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Dokumentenidentifikation DE202007013798U1 10.01.2008
Titel Vorrichtung und Bildanordnung zum Betrachten von Stereo-Fotos oder Stereo-Videofilmen auf Computermonitoren oder TV-Bildschirmen
Anmelder Brenner, Alfred, 01705 Freital, DE
DE-Aktenzeichen 202007013798
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.01.2008
Registration date 06.12.2007
Application date from patent application 02.03.2007
File number of patent application claimed 10 2007 011 663.4
IPC-Hauptklasse H04N 13/04(2006.01)A, F, I, 20070924, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02B 27/22(2006.01)A, L, I, 20070924, B, H, DE   G03B 35/18(2006.01)A, L, I, 20070924, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit deren Hilfe jeder Hobbyfotograf seine selbst erzeugten Stereo-Fotos unmittelbar nach der Herstellung mit dreidimensionaler Bildwirkung am Bildschirm betrachten kann. Die Art und Weise der Herstellung der Stereo-Bilder ist dabei unerheblich. Voraussetzung ist nur, dass sie in digitalisierter Form auf einem Bildschirm darstellbar sind.

Das kann im einfachsten Fall dadurch geschehen, dass vorzugsweise bei bewegungslosen Motiven mit einer Digitalkamera zwei Fotos aufgenommen werden, bei denen der Aufnahmestandort um ca. 7 cm seitlich versetzt ist. Es können aber auch alte Stereo-Fotos mit einem Scanner oder einer Digitalkamera aufgenommen werden.

An Stelle der Fotos können auch Stereo-Videofilme auf dem Bildschirm mit dreidimensionaler Bildwirkung betrachtet werden.

Da Fotos und Videofilme überwiegend im Querformat aufgenommen werden, werden sie auf dem Bildschirm um 90 Grad gedreht. Das ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Bildschirmfläche. Die Bildanordnung auf dem Bildschirm kann nach 2 bis 5 erfolgen. Bei jeder der 4 Varianten ist abzusichern, dass sich das Einzelbild für das linke Auge auf der linken Bildschirmhälfte und das Einzelbild für das rechte Auge auf der rechten Bildschirmhälfte befindet.

Die in 1 und 6 dargestellte Vorrichtung erfordert eine Bildanordnung nach 2, die hier als Vorzugsvariante angesehen wird.

Bestandteile der Vorrichtung sind jeweils ein optisches System für jedes Auge, bestehend aus einem Objektiv (3), zwei Umkehrprismen (4) und einem Okular (5). Weiterhin gehören dazu eine Sichtschutzwand (2) und ein Stativ mit beweglicher, feststellbarer Haltevorrichtung für die optischen Systeme.

Der Winkel zwischen den beiden Umkehrprismen (4) beträgt 135 Grad (6) und kann nicht verändert werden. Er bewirkt, dass die beiden Einzelbilder um 90 Grad zurückgedreht werden.

Die Punkte A und B nach 1, die auf dem Bildschirm waagerecht nebeneinander liegen, werden vom linken Auge senkrecht übereinander liegend am oberen und unteren Bildrand gesehen und die Punkte C und D, die auf dem Bildschirm senkrecht übereinander liegen, werden vom rechten Auge am linken und rechten Bildrand gesehen.

Die optischen Systeme sind in Umhüllungen mit mattschwarzen Innenseiten eingefasst. Die Brennweiten der Objektive und Okulare werden auf die Bildschirmgröße und dem je nach Stativart zweckmäßigen Bildschirmabstand abgestimmt.

Stativarten:

  • – Tischstativ (mit Befestigungsmöglichkeit am Tisch oder am Bildschirm)
  • – freistehendes Dreibeinstativ

Zur Vermeidung von Verzerrungen sollen die Objektivachsen in der Mitte des jeweiligen Einzelbildes und im rechten Winkel zur Bildschirmfläche liegen. Die Mindestgröße der Umkehrprismen ist somit vom Abstand der Einzelbildmittelpunkte bzw. von der Bildschirmgröße abhängig.

Die Haltevorrichtung am Stativ ist höhenverstellbar und ermöglicht eine Änderung des Okularabstandes zur Anpassung an unterschiedliche Augenabstände. Damit in gewissem Umfang verschieden große Bildschirme mit einer Vorrichtung genutzt werden können, ist auch der Objektivabstand veränderlich. Vor allem für die bequemere Betrachtung der schwenkbaren Laptop-Bildschirme wird eine vertikale Schwenkmöglichkeit vorgesehen.

Die Einstellung der Bildschärfe muss relativ selten korrigiert werden und wird deshalb an den beiden Okularen separat vorgenommen. Für den Ausgleich unterschiedlicher Sehkraft der Augen wird an den Okularen ein großzügiger und ablesbarer Einstellbereich angeboten.

Die optischen Systeme erhalten zur Streulichtreduzierung eine Mehrfachbeschichtung und dem jeweiligen Bildwinkel angepasste Streulichtblenden. Innerhalb der optischen Systeme wären rechteckige Gesichtsfeldblenden wünschenswert, bei verstellbaren Okular- und Objektivabständen sind jedoch kreisrunde Blenden praktischer.

Zur Vermeidung von Bildüberlappungen wird in der Mitte des Bildschirms (1) eine senkrecht stehende und am Bildschirm anliegende Sichtschutzwand (2) aufgestellt, die bei der Bildanordnung nach 2 von beiden Augen am unteren Bildrand gesehen wird.

Mögliche Weiterentwicklungen:

Für die Korrektur von perspektivischen Verzerrungen können schwenkbare Linsengruppen nach dem bekannten Scheimpflug-Prinzip eingesetzt werden. Diese würden die Vorrichtung aber erheblich verteuern und sind deshalb nur für Spezialfälle, wie z.B. Architekturaufnahmen oder Luftbilder, sinnvoll.

An Stelle der Objektive mit festen Brennweiten können Objektive mit veränderlichen Brennweiten verwendet werden. Dabei sollte jedoch die Ablesbarkeit und synchrone Einstellbarkeit der Brennweiten gewährleistet sein.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Betrachten von um 90 Grad gedrehten Stereo-Fotos oder Stereo-Videofilmen, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem für jedes Auge vorhandene optische System, bestehend aus Objektiv (3), zwei Umkehrprismen (4) mit rechtwinklig – 90 Grad – zueinander stehenden Reflexionsflächen und Okular (5), der Winkel zwischen den beiden Umkehrprismen (4) 135 Grad beträgt und diese so angeordnet sind, dass jedes Auge das ihm zugewiesene Bild seitenrichtig und aufrecht stehend sieht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkehrprismen (4) durch ein Spiegelsystem ersetzt werden, bei dem an die Stelle der Reflexionsflächen der Umkehrprismen Spiegelflächen angeordnet werden. Anordnung von Stereo-Bildern oder Stereo-Filmen auf einem Bildschirm (1), dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Zwecke der Betrachtung mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 um 90 Grad gedreht wurden.






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