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Dokumentenidentifikation DE102006037315A1 14.02.2008
Titel Daten-Logger für Mobilfunkgeräte
Anmelder Giesecke & Devrient GmbH, 81677 München, DE
Erfinder Patzke, Hagen, 81735 München, DE
DE-Anmeldedatum 08.08.2006
DE-Aktenzeichen 102006037315
Offenlegungstag 14.02.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.02.2008
IPC-Hauptklasse H04Q 7/34(2006.01)A, F, I, 20060808, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04Q 7/32(2006.01)A, L, I, 20060808, B, H, DE   
Zusammenfassung Vorgeschlagen wird eine Logger-Vorrichtung (50) für Mobilfunkendgeräte (10) zum Erfassen von auf ein Mobilfunkendgerät bezogenen Ereignissen. Die Vorrichtung umfasst zumindest einen Mikrocontroller (54) und ein Speichermedium (56) und ist als separates, passives Zusatzbauteil ausgeführt, das vorzugsweise zwischen Mobilfunkendgerät und SIM-Karte geschaltet wird. Typischerweise werden an der SIM-Schnittstelle anliegende APDUs erfasst.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Logger für Mobilfunkgeräte. Im Speziellen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Logger, welche an vorhandene Mobilfunkendgeräte angeschlossen werden können.

Mobilfunkendgeräte, wie beispielsweise Mobiltelefone, verfügen über eine Vielzahl von Funktionen und Anwendungen. Eine fehlerfreie und an die Anforderungen der Benutzer angepasste Funktion der Mobilfunkendgeräte ist für die Qualitätssicherung und Neu- bzw. Weiterentwicklung von Mobilfunkgeräten von entscheidender Bedeutung.

Dabei ist es für den Hersteller oftmals nur schwer oder gar nicht feststellbar, welche der Funktionen und Anwendungen des Mobilfunkendgerätes von dem Benutzer tatsächlich verwendet werden und wo Schwachstellen oder Fehler liegen, so dass eine Optimierung und Weiterentwicklung anhand von Kundenwünschen und anhand des wirklichen Bedarfs der Benutzer schwierig ist.

Es besteht daher großes Interesse, die tatsächliche Verwendung von Mobilfunkendgeräten und insbesondere das Auftreten von Fehlern im praktischen Einsatz zu erfassen, um statistisch zuverlässige Daten über die Benutzung und die Funktion der Mobilfunkendgeräte zu erhalten.

Aus dem Stand der Technik sind dazu Systeme bekannt, bei denen ein Logger in Mobilfunkendgeräte bzw. in Chipkarten, wie z.B. in eine SIM-Karte, integriert ist.

Die DE 103 51 745 beschreibt ein System und ein Verfahren, mit dem auf eine Chipkarte bezogene Ereignisse, Daten oder Signale in einem chipkarten-internen Speicher erfasst und gespeichert werden. Dabei kann ein integrierter Schaltkreis vorgesehen sein, welcher für eine bestimmte Funktion oder für eine bestimmte Anwendung relevante Ereignisse erkennt und nur diese erfasst. Die erfassten Daten werden dann aktiv über ein Netzwerk an eine zentrale Einrichtung übermittelt, wo sie gespeichert und/oder ausgewertet werden.

Aus der US 2003/0032408 ist es bekannt, Betriebsdaten eines Mobiltelefon zu erfassen, bei welchem eine Datenlog-Funktion in dem Prozessor des Mobiltelefon oder in dem Prozessor der SIM-Karte vorgesehen ist, welches fehlerhafte Ereignisse erfasst und über das Funknetz an eine zentrale Datenloggeinrichtung sendet, wo die erfassten Ereignisse gespeichert und ausgewertet werden.

Bei beiden der vorstehend erwähnten Systeme müssen die Logger-Daten über das Netzwerk an eine zentrale Datenlogeinrichtung übermittelt werden, welche speziell für diesen Zweck eingerichtet und unterhalten werden muss, was nur bei umfassendem Logging einer großen Anzahl von Benutzern interessant ist.

Beide Systeme haben zudem den Nachteil, dass spezielle Prozessoren oder Controller in dem Mobiltelefon oder der SIM-Karte vorgesehen sein müssen, so dass zumindest das Mobiltelefon oder die SIM-Karte speziell für die Logfunktion konfiguriert und damit modifiziert sein müssen. Herkömmliche, handelsübliche Endgeräte sind nachteiliger Weise nicht verwendbar.

Die vorliegende Erfindung hat sich deshalb zur Aufgabe gestellt, einen Weg aufzuzeigen, mit dem die tatsächliche Benutzung eines Mobilfunkendgerätes erfasst werden kann, ohne dass bestehende Mobilfunkendgeräte modifiziert werden müssen. Zudem soll es möglich sein, mobilfunkendgerät-bezogene Ereignisse zu erfassen unter Verwendung handelsüblicher SIM-Karten in Mobilfunkendgeräten, wobei die Erfassung der Ereignisse unabhängig von einer weiteren Einrichtung und von der Empfangsbereitschaft des Mobilfunkgerätes sein soll.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine Logger-Vorrichtung für Mobilfunkendgeräte zum Erfassen von auf ein Mobilfunkendgerät bezogenen Ereignissen gelöst, umfassend zumindest einen Mikrocontroller und ein Speichermedium, insbesondere ein nichtflüchtiges Speichermedium, wobei die Logger-Vorrichtung ein separates, an das Mobilfunkendgerät anschließbares passives Zusatz-Bauteil ist.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der vorrichtungs-bezogenen Lösung beschrieben. Hierbei erwähnte Vorteile, Merkmale oder alternative Ausführungsformen können jedoch ebenso auf die anderen Lösungen der Aufgabe, insbesondere auf das Verfahren und ein System und auf ein Mobilfunkgerät mit einer solchen Logger-Vorrichtung übertragen werden. Mit anderen Worten können auch die darauf bezogenen Patentansprüche mit den Merkmalen aus den Unteransprüchen zu der Vorrichtung weitergebildet sein.

Die als separates Zusatz-Bauteil ausgeführte Logger-Vorrichtung ermöglicht es in vorteilhafter Weise Ereignisse eines bestehenden bzw. vorhandenen Mobilfunkendgeräts zu erfassen, ohne dass an diesem Veränderungen, z.B. am Chipsatz oder auf einer Platine vorgenommen werden müssten oder ohne dass beispielsweise Aufnahmen für Speicherkarten in das Telefon integriert werden müssten. Eine Anpassung oder eine Änderung des Gerätes, insbesondere eine Änderung der Schnittstellen des Gerätes, ist vorteilhafter Weise nicht notwendig. Auch kann die bisher üblicherweise verwendete SIM-Karte ohne Veränderungen verwendet werden. Der Begriff „Zusatzbauteil" soll darauf hinweisen, dass das Gerät auch ohne das Zusatzbauteil betrieben werden kann, dass dann allerdings nicht die Zusatz-Funktionalität bereitgestellt werden kann. Dies wird durch den modularen Aufbau gemäß der erfindungsgemäßen Lösung ermöglicht.

Die als separates Zusatzbauteil ausgeführte Logger-Vorrichtung ist passiv, so dass der Normalbetrieb des Mobilfunkendgerätes nicht beeinträchtigt wird. Im Normalbetrieb des Mobilfunkendgerätes auftretende Ereignisse werden lediglich erfasst, bzw. „belauscht". Der Begriff „passiv" soll auch beschreiben, dass die Logger-Vorrichtung keine Daten sendet oder keine aktive Datenübertragung steuert, sowie weder direkt noch indirekt ein Senden der geloggten Daten veranlasst. Sie ist vorzugsweise lediglich zur Aufnahme bzw. zum Abgreifen und Speichern der Daten bestimmt. Passiv kann dabei auch bedeuten, dass die Loggervorrichtung nicht den Datenstrom zwischen Mobilfunkendgerät und Netzwerk beeinträchtigt.

Die erfindungsgemäße Logger-Vorrichtung erfasst insbesondere die typischerweise an einer SIM-Schnittstelle vorliegenden APDUs. Ohne weiteres kann sie aber auch andere Ereignisse in Bezug auf die Chipkarte, Befehl-Bytes, Timings und/oder Ereignisse, die in Bezug auf das Mobilfunkendgerät relevant sind, erfassen. Ereignisse können Signale, Benutzeraktionen (Tastaturbedienungen) oder sonstige Parameter sein, die im Rahmen des Normal-Betriebs des Mobilfunkgerätes relevant sind, wie z.B. kommunikations-bezogene Ereignisse, Signale oder Datenübertragungen. Vorzugsweise dienen diese Daten zur Diagnose und/oder Fehlerbehebung des Gerätes und/oder der SIM-Karte. Erfassen kann dabei bedeuten, die Ereignisse einzulesen, aus anderen Parametern indirekt abzuleiten und/oder direkt zu detektieren. Die Ereignisse können dann nach vorbestimmten konfigurierbaren Kriterien bzw. Gesichtspunkten oder Eigenschaften selektiert werden und/oder in das Speichermedium gespeichert oder zwischengespeichert werden.

Die Logger-Vorrichtung kann in das Mobilfunkendgerät nachträglich integrierbar sein, so dass das Mobilfunkgerät für die Verwendung der Logger-Vorrichtung nicht speziell verändert oder vorbereitet sein muss. Somit kann die Logger-Vorrichtung auch mit bereits im Verkehr befindlichen Mobilfunkgeräten verwendet werden, was den Anwendungsbereich vorteilhaft erweitert. Das Zusatzbauteil kann dabei so ausgeführt sein, dass es in das Mobilfunkgerät, beispielsweise in die Rückwand oder in den Deckel der Rückwand, integriert werden kann, so dass sich das Mobilfunkendgerät mit angeschlossener Logger-Vorrichtung nicht oder nur unwesentlich von dem entsprechenden Mobilfunkendgerät ohne Logger-Vorrichtung unterscheidet. Die Logger-Vorrichtung ist somit ein nachrüstbares Zusatzbauteil, um Ereignisse während des Betriebs, d.h. im Feld, aufzuzeichnen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Logger-Vorrichtung zwischen dem Mobilfunkendgerät und der SIM-Karte zwischengeschaltet bzw. nachträglich aufschaltbar. Die Logger-Vorrichtung kann an eine oder mehrere elektrische Kontakte der SIM-Karten-Schnittstelle anschließbar sein und Ereignisse erfassen, die zwischen der SIM-Karte und dem Mobilfunkendgerät auftreten. Die Logger-Vorrichtung kann auch über die SIM-Karten Stromversorgung oder über eine Batterie des Endgerätes mit Strom versorgt werden.

Die Logger-Vorrichtung kann über einen SIM-Karten-Adapter anschließbar sein. Der SIM-Karten Adapter kann so ausgeführt sein, dass er anstatt der SIM Karte in die SIM-Karten-Aufnahme der Mobilfunkendgerätes einsetzbar ist. Der Adapter kann dann selbst eine Aufnahme für eine SIM-Karte aufweisen, in welche die SIM-Karte des Benutzers eingebracht werden kann. Der Adapter verfügt vorzugsweise über alle Eingänge der SIM-Karte (clock, I/O, reset, power) und leitet alle Ereignisse von dem Mobilfunkendgerät an die SIM-Karte und von der SIM-Karte an das Mobilfunkendgerät weiter. Für den Benutzer ist der Adapter dadurch transparent und in der normalen Verwendung des Mobilfunkgerätes nicht bemerkbar. Der Adapter verfügt über die Möglichkeit, die zwischen der SIM-Karte und dem Mobilfunkendgerät ausgetauschten Daten zu erfassen.

Alternativ kann die Logger-Vorrichtung beispielsweise auch mechanisch an ein Touchpad bzw. an eine Tastatur der Mobilfunkeinrichtung gekoppelt sein, beispielsweise mittels einer zwischen Tasten und Kontakt eingebrachten bzw. angeschlossenen Kontaktfolie, welche Tastatureingaben erfasst.

Der Begriff „anschließbar" umfasst demnach unterschiedliche Ausführungen, insbesondere einen elektrischen Anschluss, z.B. über Kontakte, eine mechanische Kopplung oder einen sonstigen Datenaustausch über ein Übertragungsmedium, z.B. ein Funknetz.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Speichermedium herausnehmbar. Das Speichermedium kann dabei von der Logger-Vorrichtung getrennt und in einer separaten Vorrichtung ausgelesen werden. Beispielsweise kann der Adapter über eine Aufnahme für das Speichermedium verfügen.

Das Speichermedium kann eine SD Speicherkarte (Secure Digital Memory Card) sein. Sie kann auch eine andere handelsübliche Speicherkarte sein, wobei zusätzlich für die jeweilige Speicherkarte eine Aufnahme an der Logger-Vorrichtung vorgesehen sein kann. Alternativ kann auch ein anderer Speicherbaustein eingesetzt werden, der insbesondere nichtflüchtig ist. Gemäß der Erfindung kann das Speichermedium auch andere nichtflüchtige Speicherelemente umfassen, die an der Logger-Vorrichtung angeordnet sind.

Vorteilhafterweise können handelsübliche Speicherkarten verwendet werden, auf die über den an der Logger-Vorrichtung angeordneten Mikrocontroller mittels Standardbefehlen zugegriffen werden kann. Es können aber auch spezielle Speicherkarten verwendet werden, die über einen für die Loggerfunktion konfigurierten Mikrocontroller verfügen, welcher die Ereignisse verarbeitet. Dabei kann der konfigurierte Mikrocontroller der Speicherkarte der Mikrocontroller der Logger-Vorrichtung sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform bestimmt der Mikrocontroller, welche Ereignisse im Speichermedium erfasst werden. Der Mikrocontroller kann dynamisch in Hinblick auf die aktuellen Anforderungen konfiguriert sein, so dass nur bestimmte Ereignisse erfasst werden. Der Mikrocontroller kann somit relevante Daten filtern. Alternativ kann der Mikrocontroller auch alle Ereignisse erfassen und in das Speichermedium speichern, so dass sich eine Vielzahl von Auswertungsmöglichkeiten ergibt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Mikrocontroller konfigurierbar. Insbesondere kann der Mikrocontroller auch programmierbar sein. Dadurch kann das Erfassen von Ereignissen und die Auswahl bzw. das Filtern der Ereignisse an unterschiedliche Anforderungen und Bedingungen angepasst werden. Beispielsweise können nur bestimmte APDUs erfasst werden. Sollen zu einem späteren Zeitpunkt andere APDUs erfasst werden, kann der Mikrocontroller dementsprechend umprogrammiert werden. Die Konfiguration kann auf dem Speichermedium abgelegt sein.

Vorzugsweise umfasst die Logger-Vorrichtung eine Einlese-Schnittstelle.

In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Logger-Vorrichtung eine Ausleseschnittstelle. Die Ausleseschnittstelle ermöglicht das Auslesen der in der Logger-Vorrichtung bzw. der in dem Speichermedium erfassten Ereignisse. Die Ausleseschnittstelle kann dabei der Anschluss der Logger-Vorrichtung, also dieselbe Schnittstelle sein wie die Einlese-Schnittstelle, welche auch zum Erfassen der Daten verwendet wird, wie z.B. die Kontakte des Adapters. Die Logger-Vorrichtung kann aber auch über einen separaten Auslese-Anschluss verfügen und beispielsweise mittels einer Steckerverbindung an ein Auslesegerät, wie einen handelsüblichen oder speziell präparierten Rechner/Computer angeschlossen werden. Die Auslesschnittstelle kann auch dazu ausgelegt sein Radio-Signale zu übertragen. Dazu kann in die Loggervorrichtung einen RFID Chip umfassen.

Es ist möglich, dass der erfindungsgemäße Logger nur eine Loggingfunktionalität bereitstellt (ohne Auswertung). Alternativ kann zusätzlich eine Auswertung der erfassten Daten vorgesehen sein. Die Auswertung kann unmittelbar oder zeitlich in einer der Erfassung nachgelagerten Phase erfolgen.

Die ausgelesenen Daten können dann in bekannter Weise weiterverarbeitet und/oder ausgewertet werden.

Eine weitere Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe besteht in einem System zum Erfassen von auf das Mobilfunkendgerät bezogenen Ereignissen, umfassend:

  • – ein Mobilfunkendgerät,
  • – eine Logger-Vorrichtung mit zumindest einem Mikrocontroller und einem Speichermedium, insbesondere einem nichtflüchtigen Speichermedium, wobei die Logger-Vorrichtung ein separates, an das Mobilfunkendgerät anschließbares passives Zusatzbauteil ist und
  • – ein Auswerte-Instanz, die dazu bestimmt ist, die von der Logger-Vorrichtung erfassten Daten aus derselben auszulesen, zu verarbeiten und/oder zu speichern bzw. weiterzuleiten.

Weitere Merkmale der Erfindung werden anschließend mit Bezug auf die beispielhaften Figuren dargestellt, die eine spezielle, nicht einschränkende Ausführungsform darstellen.

1a stellt ein handelsübliches Mobiltelefon mit einer SIM-Karte ohne Logger-Vorrichtung dar.

1b zeigt das Mobiltelefon der 1a, an welches eine erfindungsgemäße Logger-Vorrichtung angeschlossen ist.

In den Figuren sind gleiche Bezugszeichen für gleiche oder ähnliche Elemente verwendet.

1a stellt ein handelsübliches Mobiltelefon 10 mit einer SIM-Karte 20 dar, wie sie im alltäglichen Gebrauch sind. Das Mobiltelefon 10 greift über eine elektrische Verbindung 22 und Kontakte 23 in bekannter Weise auf die SIM-Karte zu. Die elektrische Verbindung kann lediglich eine Verlängerung der Kontakte sein, sie kann aber auch jegliche andere Verbindung zu einer Platine und/oder einem Chip des Mobiltelefons 10 sein.

Die 1b zeigt das Mobiltelefon 10 der 1a, an welches eine erfindungsgemäße Logger-Vorrichtung zusätzlich angeschlossen ist. Das Mobiltelefon 10 ist mit der SIM-Karte 20 über die elektrische Verbindung und über Kontakte 22 mit dem Mobiltelefon 10 verbunden ist. Das Mobiltelefon 10 kann ein handelsübliches Mobiltelefon sein. Die Erfindung ist unabhängig von Typ und Ausführung des Mobiltelefons und kann auch mit bereits vorhandenen und auf dem Markt befindlichen Mobiltelefonen verwendet werden.

Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf Mobiltelefon 10 beschränkt ist, sondern in gleichem Maße mit anderen Mobilfunkgeräten, die eine SIM-Karte 20 verwenden, einsetzbar ist.

Die SIM-Karte 20 ist ebenfalls eine allgemein gebräuchliche SIM-Karte, beispielsweise für ein GSM-Netz, wie sie von Netzwerkbetreibern an deren Kunden verteilt werden. Vorteilhafterweise muss die SIM-Karte 20 nicht für den erfindungsgemäßen Gebrauch verändert oder angepasst werden.

Die Erfindung sieht eine Logger-Vorrichtung 50 vor, welche einen Mikrocontroller 54 und ein Speichermedium 56 aufweist. Die Logger-Vorrichtung 50 ist über eine elektrische Verbindung 52 und einen Anschluss 53 mit der elektrischen Verbindung 22 der SIM-Karte 20 verbunden, über welche die SIM-Karte 20 mit dem Mobiltelefon 10 kommuniziert.

Mittels des Anschlusses 53 können die an die SIM-Karte gesandten Ereignisse des Mobiltelefon 10 und die von der SIM-Karte 20 an das Mobiltelefon 10 übermittelten Ereignisse von der Logger-Vorrichtung 50 abgegriffen bzw. erfasst werden. Über die elektrische Verbindung 52 der Logger-Vorrichtung 50, welche den Anschluss 52 umfassen kann, der z.B. durch ein Kabel oder andere Leitungen ausgebildet sein kann, werden die Ereignisse an den Mikrocontroller 54 geleitet.

Der Anschluss 53 kann an einer Stelle der elektrischen Verbindung 22 zwischen SIM-Karte 20 und Mobiltelefon 10 angeordnet sein. Er kann alternativ aber auch an den Kontakten der SIM-Karte, an den SIM-Kartenkontakten des Mobiltelefon 10 oder an einer anderen geeignete Stelle angeordnet sein. Dabei können alle oder nur einzelne Datenleitungen der elektrischen Verbindung 22 abgegriffen werden.

Der Mikrokontroller kann die erfassten Ereignisse gleichsam im Rahmen einer Selbstdiagnose auswerten, filtern und gegebenenfalls verarbeiten, und/oder er kann sie in das Speichermedium 56 speichern. Der Mikrocontroller kann so konfiguriert sein, dass er bestimmte Ereignisse, wie APDUs, herausfiltert oder auch nur vorbestimmte APDUs herausfiltert und diese zusammen mit einem Zeitstempel in das Speichermedium 56 schreibt. Das Speichermedium 56 kann als Pufferspeicher ausgebildet sein, um die erfassten Logging-Daten zwischenzuspeichern und, etwa im Rahmen einer Fremddiagnose, an eine externe Instanz zur Auswertung weiterzuleiten.

Der Mikrocontroller 54 kann beispielsweise auch bestimmte Ereignisse zählen oder auf andere Art verarbeiten und dann die verarbeiteten Daten in das Speichermedium 56 schreiben. Dazu kann der Mikrocontroller 54 auch bereits vorhandene Daten aus dem Speichermedium 56 auslesen, diese gegebenenfalls verarbeiten und/oder überschreiben.

Das Speichermedium 56 kann aus der Logger-Vorrichtung 50 herausnehmbar sein um in einer separaten Einrichtung (nicht dargestellt) ausgelesen zu werden.

Die Logger-Vorrichtung 50 ist ein separates Bauteil, das so ausgeführt ist, dass es in das Gehäuse des Mobiltelefons 10 aufgenommen werden kann oder in das Gehäuse, beispielsweise in den Deckel des Batteriefaches, – auch nachträglich als „Add-On" – integriert werden kann.


Anspruch[de]
Logger-Vorrichtung (50) für Mobilfunkendgeräte (10) zum Erfassen von auf ein Mobilfunkendgerät bezogenen Ereignissen, umfassend zumindest einen Mikrocontroller (54) und ein Speichermedium (56), wobei die Logger-Vorrichtung ein separates, an das Mobilfunkendgerät anschließbares passives Zusatzbauteil ist. Logger-Vorrichtung (50) nach Anspruch 1, wobei die Logger-Vorrichtung (50) in das Mobilfunkendgerät (10) nachträglich integrierbar ist, ohne dass eine Änderung des Mobilfunkendgerätes (10), insbesondere von Schnittstellen desselben, notwendig ist. Logger-Vorrichtung (50) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Logger-Vorrichtung (50) zwischen Mobilfunkendgerät und eine SIM-Karte (20) anschließbar ist. Logger-Vorrichtung (50) nach Anspruch 3, wobei die Logger-Vorrichtung (50) über einen SIM-Karten-Adapter (52, 53) anschließbar ist. Logger-Vorrichtung (50) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Speichermedium (56) herausnehmbar ist. Logger-Vorrichtung (50) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Speichermedium (56) eine SD-Karte ist. Logger-Vorrichtung (50) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Mikrocontroller (54) bestimmt, welche Ereignisse im Speichermedium (56) erfasst werden. Logger-Vorrichtung (50) nach Anspruch 7, wobei der Mikrocontroller (54) konfigurierbar ist. Logger-Vorrichtung (50) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Logger-Vorrichtung (50) eine Ausleseschnittstelle umfasst. Mobilfunkendgerät (10) mit einer Logger-Vorrichtung (50) gemäß zumindest einem der vorangehenden Ansprüche. Verfahren zum Erfassen von mobilfunkendgerät-bezogenen Ereignissen mittels einer Logger-Vorrichtung (50), umfassend die Schritte:

– Abgreifen von auf das Mobilfunkendgerät bezogenen Ereignissen;

– Speichern zumindest eines Teils der Ereignisse in einem Speichermedium (56),

wobei die Logger-Vorrichtung (50) ein separates, an das Mobilfunkendgerät (10) anschließbares passives Zusatz-Bauteil ist.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Schritt des Abgreifen an einer Schnittstelle zwischen Mobilfunkendgerät (10) und einer SIM-Karte (20) erfolgt. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, zudem umfassend einen Schritt des Verarbeiten der erfassten und/oder gespeicherten Ereignisse mittels eines Mikrocontrollers (54). Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, zudem umfassend einen Schritt des Auslesens des Speichermediums (56) zur weiteren Verarbeitung.






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