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Dokumentenidentifikation DE602004006919T2 14.02.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001473958
Titel Verfahren zur Verbindungsauflösung zwischen einem mobilen Benutzergerät und einem Netzwerk
Anmelder Lucent Technologies Inc., Murray Hill, N.J., US
Erfinder Cao, Qiang, Swindon, Wiltshire SN2 3XL, GB;
Charriere, Patrick G. V., Tetbury GL8 8DR, GB;
Davies, Richard LL., Corsham, SN13 9JG, GB;
Lim, Seau S., Swindon SN1 1HF, GB;
Sapiano, Philip C., Corsham, SN13 9AY, GB
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004006919
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.04.2004
EP-Aktenzeichen 042522797
EP-Offenlegungsdatum 03.11.2004
EP date of grant 13.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.02.2008
IPC-Hauptklasse H04Q 7/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft die Telekommunikation und insbesondere drahtlose Kommunikation.

STAND DER TECHNIK

Von Fernmeldegesellschaften wird die Fähigkeit, eine Weiterschaltung zwischen Systemen eines mobilen Benutzerendgeräts von einem UMTS-Netz zu einem GPRS-Netz unter Steuerung des mobilen Benutzerendgeräts zu tätigen in Betracht gezogen. Vom mobilen Benutzerendgerät wird eine Zellenauswahl mit Hilfe des UTRAN-Netzes durchgeführt, das dem mobilen Benutzerendgerät Systeminformationen für die Zellenauswahl bereitstellt.

Während sich das mobile Benutzerendgerät in einem der Zustände CELL FACH, CELL PCH oder URA PCH befindet, z.B. wenn das mobile Benutzerendgerät den Abwärts-Zugriffskanal (FACH – Forward Access Channel) oder Rufkanal (PCH – Paging Channel) der Zelle oder den Rufkanal des UTRAN-Registrierungsbereichs (URA – UTRAN Registration Area) abhört, dann trifft das mobile Benutzerendgerät aufgrund der empfangenen Systeminformationen, z.B. um wieviel stärker das Signal des GPRS-Netzes ist, eine Zellenauswahl des GPRS-Netzes. Vom mobilen Benutzerendgerät wird die Herstellung einer Verbindung zum GPRS-Netz entsprechend GPRS-Standards eingeleitet. Wenn eine GPRS-Zelle ausgewählt wird und ein Verbindungsherstellungsverfahren vom mobilen Benutzerendgerät zum GPRS-Netz eingeleitet wird, sollte das mobile Benutzerendgerät alle fest zugeordneten UTRAN-spezifischen Ressourcen freigeben. Das UTRAN-Netz fordert dementsprechend prompt die Freigabe einer sogenannten IU-Verbindung, d.h. der Verbindung zwischen einer Funknetzsteuerung (RNC – Radio Network Controller) und dem Dienstenetzknoten (SGSN – Serving GPRS Support Node) an, löscht die im UTRAN-Netz gespeicherten Informationen des mobilen Benutzerendgeräts (Kontext) und gibt die dem mobilen Benutzerendgerät zugeordneten Ressourcen frei. Wenn dies nicht getan wird, wird dadurch eine unnötige übermäßige Nutzung wertvoller UTRAN-Ressourcen verursacht.

Ein Ansatz besteht darin, daß vor Freigabe von UTRAN-Ressourcen eine feste Zeitüberwachungsdauer abläuft. Es entsteht jedoch eine ernsthafte Verschwendung von UTRAN-Ressourcen, wenn das mobile Benutzerendgerät eine GPRS-Zelle zur Verbindung ausgewählt hat und damit eine Verbindung vom mobilen Benutzerendgerät zum GPRS-Netz eingeleitet hat, aber das UTRAN-Netz gleichzeitig die Ressourcen weit länger als notwendig dem mobilen Benutzerendgerät fest zugeordnet hält. Dadurch, daß UTRAN-Ressourcen länger als notwendig unbenutzt gehalten werden, wird die Kapazität des UTRAN-Netzes verringert. Das ist der Fall besonders, wo vom UTRAN-Netz eine UMTS-Zeichengabeverbindungsauslösungsanforderung eingeleitet werden muß (aufgrund dessen, daß das Kernnetz (CN – Core Network) nicht in der Lage ist, die vorherige UMTS-Zeichengabeverbindung des mobilen Benutzerendgeräts prompt zu löschen), nachdem die GPRS-Zeichengabeverbinddung des mobilen Benutzerendgeräts hergestellt worden ist.

In WO 01/89251 A1 wird eine Anordnung beschrieben, in der ein Zeitgeber eine Verbindung freigibt, wenn in einer vordefinierten Zeitdauer keine Aktivität stattfindet. Die Zeitdauer kann fest oder dynamisch sein, wobei ihre Einstellung auf Informationen über verfügbare Ressourcen beruht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bietet ein Verfahren zum Auslösen einer Verbindung zwischen einem mobilen Benutzerendgerät (22) und einem ersten Netz (9), wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom ersten Netz (9) empfangen worden ist, mit Bestimmen, ob das mobile Benutzerendgerät (22): a) in der Lage ist, auch mit einer anderen Art Netz (6) für mobile Telekommunikation zu kommunizieren, und b) sich in einem von einem Netz (6) der anderen Art versorgten Bereich befindet; und wenn eine solche Bestimmung für sowohl a) als auch b) positiv ausfällt, so daß eine Weiterschaltung zu dem Netz der anderen Art (6) möglich ist, Rücksetzen der vorbestimmten Zeitdauer, um sie als kürzer als bei der Abwesenheit einer solchen positiven Bestimmung auszuwählen.

In vorteilhaften Ausführungsformen wird ihr UMTS-Netz mit einer wirkungsvollen System-System-Weiterschaltungsfähigkeit ausgestattet, ohne die Systemkapazität zu kompromittieren. Es wird für das UTRAN-Netz eine auf einem Zeitgeber basierende Lösung zum Anfordern der Freigabe der einem mobilen Benutzerendgerät mit Doppelmodus (z.B. UMTS/GPRS) zugeordneten Ressourcen von dem UTRAN-Netz bereitgestellt, wenn das mobile Benutzerendgerät die Weiterschaltung vom UMTS-Netz zu einem Netz einer anderen Art (z.B. GPRS) abgeschlossen hat. Der Zeitgeber wird auf Grundlage dessen abgeändert, ob das mobile Benutzerendgerät zur Weiterschaltung von UMTS zu GPRS in der Lage ist, (d.h. RAT-RAT-Fähigkeit) und ob sich das mobile Benutzerendgerät in einem UMTS-GPRS-Weiterschaltungsgebiet befindet.

In den vorteilhaften Ausführungsformen wird der überwachende Zeitgeber zum Aufrechterhalten der UMTS-Verbindung des mobilen Benutzerendgeräts, während es sich kurz außerhalb des Versorgungsbereichs befindet, damit an die Situation eines einzelnen mobilen Benutzerendgeräts angepaßt. Insbesondere wird der im UTRAN-Netz benutzte Zeichengabeüberwachungszeitgeber (Haltezeitgeber) des Benutzerendgeräts so zurückgesetzt, daß die Zeichengabeverbindung des mobilen Benutzerendgeräts nicht übermäßig lang aufrechterhalten wird.

Im Vergleich zu dem bekannten Ansatz der Verwendung eines festen Zeitgebers für alle mobilen Benutzerendgeräte ungeachtet der RAT-RAT-Fähigkeit des mobilen Benutzerendgeräts (RAT = Radio Access Technology – Funkanschlußsystem) und ob sie sich in einem System-System-Weiterschaltungsgebiet befinden, ergeben sich beträchtliche Ersparnisse in UTRAN-Ressourcen.

Vorteilhafte Ausführungsformen sind für UMTS-GPRS-Weiterschaltung. Andere Ausführungsformen betreffen eine beliebige System-System-Weiterschaltung von UMTS mittels einer Zellenauswahl. Das UMTS-Netz ist mit 3GPP-Standards (Third Generation Partnership Project) konform.

Vorteilhafterweise wird die kürzere vorbestimmte Zeitdauer dadurch ausgewählt, daß das mobile Benutzerendgerät Gegenwartsberichte häufiger als sonst sendet, was das erste Netz zum Verringern der vorbestimmten Zeitdauern veranlaßt, die zeitlich vom Empfang des letzten empfangenen Gegenwartsberichts bestimmt werden, während denen das erste Netz entweder einen weiteren Gegenwartsbericht empfängt, was einen Neustart der Zeitbestimmung veranlaßt, oder eine Rufverbindungsauslöseanforderung sendet, wenn kein weiterer Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer empfangen wird.

Vorteilhafterweise wird die Rufverbindungsauslöseanforderung zu einem das erste Netz und das Netz der anderen Art verbindenden Knoten des ersten Netzes gesendet, wobei dieser Knoten die Rufverbindung vom ersten Netz zum mobilen Benutzerendgerät steuert.

Vorteilhafterweise ist mindestens eines der Netze ein W/CDMA-Netz (Wideband Code Division Multiple Access). Vorteilhafterweise ist das erste Netz ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System).

Vorteilhafterweise ist der Knoten ein SGSN (Serving GPRS Support Node).

Vorteilhafterweise ist das Netz der anderen Art ein GPRS-Netz (General Packet Radio System).

Die vorliegende Erfindung bietet auch ein System für mobile Telekommunikation mit einem ersten Netz und einem Netz für mobile Telekommunikation einer anderen Art, wobei das erste Netz folgendes umfaßt: Auslösemittel zum Auslösen einer Verbindung mit einem mobilen Benutzerendgerät, wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom ersten Netz empfangen worden ist; wobei das erste Netz Auswählmittel und Bestimmungsmittel umfaßt, das Auswählmittel zum Auswählen der vorbestimmten Zeitdauer als kürzer als sonst fungiert, wenn vom Bestimmungsmittel das mobile Benutzerendgerät sowohl zum Kommunizieren auch mit einer anderen Art Netz für mobile Telekommunikation fähig als auch sich in einem von einem Netz der anderen Art versorgten Bereich befindlich bestimmt wird, so daß eine Weiterschaltung zu dem Netz der anderen Art möglich ist.

Vorteilhafterweise wird im Gebrauch die kürzere vorbestimmte Zeitdauer dadurch ausgewählt, daß das mobile Benutzerendgerät Gegenwartsberichte häufiger als sonst sendet, was das erste Netz zum Verringern der vorbestimmten Zeitdauern veranlaßt, die zeitlich vom Empfang des letzten empfangenen Gegenwartsberichts bestimmt werden, während denen das erste Netz entweder einen weiteren Gegenwartsbericht empfängt, was einen Neustart der Zeitbestimmung veranlaßt, oder eine Rufverbindungsauslöseanforderung sendet, wenn kein weiterer Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer empfangen wird.

Vorteilhafterweise verbindet ein Knoten des ersten Netzes das erste Netz und das Netz der anderen Art und steuert die Rufverbindung vom ersten Netz zu dem mobilen Benutzerendgerät, und wobei im Gebrauch eine Rufverbindungsauslöseanforderung zu dem Knoten gesendet wird.

Vorteilhafterweise ist mindestens eines der Netze ein W/CDMA-Netz (Wideband Code Division Multiple Access). Vorteilhafterweise ist das erste Netz ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System).

Vorteilhafterweise ist der Knoten ein SGSN (Serving GPRS Support Node).

Vorteilhafterweise ist das Netz der anderen Art ein GPRS-Netz (General Packet Radio System).

Die vorliegende Erfindung kann auch ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System) für mobile Telekommunikation mit Auslösemitteln zum Auslösen einer Verbindung mit einem mobilen Benutzerendgerät, wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom Netz empfangen worden ist, bereitstellen, wobei das Netz Auswählmittel und Bestimmungsmittel umfaßt, wobei das Auswählmittel zum Auswählen der vorbestimmten Zeitdauer als kürzer als sonst fungiert, wenn vom Bestimmungsmittel das mobile Benutzerendgerät sowohl zum Kommunizieren auch mit einer anderen Art Netz für mobile Telekommunikation fähig als auch sich in einem von einem Netz der anderen Art versorgten Bereich befindlich bestimmt wird, so daß eine Weiterschaltung zu dem Netz der anderen Art möglich ist.

Vorteilhafterweise wird im Gebrauch die kürzere vorbestimmte Zeitdauer dadurch ausgewählt, daß das mobile Benutzerendgerät Gegenwartsberichte häufiger als sonst sendet, wodurch das Auswählmittel die zeitlich vom Empfang des letzten empfangenen Gegenwartsberichts bestimmten vorbestimmten Zeitdauern verringert, während denen das Netz entweder einen weiteren Gegenwartsbericht empfängt, wodurch die Zeitbestimmung neu gestartet wird, oder eine Rufverbindungsauslöseanforderung sendet, wenn innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer kein weiterer Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät empfangen wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen besser verständlich, mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:

1 ein UMTS- und GPRS-Netze darstellendes Diagramm ist;

2 ein die Einstellung des Zeitgebers zum Empfangen eines Gegenwartsberichts von einem mobilen Benutzerendgerät darstellendes Diagramm ist; und

3 ein eine Funktionalität der Funknetzsteuerung (RNC – Radio Network Controller) des UMTS-Netzes darstellendes Diagramm ist.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Eine Ausführungsform betrifft ein Netz für mobile Telekommunikation mit einem ersten Netz und einem Netz für mobile Telekommunikation einer anderen Art, wobei das erste Netz Auslösemittel zum Auslösen einer Verbindung mit einem mobilen Benutzerendgerät umfaßt, wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom ersten Netz empfangen worden ist.

Auch betrifft die Ausführungsform ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System) für mobile Telekommunikation mit einem Auslösemittel zum Auslösen einer Verbindung mit einem mobilen Benutzerendgerät, wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht von dem Netz empfangen worden ist.

Nach der Darstellung in 1 besteht das vorteilhafte Netz 7 aus einem UMTS-Netz 9 und einem GPRS-Netz 6. Wenn man das UMTS-Netz 9 betrachtet, besonders den Hauptteil, der als UMTS-Erd-Funkanschlußnetz (UTRAN – UMTS Terrestrial Radio Access Network) 11 bezeichnet wird, gibt es mehrere in der UMTS-Terminologie als Funknetzsteuerungen (RNC – Radio Network Controller) bezeichnete Basisstationssteuerungen, die jeweils mehrere jeweilige Basisstationen über jeweilige Schnittstellen mit der Bezeichnung Iub-Schnittstellen 12 steuern. In der 1 sind der Einfachheit halber nur eine Funknetzsteuerung 8 und zwei UMTS-Basisstationen 10 (Knoten B in UMTS-Terminologie) dargestellt. Jede UMTS-Basisstation 10 weist typischerweise drei Zellen (z.B. auch als Sektoren bezeichnete Funkversorgungsbereiche, nicht gezeigt) auf, da die UMTS-Basisstation drei Richtantennen im Winkel von 120 Grad zueinander im Azimut aufweist. Funknetzsteuerungen (RNC – Radio Network Controllers) steuern jeweils mehrere UMTS-Basisstationen, und damit eine Anzahl von Zellen.

Wenn man das GPRS-Netz 6 betrachtet, gibt es mehrere Basisstationssteuerungen (BSC – Base Station Controller), die jeweils mehrere jeweilige Basisstationen über jeweilige, als A'-Schnittstellen 14 bezeichnete Schnittstellen steuern. In der 1 sind der Einfachheit halber nur eine GPRS-Basisstationssteuerung 16 und zwei (als Basisfunkstationen (BTS – Base Transceiver Stations) in GPRS-Terminologie bekannte) GPRS-Basisstationen 18 dargestellt. Die GPRS-Basisstationssteuerungen (BSC) steuern jeweils mehrere GPRS-Basisstationen.

Das UTRAN-Netz 11 ist über eine als Iu-Schnittstelle bezeichnete Schnittstelle 21 mit einem SGSN-Knoten (Serving GPRS Support Node) 20 (der ein Teil des UMTS-Netzes 9 ist) verbunden. Die Basisstationssteuerung ist ebenfalls mit dem SGSN-Knoten 20 verbunden.

Das UMTS-Netz 9 soll ein (oft als UE bezeichnetes (Abkürzung für User Equipment – Benutzereinrichtung)) mobiles Benutzerendgerät 20 zum anderen Netz weiterreichen können, nämlich dem GPRS-Netz 6, wenn das mobile Benutzerendgerät (UE) Dual-Mode-Fähigkeit besitzt (z.B. in UMTS sowie GSM/GPRS-Netzen verwendbar ist).

System-System-Weiterschaltung vom UMTS-Netz 9 zum GPRS-Netz 6 findet durch eine der Steuerung des mobilen Benutzerendgeräts 22 unterliegende Operation statt, nämlich Zellenauswahl, mit Hilfe vom UTRAN-Netz 11 bei der Bereitstellung von für die Zellenauswahl erforderlichen Informationen.

Während es sich in den Zuständen CELL FACH, CELL PCH oder URA_PCH befindet, d.h. wenn das mobile Benutzerendgerät 22 den CELL_FACH-Kanal oder Rufkanal der Zelle oder den Rufkanal des UTRAN-Registrierungsbereichs 11 (URA – UTRAN Registration Area) abhört, dann wird vom mobilen Benutzerendgerät 22 eine Zellenauswahl zum GPRS-Netz 6 in Abhängigkeit von empfangenen Systeminformationen, z.B. um wieviel stärker das Signal des anderen Systems ist, eine Zellenauswahl zum GPRS-Netz 6 getroffen. Vom mobilen Benutzerendgerät 22 wird die Herstellung einer Verbindung zum GPRS-Netz 6 entsprechend GPRS-Standards eingeleitet. Wenn eine GPRS-Zelle ausgewählt ist und ein Verfahren zur Herstellung der Verbindung vom mobilen Benutzerendgerät 22 zu GPRS eingeleitet wird, sollte das mobile Benutzerendgerät 22 alle fest zugeordneten UTRAN-spezifischen Ressourcen freigeben. Vom UTRAN-Netz 11 wird dementsprechend prompt die Auslösung der IU-Verbindung, z.B. der Verbindung zwischen der Funknetzsteuerung (RNC – Radio Network Controller) 8 und dem SGSN-Knoten 20 über die Iu-Schnittstelle 21 angefordert, die im UTRAN-Netz 11 gespeicherten (als Kontextinformationen bezeichneten) Informationen des mobilen Benutzerendgeräts gelöscht und weiterhin alle dem mobilen Benutzerendgerät 22 zugeordneten Ressourcen freigegeben.

Abändern des Zeitgebers

Nach der Darstellung in 2 wird für das UTRAN-Netz 11 eine zeitgeberbasierende Lösung entwickelt, um die Freigabe der mobilen Dual-Mode-Benutzerendgeräten (z.B. UMTS/GPRS) 22 zugeordneten Ressourcen bei der Weiterschaltung vom UTRAN-Netz 11 zu fordern, wenn das mobile Benutzerendgerät die System-System-Weiterschaltung vom UMTS zum anderen System (z.B. GPRS) abgeschlossen hat. Die Lösung beruht auf der Abänderung der Zeitgeberdauer auf Grundlage der RAT-RAT-Fähigkeit (Radio Access Technology – Funkanschlußsystem) des mobilen Benutzerendgeräts (d.h. der Tatsache, daß das mobile Benutzerendgerät 22 Dual-Mode-Fähigkeit besitzt) und der Tatsache, daß sich das mobile Benutzerendgerät 22 in einem Weiterschaltungsgebiet zwischen den zwei Arten Netzen 4, 6 (z.B. GPRS, UMTS) befindet.

Nach der Darstellung in 3 enthält die Funknetzsteuerung (RNC) 8 eine Auslösungsfunktion 24 zum Auslösen einer Verbindung mit dem mobilen Benutzerendgerät 22, wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nach Bestimmung durch einen Zeitgeber 25 vom Netz nicht empfangen worden ist, und die Funknetzsteuerung (RNC) 8 enthält auch eine Auswählerfunktion 28 und eine Bestimmungsfunktion 26. Die Auswählerfunktion 28 fungiert zum Auswählen der vorbestimmten Zeitdauer als kürzer als sonst bei Bestimmung durch die Bestimmungsfunktion 26, daß das mobile Benutzerendgerät 22 sowohl zum Kommunizieren auch mit einer anderen Art Netz 6 für mobile Telekommunikation fähig ist und sich in einem von einem Netz 6 der anderen Art versorgten Bereich befindet, so daß Weiterschaltung zu einem Netz 6 der anderen Art möglich ist.

Der Ansatz ist für mit paketvermittelten Diensten (PS – Packet Switched) verbundene mobile Benutzerendgeräte 22 in einem der Zustände CELL_FACH, URA_PCH oder CELL_PCH geeignet, da in diesen Zuständen die Zellauswahl möglich ist.

Ausführlicher nach der Darstellung in Fig. 2:

Schritt 1: Vom UTRAN-Netz 11 werden über den gesamten UTRAN-Netzversorgungsbereich einschließlich aller Zellen und UTRAN-Registrierungsbereiche an mobile Benutzerendgeräte Vorgabewerte für Zeitgeber des mobilen Benutzerendgeräts nach Angaben in 3GPP-Standards rundgesendet. Dazu gehören Zeitgeber bezeichnet als T305 = 30 Minuten, T316 = 30 Sekunden und T317 = 180 Sekunden, die bei der Entscheidung benutzt werden, wie oft ein mobiles Benutzerendgerät das UTRAN-Netz 11 benachrichtigen sollte, daß es Aufrechterhaltung der Verbindung wünscht. Dieser Schritt 1 wird in 2 mit 1 bezeichnet (und so weiter für nachfolgende Schritte).

Schritt 2: Das UTRAN-Netz 11 erhält die Informationen über die RAT-RAT-Fähigkeit des mobilen Benutzerendgeräts (Radio Access Technology – Funkanschlußsystem) von der anfänglichen Verbindungsaufbauanforderung des mobilen Benutzerendgeräts (RAT-RAT-Fähigkeit (Funkanschlußsystem-Funkanschlußsystem-Fähigkeit) bedeutet, daß das mobile Benutzerendgerät auf das Netz über unterschiedliche Funkanschlußsysteme – z.B. UMTS, GSM/GPRS, zugreifen kann. Vom UTRAN-Netz 11 ist die Anforderung irgendwann vorher empfangen und für Bezugszwecke gespeichert worden.

Schritt 3: Das UTRAN-Netz 11 erhält Kenntnis darüber, daß sich ein mobiles Benutzerendgerät 22 in einem UMTS-GPRS-Bereich möglichen Weiterschaltens befindet aus einer OAM-Datenbank (Operation, Administration and Maintenance – Betrieb, Verwaltung und Wartung), die Standorte von Basisstationen (Knoten B) speichert. Die Datenbank enthält Kenntnis darüber, welche UMTS-Zellen und/oder UTRAN-Registrierungsbereiche einem GPRS-Netz benachbart sind.

Schritt 4: Das UTRAN-Netz 11 prüft durch beispielsweise Signalstärkemessungen, ob das im Bereich möglicher Weiterschaltung befindliche mobile Benutzerendgerät 22 fähig ist, Weiterschaltung von UMTS zu GPRS durchzuführen.

Wenn Ja:

Schritt 4.1: Der periodische Zeitgeber des mobilen Benutzerendgeräts 22 wird so umkonfiguriert, daß das mobile Benutzerendgerät 22 dem UTRAN-Netz 11 seine Gegenwart im UMTS mit kürzerer Periodizität als gewöhnlich meldet. Diese Umkonfigurierung geschieht durch entsprechende RRC-Nachrichtenübermittlung (Radio Resource Control – Funkressourcensteuerung) zum mobilen Benutzerendgerät 22.

Schritt 4.2: Vom UTRAN-Netz 11 wird die Zeitbestimmungsdauer des UMTS-Überwachungszeitgebers 25 (für dieses mobile Benutzerendgerät 22) entsprechend dem rückgesetzten Zeitgeber des mobilen Benutzerendgeräts in 4.1 eingestellt. Bei Ablauf des Überwachungszeitgebers (d.h. wenn das mobile Benutzerendgerät 22 seine Gegenwart für eine vorbestimmte zeitbestimmte Zeit nicht gemeldet hat) wird vom UTRAN-Netz 11 der SGSN-Knoten (Serving GPRS Support Node) 20 zum Auslösen der UMTS-Zeichengabeverbindung des mobilen Benutzerendgeräts aufgefordert.

Schritt 5: Vom UTRAN-Netz 11 wird der abgeänderte Zeitgeber 25 bei Ablauf der abgeänderten zeitbestimmten Zeit zum Triggern einer Zeichengabeverbindungsauslöseanforderung zum SGSN-Knoten (Serving GPRS Support Node) benutzt. Vom SGSN-Knoten 20 (Serving GPRS Support Node) wird infolge dessen die Verbindung zwischen sich und dem mobilen Benutzerendgerät 22 (über das UTRAN-Netz 11) abgebrochen, d.h. alle fest zugeordneten Ressourcen für das zu GPRS weitergeschaltete mobile Benutzerendgerät 22 freigegeben.

Ansonsten, wenn Nein:

Schritt 4.3: Wenn das mobile Benutzerendgerät die Weiterschaltung nicht durchführen kann, kann das UTRAN-Netz 11 möglicherweise keine frühe Auslöseanforderung für das mobile Benutzerendgerät 22 senden (d.h. Funktionen 4.1 und 4.2 oben werden nicht durchgeführt). Statt dessen benutzt das UTRAN-Netz 11 den gewöhnlichen (anfänglich gesetzten) Zeitbestimmungswert bei der Bestimmung, ob das mobile Benutzerendgerät nicht innerhalb der zeitbestimmten Zeit gemeldet hat, daß es noch gegenwärtig ist. Wenn dies der Fall ist, wird dem SGSN-Knoten (Serving GPRS Support Node) eine Zeichengabeverbindungsauslöseanforderung gesendet, wonach die Verbindung zwischen sich und dem mobilen Benutzerendgerät 22 (über das UTRAN-Netz 11) dann vom SGSN-Knoten abgebaut wird.

In anderen Ausführungsformen kann die Weiterschaltung, anstatt zu einem GPRS-Netz 6 stattzufinden, zu einer anderen Art von Mobiltelekommunikationsnetz wie beispielsweise einer anderen Art von W-CDMA-Netz (Wideband Code Division Multiple Access) stattfinden.

Abkürzungen

BSC Basisstationssteuerung BTS Basis-Funkstation Cell_FACH Zellen-Abwärts-Zugriffskanal Cell_PCH Zellen-Rufkanal CN Kernnetz GPRS Allgemeiner paketvermittelter Funkdienst Node B Basisstation (UMTS-Terminologie) RAT Funkanschlußsystem RNC Funknetzsteuerung SGSN SGSN-Knoten UE User Equipment, d.h. mobiles Benutzerendgerät UMTS Universelles Mobilfunk-Telekommunikationssystem URA UTRAN-Registrierungsbereich URA_PCH UTRAN-Registrierungsbereich-Rufkanal UTRAN UMTS-Erd-Funkanschlußnetz


Anspruch[de]
Verfahren zum Auslösen einer Verbindung zwischen einem mobilen Benutzerendgerät (22) und einem ersten Netz (9), wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom ersten Netz (9) empfangen worden ist, gekennzeichnet durch Bestimmen, ob das mobile Benutzerendgerät (22):

a) in der Lage ist, auch mit einer anderen Art Netz (6) für mobile Telekommunikation zu kommunizieren, und

b) sich in einem von einem Netz (6) der anderen Art versorgten Bereich befindet;

und wenn eine solche Bestimmung für sowohl a) als auch b) positiv ausfällt, so daß eine Weiterschaltung zu dem Netz der anderen Art (6) möglich ist, Rücksetzen der vorbestimmten Zeitdauer, um sie als kürzer als bei der Abwesenheit einer solchen positiven Bestimmung auszuwählen.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die kürzere vorbestimmte Zeitdauer dadurch ausgewählt wird, daß das mobile Benutzerendgerät (22) Gegenwartsberichte häufiger als sonst sendet, was das erste Netz (9) zum Verringern der vorbestimmten Zeitdauern veranlaßt, die zeitlich vom Empfang des letzten empfangenen Gegenwartsberichts bestimmt werden, während denen das erste Netz (9) entweder einen weiteren Gegenwartsbericht empfängt, was einen Neustart der Zeitbestimmung veranlaßt, oder eine Rufverbindungsauslöseanforderung sendet, wenn kein weiterer Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät (22) innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer empfangen wird. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Rufverbindungsauslöseanforderung zu einem das erste Netz (9) und das Netz (6) der anderen Art verbindenden Knoten (20) des ersten Netzes (9) gesendet wird, wobei dieser Knoten (20) die Rufverbindung vom ersten Netz im mobilen Benutzerendgerät (22) steuert. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Knoten (20) ein SGSN (serving GPRS support node) ist und das Netz (6) der anderen Art ein GPRS-Netz (General Packet Radio System) ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens eines der Netze ein W/CDMA-Netz (wideband code division multiple access) ist. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das erste Netz ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System) ist. System für mobile Telekommunikation mit einem ersten Netz (9) und einem Netz (6) für mobile Telekommunikation einer anderen Art, wobei das erste Netz folgendes umfaßt:

Auslösemittel (24) zum Auslösen einer Verbindung von einem mobilen Benutzerendgerät (22), wenn ein Gegenwartsbericht vom mobilen Benutzerendgerät (22) eine vorbestimmte Zeit lang nicht vom ersten Netz (9) empfangen worden ist; und gekennzeichnet durch

Auswählmittel (28) und Bestimmungsmittel (26), wobei das Auswählmittel (28) zum Auswählen der vorbestimmten Zeitdauer als kürzer als sonst fungiert, wenn vom Bestimmungsmittel (26) das mobile Benutzerendgerät (22) sowohl als zum Kommunizieren auch mit einer anderen Art Netz (6) für mobile Telekommunikation fähig als auch sich in einem von einem Netz (6) der anderen Art versorgten Bereich befindlich bestimmt wird, so daß eine Weiterschaltung zu dem Netz (6) der anderen Art möglich ist.
System nach Anspruch 7, wobei das Auswählmittel zum Neustarten der vorbestimmten Zeitdauer zeitlich bestimmt bei Empfang des letzten empfangenen Gegenwartsberichts angeordnet ist und wenn die kürzere vorbestimmte Zeitdauer ausgewählt wird, das mobile Benutzerendgerät zum häufigeren Senden von Gegenwartsberichten als sonst angeordnet ist, wodurch das Auswählmittel veranlaßt wird, die vorbestimmte Zeitdauer zu verringern. System nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, wobei ein Knoten (20) des ersten Netzes (9) zum Verbinden des ersten Netzes (9) und des Netzes (6) der anderen Art und zum Steuern einer Hochverbindung vom ersten Netz zum mobilen Benutzerendgerät angeordnet ist und mit Mitteln zum Senden einer Rufverbindungsauslöseanforderung zu diesem Knoten (20). System nach Anspruch 9, wobei der Knoten (20) ein SGSN (serving GPRS support node) ist und das Netz der anderen Art ein GPRS-Netz (General Packet Radio System) ist.






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