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Dokumentenidentifikation DE202007013550U1 10.01.2008
Titel Einstellbare Richtvorrichtung
Anmelder JINTAIYI ENTERPRISE CO., LTD., Dali City, Taichung, TW
Vertreter Beck & Rössig - European Patent Attorneys, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202007013550
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.01.2008
Registration date 06.12.2007
Application date from patent application 27.09.2007
IPC-Hauptklasse B21D 1/02(2006.01)A, F, I, 20070927, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Richtvorrichtung mit oberen und unteren Walzen zwischen einem Einlass und einem Auslass.

Eine herkömmliche Richtvorrichtung 1 ist in den 1 und 2 dargestellt. Diese umfasst einen Einlass 13 und einen Auslass 14 an gegenüberliegenden Enden der Vorrichtung, sowie eine Vielzahl oberer Walzen 11 und eine Vielzahl unterer Walzen 12, die in der Vorrichtung 1 angeordnet sind. Über den Einlass 13 zugeführte Stahlplatten werden durch die oberen und unteren Walzen 11, 12 geradegerichtet und über den Auslass 14 ausgegeben. Wie die 1 und 2 zeigen, ist der Abstand "h" zwischen benachbarten oberen Walzen 11 bzw. zwischen benachbarten unteren Walzen 12 konstant. Beim Geraderichten von Stahlplatten wird anfangs eine größere Kraft benötigt, zum Ende des Richtvorgangs hingegen eine kleinere Kraft. Aufgrund der im wesentlichen konstanten Abstände "h" ist eine solche Kraftverteilung bei der bekannten Richtvorrichtung nicht möglich. Überdies muss bei der bekannten Richtvorrichtung bei einer Wartung der Walzen die gesamte Vorrichtung auseinandergebaut werden.

Eine weitere bekannte Richtvorrichtung 2 ist in 3 dargestellt. Diese umfasst einen oberen Rahmen 25 mit oberen Walzen 26 und einen unteren Rahmen 22 mit unteren Walzen 23, welche an einem Hubmechanismus 24 gelagert sind. Ein Zylinder 29 ist an dem unteren Rahmen 22 vorgesehen. Eine Kolbenstange 28 des Zylinders ist dabei mit dem oberen Rahmen 25 verbunden, so dass im Wartungsfall der obere Rahmen 25 von dem unteren Rahmen 22 weggeschwenkt werden kann. Ein Einstellenmechanismus 27 ist mit den oberen Walzen 26 gekoppelt, um diese einzustellen. Wenn der obere Rahmen 25 von dem unteren Rahmen 22 weggeschwenkt ist, ist der Raum zwischen dem oberen Rahmen 25 und dem unteren Rahmen 22 auf der Seite des Gelenks erheblich enger als am gegenüberliegenden Ende der Vorrichtung, so dass der Austausch der Walzen 26, 23 auf der engen Seite schwierig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Richtvorrichtung zu schaffen, welche leichter zu warten ist und eine verbesserte Kraftausnutzung aufweist.

Diese Aufgabe wird durch eine Richtvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:

1 eine perspektivische Ansicht einer herkömmlichen Richtvorrichtung;

2 eine Schnittansicht der Richtvorrichtung nach 1;

3 eine Ansicht einer weiteren herkömmlichen Richtvorrichtung;

4 eine Darstellung der Anordnung der oberen und unteren Walzen einer Richtvorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

5 eine Teilschnittansicht der Richtvorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel;

6 eine vergrößerte Detailansicht der Richtvorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel, und in

7 eine weitere Darstellung der Richtvorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel in einem Zustand, in dem ein oberer Rahmen und ein unterer Rahmen auseinandergefahren sind.

Das in den 4 bis 7 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Richtvorrichtung 100 mit einem Maschinengestell 3 und einem an diesem abgestützten unteren Rahmen 31. An dem unteren Rahmen 31 sind eine Vielzahl von unteren Walzen 34 in horizontaler Richtung gelagert. Der untere Rahmen 31 weist weiterhin eine Vielzahl erster Öffnungen 311 auf.

Ein oberer Rahmen 32 ist oberhalb des unteren Rahmens 31 angeordnet und weist eine Vielzahl oberer Walzen 33 auf, die an dem oberen Rahmen 32 in horizontaler Richtung gelagert sind. Die oberen Walzen 33 weisen zu den unteren Walzen 34, sind jedoch zu diesen versetzt angeordnet. Der obere Rahmen 32 weist weiterhin eine Vielzahl von zweiten Öffnungen 321 auf. Eine Vielzahl von Lagern 322 sind an dem oberen Rahmen 32 entsprechend den zweiten Öffnungen 321 angeordnet.

Eine Vielzahl von Spindeln 5 erstreckt sich durch die ersten Öffnungen 311, die zweiten Öffnungen 321 und die Lager 322.

Zwischen dem unteren Rahmen 31 und dem oberen Rahmen 32 wird ein Einlass 35 und ein Auslass 36 gebildet. In der Darstellung von 4 befindet sich der Einlass 35 auf der rechten Seite und der Auslass 36 auf der linken Seite. Stahlplatten werden über den Einlass 35 eingeschoben, durch die oberen Walzen 33 und die unteren Walzen 34 geradegerichtet und über den Auslass 36 wieder ausgegeben.

Wie 4 zeigt, ist der Abstand "h" in Durchschubrichtung zwischen dem Außenumfang zweier benachbarter oberer Walzen 33 sowie zwischen dem Außenumfang zweier benachbarter unterer Walzen 34 auf der Seite des Einlasses 35 größer als auf der Seite des Auslasses 36. Der Abstand "d" in 4 markiert den Abstand zwischen den Mittelpunkten eines Paares benachbarter oberer und unterer Walzen 33, 34. Dieser Abstand "d" ist für ein Walzenpaar, das näher zum Einlass 35 liegt, größer als für ein Walzenpaar, das näher zum Auslass 36 liegt. Aufgrund dieser Anordnung wird durch die näher zum Einlass liegenden Walzen 33, 34 auf die Stahlplatten eine größere Kraft ausgeübt, als durch die näher auf Seiten des Auslasses 36 angeordneten Walzen 33, 34.

Jede Spindel 5 weist zwei Gewindeabschnitte 51 auf, wobei einer der Gewindeabschnitte 51 sich durch das Lager 322 erstreckt und mit einem Rad 52 verbunden ist. Der andere der beiden Gewindeabschnitte 51 ist mit einer Verriegelungsmutter 323 verbunden, die sich an einer Unterseite des oberen Rahmens 32 befindet. Zwei Muttern 53 sind mit dem Gewindeabschnitt 51 nahe dem Rad 52 in Eingriff und durch eine Zwischenscheibe 54 voneinander getrennt. Ein Deckel 55 erstreckt sich über die Muttern 53 und die Zwischenscheibe 54.

Eine Vielzahl von Hülseneinheiten 6 sind an den Spindeln 5 montiert und stehen jeweils mit den ersten Öffnungen 311 in Eingriff. Jede Hülseneinheit 6 weist eine Außenhülse 61 mit einem an einem ersten Ende radial abstehenden Flansch 611 auf und ist mit einem zweiten Endabschnitt in die erste Öffnung 311 eingesteckt. Eine Deckelplatte 63 ist an dem Flansch 611 befestigt. Eine Innenhülse 62 ist in der Außenhülse 61 aufgenommen und steht mit dem Gewindeabschnitt 51 der Spindel 5 in Gewindeeingriff. Die Deckelplatte 63 fixiert die Innenhülse 62 axial in der Außenhülse 61.

Eine Hubvorrichtung 4 umfasst eine Halteplatte 42. An einem Mittelabschnitt der Halteplatte 42 befindet sich eine einfahrbare Säule 431, die über eine an dem Maschinengestell 3 angekoppelte Antriebsvorrichtung 43 betätigbar ist.

Eine Vielzahl von Säulen 41 sind jeweils mit einem ersten Ende mit der Halteplatte 42 verbunden. Ein zweites Ende einer jeden Säule 41 weist einen oberen Abschnitt 411 auf, der in den zweiten Endabschnitt der Außenhülse 61 eingeschoben ist und gegen einen Endabschnitt der Innenhülse 62 ansteht. Der obere Abschnitt 411 weist eine Ausnehmung auf, in der ein Endabschnitt der Spindel 5 aufgenommen ist.

Die Hubvorrichtung 4 weist ferner an der Halteplatte 42 befestigte Hülsen 44 auf, welche ihrerseits jeweils eine Vielzahl von Vorsprüngen 441 ausbilden. Eine Vielzahl von Führungsstangen 45 ist jeweils mit einem Ende an dem Maschinengestell 3 befestigt. Ein weiterer Endabschnitt der Führungsstangen 45 erstreckt sich durch die Hülsen 44.

Wenn, wie in 7 dargestellt, die einfahrbare Säule 431 durch Betätigung der Antriebsvorrichtung 43 ausgefahren wird, schieben die Säulen 41 den oberen Rahmen 32 von dem unteren Rahmen 31 weg. Umgekehrt werden bei einem Einfahren der Säule 431 der obere Rahmen 32 und der untere Rahmen 31 einander angenähert. Die Führungsstangen 45 gleiten in den Hülsen 44 um eine gleichmäßige Bewegung des oberen Rahmens 32 zu gewährleisten. Der obere Rahmen 32 wird parallel zu dem unteren Rahmen 31 verschoben, so dass bei auseinandergefahrenen Rahmen 31 und 32 die relative Position der oberen und unteren Walzen 33 und 34 kaum verändert wird. Durch Betätigung der Räder 52 kann der Benutzer die Position des oberen Rahmens 32 an die Dicke der zu richtenden Stahlplatten anpassen.


Anspruch[de]
Richtvorrichtung, umfassend:

einen Einlass (35) und einen Auslass (36);

eine Vielzahl oberer Walzen (33), die an einem oberen Rahmen (32) gelagert sind, und eine Vielzahl unterer Walzen (34), die an einem unteren Rahmen (31) gelagert sind, wobei ein Abstand (h) zwischen den Außenumfängen zweier benachbarter oberer Walzen (33) und ein Abstand (h) zwischen den Außenumfängen zweier benachbarter unterer Walzen (34) nahe des Einlasses (35) größer ist, als der Abstand (h) zwischen den Außenumfängen zweier benachbarter oberer Walzen (33) bzw. der Abstand (h) zwischen den Außenumfängen zweier benachbarter unterer Walzen (34), welche näher zu dem Auslass (36) liegen.
Richtvorrichtung, umfassend:

einen Einlass (35) und einen Auslass (36);

eine Vielzahl oberer Walzen (33), die an einem oberen Rahmen (32) gelagert sind, und eine Vielzahl unterer Walzen (34), die an einem unteren Rahmen (31) gelagert sind, wobei ein Abstand (d) zwischen den Mittelpunkten einer oberen Walze (33) und einer benachbarten unteren Walze (34) nahe des Einlasses (35) größer ist, als Abstand (d) zwischen den Mittelpunkten einer oberen Walze (33) und einer benachbarten unteren Walze (34), welche näher zu dem Auslass (36) liegen.
Richtvorrichtung, umfassend:

ein Maschinengestell (3);

einen unteren Rahmen (31), der an dem Maschinengestell (3) befestigt ist, an dem eine Vielzahl von unteren Walzen (34) in horizontaler Richtung gelagert sind, und der eine Vielzahl erster Öffnungen (311) aufweist;

einen oberen Rahmen (32), der oberhalb des unteren Rahmens (31) angeordnet ist, an dem eine Vielzahl oberer Walzen (34) in horizontaler Richtung gelagert sind, der eine Vielzahl zweiter Öffnungen (321) aufweist, und an dem eine Vielzahl von Lagern (322) entsprechend den zweiten Öffnungen (321) angeordnet sind;

eine Vielzahl von Spindeln (5), die sich durch die ersten Öffnungen (311), die zweiten Öffnungen (321) und die Lager (322) erstrecken, wobei jede Spindel (5) zwei Gewindeabschnitte (51) aufweist, wovon einer sich durch das Lager (322) erstreckt und mit einem Rad (52) gekoppelt ist und der andere mit einer Verriegelungsmutter (323) gekoppelt ist, welche sich an einer Unterseite des oberen Rahmens (32) befindet;

eine Vielzahl von Hülseneinheiten (6), welche mit den Spindeln (5) und den ersten Öffnungen (311) in Eingriff stehen, wobei jede Hülseneinheit (6) eine Außenhülse (61) aufweist, die an einem ersten Endabschnitt einen radial abstehenden Flansch (611) aufweist und mit einem zweiten Endabschnitt in die erste Öffnung (311) eingeschoben ist, sowie eine Deckelplatte (63), die an dem Flansch (611) befestigt ist, und eine Innenhülse (62), die in der Außenhülse (61) aufgenommen ist und mit dem Gewindeabschnitt (51) der Spindel (5) in Gewindeeingriff steht;

eine Hubvorrichtung (4) mit einer Halteplatte (42), einer an einem Mittelabschnitt der Halteplatte (42) angekoppelten einfahrbaren Säule (431) und einer Antriebseinrichtung (43), die an dem Maschinengestell (3) angekoppelt ist und mit der einfahrbaren Säule (431) antriebsmäßig gekoppelt ist, und

eine Vielzahl von Säulen (41), die mit einem ersten Ende an der Halteplatte (42) angekoppelt sind und an einem zweiten Endabschnitt jeweils einen oberen Abschnitt (411) aufweisen, der in den zweiten Endabschnitt der Außenhülse (61) eingeschoben ist und gegen einen Endabschnitt der Innenhülse (62) ansteht, wobei der obere Abschnitt (411) eine Ausnehmung aufweist, in welcher ein Endabschnitt der Spindel (5) aufgenommen ist.
Richtvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Muttern (53) mit dem Gewindeabschnitt (51) nahe des Rades (52) in Eingriff stehen, eine Zwischenscheibe (54) zwischen den Muttern (53) angeordnet ist, und ein Deckel (55) über den Muttern (53) und der Zwischenscheibe (54) montiert ist. Richtvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubvorrichtung (4) an der Halteplatte (42) befestigte Hülsen (44) aufweist, die jeweils eine Vielzahl von Vorsprüngen (441) aufweisen, und eine Vielzahl von Führungsstangen (45) mit einem Endabschnitt an dem Maschinengestell (3) befestigt sind und sich mit einem anderen Endabschnitt durch die Hülsen (44) erstrecken.






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