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Dokumentenidentifikation DE69837463T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0000916222
Titel NAVIGATION DURCH FERNSEHPROGRAMME
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder OOSTERHOUT, Ronaldus Hermanus, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
LAMBOURNE, Robert Andrew, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
DOBBELAAR, Astrid, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
TEN KATE, Warner Rudolph, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69837463
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.04.1998
EP-Aktenzeichen 989109228
WO-Anmeldetag 09.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/IB98/00535
WO-Veröffentlichungsnummer 1998056176
WO-Veröffentlichungsdatum 10.12.1998
EP-Offenlegungsdatum 19.05.1999
EP date of grant 04.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse H04N 7/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04N 5/45(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme, mit einem Schritt zum Wiedergeben einer Anzahl Fernsehprogramme als ein Mosaik betreffender Subbilder an einem Wiedergabeschirm. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf einen Fernsehempfänger mit Mosaikwiedergabemitteln zum Wiedergeben einer Anzahl Fernsehprogramme als Mosaik betreffender Subbilder an einem Wiedergabeschirm und auf einen Fernsehsender zum Übertragen von Signalen, die es ermöglichen, dass der Fernsehempfänger das Verfahren durchführt.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Ein bekanntes Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme ist in WO 95/28794 beschrieben. Dieses Dokument beschreibt einen Fernsehempfänger zum Wiedergeben eines Mosaik-Videosignals mit einer Anzahl Subbildern, wobei jedes Subbild ein Signal einer Anzahl Videosignale darstellt. Ein Benutzer bekommt dadurch die Möglichkeit, jedes Programm der dargestellten Programme dadurch zu selektieren, dass er einfach auf das betreffende Bild zeigt und klickt.

Neulich ist die Übertragung elektronischer Programmführer (EPG) ein wichtiger Aspekt im Bereich des Fernsehend geworden. Ein EPG hilft dem Zuschauer bei der Selektion aus einem großen Angebot von Fernsehprogrammen, die zur Zeit ausgestrahlt werden, insbesondere seit digitale Fernsehübertragung eine erwachsene Technologie geworden ist. Ein EPG bietet dem Benutzer die Möglichkeit, eine Übersicht "Was gibt's" oder "Was kommt" zu erhalten und auf einfache Weise ein interessantes Programm zu selektieren. Dazu sind Deskriptoren, die Eigenschaften der Programme, wie schematische Sendedaten und Sendezeiten, Programmtypen (beispielsweise Filme, Unterhaltung, Nachrichten, Sport, usw.), Bewertung usw. in den EPG untergebracht.

Herkömmliche EPG-Systeme transportieren die Programminformation gemeinsam mit einem einzigen, meistens analogen, Fernsehsignal. Fernsehempfänger geben die Information in Textform wieder, entweder allein oder als Überlagerung über das aktuell selektierte Fernsehprogramm.

AUFGABE UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme zu schaffen, das weiterhin die Bequemlichkeit der Verwendung elektronischer Programmführer verbessert.

Dazu schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme, wie in den beiliegenden Patentansprüchen beschrieben.

Ein Mosaikschirm ist eine interessante und benutzerfreundliche Schnittstelle zum Selektieren eines Fernsehprogramms aus einer Vielzahl verfügbarer Programme. Durch die vorliegende Erfindung wird erreicht, dass eine derartige Mosaikübersicht nach wie vor wiedergegeben wird, wenn der Zuschauer wissen möchte, welcher Fernsehkanal einen gewünschten Programmtyp, beispielsweise einen Film, sendet. Nicht nur bleiben die nicht markierten Subbilder am Schirm, sie bleiben auch an derselben Stelle in dem Mosaik, unabhängig von der Anzahl Fernsehkanäle, zu dem betreffenden Zeitpunkt einen Film senden. Wenn der Benutzer einmal einen Kanal mit der Stelle in dem Mosaik assoziiert hat, wird er es schätzen, dass die genannte Assoziation sich nicht durch die Themasuche geändert hat.

Die Markierung von Subbildern kann viele Forman annehmen. Ein Asterisk oder ein anderes spezielles Symbol kann in der Nähe der Subbilder wiedergegeben werden, die betreffenden Kanalnamen können hervorgehoben werden, die Umrandungen der Subbilder können ihre Farbe ändern, usw. Es ist auch möglich, die Erscheinungsform der Subbilder, die Programme Darstellen, die nicht erwünscht sind, d.h. die Subbilder, die Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben, zu modifizieren. In vorteilhaften Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird die Helligkeit, der Kontrast, die Größe oder die Erneuerungsrate (bis zu "Gefrieren" zu einem Standbild) der genannten Subbilder reduziert.

Der Mosaikschirm kann örtlich von dem Empfänger aus den jeweiligen empfangbaren Fernsehkanälen zusammengestellt werden. Er kann auch von dem Sender zusammen mit einem oder mehreren Fernsehprogrammen übertragen werden. Ein derartiger Sender ist in der Internationalen Patentanmeldung WO-A-95/28794 der Anmelderin beschrieben.

Der Sender ist dazu vorgesehen, für jedes Fernsehprogramm die Deskriptoren des genannten Fernsehprogramms zusammen mit dem Mosaiksignal zu übertragen. Die oben genannten Empfängermerkmale können dann auf eine kosteneffektive Art und Weise verwirklicht werden. Vorzugsweise werden die Fernsehprogramme, das Mosaiksignal und die Deskriptoren digital codiert und in einem einzigen Bitstrom gemultiplext.

Das Dokument: "The Personal Elctronic Program Guide – Towards the Pre-Selection of individual TV Programs" (Micheal Ehrmantrautet, 1996, ACM Press) beschreibt den Empfang eines oder mehrerer Deskriptoren, die Eigenschaften des Fernsehprogramms definieren.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHUNG

Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 ein System mit einem Sender und einem Empfänger zum Durchführen des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung,

2 einen Mosaikschirm, wie dieser von dem Sender nach 1 übertragen wird,

3 ein Flussdiagramm eines Steuerprogramms, das in einem in 1 dargestellten Mikroprozessor gespeichert und von demselben durchgeführt wird,

49 Beispiele von Mosaikschirmen, wie diese von dem in 1 dargestellten Fernsehempfänger wiedergegeben werden.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 zeigt ein System mit einem Sender 1 und einem Empfänger 2 nach der vorliegenden Erfindung. Der Sender 1 empfängt eine Anzahl Fernsehprogramme TV-1, TV-2, TV-3, ... TV-N. In dem betreffenden digitalen Übertragungssystem werden die Fernsehsignale durch betreffende MPEG-Codierer 11.1, 11.2, 11.3, ... 11.N codiert. Die codierten Signale werden einem Multiplexer und Modulator 12 zur Übertragung über einen Übertragungskanal 3 zugeführt, der ein Satellit, ein terrestrisches oder Kabelnetzwerk sein kann.

Der Sender umfasst auch einen Generator 15 für einen elektronischen Programmführer (EPG), der dem übertragenen Signal EPG-Daten zufügt. Elektronische Programmführer sind an sich in dem betreffenden technischen Bereich bekannt. Sie enthalten für jeden übertragenen Fernsehkanal ein Programmschema für eine bestimmte Zeitperiode.

Für jedes Programm enthält der EPG auch eine Anzahl Deskriptoren, wie geplante Sendedaten und -zeiten, Titel, Typen (beispielsweise Unterhaltung, Nachrichten, Sport, Film, usw.), Bewertungen für Eltern, usw.

Gegebenenfalls enthält der Sender auch eine das Mosaiksignal zusammensetzende Schaltungsanordnung 13, welche die Fernsehsignale der Fernsehprogramme empfängt und ein Mosaiksignal MOS von beispielsweise 4·4 Subbildern erzeugt, wie in 2 dargestellt. Das Mosaiksignal wird von einem MPEG Codierer 14 digital codiert und dem übertragenen Signal zugefügt. In dieser Ausführungsform enthält der EPG auch Daten, welche die Stelle jedes Subbildes in dem Mosaiksignal MOS mit der Programmnummer n des assoziierten Fernsehprogramms TV-n koppelt. Ein derartiger Koppelmechanismus ist in der oben genannten Internationalen Patentanmeldung WO-A-95/28794 beschrieben.

Der Empfänger 2 enthält einen Demodulator und Demultiplexer 21 zum Empfangen eines selektierten Programms der Fernsehprogramme. Ein Programm wird dadurch selektiert, dass dem Demodulator und Demultiplexer die Programmnummer n zugeführt wird. Das selektierte Fernsehprogramm wird einem MPEG Decoder 22 zugeführt, der den Audioanteil des Signals zur Wiedergabe durch einen Lautsprecher 23, und den Videoanteil des Signals zur Wiedergabe an einem Wiedergabeschirm 24 decodiert. Die eingebetteten EPG Daten bilden ein weiteres Ausgangssignal des Demodulators und Demultiplexers 21.

Der Empfänger umfasst weiterhin einen Mikroprozessor 25, der über einen Empfänger 27 für ein Fernsteuersignal Benutzersteuerbefehle von einer (Fern) Steueranordnung 26 empfängt. Der Mikroprozessor steuert mehrere herkömmliche Vorgänge des Empfängers auf eine weiterhin bekannte Art und Weise. Insbesondere wird ein Fernsehprogramm dadurch selektiert, dass die Programmnummer n dem Demodulator und Demultiplexer 21 zugeführt wird. Der Mikroprozessor empfängt auch das übertragene EPG Datensignal. Die Fernsteueranordnung 26 hat Cursorsteuertasten 261 und eine als "EPG" bezeichnete Spezialtaste 262.

Der Empfänger umfasst weiterhin einen Graphikgenerator 28, der von dem Mikroprozessor gesteuert wird. Ein "On-Screen-Display" Signal OSD wird von diesem Graphikgenerator erzeugt und über eine Addierstufe 29 dem Videobild am Schirm zugefügt. In einer etwaigen Ausführungsform umfasst der Empfänger auch einen Helligkeitsmaskierungsgenerator 30, der einer Helligkeitssteuerstufe 31 ein Helligkeitssteuersignal B zuführt.

Die Wirkungsweise des Empfängers 2 wird durch ein Steuerprogramm bestimmt, das in dem Mikroprozessor 25 gespeichert und von demselben durchgeführt wird. 3 zeigt ein Flussdiagramm dieses Steuerprogramms. In einem Anfangsschritt 300 empfängt der Mikroprozessor die EPG Daten von dem Sender und speichert diese Information in einem Speicher. In einem Schritt 301 wartet der Mikroprozessor auf den Empfang eines vorbestimmten Benutzerbefehls, der bei der Betätigung der "EPG"-Taste (262 in 1) von der Fernsteueranordnung ausgegeben wird. Diese Befehl sorgt dafür, dass das Programm in eine "EPG" Betriebsart eintritt. Andere Betriebsarten sind für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich und werden deswegen an dieser Stelle nicht näher beschrieben. In einem Schritt 302 selektiert der Mikroprozessor aus den verfügbaren Fernsehprogrammen das Programm mit dem Mosaiksignal (siehe 2) und gibt dies an dem Schirm wieder. In dem Schritt 302 sorgt der Mikroprozessor auch dafür, dass der Graphikgenerator (28 in 1) ein OSD-Signal erzeugt. Insbesondere, wie in 4 dargestellt, umfasst das OSD-Signal Am-Schirm-Tasten, wie eine Taste 41 mit der Bezeichnung "next", eine Taste mit der Bezeichnung "theme", eine Taste 43 mit der Bezeichnung "zoom" und andere nützliche Information, wie eine Uhr 44.

In einem Schritt 303 empfängt der Mikroprozessor Cursorsteuerbefehle von der Fernsteueranordnung und sorgt dafür, dass der Graphikgenerator einen Cursor am Schirm wiedergibt. Der Cursor kann jede beliebige Form annehmen. In 4 ist der Cursor als ein Rahmen um ein selektierbares Wiedergabe-Item dargestellt, wie ein Rahmen 45a um ein Subbild oder ein Rahmen 45b um eine Am-Schirm-Taste. Während der Cursor über die Subbilder an dem Mosaikschirm mit den Cursor-Steuertasten (261 in 1) verschoben wird, gibt der Empfänger das Audiosignal des assoziierten Fernsehprogramms wieder.

In einem Schritt 304 wird überprüft, ob die EPG-Taste auf der Fernsteueranordnung wieder betätigt wird. Die EPG-Taste ist ein Umschaltbefehl um den Mosaikschirm ein- und abzuschalten. Wenn die Taste wieder betätigt wird, wird ein Schritt 305 durchgeführt, in dem das vorher selektierte Fernsehprogramm wiedergegeben wird. Das Programm kehrt dann zu dem Schritt 301 zurück um auf einen neuen EPG-Befehl zu warten.

In einem Schritt 306 bestimmt das Steuerprogramm, welches der selektierten Wiedergabe-Items von dem Benutzer aktiviert wird. Wenn ein Subbild aktiviert wird, wird das damit assoziierte Fernsehprogramm zur Vollschirmwiedergabe selektiert. Dazu verarbeitet der Mikroprozessor in einem Schritt 307 die Daten, welche die Stelle jedes Subbildes in dem Mosaiksignal MOS mit der Programmnummer n des assoziierten Fernsehprogramms TV-n koppeln, und führt dem Demodulator und Demultiplexer die relevante Programmnummer zu. Das Steuerprogramm kehrt danach zu dem Schritt 301 zurück um auf einen neuen EPG Befehl zu warten.

Wenn das aktivierte Wiedergabe-Item eine Am-Schirm-Taste ist, wird ein Schritt 308 durchgeführt, in dem geprüft wird, ob es die "theme"-Taste (43 in 4) ist. In dem Fall führt das Programm ein Subprogramm 309 durch, das dem Benutzer die Möglichkeit bietet, den Typ des Fernsehprogramms einzuführen, an dem er zu der betreffenden Zeit interessiert ist. In diesem Beispiel wird vorausgesetzt, dass der Zuschauer an Filmen interessiert ist. Das Subprogramm 309 gibt eine Liste verfügbarer Programmtypen, wie "Unterhaltung", "Nachrichten", "Sport", "Film" usw. wieder. Auf alternative Weise gibt es Am-Schirm-Tasten 42 für die jeweiligen Themen. Wenn der gewünschte Programmtyp bekannt ist, sucht das Subprogramm 309 in den EPG Daten die Fernsehkanäle, die zu dem betreffenden Zeitpunkt ein derartiges Programm übertragen, und leitet die betreffenden Stellen der assoziierten Subbilder an dem Mosaikschirm aus der Koppelinformation her. Danach werden in einem Schritt 310 die betreffenden Subbilder wahrnehmbar am Schirm markiert.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Markierung von Subbildern in dem Schritt 310 dadurch erreicht, dass dafür gesorgt wird, dass der Graphikgenerator ein spezielles Symbol nahe bei den Subbildern wiedergibt. Ein Beispiel ist in 5 dargestellt. Es dürfte einleuchten, dass mehrere Alternativen möglich sind, wie die Wiedergabe einer gefärbten Umrandung der Subbilder oder der Kanalnamen. In einer vorteilhaften Ausführungsform werden die Subbilder, die das gewünschte Programm darstellen, von den anderen dadurch unterschieden, dass die Sichtbarkeit der anderen Subbilder reduziert wird. In dieser Ausführungsform sorgt der Mikroprozessor dafür, dass der Helligkeitsmaskierungsgenerator (30 in 1) ein Helligkeitsmaskierungssignal B erzeugt, das die Helligkeit des wiedergegebenen Videosignals in denjenigen Schirmbereichen reduziert, in denen die Subbilder der nicht gewünschten Fernsehprogramm wiedergegeben werden. Dies ist in 6 dargestellt, wobei schraffierte Gebiete Subbilder mit einer reduzierten Helligkeit bezeichnen. Es dürfte einleuchten, dass statt der Helligkeit andere Parameter der Subbilder, wie Kontrast, Farbsättigung oder Farbton reduziert werden können. Bei Markierung der betreffenden Subbilder kehrt das Steuerprogramm zu dem Schritt 304 zurück, damit dem Benutzer die Möglichkeit geboten wird, ein Vollschirmprogramm aus dem Mosaikschirm zu wählen (Schritt 307) oder zu dem vorhergehenden Programm zurückzukehren (Schritt 305).

In dem Schritt 311 bestimmt der Mikroprozessor, ob die aktivierte Am-Schirm-Taste die "next" Taste (41 in 4) ist. In dem Fall führt das Programm einen Schritt 312 durch, in dem der Empfänger eine "Was kommt" Übersicht wiedergibt. Der Term "next" kann sich auf ein Fernsehprogramm oder einen bestimmten Zeitpunkt beziehen. In der ersten Möglichkeit sucht der Mikroprozessor in der EPG Datei und für jeden Fernsehkanal nach dem nächsten Programm, das er aussenden wird. Da keine Echtzeitbilder für diese Programme verfügbar sind, werden sie alle in Textform präsentiert, während die Mosaikstruktur beibehalten wird, die dem Benutzer geläufig ist. Auf vorteilhafte Weise wird die "next" Übersicht mit dem oben beschriebenen Markierungsmerkmal kombiniert. In der zweiten Möglichkeit sucht der Mikroprozessor in der EPG Datei das Programm, das zu dem betreffenden Zeitpunkt ausgestrahlt wird, beispielsweise in einer halben Stunde von nun (in diesem Beispiel 20.30 Uhr). In dieser Ausführungsform werden mehrere Programm, die zur Zeit ausgesendet werden, dann noch nicht beendet sein. Für diese Programm kann das wirkliche Echtzeitbild nach wie vor an dem Mosaikschirm wiedergegeben werden. Die anderen Programme werden in Textform präsentiert. Ein Beispiel dieser Ausführungsform ist in 7 dargestellt. In dem Fall werden die Kanäle ITV, CH4, ZDF, RTL+, SAT1, TF2 und BRT das aktuelle Programm um 20.30 Uhr noch aussenden. Die betreffenden Subbilder werden dem empfangenen Mosaiksignal entnommen, wobei die Helligkeit reduziert wird, wenn das Programm nicht ein Film ist. Die anderen Kanäle werden um 20.30 Uhr ein anderes Programm senden. Die betreffenden EPG Daten (in dem Beispiel: Startzeit, Endzeit, Programmtitel) werden in einem Fenster wiedergegeben, das die darunter liegenden Subbilder des empfangenen Mosaiksignals überdeckt. Auch hier wird wieder das Fenster in reduzierter Helligkeit wiedergegeben, wenn das angekündigte Programm kein Film ist. Eine Uhr 46 gibt den Zeitpunkt an, für den die Übersicht gilt. Das Steuerprogramm kehrt danach zu dem Schritt 304 zurück, damit der Benutzer die Möglichkeit hat, aus der "next" Übersicht des Mosaiks (Schritt 307) ein Vollschirmprogramm zu selektieren oder zu dem vorhergehenden Programm zurückzukehren (Schritt 305).

Andere Verarbeitungsfunktionen werden in dem Schritt 313 durchgeführt, wenn der Mikroprozessor gefunden hat, dass die aktivierte Am-Schirm-Taste nicht die "theme" oder "next" Taste ist. Eine der anderen Am-Schirm-Tasten ist die "zoom" Taste (43 in 4). Die Zoomfunktion bietet dem Benutzer die Möglichkeit, einen 4·4 Mosaikschirm aus einer größeren Anzahl empfangbarer Fernsehkanäle zu selektieren. Dies ist beispielsweise in 8 dargestellt, in der die Zoomtaste eine Selektion eines der vier Quadranten eines 8·8 Mosaikschirms ermöglicht, und zwar mit Hilfe eines Cursors 47. Dem Benutzer dürfte es einleuchten, dass das Markierungsmerkmal auch in dieser 8·8 Mosaikschirmmode implementiert werden kann. Obschon die Subbilder zu klein sind um das Fernsehprogramm zu erkennen, ist es sofort deutlich, in welchem Quadranten die meisten Filme gefunden werden können. Die Zoomfunktion bietet dem Benutzer auch die Möglichkeit, eine Reihe oder Spalte aus einem Mosaikschirm zu selektieren zur gleichzeitigen Wiedergabe mit einem selektierten "Vollbild"-Fernsehprogramm. Ein Beispiel ist in 9 dargestellt. In dieser Wiedergabemode kann der Benutzer auf einfache Weise von dem einen Fernsehprogramm zu dem anderen zappen.

In der oben stehenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird das Mosaiksignal von dem Sender zusammengestellt und als solches übertragen. Es dürfte einleuchten, dass das Mosaiksignal auch örtlich von dem Empfänger zusammengestellt werden kann. Dasselbe gilt für die Kanalnamen, welche die Subbilder identifizieren. Derartige Empfänger sind an sich in dem betreffenden technischen Bereich bekannt. Sie sind vorgesehen um gleichzeitig oder sequentiell die verfügbaren Fernsehkanäle zu empfangen, die Signale zu verarbeiten zum Schaffen der betreffenden Subbilder und die genannten Subbilder in einem Speicher zu speichern. In einem derartigen Empfänger sind andere Verfahren zum Markieren gewünschter Fernsehprogramme (310 in 3) möglich. So kann beispielsweise die Erneuerungsrate der Größe der betreffenden Subbilder reduziert werden.

Zusammengefasst wird ein Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme beschrieben. Ein Fernsehempfänger gibt ein Mosaikbild mit Subbildern wieder, welche die verfügbaren Programme darstellen. Der Empfänger empfängt weiterhin einen elektronischen Programmführer mit Programmbeschreibungen. Bei Aktivierung einer "theme" Taste (42) kann der Zuschauer einen gewünschten Programmtyp aufrufen, beispielsweise "Film". In Reaktion darauf wird die Helligkeit der Subbilder, die Programm darstellen, die nicht gewünscht werden, reduziert. Der Benutzer hat dadurch eine Hilfe bei dem Navigieren durch Programme, an denen er interessiert ist, während die Mosaikstruktur beibehalten wird, die ihm vertraut ist, und ohne dass die Assoziation zwischen Kanälen und ihrer Lage in dem Mosaikschirm verloren geht.


Anspruch[de]
Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme mit einem Schritt (302) zum Wiedergeben einer Anzahl Fernsehprogramme als ein Mosaik betreffender Subbilder an einem Wiedergabeschirm, gekennzeichnet durch die nachfolgenden Verfahrenschritte:

– das Empfangen (300) eines oder mehrerer Deskriptoren, welche die betreffenden Eigenschaften jedes Fernsehprogramms definieren,

– das Empfangen (309) eines Benutzerbefehls, der einen selektierten Deskriptorwert identifiziert, und

– das Markieren der Wahrnehmbarkeit (310) der Subbilder, die Fernsehprogrammen entsprechen, die den selektierten Deskriptorwert haben, während am Wiedergabeschirm die Subbilder nach wie vor vorhanden sind, die den Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die betreffenden Subbilder an ihrem Platz am Wiedergabeschirm gehalten werden. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Markierungsschritt das Reduzieren der Helligkeit der Subbilder umfasst, die Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Markierungsschritt das Reduzieren der Erneuerungsrate von Subbildern umfasst, die Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Markierungsschritt das Reduzieren der Größe der genannten Subbilder umfasst, die Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben. Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin den Verfahrensschritt der Wiedergabe des Tonsignals des Fernsehprogramms umfasst, das mit einem vom Benutzer selektierten Subbilde der genannten Subbilder assoziiert ist. Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin den Verfahrensschritt der gleichzeitigen Wiedergabe einer selektierten Reihe oder Spalte des genannten Mosaik-Wiedergabeschirms und eines aus der genannten Reihe oder Spalte selektierten Fernsehprogramms umfasst. Fernsehempfänger (2) mit Mosaikwiedergabemitteln (24) zur Wiedergabe einer Anzahl Fernsehprogramme als Mosaik betreffender Subbilder an einem Wiedergabeschirm, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger weiterhin Folgendes umfasst:

– Mittel (21) zum Empfangen eines oder mehrerer Deskriptoren für jedes Fernsehprogramm, welche die betreffenden Eigenschaften des Fernsehprogramms definieren, und

– Mittel (25, 27) zum Empfangen eines Benutzerbefehls, der einen selektierten Deskriptorwert identifiziert,

wobei die Mosaikwiedergabemittel dazu vorgesehen sind, die Wahrnehmbarkeit der Subbilder zu markieren, die Fernsehprogrammen entsprechen, die den selektierten Deskriptorwert haben, während am Wiedergabeschirm die Subbilder nach wie vor vorhanden sind, die den Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten Deskriptorwert haben.






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