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Dokumentenidentifikation DE60128065T2 03.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001252617
Titel ETIKETT
Anmelder Olsen, Jens Jacob Thorbjoern, Fjerritslev, DK
Erfinder Olsen, Jens Jacob Thorbjoern, 9690 Fjerritslev, DK
Vertreter Fleuchaus & Gallo, 81479 München
DE-Aktenzeichen 60128065
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.01.2001
EP-Aktenzeichen 019011311
WO-Anmeldetag 17.01.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/DK01/00034
WO-Veröffentlichungsnummer 2001054103
WO-Veröffentlichungsdatum 26.07.2001
EP-Offenlegungsdatum 30.10.2002
EP date of grant 25.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse G09F 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein so genanntes "Manila-Label", d.h. ein Etikett zur vorübergehenden Befestigung an einer Versandeinheit wie z.B. einem Sack oder, in jüngerer Zeit, einem Palettencontainer, zur Angabe des Ziels der Einheit und/oder möglicherweise des Inhalts des Palettencontainers. Solche Manila-Labels bzw. Etiketten bestanden jahrelang aus einfachen Etiketten mit einem vorzugsweise kantenverstärkten Loch, durch welches das Etikett mit einem Stück Schnur an einem schmalen Teil der Versandeinheit befestigt werden konnte.

Diese Praxis hat sich bis vor Kurzem fortgesetzt, wobei bestimmte Verbesserungen vorgenommen wurden, wie zum Beispiel die, dass die Etiketten mit computerausgedruckten Aufklebern versehen werden können und dass die Schnurstücke durch Verbindungsstreifen ersetzt worden sind, die ohne besonderes, manuelles Knotenbinden um ausreichend schmale Teile der Versandeinheit geschlagen werden können.

Ein Beispiel eines solchen Etiketts wird in der US 4149329 offenbart, in der ein Identifikationsetikett zur Kennzeichnung eines Containers offenbart wird. Das Etikett weist einen im Wesentlichen flachen Hauptteil auf, der entlang einer Achse in zwei Richtungen gefaltet werden kann, so dass eine von zwei Kennzeichnungen durch Umkehren der Faltung angezeigt werden kann, wobei eine der Angaben sich auf einer Seite und die andere Angabe sich auf der anderen Seite des Etiketts befindet. Die Anbringung des Hauptteils des Etiketts an einem Container kann durch einen länglichen Streifen erfolgen, der sich von einer Kante des Hauptteils aus erstreckt und durch ein Paar zueinander ausgerichteter Öffnungen in dem Hauptteil geführt wird, die bezüglich der Faltachse im Wesentlichen symmetrisch sind. Der Streifen hat einen spitzenförmigen Vorsprung am Ende, der das Einführen des Streifens in die Öffnungen erleichtert und einem Entfernen des Streifens entgegenwirkt.

Ein weiteres Beispiel eines aus dem Stand der Technik bekannten Etiketts wird in der US 2423818 offenbart, in der ein Etikett mit einem Befestigungsmittel zum Befestigen des Etiketts an einem Gegenstand bereitgestellt wird. Das Befestigungsmittel umfasst einen Halsabschnitt mit einem integralen Kopfabschnitt sowie einen Basisabschnitt. Der Basisabschnitt kann an einem Etikett befestigt werden, beispielsweise durch ein Klebeverfahren. Auf dem Etikett kann die Kennzeichnung des zu versendenden Artikels erfolgen. Der Basisabschnitt umfasst weiterhin eine Öffnung, durch welche der Kopfabschnitt eingeführt und gegen versehentliches Herausziehen gesichert werden kann. Der verbindende Halsabschnitt zwischen dem Basisabschnitt und dem Kopfabschnitt umgibt dann einen Teil des Gegenstandes in der Weise, dass das eigentliche Etikett an dem Gegenstand befestigt wird.

Prinzipiell ist es hierdurch möglich, ein modernes Manila-Label relativ einfach an mehr oder weniger jeder beliebigen Versandeinheit zu befestigen, ungeachtet der Dicke dieser Einheit.

Mit der vorliegenden Erfindung wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es sich bei den in Frage kommenden "schmalen Teilen" im Wesentlichen um Stangen oder Rohrstücke an den mehr oder weniger genormten Containerpaletten handelt, die beim modernen Warenvertrieb vom Groß- an den Einzelhandel breite Verwendung finden. Daher ist es nicht ausdrücklich erforderlich, dass das Manila-Label zur Befestigung an schmalen Teilen mit deutlich unterschiedlichen Dicken geeignet ist, da die vorkommenden Dicken in Wirklichkeit nur recht geringfügig variieren.

Auf dieser Grundlage ist hinsichtlich der Erfindung festgestellt worden, dass es möglich ist, das Manila-Label/das Etikett so auszubilden, dass dieses selbst mit einem vorstehenden Streifenteil ausgestaltet ist, der typischerweise nur aus Karton oder anderem dünnen Blatt- oder Folienmaterial besteht und der das ansonsten separate Verbindungsteil vollständig ersetzten kann, wenn dieser Streifenteil mit einem äußeren Verschluss-Kopfteil ausgestaltet ist, welcher, nachdem der Streifenteil um den entsprechenden Halteteil geschlagen worden ist, in einem entsprechenden Verschlussloch in dem Manila-Label in Eingriff gebracht werden kann.

Dies wird durch ein Etikett erreicht, das die im unabhängigen Anspruch 1 genannten Merkmale aufweist.

Diese zusammenwirkenden Verschlussteile können so ausgestaltet sein, dass der entsprechende Benutzer das Etikett ebenso einfach und schnell an der Containerpalette befestigen kann wie beim Befestigen eines gelochten Etiketts mit Hilfe eines separaten Verbindungsstreifens. Dazu ist lediglich erforderlich, dass der separate Verbindungsstreifen nun aus einem einfachen, integrierten Teil des Etiketts selbst besteht. Dies führt zu einer beträchtlichen Verbilligung der einzelnen Befestigung, und damit aus globaler Sicht zu einer beträchtlichen Ersparnis bei der millionen- oder milliardenfachen Verwendung der gegenwärtig gebräuchlichen Etiketten.

Außerdem ist zu erwähnen, dass das Verschlussloch aus einer bloßen Ausstanzung in dem Etikett bestehen kann und daher das Verschlussloch keine akkurate Ausschneidung in dem Etikett an der Basis des Streifenteils aufweisen muss.

Verglichen mit herkömmlichen Etiketten kann es eine beträchtliche Schwächung darstellen, dass das Verbindungsteil künftig aus einem relativ schwachen Kartonstreifen bestehen kann; nach gründlicher Prüfung der Erfindung ist jedoch festgestellt worden, dass dies in der Praxis völlig zufriedenstellend ist. Überlegungen hinsichtlich spezieller Lochverstärkungen oder hinsichtlich Verbindungsmitteln erübrigen sich in Zukunft.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 5 genannt.

Die Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben, wobei

1 eine Draufsicht auf ein vollständiges Etikett entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform ist,

2 und 3 Draufsichten sind, welche das Verschließen des Kartonstreifenteils des Etiketts darstellen,

4 eine perspektivische Ansicht des befestigten Etiketts ist,

5 eine Draufsicht auf eine Bahn von Etiketten entsprechend der Erfindung. zur Verwendung mit einem computergesteuerten Drucker ist,

6A6D Beispiele alternativer Ausgestaltungen für das Verschlussloch sind, wobei dieses aus durch das Etikett gestanzten, dreieckigen Schlitzen besteht, und

7 weitere Beispiele alternativer Ausführungsformen des Verschlusslochs zeigt, wobei dieses eine Kombination aus einem Ausschnitt und einem in die untere Seite des Ausschnitts gestanzten Schlitz umfasst und wobei die obere Seitenkante des Ausschnitts nach oben hin bogenförmig ist.

Das in 1 gezeigte Etikett 2 ist einfach aus einem relativ dünnen Kartonmaterial gestanzt und besteht aus einer rechteckigen Fläche 4 mit einem vorstehenden Streifenteil 6, der außen einen erweiterten Kopfteil 8 mit Kanten 10 aufweist, die winklig hinterschnitten und der Fläche 4 zugewandt sind. In der Fläche 4, in der Nähe der Basis des Streifenteils 6, befindet sich ein dreieckiges Loch 12 mit einer nach unten weisenden Spitze 14, von der aus eine Schnittlinie 16 ein Stück nach unten verläuft. Die obere Kante des Lochs 12 ist etwas länger als die Breite des Streifens 6.

Zum Verschließen des Streifens 6 wird dieser zu der in 2 gezeigten Position gebogen, in welcher im Prinzip der erweiterte Kopf 8 in mehr oder weniger ebenem Kontakt mit der Fläche 4 auf der einen Seite der Schnittlinie 16 gehalten wird, und anschließend ist es möglich, den Kopf des Streifens seitlich durch den Bereich 12, 16, wie in 3 gezeigt, zu einer Position auf der gegenüberliegenden Seite der Fläche 4 einzuführen, wobei der Streifen zu der in 4 dargestellten Position hin mehr oder weniger selbstausrichtend ist.

Es spielt keine wesentliche Rolle, ob der Streifen seine vollständig verbundene Position (4) von selbst oder mit Hilfe des Benutzers annimmt, da der Kopfteil 8 nach dem Durchführen durch das Loch wirksam gegen unabsichtliches Öffnen gesichert ist. Schon durch leichtes Ziehen an dem Streifen gelangt der Kopfteil 8 in festen, verschließenden Eingriff mit der oberen Kante des Lochs 12, was keiner eigenen Illustration bedarf.

Es versteht sich, dass der geübte Anwender nicht entsprechend den 2/3 vorgehen muss, da in der Praxis der Streifenkopf 8 einfach direkt durch den Bereich 12, 16 hineingedrückt werden kann, wodurch eine elastische Verformung sowohl des Kopfes 8 als auch des Flächenmaterials um diesen Bereich erfolgt. Es ist möglich, den Streifen in entsprechender Weise durch gezieltes Durchdrücken in der entgegengesetzten Richtung zu öffnen; da aber eine Wiederverwendung der Etiketten kaum beabsichtigt sein dürfte, können sie ebenso gut von den jeweiligen Trageteilen abgerissen werden, z.B. von einer Stange an einer Containerpalette, angedeutet durch die gestrichelte Linie in 4. Bei einem solchen Abreißen wird die Streifenschlinge gedehnt, so dass der genannte Anschlagkontakt hergestellt wird. Dies kann so ausgenutzt werden, dass durch ein Festziehen des Kopfteils 8 gegen die obere Kante des Lochs 12 ein lokal festhaltender Eingriff zwischen dem Streifen und der Fläche 4 auf verschiedene mögliche Arten bewirkt werden kann, so dass der Streifen nach dem Abreißen weiterhin aus nur einem zusammenhängenden Teil besteht, gleichgültig an welcher Stelle der Streifen reißt. Die abreißende Person behält somit eine vollständige Einheit in der Hand, und es treten keine losen Streifenenden auf, die nach dem Abreißen herunterfallen können und dadurch ein anschließendes, separates Aufsammeln erfordern.

Natürlich ist die Erfindung insofern nicht auf genau das für den Streifen 6 dargestellte Verschlusssystem begrenzt, als eine ausreichend wirksame Verschlussverbindung auch durch zahlreiche andere Ausgestaltungen erzielt werden kann. Alternative Ausgestaltungen des Verschlusslochs sind in 6 und 7 dargestellt. Es kann sogar die Möglichkeit bestehen, anstelle eines mechanischen Verschlusssystems eine Klebeverbindung zu verwenden, bei der ein selbsthaftendes Klebemittel auf den bzw. die entsprechenden Teil(e) der Oberfläche aufgetragen wird, während die komplementären Teile der Oberfläche an angrenzenden Etiketten in einem Stapel mit einer Beschichtung versehen sind, die ein Anhaften verhindert.

Erfindungsgemäß ist es möglich, dass die Etiketten aus einer kontinuierlichen Materialbahn gefertigt werden, vgl. 5, die dazu geeignet sein kann, zum direkten Ausdrucken der Etiketten durch einen computergesteuerten Drucker geführt zu werden. Wie ersichtlich, ist es dementsprechend keine Bedingung, dass die Streifen 6 sich genau von der Mitte einer kurzen Seite der Etiketten erstrecken.


Anspruch[de]
Etikett (2) zum lösbaren Befestigen an einem Halteteil (18) an einer Versandeinheit wie etwa einem Sack oder, in jüngerer Zeit, einem Palettencontainer zur Angabe des Ziels der Einheit und/oder des möglichen Inhalts des Palettencontainers, wobei das Etikett selbst mit einem vorstehenden Streifenteil (6) gestaltet ist und typischerweise nur aus Karton oder einem anderen dünnen Blatt- oder Folienmaterial besteht, wobei der Streifen als Verbindungselement dient und mit einem äußeren Verschluss-Kopfteil (8, 10) ausgestaltet ist, welcher nach dem Umschlagen des Streifenteils (6) um das betreffende Halteteil (18) in einem entsprechenden Verschlussloch (12, 14, 16) in dem Etikett (2) in Eingriff gebracht werden kann, wobei das Etikett eine rechteckige Fläche (4) aufweist, von welcher aus sich der vorstehende Streifenteil (6) erstreckt, der Streifenteil (6) an dem der Fläche gegenüberliegenden Ende einen verbreiterten Kopfteil (8) mit Kanten (10) aufweist, welche winklig hinterschnitten sind und zu der Fläche (4) hinweisen, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Fläche in der Nähe der Basis des Streifens (6) ein im Wesentlichen V-förmiges Loch oder eine im Wesentlichen V-förmige Schnittlinie (12) befindet, dessen/deren Spitze (14) von dem Streifen fort weist und wobei sich von der Spitze (14) eine Schnittlinie (16) über einen Abstand von dem Streifen hinaus erstreckt, und wobei die obere Kante des V-förmigen Loches oder der V-förmigen Schnittlinie, d.h. der Abstand zwischen den oberen gabelförmigen Enden des "V", etwas langer ist als die Breite des Streifens (6). Etikett (2) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das im Wesentlichen V-förmige Loch (12) aus Schnittlinien besteht, welche diese V-Form beschreiben. Etikett (2) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Abschnitt des im Wesentlichen V-förmigen Loches (12) hauptsächlich zwischen den gegabelten Abschnitten der V-Form vollständig offen ist (1, 2, 3, 4, 5). Etikett (2) gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussloch nur aus einer Ausstanzung in dem Etikett besteht. Etikett (2) gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Kunststofffolie gefertigt ist.






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