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Dokumentenidentifikation DE202007014240U1 10.01.2008
Titel Aufnahmekonstruktion für eine Optikgerät-Berührungslinse sowie derartige Linse mit einer Aufnahmekonstruktion
Anmelder Lumos Technology Co., Ltd., Taipei, TW
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202007014240
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.01.2008
Registration date 06.12.2007
Application date from patent application 11.10.2007
IPC-Hauptklasse G02B 21/02(2006.01)A, F, I, 20071011, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02B 7/02(2006.01)A, L, I, 20071011, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Optikgerät-Berührungslinse, beispielsweise die Objektlinse an einem Mikroskop, die bis nahe an eine zu betrachtende Probe oder gar mit diesem in Berührung zu bringen ist. Außerdem betrifft sie eine Aufnahmekonstruktion für eine derartige Berührungslinse.

Hochgenaue Mikroskope werden beispielsweise zum Testen elektronischer Bauteile oder Leiterplatten aus kurzem Abstand verwendet, um zu ermitteln, ob irgendein Defekt vorliegt. Jedoch verfügen verschiedene elektronische Komponenten über verschiedene Formen, wobei nicht immer eine ebene Fläche vorliegt, an die eine Objektlinse dicht herangebracht werden kann, ohne mit der Probe in Berührung zu gelangen. Bei einem derartigen Kontakt kann die Linse verkippen, oder ein Prüfvorgang kann nicht erfolgreich ausgeführt werden, oder die Probe wird durch die Linse beschädigt. So können wegen ungenauer Testvorgänge eigentlich schadhafte Proben einen Test erfolgreich durchlaufen, oder Proben können sogar beschädigt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufnahmekonstruktion für eine Optikgerät-Berührungslinse sowie eine mit einer derartigen Aufnahmekonstruktion versehene Optikgerät-Berührungslinse zu schaffen, die es ermöglichen, mit der Linse dicht an eine Probe heranzufahren, ohne dass die Probe beschädigt wird.

Diese Aufgabe ist durch die Aufnahmekonstruktion gemäß dem beigefügten Anspruch 1 und die Optikgerät-Berührungslinse gemäß dem beigefügten Anspruch 6 gelöst. Die erfindungsgemäße Aufnahmekonstruktion ist eine gedämpfte Konstruktion, die vor der Berührungslinse, an der sie angebracht ist, auf die Probe trifft.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von durch Figuren veranschaulichten Ausführungsformen erläutert.

1 ist eine schematische Ansicht einer von einer Linse getrennten Aufnahmekonstruktion gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

2 ist eine perspektivische Ansicht der in der 1 dargestellten Aufnahmekonstruktion;

3 ist eine schematische Schnittansicht eines Teils einer Linse und einer Aufnahmekonstruktion bei einer Ausführungsform der Erfindung;

4 ist eine schematische Schnittansicht zum Veranschaulichen einer Anwendung der Ausführungsform;

5 und 6 sind schematische Schnittansichten, die der Schnittansicht der 3 entsprechen, jedoch für andere Ausführungsformen der Erfindung.

Die in den 1 bis 3 dargestellte Aufnahmekonstruktion 2 aus einem weichen Material wird am Vorderende 10 einer Berührungslinse 1 angebracht.

Wie bereits angegeben, ist es beim Testen einer Probe häufig erforderlich, die Berührungslinse 1 sehr dicht an die Probe, oder sogar in Berührung mit ihr, zu bringen. Dadurch, dass die Aufnahmekonstruktion 2 aus weichem Material am Vorderende 10 der Berührungslinse 1 angebracht wird, trifft nicht die harte Linse auf die Probe, wenn diese beiden soweit aneinander angenähert werden, dass sie in Berührung miteinander treten, sondern es trifft die weiche Aufnahmekonstruktion auf die Probe, wodurch die Probe nicht beschädigt wird und außerdem gewährleistet werden kann, dass die Linse nicht verkippt.

Die Aufnahmekonstruktion 2 ist dadurch flexibel, dass sie über einen flexiblen Mantelring 20 mit einem Durchgangsloch 200 verfügt, das ein dem Vorderende 10 der Linse 1 entsprechendes Fenster bildet. Das untere Ende des Mantelrings 20 bildet einen kreisförmigen, weichen Kontaktkissenabschnitt 21, der sich nach unten aus dem Mantelring 20 heraus erstreckt und über eine Fläche 210 verfügt, die mit der Probe in Berührung treten kann, so dass diese eng am Mantelring 20 anliegen kann.

Ferner ist am oberen Ende des Mantelrings 20 ein kreisförmiger Mantelabschnitt 22 vorhanden, mit dem die Aufnahmekonstruktion 2 am Vorderende 10 der Linse 1 befestigt werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform verfügt der 20 über einen Flansch 220, der intern und extern in Bezug auf die Außenwand des Mantelabschnitts 22 ausgebildet ist und eine Kreisnut 110 eingesetzt werden kann, die konkav in einem Fenster am Vorderende 10 der Linse 1 ausgebildet ist. Da die Aufnahmekonstruktion 2 aus weichem Material besteht, kann der Flansch 220 in die Nut 100 gedrückt werden, und der Mantelabschnitt 22 kann als Innenmantel an das Vorderende der Linse 1 angesetzt werden, wodurch die Aufnahmekonstruktion 2 und die Linse 1 miteinander verbunden sind.

Anhand der 4 wird ein mit geringem Probenabstand ausgeführter Test veranschaulicht, wobei die Probe beispielsweise eine Leiterplatte 3 ist. Aufgrund verschiedener Höhen elektronischer Komponenten 30 auf der Leiterplatte 3 ist es nicht einfach, die Linse 1 dicht an dieser zu platzieren, wenn beispielsweise ein Lötloch oder ein Kupferkontaktfleck zu prüfen ist. Mittels der Aufnahmekonstruktion 2 kann der Kontaktkissenabschnitt 21 mit elektronischen Komponenten 30 in Berührung gebracht werden, wobei sich der flexible Mantelring 20 verformt, so dass die Linse 1 ohne Verkippung dicht an einer zu betrachtenden Komponente platziert werden kann. Aufgrund der Flexibilität der Aufnahmekonstruktion 2 wird verhindert, dass Komponenten 30 an die harte Linse stoßen und durch sie beschädigt werden.

Bei der in der 5 dargestellten Ausführungsform der Erfindung verfügt der Mantelabschnitt 22 der Aufnahmekonstruktion 2 über einen äußeren Mantelrand 221, der sich von der Oberseite des Mantelabschnitts 22 aus erstreckt, um mit dem Vorderende 10 der Linse 1 verbunden zu werden.

Bei der in der 6 veranschaulichten weiteren Ausführungsform der Erfindung verfügt ein Mantelabschnitt 22 über einen inneren Mantelrand 22, der sich von der Oberseite des Mantelabschnitts 22 aus erstreckt und mit dem Fenster am Vorderende 10 der Linse 1 verbunden ist.


Anspruch[de]
Aufnahmekonstruktion (2), die an einer Optikgerät-Berührungslinse (1) anzubringen ist, mit:

einem flexiblen Mantelring (20) mit einem der Linse entsprechenden Durchgangsloch; und

einem kreisförmigen Kontaktkissenabschnitt (21), der sich vom unteren Ende des Mantelrings aus nach außen erstreckt.
Aufnahmekonstruktion nach Anspruch 1, mit einem kreisförmigen Mantelabschnitt (22), der am oberen Ende des Mantelrings (20) für Verbindung mit der Linse (1) ausgebildet ist. Aufnahmekonstruktion nach Anspruch 1, bei der der Mantelabschnitt (22) über einen extern und intern an seiner Außenwand angeordneten Flansch (220) verfügt und an der Innenumfangsfläche am Vorderende (10) der Linsenhalterung eine Kreisnut (100) konkav ausgebildet ist, in die der Flansch einsetzbar ist. Aufnahmekonstruktion nach Anspruch 1, bei der der Mantelabschnitt (22) einen äußeren Mantelrand aufweist, der sich von seiner Oberseite aus erstreckt, wobei das Vorderende (10) der Linse (1) in diesen Rand eingesetzt ist. Aufnahmekonstruktion nach Anspruch 1, bei der der Mantelabschnitt (22) über einen inneren Mantelrand verfügt, der sich von seiner Oberseite aus erstreckt und der in das Vorderende (10) in der Linse (1) eingesetzt ist. Optikgerät-Berührungslinse mit einer Aufnahmekonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche.






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