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Dokumentenidentifikation DE60219421T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001354241
Titel SYSTEM ZUR BILDANZEIGE ODER BILDPROJEKTION
Anmelder Thomson Licensing, Boulogne-Billancourt, FR
Erfinder DRAZIC, Valter, F-35830 Betton, FR;
BATTAREL, Denis, 22300 LANNION, FR
Vertreter Roßmanith, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 30457 Hannover
DE-Aktenzeichen 60219421
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 14.01.2002
EP-Aktenzeichen 027003227
WO-Anmeldetag 14.01.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/FR02/00125
WO-Veröffentlichungsnummer 2002059687
WO-Veröffentlichungsdatum 01.08.2002
EP-Offenlegungsdatum 22.10.2003
EP date of grant 11.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse G02F 1/335(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G02B 27/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04N 9/31(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F21V 8/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Projektion oder zur Sichtbarmachung von Bildern, insbesondere ein System dieser Art mit einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem optischen Integrator.

Für die Projektion oder Sichtbarmachung von Bildern ist die Verwendung eines Bildgenerators bekannt, der durch ein optisches Ventil wie ein Flüssigkristallsystem der transmissiven oder reflektiven Bauart ist, bei dem die Transparenz jedes Bilder bildenden Elements in Abhängigkeit von der Leuchtdichte jedes Punkts des zu bildenden Bilds gesteuert wird.

Im Falle der Projektion wird die Lichtenergie durch eine Beleuchtungsvorrichtung bereitgestellt, die meistens durch eine Lampe und einen Reflektor gebildet ist, der die Lichtstrahlen in Richtung des optischen Ventils zurückwirft.

Damit das projizierte oder sichtbar gemachte Bild das in dem Ventil gebildete Bild korrekt wiedergibt, ist es erforderlich, dass die Beleuchtung des Bildgenerators gleichmäßig und mit einem hohen Lichtfluss realisiert ist, denn die Lichtverluste in dem System sind beträchtlich. Dieses Problem ist nicht leicht zu lösen, insbesondere deswegen, weil die Beleuchtung aus einer Quelle mit einem begrenzten Umfang kommt und auch, weil die Beleuchtungsquelle durch ein nicht polarisiertes Licht gebildet wird. Die Flüssigkristallventile funktionieren aber mit polarisiertem Licht, was den Einsatz von Polarisatoren am Eingang und am Ausgang des Ventils erfordert. Diese Polarisatoren verringern stark den Lichtfluss am Ausgang des Systems.

Es wurden mehrere Lösungen vorgeschlagen, um die oben erwähnten Nachteile zu beheben.

Eine erste Lösung besteht darin, einen optischen Integrator zu verwenden, der einem Polarisationstrenner zugeordnet ist. Ein Beispiel dieser Lösung ist in 1 dargestellt. In diesem Beispiel ist das Beleuchtungsmittel 1 durch eine Lichtquelle 2 gebildet, die einem Reflektor 3 zugeordnet ist. Die durch den Pfeil f angedeuteten, durch den Reflektor 3 zurückgeworfenen Lichtstrahlen werden von einem Integrator 4 gesammelt, der nachfolgend näher erläutert wird. Der Reflektor 3 kann durch einen parabolischen Reflektor, der einer konvergierenden Linse zugeordnet ist, oder durch einen elliptischen Reflektor gebildet werden, wobei die Quelle sich an einem der Fokalpunkte der Ellipse befindet. Der Integrator 4 ist durch zwei Linsenmatrizen 4a und 4b gebildet, die dasselbe Längen/Breite-Verhältnis wie der Bildgenerator aufweisen. Die Linsen der zweiten Matrix 4b sind derart angeordnet, dass sie das Abbild der Linsen der ersten Matrix 4a auf dem Bildgenerator 7 bilden. In der Ausführungsform der 1 ist andererseits ein Polarisationstrenner bzw. PBS 5 am Ausgang des Integrators 4 vorgesehen. Der nachfolgend näher erläuterte PBS ist derart positioniert, dass die realen Bilder der durch die ersten Linsenmatrix 4a des Integrators 4 gebildeten Quellen alternativ in jedem zweiten trapezförmigen Element des PBS entstehen. Wie in 2 dargestellt, ist der in diesem Fall eingesetzte Polarisationstrenner bzw. PBS 5 durch eine Reihe von Elementen 50 gebildet, die jeweils von einem das Licht übertragende Element 51 getrennt sind. Das aus einem das Licht übertragenden Material hergestellte Element 50 ist ein trapezförmiges Element, das eventuell auf der das Licht empfangenden Fläche eine absorbierende Schicht 52 und auf einer der Seitenflächen einen dünnen, die Polarisationstrennung bewerkstelligenden Film 53 aufweisen kann. Auf der der Eingangsfläche entgegengesetzten Fläche weist es einen Halbwellenfilm 54, der eine p-Polarisation in eine s-Polarisation umwandelt, und auf der Fläche 53 einen Film 55 auf, der eine Polarisation reflektiert, ohne sie zu verändern. Diese unterschiedlichen Elemente sind dem Fachmann wohl bekannt und werden nicht näher beschrieben.

Die PBS-Reihe 5 der 2 funktioniert somit wie folgt. Das nicht polarisierte Licht, dass auf die Eintrittsfläche des durchsichtigen Elements 51 trifft, wird durch den Polarisationstrennfilm 53 derart geteilt, dass dieser ein p-polarisiertes Licht in das Element 50 überträgt und das s-polarisierte Licht in dem Element 51 reflektiert. Das übertragene polarisierte Licht wird dann in ein s-polarisiertes Licht durch den Halbwellenfilm 54 umgewandelt, der den in 2 mit s1 bezeichneten Strahl liefert. Andererseits wird das in dem Element 51 reflektierte Licht auf der Fläche 54 des nachfolgenden Elements 50 reflektiert und tritt als s-polarisierter, mit s2 bezeichneter Strahl aus. Um parallele Strahlen s1 und s2 zu erzielen, sind die Seiten 54 und 53 um 45° geneigt in Bezug auf die Richtung des Lichtstrahls. Es ist auch möglich, einen p-polarisierten Austrittsstrahl zu erzielen, wenn der Halbwellenfilm nicht auf dem Element 50, sondern auf dem Element 51 angeordnet ist.

In dem in 1 dargestellten System ist der Polarisationstrenner 5 von einer Linse 6 gefolgt, die die Bilder der Linsen der ersten Matrix 4a auf einem Bildgenerator 7, der beispielsweise durch ein Flüssigkristallventil gebildet ist, übereinander legt. In diesem Fall wird der Bildgenerator gleichmäßig durch einen korrekt polarisierten Strahl beleuchtet.

Das System erfordert jedoch die Verwendung einer Feldlinse vor dem Flüssigkristallventil, die dazu dient, die Bilder der Quellen in der Eintrittspupille des Objektivs zu bilden. Aus Gründen des Platzbedarfs ist diese Linse jedoch störend, insbesondere bei einem System, in dem der Bildgenerator reflektiv ist.

Andererseits ist es in einem solchen System unmöglich, eine Bildgenerator-Beleuchtung telezentrischer Art zu erzeugen. Eine Beleuchtung ist dann telezentrisch, wenn in jedem Punkt des Bildgenerators der Hauptstrahl senkrecht zu der Oberfläche des Bildgenerators ist. Eine derartige Beleuchtungscharakteristik weist zwei Hauptvorteile auf:

  • 1) eine Feldlinse ist nicht mehr nötig;
  • 2) da die Hauptstrahlen alle parallel zu der optischen Achse ausgerichtet sind, gibt es keine Probleme mit der räumlichen Farbvariation am Bildschirm aufgrund des Durchtritts des Lichts durch dichroitische Fabteilungsspiegel.

Das oben beschriebene System ermöglicht es zudem nicht, die Beleuchtungsfläche für eine Anpassung an Ventile unterschiedlicher Größe zu ändern.

Zur Behebung des Problems der gleichmäßigen Beleuchtung des Bildgenerators wurde ebenfalls vorgeschlagen, am Ausgang der Beleuchtungsvorrichtung eine Integratorröhre einzusetzen. Gegenstand dieser Röhre ist das Mischen des Lichts aus der Quelle, um eine gleichmäßige Beleuchtung des Bildgenerators zu erzeugen. Die Integratorröhre wird derart gewählt, dass ihre Austrittsfläche dasselbe Längen/Breite-Verhältnis aufweist wie der Bildgenerator, und zwar ein Verhältnis von 4:3 oder 16:9, wenn das System beispielsweise im Fernsehbereich eingesetzt wird. In diesem System wird das Abbild der Endfläche der Integratorröhre auf dem Bildgenerator mit Hilfe eines Linsensystems gebildet. Dieses System weist den Vorteil auf, dass es den Bildgenerator viel gleichmäßiger und mit einem Strahl, der dasselbe Längen/Breite-Verhältnis wie der Bildgenerator hat, beleuchtet. Wenn der Bildgenerator jedoch durch ein Flüssigkristallventil gebildet ist, ist es erforderlich, Polarisatoren einzusetzen, die über 50 % des Lichts absorbieren, bevor dieses den Bildgenerator erreicht. Dieses absorbierte Licht wird zudem in Wärme umgewandelt, was eine Vernichtung der Eigenschaften des Polarisators zur Folge haben kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein neues System vorzuschlagen, mit dem sich eine gleichmäßige Beleuchtung mit einem beträchtlicheren Lichtfluss und weniger Wärmeabstrahlung erzielen lässt.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein neues System vorzuschlagen, das sich an mehrere Größen der optischen Ventile einfach anpasst.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein System zur Projektion oder zur Sichtbarmachung von Bildern wie es in den beigefügten Patentansprüchen beschrieben ist.

Ein solches System ermöglicht es unter anderem, die Größe der Beleuchtung in Abhängigkeit von den Toleranzen für die Anordnung des Ventils zu optimieren, um einen maximalen Fluss zu erzielen.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:

1 (bereits beschrieben) eine schematische Darstellung eines Projektionssystems mit einem Beleuchtungssystem mit einem optischen Integrator gemäß dem Stand der Technik,

2 eine schematische Schnittansicht einer Reihe von Polarisationstrennelementen bzw. PBS,

3A und 3B schematische Ansichten eines Projektionssystems mit einem Beleuchtungssystem mit einem optischen Integrator gemäß der vorliegenden Erfindung mit verschiedenen Positionen für die bewegliche Linse,

4 und 5 Teilansichten der Elemente der 3, um die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung zu erläutern,

6 die Positionen der mit dem System der 5 erzeugten Mehrfachquellen,

7A und 7B schematische Ansichten der Systeme von den PBS umgebenden Linsen, welche Systeme in den 3A beziehungsweise 3B dargestellt sind,

8A und 8B schematische perspektivische Ansichten einer anderen Ausführungsform des Lichtkanals,

9A und 9B schematisch die Strecke der Strahlen in einem Kanal von der Art desjenigen der 8A und

10 die Position der virtuellen Mehrfachquellen, die mit dem System der 9A und 9B erzielt wird.

Zur Vereinfachung der Beschreibung werden in den Figuren identische Elemente mit denselben Bezugszeichen angegeben.

In Bezug auf die 3A und 3B soll zunächst eine Ausführungsform eines Projektionssystems gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben werden. Das System gemäß der vorliegenden Erfindung weist schematisch eine Beleuchtungsvorrichtung 10, die durch eine Quelle 11 gebildet ist, und einen Reflektor 12, der die Strahlen in Richtung eines Bildgenerators 17 zurückwirft, auf. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist nach dem Reflektor 12 ein optisches Integratorsystem vorgesehen, das durch einen Integrator-Lichtkanal 13 gebildet ist. Am Austritt des Kanals sind eine erste Linse 14, anschließend ein Polarisationstrenner bzw. PBS 15, eine zweite Anordnung von Linsen 16 und der Bildgenerator 17 vorgesehen. Es sollen nun die unterschiedlichen Elemente des Systems ausführlicher beschrieben werden. In der dargestellten Ausführungsform ist die Lichtquelle 11 durch eine Entladungslampe, eine Bogenlampe des Typs Xenon oder MHL gebildet. Die Lichtstrahlen aus der Quelle 11 werden in Richtung des Bildgenerators von einem Reflektor 12 zurückgeworfen. Der Reflektor 12 kann ein parabolischer Reflektor sein, der einer konvergierenden Linse zugeordnet ist, die am Austritt des parabolischen Reflektors angeordnet ist, um die in Richtung des Integratorkanals 13reflektierten Strahlen zu fokussieren. Der Reflektor kann auch durch einen elliptischen Reflektor gebildet sein, wobei die Lichtquelle sich an dem ersten Fokalpunkt der Ellipse befindet, während die Eintrittsfläche des Lichtkanals 13 in der Ebene des zweiten Fokalpunktes der Ellipse positioniert ist. In der dargestellten Ausführungsform ist der Lichtkanal 13 durch einen Quader gebildet, nämlich durch ein Rohr, dessen Austrittsquerschnitt dasselbe Längen/Breite-Verhältnis aufweist wie der Bildgenerator. Dieses Rohr weist vier reflektierende Flächen auf. Es ist mit Luft gefüllt. Der Lichtkanal kann ebenfalls durch einen Stab aus Glas gebildet sein, der durch totale interne Reflexion wirksam ist. Die Länge des Rohrs ist derart gewählt, dass am Austritt des Rohrs eine gleichmäßige Beleuchtung erzielt wird, wobei das Licht sich am Eingang durch Mehrfachreflexion bis zum Ende des Rohrs wie insbesondere in den 9 dargestellt ausbreitet. Die Lichtstrahlen aus dem Lichtkanal 13 werden zu einem Polarisationstrenner oder PBS 15 durch ein Linsensystem 14 gelenkt, das nachfolgend näher erläutert wird. Der Polarisationstrenner 15 ist durch eine Reihe von Elementen wie diejenigen gebildet, die in Bezug auf die 2 beschrieben sind. Das Linsensystem 14 realisiert die Abbildung der Matrix der virtuellen Quellen (5 und 6), die bei der Mehrfachreflexion innerhalb des Kanals auf der Reihe von Polarisationstrennelementen wie nachfolgend näher beschrieben erzielt werden. Die s- oder p-polarisierten Lichtstrahlen aus dem PBS 15 werden durch ein Linsensystem 16 auf den Bildgenerator 17 gesendet, welcher in der dargestellten Ausführungsform durch ein Flüssigkristallventil gebildet ist. Erfindungsgemäß weist das Linsensystem 16 eine feste Linse 16a und eine bewegliche Linse 16b auf, die zusammen den Austritt 13b des Lichtkanals auf dem Bildgenerator 17 abbilden. Die bewegliche Linse lässt die Vergrößerung der Größe des Lichtrechtecks variieren, das den Bildgenerator beleuchtet, und die feste Linse konzentriert den Strahl hierauf. In der Ausführungsform der 3A ist die Linse 16b bei dem PBS 15 positioniert und beleuchtet einen Bildgenerator kleinerer Größe als in dem Fall der 3B, wo die Linse 10b sich nahe der Linse 16a befindet.

Das Prinzip der Funktionsweise der vorliegenden Erfindung wird insbesondere in Bezug auf die 4, 5 und 6 erläutert. In diesen Figuren werden die dargestellten Elemente mit denselben Bezugszeichen wie die ähnlichen Elemente der 3 angegeben. Der verwendete Reflektor ist ein parabolischer Reflektor 12 und ist einer Konvergenzlinse 18 derart zugeordnet, dass die von dem Reflektor 12 reflektierten Lichtstrahlen an den Eintritt des Lichtkanals 13 gesendet werden. In dem Lichtkanal 13 erfolgen Mehrfachreflexionen und das aus dem Lichtkanal 13 in 13b austretende Licht ist wie in 4 dargestellt gemischt. In Blickrichtung zu dem Ausgangspunkt der aus 13b austretenden Strahlen und diese jeweils an der in der Fokalebene der Linse 18 angeordneten Eintrittsfläche des Kanals 13 zurückverfolgend, beobachtet man jedoch an der Eintrittsebene 13a eine Reihe von Mehrfachquellen. Diese Mehrfachquellen können sichtbar gemacht werden, indem der Austritt des Lichtkanals mit Hilfe eines Strahlenverlaufsprogramms defokussiert wird, das die Seitenwände beseitigt und einen Spiegel am Austritt des Lichtkanals anordnet. Wie in 3 dargestellt, wurden diese virtuellen Quellen bei den unterschiedlichen Reflexionen im Inneren des Kanals erzeugt. Diese virtuellen Mehrfachquellen SV sind positioniert wie in dem Strahlungsschema der 6 dargestellt. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die virtuelle Reihe der Quellen SV, die auf der Eintrittsseite des Lichtkanals angeordnet ist, auf der Reihe PBS 15 abgebildet, während die Austrittsseite des Lichtkanals, die eine gleichmäßig beleuchtete rechteckige Öffnung bildet, direkt auf dem Bildgenerator 17 abgebildet wird. Dieses wird insbesondere mit Hilfe der in den 7A und 7B dargestellten Linsensysteme 14 und 16 erreicht. Durch die Verwendung eines Linsensystems, das die Abbildung des Austritts 13b bildet, wird ein hoher Lichtfluss auf dem Bildgenerator mit wenigen Verlusten erreicht, wobei dieser Fluss aufgrund der Verwendung des PBS 15 korrekt polarisiert ist. Wie in den 7A und 7B dargestellt, ist das die Abbildungen der virtuellen Quellen bildende Linsensystem 14 durch eine erste Linse 14a und eine zweite, zu der Linse 14a komplementäre Linse 14b gebildet. In der besonderen, in den 7 veranschaulichten Ausführung bildet das Linsensystem 14 einen Kollimator, dessen Pupille sich außerhalb der Gruppe 14 befindet. Es weist ebenfalls am Ausgang des PBS ein Linsensystem 16 mit einer festen Linse 16a und einer beweglichen Linse 16b auf, deren Rolle vorhergehend erläutert wurde. Die feste Linse 16a konzentriert die Strahlen auf dem Bildgenerator und die bewegliche Linse 16b lässt die Vergrößerung der Abbildung von 13b variieren.

Bei dem vorhergehend beschriebenen System werden eine hohe Gleichmäßigkeit und ein hoher Wirkungsgrad der Beleuchtung erreicht und die Größe der Beleuchtung wird optimal an unterschiedliche Bildgeneratorengrößen angepasst. Andererseits wird in einem letzten Schritt das Licht auf die Eintrittspupille der Projektionslinse transportiert. Da die Beleuchtung des Bildgenerators derart realisiert ist, dass sie telezentrisch ist, ist die Verwendung einer Feldlinse nicht nötig. In einem solchen System kann zudem ein Farbteilungswürfel zwischen den Bildgenerator 17 und das Linsensystem 16 derart eingefügt werden, dass drei Bildgeneratoren – einer pro Farbe – beleuchtet werden. Das Rekombinieren der Farben erfolgt unmittelbar vor der Projektionslinse durch einen weiteren Farbteilungswürfel.

Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass die Beleuchtung des Farbteilungswürfels nahezu telezentrisch ist, was wenig Farbverschiebung am Bildschirm zur Folge hat.

Es soll nun eine praktische Ausführungsform des obigen Systems beschrieben werden. Diese Ausführungsform wurde für die Simulationen verwendet. Oberflächentyp Krümmungsradius Abstand zum nächsten Element Glas Durchmesser konische Konstante 13b infinity 3,000000 11,6 0 14a erste Oberfläche 39,27514 29,643850 LAKN22 15,8 –316,492 14a zweite Oberfläche –21,4809 32,587870 30,3 0 14b erste Oberfläche 17,95164 6,567324 BAK50 28,1 –0,579 14b zweite Oberfläche 26,26324 6,887033 25,9 0 15 Vorderfläche infinity 2,250000 BK7 25,9 0 15 Rückfläche infinity 6,788910 26,0 0 16b erste Oberfläche –30,72378 10,066190 SF59 28,7 0,032 16b zweite Oberfläche –50,9323 36,244400 34,4 0 16a erste Oberfläche 34,43757 25,046400 KZFN2 58,3 –2,119 16b zweite Oberfläche –130,6658 31,697390 56,7 0 Glasplatte mit Polarisator unendlich 1,500000 BK7 40,4 0 Luftrennung zum Würfel unendlich 2,000000 39,9 0 Farbteilungswürfel unendlich 51,496930 BK7 39,0 0 Lufttrennung zum Bildgenerator unendlich 2,000000 23,6 0 Bildgenerator unendlich 23,9 0

  • Konfiguration 7A
15 hintere Fläche unendlich 42,971364 26,0 0 16b erste Oberfläche –30,72378 10,066190 SF59 28,7 0,032 16b zweite Oberfläche –50,9323 0,130301 34,4 0
  • Koniguration 7B (allein die Position der Linse 16b ändert sich)

In Bezug auf die 8 bis 10 soll nun eine weitere Ausführungsform des Lichtkanals beschrieben werden. Wie in den 8A und 8B dargestellt, kann der Lichtkanal 20 und 21 durch einen Pyramidenstumpf mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt je nach Querschnitt des Bildgenerators gebildet sein.

In der 8A weist der Lichtkanal 20 einen Eintrittsquerschnitt 20a auf, der größer ist als der Austrittsquerschnitt 20b, während in der 8B der Lichtkanal 21 einen Eintrittsquerschnitt 21a aufweist, der kleiner ist als der Austrittsquerschnitt 21b. In beiden Fällen sind die Winkel der Wände 20c, 20d und 21c, 21d leicht geneigt, wodurch die Platzierung der Quellen in dem Polarisationstrenner bzw. PBS exakt kontrolliert werden können, derart dass ein optimaler Fluss durchgelassen wird.

In den 9a und 9b, die jeweils eine Schnittansicht gemäß Zx und Zy des Lichtkanals 20 der 8A darstellen, wurde der Weg der Lichtstrahlen am Ausgang 20b zu dem mit 22 angedeuteten PBS dargestellt. Die spezifische Form des Kanals horizontal (9A) und vertikal (9B) ermöglicht es, die virtuellen Bilder sv – wie in 10 dargestellt – der Quellen in Bezug aufeinander zu verschieben und auch die Platzierung der realen Quellen in dem PBS zu optimieren.

Die oben beschriebene Ausführungsform wurde selbstverständlich lediglich zur Veranschaulichung angegeben und kann abgewandelt werden, ohne dass der Rahmen der nachfolgenden Patentansprüche verlassen wird.


Anspruch[de]
System zur Projektion oder zur Sichtbarmachung von Bildern mit einem Bildgenerator (17) und einem Mittel zur Beleuchtung des Bildgenerators mit einer Lichtquelle (11), Mitteln (12), um den Lichtstrahl aus der Quelle in Richtung des Bildgenerators zurückzuwerfen, einem optischen Integrator (13, 20, 21) mit nachfolgenden Polarisationstrennmitteln (15), wobei die Polarisationstrennmittel von einer Anordnung von Linsen (16) gefolgt werden, die den Austritt der Polarisationstrennmittel auf dem Bildgenerator abbilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Linsen (16) telezentrisch ist und mindestens eine der Linsen (16a) der Anordnung (16) zwischen den Polarisationstrennmitteln und dem Bildgenerator beweglich ist, um die Beleuchtung an die Größe des Bildgenerators anzupassen. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Integrator durch einen Lichtkanal gebildet ist, wobei der Lichtkanal von Mitteln (14) gefolgt wird, um bei der Reflexion des Lichtstrahls im Inneren des Lichtkanals die virtuellen Beleuchtungsquellen zu dem Bildgenerator zurückzustrahlen, wobei die Mittel (14) eine Abbildung der virtuellen Quellen auf den Polarisationstrennmitteln (15) verwirklichen. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtkanal (13, 20, 21) reflexiv ist. System nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtkanal parallelepipedisch ist oder die Form eines Pyramidenstumpfes aufweist. System nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtkanal durch ein Hohlrohr, dessen Innenwände Spiegel sind, oder durch einen Vollstab aus einem Material wie Glas, das durch totale interne Reflexion wirksam ist, gebildet ist. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte des Lichtkanals dasselbe Längen/Breite-Verhältnis aufweisen wie der Bildgenerator. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsseite des Lichtkanals in der Fokalebene der Mittel (12) zum Zurückwerfen des Lichtstrahls aus der Quelle in Richtung des Bildgenerators positioniert ist. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12) zum Zurückwerfen des Lichtstrahls aus der Quelle in Richtung des Bildgenerators durch einen elliptischen Reflektor oder durch einen parabolischen, zu einer konvergierenden Linse zugeordneten Reflektor gebildet sind. System nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Zurückstrahlen der virtuellen Beleuchtungsquellen durch eine Anordnung von mindestens einer Linse (14) gebildet sind. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polarisationstrennmittel durch eine Reihe von einen dünnen Film bildenden, zu einem Halbwellenfilm zugeordneten Polarisationstrennelementen gebildet sind, um den gesamten nicht polarisierten Lichtstrahl mit einer einzigen Polarisation umzuwandeln. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (14) von mindestens einer Linse Mittel zum Zurückstrahlen der virtuellen Beleuchtungsquellen telezentrisch seitens der Polarisationstrennmittel ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildgenerator ein optisches Flüssigkristallventil ist.






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