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Dokumentenidentifikation DE102006032386A1 17.01.2008
Titel Verwaltung von medizinischen Ereignissen von Personen
Anmelder Berx, Mechtild Josefine, 41068 Mönchengladbach, DE
DE-Anmeldedatum 13.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006032386
Offenlegungstag 17.01.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.2008
IPC-Hauptklasse G06F 19/00(2006.01)A, F, I, 20060713, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06Q 50/00(2006.01)A, L, I, 20060713, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur zumindest teilautomatisierten Verwaltung von medizinischen Ereignissen von Personen, vorzugsweise von Terminen zur Impfung von Patienten. Dabei wird wenigstens ein Ereignis einer Person in einer Datenbank seitens des Kommunikationsnetzwerks erfasst, ein erfasstes Ereignis hinsichtlich einer zeitlichen Umsetzung oder Realisierung automatisiert beobachtet und erfolgt in Abhängigkeit der beobachteten zeitlichen Umsetzung oder Realisierung eines Ereignisses der zugehörigen Person eine automatische Benachrichtigung der Person über das Kommunikationsnetzwerk.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur zumindest teilautomatisierten Verwaltung von medizinischen Ereignissen von Personen, vorzugsweise von Terminen zur Impfung von Patienten.

Die nachfolgende Erfindung ermöglicht die Sicherstellung der Einhaltung von medizinischen Ereignissen, wie Untersuchungsterminen, Nachuntersuchungsterminen, Terminen für Vorsorgeuntersuchungen, beispielsweise Krebsvorsorge jeglicher Art, Terminen zur Impfung und dergleichen medizinischen Ereignissen. Nachfolgend wird die Erfindung im wesentlichen anhand einer Verwaltung von Terminen zur Impfung von Patienten näher beschrieben. Dabei wird insbesondere aufgezeigt, wie sichergestellt werden kann, dass über mehrere Jahre verteilte Termine auf einfache Art und Weise eingehalten werden können. Die Erfindung ist dabei nicht auf Termine zur Impfung beschränkt, sondern erfasst jegliche Art der Terminverfolgung von medizinischen Ereignissen.

Problemstellung:

Die zum Erhalt der Gesundheit nötigen Impfungen scheitern oftmals daran, dass gerade gesunde erwachsene Menschen durch unregelmäßige Arztbesuche oft vergessen, alle wichtigen Folgeimpfungen wahrzunehmen. Auch wenn die heute in den Arztpraxen installierte Software eine Impfplanung unterstützt, hängt es in den meisten Fällen von der Sorgfalt der Ärzte ab, ob eine Benachrichtigung der Patienten erfolgt. Gründe hierfür können sein:

  • – Zeitspannen von mehreren Jahren; die insbesondere bei Impfungen einzuhalten sind (Impfauffrischung), lassen sich durch häufige Software-Updates oder durch die Installation von neuer Software nur schwer abbilden.
  • – Der Arzt kann durch den hohen Kostendruck die Terminverfolgung nicht sicher und günstig gewährleisten.
  • – Der Patient wechselt in der Zwischenzeit den Arzt. Der vorherige und der neue Arzt werden hierüber nicht informiert.
  • – Der behandelnde Arzt beendet seine Tätigkeit.
  • – Der Patient wechselt seinen Wohnsitz.

Bisher fehlt im Stand der Technik eine unabhängige, den jeweiligen Ärzten übergeordnete Instanz zur Verwaltung von Terminen medizinischer Ereignisse von Patienten.

Es ergeben sich daraus die nachfolgenden patientenseitigen Fragen beziehungsweise Problemstellungen:

  • – Patienten vergessen Impftermine, insbesondere über Jahre verteilte Termine, beispielsweise über Jahre verteilte Intervalltermine wie Tetanusimpfungen (Intervall: etwa 10 Jahre) oder dergleichen Impfungen.
  • – Auswirkungen eines fehlenden Impfschutzes können dann lebensbedrohlich sein oder massive gesundheitliche Einschränkungen zur Folge haben, beispielsweise bei Hepatitis oder dergleichen. Oftmals sind sich die Patienten der Folgen nicht bewusst.
  • – Patientenseitig kann nicht sichergestellt werden, an den nächsten anstehenden Impftermin rechtzeitig erinnert oder über diesen informiert zu werden. Dies ist um so wichtiger bei exakt einzuhaltenden Impfungsintervallen. Die konkrete Planung der meisten Menschen geht insbesondere diesbezüglich nicht über einen Zeitraum von einem Jahr hinaus.
  • – Bei der Impfungsplanung ist die Überwachung und Einhaltung sich möglicherweise behindernder medizinischer Ereignisse und/oder Impfstoffe im Hinblick auf eine ganzheitliche Betrachtung bisher nicht gegeben.

Problemlösung:

Zur Lösung der oben aufgezeigten Problematiken wird mit der vorliegenden Erfindung ein System und ein Verfahren der eingangs genannten Art vorgeschlagen, welches Patienten zumindest teilautomatisch informiert und welches durch ständige Wartung fortwährend zur Verfügung steht. Der Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass im Falle einer anstehenden Impfung der Patient durch eine automatisch generierte Benachrichtigung mittels eines Nachrichtendienstes eine Kommunikationssystems, insbesondere einem Telefonanruf, einer SMS, einer MMS, einer Faxnachricht, einer E-Mail, einer automatischen Briefsendung oder dergleichen automatisierten Nachricht, an diesen Termin erinnert und auf Wunsch mit dem zuständigen Arzt zwecks Terminvereinbarung in Kontakt treten kann, insbesondere durch Weiterverbindung mittels Telefonanruf, Antwort-SMS, -MMS, -E-Mail oder dergleichen.

Zur Sicherstellung dieser Funktionalitäten kommen in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die nachfolgend näher beschriebenen System-Komponenten zum Einsatz:

  • 1. Schnittstelle zur Administration von Impfungen für Patient und/oder Arzt über ein Kommunikationsnetz, vorzugsweise in Form einer Portalseite zur Administration im Internet. Die Schnittstelle ermöglicht dabei insbesondere eine Terminverwaltung hinsichtlich Erfassung, Veränderung und/oder Erinnerung von Terminen.
  • 2. Datenbank für die Hinterlegung medizinischen Ereignissen, vorzugsweise Impfplänen, sowie zur Hinterlegung von Patientendaten, wie Name, Anschrift, Alter, Krankheiten, Medikamente, Impfstoffe, Verträglichkeiten von Stoffen, Termine und/oder dergleichen. Dabei wird bedarfsweise sichergestellt, dass entsprechende Daten nur von autorisierten Personen über gesicherte Verbindungen einsehbar und/oder nutzbar sind.
  • 3. Nutzung eines Sprachdialogsystems zur automatisierten Abwicklung der Terminverwaltung, insbesondere hinsichtlich Erfassung, Veränderung und/oder Erinnerung an beziehungsweise von Terminen. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung bedient sich hierzu eines IVR-Systems (Interactive Voice Response).

1. Schnittstelle zur Administration (Portalseite zur Administration)

Die Administrationsschnittstelle/Portalseite, vorzugsweise zur Verfügung gestellt im beziehungsweise über das Internet, stellt die Benutzerschnittstelle zwischen dem System, dem Arzt beziehungsweise dem Patienten dar. Die hier eingegebenen Informationen sind beispielsweise die Kontaktdaten des Patienten beziehungsweise des Arztes, dem Impfplan für die Impfungen in den kommenden Jahren und gegebenenfalls die Impfstofflieferanten. Um den Patienten auf einen bevorstehenden Termin hinzuweisen zu können, ist es vorteilhafterweise möglich Nachrichtendienste des Kommunikationsnetzes zu nutzen. Dabei erfolgt eine Benachrichtigung über eine Benachrichtigungseinrichtung vorzugsweise über das Telefon, mittels SMS, mittels MMS, mittels E-Mail und/oder mittels eines Sprachdialogs eines IVR-Systems, beispielsweise derart „Guten Tag. Hier ist der automatische Benachrichtigungsanruf bezüglich Ihres anstehenden Tetanus-Impftermins. Möchten Sie zwecks Terminabstimmung mit Ihrem zuständigen Hausarzt verbunden werden? Ja? Nein? Später ...". Bevorzugt ist eine Anwendung von Voice over IP-Diensten (VoIP-Dienste) zur Benachrichtigung. Alternativ und/oder ergänzend ist die Nutzung von PSTN (analog), ISDN, Mobilfunknetzen oder dergleichen Kommunikationsnetzen und die Nutzung von Nachrichtendiensten derselben zur Benachrichtigung vorgesehen. Der Informationsfluss zwischen dem System und dem Patienten wird hierbei auch durch die zukünftige Entwicklung der Telekommunikationstechnologien bestimmt. Die Möglichkeiten eine Nachricht zu übermitteln sind dabei insbesondere:

  • – Telefon (Analog, ISDN, Mobil und VoIP)
  • – SMS, MMS
  • – Brief, Postkarte
  • – E-Mail
  • – Pager
  • – Fax

Die Schnittstelle/Portalseite besitzt vorteilhafterweise zwei voneinander getrennte Administrationsbereiche, einen für den Arzt und einen für den Patienten. In dem für den Arzt vorgesehenen Administrationsbereich hat der zu behandelnde Arzt insbesondere die Möglichkeit, den für den Patienten individuell erstellten Impfplan und Impfstoffe einzustellen. In dem anderen für den Patienten vorgesehenen Administrationsbereich hat der Patient selbst insbesondere die Möglichkeit, alle Kontaktdaten, beispielsweise Telefonnummern, Postanschrift und/oder dergleichen, abzuändern. Auch ist es ihm möglich, bei einem Arztwechsel die im System hinterlegte Telefonrufnummer seines alten Arztes gegen die des neuen Arztes auszutauschen, insbesondere, damit das System den Patienten direkt mit dem aktuellen beziehungsweise bevorzugten Arzt verbinden kann.

2. Datenbank für die Hinterlegung der Impfpläne und der Patientendaten

Die Datenbank wird durch die Schnittstelle/Portalseite (vergleiche oben Ziffer 1.) mit Daten versorgt und liefert der Benachrichtigungseinrichtung, insbesondere dem Sprachdialogsystem (IVR-System) alle notwendigen Informationen, die für die termingerechte Abwicklung der Erinnerungen, insbesondere dem Nachrichtenaufbau, der Nachrichtenabsendung und/oder Nachrichtenweiterleitung zur Bearbeitung der Erinnerungsanrufe des Sprachdialogsystems (IVR-Systems), benötigt werden. Des weiteren stellt die Datenbank für eine darüber liegende Anwendung (Applikation) alle Daten zur Verfügung, die beispielsweise für das Versenden einer Erinnerungspostkarte oder E-Mail notwendig sind. Die wenigstens einmal vorgesehene Datenbank ist vorteilhafterweise seitens des Kommunikationsnetzwerks vorgesehen und/oder über dieses erreichbar, insbesondere zur Wartung und/oder Pflege der Daten.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht die Nutzung und/oder die Zuhilfenahme eines ENUM-Verzeichnisdienstes zur Aktualisierung der Kontakt- und/oder Erreichbarkeitsdaten in der Datenbank vor, insbesondere Kontaktdaten von Arzt und/oder Patient (Benachrichtigung unter Zuhilfenahme eines ENUM-Verzeichnisdienstes). Der ENUM-Verzeichnisdienst ermöglicht dabei, ähnlich wie der DNS-Service im Internet, die Erreichbarkeit von Personen über die oben aufgeführten Medien unter einer einzigen Nummer (Kennung). Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ermöglicht die erfindungsgemäße Nutzung eines ENUM-Verzeichnisdienstes und dessen Funktionalitäten eine aktive automatische Abgleichung von Kontakt- und/oder Erreichbarkeitsdaten zur Impfterminverfolgung. Vorteilhaft ist dabei, dass bei einem ENUM-Verzeichnisdienst die Adressdaten nur an einer Stelle aktuell beziehungsweise aktualisiert vorgehalten werden müssen.

3. Sprachdialogsystem/IVR-Systems (Interactive Voice Response)

Das interaktive Sprachdialog-System ist vorteilhafterweise eine Rechenanlage (PC) mit einer Schnittstelle in ein Telekommunikationsnetz, vorzugsweise in ein PSTN, ISDN, Mobilfunknetz und/oder VoIP-Netz. In Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Datenbank (vergleich oben Ziffer 2.) ist das Sprachdialogsystem vorteilhafterweise ausgebildet erfindungsgemäß automatisiert abgehende Anrufe in die genannten Netze (PSTN, ISDN, Mobilfunknetz und/oder VoIP-Netz) zu initiieren und vorzugsweise mittels Spracheingabe weitere Aktionen, wie die Weiterleitung an den zuständigen Arzt, durchzuführen beziehungsweise zu veranlassen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand eines möglichen technischen Aufbaus und des Zusammenspiels der erfindungsgemäßen Komponenten näher erläutert:

Das erfindungsgemäße System umfasst ein programmiertes dynamisches Webfrontend (Webseite), welches sich auf einem Webserver, der mit dem Internet verbunden ist, befindet. Die dort vom Arzt über eine verschlüsselte Verbindung eingegebenen Patienteninformationen, wie Name und Anschrift des Patienten und des Arztes, Telefonnummern, Impftermine für die nächsten Jahre, gewünschte Uhrzeit für den Erinnerungsanruf und dergleichen Informationen werden automatisch an eine dahinter liegende Datenbank (Server) weitergereicht und gespeichert.

Für die Authentifizierung des Arztes wird vorteilhafterweise eine Smartcard oder dergleichen gleichwertiges Authentifizierungsmittel genutzt. Eine solche kann vorteilhafterweise zusammen mit einer elektronischen Patientenkarte von den gesetzlichen Krankenkassen genutzt werden. Mit der Smartcard hat der Arzt Zugriff auf die im Speicher der Patientenkarte abgelegte Behandlungshistorie.

Ähnlich wie beim Onlinebanking authentifiziert sich der Arzt mit seiner Smartcard auf der Portalseite des Impfplaners und kommt so in den Bereich, wo er einen neuen Patientenimpfplan anlegen kann.

Nachdem alle Daten vom Arzt über das Webinterface eingegeben wurden, erzeugt das System für den Patienten einen Benutzernamen mit einem dazugehörigen Passwort. Mit diesem Zugang hat der Patient die Möglichkeit, seine persönlichen Kontaktdaten, wie Name, Anschrift, E-Mail, Rufnummern, Benachrichtigungsart und dergleichen via Web oder dergleichen Medium zu verändern. Durch seine eingeschränkten Zugriffsrechte ist der Patient jedoch nicht in der Lage, den vom Arzt zuvor eingestellten Impfplan selbst zu editieren. Ein seitens des Sprachdialogsystems (IVR) programmierter Callflow ermöglicht dabei vorteilhafterweise auch das Verändern der Kontaktdaten per Telefon. In diesem Fall wählt der Patient eine eigens für diesen Zweck geschaltete Servicerufnummer (z. B. 01805 ...) an, welche ihn mit der Sprachdialogplattform (IVR) verbindet. Mit Hilfe des in der IVR integrierten Spracherkennungssystems hat der Patient nach erfolgreicher Authentifizierung die Möglichkeit, seine Kontaktdaten per Sprachbefehle oder DTMF-Eingabe (DTMF = Dual-tone multifrequency dialing) anzupassen oder sich die kommenden Impftermine ansagen zu lassen.

Eine vorteilhafterweise ebenfalls in der IVR integrierte Anwendung, vorzugsweise Software, überprüft nun mittels einer Datenbankabfrage ob Impftermine für die in der Datenbank gespeicherten Patienten anstehen und leitet im Falle eines bevorstehenden Impftermins eine oder mehrere der nachfolgenden vom Patienten gewünschte Benachrichtigungsart ein:

  • 1. Telefon (Analog, ISDN, Mobil und VoIP) => Anruf wird von der IVR eingeleitet
  • 2. SMS, MMS => SMS mit den nötigen Informationen wird via SMS-Server versandt
  • 3. E-Mail => Anstoß einer automatisierten Mail mit den nötigen Infos
  • 4. Pager => Anstoß einer Info, die zum Pager geschickt wird
  • 5. Brief, Postkarte => Anstoß des Postkartendrucks und automatischer Versand
  • 6. Fax => Anstoß einer automatisierten Faxnachricht.

1. Benachrichtigung durch einen automatisierten Anruf der IVR

Enthält der Datensatz eines Patienten den Wunsch per Telefonanruf an den bevorstehenden Impftermin erinnert zu werden, so leitet das Sprachdialogsystem (IVR) mit der/n in dem Datensatz hinterlegten Rufnummer/n einen automatisierten Anruf ein. Erreicht das System den Patienten nicht -Anrufbeantworter werden bei modernen Systemen erkannt-, so erfolgt eine Wiedervorlage. Kommt eine Verbindung zustande, so wird der Patient begrüßt und über die Art der Impfung und den bevorstehenden Impftermin informiert. Auf Wunsch hat der Patient anschließend die Möglichkeit, zwecks Terminabsprache mit seinem behandelnden Arzt verbunden zu werden. In diesem Fall liest das System (IVR) die ebenfalls im Datensatz hinterlegte Rufnummer des Arztes aus, baut eine Verbindung zur Arztpraxis auf und stellt den Patienten zum Arzt durch.

Sollte während der Zeit, in der der Patient erfolgreich mit der IVR verbunden wurde die Verbindung unterbrochen werden, erfolgt ebenfalls die Wiedervorlage. Ebenso hat der Patient die Möglichkeit, sich per Sprachbefehl später erneut erinnern zu lassen. Das System sollte so programmiert werden, dass die durch dass Sprachdialogsystem initiierten Anrufe sowohl die Öffnungszeiten der Arztpraxis als auch die Erreichbarkeit des Patienten berücksichtigt und gegebenenfalls abgleicht (Die Eingabemöglichkeit ist beim Webfrontend und der Datenbankprogrammierung zu berücksichtigen).

2. Benachrichtigung durch eine automatisierte SMS

Möchte der Patient per SMS über einen bevorstehenden Impftermin informiert werden, so generiert eine mit einem SMS-Server verbundene Überwachungssoftware nach vorheriger Datenbankabfrage eine SMS mit folgendem Inhalt:

  • – Art der Impfung
  • – Impftermin
  • – Rufnummer des zuständigen Arztes

3. Benachrichtigung durch eine automatisierte E-Mail

Möchte der Patient per E-Mail über einen bevorstehenden Impftermin informiert werden, so generiert eine mit einem Mail-Server verbundene Überwachungssoftware nach vorheriger Datenbankabfrage eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

  • – Art der Impfung
  • – Impftermin
  • – Rufnummer des zuständigen Arztes

4. Benachrichtigung durch eine automatisierte Pager-Nachricht

Möchte der Patient per Pager-Nachricht (ist im Ausland zum Teil noch sehr verbreitet) über einen bevorstehenden Impftermin informiert werden, so generiert eine mit einem Pager-Dienst verbundene Überwachungssoftware nach vorheriger Datenbankabfrage eine Pager-Info mit folgendem Inhalt:

  • – Art der Impfung
  • – Impftermin
  • – Rufnummer des zuständigen Arztes

5. Benachrichtigung durch eine automatisch erzeugte und verschickte Postkarte (Brief)

Möchte der Patient mittels Postkarte oder Brief über einen bevorstehenden Impftermin informiert werden, so wertet eine Überwachungs- und Steuersoftware den auf der Datenbank befindlichen Datensatz aus und veranlasst den Druck einer Postkarte mit dem folgendem Inhalt:

  • – Name und Anschrift des Patienten
  • – Art der Impfung
  • – Impftermin
  • – Rufnummer des zuständigen Arztes

6. Benachrichtigung durch eine automatisierte Fax-Nachricht

Möchte der Patient per Fax-Nachricht über einen bevorstehenden Impftermin informiert werden, so generiert ein Fax-Server nach vorheriger Datenbankabfrage eine Fax-Nachricht mit folgendem Inhalt:

  • – Art der Impfung
  • – Impftermin
  • – Rufnummer des zuständigen Arztes

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Einleitung einer automatischen Impfstoffbestellung vorgesehen. Dabei ruft das Sprachdialogsystem (IVR) nach erfolgreicher Benachrichtigung des Patienten durch die oben aufgeführten Benachrichtigungsarten beim Arzt an und fragt nach, ob der benötigte Impfstoff für den Patienten geliefert werden soll. Wird dies vom Arzt verneint, so kann im Anschluss daran nach dem Grund gefragt werden. Der Betreiber dieser Plattform hat durch die Auswertung der Datenbank und der Abfrageergebnisse der IVR die Möglichkeit, produktbezogene Werbemaßnahmen einzuleiten.

Weitere vorteilhafte Anwendungen beziehungsweise Einsatzbereiche eines erfindungsgemäßen Systems beziehungsweise Verfahren sind wie folgt gegeben:

  • – Losgelöst von dem oben aufgeführten Impfplaner ist eine Integration in einen elektronischen Kalender möglich. In diesem würde der Nutzer über einen bevorstehenden Termin z. B. per Telefonanruf erinnert.
  • – Bei der Implementierung des Impfplaners durch einen Pharmakonzern vergrößern sich durch das automatische Auslösen der Impfstoffbestellung bei der Nutzung des Dienstes die Marktanteile für den die Erfindung nutzenden Pharmakonzern.

Alternativ ist es in gleicher Weise auch möglich, die Terminverfolgung eines elektronischen Terminkalenders, wie eine solche beispielsweise bei Anwendungsprogrammen wie Outlook oder Lotus Notes integriert ist, erfindungsgemäß zu erweitern. Gegenstand dieser Erfindung ist dabei dann der aktive Sprachdialog mit dem Nutzer durch ein modernes Sprachdialogsystem (IVR). Da sowohl Sprache als auch Daten vorzugsweise über TCP/IP oder dergleichen Protokolle über Kommunikationsnetze übertragen werden, benötigt man zur Implementierung vorteilhafterweise lediglich Server (PCs), Software und eine Transportplattform (z. B. das Internet).

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand des in der Figur der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. dabei zeigt:

1 in einer schematischen Prinzipdarstellung den Aufbau und die Funktionsweise eines erfindungsgemäßem Systems zur zumindest teilautomatisierten Verwaltung von medizinischen Ereignissen von Personen, vorzugsweise von Terminen zur Impfung von Patienten.

1 zeigt die für die technische Umsetzung benötigten Recheneinrichtungen (Server). Im wesentlichen besteht das erfindungsgemäße System gemäß Ausführungsbeispiel nach 1 aus einem Internet-Zugang, einem Web-Server für die Portalseite, einer Patientendatenbank, einer IP-TK-Anlage, einem Sprachdialog-System und den verschiedenen Servern für die Kommunikation mit dem Patienten beziehungsweise dem Arzt. Das Zusammenspiel der Einzelkomponenten wird beim Durchspielen einer Anwendung näher verdeutlicht:

Anlegen eines Impfplanes durch den Arzt:

Der Arzt hat durch seine besonderen Administrationsrechte die Möglichkeit einen Patienten im System neu anzulegen und die Impftermine der nächsten Jahre einzutragen. Hierzu greift er über seinen Internetanschluss (1) (3) auf den Web-Server (7) des Systems zu. Die eingegebenen Daten werden vom Web-Server (7) über eine Firewall (4) auf eine im LAN befindliche Datenbank (5) geschrieben. Änderungen der Impftermine oder die Art der Impfung können nur von autorisierten Personen (Ärzten) vorgenommen werden.

Ändern der Kontaktdaten durch den Patienten via Internet:

Ein von einem Arzt angelegter Patient hat die Möglichkeit mittels eines Internetanschlusses (2) (3) über die Portalseite auf dem Web-Server (7) seine Kontaktdaten zu ändern. Aus Sicherheitsgründen erfolgt auch hier kein direkter Zugriff auf die Datenbank (5), sondern wird vom Web-Server (7) in der DMZ durchgeführt.

Ändern der Kontaktdaten durch den Patienten über das Telefon/Mobilfunktelefon:

Parallel zur zuvor aufgeführten Möglichkeit, ist der Patient in der Lage seine Kontaktdaten auch telefonisch zu ändern. In diesem Fall wählt er über ein Festnetz (18) oder ein Mobilfunknetz (17) (alternativ über VoIP) das System (13) an. Das an der TK-Anlage (13) gekoppelte Sprachdialogsystem (14) begrüßt den Patienten und fragt menügesteuert die Änderungswünsche automatisch ab. Die so abgefragten neuen Informationen werden vom Sprachdialog-System (14) nach Bestätigung durch den Patienten auf die Datenbank (5) übertragen.

Benachrichtigung des Patienten durch das System (allgemein):

In Abhängigkeit der vom Patienten gewünschten Benachrichtigungsart oder Benachrichtigungsarten werden die nachfolgend aufgeführten Systemkomponenten durchlaufen. Angestoßen werden die für die jeweilige Kommunikationsart verantwortlichen Server vom Controll-Server (9). Dieser durchsucht in bestimmten Intervallen die Datenbank (5) auf bevorstehende Impftermine der einzelnen Patienten und leitet die vom Patienten gewünschte Benachrichtigung ein.

Benachrichtigung des Patienten mittels einer SMS oder einer Pager-Nachricht:

Der Controll-Server (9) extrahiert die von der Datenbank (5) erhaltenen Informationen für das Versenden einer SMS (11) oder einer Pager-Nachricht (12) und veranlasst den Versand.

Benachrichtigung des Patienten mittels einer Postkarte oder eines Briefes:

Der Controll-Server (9) extrahiert die von der Datenbank (5) erhaltenen Informationen für das Versenden einer Postkarte oder eines Briefes und veranlasst den Versand über den Print-Server (8).

Benachrichtigung des Patienten mittels einer E-Mail:

Der Controll-Server (9) extrahiert die von der Datenbank (5) erhaltenen Informationen für das Versenden einer E-Mail und veranlasst den Versand über den Mail-Server (6).

Benachrichtigung des Patienten mittels einer Fax-Nachricht:

Der Controll-Server (9) extrahiert die von der Datenbank (5) erhaltenen Informationen für das Versenden einer Fax-Nachricht und veranlasst den Versand über den Fax-Server (19) an das Faxgerät (16) des Patienten.

Benachrichtigung des Patienten mittels eines automatisierten Anrufs:

Der Controll-Server (9) extrahiert die von der Datenbank (5) erhaltenen Informationen für einen automatisierten Anruf durch das Sprachdialog-System (14). In Zusammenarbeit mit der IP TK-Anlage (13) erfolgt in diesem Fall ein Verbindungsaufbau zu einem Festnetzanschluss (18) oder einem Mobiltelefon (17). Der Patient wird vom System (14) über den bevorstehenden Impftermin benachrichtigt und hat die Möglichkeit bezüglich der genauen Terminabsprache sich vom System (14) (13) mit dem zuständigen Arzt verbinden zu lassen. Die hierfür notwendige Rufnummer des Arztes erhält das Sprachdialog-System (14) vom Controll-Server (9) oder durch eine Datenbankabfrage direkt von der Datenbank (5).

Integration des ENUM-Dienstes:

Mit der Nutzung eines ENUM-Dienstes (15) wird die optionale Möglichkeit eingesetzt, die dort hinterlegten Kontaktdaten des Patienten auf Wunsch mit denen der Datenbank (5) abzugleichen.

Patienten im Sinne der vorliegenden Erfindung sind auch Tiere insbesondere Haustiere oder Nutztiere, so dass auch tierärztliche Anwendungen erfindungsgemäß möglich sind.

Die beschriebenen, in der Figur der Zeichnung dargestellten und im Zusammenhang mit dieser erläuterten Ausführungsbeispiele der Erfindung dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend. Insbesondere durch die im Zuge immer kürzer werdender Innovationszyklen und der Vielzahl sich auf dem Markt befindlicher Möglichkeiten hinsichtlich der technischen Umsetzung sind die hier dargelegten Ausführungsformen der Erfindung als Basisansatz zu sehen.

1
Arzt
2
Patient
3
Internet
4
Firewall
5
Patientendatenbank
6
Mail-Server
7
Web-Server
8
Postversandsystem (Print-Server, Drucker, Kuvertiermaschine, Versanddienst)
9
Controll-Server
10
SMS & Pager Server
11
Mobilfunktelefon/SMS
12
Pager
13
IP TK-Anlage mit integriertem Voice Gateway
14
Sprachdialogsystem (IVR)
15
ENUM/DNS-Server
16
Fax (Patient (2))
17
Mobilfunktelefon (Patient (2))
18
Festnetzanschluss/-telefon (Patient (2))
19
Fax-Server


Anspruch[de]
Verfahren zur zumindest teilautomatisierten Verwaltung von Ereignissen von Personen, vorzugsweise von medizinischen Ereignissen, besonders bevorzugt von Terminen zur Impfung von Patienten, über ein Kommunikationsnetzwerk wobei

wenigstens ein Ereignis einer Person in einer Datenbank seitens des Kommunikationsnetzwerks erfasst wird,

ein erfasstes Ereignis hinsichtlich einer zeitlichen Umsetzung oder Realisierung automatisiert beobachtet wird und

in Abhängigkeit der beobachteten zeitlichen Umsetzung oder Realisierung eines Ereignisses der zugehörigen Person eine automatische Benachrichtigung der Person über das Kommunikationsnetzwerk erfolgt.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung unter Nutzung eines seitens des Kommunikationsnetzwerks vorgesehenen Sprachdialogsystems (IVR) erfolgt, wobei vorzugsweise eine Terminsbenachrichtigung eines medizinischen Ereignisses über das Sprachdialogsystem an einen Patienten erfolgt und dieser bei Bedarf und/oder Wunsch automatisch mit einem zuständigen Arzt zur Terminsvereinbarung verbunden wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beobachtung von medizinischen Ereignissen, vorzugsweise Impfungen, nach oder in zeitlich vorgebbaren Intervallen erfolgt. System zur zumindest teilautomatisierten Verwaltung von medizinischen Ereignissen von Personen, vorzugsweise von Terminen zur Impfung von Patienten, über ein Kommunikationsnetzwerk mit

wenigstens einer, wenigstens einen Zugriff auf das Kommunikationsnetzwerk ermöglichenden Schnittstelle zwischen einer Datenbank und einem Arzt und/oder einer Datenbank und einem Patienten zur Administration von medizinischen Ereignissen, vorzugsweise Terminen, hinsichtlich Erfassung, Veränderung und/oder Benachrichtigung von medizinischen Ereignissen von Patienten und

wenigstens einer über das Kommunikationsnetzwerk zugänglichen und/oder bereitgestellten Datenbank in der Informationen medizinischer Ereignisse von Patienten, vorzugsweise Termine, Kontaktdaten von Patienten und/oder Ärzten und/oder sonstige Informationen der jeweiligen medizinischen Ereignisse der Patienten, erfassbar sind.
System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schnittstelle zur Administration von medizinischen Ereignissen, vorzugsweise Terminen, hinsichtlich Erfassung, Veränderung und/oder Benachrichtigung von medizinischen Ereignissen von Patienten ein Sprachdialogsystem (IVR) nutzend ausgebildet ist. System nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schnittstelle zur Administration von medizinischen Ereignissen, vorzugsweise Terminen, hinsichtlich Erfassung, Veränderung und/oder Benachrichtigung von medizinischen Ereignissen von Patienten eine Portalseite im Internet (Webfrontend) nutzend ausgebildet ist. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass seitens des Kommunikationsnetzwerks Einrichtungen zur Benachrichtigung unter Nutzung von Nachrichtendiensten des Kommunikationsnetzwerks, vorzugsweise SMS, MMS, E-Mail, Fax, Anruf durch Sprachdialogsystem (IVR) und/oder Postkarte oder Brief, vorgesehen sind, welche über die wenigstens eine Schnittstelle zur Benachrichtigung von Patienten nutzbar sind. System nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine automatisierte Aktualisierung von Kontakt- und/oder Erreichbarkeitsdaten unter Nutzung eines ENUM- und/oder DNS-Servers erfolgt. System nach einem der Ansprüche 4 bis 8, gekennzeichnet durch eine Anwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3.






IPC
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B Arbeitsverfahren; Transportieren
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E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
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H Elektrotechnik

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