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Dokumentenidentifikation DE60128281T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001133031
Titel Optisches Übertragungssystem mit verringerten Nichtlinearitäten aufgrund des Kerr-Effekts
Anmelder Lucent Technologies Inc., Murray Hill, N.J., US
Erfinder Brener, Igal M., Westfield, New Jersey 07090, US;
Mikkelsen, Benny Peter, Atlantic Highlands, New Jersey 07716, US;
Rottwitt, Karsten, Basking Ridge, New Jersey 07920, US;
Stark, Jason Blain, Holmdel, New Jersey 07733, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60128281
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.02.2001
EP-Aktenzeichen 013017199
EP-Offenlegungsdatum 12.09.2001
EP date of grant 09.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse H01S 3/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04B 10/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein hochratiges optisches Übertragungssystem und insbesondere ein optisches Übertragungssystem mit optischer Phasenkonjugation mit darin enthaltener Raman-Verstärkung zum Verringern der Gegenwart von Vierwellenmischung und anderen Kerr-Effekt-Nichtlinearitäten in der Übertragungsfaser.

Stand der Technik

In optischen Kommunikationssystemen, bei denen optische Fasern als Übertragungsmedium benutzt werden, stellen chromatische Dispersion und Faser-Nichtlinearitäten bedeutende Hindernisse beim Erreichen höherer Systemdatenraten und längerer zwischenverstärkerloser Übertragungsentfernungen dar. Chromatische Dispersion, die häufig einfach als "Dispersion" bezeichnet wird, bezieht sich auf ein Phänomen, bei dem sich die Geschwindigkeit eines optischen Signals durch ein optisches Übertragungsmedium (wie eine Faser) als Funktion der optischen Signalwellenlänge verändert. Das Problem chromatischer Dispersion ist besonders bedeutsam in der standardmäßigen Einmodenfaser (SMF – single mode fiber), die einen Großteil der bestehenden optischen Übertragungssysteminfrastruktur der Welt ausmacht. Standard-SMF weist typischerweise eine Dispersion Null bei einer Wellenlänge von rund 1330 nm auf, mit positiver Dispersion für längere Wellenlängen als bei Dispersion Null.

Dispersion läßt sich als Variationen in der Ausbreitungskonstante der Faser in bezug auf Frequenz ausdrücken. Gruppengeschwindigkeitsdispersion erster und zweiter Ordnung bezieht sich auf die zweiten und dritten Derivierten der Faserausbreitungskonstante &bgr; in bezug auf Winkelfrequenz &ohgr; oder &bgr;2 bzw. &bgr;3. Dispersionsglieder höherer Ordnung können in den meisten Anwendungen als Null angenähert werden. Bei Verwendung im Zusammenhang mit Lichtwellenübertragungssystemen wird Dispersion der ersten und zweiten Ordnung im allgemeinen als Derivierte in bezug auf Wellenlänge ausgedrückt. So wird Gruppengeschwindigkeitsdispersion der ersten Ordnung typischerweise als eine Änderung der Impulsausbreitungszeit über eine Längeneinheit von Faser in bezug auf eine Änderung der Impulswellenlänge ausgedrückt. In diesem Fall wird oft das Symbol D(&lgr;) als Bezugnahme auf Gruppengeschwindigkeitsdispersion der ersten Ordnung benutzt und die Einheiten sind typischerweise Picosekunden pro Nanometer- Kilometer (ps'nm-km). Gruppengeschwindigkeitsdispersion der zweiten Ordnung wird dann unter Verwendung von Einheiten von &lgr;ps/nm2-km als Derivierte in bezug auf die Wellenlänge von D(&lgr;) ausgedrückt.

Neben chromatischer Dispersion können der Glasfaser eigene Kerr-Effekt-Nichtlinearitäten ihre Übertragungsfähigkeiten begrenzen. Bei diesen Nichtlinearitäten erhöht sich der Brechungsindex mit der Stärke eines angelegten optischen Signals. Durch Änderungen des Faser-Brechungsindexes wird die Phase eines die Faser durchlaufenden optischen Signals moduliert und damit das Signalfrequenzspektrum neu verteilt. In Mehrkanalsystemen, in denen ein Signal die Modulation anderer Signale veranlaßt, zeigt sich dieses Phänomen als die Signalwellenlänge umgebende unerwünschte spektrale Seitenbänder. Diese Nichtlinearitäten werden gewöhnlich als Vierwellenmischung (FWM – four-wave mixing), Phaseneigenmodulation (SPM – self-phase modulation) und Phasenquermodulation (XPM – cross-phase modulation) eingestuft. Für Fernkommunikation über optische Faser müssen Dispersion und Nichtlinearitäten geregelt, kompensiert oder unterdrückt werden.

Weiterhin werden diese Nichtlinearitäten noch schlimmer, wenn die in die Faser eingekoppelte optische Leistung ansteigt. Wenn die entlang den optischen Fasern entlanggeführten Informationen mit immer schnelleren Raten moduliert werden, steigt die pro Kanal benutzte Leistung mit entsprechender Verschlechterung optischer Nichtlinearitäten an. Zur gleichen Zeit werden auch Fasern mit niedriger Dispersion weitläufig eingesetzt und optische Systeme mit dichten Wellenlängenmultiplex (DWDM – dense wavelength division multiplexing) werden als die Lösung für einen steigenden Bedarf an Informationskapazität betrachtet. Diese letzten zwei Faktoren tragen auch zum Verschlimmern der Erzeugung der oben erwähnten unerwünschten spektralen Seitenbänder aufgrund von FWM bei. Darüber hinaus steigen bei Verwendung von Fasern mit geringer Dispersion wie auch bei Verringerung des Kanalabstandes die XPM- und SPM-Nachteile an. Verfahren zum Erniedrigen der in diesen Seitenbändern vorhandenen optischen Leistung und zum Verringern dieser Nichtlinearitäten sind daher für optische Telekommunikationssysteme sehr erwünscht.

Ein Verfahren des Standes der Technik zum Überwinden der Gegenwart dieser Nichtlinearitäten ist die Verwendung von optischer Phasenkonjugation in Spannenmitte. Da die Phasenkonjugierte eines optischen Impulses im Effekt eine Zeitumkehr des Impulses ist, erlaubt ein am Mittelpunkt einer optischen Faserspanne angebrachter optischer Phasenkonjugator die Kompensation einer Gruppengeschwindigkeitsdispersion der ersten Ordnung der ersten Spannenhälfte durch die identische Gruppengeschwindigkeitsdispersion der ersten Ordnung bei Ausbreitung des konjugierten Signals entlang der zweiten Spannenhälfte. In dem S. Watanabe am 25. August 1998 erteilten US-Patent 5,798,853 wird eine solche optische Phasenkonjugationsanordnung des Standes der Technik beschrieben. Wie besprochen kann optische Phasenkonjugation (OPC – optical phase conjugation) in Spannenmitte die Gesamtnichtlinearitäten in der Faser auf Grundlage des gleichen Arguments der Zeitumkehr verringern, solange die Absorption in der Faser gering ist.

Ein weiteres Übertragungssystem mit optischer Phasenkonjugation ist aus EP-A-0 776 103 bekannt.

Ein verbleibendes Problem bei dieser und anderen Lösungen des Standes der Technik für das Problem der Fasernichtlinearität besteht darin, daß optische Phasenkonjugation nur in Situationen mit niedriger Faserabsoption anwendbar ist. Da Absorption naturgemäß eine Funktion der Faserlänge ist, ist das optische Phasenkonjugationsverfahren des Standes der Technik am besten für Situationen mit kurzer Spanne geeignet. Da die Tendenz in der Industrie zu immer längeren Spannen neigt (und da Nichtlinearitäten in der Tat für längere Spannen problematischer sind) verbleibt ein Bedarf, sich mit den Fasernichtlinearitäten in Langstrecken-Kommunikationssystemen zu befassen.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Der im Stand der Technik verbleibende Bedarf wird durch die vorliegende Erfindung nach Anspruch 1 angesprochen, die sich auf ein optisches Übertragungssystem mit optischer Phasenkonjugation mit darin enthaltener Raman-Verstärkung zum Verringern der Gegenwart von Vierwellenmischung und anderen Kerr- Effekt-Nichtlinearitäten in der Übertragungsfaser bezieht.

Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung wird die Phasenkonjugationskompensation durch Einfügen von Raman-Verstärkung in jede Faserspanne (oder in alternative Faserspannen in einer anderen Ausführungsform) verbessert, um symmetrische Leistungsverteilung entlang der Faserlänge zu ermöglichen. Durch Bereitstellen dieser Verstärkung in den angegebenen Spannen werden Vierwellenmischung und sonstige Nichtlinearitäten bedeutsam verringert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird jedes Raman-Verstärkungssignal als in bezug auf die Ausbreitungsrichtung des (der) Informationssignal(e) entgegengesetzt ausbreitendes Signal angelegt. Als Alternative können entgegengesetzt ausbreitende Raman-Pumpen nur in denjenigen Faserspannen benutzt werden, die der OPC-Vorrichtung folgen.

Es ist ein Aspekt der vorliegenden Erfindung, daß das Raman-Verstärkungsverfahren zur Bereitstellung symmetrischer Leistungsverteilung um einen optischen Phasenkonjugator herum mit praktisch jeder Konjugatoranordnung benutzt werden kann.

Sonstige und weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden im Verlauf der nachfolgenden Besprechung und mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen offenbar werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Nunmehr auf die Zeichnungen bezugnehmend zeigt

1 ein optisches Übertragungssystem des Standes der Technik mit einer Darstellung der optischen Leistungsverteilung entlang der Länge des Systems;

2 einen beispielhaften optischen Phasenkonjugator;

3 eine graphische Darstellung der Ergebnisse optischer Phasenkonjugation unter Verwendung des in Kaskade geschalteten optischen &khgr;(2) Phasenkonjugators der 2;

4 eine Darstellung eines hypothetischen optischen Übertragungssystems mit symmetrischer Leistungsverteilung entlang der Länge des Übertragungssystems;

5 ein beispielhaftes Übertragungssystem der vorliegenden Erfindung mit Raman-Verstärkung in jeder Faserspanne, wo sich entgegengesetzt ausbreitende Raman-Verstärkung zur Bereitstellung symmetrischer Leistungsverstärkung eingeführt wird;

6 eine graphische Darstellung der Verbesserung der symmetrischen Leistungsverteilung Dank der Aufnahme von Raman-Verstärkung gemäß der vorliegenden Erfindung; 7(a)-7(c) einem 10-Gb/s-WDM-Netz zugeordnete Augendiagramme, die die Leistungsverbesserung bei Verwendung von Raman-Verstärkung gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen;

8(a)-8(c) einem 40-Gb/s-WDM-Netz zugeordnete Augendiagramme, die die Leistungsverbesserung bei Verwendung von Raman-Verstärkung gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen;

9 eine graphische Darstellung eines Vergleichs von optischer Ausgangsleistung als Funktion von Wellenlänge für ein System des Standes der Technik mit der Anordnung der vorliegenden Erfindung, die besonders die mit der vorliegenden Erfindung mögliche Seitenkeulenverringerung darstellt; und

10 eine beispielhafte "Raman-Verstärkungseinheit" mit Raman-Verstärkung nur in der dem OPC folgenden Spanne, wobei diese Einheit mehrfach wiederholt werden kann, um die gewünschte Länge eines optischen Übertragungssystems zu erreichen.

Ausführliche Beschreibung

In 1 ist ein optisches Übertragungssystem 10 mit optischer Phasenkonjugation des Standes der Technik dargestellt. Das System 10 enthält einen optischen Signalsender 12 an einem Ende eines aus einer Anzahl von zwischen aufeinanderfolgenden optischen Faserabschnitten 16 angeordneten Faserverstärkern 14 bestehenden optischen Faserübertragungsweges. Die Verstärker können beispielsweise erbiumdotierte Faserverstärker (EDFA – erbium-doped fiber amplifiers) sein, die die Dämpfung der optischen Faser kompensieren und so beabstandet sind, daß sie eine verlustlose Leistungsverteilung über den gesamten Übertragungsweg annähern. Nach der Darstellung ist am entgegengesetzten Ende des Übertragungsweges ein optischer Empfänger 18 angeordnet. Auch enthält das System 10 einen in "Spannenmitte" des Systems befindlichen optischen Phasenkonjugator (OPC – optical phase conjugator) 20, der eine Phasenkonjugierte eines Eingangssignals zum Kompensieren der Effekte chromatischer Dispersion und sonstiger Nichtlinearitäten in der Faser erzeugt. Der OPC 20 erfordert keine genaue Kenntnis der Dispersion jeder Faserspanne solange der Mittelpunkt zugängig ist und die zwei sich ergebenden Hälften ähnliche Summendispersion erzeugen. Auch ist in 1 eine (vereinfachte) graphische Darstellung der optischen Leistungsverteilung entlang jeder Hälfte des Übertragungssystems dargestellt.

2 zeigt einen beispielhaften OPC 20, der als in Kaskade geschaltete, in einem hochwirksamen nichtlinearen Material ausgebildete Nichtlinearitäts-(&khgr;(2))-Vorrichtung zweiter Ordnung wie beispielsweise periodisch polarisierte LiNbO3-(PPLN)-Wellenleiter definiert ist. Es versteht sich, daß dieser bestimmte optische Phasenkonjugator nur beispielhaft ist und es in der Technik verschiedene Anordnungen zur Bereitstellung optischer Phasenkonjugation gibt. Im allgemeinen benutzt ein optischer Phasenkonjugator ein starkes Pumpsignal bei &ohgr;p, das gleichzeitig mit Informationssignalen bei verschiedenen &ohgr;s eingekoppelt wird. Bei dieser bestimmten OPC-Vorrichtung liegen sowohl Pumpe als auch Signale im 1,5-&mgr;m-Band. Die Pumpfrequenz wird im Wellenleiter auf 2&ohgr;p verdoppelt und gleichzeitig mit den Signalen Differenzfrequenz gemischt, um wellenlängenverschobene Ausgaben &ohgr;out = 2&ohgr;p-&ohgr;s zu erzeugen. Das umgewandelte elektrische Feld ist die komplexe Konjugierte des elektrischen Eingangssignalfeldes, ein Merkmal, das zur Umkehr des Chirpens der Eingangssignale benutzt werden kann.

Bezugnehmend auf 2 ist der OPC 20 als ein periodisch polarisiertes LiNbO3-Wellenleitersubstrat 22enthaltend dargestellt, in das sowohl ein Pumpsignal mit vorbestimmter Wellenlänge &lgr;P als auch (im vorliegenden Beispiel) eine Mehrzahl von mit Wellenlängen &lgr;A-&lgr;D modulierten Informationssignalen eingekoppelt wird. Insbesondere benutzt eine &khgr;(2)-basierende Vorrichtung für 1,5-&mgr;m-Band-Wellenlängenumwandlung eine Pumpe im Bereich 1550 nm. Das Pumpsignal wird zuerst durch einen erbium-dotierten Faserverstärker (EDFA) 24 verstärkt und dann zum Unterdrücken etwaiger vorhandener verstärkter spontaner Emission (ASE) durch ein optisches Bandpaßfilter 26 gefiltert. Dieses verstärkte und gefilterte Pumpsignal wird dann mit den vier verschiedenen optischen Signalen kombiniert und in den PPLN-Wellenleiter 22 eingekoppelt. 3 zeigt die Ausgabe von PPLN-Wellenleiter 22 und zeigt sowohl den Eingangssignalen (A, B, C und D) zugeordnete Spektra und die vom PPLN-Wellenleiter 22 erzeugten phasenkonjugierten Signale (D', C', B', A'). Aus der graphischen Darstellung der 3 ist klar, daß der Umwandlungswirkungsgrad für jede Wellenlänge/jeden Kanal im wesentlichen identisch ist. Weitere Einzelheiten der Eigenschaften und Funktionsweisen eines optischen Phasenkonjugators können an anderer Stelle in der Literatur eingesehen werden und werden nicht als für den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bedeutsam erachtet.

Wie oben erwähnt besteht ein Problem bei der in 1 gezeigten Anordnung des Standes der Technik darin, daß optische Phasenkonjugation am besten für Systeme geeignet ist, wo die Faserabsorption gering ist (aus dem Standpunkt der Beseitigung von Nichtlinearitäten), wodurch die Nützlichkeit von OPC auf relativ kurze Faserspannen begrenzt wird. Bezugnehmend auf 1 ist klar, daß zum Zeitpunkt, wenn das Signal OPC 20 erreicht, die optische Leistung bedeutsam verringert ist. Im Idealfall ist OPC am wirkungsvollsten in Systemen, die "symmetrische" Leistungsverteilung wie in 4 gezeigt aufweisen. Dies ist eindeutig eine hypothetische Situation, da Faserabsorption stets eine Leistungsverringerung bewirken wird.

Durch die Anordnung der vorliegenden Erfindung wird diese Begrenzung durch Einfügen von Raman-Verstärkung in jede Faserspanne zur Bereitstellung von "symmetrischer" Leistungsverteilung in beiden Hälften des Übertragungssystems überwunden. 5 zeigt ein beispielhaftes entsprechend der vorliegenden Erfindung ausgebildetes optisches System 100, wo den in 1 dargestellten ähnliche Bestandteile eine zusätzliche "0" in ihrer Bezugsziffer enthalten. Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist in dem System 100 eine erste Raman-Quelle 2201 enthalten und zur Bereitstellung von Verstärkung entlang dem ersten Faserabschnitt 1601 benutzt, und eine zweite Raman-Quelle 2202 ist wie gezeigt angeordnet, um Verstärkung entlang des zweiten Faserabschnitts 1602 bereitzustellen. Als Ergebnis der Raman-Verstärkung wird die optische Leistung entlang jeder getrennten Spanne wie in den in 6 enthaltenen graphischen optischen Leistungsverteilungsdarstellungen gezeigt im wesentlichen "symmetrisch" sein. Die Leistung des OPC 200 wird daher bedeutsam verbessert und kann nunmehr allgemein für Spannen beliebiger Länge benutzt werden.

7 und 8 zeigen die Linearitätsverbesserung, die durch Einschließen von Raman-Verstärkung nach dem OPC gemäß der vorliegenden Erfindung erreicht werden kann. Insbesondere zeigt 7(a) das dem Mittenkanal eines WDM-Netzes mit 10-Gb/s und 10 × 80 km zugeordnete Augendiagramm des "Standes der Technik". Es wurde der Mittenkanal zur Auswertung gewählt, da dieses Gebiet den höchsten Pegel von Kreuzphasenmodulation aufweist. 7(b) zeigt das dem gleichen Kanal zugeordnete Augendiagramm bei Verwendung einer herkömmlichen OPC-Vorrichtung in Spannenmitte. Nach der Darstellung verbleibt ein relativ großer Betrag Rauschen entlang dem Pegel der "logischen 1" des Augendiagramms. 7(c) enthält demgegenüber ein Augendiagramm für den gleichen Mittelkanal des 10-Gb/s-Systems, diesmal mit Raman-Verstärkung in der OPC-Vorrichtung folgenden Faserspanne. 8(a)-8(c) enthalten ähnliche Augendiagramme für ein WDM-Netz mit 40-Gb/s und 10 × 80 km. In beiden Fällen ist gezeigt, daß das Einschließen von Raman-Verstärkung die Gegenwart von sowohl Phaseneigenmodulation als auch Kreuzphasenmodulation bedeutsam verringert.

Die mit der Implementierung der vorliegenden Erfindung erreichten Ergebnisse sind in der graphischen Darstellung der 9 dargestellt. Die in 9 dargestellten Spitzen A bezeichnen unveränderte WDM-Kanäle bei ihrer Ausbreitung durch 160 km Faser. Die stärkeren Spitzen (1) sind die gewünschten WDM-Kanäle, schwächere Spitzen (2) sind das Ergebnis von Vierwellenmischung und sonstigen Nichtlinearitäten. Demgegenüber sind Spitzen B einem System der vorliegenden Erfindung zugeordnet und zeigen deutlich die bedeutsame Verringerung von Vierwellenmischungs-Seitenbändern (d.h. die schwächeren Spitzen (2) bezüglich der Stärke und Spitzen (2) der gewünschten WDM-Kanäle.

In der Anordnung der vorliegenden Erfindung nach der Darstellung in 5 sind Raman-Quellen 220 so angeordnet, daß sie sich entgegengesetzt ausbreitende Verstärkungssignale für beide Faserspannen 1601 und 1602 ermöglichen. In ihrer allgemeinsten Form können jedoch Kerr- Effekt -Nichtlinearitäten gemäß der vorliegenden Erfindung durch Einschließen einer Raman-Pumpe nur in der einer OPC-Vorrichtung folgenden Faserspanne kompensiert werden. 10 zeigt diese verallgemeinerte Anordnung der vorliegenden Erfindung wie auch die zugehörigen Leistungsverteilungsspektren. Nach der Darstellung durchläuft ein optisches Signal zuerst einen Verstärker 300 (vorzugsweise einen EDFA) und wird an einen ersten Abschnitt optischer Übertragungsfaser 310 angekoppelt. Die mit dem die Spanne 310 durchlaufenden Signal angesammelte nichtlineare Phase ist durch den schattierten Teil der der Spanne 310 zugeordneten Leistungsverteilung dargestellt. Das optische Signal durchläuft dann einen (dem oben beschriebenen funktionsähnlichen) OPC 320 und ist in einen zweiten Abschnitt optischer Übertragungsfaser 330 eingekoppelt. Zum Einkoppeln des Verstärkungssignals in das Ausgangsende der Faser 330 wird eine Raman-Pumpenquelle 340 benutzt. Die dieser zweiten Faserspanne 330 zugeordnete Leistungsverteilung ist auch in 10 dargestellt, die im schattierten Gebiet deutlich die Kompensation – am Faserende durch die die im Eingangsteil des Faserabschnitts 310 gegenwärtige Nichtlinearität ausgeglichen wird. Im allgemeinen läßt sich eine Anordnung wie die der 10 viele Male wiederholen, um die gewünschte Gesamtlänge eines vollständigen Übertragungssystems zu erreichen.

Es versteht sich, daß diese und andere Anordnungen der vorliegenden Erfindung bei einem beliebigen Typ optischer Phasenkonjugationsanordnung nützlich sind, und die in 2 gezeigte bestimmte Ausführungsform nur als beispielhaft anzusehen ist. Im allgemeinen wird erachtet, daß der Gegenstand der vorliegenden Erfindung nur durch den Umfang der hier beigefügten Ansprüche begrenzt ist.


Anspruch[de]
Optisches Übertragungssystem mit folgendem:

einer faseroptischen Eingangsübertragungsspanne (1601) zum Empfangen eines Eingangssignals mit einer Ursprungsphase von einem optischen Sender (120) und Ermöglichen der Ausbreitung dieses empfangenen Eingangssignals, wobei die optische Eingangsfaser eine bekannte optische Leistungsaufnahme aufweist;

einem am Endpunkt der faseroptischen Eingangsübertragungsspanne angeordneten optischen Phasenkonjugator (200) zum Umwandeln der Ursprungsphase des Eingangssignals, um im wesentlichen der Übertragung zugeordnete Nichtlinearitäten entlang der faseroptischen Eingangsübertragungsspanne durch Bilden eines phasenkonjugierten optischen Signals zu entfernen;

einer an den optischen Phasenkonjugator angekoppelten faseroptischen Ausgangsübertragungsspanne (1602) zum Empfangen des phasenkonjugierten optischen Signals und Ermöglichen der Ausbreitung des phasenkonjugierten optischen Signals zu einem optischen Empfänger, wobei die optische Ausgangsfaser eine bekannte optische Leistungsaufnahme aufweist;

einem entlang der faseroptischen Ausgangsübertragungsspanne angeordneten optischen Verstärker (1402); dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem optischen Verstärker

ein Raman-Verstärkungselement (2202) zum Einkoppeln eines sich entgegengesetzt ausbreitenden Verstärkungssignals in die faseroptische Ausgangsspanne angeordnet ist, um im wesentlichen symmetrische optische Leistungsverteilung zwischen der optischen Eingangsfaser und der optischen Ausgangsfaser zu ermöglichen.
Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der optische Phasenkonjugator an im wesentlichen dem Mittelpunkt des Systems angeordnet ist, so daß die Länge der optischen Eingangsfaser im wesentlichen der Länge der optischen Ausgangsfaser gleich ist. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei das System weiterhin ein zweites, zum Einkoppeln eines sich entgegengesetzt ausbreitenden Verstärkungssignals in die optische Eingangsfaser angeordnetes Raman-Verstärkungselement (2201) umfaßt. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der optische Phasenkonjugator ein in Kaskade geschalteter .&khgr;.(2)-Wellenlängenwandler ist. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei ein zweiter optischer Verstärker (1401) entlang der faseroptischen Eingangsübertragungsspanne angeordnet ist. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 5, wobei der zweite optische Verstärker einen erbiumdotierten Faserverstärker umfaßt. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der optische Verstärker einen erbiumdotierten Faserverstärker umfaßt. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 5, wobei der erste und zweite optische Verstärker erbiumdotierte Faserverstärker umfassen.






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