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Dokumentenidentifikation DE60128388T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001340111
Titel STRUKTUR ZUR TRENNUNG UND VOR-AUSRICHTUNG EINER FASERANORDNUNG UND VORRICHTUNG FÜR EINE FASERANORDNUNG
Anmelder Commissariat à l'Energie Atomique, Paris, FR;
Radiall, Rosny-sous-Bois, Seine Saint-Denis, FR
Erfinder OLLIER, Eric, F-38100 GRENOBLE, FR;
POUJARD, Herve, F-38110 DOLOMIEU, FR
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60128388
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 04.12.2001
EP-Aktenzeichen 019998376
WO-Anmeldetag 04.12.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FR01/03822
WO-Veröffentlichungsnummer 2002046798
WO-Veröffentlichungsdatum 13.06.2002
EP-Offenlegungsdatum 03.09.2003
EP date of grant 09.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse G02B 6/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Struktur zur Trennung und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern sowie eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Anordnung von durch eine erfindungsgemäße Struktur getrennten und vorpositionierten Fasern.

Die Erfindung betrifft außerdem den Anschluss von optischen Fasern an eine optische Vorrichtung. Dabei geht es darum, jede optische Faser möglichst genau vor einem optischen Bauteil, zum Beispiel einem zu der optischen Vorrichtung gehörenden Mikrowellenleiter zu positionieren.

Das sich stellende Problem ist das der Ausrichtung der optischen Achse einer Faser mit der optischen Achse des Bauteils. Die Fertigungsschwankungen jeder Art (Exzentrizität der Faserkerne, Veränderungen des Außendurchmessers der Fasern, Dimensionen der integrierten optischen Vorrichtungen) sowie das Fehlen genauer mechanischer Bezugssysteme machen die Realisierung der Ausrichtung schwierig.

Einige Hersteller von optischen Komponenten liefern integrierte Komponenten, deren Anschluss an die Fasern im Voraus in der Fabrik realisiert wird. Die Komponente wird dann mit den Anschlussfasern geliefert. Diese Anschlussfasern, allgemein "pigtails" genannt, sind fragil und schwierig zu handhaben. Bei allen Handhabungsphasen, insbesondere bei der Montage der Komponente auf eine elektronische Karte, muss der Benutzer aufpassen, dass er sie nicht beschädigt.

In der Fabrik erfolgt die Ausrichtung der Fasern mit den Mikroleitern entweder mit Hilfe von mechanischen Bezugssystemen oder mit Hilfe sogenannter "aktiver" Ausrichtmethoden mittels Kopplung, darin bestehend, Licht in einen der Mikroleiter einzuspeisen und die Faser auszurichten, indem man die Quote des gekoppelten Lichts maximiert. Diese Ausrichtmethoden sind teure Methoden, deren Anwendung entsprechendes, sehr genaues Gerät und viel Zeit beansprucht.

Eine mit Licht arbeitende Ausrichtvorrichtung ist in der 1 dargestellt. Ein Band 1, versehen mit Fasern 2 ist vor einer optischen Vorrichtung 4 angeordnet. Die optische Achse 6 eines Mikroleiters 5 wird mit Hilfe eines in der Figur nicht dargestellten Lichtstrahls mit der optischen Achse 3 einer Faser 2 ausgerichtet, um die optische Transmission zwischen der Faser und dem Mikroleiter zu optimieren. Jede Faser 2 ist in einer Rille eines Trägers 7 positioniert, der anschließend an der optischen Vorrichtung 4 befestigt wird.

Die 2 zeigt eine bekannte Ausrichtvorrichtung mit mechanischer Führung. Die Vorrichtung der 2 wird üblicherweise für die Stecker des Typs MT benutzt. Das Einführen eines Fasern enthaltenden Bands 8 besteht darin, die Fasern visuell in kreisrunde oder V-förmige Buchsen 9 zu stecken. Anschließend werden die 125 &mgr;m dicken Fasern in zylindrische Kanäle 10 mit einem Durchmesser von ungefähr 200 &mgr;m hineingeschoben, über eine Distanz DI von zum Beispiel ungefähr 1 mm. Ein konischer Anschluss 11 ermöglicht, die Fasern bis zu Präzisionslöchern 12 zu führen. Nach dieser Ausrichtmethode ist also zur Einführung der Faser in das Präzisionsloch 12 eine Zwischendistanz DI notwendig.

Die anfängliche Führung der Fasern wird durch die Buchsen 9 gewährleistet. Die Fasern werden nicht direkt in die zylindrischen Kanäle eingeführt; eine Öffnung 13 ermöglicht, ihr Ende zu sehen.

Diese Vorrichtung birgt für den Benutzer das Risiko, dass die Fasern nicht in den für sie bestimmten Kanal eingeführt werden. Dies ist zum Beispiel, so wie in der 2 dargestellt, bei der Faser 2b der Fall. Das Einführungswinkelspiel für ein Band 8 der Breite Dr in den Sitz 14 der Breite De ist groß. Die Faser, die als erste auf den Sitz 14 trifft (Faser 2a) kann sich biegen, so dass die Faser, die sich in diesem Beispiel auf der entgegengesetzten Seite des Bands befindet, nämlich die Faser 2b, in einen Kanal eingeführt wird, der nicht für sie bestimmt ist (nämlich 10a, während 10b für sie bestimmt gewesen wäre). Dieser Positionierungsfehler ist für das Faserband fatal. Nur eine große Seh- und Tast-Sinnesschärfe ermöglicht eventuell, diesen Fehler zu vermeiden.

Man kennt weitere Lösungen aus dem Stand der Technik. Die Muster, die das Ausrichten der Fasern ermöglichen, können auch in Form von in die optische Komponente geätzten Kerben realisiert werden. Eine in eine Kerbe eingefügte Faser steht dann direkt einem Mikroleiter gegenüber. Dieser Verbindungstyp hat den Vorteil, keine Ausrichtung mittels Lichtkopplung erforderlich zu machen. Jedoch ist die Abmessung der Kerben nicht angepasst an die Abmessung der Fasern, so das die Ausrichtung der optischen Achsen zwischen Fasern und Mikroleitern problematisch bleibt.

Das Patent US 5 440 657 offenbart eine Spleißung, deren Band durch ein Gehäuse geführt wird, dessen Struktur einen Einführungswinkel aufweist, der eine Führung der durch Grate getrennten Fasern in Richtung Ausrichtkanäle ermöglicht. Die Anwendung dieser Ausrichtmethode führt zu hohen Ausschussquoten, denn die natürliche Streuung der nackten Fasern am Bandausgang ist so, dass die Fasern über die Grate der zu ihrer Trennung vorgesehenen der Kanäle gleiten und dann in einen falschen Kanal geführt werden. Um diese Art von Problem zu vermeiden, muss der Operator sehr aufmerksam sein und viel Feingefühl haben. Dieser Ausrichtvorrichtungstyp eignet sich also nicht für eine Massenproduktion oder eine Verkabelung durch den Benutzer bzw. Kunden.

Das Patent US 5 692 089 offenbart eine Struktur zur Trennung und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern, in die die Fasern eingeführt werden, damit sie getrennt und vorpositioniert werden, und die eine Vielzahl von Sitzen für die Aufnahme und Vorpositionierung der Fasern umfasst, wobei ein Sitz eine untere Wand, eine obere Wand und wenigstens eine seitliche Wand umfasst, gebildet durch die seitliche Wand eines ersten Musters, das erste Muster eine Frontalkante aufweist, die schräg ist in Bezug auf die untere Wand des Sitzes und von der unteren Wand des Sitzes bis zu einer Oberseite des Musters verläuft, wobei die seitliche Wand wenigstens eine geneigte Verbindungsfläche aufweist, die die Frontalkante mit dem Rest der seitlichen Wand verbindet, und eine zweite Wand des Sitzes durch eine seitliche Wand eines zweiten dem ersten Muster benachbarten Musters oder eine seitliche Wand des Gehäuses der Struktur gebildet wird. Die beiden seitlichen Wände und die obere Wand eines Sitzes definieren einen dreieckförmigen Querschnitt des Sitzes.

Die Erfindung weist nicht die oben genannten Nachteile auf.

Tatsächlich betrifft die Erfindung eine Struktur zur Trennung und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern, in die die Fasern eingeführt werden, damit sie getrennt und vorpositioniert werden, wobei die Struktur wenigstens zwei benachbarte Sitze umfasst, von denen jeder eine einzige Faser aufnehmen und vorpositionieren kann, und ein Sitz eine untere Wand, eine obere Wand, eine erste seitliche Wand und eine zweite seitliche Wand umfasst, wobei die erste seitliche Wand durch die seitliche Wand eines ersten Musters gebildet wird, das erste Muster eine Frontalkante aufweist, die geneigt ist in Bezug auf die untere Wand des Sitzes und von der unteren Wand des Sitzes bis zu einer Oberseite des ersten Musters verläuft, wobei die erste seitliche Wand des Musters wenigstens eine geneigte Verbindungsfläche aufweist, die die geneigte Frontalkante mit dem Rest der ersten seitlichen Wand verbindet, und die zweite seitliche Wand durch eine seitliche Wand eines dem ersten Muster benachbarten zweiten Musters oder eine seitliche Wand des Gehäuses der Struktur gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Musters, bezogen auf den höchsten Punkt der Frontalkante, von der oberen Wand einen Abstand H kleiner oder gleich einem Durchmesser der Faser hat.

Aus Gründen der Klarheit der Beschreibung wurden die Wände mit "obere Wand" oder "untere Wand" bezeichnet, jedoch kann die Struktur selbstverständlich jede räumliche Lage einnehmen, so dass Begriffe wie "oben", "unten" oder "seitlich" relativ sind in Bezug auf ein arbiträres Bezugssystem.

Vorteilharterweise ist der Abstand H kleiner als der Durchmesser der Faser, um jedes Risiko einer schlechten Montage zu vermeiden.

Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Gruppe von Fasern, getrennt und vorpositioniert mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Struktur. Die Vorrichtung und die Struktur bilden ein System, das eine genaue Positionierung der Fasern ermöglicht. Die Vorrichtung umfasst für jede Faser eine Führungszone und eine Aufnahmevertiefung, gebildet durch eine Verengung der Führungszone.

Bei der Anwendung für den Anschluss von optischen Fasern an eine optische Vorrichtung ermöglicht die erfindungsgemäße Trenn- und Vorpositionierungsstruktur vorteilhafterweise, unabhängig von der anfänglichen Position der Fasern jede optische Faser in einer solchen Position zu blockieren, dass die Ausrichtung der Fasern mit der optischen Vorrichtung ohne Schwierigkeiten realisierbar ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung einer bevorzugten Realisierungsart der Erfindung hervor, die sich auf die folgenden beigefügten Figuren bezieht:

1, die eine Struktur zur Ausrichtung von optischen Fasern durch Lichtkopplung nach dem Stand der Technik zeigt;

2, die eine Struktur zur Ausrichtung von optischen Fasern durch mechanische Führung nach dem Stand der Technik zeigt;

3, die eine Draufsicht einer Struktur zum Trennen und Vorpositionieren von Fasern nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung ist;

4A und 4B, von denen jede eine perspektivische Ansicht eines Beispiels des Musters der erfindungsgemäßen Trenn- und Vorpositionierungsstruktur für Fasern ist;

5, die eine erste Schnittansicht der in der 3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur ist (Schnitt AA);

6, die eine zweite Schnittansicht der in der 3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur ist (Schnitt BB);

7, die eine Schnittansicht der in der 5 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur ist (Schnitt CC);

8, die eine dritte Schnittansicht der in der 3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur ist, wobei dieser Schnitt zu der oberen und der unteren Wand senkrecht ist und die Faserachse durchschneidet;

9, die eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Trenn- und Vorpositionierungsstruktur für Fasern nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung in Verbindung mit einer Vorrichtung zur Aufnahme der getrennten und vorpositionierten Fasern ist;

10, die eine Draufsicht eines Details der 9 darstellt;

11, die eine Draufsicht einer optischen Faser ist, positioniert in einer Vorrichtung zur Aufnahme einer Gruppe getrennter und vorpositionierter Fasern mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Struktur;

12, die eine erste Schnittansicht der 11 darstellt (Schnitt DD);

13, die eine zweite Schnittansicht der 11 darstellt (Schnitt EE).

In allen Figuren tragen gleiche Elemente dieselben Referenzen oder Bezugszeichen.

Die 1 und 2 sind schon weiter oben beschrieben worden.

Um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, wird in der Folge der Beschreibung gleichzeitig auf die 3 bis 13 Bezug genommen.

Die 3 zeigt eine Draufsicht einer Trenn- und Vorpositionierungsstruktur nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung. Ein Fasern 2 enthaltendes Band 1 wird in deiner Struktur S positioniert.

Die Struktur S umfasst ein Gehäuse 15, an dessen eines Ende eine Gruppe paralleler Muster 16 umfasst. Jedes Muster 16 hat eine Frontalkante 18 und zwei seitliche Wände. Jede seitliche Wand hat eine schräge Verbindungsfläche (16a, 16b), die die Kante 18 mit dem Rest der seitlichen Wand (16e, 16d) verbindet (s. 3, 4A, 4B, 6 und 7). Die Muster 16 befinden sich auf einer unteren Wand 25 der Struktur (s. 5, 6, 7). Die Kante 18 ist eine Frontalkante, die schräg ist in Bezug auf die untere Wand des Sitzes und sich von der unteren Wand des Sitzes bis zu einem oberen Teil 16c des Musters erstreckt.

Die Frontalkante 18 kann "nach hinten" oder "nach vom" geneigt sein. Unter einer Neigung "nach hinten" muss man verstehen, dass die Frontalkante sich in der Einführungsrichtung der Fasern von der unteren Wand des Sitzes bis zur Oberseite des Musters erstreckt (s. 4A und 7). Hingegen muss man unter einer Neigung "nach vom" verstehen, dass die Frontalkante sich umgekehrt zur Einführungsrichtung der Fasern von der unteren Wand des Sitzes bis zur Oberseite des Muster erstreckt (s. 4B).

Nach der in allen Figuren dargestellten Realisierungsart weist die Oberseite 16c eine ebene Fläche auf, die im Wesentlichen parallel ist zu der unteren Wand 25. Gemäß anderen Realisierungsarten der Erfindung ist die Oberseite 16c nicht eben und nicht parallel zu der unteren Wand 25.

Die 4A und 4B ermöglichen ein besseres Verständnis der Geometrie eines erfindungsgemäßen Musters 16. Die 4A zeigt die Realisierungsart, gemäß der die Kante 18 "nach hinten" geneigt ist, und die 4B zeigt die Realisierungsart, gemäß der die Kante 18 "nach vom" geneigt ist (s. oben).

Die gestrichelt dargestellte Geometrie ist die eines Parallelepipeds, dessen geneigter frontaler Teil eine vertikale Kante A definiert. Die mit Vollstrich dargestellte Geometrie ist die eines Muster 16 mit zwei Seitenwänden (jeweils 16a, 16e und 16b, 16d), die Oberseite 16c und die Frontalkante 18.

Die Durchschneidung zwischen der Kante A und der durch die Oberseite 16c definierte Ebene ist ein Punkt P. Um – ausgehend von der gestrichelten Geometrie – ein Muster 16 zu konstruieren, dessen Kante "nach hinten" schräg ist (4A), genügt es, den Punkt P nach hinten zu verschieben, in der durch die Oberseite 16c definierten Ebene und in der Richtung des Pfeils F1, die die Einführungsrichtung der Fasern in die erfindungsgemäße Struktur ist. Ebenso – um ein Muster 16 zu konstruieren, dessen Kante "nach vom" schräg ist (4B), genügt es, den Punkt P in der durch die Oberseite 16c definierten Ebene nach vom zu verschieben, in der Richtung des Pfeils F2, die der Einführungsrichtung der Fasern in die erfindungsgemäße Struktur entgegengesetzt ist.

Nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung umfasst eine Seitenfläche des Musters 16 eine einzige schräge Verbindungsfläche (16a, 16b) zwischen der geneigten Frontalkante 18 und dem Rest der Seitenfläche (16e, 16d). Noch genauer betrifft die Erfindung ein Muster 16, dessen eine Seitenfläche ein Muster 16 betrifft, dessen schräge Verbindungsfläche wenigstens eine schräge Verbindungsfläche zwischen der geneigten Frontalkante 18 und dem Rest der Seitenwand aufweist.

Die Muster 16 haben eine solche Teilung und Geometrie, dass zwei aufeinanderfolgende Muster mit der unteren Wand 25 und einer oberen Wand oder Abdeckung 20 (s. 5, 6, 7) einen Sitz für die Aufnahme einer Faser definieren. Bei der Vorpositionierung wird eine beliebige Faser 2, die mit einer der schrägen Verbindungsflächen 16a, 16b in einem bestimmten Punkt P in Kontakt kommt, natürlich in ihre Idealposition P1 gedrängt (s. 5 und 7). Erfindungsgemäß ist es möglich, in Bezug auf ihre Nominalposition um einen Wert gleich der Hälfte der Teilung der Muster 16 plus dem Radius der Faser exzentrierte Fasern ohne Blockierung zu trennen. Diese Trennung ohne Blockierung beruht auf dem Vorhandensein der geneigten Frontalkante 18 (s. 1, 4 und 7) und der Abdeckung 20, die auch eine extrem exzentrierte Faser (Position P2 in den 5 und 6) zwingen, in Richtung der erwünschten Position zu kippen (s. 5 und 7). Die geneigte Kante 18 des Musters 16 hat von der Abdeckung 20 höchstens einen Abstand H (s. 5, 6 und 7). Der Abstand H ist kleiner oder gleich (vorzugsweise kleiner) dem Durchmesser der Faser. Eine Neigung der Abdeckung 20 trägt dazu bei, die Faser in der idealen Position P1, die sie einnehmen soll, zu platzieren (s. 7). Die Vorpositionierungsfunktion folgt der oben beschriebenen Trennfunktion. Die Vorpositionierungsfunktion hat den Zweck, die exzentrierten Fasern (s. Positionen P2 und P3 in der 6) in die zentrale Position P1 zu bringen.

Eine in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorpositionierte Faser 2 bleibt in Richtung ihrer Achse beweglich – mit einem seitlichen Spiel e (s. 10), das ihr ermöglicht, in eine Präzisionsvertiefung 19 eingeführt zu werden (s. 9 und 10), die sich in einer Vorrichtung 17 befindet (s. 9 und 10), zum Beispiel einer optischen Vorrichtung, die dazu bestimmt ist, sie aufzunehmen.

Die Breite d1, die zwei aufeinanderfolgende Muster 16 trennt, muss in der Breite d2 einer Führungszone Z der Vorrichtung 17, die dazu bestimmt ist, die Fasern aufzunehmen (s. 9 und 10), enthalten sein (être inscrite). Vorzugsweise wird die Führungszone Z während der Operation realisiert, bei der man die Präzisionsvertiefung 19 realisiert, die sie verlängert. Die Neigung 21 der Abdeckung 20 ermöglicht der Faser (s. 10), leicht in die Zone Z einzudringen. Nach der Einführung der Faser in die Zone Z wird die Faser mittels der Verengung 23 der Zone Z in die Vertiefung 19 eingeführt. Im Falle einer Positionierung der optischen Fasern vor optischen Leitern ermöglicht die Erfindung vorteilhafterweise eine quasi perfekte Ausrichtung jeder optischen Faser mit einem optischen Leiter.

Wie weiter oben erwähnt, sind die Fasern 2 normalerweise in einem Band 1 enthalten. Zur Einführung dieses Bands 1 umfasst die Vorrichtung einen Schlitz R.

Die erfindungsgemäße Struktur hat den Vorteil, die Fasern optimal voneinander zu trennen ohne sie deswegen zu blockieren. Eine Faser bleibt in Richtung ihrer Achse beweglich, mit einem geringen seitlichen Spiel e, das ihre problemlose Einführung in eine Vertiefung 19 ermöglicht. Während dieser Vorpositionierungsoperation sind die vorderen Kanten der Fasern keinen Stößen ausgesetzt, so dass Beschädigungen vermieden werden. Derselbe Faserblock kann also mehrmals wieder eingesetzt bzw. gesteckt werden.

Wie oben erwähnt, ist der Gegenstand der Erfindung besonders vorteilhaft für die Realisierung einer kompletten Vorrichtung zur Kopplung von optischen Faserbändern mit einer integrierten optischen Schaltung, die die charakteristischen Genauigkeiten der Mikrobearbeitung des Substrats mit relativen Genauigkeiten von Billigverfahren wie etwa dem Plastikspritzguss (Toleranzen von 5 bis 30 &mgr;m) kombiniert.

Die Kopplungsvorrichtung eines optischen Faserbands mit einer integrierten optischen Schaltung hat dann die Charakteristika, die anschließend aufgezählt werden.

Eine Zone Z, bestimmt zur Aufnahme einer Faser, hat einen vorzugsweise U-förmigen Querschnitt (selbstverständlich können andere Formen benutzt werden), wie dargestellt in der 13 (die 13 ist die Ansicht gemäß dem Schnitt EE der 11). Der hintere Teil der Vertiefung 19 hat vorzugsweise dieselbe Tiefe P wie die Zone Z und ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt. Die Vertiefung 19 wird durch eine Verengung des oberen Teils der Zone Z realisiert (12). Die Verengung wird zum Beispiel mit Hilfe der Schichten Q realisiert, vorgesehen auf bzw. in einem Substrat, in dem der untere Teil des U ausgebildet ist (s. 12). Die Zone Z und der hintere Teil der Vertiefung werden vorzugsweise in einem selben (Mono- oder Multischicht-)Substrat realisiert, um die Reibungen beim Passieren der Faser zu reduzieren.

Die Mikroleiter und die Vertiefungen werden durch ähnliche bzw. gleiche Ätzverfahren realisiert, mit in demselben Bezugssystem positionierten Masken, wobei die relative Positionstoleranz einer Vertiefung in Bezug auf den Mikroleiter einige Zehntel Mikrometer beträgt. Für eine optische Faser mit einem Durchmesser von zum Beispiel 125 &mgr;m hat eine Vertiefung 19 eine zwischen 125,5 &mgr;m und 127 &mgr;m enthaltene typische Breite d3 (je nach gewünschter Positionierungsgenauigkeit). Um einen Winkelsausrichtungsfehler unter 0,25 Grad zu erhalten, muss die Länge der Vertiefung 19 jeweils ungefähr 115 &mgr;m und 460 &mgr;m betragen. Die Wand zwischen den Vertiefungen 19 kann von geringer Dicke sein. Es ist dann möglich, Vorführungszonen Z mit einer im Wesentlichen zwischen 150 &mgr;m und 200 &mgr;m enthaltenen Breite d2 zu realisieren (s. 12).

Die Einführung einer Faser in eine Zone Z zwingt die Faser, sich in dieser Zone zu zentrieren und dann zunächst in den hinteren Teil der Vorführungszone Z zu gleiten und dann in den hinteren Teil der Vertiefung 19. Die Länge der Vorführungszone Z definiert die Verformungen und folglich die maximalen Kräfte bew. Spannungen, denen die Faser bei der Ausrichtung ausgesetzt ist. Aus diesem Grund ist der Abstand L, der den Eingang der Zone Z von der Vertiefung 19 (der Verengung 23) trennt, wie folgt: L ≥ &pgr;2Rmin × &Dgr;U mit Rmin als minimaler Krümmungsradius der Faser, so gewählt, dass die Faser nicht beschädigt wird, und &Dgr;U als Differenz zwischen der Breite d2 der Vorführungszone Z und der Breite d3 der Vertiefung 19. In der Praxis reagiert ein Ruftreffpunkt (point d'impact) der Faser, zwischen 800 &mgr;m und 3 mm von dem Ende der Führungszone entfernt, auf die oben erwähnten Kräfte bzw. Spannungen.

Die Endführung gemäß der Achse der Fasern erfolgt, indem die Fasern gegen das Substrat gedrückt werden und indem man sie in den hinteren Teil der Vertiefungen drückt bzw. schiebt. Der Raum zwischen Faser und optischem Leiter kann mit Indexanpassungsgel gefüllt werden. Das Drücken bzw. Verschieben der Fasern in den hinteren Vertiefungsteil kann auch mit Elastomer-Schuhen erfolgen. Generell ist die erfindungsgemäße Verbindung leicht demontier- und wiedereinsetzbar. Die Verbindung kann auch permanent sein. Es ist dann möglich, die Fasern definitiv auf das Substrat zu kleben. Außerdem kann das Band 1 an der Struktur 15 durch ein mechanisches Blockierungsteil befestigt werden, das zum Beispiel längs des Führungsschlitzes R des Bands angeordnet werden kann. Dieses Blockierungsteil ist zum Beispiel ein Elastomer-Schuh, der auf die Struktur (S) einen Druck ausübt.


Anspruch[de]
Struktur (S) zur Trennung und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern (2), in die Fasern so eingeführt werden, dass sie getrennt und vorpositioniert sind, wobei die Struktur ein Gehäuse (15) umfasst, an dessen einem Ende wenigstens ein Muster (16) positioniert ist, das eine erste seitliche Wand (16a + 16e) und eine zweite seitliche Wand (16b + 16d) aufweist, und ein Sitz zur Aufnahme und Vorpositionierung einer Faser gebildet wird durch eine untere Wand (25) des Gehäuses der Struktur, eine obere Wand (20), eine seitliche Wand eines ersten Musters und entweder eine seitliche Wand eines dem ersten Muster benachbarten zweiten Musters oder eine seitliche Wand des Gehäuses der Struktur, wobei das Muster (16) eine Frontalkante (18) aufweist, die schräg ist in Bezug auf die untere Wand (25) des Gehäuses der Struktur und von der unteren Wand (25) des Gehäuses der Struktur bis zu einer Oberseite (16c) des Musters verläuft, wobei die erste und die zweite seitliche Wand des Musters Jeweils wenigstens eine geneigte Verbindungsfläche (16a, 16b) aufweisen, die die Frontalkante (18) mit dem Rest (16d, 16e) der seitlichen Wand verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16c) des Musters, bezogen auf den höchsten Punkt der Frontalkante, von der oberen Wand (20) einen Abstand H kleiner oder gleich einem Durchmesser der Faser hat. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16c) des Musters (16) im Wesentlichen parallel zu der unteren Wand (25) des Gehäuses der Struktur ist. Struktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16c) des Musters eine unebene Seite ist. Struktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Wand (20) eine Schräge (21) aufweist, die sich der Oberseite (16c) des Musters nähert und der Neuzentrierung der Faser gemäß einer vordefinierten Achse dient. Struktur nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Wand (20) wenigstens die Gesamtheit der Oberseite des Musters (16c) überdeckt. Struktur nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen vor dem genannten Sitz befindlichen Schlitz (R) zur Führung eines Streifens (1) umfasst, in dem die Fasern (2) stecken. Struktur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Stück bzw. eine Einrichtung zur mechanischen Blockierung längs des Schlitzes (R) umfasst, um den Streifen (1) zu fixieren. Verfahren zur Trennung und Vorpositionierung von optischen Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Fasern mit Hilfe einer Struktur zur Trennung und Vorpositionierung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 getrennt und vorpositioniert werden. Positionierungssystem mit einer Vorrichtung zur Aufnahme einer Gruppe von Fasern und einer Struktur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung für jede Faser eine Führungszone (Z) umfasst und zur Aufnahme der Faser eine Verengung (23) der Führungszone (Z) und eine Vertiefung (19), wobei die Führungszone (Z) eine Breite (d2) aufweist, die größer ist als eine Breite (d1), die zwei sukzessive Muster (16) der Struktur trennt. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungszone (Z) und/oder die Aufnahmevertiefung (19) einen U-förmigen geradlinigen Querschnitt aufweisen. System nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede Führungszone (Z) folgende Länge L hat: L ≥ &pgr;2Rmin × &Dgr;U, mit Rmin als einem minimalen Krümmungsradius, so gewählt, dass die Faser nicht geschwächt wird, und &Dgr;U als der Differenz zwischen der Breite (d2) der Führungszone (Z) und der Breite (d3) der Aufnahmevertiefung (19) System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge L zwischen 0,8 mm und 3 mm enthalten ist. System nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (d2) einer Führungszone (Z) im Wesentlichen zwischen 150 &mgr;m und 200 &mgr;m enthalten ist. System nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) eine Breite (d3) aufweist, die im Wesentlichen zwischen 125,5 &mgr;m und 127 &mgr;m enthalten ist, wenn der Durchmesser der Faser im Wesentlichen gleich 125 &mgr;m ist. System nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Vorrichtung wenigstens einen Mikroleiter umfasst.






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