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Dokumentenidentifikation DE602004008159T2 03.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001494012
Titel Behälterprüfmaschine mit einer Mensch-Maschine-Schnittstelle zum Identifizieren und Definieren von Hintergrundbeleuchtungen
Anmelder Emhart Glass S.A., Cham, CH
Erfinder Diehr, Richard D., Horseheads New York 14845, US
Vertreter Ruschke, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 81679 München
DE-Aktenzeichen 602004008159
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.06.2004
EP-Aktenzeichen 042534735
EP-Offenlegungsdatum 05.01.2005
EP date of grant 15.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse G01N 21/90(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G01N 21/88(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G06F 3/033(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G06F 3/023(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Prüfen von Behältern, wie etwa Flaschen, auf Defekte.

Glasflaschen werden in einem Prozeß geformt, der zu Defekten führen kann, die eine Flasche inakzeptabel machen können. Zum Beispiel kann die Seitenwand einer Flasche einen Einschluß bzw. „Stein" („stone") umfassen, der die Flasche unansehnlich macht, oder die Flasche kann eine „Vogelschwinge" („bird swing") haben, die abbrechen und Teil des Inhalts der Flasche werden könnte.

Eine der einfachsten Arten, eine Flasche zu prüfen, besteht darin, daß ein Benutzer die Flasche von einem Förderer entfernt und über einer Lichtquelle, d.h. einem Hintergrundlicht, das im Sichtbereich des Benutzers liegt (zum Beispiel einer Deckenbeleuchtung), durch die Flasche hindurchsieht. Es wird angenommen, daß gewisse Defekte auf diese Art und Weise identifiziert werden können. Dieser Prozeß wird jedoch erheblich verbessert durch eine Prüfausrüstung, die gewöhnlich eine Lichtquelle definiert, die Teil einer Prüfstation innerhalb eines Teiles der Prüfausrüstung ist. Die Prüfung kann eine sehr einfache Form annehmen, bei der ein Benutzer die Flaschen beobachtet, wenn sie vor einer großen trüben Lichtscheibe vorbeiwandern – diese Lichtquelle könnte jedoch für den Benutzer unbequem sein.

Eine Kamera kann durch eine Flasche hindurchsehen, die von dieser Lichtquelle von hinten beleuchtet wird, und ein Prüfalgorithmus versucht, einen Defekt zu identifizieren. Das Hintergrundlicht kann verschiedenste Formen annehmen, definiert jedoch entweder ein diffuses Hintergrundlicht oder ein gemustertes Hintergrundlicht. Eine Form eines gemusterten Hintergrundlichtes ist ein schwarzweißer Streifen, wie er etwa durch eine Lichtintensität definiert würde, die linear in einer Sinusfunktion variiert.

Prüfmaschinen der letzteren Art sind in den Artikeln „Inspection accuracy, flexibility and configurability" (GLASS, MONTHLY JOURNAL OF THE EUROPEAN GLASS INDUSTRY, DMG WORLD MEDIA, 20 June 2003 (203-060-20), Seite 150 (REDHILL, SURREY, UK) und „Veritas TM meets the challenge; sets a new standard for glass container inspection" (INTERNATIONAL GLASS REVIEW, Volume 2, 2002, London, UK) offenbart.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Prüfen eines transparenten Behälters in der Form, wie sie in diesen Artikeln offenbart und im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist.

Die in den Artikeln offenbarten Maschinen der Emhart Glass VeritasTM-Serien umfassen automatisierte Online-Maschinen-Sichtsysteme. Das Maschinensystem umfaßt LED-Lichtelemente, um Hintergrundbeleuchtungen zur Prüfung der Behälter der Maschine zu erzeugen, wenn die Behälter durch die Maschinen wandern. Die Maschinensysteme umfassen weiterhin Mensch-Maschinen-Bildschirmschnittstellen, d.h. Touchscreens, deren Funktionen sich insgesamt auf die Maschinensysteme und ihren Betrieb beziehen. Insbesondere werden die Touchscreens dazu verwendet, die Maschinensysteme für eine Vielzahl von Betriebsarten zu konfigurieren.

Andere Maschinen zum Prüfen transparenter Behälter, die Prüfbeleuchtungen in Maschinen-Sichtprüfsystemen und/oder Mensch-Maschinen-Bildschirmschnittstellen zum Konfigurieren der Maschinensysteme umfassen, sind in der EP-A-0472881, den US-A-5,172,005 und 5,072,127 und der US-B-6,452,156 offenbart.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, dem Benutzer eine gemusterte oder diffuse Hintergrundbeleuchtungsquelle an einer Prüfmaschine bereitzustellen, die eine Flasche oder einen anderen transparenten Behälter von hinten her beleuchtet, damit der Benutzer auf eine verbesserte Art und Weise eine einfache Prüfung einer in der Hand gehaltenen Flasche durchführen kann.

Nach der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zum Prüfen eines transparenten Behälters vorgesehen, wie sie im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 definiert ist.

Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die eine derzeit bevorzugte Ausführungsform auf der Grundlage der Prinzipien der Erfindung zeigen.

1 ist eine schematische Schrägansicht einer Prüfmaschine zum Prüfen von Flaschen, die eine Steuerung aufweist sowie einen Bildschirm, der als Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeitet;

2 ist ein logisches Diagramm und zeigt, wie der Bildschirm als Lichtquelle betrieben werden kann; und

3 ist eine Vorderansicht des Bildschirms und zeigt, wie ein Benutzer eine gewünschte Lichtquelle definieren würde, die er zu Prüfzwecken verwenden würde.

1 ist eine schematische Ansicht und zeigt eine Prüfmaschine 10, die eine Reihe von Flaschen 12 überprüft, die auf einem Förderer 14 durch die Maschine befördert werden. Mit der Maschine kann irgendeine einer Vielzahl von Prüfungen ausgeführt werden. Zum Beispiel kann die Flasche auf die Forminformationen hin, die der Produzent auf der Flasche hinterläßt, überprüft werden, so daß Defekte auf die Form bezogen werden können, in der die Flasche hergestellt wurde. Das Öffnen der Flasche kann geprüft werden, um sicherzustellen, daß der I.D. (innere Durchmesser – „inner diameter") und der O.D. (äußerer Durchmesser – „outer diameter") akzeptabel sind. Die Seiten der Flasche können überprüft werden, um sicherzustellen, daß sie vertikal sind und keine Defekte wie dünne oder dicke Flecken haben.

Die Prüfmaschine hat eine Benutzerkonsole 16, die eine Mensch-Maschinen-Schnittstelle in Form einer Touchscreen 17 umfaßt. Mit diesem Bildschirm kann der Benutzer verschiedene Funktionen ausführen, die sich auf den Betrieb der Maschine beziehen. Der Bildschirm wird von einem Computer 18 gesteuert und der Bildschirm könnte ein LCD („liquid crystal diode")-Bildschirm sein.

Der Benutzer kann auch eine aus einer Mehrzahl von Hintergrundbeleuchtungen und/oder Hintergrundbeleuchtungsmustern auswählen, die durch den Bildschirm erzeugt, definiert und angezeigt und vom Benutzer verwendet werden, wenn er einen Behälter überprüft.

Hintergrundbeleuchtungen können diffus (weiß) oder gemustert sein. Ein gewöhnliches Muster ist ein schwarzweißes Streifenmuster, bei dem die Lichtintensität in eine gewünschte Richtung wandert d.h. die Lichtintensität über dem Musterbereich variiert in einer Sinusfunktion zwischen schwarz und weiß und wiederholt sich zum Beispiel alle 6,35 mm (0,25 Inch). Unter Bezugnahme auf 2 besteht die zuerst zu erledigende Aufgabe (Schritt 20) im „Definieren der gewünschten Hintergrundbeleuchtungen für den LCD-Bildschirm". Es könnte irgendeine Anzahl von „N" unterschiedlichen Hintergrundbeleuchtungen/Mustern, die ausgewählt werden können, geben. Wird die Abfrage „Hat Benutzer Hintergrundlicht N angefordert" (Schritt 22) positiv beantwortet, springt die Steuerung zu „Hintergrundbeleuchtung „N" am Bildschirm anzeigen" (Schritt 24).

3 zeigt den Bildschirm 17, wie er von einem Benutzer benutzt werden würde, um eine gewünschte Hintergrundbeleuchtung auf dem Bildschirm anzuzeigen. Es wird der Steuerungs-Reiter 25 ausgewählt, der ein Menü mit der Option „Hintergrundbeleuchtung" 26 anzeigt. Wird dieses Menü ausgewählt, wird ein Untermenü angezeigt mit den Einträgen: Seitenwand (trüb 28) (ein variiertes oder Streifenmuster, zum Beispiel ein Helligkeitsmuster, das wiederholt entlang einer Achse sinusförmig zwischen schwarz und weiß variiert); Transparent 30 (ein gleichförmiges diffuses oder weißes Licht); und zwei weitere Untermenüeinträge 32, 34 für zusätzliche Hintergrundlichtarten. Der Benutzer berührt den gewünschten Hintergrundbeleuchtungs-Reiter und die Steuerung beleuchtet den Bildschirm dementsprechend. Der Benutzer hat nun eine geeignete Hintergrundlichtquelle gewählt, die verwendet werden kann, um eine Flasche, die er vom Förderer entfernt hat und überprüfen möchte, von hinten zu beleuchten, indem er sie vor die Scheibe hält.

BESCHRIFTUNG DER FIGUREN Fig. 2

  • NO – NEIN
  • DEFINE THE DESIRED BACK LIGHT(S) FOR THE LED SCREEN – DEFINIERE DIE GEWÜNSCHTEN HINTERGRUNDBELEUCHTUNGEN FÜR DEN LED-BILDSCHIRM
  • HAS OPERATOR REQUESTED BACK LIGHT „N" – HAT BENUTZER HINTERGRUND BELEUCHTUNG „N" AUSGEWÄHLT
  • YES – JA
  • PRESENT BACK LIGHT „N" ON SCREEN – ANZEIGEN DER HINTERGRUND BELEUCHTUNG „N" AUF DEM BILDSCHIRM

Fig. 3

  • PRODUCTION – PRODUKTION
  • INSPECTION SETUP – PRÜF-EINSTELLUNGEN
  • JOB SETUP – JOB-EINSTELLUNGEN
  • MACHINE SETUP – MASCHINEN-EINSTELLUNGEN
  • CONTROL PANEL – STEUERUNGS-EINSTELLUNGEN
  • DIAGNOSE – DIAGNOSE
  • USER SETUP – BENUTZER-EINSTELLUNGEN
  • UTILITIES – ZUBEHÖR
  • BACK LIGHT – HINTERGRUNDBELEUCHTUNG
  • SIDEWALL (OPAQUE) – SEITENWAND (TRÜB)


Anspruch[de]
Maschine (10) zum Prüfen eines transparenten Behältnis (12), umfassend

ein Steuersystem mit einer Steuerung (18) und einer Mensch-Maschine-Bildschirmschnittstelle (17), wobei

die Steuerung (18) eine Einrichtung zum Definieren einer Mehrzahl von Hintergrundbeleuchtungen (28, 30) zur Verwendung beim Prüfen eines transparenten Behälters definiert,

die Mensch-Maschine-Bildschirmschnittstelle (17) eine Menüeinrichtung (26) zum Identifizieren einer entsprechenden Mehrzahl von diskreten Hintergrundbeleuchtungen umfaßt, wobei ein Benutzer eine der Mehrzahl von Hintergrundbeleuchtungen auswählen kann, so daß eine Prüfung eines transparenten Behälters mit der ausgewählten Hintergrundbeleuchtung durchgeführt werden kann,

dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (18) in Reaktion auf die Auswahl durch den Benutzer dahingehend betrieben werden kann, daß die ausgewählte Hintergrundbeleuchtung (28, 30) an der Mensch-Maschine-Bildschirmschnittstelle (17) definiert wird, um es dem Benutzer zu ermöglichen, unter Verwendung der Mensch-Maschine-Bildschirmschnittstelle als Lichtquelle für die Hintergrundbeleuchtung des Behälters eine Sichtprüfung eines transparenten Behälters (12) durchzuführen.
Maschine zum Prüfen eines transparenten Behälters nach Anspruch 1, wobei die Hintergrundbeleuchtung, die definiert werden kann, gemusterte (28) oder diffuse (30) Hintergrundbeleuchtungen umfaßt. Maschine zur Prüfung eines transparenten Behälters nach Anspruch 1 oder 2, wobei die diskreten Hintergrundbeleuchtungen, die an der Mensch-Maschine-Schnittstelle definiert werden können, diffuse (28) und transparente (30) Hintergrundbeleuchtungen umfassen.






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