PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1857295 03.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001857295
Titel Sicherheitselement
Anmelder Giesecke & Devrient GmbH, 81677 München, DE
Erfinder Hoffmann, Lars Dr., 85354 Freising, DE;
Schmitz, Christian, 83727 Schliersee, DE;
Radler, Andreas, 83703 Gmund, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 14.05.2007
EP-Aktenzeichen 070096045
EP-Offenlegungsdatum 21.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse B42D 15/00(2006.01)A, F, I, 20071023, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Sicherheitselemente für Sicherheitspapiere oder Wertdokumente, wie Banknoten oder Ausweiskarten. Die Sicherheitselemente weisen zumindest im Durchlicht, gegebenenfalls auch im Auflicht, visuell erkennbare Zeichen, Muster oder Codierungen sowie zusätzliche Stoffe zur maschinellen Prüfung auf. Die Erfindung betrifft auch Verfahren zur Herstellung der Sicherheitselemente sowie mit den Sicherheitselementen ausgestattete Sicherheitspapiere und Wertdokumente.

Sicherheitselemente in Form von Fäden, Bändern oder Etiketten, die zur Echtheitssicherung von Banknoten, Schecks, Kreditkarten, Ausweisen und dergleichen dienen oder zur Warenkennzeichnung verwendet werden, sind bekannt. Derartige Sicherheitselemente bestehen typischerweise aus einem möglichst lichtdurchlässigen, d. h. transluzenten Trägermaterial mit metallischer Beschichtung. Die metallische Beschichtung enthält Aussparungen in Form von Buchstaben, Zahlen, Mustern oder anderen Zeichen. Die Aussparungen sind visuell erkennbar und werden besonders gut sichtbar, wenn man das Sicherheitselement gegen das Licht betrachtet. Die Aussparungen bilden dann einen hellen Kontrast gegen die dunkel erscheinende metallische Beschichtung.

Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit ist es wünschenswert, zusätzliche Sicherheitsmerkmale vorzusehen, die maschinell prüfbar sind. Besonders vorteilhaft sind Merkmale, deren Vorhandensein vom Betrachter und von einem potentiellen Fälscher nicht ohne Weiteres erkennbar ist. Als derartige Merkmale werden beispielsweise Lumineszenzeigenschaften, elektrische . Leitfähigkeit und Magnetismus genutzt. Die metallische Beschichtung verleiht elektrische Leitfähigkeit, die mit geringem Aufwand geprüft werden kann. Ebenfalls mit einfachen und kostengünstigen Prüfvorrichtungen prüfbar sind magnetische Eigenschaften. Besonders vorteilhaft an magnetischen Sicherheitsmerkmalen ist, dass viele Codierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, da ein Fälscher nicht erkennen kann, welche der magnetischen Eigenschaften, wie Permeabilität, Magnetisierung, Remanenz etc., als Prüfkriterium verwendet wird.

Maschinenlesbare Fäden, bei denen elektrische Leitfähigkeit und/ oder Magnetismus als Prüfkriterien verwendet werden, werden häufig zur automatisierten Banknotenbeärbeitung herangezogen. Diese maschinell lesbaren Eigenschaften der Fäden werden durch Aufdruck geeigneter Farben (Funktionsfarben) im Inneren des Laminataufbaus der Fäden erzeugt. Die innen liegenden Strukturen sind durch abdeckende Folien gut vor chemischen und mechanischen Beanspruchungen geschützt. Der Aufdruck der Funktionsfarben, die die maschinell prüfbaren Eigenschaften verleihen, erfolgt typischerweise in Streifenform längs zur Fadenachse oder in Form von Blöcken senkrecht zur Fadenachse.

Aus der WO 92/11142 ist ein Sicherheitselement für Sicherheitsdokumente bekannt, das sowohl eine Negativschrift als auch ein magnetisches Sicherheitsmerkmal aufweist. Das Sicherheitselement besteht aus einer transluzenten Kunststofffolie als Trägermaterial mit einer ersten Metallisierungsschicht, worauf wiederum eine Schicht aus magnetischer Druckfarbe sowie eine weitere Metallisierungsschicht aufgebracht sind. Bei den Metallisierungsschichten handelt es sich um vakuumaufgedampfte Metallschichten oder um Metalleffektschichten, d. h. Schichten aus metallpigmenthaltiger Farbe oder Metallimitationsfarbe. Die Negativschrift wird erzeugt, indem das Trägermaterial vor dem Aufbringen des Schichtaufbaus im Bereich der späteren Negativschrift mit einer aktivierbaren Druckfarbe bedruckt wird. Durch Aktivieren der Druckfarbe werden die über der Druckfarbe liegenden Bereiche des Schichtaufbaus entfernt und es entstehen Aussparungen in Form der Negativschrift. Bei den aktivierbaren Druckfarben handelt es sich um Druckfarben, die durch Wärme erweichen, wodurch die Haftung am Trägermaterial geringer wird, oder um Druckfarben, die aufschäumende Additive enthalten, welche bei Erwärmung Gas abspalten, wodurch ebenfalls die Haftung am Trägermaterial geringer wird und die darüberliegenden Schichten aufgewölbt werden. Nachteilig ist, dass die gleichzeitige Entfernung mehrerer Schichten zu Aussparungen führt, deren Konturen nicht so scharf sind, wie es wünschenswert wäre, was insbesondere bei kleinen Zeichen nicht tolerierbar ist.

Deshalb werden gemäß einer anderen in dieser Schrift beschriebenen Ausführungsform die erste Metallisierungsschicht und die magnetpigmenthaltige Druckfarbe nur auf Teilbereiche des Trägermaterials aufgebracht. In den freien Teilbereichen wird die Negativschrift mit einer aktivierbaren Druckfarbe aufgedruckt und dann vollflächig die weitere Metallisierungsschicht aufgebracht. Durch das Aktivieren der Druckfarbe braucht nun lediglich eine Schicht abgelöst zu werden, was zu einer Negativschrift mit scharfen Konturen führt. '

Aus der WO 98/25236 ist ein Sicherheitselement bekannt, das aus einer zumindest transluzenten Kunststoffschicht besteht, die eine opake Schicht mit Aussparungen, die eine Negativschrift bilden, sowie eine maschinenlesbare magnetische Codierung aufweist, wobei die Aussparungen in den mägnetschichtfreien Bereichen des Sicherheitselements angeordnet sind. Die magnetische Codierung wird von einer weiteren opaken Schicht abgedeckt, so dass sie für einen Betrachter unsichtbar ist. Die opaken Schichten sind Metallisierungsschichten, d. h. aufgedampfte metallische Schichten oder mit metallpigmenthaltigen Farben aufgedruckte Schichten. Die Aussparungen der Negativschrift und die magnetischen Bereiche können auf dem Sicherheitselement in unterschiedlicher Weise geometrisch angeordnet sein. Die Negativschrift in der metallischen Beschichtung wird erzeugt, indem eine lösliche Farbschicht in Form der zu bildenden Negativschrift auf die Träger-Kunststoffschicht aufgedruckt wird, dann das Metall aufgedampft wird und anschließend die lösliche Druckfarbe mit einem Lösungsmittel gelöst wird, wobei die Druckfarbe gemeinsam mit dem darauf aufgedampften Metall entfernt wird.

Generell werden bei Sicherheitselementen die maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmale mithilfe sogenannter Funktionsfarben erzeugt. Die Funktionsfarben enthalten metallische Pigmente, wie z. B. Eisenoxide, zur Verleihung magnetischer Eigenschaften (Magnetlack), oder elektrisch leitfähige Partikel, wie z. B. Leitruß, zur Verleihung elektrischer Leitfähigkeit (Leitlack), oder sowohl metallische Pigmente als auch leitfähige Partikel, wenn magnetische Eigenschaften in Kombination mit elektrischen Eigenschaften erwünscht sind. Die Funktionsfarben sind daher physikalisch bedingt meist schwarz oder braun und grob strukturiert. Da die maschinenlesbaren Schichten die Optik des Sicherheitselements nicht stören sollen und die Maschinenlesbarkeit eines Sicherheitselements nicht mit dem unbewaffneten Auge offensichtlich erkennbar sein soll, werden die Schichten abgedeckt, und zwar üblicherweise mittels Metallisierungsschichten, wie in den vorgenannten Druckschriften offenbart. Das optische Erscheinungsbild hinsichtlich Farbe und Struktur der Oberflächen soll dabei nach Möglichkeit auf beiden Seiten des Sicherheitselements identisch sein, d. h., das Sicherheitselement soll nicht "zweiseitig" sein.

Bedingt durch die Zusammensetzung der Funktionsfarben mit metallischen und/oder leitfähigen Pigmenten kann es bei direktem Kontakt mit einer metallischen Schicht, beispielsweise einer aufgedampften Aluminiumschicht, wie sie für Sicherheitselemente häufig verwendet wird, bei Anwesenheit von Feuchtigkeit zur Entstehung eines galvanischen Elements und damit zu Korrosion kommen. Spuren von Feuchtigkeit sind ausreichend. Die Anwesenheit von Feuchtigkeit kann bei Sicherheitspapieren und Wertdokumenten, wie z. B. Banknoten, nicht ausgeschlossen werden. So werden diese beispielsweise in feuchten Klimazonen benutzt oder unter Umständen versehentlich mit einem Kleidungsstück mit gewaschen. Auch beim Herstellungsverfahren, insbesondere bei der Erzeugung einer Negativschrift, können die Sicherheitselemente mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, wie später noch ausgeführt wird.

Es ist daher erforderlich, Schutzmaßnahmen gegen die Entstehung derartiger galvanischer Elemente zu treffen. Zu diesem Zweck ist es bekannt, bei einem Sicherheitselement mit der Schichtfolge Kunststofffolie, Metalleffektschicht, maschinell überprüfbare Schicht aus Funktionsfarbe, metallische Schicht (mit Aussparungen in funktionsfarbefreien Bereichen), wie es beispielsweise aus der WO 92/11142 bekannt ist, zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der metallischen, die maschinell prüfbare Schicht abdeckenden Beschichtung eine Metalleffektschicht aus einer metallpigmenthaltigen Druckfarbe oder einer Metallimitationsfarbe vorzusehen.

Es ergibt sich dann die Schichtfolge: Kunststoffträgerfolie, Metalleffektschicht, maschinell prüfbare Schicht, Metalleffektschicht, metallische Schicht.

Die Metalleffektschicht zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der metallischen Schicht verhindert mit guter Zuverlässigkeit die Bildung eines galvanischen Elements und damit eine Korrosion des Sicherheitselements, ist aber auch mit einer Reihe von Nachteilen verbunden.

Der Druck der metallpigmenthaltigen Farben ist verhältnismäßig aufwendig. Die Farbe lässt sich wegen des hohen Anteils an Metallpartikeln, die den metallischen Glanz ergeben, nicht gut verdrucken, und bei zu niedriger Viskosität neigt die Farbe zum Spritzen. Die schlechte Verarbeitbarkeit führt zu großen Problemen bei der Steuerung des Drucks, denn die Abdeckung muss im Register auf den Magnetdruck gedruckt werden, was wiederum zu erhöhtem Ausschuss führt. Außerdem müssen während der Produktion häufig die Rakel gewechselt werden, da die metallpigmenthaltigen Farben stark abrasiv sind, so dass die Produktion häufig zum Stillstand kommt.

Die Trocknung der Schichtfolge Metalleffektschicht, maschinell prüfbare Schicht, Metalleffektschicht, ist extrem schwierig, was durch die hohe Porosität der Schichten bedingt ist, die ein Wegschlagen der Lösemittel von einer Schicht in eine andere ermöglicht. Insbesondere scheint das Lösemittel von der Metalleffektschicht in die maschinell prüfbare Schicht aus Funktionsfarbe wegzuschlagen. Die weggeschlagenen Lösemittel können bei späteren Trocknungsvorgängen "aufkochen" und Bläschen in den Schichten bilden. Außerdem führen die hohen Restlösemittelgehalte zu Problemen bei der Metallisierung, weil kein gutes Vakuum erzielbar ist, beim Kaschieren, weil ungewollte Reaktionen mit dem Kaschierlack auftreten können, und beim Schneiden der Sicherheitselemente auf die gewünschten Abmessungen, da Magnetabrieb auftreten kann.

Das Sicherheitselement zeigt ein deutlich zweiseitiges Erscheinungsbild. Der Grund liegt darin, dass der Druck einer Metalleffektschicht auf eine glatte Kunststoffträgerfolie ein relativ glattes glänzendes Bild ergibt, während der Druck einer Metalleffektschicht mit der gleichen Zusammensetzung auf die maschinell prüfbare Schicht kein glattes, sondern ein eher grob strukturiertes Bild ergibt. Die Funktionsfarben (Magnetlacke, Leitlacke) ergeben wegen der in ihnen enthaltenen groben Pigmente einen sehr rauen Untergrund für den Druck der Metalleffektschicht, und die Metalleffektschicht kann die raue Struktur der Oberfläche nicht ausnivellieren. Wird dann eine metallische Schicht aufgedampft, wirkt sie im Bereich der gedruckten Funktionsfarben daher grob strukturiert, während das Sicherheitselement, von der Gegenseite her betrachtet, homogen glänzend erscheint.

Im Übrigen sind die metallpigmenthaltigen Farben oder Metallimitationsfarben zur Erzeugung der Metalleffektschicht relativ teuer, und ihre Verwendung zieht überdies wegen ihrer hohen Abrasivität hohe Werkzeugkosten nach sich. Tiefdruckzylinder und Rakel müssen häufig gewechselt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Sicherheitselement für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument bereitzustellen, das eine metallische Beschichtung mit zumindest im Durchlicht erkennbaren Aussparungen sowie eine maschinell prüfbare Schicht mit mindestens einem maschinell prüfbaren Merkmal aufweist, bei dem Korrosionsprobleme vermieden werden und die vorstehend genannten Nachteile beseitigt oder zumindest verringert werden.

Diese Aufgabe wird durch die Sicherheitselemente mit den Merkmalen gemäß den Ansprüchen 1 und 9 gelöst. Verfahren zur Herstellung derartiger Sicherheitselemente sowie ein Sicherheitspapier und ein Wertdokument mit solchen Sicherheitselementen sind in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird bei einem Sicherheitselement mit der oben genannten Schichtfolge Kunststoffträgerfolie, Metalleffektschicht, maschinell prüfbare Schicht aus Funktionsfarbe, metallische Schicht mit Aussparungen in funktionsfarbefreien Bereichen, zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der metallischen Schicht eine Lackschicht aufgetragen. Das Sicherheitselement kann folgendermaßen hergestellt werden:

Eine möglichst lichtdurchlässige, transparente oder zumindest transluzente Trägerfolie, beispielsweise eine Polyesterfolie, bevorzugt eine PET-Folie, wird mit einer Metalleffekt-Zusammensetzung, d. h. einer metallpigmenthaltigen Farbe oder einer Metallimitationsfarbe, bedruckt, wobei zumindest die Teilbereiche der Folie, die später die Aussparungen aufweisen sollen, frei bleiben müssen (Freibereiche der Metalleffektschicht). Auf die Metalleffektschicht wird registerhaltig eine maschinell prüfbare Schicht, insbesondere eine Zusammensetzung mit mindestens einem maschinell prüfbaren Stoff, z. B. Magnetlack und/oder Leitlack, aufgedruckt, wobei die bedruckte Fläche nicht größer als die mit der Metalleffekt-Zusammensetzung bedruckte Fläche sein darf, damit die maschinell prüfbare Schicht, von der entgegengesetzten Seite her betrachtet, nicht sichtbar ist. Darauf wiederum wird eine Lackschicht gedruckt. Ein farbloser Lack kann vollflächig aufgedruckt werden, ein eingefärbter Lack muss so aufgedruckt werden, dass er unsichtbar bleibt, wenn das Sicherheitselement von der entgegengesetzten Seite her betrachtet wird.

Auf die freien Bereiche der Trägerfolie oder gegebenenfalls auf die nur mit der Lackschicht bedruckten Bereiche der Trägerfolie wird eine ablösbare Druckfarbe in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen aufgedruckt. Die Reihenfolge der Druckvorgänge ist dabei nicht wesentlich. Es kann auch zuerst die ablösbare Druckfarbe gedruckt werden und dann die übrigen Schichten, wobei jedoch möglichst die ablösbare Druckfarbe nicht von der Schutzlackschicht überdruckt werden sollte. Geeignete ablösbare Druckfarben und Verfahren zur Ablösung sind beispielsweise in der EP 0 330 733 , in der WO 92/11142 und in der WO 99/13157 offenbart, auf die hiermit Bezug genommen wird. Besonders bevorzugt ist die in der WO 99/13157 offenbarte lösliche Farbe. Die Farbe hat einen hohen Pigmentanteil und bildet nach dem Trocknen auf der Druckunterlage einen erhabenen Farbauftrag, der eine poröse Struktur mit großer Oberfläche besitzt. Anschließend wird eine metallische Beschichtung, beispielsweise aus Aluminium, Eisen, Kobalt oder Nickel, vollflächig aufgebracht, bevorzugt durch Aufdampfen im Vakuum. Die maschinell prüfbare Schicht ist nun nicht mehr sichtbar, egal von welcher Seite her das Sicherheitselement betrachtet wird. In den Bereichen der Aussparungen wird nun die ablösbare Druckfarbe mit der sie überlagernden metallischen Beschichtung wieder entfernt. Hinsichtlich der geeigneten Verfahrensweisen wird auf die EP 0 330 733 , die WO 92/11142 und die WO 99/13157 verwiesen.

Auf das Sicherheitselement werden vorzugsweise weitere schützende und/oder die Aufbringung auf bzw. die Einbringung in ein Papier erleichternde Schichten aufgebracht. Geeignete Schichten werden im Zusammenhang mit Fig.11 beschrieben. Abschließend kann der fertig gestellte Schichtaufbau dann auf die gewünschten Maße des Sicherheitselements zurechtgeschnitten werden.

Bei Verwendung der bevorzugten löslichen Farbe gemäß der WO 99/13157 bildet die metallische Beschichtung wegen der stark porigen Oberfläche des Farbauftrags keine zusammenhängende Metallschicht. Die Demetallisierung im Bereich der aufgedruckten Zeichen, Muster oder Codierungen ist hier besonders einfach mittels eines Waschvorgangs möglich. Bei dem Waschvorgang kann die Waschflüssigkeit die nicht zusammenhängende Beschichtung leicht durchdringen. Es ist deshalb leicht, die Druckfarbe zusammen mit der nicht zusammenhängenden Metallschicht abzuwaschen. Die Wirkung der Waschflüssigkeit kann durch mechanische Mittel, wie Bürsten, Walzen, oder Ultraschall, unterstützt werden. Bevorzugt enthält die ablösbare Druckfarbe wasserlösliche Bindemittel, so dass Wasser als Waschflüssigkeit verwendet werden kann. Zum Demetallisieren, d. h. zum Entfernen der Druckfarbe zusammen mit den auf der Druckfarbe aufgebrachten Bereichen der Metallschicht, wird die Trägerfolie vollständig in Wasser getaucht. Nach der Demetallisierung wird sorgfältig getrocknet. Dennoch können Spuren von Restwasser verbleiben, die als Elektrolyt wirken und Korrosion hervorrufen. Auch durch ein späteres Migrieren von Feuchtigkeit über die Schnittkanten des Sicherheitselements in den Schichtaufbau hinein kann Korrosion hervorgerufen werden.

Die Lackschicht zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der Metallschicht verhindert derartige Korrosionserscheinungen zuverlässig. Außerdem weist sie gegenüber der bisher verwendeten Metalleffektschicht eine Reihe von weiteren Vorteilen auf.

Die Lacke enthalten im Gegensatz zu den Metalleffekt-Zusammensetzungen keine festen Partikel und sind daher problemlos zu verdrucken. Schwierigkeiten bei der Steuerung eines registerhaltigen Drucks treten nicht oder nur in geringem Umfang auf und der Ausschuss reduziert sich merklich. Außerdem sind die Standzeiten von Zylindern und Rakeln sehr hoch.

Für einen Lack können andere Lösungsmittel verwendet werden als für eine Metalleffekt-Zusammensetzung, beispielsweise Ethanol anstelle von Ethylacetat. Die Trocknung des Lacks wird dadurch wesentlich einfacher, da ein Wegschlagen des Lösungsmittels in eine andere Schicht vermieden werden kann. Auch die sich aus der schwierigen Trocknung ergebenden Folgeprobleme werden vermieden.

Bei einer ausreichenden Auftragsmenge des Lacks füllt dieser die raue Oberfläche der maschinell prüfbaren Schicht aus z. B. Magnetlack und/oder Leitlack weitgehend auf, so dass eine relativ glatte Oberfläche erhalten wird. Wird auf diese Oberfläche nun eine metallische Schicht aufgedampft, erscheint auch die metallische Schicht relativ glatt, was bedeutet, dass das optische Erscheinungsbild der Vorder- und Rückseite des Sicherheitselements nach der Metallisierung homogener ist, dass sich die optische Zweiseitigkeit des Sicherheitselements also verringert.

Die durch die Beschichtung mit Lack erzielte glattere Oberfläche hat noch weitere Vorteile. So wird die Gefahr des Bruches der aufgedampften metallischen Beschichtung bei mechanischer Beanspruchung, beispielsweise beim Demetallisieren, verringert. Die elektrische Leitfähigkeit des Sicherheitselements ist damit gegenüber Umlaufbedingungen besser geschützt. Im Übrigen wird durch die glattere Oberfläche der abgedeckten maschinell prüfbaren Schicht auch die Demetallisierung im Waschverfahren einfacher.

Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kosten eines Lacks gegenüber einer metallpigmenthaltigen Druckfarbe bzw. einer Metallimitationsfarbe. Zu Buche schlagen auch die verringerten Werkzeugkosten aufgrund fehlender Abrasivität eines Schutzlacks. Zudem schützt der Lack den Schichtaufbau gegen chemische Angriffe. Dafür ist ein geeigneter chemisch resistenter Lack zu wählen. Als Beispiele geeigneter Lacke sind chemisch resistente und transparente Lacke auf Nitrocellulosebasis, Polyamid-, PVC-Basis oder auch vernetzende, transparente Lacke, beispielsweise isocyanatvernetzende Polyurethane zu nennen.

Neben den zahlreichen Vorteilen weist die oben beschriebene Ausführungsform auch einige Nachteile auf, die sie mit dem Stand der Technik gemeinsam hat und die unter anderem damit zusammenhängen, dass die metallische Schicht, in der die Aussparungen ausgebildet werden, als letzte Schicht der Schichtfolge Metalleffektschicht, maschinell prüfbare Schicht, metallische Schicht, aufgetragen wird.

Die Metalleffektschicht und die maschinell prüfbare Schicht bauen relativ stark auf. Aus wickeltechnischen Gründen ist daher die Rollenlänge vor dem Aufbringen der metallischen Schicht beschränkt. Außerdem können wegen der hohen Abrasivität des Magnetlacks/ des Leitlacks nur relativ kurze Bahnen bedruckt werden. Die Vakuumaufdampfung der metallischen Schicht findet deshalb an Rollen relativ kleiner Länge statt, so dass relativ zur Rollenlänge der beim Anfahren und Stoppen produzierte Ausschuss entsprechend hoch ist.

Zudem ist die Oberfläche, auf die die metallische Schicht aufgedampft wird, relativ uneben, da die Metalleffektschicht und die darauf aufgebrachte maschinell prüfbare Schicht erhabene Bereiche mit tiefer liegenden Bereichen dazwischen bilden. Die metallische Schicht bedeckt Erhebungen und Senken gleichermaßen. Bei bestimmten geometrischen Anordnungen der maschinell prüfbaren Schicht, beispielsweise in Form von Blöcken von Funktionsfarben, wie Magnetlack-Blöcken, kann eine Demetallisierung zwischen den Funktionsfarbe-Blöcken schwierig werden. Es kann zu unsauberem Auswaschen und unpräzisen Aussparungen kommen. Unerwünschte Auswaschungen beim Demetallisieren können auch durch eine sogenannte Tonung des Bindemittels, zu der es beim Drucken von Magnetlack/Leitlack immer wieder kommt, entstehen. Der Begriff "Tonung" bezeichnet hierbei das Phänomen, dass beim Tiefdruck an der Oberfläche des Tiefdruckzylinders ein mehr oder weniger dünner Bindemittelfilm verbleibt, der zu Rakelstreifen im Druckbild führen kann.

Die unebene Oberfläche kann auch dazu führen, dass bei bestimmten geometrischen Anordnungen der maschinell prüfbaren Schicht, beispielsweise in Form von Funktionsfarbe-Blöcken, wie Magnetlack-Blöcken, die dünne, aufgedampfte Metallschicht beim Demetallisieren mechanisch so stark belastet wird, dass sie reißt, und die vorher gegebene Leitfähigkeit unterbrochen wird. Für Sicherheitselemente mit geforderter Leitfähigkeit ist es daher erforderlich, zusätzlich eine gedruckte Leitlackschicht vorzusehen.

Eine weitere Folge der unebenen Oberfläche, auf die die Metallschicht aufgedampft wird, ist, dass von der Metallseite her die unterschiedlichen Bereiche (mit bzw. ohne Magnetlack und/ oder Leitlack) des Sicherheitselements oftmals erkennbar sind. Auch von der Rückseite her sind diese Bereiche identifizierbar, da die Metalleffektfarbe nicht völlig äquivalent zur aufgedampften Metallschicht ist.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden diese Probleme durch eine Änderung der Schichtfolge des Sicherheitselements und eine damit einhergehende Änderung des Verfahrensablaufs zur Herstellung des Sicherheitselements gelöst.

Das Sicherheitselement gemäß dem zweiten Erfindungsaspekt weist folgende Schichtfolge auf: transparente oder zumindest transluzente Kunststofffolie, metallische Schicht mit Aussparungen in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen in funktionsfarbefreien Bereichen, Schutzlackschicht oder Primer- bzw. Haftvermittlerschicht, maschinell prüfbare Schicht aus Funktionsfarbe (z. B. Magnetlack/Leitlack), Metallisierungsschicht, d.h. für den Betrachter metallisch erscheinende Schicht. Die für den Betrachter metallisch erscheinende Schicht wird zweckmäßig durch eine Metalleffektschicht oder eine metallische Schicht bereitgestellt.

Zur Erzeugung dieser Schichtfolge wird zuerst eine ablösbare Druckfarbe in Form der zu bildenden Aussparungen, d. h. mit dem gewünschten Demetallisierungsmotiv, auf eine transparente oder zumindest transluzente Trägerfolie aufgedruckt. Anschließend wird die bedruckte Trägerfolie mit einer metallischen Schicht, beispielsweise aus Aluminium oder einem anderen Metall, versehen; bevorzugt wird das Metall im Vakuum aufgedampft. Dann wird die Trägerfolie demetallisiert, d. h. in den mit der Druckfarbe bedruckten Bereichen wird die ablösbare Druckfarbe zusammen mit dem darauf aufgebrachten Metall entfernt. Das Demetallisierungsverfahren richtet sich dabei nach der verwendeten ablösbaren Druckfarbe. Es kann gegebenenfalls mechanisch unterstützt werden. Auf die metallische Schicht wird nun vollflächig eine transparente oder zumindest transluzente Haftvermittlerschicht oder Schutzlackschicht aufgedruckt. Die Haftvermittler- bzw. Schutzlackschicht schützt gegen die Bildung eines galvanischen Elements zwischen der metallischen Schicht und der nachfolgenden maschinell prüfbaren Schicht. Je nach Art des Lacks kann sie auch die Hafteigenschaften zwischen der metallischen Schicht und der maschinell prüfbaren Schicht verbessern (Haftvermittler) und/ oder die chemische und/ oder mechanische Beständigkeit des Sicherheitselementverbunds erhöhen. Als Beispiele geeigneter Lacke sind Lacke auf Nitrocellulosebasis, PVC-Basis, Polyamidbasis oder vernetzende Lacke, insbesondere isocyanatvernetzende Polyurethane, zu nennen. Auf die Haftvermittler- bzw. Schutzlackschicht werden nun weitere Schichten in Folge im sogenannten Insetter-Verfahren im Register zum demetallisierten Motiv aufgedruckt, d. h. das demetallisierte Motiv wird nicht verdeckt.

Als Erstes wird die maschinell prüfbare Schicht, z. B. aus Magnetlack und/ oder Leitlack, aufgedruckt und darauf folgt eine metallisch erscheinende Schicht, z. B. eine Schicht aus Metalleffektfarbe, wie eine metallpigmenthaltige Druckfarbe. Die Metalleffektfarbe bedeckt die maschinell prüfbare Schicht, die nun von keiner Seite des Sicherheitselements her mehr sichtbar ist. Die maschinell prüfbare Schicht wird zweckmäßig aus einer Zusammensetzung gebildet, die mindestens einen maschinell prüfbaren Stoff enthält.

Die für diesen Erfindungsaspekt zu verwendenden Materialien, wie Kunststofffolie, Metalle, Schutzlacke, Magnetlacke, Leitlacke, Metalleffektfarben, ablösbare Druckfarben (und Verfahren zur Ablösung) etc., sind dieselben wie bei dem zuerst genannten Erfindungsaspekt.

Diese Ausführungsform weist die Vorteile der zuerst genannten Ausführungsform auf sowie zusätzliche Vorteile. Insbesondere ist aufgrund der ebenen Oberfläche, auf der sich die Metallschicht befindet, die mechanische Belastung beim Demetallisieren gering, wodurch die Gefahr einer Unterbrechung der elektrischen Leitfähigkeit wesentlich verringert ist. Der Druck von (zusätzlichen) Leitlackspuren kann deshalb entfallen. Die ebene Oberfläche ermöglicht auch eine präzisere, konturenscharfe Demetallisierung ohne unsaubere Auswaschungen. Da die Demetallisierung vor dem Drucken der Funktionsfarbe stattfindet, bleibt eine eventuelle Tonung der Funktionsfarben auch ohne Einfluss auf die Demetallisierung.

Beim Aufbringen der Metallschicht befinden sich noch keine auftragenden Schichten auf der Trägerfolie. Daher ist eine Vakuum-Metallisierung großer Rollenlängen möglich. Der beim Anfahren und Beenden unvermeidbare Ausschuss ist deshalb, relativ zur Rollenlänge, nur klein.

Die innen liegenden Schichten werden optisch sehr gut kaschiert. Durch die vollflächig auf die Trägerfolie aufgebrachte metallische Beschichtung entspricht das Erscheinungsbild dieser Seite des Sicherheitselements einem Sicherheitselement, das lediglich eine metallische Schicht mit Aussparungen aufweist. Bei einer seitenrichtigen Aufbringung des Sicherheitselements auf ein Sicherheitspapier sind die weiteren Schichten und insbesondere die maschinell prüfbare Schicht nicht zu erkennen. Wenn das Sicherheitselement auf der Rückseite des Papiers nicht sichtbar sein soll, kann das Sicherheitselement an seiner Rückseite zusätzlich mit einer Deckweißschicht bedruckt werden. Dieser Deckweißdruck kann auch gleichzeitig zur Online-Überprüfung der seitenrichtigen Einbringung auf der Papiermaschine genutzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform dieses Aspekts der Erfindung kann zwischen der Schicht aus Metalleffektfarbe und der maschinell prüfbaren Schicht eine zweite transparente oder zumindest transluzente Schutzlackschicht vollflächig vorgesehen werden. Bevorzugt wird diese Schicht aufgedruckt.

Durch die zweite Schutzlackschicht ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass die raue, körnige Oberfläche der maschinell prüfbaren Schicht eingeebnet wird und auf der glatteren Oberfläche der maschinell prüfbaren Schicht ergibt die Metalleffektfarbe ein optisch homogeneres Druckbild. Die optische Zweiseitigkeit des Sicherheitselements wird daher verringert.

Anstelle der Schicht aus Metalleffektfarbe kann als metallisch erscheinende Schicht auch eine zweite metallische Schicht verwendet werden. Wie die Schicht aus Metalleffektfarbe wird auch die zweite metallische Schicht bevorzugt im Wesentlichen nur in den Bereichen, in denen die maschinell prüfbare Schicht aufgedruckt ist, vorgesehen, damit die Aussparungen in der auf die Trägerfolie aufgebrachten, ersten metallischen Schicht gut sichtbar bleiben. Zur Verhinderung der Bildung eines galvanischen Elements zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der zweiten metallischen Schicht wird zwischen diesen Schichten eine zweite Schutzlackschicht vollflächig aufgedruckt. Um die Sichtbarkeit der Aussparungen nicht zu behindern, muss die zweite Schutzlackschicht transparent oder zumindest transluzent sein.

Zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements wird nach dem Aufdrucken der maschinell prüfbaren Schicht vollflächig die zweite Schutzlackschicht aufgedruckt und dann auf die Bereiche, die später nicht mit einer metallischen Schicht bedeckt sein sollen, eine ablösbare Druckfarbe aufgedruckt. Zumindest der Bereich der Aussparungen in der ersten metallischen Schicht ist mit der ablösbaren Druckfarbe zu bedrucken. Danach wird die zweite metallische Schicht aufgedampft und anschließend mit einem geeigneten Demetallisierungsverfahren, je nach verwendeter ablösbarer Druckfarbe, in den mit ablösbarer Druckfarbe bedruckten Bereichen demetallisiert.

Die Abdeckung durch die zweite metallische Schicht hat den Vorteil, dass sie die Sichtbarkeit der Magnetlack- bzw. Leitlack-Blöcke stark reduziert, da die optischen Eigenschaften durch die Metallschicht vorgegeben werden. Es bleibt lediglich die Sichtbarkeit durch eine gewisse Rauigkeit der abgedeckten Schichten, vor allem beim Magnetlack-Druck, die jedoch bereits durch den Schutzlack gut ausgeglichen wird. Sie kann noch weiter verringert werden, indem die maschinell prüfbare Schicht zusätzlich mit Metalleffektfarbe bedruckt wird und die zweite Schutzlackschicht auf der Schicht aus Metalleffektfarbe vorgesehen wird.

Auch Kombinationen der vorstehend erläuterten Ausführungsformen sind möglich.

Zum besseren Schutz des Schichtaufbaus des Sicherheitselements kann bei allen Ausführungsformen die metallisch erscheinende Schicht (Metalleffektschicht oder metallische Schicht) mit einer zusätzlichen abdeckenden Schicht aus Schutzlack bedruckt werden.

Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren, die erläuternd, aber nicht beschränkend zu verstehen sind, genauer beschrieben. Zur besseren Anschaulichkeit wird in den Figuren auf eine maßstabs- und proportionsgetreue Darstellung verzichtet.

Es zeigen: '

Fig. 1
eine schematische Darstellung eines Wertdokuments mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
Fig. 2
ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement in Aufsicht,
Fig. 3, 4
einen Schichtaufbau eines Sicherheitselements nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung entlang Schnitt A-A in Fig. 2 in verschiedenen Herstellungsstadien,
Fig. 5
einen Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements wie in Fig. 3, 4 entlang Schnitt A-A in Fig. 2 bei der Herstellung als Rollenware,
Fig. 6-8
einen Schichtaufbau eines Sicherheitselements nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung entlang Schnitt A-A in Fig. 2 in verschiedenen Herstellungsstadien,
Fig. 9 - 10
einen Schichtaufbau eines Sicherheitselements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung entlang Schnitt A-A in Fig. 2 in verschiedenen Herstellungsstadien, und
Fig. 11
einen typischen Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements.

Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Wertdokument 1, wie eine Banknote, in das ein Sicherheitselement 2 in Form eines sogenannten Fenstersicherheitsfadens eingebettet ist. Hierbei wird der Sicherheitsfaden 2 während der Papierherstellung in die Papiermasse quasi eingewebt, so dass er in regelmäßigen Abständen direkt an die Werkdokumentenoberfläche tritt, was durch die schraffierten Kästchen angedeutet wird. Alternativ ist es jedoch auch möglich, den Faden vollständig in das Papier einzubetten oder ihn so mit dem Werkdokumentenmaterial zu verbinden, dass er vollflächig an der Oberfläche zu sehen ist.

Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement, wie es sich einem Betrachter in Aufsicht darbietet. Der Betrachter sieht eine metallische oder zumindest metallisch erscheinende Schicht, die Aussparungen 9, im Ausführungsbeispiel in Form einer sogenannten Negativschrift, aufweist. Eine maschinell prüfbare Schicht 5 wird von einer metallischen Schicht 7 verdeckt und ist daher nicht ohne zusätzliche Hilfsmittel zu lokalisieren. Die maschinell prüfbare Schicht 5 ist dabei in einem Bereich des Elements 2 angeordnet, in dem sich keine Aussparungen 9 befinden, um die Aussparungen 9 nicht zu verdecken. Es versteht sich, dass es sich bei den Aussparungen nicht unbedingt um eine "Schrift" handeln muss, sondern dass darunter beliebige Zeichen, Darstellungen oder Motive zu verstehen sind.

Die Fig. 3 und 4 zeigen ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement, geschnitten entlang der Linie A-A in Fig. 2, in verschiedenen Herstellungsstadien. Eine transluzente Kunststoffträgerfolie 3, beispielsweise eine PET-Folie, ist mit einer Metalleffektschicht 4, beispielsweise einer metallpigmenthaltigen Druckfarbe, bedruckt. Darauf wiederum ist eine maschinell prüfbare Schicht 5, beispielsweise aus Magnetlack oder Leitlack, aufgedruckt. In Fig. 3 sind die Metalleffektschicht 4 und die maschinell prüfbare Schicht 5 miteinander bündig. Dies ist nicht zwingend erforderlich; wesentlich ist lediglich, dass die maschinell prüfbare Schicht vollständig von der Metalleffektschicht 4 verdeckt wird, wenn man das Sicherheitselement 2 von der Folienseite her (untere Seite in Fig. 3) betrachtet. Von der entgegengesetzten Seite her wird die maschinell prüfbare Schicht 5 durch eine vollflächig aufgedampfte metallische Schicht 7 abgedeckt. Die metallische Schicht 7 erstreckt sich auch über die Bereiche der Kunststoffträgerfolie 3, die nicht mit der Metalleffektschicht 4 bedruckt sind (Freibereiche). In diesen Bereichen ist die Kunststofffolie 3 mit einer ablösbaren Druckfarbe 8 in Form der zu bildenden Aussparungen 9 bedruckt. Zwischen der maschinell prüfbaren Schicht 5 und der metallischen Schicht 7 befindet sich eine Schicht aus Schutzlack 6, die die Bildung eines galvanischen Elements zwischen der maschinell prüfbaren Schicht 5 und der metallischen Schicht 7 verhindert. Um einen besonders wirksamen Korrosionsschutz zu erzielen, sollte die Schicht aus Schutzlack 6 größer sein als die maschinell prüfbare Schicht 5, d. h. sie sollte sich über die mit der Schicht 5 bedruckten Bereiche hinaus erstrecken. Auf diese Weise wird auch ein Kontakt zwischen der metallischen Schicht 7 und der maschinell prüfbaren Schicht 5 an den Flanken verhindert.

Fig. 4 zeigt das Sicherheitselement 2 gemäß Fig. 3 nach der Demetallisierung. An den Stellen, an denen sich in Fig. 3 die ablösbare Druckfarbe 8 befand, weist die metallische Schicht 7 nun Aussparungen 9 in Form der Negativschrift auf. Durch die Demetallisierung wurde an diesen Stellen die metallische Schicht 7 zusammen mit der ablösbaren Druckfarbe 8 entfernt.

Fig. 5 zeigt denselben Typ von Sicherheitselement wie die Fig. 3 und 4 bei der Herstellung als Rollenware vor dem Zuschnitt. Die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente 2 sind zwar theoretisch einzeln herstellbar, in der Praxis werden sie jedoch als Rollenware hergestellt und zugeschnitten. Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt mit zwei Sicherheitselementen, die entlang der Linie B-B voneinander zu trennen sind. Die geometrische Anordnung der Schichten Metalleffektschicht 4, maschinell prüfbare Schicht 5, Schutzlackschicht 6 und metallische Schicht 7 weicht in Fig. 5 von der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Anordnung ab. Sie sind nicht miteinander bündig, aber so ausgeführt, dass die maschinell prüfbare Schicht 5 auf der einen Seite vollständig von der Metalleffektschicht 4 verdeckt wird und auf der anderen Seite vollständig von der metallischen Schicht 7 verdeckt wird. Die Schutzlackschicht 6 bedeckt sowohl die maschinell prüfbare Schicht 5 als auch die Metalleffektschicht 4 und erstreckt sich bis zur Kunststofffolie 3. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der Schutzlack transparent oder transluzent ist, da er ansonsten an zumindest einer Seite des Sicherheitselements sichtbar wäre. Sofern er die Demetallisierung der Aussparungen 9 dabei nicht behindert, kann ein transparenter oder transluzenter Schutzlack alternativ auch vollflächig aufgetragen werden. Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform schafft der Schutzlack an Metalleffektschicht und maschinell prüfbarer Schicht eine im Wesentlichen glatte Oberfläche. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn als ablösbare Druckfarbe 8 eine Waschfarbe gemäß WO 99/13157 mit sehr poröser Oberfläche gewählt wird. Der Kontrast zwischen den Oberflächenstrukturen ist dann besonders hoch und begünstigt ein sauberes Auswaschen bei der Demetallisierung, d. h. Aussparungen mit scharfen Konturen.

Die Fig. 6 bis 10 zeigen den Schichtaufbau von Sicherheitselementen 2, bei denen die metallische Schicht 7, in der die Aussparungen 9 ausgebildet werden, als erste Schicht unmittelbar auf die Trägerfolie 3 aufgebracht, insbesondere aufgedampft wird. Zuerst wird eine Druckfarbe 8, bevorzugt eine lösliche Druckfarbe, in Form der herzustellenden Aussparungen, beispielsweise in Form einer Negativschrift, auf die Trägerfolie aufgedruckt. Als Nächstes wird eine metallische Beschichtung, beispielsweise aus Aluminium, vollflächig aufgebracht, z. B. im Vakuum aufgedampft. Dieser Zustand ist in Fig. 6 gezeigt. Anschließend wird die Trägerfolie mit der darauf ausgebildeten metallischen Schicht 7 demetallisiert, bevorzugt durch Eintauchen in Wasser, wenn es sich bei der Druckfarbe 8 um eine lösliche Druckfarbe handelt. Die Druckfarbe und die darauf befindlichen Bereiche der metallischen Schicht 7 werden abgewaschen, und die Aussparungen 9 treten zutage. Das Auswaschen kann durch mechanische Mittel unterstützt werden, wobei durch die ebene Ausbildung der metallischen Schicht 7 die mechanische Beanspruchung der Schicht 7 beim Demetallisieren gering bleibt, so dass ein Reißen der Schicht und ein damit verbundener Verlust der elektrischen Leitfähigkeit vermieden werden kann. Die metallische Schicht 7 inklusive der Bereiche der Aussparungen 9 wird nach dem Trocknen durch eine Lackschicht 10 abgedeckt. Die Lackschicht 10 muss transparent oder zumindest transluzent sein, um die visuelle Sichtbarkeit der Aussparungen nicht zu behindern. Auf die Lackschicht 10 wiederum wird die maschinell prüfbare Schicht 5, beispielsweise eine Magnetschicht aus Magnetlack, aufgedruckt. Dieser Verfahrensstand ist in Fig. 7 zu sehen. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, bedeckt die Magnetschicht 5 nur die aussparungsfreien Bereiche (die Bereiche mit Aussparungen sind Freibereiche der Magnetschicht) und ist so dimensioniert, dass sie bei Betrachtung des Sicherheitselements von der Seite der metallischen Schicht 7 her unsichtbar bleibt, da sie von der metallischen Schicht 7 vollständig verdeckt wird.

An der anderen Seite des Sicherheitselements 2 wird die Magnetschicht 5 von einer aufgedruckten Metalleffektschicht 4 abgedeckt. Die Metalleffektschicht 4 wird entweder unmittelbar auf die maschinell prüfbare Schicht 5 aufgedruckt oder es wird zuerst eine zweite Schutzlackschicht 11 vollflächig auf den gesamten Schichtaufbau aufgedruckt, wie in Fig. 8 gezeigt. In jedem Fall ist die Metalleffektschicht 4 so zu dimensionieren, dass sie einerseits die Magnetschicht 5 für einen Betrachter unsichtbar macht, die Magnetschicht 5 also vollständig abdeckt, andererseits aber die Bereiche der Aussparungen 9 frei lässt, so dass diese sichtbar bleiben. Auch die Schutzlackschicht 11 muss transparent oder zumindest transluzent sein, um die Sichtbarkeit der Aussparungen 9 nicht zu beeinträchtigen. Die Schutzlackschicht 11 bewirkt eine Glättung der Oberfläche der rauen Magnetschicht 5 und bietet somit einen besseren Untergrund für die Metalleffektschicht 4. Die Metalleffektschicht 4 erscheint dadurch einem Betrachter glatter und glänzender und damit insgesamt der metallischen Schicht 7 ähnlicher. Die Schutzlackschicht 11 bewirkt somit eine Verringerung der optischen Zweiseitigkeit des Sicherheitselements 2.

Anstelle der in Fig. 8 gezeigten Metalleffektschicht 4 kann auch eine zweite metallische Schicht 12 vorgesehen werden. Bei der Aufbringung der zweiten metallischen Schicht 12 muss dafür Sorge getragen werden, dass die Bereiche der Aussparungen 9 sichtbar bleiben und die maschinell prüfbare Schicht 5 verdeckt wird. Zu diesem Zweck werden zumindest die Bereiche der Aussparungen 9 mit einer ablösbaren Druckfarbe 8 überdruckt, beispielsweise mit derselben ablösbaren Druckfarbe, wie sie auch bei der Aufbringung der metallischen Schicht 7 verwendet wurde. Nun kann vollflächig die zweite metallische Schicht 12, beispielsweise eine Aluminiumschicht, aufgedampft werden. Fig. 9 zeigt den resultierenden Schichtaufbau. Durch nachfolgendes Demetallisieren der metallischen Schicht 12, beispielsweise durch Auswaschen der löslichen Druckfarbe 8 und der darüberliegenden Bereiche der metallischen Schicht 12, werden die Aussparungen 9 wieder sichtbar. Die maschinell prüfbare Schicht 5 jedoch wird von der zweiten metallischen Schicht 12 vollständig abgedeckt, so dass sie für einen Betrachter unsichtbar bleibt. Dieser Schichtaufbau nach der Demetallisierung der metallischen Schicht 12 ist in Fig. 10 gezeigt. Das in Fig. 10 gezeigte Sicherheitselement 2 weist hier zusätzlich eine optionale transparente oder zumindest transluzente dritte Lackschicht 13 auf, die das Sicherheitselement zusätzlich schützt. Die zweite metallische Schicht 12 hat gegenüber der Metalleffektschicht 4 (Fig. 8) den Vorteil, dass sie der metallischen Schicht 7, die die Magnetschicht 5 auf der anderen Seite abdeckt, optisch ähnlicher ist als die Metalleffektschicht 4. Das Sicherheitselement 2 zeigt daher, von beiden Seiten her betrachtet, ein weitgehend identisches Erscheinungsbild.

Bei dem in den Fig. 9 und 10 gezeigten Schichtaufbau ist zwischen der Magnetschicht 5 und der zweiten Lackschicht 11 eine weitere Metalleffektschicht 4 vorgesehen. Diese Metalleffektschicht 4 ist optional und kann auch weggelassen werden. Sie dient der weiteren Verbesserung des optischen Erscheinungsbilds durch Kaschierung der Magnetschicht 5 und Ausgleichen der rauen Oberfläche dieser Schicht.

Sicherheitselemente, wie beispielsweise Sicherheitsfäden oder Sicherheitsbänder, weisen typischerweise weitere Schichten auf, die dem Schutz gegen chemische und/oder mechanische Einwirkungen dienen und/oder die Aufoder Einbringbarkeit des Sicherheitselements auf bzw. in ein Sicherheitspapier fördern. Ein geeigneter Schichtaufbau ist in Fig. 11 gezeigt. Genauer zeigt Fig. 11 ein Sicherheitselement 2, wie es in Fig.10 dargestellt ist, mit weiteren Schichten, und zwar vor dem Zuschnitt, d. h., dargestellt ist ein Ausschnitt aus einer Rollenware, der drei Einzel-Sicherheitselemente 2a, 2b und 2c zeigt. An der Seite der Trägerfolie 3 sind eine Primer- bzw. Haftvermittlerschicht 15a und eine Heißsiegellackschicht 14a vorgesehen. An die optionale . Schutzlackschicht 13 schließen sich eine Klebstoffschicht 18, eine weitere Kunststofffolie 17, beispielsweise aus PET, eine Primer- bzw. Haftvermittlerschicht 15b, eine Deckweißschicht 16, eine weitere Primerschicht 15c und eine Heißsiegellackschicht 14b, in dieser Reihenfolge, an. Es soll noch besonders auf die Deckweißschicht 16 hingewiesen werden, die eine gewisse Besonderheit in dem Schichtaufbau darstellt. Die Deckweißschicht 16 wird dann vorgesehen, wenn ein Sicherheitselement möglichst nur an einer Seite eines Sicherheitspapiers oder Wertdokuments sichtbar sein soll. Der Deckweißdruck auf der Sicherheitselement-Rückseite dient der Reduzierung der Sichtbarkeit des Sicherheitselements auf der Papierrückseite. Außerdem kann er zur Online-Überprüfung der seitenrichtigen Einbringung auf der Papiermaschine genutzt werden.

Die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente können jede beliebige Form aufweisen. Die gängigsten Formen sind Sicherheitsfäden und Sicherheitsbänder. In diesen Sicherheitselementen können die maschinell prüfbaren Bereiche und die Bereiche mit z. B. in Form einer Negativschrift vorliegenden Aussparungen geometrisch unterschiedlich angeordnet sein, beispielsweise in Laufrichtung eines Sicherheitsfadens alternierend oder jeweils parallel in Laufrichtung des Fadens. Die maschinell prüfbare Schicht kann so ausgebildet werden, dass sie eine Codierung bildet. Hinsichtlich möglicher Anordnungen einer Negativschrift in Kombination mit einer maschinell prüfbaren Schicht und insbesondere hinsichtlich möglicher Arten und Anordnungen magnetischer Codierungen in Kombination mit einer Negativschrift, wird auf die WO 98/25236 verwiesen.

Die vorstehend aufgeführten Schichtaufbauten sind für alle Sicherheitselemente mit spezifizierten Magnet- und Leitfähigkeitseigenschaften, insbesondere für entsprechende Sicherheitsfäden und Sicherheitsbänder, geeignet. Hierzu gehören beispielsweise Magnetfäden mit und ohne spezifizierte Leitfähigkeit, magnetcodierte Fäden mit und ohne elektrische Leitfähigkeit, Hologrammfäden mit Aussparungen, und Magnetpisten oder Magnetcodes mit und ohne elektrische Leitfähigkeit sowie Fäden mit Aussparungen, und Magnetpisten oder Magnetcodes mit und ohne elektrische Leitfähigkeit, die zusätzlich einen Farbkippeffekt beispielsweise aufgrund von Interferenzeffekten zeigen.


Anspruch[de]
Sicherheitselement für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte oder dergleichen, mit zumindest im Durchlicht visuell erkennbaren Zeichen, Mustern oder Codierungen, umfassend - eine transparente oder zumindest transluzente Kunststoffschicht, - eine erste metallische Schicht mit Aussparungen in Form der Zeichen, Muster oder Codierungen, - eine maschinell prüfbare Schicht mit Freibereichen, - eine für den Betrachter metallisch erscheinende Schicht mit Freibereichen, die in der genannten Reihenfolge übereinander angeordnet sind, wobei die Freibereiche der maschinell prüfbaren Schicht und der metallisch erscheinenden Schicht so dimensioniert und angeordnet sind, dass die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der ersten metallischen Schicht gewährleistet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten metallischen Schicht und der maschinell prüfbaren Schicht eine transparente oder zumindest transluzente Haftvermittlerschicht oder erste Schutzlackschicht vollflächig vorgesehen ist.
Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die metallisch erscheinende Schicht eine Metalleffektschicht ist. Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der Metalleffektschicht eine zweite transparente oder zumindest transluzente Schutzlackschicht vollflä- - chig vorgesehen ist. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die metallisch erscheinende Schicht durch eine zweite metallische Schicht gebildet ist, und dass zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der zweiten metallischen Schicht eine transparente oder zumindest transluzente zweite Schutzlackschicht vollflächig vorgesehen ist. Sicherheitselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der transparenten oder zumindest transluzenten zweiten Schutzlackschicht eine Metalleffektschicht mit Freibereichen, die so dimensioniert und angeordnet sind, dass die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der ersten metallischen Schicht gewährleistet ist, vorgesehen ist. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Schichtaufbau eine transparente oder zumindest transluzente dritte Schutzlackschicht vollflächig vorgesehen ist. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement an der von der ersten metallischen Schicht abgewandten Seite mit einer Deckweißschicht ausgestattet ist. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite und/oder die dritte Schutzlackschicht aus einem Lack auf Nitrocellulosebasis, PVC-Basis, Polyamidbasis oder aus einem vernetzenden Lack besteht Sicherheitselement für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte oder dergleichen, mit zumindest im Durchlicht visuell erkennbaren Zeichen, Mustern oder Codierungen, umfassend - eine transparente oder zumindest transluzente Kunststoffschicht, - eine Metalleffektschicht mit Freibereichen, - eine maschinell prüfbare Schicht mit Freibereichen, - eine metallische Schicht mit Aussparungen in Form der Zeichen, Muster oder Codierungen,

die in der genannten Reihenfolge übereinander angeordnet sind, wobei die Freibereiche der Metalleffektschicht und der maschinell prüfbaren Schicht so dimensioniert und angeordnet sind, dass die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der metallischen Schicht gewährleistet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der metallischen Schicht eine Lackschicht vorgesehen ist, die die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der metallischen Schicht nicht beeinträchtigt.
Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht transparent oder transluzent ist und zumindest bereichsweise vorgesehen ist. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht farbig ist und Freibereiche aufweist, die so dimensioniert und angeordnet sind, dass die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der metallischen Schicht gewährleistet ist. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht aus einem Lack auf Nitrocellulosebasis, PVC-Basis, Polyamidbasis oder aus einem vernetzenden Lack besteht Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die maschinell prüfbare Schicht einen Code bildet. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die maschinell prüfbare Schicht eine Zusammensetzung mit mindestens einem maschinell prüfbaren Stoff umfasst. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement weitere Schichten zum Schutz gegen chemische und/oder mechanische Einwirkungen und/oder zur Förderung der Aufbringbarkeit auf oder der Einbringbarkeit in Papier aufweist. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Sicherheitsfaden oder ein Sicherheitsband ist. Wertdokument oder Sicherheitspapier zur Herstellung eines Wertdokuments, wie einer Banknote, einer Ausweiskarte oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass das Wertdokument oder Sicherheitspapier mit mindestens einem Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgestattet ist. Wertdokument oder Sicherheitspapier zur Herstellung eines Wertdokuments nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement zumindest teilweise in das Material des Wertdokuments oder Sicherheitspapiers eingebettet ist. Wertdokument oder Sicherheitspapier zur Herstellung eines Wertdokuments nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement auf der Oberfläche des Wertdokuments oder Sicherheitspapiers angeordnet ist. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte oder dergleichen, mit zumindest im Durchlicht visuell erkennbaren Zeichen, Mustern oder Codierungen, gekennzeichnet durch folgende Schritte: - Auftragen einer ablösbaren Druckfarbe in Form der Zeichen, Muster oder Codierungen, die beim fertig gestellten Sicherheitselement zumindest im Durchlicht visuell erkennbar sein sollen, auf Teilbereiche einer transparenten oder zumindest transluzenten Trägerfolie, - vollflächiges Aufbringen einer metallischen Schicht auf die transparente oder zumindest transluzente Trägerfolie, - Demetallisieren der metallischen Schicht durch Entfernen der ablösbaren Druckfarbe und der auf der ablösbaren Druckfarbe aufgebrachten Bereiche der metallischen Schicht, - vollflächiges Auftragen einer transparenten oder zumindest transluzenten Haftvermittlerschicht oder ersten Schutzlackschicht auf die metallische Schicht, ' - Auftragen einer maschinell prüfbaren Schicht auf Teilbereiche der Haftvermittlerschicht oder der ersten Schutzlackschicht dergestalt, dass die Erkennbarkeit der Aussparungen der metallischen Schicht nicht beeinträchtig wird, - Auftragen einer Metalleffektschicht auf die maschinell prüfbare Schicht und gegebenenfalls auf Teilbereiche der Haftvermittlerschicht oder der ersten Schutzlackschicht dergestalt, dass die Erkennbarkeit der Aussparungen der metallischen Schicht nicht beeinträchtigt wird, und - gegebenenfalls Zuschneiden des Sicherheitselements auf ein gewünschtes Maß. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der maschinell prüfbaren Schicht und der Metalleffektschicht eine zweite transparente oder zumindest transluzente Schutzlackschicht vollflächig aufgetragen wird. ' Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die ablösbare Druckfarbe durch Auswaschen mit einer Flüssigkeit, bevorzugt mit Wasser, entfernt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass auf den gebildeten Schichtaufbau eine dritte transparente oder zumindest transluzente Schutzlackschicht vollflächig aufgetragen wird. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte oder dergleichen, mit zumindest im Durchlicht visuell erkennbaren Zeichen, Mustern oder Codierungen, gekennzeichnet durch folgende Schritte: - Auftragen einer ersten ablösbaren Druckfarbe in Form der Zeichen, Muster oder Codierungen, die beim fertig gestellten Sicherheitselement zumindest im Durchlicht visuell erkennbar sein sollen, auf Teilbereiche einer transparenten oder zumindest transluzenten Trägerfolie, . - vollflächiges Aufbringen einer ersten metallischen Schicht auf die transparente oder zumindest transluzente Trägerfolie, - Demetallisieren der ersten metallischen Schicht durch Entfernen der ersten ablösbaren Druckfarbe und der auf der ersten ablösbaren Druckfarbe aufgebrachten Bereiche der ersten metallischen Schicht, - vollflächiges Auftragen einer transparenten oder zumindest transluzenten Haftvermittlerschicht oder ersten Schutzlackschicht auf die erste metallische Schicht, - Auftragen einer maschinell prüfbaren Schicht auf Teilbereiche der Haftvermittlerschicht oder der ersten Schutzlackschicht dergestalt, dass die visuelle Erkennbarkeit der Aussparungen der ersten metallischen Schicht nicht beeinträchtig wird, - vollflächiges Auftragen einer zweiten transparenten oder zumindest transluzenten Schutzlackschicht auf die maschinell prüfbare Schicht und auf Teilbereiche der Haftvermittlerschicht oder der ersten Schutzlackschicht, - Auftragen einer zweiten ablösbaren Druckfarbe dergestalt, dass zumindest die Aussparungen in der ersten metallischen Schicht von der zweiten ablösbaren Druckfarbe bedeckt werden, - vollflächiges Aufbringen einer zweiten metallischen Schicht auf den Schichtaufbau, - Demetallisieren der zweiten metallischen Schicht durch Entfernen der zweiten ablösbaren Druckfarbe und der auf der zweiten ablösbaren Druckfarbe aufgebrachten Bereiche der zweiten metallischen Schicht, und - gegebenenfalls Zuschneiden des Sicherheitselements auf ein gewünschtes Maß. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftragen der zweiten ablösbaren Druckfarbe die Bereiche, in denen die maschinell prüfbare Schicht vorgesehen ist, frei bleiben. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass auf die maschinell prüfbare Schicht eine Metalleffektschicht registerhaltig aufgetragen wird, so dass die maschinell prüfbare Schicht vollständig von der Metalleffektschicht bedeckt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass auf den gebildeten Schichtaufbau eine dritte transparente oder zumindest transluzente Schutzlackschicht vollflächig aufgetragen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite ablösbare Druckfarbe durch Auswaschen mit einer Flüssigkeit, bevorzugt mit Wasser, entfernt wird. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte oder dergleichen, mit zumindest im Durchlicht visuell erkennbaren Zeichen, Mustern oder Codierungen, gekennzeichnet durch folgende Schritte: - Auftragen einer Metalleffektschicht auf Teilbereiche einer transparenten oder zumindest transluzenten Trägerfolie, - registerhaltiges Auftragen einer maschinell prüfbaren Schicht auf die Metalleffektschicht, - Auftragen einer Lackschicht auf die maschinell prüfbare Schicht und gegebenenfalls auf Teilbereiche der Metalleffektschicht und/ oder der transparenten oder zumindest transluzenten Trägerfolie, - Auftragen einer ablösbaren Druckfarbe in Form der Zeichen, Muster oder Codierungen, die beim fertiggestellten Sicherheitselement zumindest im Durchlicht visuell erkennbar sein sollen, auf Teilbereiche der Trägerfolie oder der Lackschicht, wobei die ablösbare Druckfarbe in anderen Teilbereichen der Trägerfolie aufgetragen wird als die Metalleffektschicht, - vollflächiges Aufbringen einer metallischen Schicht auf den Schichtaufbau, - Demetallisieren der metallischen Schicht durch Entfernen der ablösbaren Druckfarbe und der auf der ablösbaren Druckfarbe aufgebrachten Bereiche der metallischen Schicht, und - gegebenenfalls Zuschneiden des Sicherheitselements auf ein gewünschtes Maß. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht farbig ist und registerhaltig auf die maschinell prüfbare Schicht und gegebenenfalls auf Teilbereiche der Metalleffektschicht aufgetragen wird. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht transparent oder zumindest transluzent ist und registerhaltig auf die maschinell prüfbare Schicht und gegebenenfalls auf Teilbereiche der Metalleffektschicht und/oder der Trägerfolie oder vollflächig auf dem gebildeten Schichtaufbau aufgetragen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 29 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die ablösbare Druckfarbe durch Auswaschen mit einer Flüssigkeit, bevorzugt mit Wasser, entfernt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement mit weiteren Schichten zum Schutz gegen chemische und/ oder mechanische Einwirkungen und/ oder zur Förderung der Aufbringbarkeit auf oder der Einbringbarkeit in Papier ausgestattet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement als Sicherheitsfaden oder als Sicherheitsband zugeschnitten wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com