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Dokumentenidentifikation DE602004005632T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001494443
Titel Reservierung von entfernten Ressourcen und automatische Übertragung zu diesen Ressourcen von persönlichen Telefoneinstellungen mittels einer Softwareanwendung
Anmelder Siemens Communications, Inc., Boca Raton, Fla., US
Erfinder Domingos, Luiz Henrique, 33433 Boca Raton, FL, US;
Idoni, Michael A., 33445 Delray Beach, FL, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004005632
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.06.2004
EP-Aktenzeichen 040768574
EP-Offenlegungsdatum 05.01.2005
EP date of grant 04.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse H04M 3/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein gemeinsam genutzte Einrichtungen zur telefonischen Kommunikation und spezieller ein Desk-Sharing-System, welches ein Verfahren zum automatischen Übertragen von Telefoneinstellungen und Telefonkonfigurationen von der Telefoneinrichtung des Benutzers zu einer gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung in einem Telekommunikationsnetz implementiert.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In vielen Büroumgebungen werden eine Anzahl von Büros und deren zugehörige Personalcomputer und Telefoneinrichtungen für Gastpersonal oder als Telearbeiter tätiges Personal reserviert. Desk-Sharing ("Schreibtischteilung", auch bekannt als Office-Sharing oder Real Estate/Resource Hoteling) ermöglicht die zeitweilige Zuordnung einer begrenzten Anzahl von gemeinsam genutzten Ressourcen zu einer größeren Anzahl von Benutzern. Desk-Sharing ist besonders für Büroumgebungen geeignet, in denen Mitarbeiter in mehreren Schichten arbeiten oder in denen Büropersonal häufig seinen Arbeitsplatz zwischen mehreren Orten wechselt.

Siemens: "Hi Path Teleworking" Solution "Mobile Work" Nomination Entry for The Tele-Workweek 2000, 3. Oktober 2000, XP002299684 beschreibt ein System, das einen Benutzer in die Lage versetzt, eine Anzahl von Profilen festzulegen, darunter Profile, die zu verwenden sind, wenn er unterwegs ist. Ein Benutzer muss sein Profil konfigurieren oder sich die Parameter seiner üblichen Telefoneinrichtung merken und dann ein geeignetes Profil wählen, wenn er an einem zeitweiligen Arbeitsort tätig ist.

US 6,301,339 beschreibt ein System, in welchem, wenn ein Benutzer sich unter Verwendung eines Laptops per Fernanmeldung anmeldet, die Anmeldung von einem Server für virtuelle Präsenz (Virtual Presence Server) erkannt wird. Eine Nebenstellenanlage erhält dann die Anweisung, Gespräche zu der entfernten Einrichtung zu routen.

Desk-Sharing beinhaltet das Reservieren einer bestimmten Bürofläche für einen genau bezeichneten Zeitraum. Eine Desk-Sharing-Anwendung ist ein Softwareprogramm, das normalerweise eine graphische Benutzeroberfläche (Graphic User Interface, GUI) beinhaltet, welche verwendet wird, um gemeinsam genutzte Büroflächen und ihre zugehörigen Einrichtungen zu betrachten und um autorisierten Benutzern zu ermöglichen, diese Büroflächen und Ressourcen zu reservieren. Autorisierte Benutzer können ein gemeinsam genutztes Büro und dessen zugehörige Ressourcen aus der Menge der verfügbaren Ressourcen für einen bestimmten Zeitraum wählen und reservieren. Am Ende des Desk-Sharing-Zeitraums wird die Ressource freigegeben und ist dann bereit, um von einem anderen Benutzer reserviert und zugewiesen zu werden.

Desk-Sharing-Anwendungen können verwendet werden, um einen physikalischen Ort zusammen mit den Rechner- und Telefonressourcen, die mit diesem Ort verknüpft sind, zu reservieren. Bei einer gemeinsamen Nutzung von Personalcomputern (PC) oder Workstations erhält der Benutzer im Ergebnis einer Anmeldung im Lokalnetz (Local Area Network, LAN) oder Weitverkehrsnetz (Wide Area Network, WAN) von einer beliebigen gemeinsam genutzten und angeschlossenen Workstation aus vollen Zugriff auf die Rechenressourcen, E-Mail- und Internet-Dienste des Unternehmens. Ferner können PC-Benutzer ihre eigene, personalisierte Einstellung beibehalten, infolge der Tatsache, dass das System beim Anmelden im Netz automatisch ihr Profil auf die benutzte Workstation herunterlädt. Die Verwendung des Standardprofils des Benutzers während der Benutzung der gemeinsam genutzten Workstation ermöglicht dem betreffenden Benutzer, die bevorzugte Arbeitsumgebung beizubehalten und demzufolge die Gesamteffizienz zu erhöhen.

Die Telefonnetz-Umgebung unterscheidet sich vom LAN- oder WAN-Netz. In Telefonnetzen stellt eine Unternehmens-Kommunikationsplattform (Enterprise Communication Platform, ECP) einen einzelnen Knoten im Kommunikationsnetz dar, der normalerweise eine Nebenstellenanlage (PBX), eine Gemeinsame Zugangsplattform (Common Access Platform, CAP), einen Desk-Sharing-Server und die zugehörigen Telefongeräte umfasst. Die Verbindung einer Vielzahl von diesen ECP-Knoten untereinander bildet ein "ECP-Netz". Die verschiedenen Komponenten der ECP sind unter Verwendung einer Anzahl von standardmäßigen oder firmeneigenen Schnittstellen verbunden. Für Intra-Knoten-Anwendungen (d.h. innerhalb einer einzigen ECP) ist eine lokale Desk-Sharing-Fähigkeit vorhanden, damit der Benutzer die neue Telefoneinrichtung mit den gewünschten Einstellungen konfigurieren kann, entweder indem er die Funktion "Autoset Relocate" (Automatische Einstellung Verschieben) der Nebenstellenanlage (PBX) verwendet (unter Verwendung einer der unterstützten PBX-Schnittstellen), oder indem er die neue Einrichtung manuell konfiguriert. Ein Beispiel einer Intra-ECP-Anwendbarkeit, die über die Integration von "Autoset Relocate" mit Desk Sharing erreicht wird, ist in der ebenfalls anhängigen Patentanmeldung mit dem Titel "Desk Sharing With Automatic Device Relocation" beschrieben, die an den Zessionar der vorliegenden Patentanmeldung übertragen wurde.

Gegenwärtig gestatten es ECP-Netze (die eine Vielzahl von ECPs umfassen) nicht, dass die standardmäßigen Gerätemerkmale eines Telefonbenutzers in Verbindung mit einer Desk-Sharing-Prozedur automatisch zu einer anderen Telefoneinrichtung übertragen werden. Trotzdem ist eine begrenzte Übertragung von Telefonmerkmalen für Einrichtungen in einem ECP-Netz verfügbar. Wenn nämlich Modem-Konnektivität verwendet wird, um auf das Verwaltungsterminal zuzugreifen und die Funktion "Modem Relocate" (Modem Verschieben) der PBX zwischen ECPs auszuführen, ist der Benutzer in der Lage, die Rufweiterleitung und die Nachrichtensignalisierung für die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu konfigurieren. Die Funktion "Modem Relocate" ermöglicht dem Benutzer, auf das Verwaltungsterminal am ECP zuzugreifen (über ein Modem) und Befehle auszuführen, welche bewirken, dass die Nachrichtensignalisierungs-Anzeige und die Rufweiterleitung der Heimat-Telefoneinrichtung an der gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung dupliziert werden. Stattdessen kann der Benutzer auch die neuerdings gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung mit den gewünschten Merkmalen in einer separaten Prozedur und ohne Integration mit der Desk-Sharing-Anwendung manuell programmieren.

Der Stand der Technik weist jedoch verschiedene Einschränkungen auf. Insbesondere ist die Funktion "Modem Relocate" nicht vollständig mit der Desk-Sharing-Anwendung integriert, wodurch es erforderlich ist, dass der Benutzer separat die Reservierung von Bürofläche unter Verwendung der Desk-Sharing-Anwendung und die Impersonation (Identitätswechsel) der Einrichtung unter Verwendung von Modem-Konnektivität vornimmt. Ferner gewährleistet sie nicht die Übertragung von Merkmals- oder Telefoneinrichtungs-Identität zwischen Telefoneinrichtungen, die zu zwei verschiedenen ECP-Knoten gehören (die gegenwärtige Fähigkeit ist auf Rufweiterleitung und Nachrichtensignalisierung beschränkt). Da nicht die vollständige Merkmalsmenge übertragen wird, werden einige der Merkmale und Attribute der neuen Telefoneinrichtung den aktuellen Benutzer nicht korrekt widerspiegeln (wie etwa die Namensanzeige und die Rechnungsinformationen). Obwohl die manuelle Konfiguration von gemeinsam genutzten Telefoneinrichtungen eine Option ist, wird die Aufgabe der manuellen Konfiguration in dem Maße, wie mehr Merkmale zu Telefoneinrichtungen hinzugefügt werden, komplizierter und zeitaufwendiger, z.B. um Benutzern Rechnung zu tragen, welche die gemeinsam genutzte Einrichtung häufig für nur kurze Zeitabschnitte benutzen. Ferner könnte beim Stand der Technik ein Löschen oder anderweitiges Zurücksetzen der konfigurierten Merkmale eines vorhergehenden Benutzers von der gemeinsam genutzten Einrichtung erforderlich sein.

ZUSAMMENFASSUNG UND AUFGABEN DER ERFINDUNG

Die obigen und andere Probleme und Unzulänglichkeiten bei gegenwärtigen Desk-Sharing-Systemen werden durch die vorliegende Erfindung gelöst bzw. beseitigt, und ein technischer Fortschritt wird erzielt, indem ein umfassenderes und integriertes Desk-Sharing-System und ein entsprechendes Verfahren bereitgestellt werden, die in einem ECP-Netz oder innerhalb einer einzelnen ECP realisierbar sind.

Gemäß der vorliegenden Erfindung besitzen ECP-Knoten, die mit einer computergestützten Telefonieanwendung (Computer Supported Telephony Application, CSTA) kompatibel sind, eine erweiterte netzwerkweite Fähigkeit zur Impersonation von Telefoneinrichtungen, welche mit der Desk-Sharing-Anwendung integriert ist. Die vorliegende Erfindung impersoniert zum Teil und im Wesentlichen die Persönliche Identifikationsnummer (Personal Identification Number, PIN) im Netz und Rufweiterleitungs-Attribute einer Standard-Telefoneinrichtung an einer gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung unter Verwendung des CSTA-Konnektivitätsmoduls. Die CSTA-Verbindung wird verwendet, um mit verschiedenen ECPs zu kommunizieren und auf die Verbindungssteuerung für jede ECP zuzugreifen. Sie ermöglicht außerdem die Ausführung der "Modem Relocate"-Befehle auf der ECP.

Dementsprechend ermöglicht, wenn ein Benutzer beschließt, zeitweilig einen gemeinsam genutzten Büroplatz und dessen zugehörige Telefoneinrichtung zu benutzen, die Einrichtungs-Impersonations-Fähigkeit der vorliegenden Erfindung, dass Merkmalseinstellungen für die Dauer eines Reservierungszeitraums von der fest zugeordneten ("dedizierten") Standard-(Heimat-)Telefoneinrichtung zu der gemeinsam genutzten (Host-)Einrichtung transportiert werden. Das transportierte Telefoneinrichtungsprofil enthält unter anderem die Netz-PIN und Rufweiterleitung. Diese zwei Merkmale (welche z.B. unter Verwendung des CSTA-Protokolls aktiviert werden können) stellen eine wichtige und höchst wünschenswerte Teilmenge der vollständigen Merkmalsmenge dar. Die Netz-PIN ermöglicht die Übertragung von wesentlichen Telefondiensten einschließlich der gewünschten Kennungs- und Merkmals-Funktionalität, wie etwa Anruferkennung, Class of Service (Dienstklasse), Gesprächsdatenerfassung, Wahlsperren, Mailbox- und Voice-Mail-Integration und Merkmale der dynamischen Gruppierung (zum Beispiel Anrufübernahmegruppen). Rufweiterleitung ermöglicht die automatische Übertragung von Gesprächen von der ursprünglichen Einrichtung des Benutzers zu der gemeinsam genutzten Einrichtung, wodurch sie ermöglicht, dass der Client mit einer geringen Verzögerung, wenn nicht sofort erreicht wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung könnte bei einer alternativen Ausführungsform die Standard-Telefoneinrichtung des Benutzers eine reale fest zugeordnete Telefoneinrichtung sein, oder eine virtuelle Einrichtung in der Form eines Datenbankeintrags, welcher die Telefonkennung und die bevorzugte Konfiguration für den betreffenden Client darstellt.

Daher ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, ein Verfahren zum automatischen und dynamischen Übertragen einer Netz-PIN eines Anrufers und von Rufweiterleitungs-Attributen von einer ersten Telefoneinrichtung zu einer zweiten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung innerhalb derselben oder in verschiedenen CSTA-fähigen ECPs bereitzustellen.

Es ist außerdem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Desk-Sharing-Anwendungssoftware mit dem Transport der Telefoneinrichtungs-Merkmale zu integrieren.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, die existierende Funktionalität der Merkmalsübertragungs-Funktion "Modem Relocate" zu emulieren und zu erweitern, so dass sie Netz-PIN und Rufweiterleitung umfasst.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Telefoneigenschaften und eine Merkmalsmenge zwischen der Standard-Telefoneinrichtung des Benutzers und der zugewiesenen gemeinsam genutzten Einrichtung zu übertragen (wobei der Begriff "übertragen" hier ein einfaches Widerspiegeln von Funktionalität oder eine tatsächliche Übertragung von Funktionen beinhalten kann, wie für Fachleute klar ist), wobei die Standard-Einrichtung eine wirkliche oder eine virtuelle Telefoneinrichtung sein kann.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die oben genannten und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen derselben besser ersichtlich, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, wobei:

ein der Veranschaulichung dienendes Blockschaltbild von zwei CSTA-kompatiblen ECP-Knoten ist, die auf einen Desk-Sharing-Server zugreifen, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

ein Flussdiagramm der Schritte im Zusammenhang mit der Durchführung der Einrichtungs-Impersonation gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Die vorliegende Erfindung integriert die Desk-Sharing-Anwendung mit dem Merkmal der Telefoneinrichtungs-Impersonation durch die Verwendung der Netzkonnektivität des ECP-Netzes. Diese Erfindung integriert unter anderem die Verbindungssteuerungs-Fähigkeiten der ECP mit der Desk-Sharing-Anwendung. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird, wenn ein Client die Desk-Sharing-Anwendung verwendet, um eine gemeinsam genutzte Bürofläche oder einen gemeinsam genutzten Ort zu reservieren, welcher eine zugehörige Telefoneinrichtung aufweist, eine Verbindung zu der ECP auf der Gemeinsamen Zugangsplattform (Common Access Platform, CAP) hergestellt, und die Netz-PIN und Rufweiterleitungs-Optionen des Clients werden von der Standardeinrichtung des Benutzers zu der neu zugewiesenen physikalischen Einrichtung übertragen.

ist ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für ein ECP-Netz, das aus zwei CSTA-kompatiblen ECP-Knoten besteht. CSTA ist ein Standard der ECMA (European Computer Manufacturer's Association), der von Herstellern von Nebenstellenanlagen sehr oft angewendet wird, um das Interworking von Anwendungen mit ECPs von verschiedenen Anbietern zu erleichtern. Bei der beispielhaften Ausführungsform von umfasst die Heimat-ECP 100 eine Heimat-Nebenstellenanlage 110, eine fest zugeordnete ("dedizierte") Telefoneinrichtung 120 und eine gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung 130. Sowohl die fest zugeordnete (d.h. Standard- oder Heimat-)Telefoneinrichtung 120 als auch die gemeinsam genutzte (d.h. Host-)Telefoneinrichtung 130 sind mit der Heimat-Nebenstellenanlage (PBX) 110 unter Verwendung der firmeneigenen Schnittstelle 140verbunden. Die Host-ECP 105 umfasst ebenfalls eine Host-Nebenstellenanlage (PBX) 115, eine fest zugeordnete Telefoneinrichtung 125 und eine gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung 135. Die fest zugeordnete Telefoneinrichtung 125 und die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung 135 sind mit der Host-PBX 115 über die firmeneigene Schnittstelle 145 verbunden. Für einen Fachmann ist klar, dass eine beliebige (z.B. eine firmeneigene oder standardmäßige) Schnittstelle anstelle der firmeneigenen Schnittstellen 140 und 145 verwendet werden kann, solange sie der Telefoneinrichtungs-Schnittstelle bei der eingesetzten Heimat-PBX 10 bzw. Host-PBX 115 Rechnung trägt. Die Heimat-ECP 100 und die Host-ECP 105 sind miteinander über die ECP Netzwerkweite (Networkwide, NW) Schnittstelle 155 verbunden. Die ECP NW Schnittstelle 115 ist eine Netzwerkverbindung zum Transportieren von Sprache und Daten durch die Heimat-ECP 100 und die Host-ECP 105 unter Verwendung verschiedener herkömmlicher privater oder standardmäßiger Networking-Protokolle für die Interkommunikation (z.B. ISDN, ECMA-QSIG).

Die Heimat-PBX 110 und die Host-PBX 115 sind mit der CAP 150 verbunden. Bei einer Ausführungsform werden die ACL-Schnittstellen 160 und 165 verwendet, um eine Verbindungssteuerungs-Verbindung zwischen der CAP 150 und der Heimat-PBX 110 bzw. der Host-PBX 115 bereitzustellen. Bei anderen Ausführungsformen kann, wie leicht einzusehen ist, eine Standard-Schnittstelle (z.B. CSTA) oder eine andere firmeneigene Schnittstelle verwendet werden. Die CAP 150 ist Teil des Anwendungsservers 180, welcher die Heimat-ECP 100 und die Host-ECP 105 verbindet. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform sind sowohl die CAP 150 als auch der Desk-Sharing-Server 170 im Anwendungsserver 180 resident und miteinander über die CSTA-Protokoll-Verbindung 175 verbunden. Bei einer anderen Ausführungsform kann ein Desk-Sharing-Server außerhalb des Anwendungsservers 180 resident sein und mit der CAP 150 unter Verwendung derselben CSTA-Protokoll-Verbindung 175 verbunden sein.

Benutzer können über eine Desk-Sharing-Client-Benutzeroberfläche 190, die auf einem Endgerät oder einem PC 195 ausgeführt wird, auf den Desk-Sharing-Server zugreifen und das Desk-Sharing und die Telefoneinrichtungs-Impersonation durchführen. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform führt der Desk-Sharing-Server 170 die Funktion einer Server-Anwendung aus, die dem Benutzer ermöglicht, das Einrichtungs-Impersonations-Merkmal zwischen den fest zugeordneten Telefoneinrichtungen (120 oder 125) und den gemeinsam genutzten Telefoneinrichtungen (130 oder 135) anzufordern.

Bei der beispielhaften Ausführungsform von können die Telefoneinrichtungen 120, 130, 125 und 135 z.B. ein IP-Telefon, ein ISDN-Telefon oder ein digitales PBX-Telefon sein. Stattdessen können die fest zugeordneten Telefoneinrichtungen 120 und 125 auch virtuelle Telefone sein, welche als ein Datenbankeintrag auf der ECP dargestellt sind, der die Kennung und die bevorzugten Telefoneinstellungen des Benutzers angibt. Gemäß der vorliegenden Erfindung können die fest zugeordneten und die gemeinsam genutzten Telefoneinrichtungen zu derselben ECP oder zu verschiedenen ECPs gehören.

Der Anwendungsserver 180 und der CAP 150 sind logische Blöcke, welche eine Architekturansicht einer ECP darstellen, welche in der Lage ist, unter Verwendung des CSTA-Protokolls zu kommunizieren. Der Desk-Sharing-Server ist normalerweise an demselben Ort wie eine ECP angeordnet, er muss sich jedoch mit den anderen ECPs koordinieren. Sowohl die Heimat-ECP 100 als auch die Host-ECP 105 müssen CSTA-kompatibel sein, müssen jedoch nicht unbedingt dieselben Fähigkeiten aufweisen.

Die CAP 150 ist eine Middleware, welche mit den verschiedenen ECP-Knoten verbunden ist und als ein Übersetzer zwischen diesen verschiedenen Knoten agiert und den Anwendungen eine gemeinsame und vereinheitlichte Verbindungssteuerungs-Schnittstelle zur Verfügung stellt. Ferner weist die CAP 150 eine CSTA-Protokoll-Verbindung 175 auf, welche eine Kommunikation mit CSTA-kompatiblen Lösungen ermöglicht, wie etwa dem Desk-Sharing-Server 170. Somit kann der Administrator oder Benutzer des Desk-Sharing-Clients eine graphische Benutzeroberfläche 190 des Desk-Sharing-Clients von einem Endgerät oder einem PC 195 aus benutzen, um eine Verbindung mit dem Desk-Sharing-Server 170 herzustellen und anschließend die netzwerkweite Relokation zu der entsprechenden ECP über die CSTA-Verbindung 175 anzufordern. Ferner erleichtert die Fähigkeit von CAP 150, ein Standardprotokoll zu unterstützen, zusätzlich die Integration von externen (von Fremdlieferanten stammenden) Nebenstellenanlagen/ECPs.

Wenn ein autorisierter Benutzer des fest zugeordneten Telefons (zum Beispiel 120) oder ein Administrator, der den Telefonbenutzer vertritt, über den PC 195 auf den Desk-Sharing-Server 170 zugreift und anfordert, eine gemeinsam genutzte Bürofläche und die entsprechende gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu reservieren (zum Beispiel das gemeinsam genutzte Telefon 135 auf der Host-ECP 105), initiiert die Desk-Sharing-Server-Anwendung die Transaktion. Falls eine Telefoneinrichtung mit der ausgewählten gemeinsam genutzten Bürofläche gekoppelt ist, wird eine Anforderung (über die CSTA-Protokoll-Verbindung 170) zu der ECP-Verbindungssteuerungs-Verbindung auf der CAP 150 übermittelt, die Merkmalsübertragung auszuführen.

zeigt die Prozedur im Zusammenhang mit der netzwerkweiten Impersonation einer Einrichtung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die vorliegende Erfindung ermöglicht dem Benutzer, mit der graphischen Benutzeroberfläche der Desk-Sharing-Anwendung (die auf dem Client-PC 195 resident ist) zu interagieren. Die Prozedur beginnt in 210, wenn sich der Administrator oder ein autorisierter Telefonbenutzer bei dem Desk-Sharing-System anmeldet und die Desk-Sharing-Anwendung ausführt. Der Benutzer identifiziert dann in 220 einen gemeinsam genutzten Arbeitsbereich und wählt eine zugehörige gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung. In 230 prüft die Desk-Sharing-Anwendung die Verfügbarkeit der angeforderten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung. Falls die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung bereits einem anderen Client zugewiesen worden ist oder aus anderen Gründen nicht verfügbar ist, wird der Benutzer aufgefordert, den Auswahlprozess in 220 neu zu beginnen. Andernfalls, wenn die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung verfügbar ist, weist die Desk-Sharing-Anwendung in 240 die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung dem sie anfordernden Benutzer zu.

Anschließend wird in 250 die netzwerkweite Relokations-Funktionalität emuliert, um die Netz-PIN und Rufweiterleitung zu impersonieren. Speziell wird die Impersonation bewerkstelligt, indem die PIN der vorkonfigurierten, dem Benutzer fest zugeordneten Telefoneinrichtung (welche in der Datenbank des Desk-Sharing-Servers gespeichert ist) verwendet wird und zusammen mit dem Rufweiterleitungs-Merkmal in der administrativen Bibliothek der Host-ECP aktiviert wird. Diese Impersonation bewirkt, dass die Netz-PIN und die Rufweiterleitungs-Attribute der Standard-Telefoneinrichtung an der gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung widergespiegelt werden. Am Ende des Reservierungszeitraums, oder wenn der Benutzer die Reservierung der gemeinsam genutzten Einrichtung beendet, werden die funktionalen Attribute der fest zugeordneten und gemeinsam genutzten Einrichtungen in den Zustand, der vor dem Desk-Sharing vorlag, zurückgesetzt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine netzwerkweite Relokation für Bedingungen der gemeinsamen Nutzung sowohl innerhalb einer ECP als auch zwischen ECPs durchgeführt werden, solange beide ECPs CSTA-fähig sind. Bei einer Ausführungsform ist der ECP-Administrator in der Lage, die Anwendung der netzwerkweiten Relokation z.B. auf die Bedingungen der gemeinsamen Nutzung von Einrichtungen zwischen ECPs zu begrenzen und das Desk-Sharing auf der Basis von "Autoset Relocate" für die Bedingungen der gemeinsamen Nutzung von Telefoneinrichtungen innerhalb einer ECP anzuwenden (wie in der oben zitierten ebenfalls anhängigen Patentanmeldung beschrieben ist). Bei einer solchen Ausführungsform bestimmt die Desk-Sharing-Anwendung, ob die fest zugeordnete Telefoneinrichtung und die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu derselben ECP gehören, und führen anschließend die geeignete Desk-Sharing-Anwendung auf der Basis der vom ECP-Administrator getroffenen Wahl aus.

Wenn die Impersonation oder Relokation der Einrichtung beendet ist, meldet die Anwendung den Zustand der Desk-Sharing-Prozedur dem Benutzer und kennzeichnet in 260 die gemeinsam genutzte Einrichtung als für die Dauer des Desk-Sharing-Zeitraums nicht für andere Benutzer verfügbar.

Es ist möglich, die Erfindung auf andere Anwendungen auszudehnen, welche von der Integration mit Telefonieanwendungen profitieren können. Zum Beispiel kann ein persönlicher digitaler Assistent (PDA) oder ein vergleichbar ausgestattetes Mobiltelefon verwendet werden, um verfügbare freie Plätze in einem Theater, einem Stadion oder einem Hotel zu durchsuchen und dementsprechend gespeicherte Präferenzen des Clients (Ort, Preisspanne usw.) zu verwenden, um die Suche nach einem bestimmten Ort einzuengen. Ferner kann die Erfindung für die Zuweisung von "festen Ressourcen" verwendet werden, damit Telefonbenutzer dauerhaft oder für einen längeren Zeitraum ihren Platz im Büro wechseln können, wobei eine andere Plattform verwendet wird, wie etwa die Standortzuweisungs-Anwendung, anstelle der hier beschriebenen Desk-Sharing-Anwendung.


Anspruch[de]
Desk-Sharing-Verfahren zum Übertragen einer Persönlichen Identifikationsnummer (Personal Identification Number) im Netz PIN und von Rufweiterleitungs-(Call Forwarding) Attributen CFW von einer fest zugeordneten Telefoneinrichtung (120) zu einer gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung (130) in einem mit einer computergestützten Telefonieanwendung (Computer Supported Telephony Application) CSTA kompatiblen Unternehmens-Kommunikationsplattform-(Enterprise Communication Platform) ECP Netz, welches die folgenden Schritte umfasst:

Ausführen einer Desk-Sharing-Anwendung (210);

Reservieren einer verfügbaren gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung (130); und

automatisches Übertragen der besagten Netz-PIN und besagten Einrichtungs-CFW-Attribute von der besagten fest zugeordneten Telefoneinrichtung (120) zu der besagten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung (130).
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte fest zugeordnete Telefoneinrichtung (120) und die besagte gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung (130) zu einem einzigen ECP-Knoten gehören. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte fest zugeordnete Telefoneinrichtung (120, 125) und die besagte gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung (130, 135) zu zwei verschiedenen ECP-Knoten gehören. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte Desk-Sharing-Anwendung mit einer Verbindungssteuerungs-Schnittstelle des besagten CSTA-kompatiblen ECP-Netzes integriert ist. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der besagte Schritt des Reservierens der besagten verfügbaren gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung das Reservieren wenigstens einer weiteren gemeinsam genutzten Ressource umfasst. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die besagte weitere gemeinsam genutzte Ressource eine gemeinsam genutzte Bürofläche ist. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die besagte weitere gemeinsam genutzte Ressource ein gemeinsam genutzter Computer ist. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte fest zugeordnete Telefoneinrichtung eine virtuelle Telefoneinrichtung ist, die durch einen Datenbankeintrag an einem ECP-Knoten in dem besagten CSTA-kompatiblen ECP-Netz repräsentiert ist. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine CSTA-Protokoll-Verbindung verwendet wird, um die besagte automatische Übertragung der besagten Netz-PIN und der besagten Einrichtungs-CFW-Attribute von der besagten fest zugeordneten Telefoneinrichtung zu der besagten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung durchzuführen. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte Desk-Sharing-Anwendung außerhalb des besagten ECP-Netzes resident ist. Desk-Sharing-Vorrichtung zum Übertragen einer Persönlichen Identifikationsnummer (Personal Identification Number) im Netz PIN und von Rufweiterleitungs-(Call Forwarding) Attributen CFW von einer fest zugeordneten Telefoneinrichtung zu einer gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung in einem mit einer computergestützten Telefonieanwendung (Computer Supported Telephony Application) CSTA kompatiblen Unternehmens-Kommunikationsplattform-(Enterprise Communication Platform) ECP Netz, welche umfasst:

Mittel zum Ausführen einer Desk-Sharing-Anwendung;

Mittel zum Reservieren einer verfügbaren gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung; und

Mittel zum automatischen Übertragen der besagten Netz-PIN und besagten Einrichtungs-CFW-Attribute von der besagten fest zugeordneten Telefoneinrichtung zu der besagten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung.
Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagte fest zugeordnete Telefoneinrichtung (120, 125) und die besagte gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung (130, 135) zu einem einzigen ECP-Knoten (100, 105) gehören. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagte Lest zugeordnete Telefoneinrichtung (120) und die besagte gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung (135) zu zwei verschiedenen ECP-Knoten (100, 105) gehören. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagte Desk-Sharing-Anwendung (170) mit einer Verbindungssteuerungs-Schnittstelle des besagten CSTA-kompatiblen ECP-Netzes integriert ist. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagten Mittel zum Reservieren der besagten verfügbaren gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung (130, 135) Mittel zum Reservieren wenigstens einer weiteren gemeinsam genutzten Ressource umfassen. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei die besagte weitere gemeinsam genutzte Ressource eine gemeinsam genutzte Bürofläche ist. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei die besagte weitere gemeinsam genutzte Ressource ein gemeinsam genutzter Computer ist. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagte fest zugeordnete Telefoneinrichtung eine virtuelle Telefoneinrichtung ist, die durch einen Datenbankeintrag an einem ECP-Knoten in dem besagten CSTA-kompatiblen ECP-Netz repräsentiert ist. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei eine CSTA-Protokoll-Verbindung (175) in den besagten Mitteln zur automatischen Übertragung der besagten Netz-PIN und der besagten Einrichtungs-CFW-Attribute von der besagten fest zugeordneten Telefoneinrichtung zu der besagten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung verwendet wird. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die besagte Desk-Sharing-Anwendung außerhalb des besagten ECP-Netzes resident ist.






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