56 kann der Länge oder der Breite der Wärmedämmplatte 10 entsprechen oder kürzer sein. Die Länge der Streifen 56 kann beispielsweise 50 mm, 100 mm, 150 mm oder 200 mm kürzer als die Länge oder Breite der Wärmedämmplatte 10 sein. Die Breite der Streifen 56 beträgt vorzugsweise wenigstens 30 mm, bevorzugter wenigstens 40 mm und noch bevorzugter wenigstens 50 mm. Die maximale Breite der Streifen 56 kann vorzugsweise 1000 mm, bevorzugter 500 mm, noch bevorzugter 300 mm und noch mehr bevorzugt 150 mm betragen. Vorzugsweise liegt die Breite der Streifen 56 in einem Bereich von 30 mm–1000 mm, bevorzugter im Bereich von 40 mm–500 mm, noch bevorzugter im Bereich von 50 mm–300 mm und noch mehr bevorzugt im Bereich von 50 mm–150 mm. Der Abstand zwischen den Streifen 56 kann der Breite der Streifen 56entsprechen, größer oder kleiner sein. Das für die Streifen 56 verwendete Blech besteht im Wesentlichen aus bzw. enthält vorzugsweise Leichtmetall oder Verbindungen oder Legierungen mit einem Leichtmetall. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist dieses Leichtmetall Aluminium. Die Streifen 56 können auf der Oberfläche 14 mit der Wellenform 20 der Wärmedämmplatte 10 auf eine dem Fachmann bekannte Weise, zum Beispiel durch Verkleben, aufgebracht sein. Die Höhe des Bleches wird so gewählt, dass die Fähigkeit der Wärmedämmplatte 10, mit der die Wellenform 20 aufweisenden Oberfläche 14 auf eine Wellplatte 50 einer Dachschale aufgebracht werden zu können, so dass sich die Wellenprofile der Wärmedämmplatte 10 und der Wellplatte 50 komplementieren, nicht beeinträchtigt wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die nichtbrennbare Wärmedämmplatte 10 der Neuerung Mittel 30, 32 zum flächigen Verbinden mit anderen Wärmedämmplatten 10 auf. Durch diese Mittel 30, 32 soll das einfache Verlegen von Wärmedämmplatten 10, zum Beispiel auf einer Wellplatte 50, ermöglicht werden, so dass die Wärmedämmplatten 10 miteinander verbunden werden können, ohne dass es nach dem Verlegen zum Herauslösen einzelner Wärmedämmplatten 10 aus dem Verbund kommt. Vorzugsweise weist daher wenigstens eine Seitenfläche 16 der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 eine Aussparung 30 in Form einer Schnittkante und die gegenüberliegende Seitenfläche 18 auf derselben Höhe eine der Kontur der Aussparung 30 im Wesentlichen entsprechende überstehende Schnittkante 32 auf, wobei sich wenigstens zwei Wärmedämmplatten 10 durch Einfügen der überstehenden Schnittkante der einen Wärmedämmplatte 10 in die Aussparung 30 einer anderen Wärmedämmplatte 10 verbinden lassen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann auf die Oberseite 14 der Wärmedämmplatte 10 mit der gleichmäßigen Wellenform 20 eine Klebstoffschicht 34 aufgebracht sein. Durch das Aufbringen dieser Klebstoffschicht 34 soll das dauerhafte Verbinden der Wärmedämmplatte 10 mit der zu bedeckenden Wellplatte 50 ermöglicht werden. Für diese Zwecke geeignete Klebstoffe sind aus dem Stand der Technik bekannt. Vorzugsweise ist die Klebstoffschicht 34 eine bei Raumtemperatur selbstklebende Schicht eines physikalisch abbindenden, lösemittelfreien Haftklebemittels. Dieses Haftklebemittel kann bspw. ein thermoplastisches Elastomer, ein Blockcopolymer, ein Kohlenwasserstoffharz und/oder einen Weichmacher umfassen. Vorzugsweise wird die Klebstoffschicht 34 nach dem Aufbringen auf die Oberseite der Wärmedämmplatte 10, die die gleichmäßige Wellenform 20 aufweist, mit einer klebstoffabweisenden Schicht (nicht gezeigt) bedeckt. Diese klebstoffabweisende Schicht kann zum Beispiel aus siliconisiertem Papier oder einer siliconisierten Folie bestehen. Dadurch kann die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 über einen Zeitraum von mehreren Monaten (bspw. mehr als 3 Monate, mehr als 6 Monate oder mehr als 12 Monate) gelagert werden, ohne ihre Klebeeigenschaft zu verlieren oder nennenswert einzubüßen. Dem Privatanwender wird es dadurch ermöglicht, die Wärmedämmplatte 10 ohne Inanspruchnahme von fachmännischer Hilfe zu verlegen.

Die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 kann auf verschiedenen Wegen erhalten werden. Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung dieser Wärmedämmplatte 10 ist nachstehend beschrieben:

Zunächst werden mit einem aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren Mineralfasern mit den gewünschten Dimensionen hergestellt. Vorzugsweise werden hierfür das TEL-Verfahren oder das TOR-Verfahren eingesetzt. Beim TEL-Verfahren wird zunächst in einer Schmelzwanne eine Glasschmelze erzeugt. Ein flüssiger Glasstrahl aus dieser Schmelze wird anschließend durch eine von oben angetriebene Hohlwelle in einen gelochten Schleuderring geführt, um den ein sog. Rapidbrenner angeordnet ist. Dessen Verbrennungsgase ziehen die sich am Ringmantel durch Zentrifugation gebildeten Fasern schließlich zu einer gewünschten Länge und Feinheit aus. Das TOR-Verfahren arbeitet als Düsenblasverfahren nach einer Technik, bei der das Ziehen der Fasern aerodynamisch erfolgt. Dabei wird die Zerfaserung durch die Wechselwirkung zweier sich gegenseitig durchdringender Luftströme bewirkt. Dies Luftströme bilden zwei Wirbel, die gegenläufig rotieren und eine erhebliche Rotationsgeschwindigkeit aufweisen. Das auszuziehende Material wird in leichtflüssigem Zustand in den Wechselwirkungsbereich von Luftstrom und Wirbel geführt, von den beiden Wirbeln aufgefangen und mitgerissen. Während dieses Prozesses nimmt das Material die Form eines länglichen Kegels an, dessen Spitze unter der Wirkung der Wirbelströmung in einem kontinuierlichen Prozess zur Faser ausgezogen wird. Trotz der sehr hohen Geschwindigkeiten, die im Turbulenzbereich auftreten, bleibt der Glaskonus stabil, und sein Querschnitt verringert sich fortschreitend von der Basis bis zur Spitze zu einer einzigen Faser.

Die erzeugten Mineralfasern werden auf ein langsam laufendes Förderband aufgebracht, um eine primäre „endlose" Faserbahn mit einer gewünschten Dicke herzustellen. Die Dicke kann dabei sowohl durch die aufgebrachte Menge an Mineralfasern als auch durch die Geschwindigkeit des Förderbandes gesteuert werden.

Diese Faserbahn wir anschließend während der Beförderung auf dem Förderband mit einer bestimmten Menge eines Bindemittels, vorzugsweise eines Phenolharzes, imprägniert. Bevorzugt wird die Menge des für die Imprägnierung vorgesehenen Phenolharzes so gewählt, dass der Anteil des Phenolharzes an der resultierenden Wärmedämmplatte 10 etwa 2 Gewichtsprozent beträgt.

Die imprägnierte Faserbahn wird mit Hilfe des Förderbands durch einen Härteofen geführt, in dem eine rasche Erwärmung der imprägnierten Faserbahn mittels durch den Härteofen geführter Heißluft erfolgt. Die Temperatur der zum Trocknen der Faserbahn und zum Aushärten des Bindemittels verwendeten Heißluft wird auf die Länge des Härteofens, die Geschwindigkeit, mit der die Faserbahn durch den Heizofen geführt wird, die durch diese Umstände bedingte Verweilzeit der imprägnierten Faserbahn im Härteofen, das verwendete Bindemittel und die Dichte der Faserbahn abgestimmt. Oblicherweise liegt die Temperatur der Heißluft im Bereich von 200–250 °C, vorzugsweise 220–240 °C.

Nach dem Härten des Bindemittels erhält die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 ihre Form in einer Schneideanlage. In dieser Schneideanlage ist vorzugsweise eine Säge, bspw. eine Drahtsäge, angeordnet, deren Sägerichtung horizontal und im Wesentlichen senkrecht zur Bewegung des Förderbandes verläuft. In der Schneideanlage wird eine Oberfläche der gehärteten, endlosen Faserbahn mit einer gleichmäßigen Wellenform versehen. Hierfür sind im Wesentlichen zwei Verfahren praktikabel. Zum einen kann die in der Schneideanlage angeordnete Säge in vertikaler Richtung so auf und ab bewegt werden, dass bei gleichzeitiger, kontinuierlicher horizontaler Bewegung der gehärteten, endlosen Faserbahn auf dem Förderband in Richtung der Säge durch den Sägevorgang eine Wellenform auf einer Oberfläche der Faserbahn erzeugt wird. Andererseits kann die Wellenform auch dadurch erzeugt werden, dass die in der Schneideanlage angeordnete Säge eine in vertikaler Richtung invariable Position einnimmt, und das Förderband in vertikaler Richtung nach oben und unten bewegt wird. Die Geschwindigkeit der horizontalen Bewegung des Förderbandes und der vertikalen Bewegung der Säge bzw. des Förderbandes, die nötig ist, um der einen Oberfläche der Faserbahn die gewünschte Wellenform zu verleihen, kann vom Fachmann berechnet oder alternativ durch einfache Routineversuche bestimmt werden. In einer anderen Ausführungsform kann die Platte zunächst zu Stapeln geschnitten werden, die dann vereinzelt der Sägeoperation unterzogen werden.

Schließlich wird die Faserbahn, die auf der einen Oberfläche mit einer Wellenform versehen ist, in Stücke geschnitten, die die gewünschten Maße aufweisen, um eine Wärmedämmplatte 10 gemäß der vorliegenden Neuerung zu erhalten.

Zusätzlich kann die der Oberfläche 14 mit einer gleichmäßigen Wellenform 20 gegenüber liegende Oberfläche 12 der Faserbahn bzw. der geschnittenen Stücke auf dem Fachmann bekannte Weise eine Kaschierung 26 verliehen werden.

Ferner kann die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 in einem weiteren Schritt unter Verwendung einer Schneidevorrichtung mit den vorstehend beschriebenen Mitteln zum flächenmäßigen Verbinden mit anderen Wärmedämmplatten 10 versehen werden. Beispielsweise kann wenigstens eine Seitenfläche 16 der Wärmedämmplatte 10 mit einer Aussparung 30 in Form einer Schnittkante und die gegenüberliegende Seitenfläche 18 auf derselben Höhe mit einer der Kontur der Aussparung 30 im Wesentlichen entsprechenden überstehenden Schnittkante 32 versehen werden, so dass sich wenigstens zwei Wärmedämmplatten 10 durch Einfügen der überstehenden Schnittkante 32 der einen Wärmedämmplatte 10 in die Aussparung 30 einer anderen, benachbarten Wärmedämmplatte 10 verbinden lassen. Das Einstellen der Schneideanlage, um die neuerungsgemäße Wärmedämmplatte 10 mit den vorstehend beschriebenen Schnittkanten 30, 32 zu versehen, liegt im Rahmen des fachmännischen Könnens.

Ebenfalls kann auf die Oberfläche 14 der Wärmedämmplatte 10 mit der gleichmäßigen Wellenform 20 eine Klebstoffschicht 34, wie sie vorstehend beschrieben wurde, aufgebracht werden. Gegebenenfalls wird in einem weiteren Schritt die Klebstoffschicht 34 nach dem Aufbringen auf die Oberfläche 14 der Wärmedämmplatte 10, die die gleichmäßige Wellenform 20 aufweist, mit einer klebstoffabweisenden Schicht, bspw. aus siliconisiertem Papier oder einer siliconisierten Folie, bedeckt.

Mit der hierin beschriebenen Wärmedämmplatte 10 kann die gestellte Aufgabe auf überraschend einfache Weise gelöst werden. Zur Wärmedämmung werden Wellplatten 50 einer Dachschale mit der neuerungsgemäßen Wärmedämmplatte 10 bedeckt. Dabei wird die Oberfläche 14 der Wärmedämmplatte 10, die die gleichmäßige Wellenform 20 aufweist, so auf die Wellplatten 50 der Dachschale aufgebracht, dass die Wellenberge 22 der Wärmedämmplatte 10 in den Wellentälern 52 der Wellplatte 50 und die Wellentäler 24 der Wärmedämmplatte 10 in den Wellenbergen 54 der Wellplatte 50 liegen. Vorzugsweise wird eine Vielzahl dieser neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten 10 flächig verlegt, um eine vollständige Wärmedämmung über die gesamte Oberfläche der Dachkonstruktion zu gewährleisten. Die Befestigung der Wärmedämmplatten 10 auf den Wellplatten 50 kann auf irgendeine, dem Fachmann bekannte Weise, wie Formschluss, Kraftschluss oder Stoffschluss, erfolgen. Beispielsweise können die Wärmedämmplatten 10 mit den Wellplatten 50 verklebt oder mit Ankerbefestigungsteilen auf der Unterseite der Wellplatten 50 verankert werden.

Beim flächigen Verlegen kann ferner auf die der Oberfläche 14 mit der Wellenform 20 gegenüber liegenden Oberfläche 12 der Wärmedämmplatten 10 eine Dachbahnfolie aufgebracht werden. Vorzugsweise werden beim Verlegen mehrere nebeneinander liegende Wärmedämmplatten 10 mit der Dachbahnfolie direkt verschweißt. Dadurch können ebenfalls die beim flächigen Verlegen der Wärmedämmplatten 10 entstehenden Fugen bedeckt und zum Beispiel gegen Niederschlag oder Wasserdampf abgedichtet werden. Die Maße der Dachbahnfolie werden üblicherweise so gewählt, dass wenigstens zwei oder mehr Wärmedämmplatten 10 mit der Dachbahnfolie bedeckt werden können. Beispielsweise kann auch nur eine Dachbahnfolie verwendet werden, mit der die durch die Wärmedämmplatten 10 bedeckte Dachschale im Wesentlichen vollständig bedeckt werden kann. Die für diese Zwecke einsetzbaren Dachbahnen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Vorzugsweise enthalten diese Dachbahnen im Wesentlichen Bitumen, Polymerbitumen oder Polymer. Das mit oder ohne dem Bitumen in der Dachbahn enthaltene Polymer kann beispielsweise wenigstens ein Polymer sein, das aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Polyvinylchlorid (PVC, zum Beispiel Weich-PVC), Polyolefine (zum Beispiel flexible Polyolefine, PVO; thermoplastische Polyolefine, TPO; wie Polyethylen oder Polypropylen) und Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA) ausgewählt wird. Ein bevorzugtes Polymerbitumen ist Ethylen-Copolymerisat-Bitumen (ECB). In der Dachbahn können außerdem auch Einlagen, zum Beispiel aus Glasvlies, Glasgewebe, Polesterfasern, Sand, Talkum oder Aluminium enthalten sein.

Die neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten 10 bieten somit eine einfache und sichere Möglichkeit der Wärmedämmung von Dachkonstruktionen, die aus wellenförmigen asbesthaltigen Dachschalen bestehen. Die vorliegende Neuerung ist nicht auf asbesthaltige Dachschalen beschränkt, sondern bezieht sich auch auf die Wärmedämmung von Dachkonstruktionen, die aus wellenförmigen Dachschalen bestehen, die kein Asbest enthalten. Beispielhaft seien hier Dachschalen aus Wellplatten genannt, die aus Zement, Glasfasern, glasfaserverstärktem Kunststoff, oder Blech, wie zum Beispiel Aluminiumblech, bestehen. Ferner tragen die neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten 10 zur Stabilisierung der Dachkonstruktion bei. Mit den Wärmedämmplatten 10 der vorliegenden Neuerung lassen sich ferner bestehende Mängel der Dachkonstruktion, wie kleinere Löcher oder Risse, beheben. Somit trägt die vorliegende Neuerung auf einfache und kostengünstige Weise zur Überwindung des für asbesthaltige Welldächer bestehenden Entsorgungsproblems bei. Die neuerungsgemäßen Wärmedämmplatten 10 können somit gleichfalls zu einer einfachen und kostengünstigen Sanierung von Dachkonstruktionen beitragen.


Anspruch[de]
Nichtbrennbare Wärmedämmplatte (10) auf der Basis von Mineralwolle mit zwei gegenüberliegenden Oberflächen (12, 14), wobei die eine Oberfläche (14) eine gleichmäßige Wellenform (20) aufweist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, wobei die Mineralwolle Glaswolle ist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, wobei die Mineralwolle Steinwolle ist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die der Oberfläche (14) mit einer gleichmäßigen Wellenform (20) gegenüber liegende Oberfläche (12) eine Kaschierung (26) aufweist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach Anspruch 4, wobei die Kaschierung entlang einer Kante der Seiten 16, 18 der Wärmedämmplatte übersteht. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einem Raumgewicht von 90–150 kg/m3. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei Fasern aus der Mineralwolle mit einen Binder auf Phenolharzbasis verbunden sind. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Dicke der Wärmedämmplatte (10), gemessen als maximaler Abstand zwischen der der Oberfläche (14) mit der Wellenform (20) abgewandten Oberfläche (12) bis zum Scheitel der Wellen an der Oberfläche (14) mit der Wellenform (20), im Bereich von 50–150 mm liegt. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, die Mittel (30, 32) zum flächenmäßigen Verbinden mit anderen Wärmedämmplatten aufweist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach Anspruch 9, wobei wenigstens eine Seitenfläche (16) der Wärmedämmplatte (10) eine Aussparung (30) in Form einer Schnittkante und die gegenüberliegende Seitenfläche (18) auf derselben Höhe eine der Kontur der Aussparung (30) im Wesentlichen entsprechende überstehende Schnittkante (32) aufweist, wobei sich wenigstens zwei Wärmedämmplatten (10) durch Einfügen der überstehenden Schnittkante (32) der einen Wärmedämmplatte (10) in die Aussparung (30) einer anderen Wärmedämmplatte (10) verbinden lassen. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei auf die Oberfläche (14) mit der gleichmäßigen Wellenform (20) eine Klebstoffschicht (24) aufgebracht ist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach Anspruch 11, wobei die Klebstoffschicht (24) mit einer klebstoffabweisenden Schicht bedeckt ist. Nichtbrennbare Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche aufweisend vollflächig oder teilflächig auf der Oberfläche (14) mit der gleichmäßigen Wellenform (20) aufgebrachtes Blech.






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