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Dokumentenidentifikation DE102006031715A1 10.01.2008
Titel Fahrzeuggetriebe mit zwei Getriebölkühlern
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Neuner, Josef, 83064 Raubling, DE;
Munk, Friedrich, 81827 München, DE
DE-Anmeldedatum 08.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006031715
Offenlegungstag 10.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse F16H 57/04(2006.01)A, F, I, 20060708, B, H, DE
Zusammenfassung Fahrzeuggetriebe mit einem ersten Kühler, der dazu vorgesehen ist, heißes Getriebeöl auf ein erstes Temperaturnivau abzukühlen, und einem zweiten Kühler, der dazu vorgesehen ist, heißes Getriebeöl auf ein zweites Temperaturnivau abzukühlen, das unter dem ersten Temperaturniveau liegt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeuggetriebe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Moderne automatisiert schaltbare Fahrzeuggetriebe, z.B. moderne Automatikgetriebe bzw. moderne Doppelkupplungsgetriebe weisen ein in das Getriebe integriertes elektrohydraulisches Schaltgerät auf, welches elektronisch gesteuert die einzelnen Getriebegänge hydraulisch schaltet. Derartige Fahrzeuggetriebe weisen üblicherweise eine Kühleinrichtung auf, mittels der das Getriebeöl gekühlt wird. Das Getriebeöl dient einerseits zur Schmierung des Getriebes sowie zur Versorgung der elektrohydraulischen Schalteinrichtung (Mechatronik) sowie zur Kühlung des Getriebes und der Mechatronik. Zur Gewährleistung eines einwandfreien Betriebs der Mechatronik darf deren Temperatur eine vorgegebene Maximaltemperatur nicht überschreiten.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fahrzeuggetriebe mit einer Kühleinrichtung für Getriebeöl zu schaffen, welche einen einwandfreien Betrieb des Getriebes sicherstellt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung geht ganz allgemein von einem Fahrzeuggetriebe mit einem ersten Kühler aus, der dazu vorgesehen ist, heißes Getriebeöl auf ein erstes Temperaturniveau abzukühlen. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass zusätzlich zu dem ersten Kühler ein zweiter Kühler vorgesehen ist, der heißes Getriebeöl auf ein zweites Temperaturniveau abkühlt, das unter dem ersten Temperaturniveau liegt. Vorzugsweise ist der zweite Kühler so ausgelegt, dass die Austrittstemperatur des Getriebeöls am zweiten Kühler in einem Temperaturbereich liegt, der einen störungsfreien Betrieb eines elektrohydraulischen Getriebeschaltgeräts ermöglicht.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Fahrzeuggetriebe einen einen ersten Getriebeöleingang auf, über den dem Fahrzeuggetriebe Getriebeöl zugeführt wird, das auf das erste, obere Temperaturniveau abgekühlt ist. Über den ersten Getriebeöleingang wird also vom ersten Kühler kommendes Getriebeöl zugeführt, das zumindest so weit abgekühlt ist, dass eine einwandfreie Schmierung des Getriebes sichergestellt ist.

Über einen zweiten Getriebeöleingang des Fahrzeuggetriebes kann dem Fahrzeuggetriebe das auf das zweite Temperaturniveau abgekühlte Getriebeöl zugeführt werden. Über den zweiten Getriebeöleingang wird also das elektrohydraulische Getriebeschaltgerät mit dem durch den zweiten Kühler abgekühlten Getriebeöl versorgt, das kühler ist als das vom ersten Kühler kommende Getriebeöl.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Fahrzeuggetriebe einen einzigen Getriebeölausgang auf, über den heißes Getriebeöl zu den beiden Kühlern gepumpt wird.

Der zweite Kühler kann seriell in Bezug auf den ersten Kühler oder parallel dazu angeordnet sein.

Bei den Kühlern kann es sich beispielsweise um Öl-/Wasserkühler oder um Öl-/Luftkühler handeln. Im ersten Fall kann das Getriebeöl durch einen Wasserkreislauf, z. B. den Kühlkreislauf eines Verbrennungsmotors eines Fahrzeugs abgekühlt werden. Im zweiten Fall kann das Getriebeöl durch Fahrtwind, welcher Kühlrippen der Kühler durchströmt, abgekühlt werden.

Im Folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Die einzige 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung mit zwei seriell geschalteten Kühlern.

1 zeigt ein Fahrzeuggetriebe 1 mit einem Getriebegehäuse 2, in dessen unteren Bereich sich Öl ansammelt, das im Folgenden als Ölsumpf 3 bezeichnet wird. In einem Teilbereich 4 des Getriebegehäuses 2 ist ein elektrohydraulisches Schaltgerät 5 untergebracht, das im Folgenden auch als Mechatronik bezeichnet wird. Das elektrohydraulische Schaltgerät 5 enthält einen Steuerrechner, welcher in das Schaltgerät 5 integrierte Hydraulikventile ansteuert. Die Hydraulikventile wiederum schalten hydraulisch die einzelnen Gänge des Getriebes des Fahrzeuggetriebes 1.

Das Fahrzeuggetriebe 1 weist einen Ölausgang 6 auf, über den Getriebeöl zu einem Hauptkühler 7 gepumpt wird. Von einem Ausgang 8 des Hauptkühlers 7 zweigt ein erster Teilvolumenstrom 9 ab, der zu einem ersten Getriebeöleingang 10 und weiter zurück in das Fahrzeuggetriebe 1 gepumpt wird. Ein zweiter Teilvolumenstrom 11 wird durch einen Nebenkühler 12 gepumpt. Während der Hauptkühler 7 das Getriebeöl auf ein erstes Temperaturniveau abkühlt, kühlt der Nebenkühler 12, das vom Hauptkühler 7 kommende Getriebeöl weiter auf ein zweites Temperaturniveau ab. Das erste Temperaturniveau kann beispielsweise bei 100°C und das zweite Temperaturniveau beispielsweise bei 80°C liegen. Vom Nebenkühler 12 wird der zweite Teilvolumenstrom zu den elektrohydraulischen Getriebeschaltgerät 5 gepumpt. Der Nebenkühler 12 stellt somit sicher, dass das elektrohydraulische Schaltgerät 5 stets in einem Temperaturbereich gehalten wird, in dem es einwandfrei arbeitet.

Bei den beiden Kühlern 7, 12 kann es sich beispielsweise um Öl/Wasserkühler oder um Öl-/Luftkühler handeln.

Alternativ zu dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem der Nebenkühler 12 in Reihe zu dem Hauptkühler 7 angeordnet ist, kann eine parallele Anordnung vorgesehen sein, bei der nach dem Getriebeölausgang 6 ein Teilvolumenstrom zum Hauptkühler 7 und ein weiterer Teilvolumenstrom zum Nebenkühler 12 verzweigt wird.


Anspruch[de]
Fahrzeuggetriebe (1) mit einem ersten Kühler (7), der dazu vorgesehen ist, heißes Getriebeöl auf ein erstes Temperaturniveau (100°C) abzukühlen, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Kühler (12) vorgesehen ist, um heißes Getriebeöl auf ein zweites Temperaturniveau (80°C) abzukühlen, das unter dem ersten Temperaturniveau (100°C) liegt. Fahrzeuggetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeuggetriebe (1) einen ersten Getriebeöleingang (10) aufweist, über den dem Fahrzeuggetriebe (1) auf das erste Temperaturniveau (100°C) abgekühltes Getriebeöl zugeführt wird. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeuggetriebe (1) einen zweiten Getriebeöleingang aufweist, über den dem Fahrzeuggetriebe (1) das zweite Temperaturniveau (80°C) abgekühltes Getriebeöl zugeführt wird. Fahrzeuggetriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeuggetriebe (1) ein elektrohydraulisches Getriebeschaltgerät (5) aufweist, wobei dem Getriebeschaltgerät (5) über den zweiten Getriebeöleingang auf das zweite Temperaturniveau (80°C) abgekühltes Getriebeöl zugeführt wird. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeuggetriebe (1) einen Getriebeölausgang (6) aufweist, über den heißes Getriebeöl zu den beiden Kühlern (7, 12) gepumpt wird. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kühler (12) in einer Pumprichtung gesehen seriell hinter dem ersten Kühler (7) angeordnet ist, wobei von einem Ölausgang (8) des ersten Kühlers (7) ein Teilvolumenstrom zum dem ersten Öleingang (10) des Fahrzeuggetriebes (1) gepumpt wird und ein Teilvolumenstrom zu einem Öleingang des zweiten Kühlers (12). Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kühler (7, 12) parallel an den Getriebeölausgang (6) des Fahrzeuggetriebes (1) angeschlossen sind.






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