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Dokumentenidentifikation DE602004006770T2 07.02.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001677557
Titel Verbesserte Fehlerbehandlung der Messkontrollprozedur in einem UMTS Funkzugriffsnetzwerk
Anmelder M-Stack Ltd., Birmingham, GB
Erfinder Funnell, Nicola M., B1 2RX, Birmingham, GB;
de Jong, Gjalt, B 3001, Leuven, BE
Vertreter Grape & Schwarzensteiner, 80331 München
DE-Aktenzeichen 602004006770
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.12.2004
EP-Aktenzeichen 041070574
EP-Offenlegungsdatum 05.07.2006
EP date of grant 30.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.02.2008
IPC-Hauptklasse H04Q 7/38(2006.01)A, F, I, 20060606, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Luftschnittstellenmanagement in der Mobilkommunikation. Es findet besonders beim Management durch Mobilgeräte in Bezug auf die Luftschnittstelle durchgeführter Messungen Anwendung.

Die Mobilkommunikation stellt eine Zugriffstechnik für tragbare Endgeräte („UE") zur Verfügung, um Zugriff auf die Netze ohne Einsatz einer Drahtverbindung zu ermöglichen. Bei den heutigen Gegebenheiten kommuniziert das UE per Funkweg mit einem oder mehreren Netzwerkzugriffspunkten, und zwar oft aber nicht immer mit dem/den geographisch am nächsten liegenden. Eines oder mehrere Netze stehen über die Zugriffspunkte zur Verfügung und diese Netze können entweder drahtlos oder fest verbunden sein. Drahtlose Netze dieser Art werden oft als „zellular" bezeichnet, wobei jeder Zugriffspunkt eine Zelle des drahtlosen Netzes bildet. Bei Bewegung des UE kann es eine Zellengrenze überschreiten, so dass es zu einem Wechsel des bzw. der Netzwerkzugriffspunkts(e) kommt, welche die Übertragung zwischen dem UE und dem Netz ermöglichen.

Die UMTS-(„Universal Mobile Telecommunications System") Technologie ist ein Entwicklungsbereich, an dem viel gearbeitet wurde. Die UMTS-Netzarchitektur kann als zwei primäre Teile betrachtet werden, das UTRAN („UMTS Terrestrial Radio Access Network") und das Kernnetz. Das UTRAN befasst sich mit den physikalischen Aspekten der Bereitstellung des drahtlosen Zugriffs eines mobilen UE auf das Kernnetz, während das Kernnetz die Vermittlung übernimmt. Damit das UE ein UMTS benutzen kann, muss es kompatibel sein und deshalb in seiner Betriebssystemumgebung Protokolle enthalten, welche diesen drahtlosen Zugriff unterstützen.

Mit Bezug auf die 1 setzt sich das UTRAN aus einem Satz RNSs („Radio Network Subsystems” = Funknetzuntersysteme) zusammen. Jedes RNS umfasst eine RNC („Radio Network Controller” = Funknetzsteuerung) und eine oder mehrere als „Node Bs" bekannte logische Netzknoten. Jedes Node B ist ein Netzwerkzugriffspunkt and seine dazugehörige RNC steuert allgemein die Funkressourcen für die Bereitstellung des drahtlosen Zugriffs über die Luftschnittstelle zwischen einem UE und dem UTRAN unter Einsatz des Node B.

Im Lauf der Entwicklung der Mobilkommunikation wurden schon zahlreiche Protokolle geschrieben. Viele davon sind im obengenannten Kernnetz im Einsatz. Um das Kernnetz zu benutzen, müssen die UMTS-Netze mit den entsprechenden, von der Kernnetzschnittstelle geforderten, Protokollen ausgestattet sein. Der hauptsächliche Impuls der heutigen UMTS-Netze geht jedoch vom UTRAN und seinen Protokollen zur Handhabung der verschiedenen Funk-/Luftschnittstellen zwischen den RNCs, Node Bs und UEs aus. In einem UMTS-Netz werden in allen RNCs, Node Bs und UEs Protokollstacks benutzt. Eines davon ist das in der RNC und im UE vorhandene Protokoll „Radio Resource Control" (RRC = Funkressourcensteuerung).

Eine der an den UMTS-Standards arbeitenden Gruppen ist das 3rd Generation Partnership Project („3GPP"). Ein Beispiel einer von 3GPP auf dem Internet veröffentlichten technischen Spezifikation, die für die Ausführungsformen dieser Erfindung relevant ist, ist folgende:

TS 25.331 (Version 6.3.0)

mit dem Titel „Technical Specification Group Radio Access Network; Radio Resource Control (RRC); Protocol Specification".

Das RRC-Protokoll sieht eine Anzahl von Diensten zur Unterstützung der Funk-/Luftschnittstellen vor. Um die Anschlussmöglichkeiten zu verwalten verlangt das UTRAN von einem UE die Durchführung verschiedener Messungen in Bezug auf Funkzellen und die Ruckmitteilung der Messwerte an das UTRAN. Dies ist für verschiedene Aspekte der Funkressourcenverwaltung im UTRAN, wie zum Beispiel zur Definition und/oder Modifikation der Gruppe aktiver Zellen, mit denen ein UE eine Funkverbindung haben soll, erforderlich. Eine Liste von RRC-Diensten wird im Abschnitt 5.1 der o.g. TS 25.331 angegeben und umfasst z.B. „UE measurement reporting and control of the reporting” (= UE-Messwertmitteilung und Mitteilungssteuerung).

Das UTRAN kann eine Messung im UE entweder durch Senden einer Systeminformation und/oder durch Übertragung einer Messkontrollnachricht steuern. Eine Messkontrollnachricht kann zum Aufbau, zur Änderung oder Beendigung einer Messung durch das UE benutzt werden und Daten einschließlich folgender umfassen:

  • • Messart
  • • Messgegenstand, z.B. zu messende Zellen
  • • Messwertmitteilungskriterien, insbesondere ob Mitteilungen regelmäßig oder ereignisbedingt erfolgen sollen

Eine der durch das RRC-Protokoll unterstützten und für die Ausführungsformen dieser Erfindung besonders interessante Messarten ist die Mitteilung von Intrafrequenzmessungen durch das UE. Dabei handelt es sich um Messungen an physikalischen Downlinkkanälen auf der gleichen Frequenz wie die gegenwärtig aktive Zellengruppe und in Bezug auf eine einzige Betriebsgesellschaft. Ein Messgegenstand entspricht einer Zelle.

Ein verbundenes und zweckbestimmt funktionierendes UE führt Messungen in Bezug auf Zellen durch, die sich in drei sich gegenseitig ausschließende Kategorien gliedern:

Zellen der aktiven Gruppe (active set cells):

eine Zelle oder Zellen, die gegenwärtig mit dem UE zur Unterstützung einer Verbindung kommuniziert bzw. kommunizieren und dem Netz bekannt ist bzw. sind. Im UMTS werden diese Zellen vom UTRAN in einer „CELL_INFO_LIST" genannten Variablen aufgeführt

Zellen der überwachten Gruppe (monitored set cells):

Zellen einer nicht-aktiven Gruppe (non-active set cells), die dem Netz jedoch bekannt sind. Im UMTS werden diese Zellen vom UTRAN unter „CELL_INFO_LIST" aufgeführt

Zellen der erfassten Gruppe (detected set cells):

vom UE erfasste Zellen, die dem Netz nicht bekannt sind. Diese Zellen befinden sich weder in „CELL_INFO_LIST" noch in der aktiven Gruppe.

Messungen für Zellen der erfassten Gruppe werden vom UE, das verbunden ist und sich im zweckbestimmten Zustand („CELL_DCH") befindet, nur als Intrafrequenzmessungen mitgeteilt und werden vom UTRAN zum Beispiel zum Konfigurieren benachbarter Zellenlisten benutzt. Erfasste Zellen können potentiell der „CELL_INFO_LIST" und den Zellen der aktiven Gruppen zwecks darauffolgender Überwachung hinzugefügt werden, woraufhin sie Zellen der überwachten bzw. der aktiven Gruppe sind.

Die zu messenden Zellen können auf verschiedene Weise durch das UTRAN bestimmt werden und werden sich für die vom UTRAN beabsichtigte Maßnahme eignen. Das UTRAN kann bestimmen, ob Zellen der aktiven und/oder der überwachten und/oder der erfassten Gruppe zu messen sind. Dies geschieht für ereignisbedingte und regelmäßige Mitteilungen auf unterschiedliche Weise.

Im Fall von ereignisbedingten Mitteilungen ist es die Beschreibung des Ereignisses (wie im Abschnitt 14.1.2 der oben genannten Spezifikation TS 25.331 dargelegt), welche dem UE sagt, welche Zellen zu messen sind. Zum Beispiel bezieht sich die Beschreibung „Event 1 d” (= Ereignis 1d) auf aktive oder nicht-aktive Zellen. Für die Ereignisse 1a, 1b, 1e und 1f verwendet das UTRAN „Triggering condition 1" und „Triggering condition 2" (= Auslösebedingung 1 und 2) genannte IEs (= Informationselemente) (im Abschnitt 10.3.7.39 der TS 25.331 dargelegt), um dem UE zu sagen, welche Zellen zu messen sind.

Bei regelmäßigen Mitteilungen verwendet das UTRAN eine Kombination von Zellenzustandsmitteilung (siehe Abschnitt 10.3.7.61 der TS 25.331) und Messgrößenmitteilung (siehe Abschnitt 10.3.7.41 der TS 25.331), um dem UE zu sagen, welche Zellen zu messen sind.

Falls Zellen der aktiven und/oder der überwachten Gruppe zu messen sind, muss das UE wissen, um welche Zellen es sich handelt. Die Ausgangssituation ist, dass das UE alle vom UTRAN in CELL_INFO_LIST aufgeführten Zellen messen wird. Das UTRAN kann jedoch in einer Messkontrollnachricht eine Untergruppe derselben verlangen, indem es ein Informationselement („IE") mit der Bezeichnung „Cells for Measurement" (= zu messende Zellen) mitsendet, in dem die zu messenden Zellen durch ihre Verwürfelungscodes angegeben sind.

Falls Zellen der erfassten Gruppe zu messen sind, stellt die Identifikation derselben für das UE kein Problem dar, da ja das UE selbst die Zellen der erfassten Gruppe findet.

Bei ereignisbedingten Mitteilungen weist das UTRAN das UE an, die Intrafrequenzmessungen vorgegebener Art durch Einstellen eines Werts im IE „Intrafrequency measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße) vorzunehmen. Der eingestellte Wert gibt die Messung an, welche das UE bei der Erkennung eines Ereignisses anwenden wird. Die Messungen sind allgemein dazu bestimmt, die kontinuierliche Kommunikation mit dem UE bei Bedingungsänderungen wie z.B. Bewegung des UE oder Leistungsabnahme eines Netzwerkzugriffspunkts zu unterstützen. Ereignisbedingte Intrafrequenzmitteilungen können einen jeden der folgenden Punkte betreffen:

  • • Funkfelddämpfung
  • • Empfangscodestärke ("RSCP")
  • • Energie pro Chip

    (In diesem Zusammenhang wird „Chip" bekannterweise zur Bezeichnung eines Teil eines Kommunikationsprotokollrahmens benutzt.)

Bei regelmäßigen Mitteilungen kann das UTRAN das UE anweisen, eine oder alle im Abschnitt 10.3.7.5 der TS 25.331 aufgeführten Messgrößen einer Zellengruppe mitzuteilen. Dies geschieht durch Einstellen des Mitteilungsindikators auf „TRUE" (= richtig) für eine jede mitzuteilende Messgröße. Dabei bestimmt das IE „Intrafrequency measurement quantity" nur, wie die Mitteilungsergebnisse zu sortieren sind.

Die Kriterien der Mitteilung regelmäßiger und ereignisbedingter Messungen sind oben erwähnt. Regelmäßige Mitteilungen finden einfach auf periodischer Basis statt, wobei die Ausgabe jeder Mitteilung auf keinerlei Bedingungen beruht. Ereignisbedingte Mitteilungen werden jedoch, wie die Bezeichnung andeutet, durch ein spezielles Ereignis ausgelöst. Beispielsweise kann vorgegeben sein, dass ein UE bezüglich einer Zelle mitteilen soll, wenn diese Zelle in einer gemessenen Eigenschaft eine andere Zelle übertrifft. Deshalb kann eine Zelle, die aufgrund der Bewegung des UE eine RSCP, die höher als die einer vorhandenen überwachten Zelle ist, an das UE zu liefern beginnt, ein Kandidat für eine Mitteilung an das UTRAN werden, was durch das Ereignis, dass die RSCP für die neue Zelle die RSCP der vorhandenen überwachten Zelle übertroffen hat, ausgelöst wird. Die Mitteilung kann die tatsächlichen Messwerte für die betroffene Zelle umfassen oder auch nicht.

Ein potentielles Problem ergibt sich, wenn das UTRAN vom UE mitzuteilende Messungen verlangen kann, zu welchen das UE einfach nicht fähig ist. Dieses Problem kann z.B. in Bezug auf Funkfelddämpfungsmessungen auftreten. Das UE misst die Funkfelddämpfung, indem es die Stärke eines am UE empfangenen Trägersignals einer Zelle misst und es von der maximalen Stärke der Zelle abzieht. Das UE selbst kann die maximale Stärke nicht messen. Es muss die Daten anderswo einholen und zwar gemäß der o.g. TS 25.331 vom UTRAN. Das UTRAN gibt dem UE Daten über die maximale Stärke jeder zu meldenden Zelle, solange dem UTRAN die entsprechenden Zellen bekannt sind. Dem UTRAN sind die Zellen der aktiven und überwachten Gruppen bekannt, aber nicht die der erfassten Gruppe. Somit tritt ein Problem auf, wenn das UTRAN fähig ist, die Mitteilung von Funkfelddämpfungsmessungen für Zellen der erfassten Gruppe zu verlangen.

Das UE ist gegen bestimmte Umstände geschützt. Es ist zum Beispiel zur Feststellung fähig, dass ihm Daten fehlen, die es empfangen muss um zu antworten. In diesem Fall stell das UE eine Variable „CONFIGURATION_INCOMPLETE" (= unvollständige Konfiguration) auf „TRUE" ein und teilt keine Messwerte mit, sondern sendet eine Mitteilung „MesurementControlFailure" (= Messkontrollstörung) an das UTRAN zurück. Dazu kommt es, wenn das IE „measurement command" (= Messbefehl) auf „setup" (= Aufbau) gestellt ist und ein weiteres IE eines vorgegebenen Satzes von IEs fehlt. Zum Beispiel könnte im Fall einer ereignisbedingten Messung die Messkontrollnachricht vom UTRAN die Ereignisparameter nicht angeben. Damit befasst sich der Abschnitt 8.6.7.16 der TS 25.331.

Das UE ist ferner im Fall von Auslöseereignissen geschützt, bei denen die UTRAN-Messkontrollnachricht eine Funkfelddämpfungsmessung befehlen würde aber das IE „Triggering condition 2” (= Auslöseereignis 2) möglicherweise auf Einbeziehung von Zellen der erfassten Gruppe eingestellt ist. Zwei relevante Auslöseereignisse sind:

„Event 1a" (= Ereignis 1a): ein primärer CPICH (Pilotgleichkanal) tritt in den Mitteilungsbereich ein

„Event 1e" (= Ereignis 1e): ein primärer CPICH wird besser als eine Absolutschwelle

Die hier angewandte Terminologie wie „primärer CPICH", Messgrößen und die Identität eines Ereignisses sollen die in der TS 25.331, sowie in den grundlegenden 3GPP-Unterlagen wie die TR 21.905: „Vocabulary for 3GPP Specifications" (= Vokabular für 3GPP-Spezifikationen) oder anderen Bezugnahmen der TS 25.331 dargelegten Bedeutungen haben. Soweit der Zusammenhang nichts anderes vorgibt, funktionieren die in dieser Beschreibung erwähnten Geräte entsprechend dieser Spezifikationen.

Allgemein wird der Pilotgleichkanal im UMTS zur Ermöglichung der Kanaleinschätzung benutzt. Es handelt sich um einen physikalischen Kanal, der durch zwei oder mehrere Antennen (im Falle einer Downlink-Sendediversität) übertragen werden könnte. Der primäre CPICH benutzt einen speziellen Kanalübertragungscode und bekommt den primären Verwürfelungscode zugeteilt. Er ermöglicht dem UE den Kanalausgleich, um eine Phasenreferenz mit einem Synchronisationskanal zu erreichen, sowie Einschätzungen hinsichtlich der Stärkesteuerung. Den sekundären CPICH wird eine unterschiedliche Codekombination zugeordnet.

Das UE entdeckt das Problem durch die Kombination von dem auf Funkfelddämpfung eingestellten IE „Intra-frequency measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße) und der Auslösebedingung 2 mit Zellen der erfassten Gruppe. Es schützt sich durch Einstellen der Variablen „CONFIGURATION_INCOMPLETE" auf „TRUE" in Bezug auf die entsprechende Messkontrollnachricht und Übertragung einer „MeasurementControlFailure"-(= Messkontrollstörung) Nachricht zurück zum UTRAN. Diese Situation wird unter Abschnitt 8.6.7.16 der TS 25.331 behandelt.

Im Fall der Auslöseereignisse 1a und 1e ist es unter diesen Umständen klar, dass hier ein Konflikt vorliegen könnte. Dies ergibt sich aus der ausdrücklichen Kombination von Funkfelddämpfungsmessungen und Zellen der erfassten Gruppe. Des Weiteren sind die Ereignisse selbst für Zellen, die wahrscheinlich Zellen der erfassten Gruppe sind, relevant. Das heißt, dass in der Praxis Zellen der aktiven und überwachten Gruppen bereits über der Absolutschwelle und in einem vorgegebenen Mitteilungsbereich liegen dürften. Es wurde jedoch zwischenzeitlich erkannt, dass es sich dabei nicht um die einzigen Situationen handelt, in denen das UE nicht geschützt ist aber es sein soll.

ALLGEMEINES

Gemäß eines ersten Aspekts der Ausführungsformen dieser Erfindung ist ein Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz bei der von Mobilendgeräten durchgeführten netzbasierten Kontrolle von Messungen in Bezug auf Zellen des Netzes vorgesehen,

wobei das Gerät ferner einen Konfliktdetektor zum Erfassen von inhaltlichen Konflikten in den vom Netz erzeugten Messkontrollnachrichten umfasst, um Endgeräten zu befehlen, Funkfelddämpfungsmesswerte zwecks Anwendung bei der genannten Kontrolle zu melden,

wobei der Konfliktdetektor dazu ausgelegt ist, einen derartigen Konflikt zu erfassen, wenn der Inhalt

eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n) der zu messenden Zelle allein durch diese Identität bestimmt wird und Zellen der erfassten Gruppe umfasst oder

die regelmäßige Messung einer Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.

Das heißt unter a) oben (sic), dass die Kategorie(n) der zu messenden Zellen am UE nur von einem Wert in einem IE, das dem UE die Ereignisidentität gibt, bestimmt werden kann bzw. können. Das UE braucht keine weiteren Werte, um über die Zellenkategorie vollständig angewiesen zu sein.

Die entsprechende(n) Zellenkategorie(n), von denen eine oder mehrere angegeben sein könnten, sind die gemäß TS 25.331 zur Verfügung stehenden: Zellen der aktiven, überwachten oder erfassten Gruppe und Untergruppen davon.

Auslöseereignisse, deren Identität eine die zu messenden Zellen der erfassten Gruppe umfassende(n) Zellenkategorie oder -kategorien derartig angibt – in der TS 25.331 als Ereignisse 1c und 1d beschrieben – sind ein erstes Ereignis, bei dem eine nicht-aktive primäre Pilotgleichkanalzelle besser als eine aktive primäre Pilotgleichkanalzelle wird, und ein zweites Ereignis, bei dem es zu einen Wechsel der besten Zelle kommt. Beide Ereignisse können bei erfassten Zellen vorkommen und deshalb zum Konflikt führen, gegen welchen das UE zu schützen ist.

Der Konfliktdetektor kann dazu ausgelegt sein, entweder nur einen der unter a) und b) oben (sic) dargelegten Fälle oder alle davon zu erfassen. Bei bekannten Geräten, die der gültigen Version (6.3.0) der TS 25.331 entsprechen, sind die Endgeräte bei jedem dieser Fälle ungeschützt.

Bei den unter „a)" oben beschriebenen Auslöseereignissen ist bei weitem nicht so klar, dass die undurchführbare Kombination von Funkfelddämpfungsmessungen und Zellen der erfassten Gruppe auftritt als bei den oben erwähnten Ereignissen 1a und 1e. Die Ereignisse 1a und 1e werden die ausdrückliche Kombination der Auslösebedingung 2 und der auf Funkfelddämpfung gestellten Intrafrequenzmessgröße aufweisen. Im Gegensatz dazu benutzen die Auslöseereignisse 1c und 1d keine Werte für Auslösebedingungen in der Messkontrollnachricht und befassen sich speziell mit Änderungen in Bezug auf aktive Zellen und beste Zellen, von denen weder die einen noch die anderen eng mit Zellen der erfassten Grippe verwandt sind. Es gibt jedoch Fälle, bei denen Auslöseereignisse des Typs 1c und 1d Funkfelddämpfungsmessungen für Zellen der erfassten Gruppe veranlassen könnten. Zum Beispiel könnte das UTRAN sich einer erfassten Zelle unbewusst sein, weil sie neu ist und die UTRAN-Datenbank noch nicht aktualisiert wurde. Eine Zelle kann zum Beispiel nach einer Gerätestörung wieder zurück „online" gekommen sein. Eine neue Zelle der erfassten Grippe kann trotzdem stark sein und sollte deshalb an das UTRAN gemeldet werden, insbesondere wenn sie besser als eine vorhandene Zelle der aktiven Grippe ist (Ereignis 1c) oder besser als alle Zellen (Ereignis 1d).

Im Fall von den wie unter „b)" oben dargelegten regelmäßigen Messungen ist es wiederum weniger einfach, einen potentiellen Konflikt zu entdecken, als bei Auslöseereignissen des Typs Ereignis 1a und Ereignis 1e. Es gibt zwei Informationselemente, bei denen die in der Messkontrollnachricht vorhandenen Werte zu einem Konflikt führen könnten. Es handelt sich um das im Abschnitt 10.2.7.61 der TS 25.311 beschriebene IE „Reporting Cell Status" (= Zellenzustandsmitteilung) und das im Abschnitt 10.2.7.5 der TS 25.331 beschriebene IE „Cell Reporting Quantities" (= Zellenmeldegrößen), die durch das IE „Intra-frequency Reporting Quantity" (= Intrafrequenzmeldegröße), das im Abschnitt 10.3.7.41 der TS 25.331 beschrieben ist, abgebildet werden.

In einer ersten Ausführung kann das Gerät für den Einbau in einem Endgerät ausgelegt sein. In diesem Fall kann es beispielsweise mit einem Empfänger zum Empfang von Messkontrollnachrichten vom Netz zum Einsatz bei der genanten Kontrolle verknüpft sein. In dieser Ausführung kann das Gerät ferner einen Konfliktansprechmechanismus umfassen, der dazu ausgelegt ist, eine Reaktion des Endgeräts auf eine mit dem erfassten Inhalt verbundene Messkontrollnachricht zu sperren.

In einer zweiten Ausführung kann das Gerät für den Einbau im Netz ausgelegt sein. In diesem Fall kann es beispielsweise mit einem Generator von Messkontrollnachrichten verknüpft sein. In dieser Ausführung kann das Gerät ferner einen Konfliktansprechmechanismus umfassen, der dazu ausgelegt ist, die Übertragung an das Endgerät einer mit dem erfassten Inhalt verbundenen Messkontrollnachricht zu sperren.

Das Sperren durch den Konfliktansprechmechanismus kann in Bezug auf eine gesamte Messkontrollnachricht durch Sperren ihrer Übertragung oder durch Sperren der Reaktion des Endgeräts darauf geschehen. Um einen erfassten Konflikt zu umgehen, kann das Sperren als Alternative die Änderung des Inhalts entweder einer erfassten Messkontrollnachricht oder einer daraufhin erstellten Messwertmitteilung umfassen. Die letztere Alternative wird bevorzugt, da es die Mitteilung von mindestens einigen Messwerten in Bezug auf eine erfasste Messkontrollnachricht ermöglicht, anstatt jegliche Mitteilung als Reaktion auf die Nachricht zu sperren.

Der Einsatz eines Konfliktdetektors gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung ermöglicht den Schutz des UE in mehreren Fällen, die ansonsten ein potentielles Problem aufwerfen, wenn das UTRAN in der Lage ist, für Zellen der erfassten Gruppe zu meldende Funkfelddämpfungsmessungen zu befehlen.

Die für die Ausführungsformen dieser Erfindung relevanten Auslöseereignisse werden als Mitteilungsereignisse „1C" und „1D" in den Abschnitten 14.1.2.3 bzw. 14.1.2.4 der TS 25.331 beschrieben:

„Event 1c" (= Ereignis 1c): ein nicht-aktiver primärer CPICH wird besser als ein aktiver primärer CPICH

„Event 1d": Wechsel der besten Zelle

Der Begriff „beste Zelle" tritt im folgenden Beispiel auf. Wenn das UTRAN zum Aufbauen oder Ändern regelmäßiger Messungen eine Messkontrollnachricht an das UE sendet, kann es dem UE sagen, was für jede relevante Zelle zu messen ist, indem es Werte in ein IE namens "Reporting quantity" (= Meldegröße) gibt. Das UE meldet die Messungen als Liste der Zellen und Werte für jede Größe in einem IE namens „Measured results" (= Messergebnisse) in Messwertmitteilungen an das UTRAN zurück. Bei Intrafrequenzmessungen gibt die Liste die Werte der Messgröße der Reihenfolge nach an, wobei die erste angegebene Zelle die „best cell" (= beste Zelle) ist. Beispielsweise hat bei der Frequenzduplexsignalisierung („FDD") die beste Zelle den höchsten Wert, wenn die Messgröße die Energie pro Chip („Ec/No") oder RSCP ist. Andererseits hat die beste Zelle den geringsten Wert, wenn die Messgröße „Pathloss" (= Funkfelddämpfung) ist.

Bei einem zweiten Aspekt der Ausführungsformen dieser Erfindung ist ein Verfahren zum Management einer Luftschnittstelle für den Einsatz in der netzbasierten Kontrolle von durch Mobilendgeräte in Bezug auf Zellen des Netzes durchgeführte Messungen vorgesehen, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

  • (i) Überwachung des Inhalts von Messkontrollnachrichten zur Übertragung durch das Netz an das Endgerät;
  • (ii) Konflikterfassung im genannten Inhalt; und
  • (iii) Sperren der Übertragung einer zu einem entdeckten Konflikt führenden Messkontrollnachricht oder Ansprechen darauf,

    wobei der genannte Konflikt entdeckt wird, wenn der Inhalt oder potentielle Inhalt Folgendes vorschreibt:

    eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n) der zu messenden Zellen allein durch die genannte Identität bestimmt wird bzw. werden und das Auslöseereignis Zellen der erfassten Gruppe umfasst, oder

    regelmäßiges Messen in Bezug auf eine Zelle der erfassten Gruppe.

Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Ausführungsformen dieser Erfindung werden in der folgenden Beschreibung der Ausführungsformen dieser Erfindung und/oder in den beiliegenden Patentansprüchen dargelegt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im Folgenden wird nur beispielsweise ein erfindungsgemäßes Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz in Endgeräten mit Bezug auf die folgenden Figuren beschrieben. Es zeigen:

1 ein schematisches Blockdiagramm eines Endgeräte unterstützenden UMTS-Mobilfunknetzes, in dem das Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz kommen könnte;

2 ein schematisches Blockdiagramm eines eventuell in Bezug auf das Netz der 1 vorhandenen Protokollstacks zur Unterstützung des Geräts für das Luftschnittstellenmanagement;

3 ein Blockschaltbild der Bauteile des in einem UE vorhandenen Geräts für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz im Netz der 1;

4 ein Blockschaltbild der Bauteile des im UTRAN vorhandenen Geräts für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz im Netz der 1; und

5 ein Blockschaltbild der Bauteile eines Konfliktdetektors zum Einsatz in einem Gerät für das Luftschnittstellenmanagement, das zur Anwendung in Verbindung mit dem UTRAN oder dem UE geeignet ist.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Mit Bezug auf die 1 und wie vorstehend beschrieben hat ein UMTS-Mobilfunknetz üblicherweise zwei primäre Teile, das UTRAN 100 und das Kernnetz 105. Das UTRAN 100 pflegt die physikalischen Aspekte der Bereitstellung des Funkzugriffs eines mobilen UE 130 auf das Kernnetz 105 und das Kernnetz liefert die Vermittlung. Das UTRAN 100 und das Kernnetz kommunizieren miteinander durch eine als „I," bekannte Schnittstelle 110.

Das UTRAN 100 setz sich aus einer Gruppe von RNSs („Radio Network Subsystems” (= Funknetzuntersysteme)) zusammen. Jedes RNS umfasst eine RNC („Radio Network Controller” = Funknetzsteuerung) 115 und eine oder mehrere als „Node Bs" bekannte logische Netzknoten 120. Die RNC 115 sorgt ähnlich der Steuerung in GSM-(Globales System für Mobilkommunikation)Netzen für Funktionalität und jedes Node B 120 ist der Zugriffspunkt einer Zelle 125 gleich der Basisstation in GSM-Netzen. Die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Geräten werden folgendermaßen bezeichnet:

  • RNC 115 – RNC 115: „Iur"
  • RNC 115 – Node B 120: „Iub"
  • Node B 120 – UE 130 „Uu"

Mit Bezug auf die 2 sind Standardprotokollstacks für den Einsatz in einem UMTS-kompatiblen UE 130 und im UTRAN 100 entwickelt worden. Zu ihrer Beschreibung sind veröffentlichte technische Spezifikationen einschließlich der oben erwähnten TS 25.331 erhältlich. Das UE 130 und die RNC 115 werden entsprechend dem RRC-Protokoll 200 gebaute Einheiten umfassen. Node B 120 hat keine Funktionen, für welche das Protokoll relevant wäre. In den Protokollstacks des UE 130 und des UTRAN 100 befindet sich die RRC 200 nur in der Steuerebene knapp über dem Protokoll Radio Link Control („RLC") (= Funkverbindungsteuerung). Somit werden dem RRC-Protokoll 200 nur Steuerdaten unterworfen.

1. AUSFÜHRUNGSFORM: KONFLIKTLÖSUNG AM UE 130

Mit Bezug auf die 3 ist in einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung in das UE 130 ein Gerät für das Luftschnittstellenmanagement 300 eingebaut, welches folgende Funktionsblöcke umfasst:

das Messgerät 305 zum Empfang von Messkontrollnachrichten 315 vom UTRAN 100, zur Durchführung entsprechender regelmäßiger und ereignisbedingter Messungen und zur Lieferung von Messwert- (oder „MeasurementControlFailure" (= Messkontrollstörung)) Mitteilungen 320 an das UTRAN 100;

den Ereignisdetektor 310 zur Verarbeitung der durch regelmäßige Messungen gesammelte Zellenmessdaten 325, um ein Ereignis, das eine oder mehrere ereignisbedingte Messungen erfordert, zu erfassen; und

die Konflikterfassung und -steuerung 335 zur Verarbeitung eingehender Messkontrollnachrichten 315 um einen Konflikt zwischen dem Inhalt verschiedener IEs darüber zu erfassen und zu lösen.

Die diese Funktionsblöcke unterstützenden Daten sind in einem Datenspeicher 330 des UE 130 gespeichert. Diese Daten sind in vier Kategorien aufgeteilt: der Inhalt laufender Messkontrollnachrichten 315; Messwerte für laufende regelmäßige Messungen; Regeln zur Konflikterkennung und -steuerung; und Ereigniserkennung.

Inhalt laufender Messkontrollnachrichten 315

Die 3GPP-Spezifikationen bestimmen diesbezüglich eine globale Variable, nämlich die im Abschnitt 13.4.12 der TS 25.331 beschriebene „Measurement_Identity" (= Messidentität). Diese Variable speichert die im UE 130 konfigurierten Messungen. Die Informationen werden direkt von den eingehenden Messkontrollnachrichten gespeichert (und können ferner Informationen, die an das Endgerät in „System Information Blocks" (= Systeminformationsblöcke) („SIBS") geliefert werden, enthalten). Das UE 130 braucht dann zum Lesen des entsprechenden IE nur zu wissen, ob eine Messung regelmäßig ist oder welches Ereignis relevant ist.

Messwerte

Im verbundenen Zustand CELL_DCH, wenn kein Befehl vom UTRAN 100 vorliegt, wird das UE 130 als Hintergrundaktivität die Zellen abtasten. Das heißt, dass es eine beschränkte Anzahl Messungen vornehmen wird, aber die Messwerte nicht an das UTRAN 100 meldet. Das UTRAN 100 überträgt eine Messkontrollnachricht, um dem UE 130 die Durchführung bestimmter Messungen und die Mitteilung bestimmter durch die Messungen erhaltene Werte und/oder Ereignisse zu befehlen.

Eine Messkontrollnachricht kann z.B. für Planungszwecke einfach eine regelmäßige Mitteilung befehlen. Die regelmäßige Mitteilung kann z.B. jeden zweiten Tag stattfinden, aber das UE 130 kann während dieser Zeit eine Anzahl an Werten gemessen haben. Die Werte werden wie im Abschnitt 8.6.7.2 der TS 25.331 dargelegt gefiltert, so dass der an das UTRAN 100 mit der Messwertmitteilung gemeldete Wert durch vorhergehende Messungen beeinflusst sein kann. Die Messwerte werden im UE 130 gespeichert um beispielsweise im Fall einer Störung in einem Systemteil eine gewisse Rücksetzung zu ermöglichen und auch zwecks Erfassung eines Ereignisses.

Wenn eine Messkontrollnachricht eine ereignisbedingte Mitteilung befohlen hat, sind immer noch regelmäßige Messungen erforderlich, um Ereignisse zu erfassen. Die Messwerte dieser regelmäßigen Messungen sind zu speichern und dann zur Erfassung von Ereignissen, wie z.B. wenn die Messwerte einer Zelle diejenigen einer anderen übertreffen, durch den Ereignisdetektor 310 des UE 130 auszuwerten. Obschon diese regelmäßigen Messwerte gespeichert werden, werden sie nicht an das UTRAN 100 gemeldet. Bei einem Ereignis, das nicht in einer Messkontrollnachricht 315 spezifiziert ist, wird das Ereignis anstelle der regelmäßigen Messungen gemeldet. Das UE 130 überträgt eine Mitteilung mit dem Ereigniskennzeichen (1a oder 1c etc.) und den relevanten Zellenverwürfelungscodes. Die Mitteilung muss nicht unbedingt tatsächliche Messwerte enthalten, obschon das UTRAN 100 dies spezifizieren kann. Falls das UTRAN 100 dies tatsächlich spezifiziert, würde das UE 130 auch das IE „Measured Results" (= Messergebnisse) mit der Ereignismitteilung übertragen.

Regeln für die Konflikterkennung und -steuerung

Die Betriebsregeln für die Konflikterkennungs- und -steuerungsfunktion 335 können durch verschiedene Softwareverfahren ausgedrückt werden, die Funktionen werden jedoch folgende sein. Ein Konflikt zwischen Werten für IEs in einer eingehenden Messkontrollnachricht 315 („set up” oder „modify" (= aufbauen oder ändern)) muss erkannt und auch gelöst werden. Somit können erstens Anwendungsregeln für die Bearbeitung von Werten in eingehenden Messkontrollnachrichten vorgesehen werden, um folgende Tabelle (Tabelle 1) zu erstellen und dann durch Auswertung der Tabelle potentielle Konfliktwerte zu erfassen. Zellen der aktiven Gruppe Zellen der überwachten Gruppe Zellen der erfassten Gruppe Regelmäßig 1 1 1* Ereignis 1a 1 1 1 Ereignis 1b 1 1 0 Ereignis 1c 1 1 1* Ereignis 1d 1 1 1* Ereignis 1e 1 1 1 Ereignis 1f 1 1 0

Tabelle 1: Anforderung für Funkfelddämpfungsmessungen an Zellen der erfassten Gruppe.

Das Problem triff nur bei Funkfelddämpfungsmessungen auf und die Tabelle enthält somit nur Daten für Messkontrollnachrichten, wenn das IE „Intra-frequency measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße) auf „pathloss" (= Funkfelddämpfung) für die ergebnisbedingte Mitteilung gestellt ist und der Indikator für die Funkfelddämpfungsmitteilung auf „TRUE" für erfasste Zellen zwecks regelmäßiger Mitteilungen gestellt ist. Zur Auswertung der Tabelle kann eine Regel einfach nach dem auftretenden Problem suchen, wenn eine „1" in der Spalte Zellen der erfassten Gruppe in der Messartzeile „regelmäßig", Ereignis 1c oder Ereignis 1d erscheint, wie in der Tabelle mit einem Stern gekennzeichnet.

Konflikterfassung und -steuerungsfunktion 335

(Das Messgerät 305 und der Ereignisdetektor 310 funktionieren auf bekannte Weise und sind deshalb hier nicht näher beschrieben.)

Die im Datenspeicher 330 gespeicherten Regeln zur Anwendung bei der Ergänzung and Auswertung der Tabelle werden in der Praxis durch die Abläufe der Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 335 durchgeführt.

Wenn durch den Einsatz eines wie in der Tabelle 1 dargestellten Mechanismus ein Problem entdeckt wird, kann dieses auf unterschiedliche Weise gelöst werden.

Bei einem ersten Ansatz der Konfliktsteuerung wird die Reaktion des UE 130 auf eine Messkontrollnachricht vollständig gesperrt. Das kann durch einen bekannten Mechanismus des UE 130 geschehen, bei dem das UE 130 eine Variable „CONFIGURATION_INCOMPLETE" (= unvollständige Konfiguration) auf „TRUE" (= richtig) stellt und die Messwerte nicht mitteilt. Stattdessen überträgt es eine Mitteilung "MeasurementControlFailure" (= Messkontrollstörung) 320.

Bei einem zweiten Ansatz könnte das UE 130 eine Messkontrollnachricht annehmen aber sie nur auf aktive und/oder überwachte Zellen anwenden. Um dies zu ermöglichen, hat die Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 335 die Auswirkung der Messkontrollnachricht durch effektive Anwendung eines Filters zum Herausfiltern der Zellen der erfassten Gruppe zu modifizieren, bevor das UE 130 die entsprechenden Messungen vornimmt. Zellen der erfassten Gruppe sind dem UE 130 natürlich bekannt und identifiziert, indem sie nicht in „CELL_INFO_LIST stehen, wodurch ein derartiger Filter einfach einzusetzen ist.

Bei regelmäßigen Messungen spezifiziert die Messkontrollnachricht, wie im Abschnitt 10.3.7.41 der TS 25.331 dargelegt, die erforderlichen Messungen für die Zellen der erfassten Gruppe getrennt von denen für die Zellen der aktiven und überwachten Gruppe. Wenn der Indikator für die Funkfelddämpfungsmitteilung bei einer empfangenen Messkontrollnachricht auf „TRUE" (= richtig) gestellt ist, kann die Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 335 Mitteilungen über Funkfelddämpfungsmessungen für erfasste Zellengruppen selektiv sperren, indem sie stattdessen einen Wert „FALSE" (= falsch) für den im Datenspeicher 330 gespeicherten Indikator der Funkfelddämpfungsmitteilung einstellt.

2. AUSFÜHRUNGSFORM: KONFLIKTLÖSUNG IM UTRAN 100

In Bezug auf die 4 kann der potentielle Konflikt auch im UTRAN 100 gelöst werden. Dabei befindet sich die Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 435 neben dem Messkontrollnachrichtengenerator 405 und überwacht die erzeugten Nachrichten vor deren Übertragung. Bei dieser Anordnung kommen die gleichen Konfliktsteuerungsdaten 340 und Erfassungsverfahren zur Anwendung, aber anstelle des Sperrens von Rückmitteilungen am UE 130 werden die Messkontrollnachrichten 315 vor der Übertragung gestoppt oder modifiziert.

KONFLIKTERFASSUNGS- UND -STEUERUNGSFUNKTION 335, 435

Bezug nehmend auf die 4 und 5 umfasst ein Konfliktdetektor 335, 435 zum Einsatz entweder am UTRAN 100 oder am UE 130 einen Eingang zu einem Werteprozessor 500 für Messkontrollnachrichten 315, entweder vor der Übertragung durch das UTRAN 100 oder beim Empfang am UE 130. Der Werteprozessor 500 erstellt eine Anforderungstabelle entsprechend der obigen Tabelle 1 unter Anwendung eines Tabellenaufbaus und Ergänzungsregeln zur Verarbeitung von Werten einer Messkontrollnachricht 315 zu dem im Datenspeicher 330, 430 entweder am UTRAN 100 oder UE 130 gespeicherten Tabellenaufbau. Falls die vollständige Tabelle einen Konflikt anzeigt, Rist der Konfliktdetektor 335, 435 unter Anwendung der im Datenspeicher 330, 430 gespeicherten Lösungsregeln eine entsprechende Lösung aus.

Der entsprechende Lösungsmechanismus kann einer der oben beschriebenen Ansätze sein, unter Einsatz von

  • • einem Erzeuger von Messkontrollstörungsmitteilungen 505 gemäß der vorhandenen UE-Technik
  • • einem Filter 510, um dem UE 130 das Herausfiltern erfasster Zellen vor Anwendung einer empfangenen Messkontrollnachricht 315 zu befehlen
  • • einem Indikatoränderungsmechanismus 515, um einen Wert „TRUE" mit „FALSE" für den relevanten Indikator für Funkfelddämpfungsmitteilung zu überschreiben. Dies könnte entweder am UTRAN 100 oder am UE 130 geschehen
  • • einem Messkontrollnachricht-Änderungs- oder -Sperrmechanismus 520, um dem UTRAN 100 das Ändern oder Sperren einer Messkontrollnachricht 315 vor der Übertragung zu befehlen.

Der Konfliktdetektor 335, 435 has deshalb einen Eingang zum Werteprozessor 500 für Messkontrollnachrichten 315 und einen Ausgang 525 zur Kommunikation mit dem UTRAN 100 oder UE 130 zwecks Lösung eines erfassten Konflikts durch einen der obengenannten Mechanismen.

NACHRICHTENSTROM: EREIGNIS VOM TYP 1C

Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung zur Erfassung eines Ereignisses vom Typ 1C könnte folgende Reihenfolge von Nachrichtenübergaben stattfinden:

NACHRICHTENSTROM: EREIGNIS VOM TYP 1D

Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung zum Erfassen eines Ereignisses vom Typ 1D könnte folgende Reihenfolge von Nachrichtenübergaben stattfinden:

UTRAN UE ZELLEN

Es ist offensichtlich, dass der Nachrichtenstrom in diesem Fall ähnlich dem des Falls von Ereignis 1c ist, aber die Messwertmitteilung anders ist.

NACHRICHTENSTROM: REGELMÄSSIGE MITTEILUNG

Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung zum Mitteilen regelmäßiger Messungen könnte folgende Reihenfolge von Nachrichtenübergaben stattfinden:

Im Vorstehenden hat das UTRAN 100 nur die Messgröße "pathloss" (= Funkfelddämpfung) angegeben. Es könnte auch möglich sein, dass es in der gleichen Mitteilung andere Messgrößen angibt. In diesem Fall könnte in der Praxis die Messwertmitteilung in der obigen letzten Zeile die "Zelle C" umfassen, jedoch nur bezüglich der anderen Messgrößen. Übersetzung der Figuren Figure 1 Figur 1 UE Endgerät Node B Netzknoten CN Kernnetz RNC Funknetzsteuerung Figure 2 Figur 2 UE Endgerät Node B Netzknoten RNC Funknetzsteuerung Control Plane Kontrollebene User Plane Benutzerebene RRC Funkressourcensteuerung Figure 3 Figur 3 Measured cell data Zellenmessdaten Measurement apparatus Messgerät Event detector Ereignisdetektor Control message data: Kontrollnachrichtdaten: Type Typ Measurement Messung CELL_INFO_LIST Zelleninformationsliste Triggering condition Auslösebedingung Periodical measurements Regelmäßige Messungen Conflict detection and control Konflikterfassung und -steuerung Conflict control 340: Konfliktsteuerung 340: Table structure Tabellenaufbau Table completion rules Tabellenergänzungsregeln Resolution rules Lösungsregeln Event recognition Ereigniserkennung MeasurementControlFailure messages and Messkontrollstörungsnachrichten und modified measurement reports to UTRAN geänderte Messwertmitteilungen an UTRAN Measurement control messages from Messkontrollnachrichten vom UTRAN UTRAN Figure 4 Figur 4 Measurement Control Message Generator Erzeuger Messkontrollnachrichten Conflict control 340: Konfliktsteuerung 340: Table structure Tabellenaufbau Table completion rules Tabellenergänzungsregeln Resolution rules Lösungsregeln Conflict detection and control Konflikterfassung und -steuerung Measurement reports from UE Messwertmitteilungen vom UE Measurement control messages to UE Messkontrollnachrichten an das UE Figure 5 Figur 5 Measurement control messages Messkontrollnachrichten Values Processor Werteprozessor Measurement control failure report generator Erzeuger Messkontrollstörungsmitteilungen Filter "detected cells" "erfasste Zellen" filtern Amend pathloss reporting indicator Indikator Funkfelddämpfungsmitteilung ändern Amend or block measurement control message Messkontrollnachricht ändern oder sperren Conflict control 340: Konfliktsteuerung 340: Table structure Tabellenaufbau Table completion rules Tabellenergänzungsregeln Resolution rules Lösungsregeln


Anspruch[de]
Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz bei der von Mobilendgeräten (130) durchgeführten netzbasierten Kontrolle von Messungen in Bezug auf Zellen (125) des Netzes (100, 105),

dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät ferner einen Konfliktdetektor (335, 435) zum Erfassen von inhaltlichen Konflikten in den vom Netz (100, 105) erzeugten Messkontrollnachrichten (315) umfasst, um Endgeräten (130) zu befehlen, Funkfelddämpfungsmesswerte zwecks Anwendung bei der genannten Kontrolle zu melden,

wobei der Konfliktdetektor (335, 435) dazu ausgelegt ist, einen derartigen Konflikt zu erfassen, wenn der Inhalt

eine Identität für ein Auslöseereignis umfasst, für welches die Kategorie(n) der zu messenden Zelle (125) allein durch diese Identität bestimmt wird und Zellen der erfassten Gruppe umfasst oder

die regelmäßige Messung einer Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.
Gerät nach Anspruch 1, wobei das Gerät ferner einen Empfänger (300) zum Empfang von Messkontrollnachrichten (315) vom Netz (100, 105) zur Anwendung bei der genannten Kontrolle umfasst. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Gerät ferner einen Generator (405) zum Erzeugen der Messkontrollnachrichten (315) vom Netz (100, 105) zur Anwendung bei der genannten Kontrolle umfasst. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Auslöseereignis, dessen Identität durch den genannten Inhalt vorgeschrieben ist, eine besser als eine aktive primäre Steuerkanalzelle werdende nicht aktive primäre Steuerkanalzelle umfasst. Gerät gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Auslöseereignis, dessen Identität durch den genannten Inhalt vorgeschrieben ist, einen Wechsel der besten Zelle umfasst. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Gerät ferner einen Konfliktansprechmechanismus (335, 435) zum Reagieren auf einen erfassten Konflikt umfasst. Gerät nach Anspruch 6, bei dem der Konfliktansprechmechanismus (335, 435) dazu ausgelegt ist, als Reaktion auf einen erfassten Konflikt die Messwertmitteilung vom Endgerät (130) an das Netz (100, 105) zu sperren. Gerät nach Anspruch 7, bei dem das genannte Sperren die Messwertmitteilungssperrung durch das Endgerät (130) in Bezug auf eine gesamte erfasste Messkontrollnachricht (315) umfasst. Gerät nach Anspruch 7, bei dem als Reaktion auf eine erfasste Messkontrollnachricht (315) das genannte Sperren die Mitteilungssperrung eines oder mehrerer ausgewählter Messwerte durch das Endgerät (130) umfasst. Gerät nach Anspruch 7, bei dem der Konfliktansprechmechanismus (335, 435) dazu ausgelegt ist, als Reaktion auf einen erfassten Konflikt die Übertragung einer Messkontrollnachricht (315) durch das Netz (100, 105) an das Endgerät (130) zu sperren. Gerät nach Anspruch 10, bei dem das genannte Sperren das Sperren der Übertragung einer gesamten erfassten Messkontrollnachricht (315) umfasst. Gerät nach Anspruch 10, bei dem das genannte Sperren die Sperrrung der Anweisung eines oder mehrerer ausgewählter Messwerte durch das Endgerät (130) in einer erfassten Messkontrollnachricht (315) umfasst. Verfahren zum Management einer Luftschnittstelle für den Einsatz in der netzbasierten Kontrolle von durch Mobilendgeräten (130) in Bezug auf Zellen (125) des Netzes (100, 105) durchgeführten Messungen, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Überwachung des Inhalts von Messkontrollnachrichten (315) zur Übertragung durch das Netz (100, 105) an das Endgerät (130);

Konflikterfassung im genannten Inhalt; und

Sperren der Übertragung einer zu einem erfassten Konflikt führenden Messkontrollnachricht (315) oder Ansprechen darauf,

wobei der genannte Konflikt erfasst wird, wenn der Inhalt

eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n) der zu messenden Zellen (125) allein durch die genannte Identität bestimmt wird und Zellen der erfassten Gruppe umfasst, oder

regelmäßiges Messen in Bezug auf eine Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.
Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die Mitteilung der Messwerte durch das Endgerät (130) an das Netz (100, 105) als Reaktion auf eine zu einem erfassten Konflikt führende Messkontrollnachricht (315) zu sperren. Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die Mitteilung eines oder mehrerer ausgewählter Messwerte durch das Endgerät (130) an das Netz (100, 105) als Reaktion auf eine zu einem erfassten Konflikt führende Messkontrollnachricht (315) zu sperren. Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die Übertragung durch das Netz (100, 105) einer zu einem erfassten Konflikt führenden Messkontrollnachricht (315) an das Endgerät (130) zu sperren. Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, den Inhalt einer zu einem erfassten Konflikt führenden Messkontrollnachricht (315) vor Übertragung durch das Netz (100, 105) an das Endgerät (130) zu modifizieren.






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