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Dokumentenidentifikation DE102009042356A1 28.04.2011
Titel Verbauplatte, Verbauplatteneinheit und Verbauplattensatz
Anmelder Passler, Manfred, 92366 Hohenfels, DE
Erfinder Passler, Manfred, 92366 Hohenfels, DE
Vertreter Stippl Patentanwälte, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 23.09.2009
DE-Aktenzeichen 102009042356
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse E02D 17/08  (2006.01)  A,  F,  I,  20090923,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Verbauplatte für den Graben- oder Kanalverbau mit einer Seitenwand (4), wobei die Seitenwand (4) seitlich ein Überlappungselement (5) oder einen Überlappungsbereich zur zumindest teilweisen Überlappung mit einer benachbarten Verbauplatte (6) aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Verbauplatteneinheit mit zwei gegenüberliegenden Verbauplatten sowie einen Verbauplattensatz mit mindestens zwei Verbauplatten unterschiedlicher Länge.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbauplatte, eine Verbauplatteneinheit sowie einen Verbauplattensatz für den Graben- oder Kanalverbau.

Gräben für Versorgungsleitungen, wie z. B. Wasser-, Gas-, Kanal- oder Kabelleitungen, werden bei genügend zur Verfügung stehendem Bauraum mit ausreichender Böschung (d. h. geneigten, seitlichen Wänden) ausgehoben. Bei Platzmangel (z. B. im Stadtbereich) besteht dagegen die Notwendigkeit, die Gräben mit im Wesentlichen senkrechten Grabenwänden auszuheben. Um hier ein Einfallen der Grabenwände zu vermeiden, sind Verbaumethoden zur Stabilisierung der Grabenwände bekannt. Dazu werden Stabilisierungsplatten bzw. Verbauplatten an die Grabenwände positioniert, wobei sie mit dazwischen angeordneten Querspindeln in ihrer Lage stabilisiert sind. Die Stabilisierungsplatten werden stets paarweise mit den bereits dazwischen angeordneten Querspindeln als Verbaueinheit in einen Graben eingesetzt. Eventuell können die Querspindeln noch verspannt werden, so dass die Stabilisierungsplatten an die Grabenwände gepresst werden.

Dabei kommt es vor, dass ein Hindernis, wie z. B. ein Rohr oder ein Kabel, in den Graben hineinragt, so dass diese Stelle freigehalten werden muss und nicht einfach mit den Verbauplatten kontinuierlich zugebaut werden kann. Außerdem haben die Verbauplatten fest definierte Längen und passen meist nicht in die Lücke zwischen bereits eingesetzter Verbauplatte und Hindernis. In diesen Bereichen wird daher bisher lediglich mit Hilfsmaßnahmen eine Stabilisierung der Grabenwand erreicht. Dazu werden z. B. Kanthölzer, Holzdielen oder andere Hilfsplatten eingesetzt, mit welchen auch der Bereich bis zum Hindernis zumindest einigermaßen ausgekleidet und stabilisiert wird. Derartige Hilfsmaßnahmen bieten jedoch keine hohe Sicherheit gegen ein Einbrechen aufgrund des Drucks von außen und deren Montage ist mit einem erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Verbauplatte für den Graben- oder Kanalverbau zur Verfügung zu stellen, welche flexibel für einen Längenausgleich einsetzbar ist und mit welcher die Sicherheit erhöht und gleichzeitig die Montage erleichtert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die gesamte Lehre des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen 2–10. Eine erfindungsgemäße Verbauplatteneinheit geht aus den Ansprüchen 11 und 12 hervor. Ein vorteilhafter Verbauplattensatz wird in den Ansprüchen 13–17 gelehrt.

Erfindungsgemäß weist die Seitenwand der Verbauplatte seitlich ein Überlappungselement oder einen Überlappungsbereich zur zumindest teilweisen Überlappung mit einer benachbarten Verbauplatte auf. Mit dieser erfindungsgemäßen Verbauplatte wird ein stabiler Längenausgleichsverbau zur Verfügung gestellt, um auch im Bereich von Hindernissen eine zuverlässige Sicherung der Grabenwände zu gewährleisten. Bei der benachbarten Verbauplatte kann es sich um eine bereits in den Graben eingesetzte Verbauplatte ohne Überlappungselement handeln. Die erfindungsgemäße Verbauplatte dient dem variablen und sicheren Längenausgleich. Die Arbeitssicherheit wird damit wesentlich erhöht. Der Überlappungsbereich kann dabei in der jeweils erforderlichen Länge eingestellt bzw. gewählt werden. Die erfindungsgemäße Verbauplatte kann, wie auch die bisher üblichen Verbauplatten, z. B. mittels eines Krans in kurzer Zeit in den entsprechenden Grabenbereich eingesetzt werden. Unsichere Hilfsmaßnahmen sind nicht mehr notwendig. Zweckmäßigerweise kann die Höhe der erfindungsgemäßen Verbauplatte an die Höhe der sich daran angrenzenden Verbauplatten angepasst sein, so dass sich ein einheitlicher Verlauf des Grabenverbaus einstellen lässt.

Das Überlappungselement kann vorteilhafterweise an der Seitenwand bzw. dem nach außen weisenden Kantenbereich der Seitenwand und/oder einem an der Seitenwand seitlich angeordnetem Profil (z. B. Rechteckprofil) angeschweißt sein. Mittels des Überlappungselementes wird eine Überlappung mit der benachbarten bzw. der daran angrenzenden Verbauplatte bewirkt, so dass auch im Verbindungs- bzw. Überlappungsbereich die notwendige Stabilität der gesamten Anordnung sowie gegenüber dem Druck der Grabenwand gewährleistet wird.

Das Überlappungselement kann an der Außenseite der benachbarten bzw. angrenzenden Verbauplatte positioniert sein. Demzufolge kann das Überlappungselement auch an der Außenseite der Seitenwand bzw. an einem weiter unten beschriebenen Rechteckprofil befestigt, insbesondere angeschweißt sein. Auf diese Weise wird eine Stufe bzw. ein Versatz geschaffen, in welche die angrenzende bzw. benachbarte Verbauplatte einsetzbar ist. Auch aufgrund des Drucks der Grabenwände ist die außenseitige Anordnung des Überlappungselementes von Vorteil.

Zweckmäßigerweise kann sich das Überlappungselement im Wesentlichen über die gesamte Höhe h der Seitenwand erstrecken. Dadurch lässt sich ein einheitlicher Verlauf des Grabenverbaus auch mit den benachbarten Verbauplatten einstellen.

Die Seitenwand kann mehrere übereinander waagrecht angeordnete Rechteckprofile umfassen, welche z. B. miteinander verschweißt sind. Eine hohe Stabilität der Seitenwand ist dadurch gewährleistet.

Zumindest an einem seitlichen Bereich der Seitenwand können Befestigungsvorrichtungen zur Anordnung von Querspindeln vorgesehen sein. Die Befestigungsvorrichtungen können im Wesentlichen in der Form eines U-Profils ausgestaltet sein, mit welchem die jeweilige Querspindel stirnseitig lösbar verbindbar, insbesondere anschraubbar, ist.

Ferner kann zumindest an einem seitlichen Kantenbereich der Seitenwand ein Rechteckprofil angeordnet sein, an dem die Befestigungsvorrichtungen zur Anordnung von Querspindeln vorgesehen sind. Die Rechteckprofile sind ein Bestandteil der Seitenwand, was z. B. bei den späteren Längenangaben zu berücksichtigen ist. Insgesamt stellt die mit ihren übereinander waagrecht angeordneten Rechteckprofilen sowie den seitlichen Rechteckprofilen zusammengebaute Seitenwand eine besonders stabile Einheit dar.

Die Summe der Länge l1 der Seitenwand und der Länge l2 des Überlappungselements abzüglich eines bestimmten Überlappungsbereichs des Überlappungselements und der benachbarten Verbauplatte entspricht der Länge des zu stützenden Grabenbereichs. Der Überlappungsbereich ist variabel und dadurch ist es auch möglich, die gesamte Verbauplatte an die Länge des zu stützenden Grabenbereichs in vorteilhafter Weise anzupassen.

Die Höhe der Verbauplatte ist an die jeweilige Statik angepasst. Dementsprechend können sehr hohe Verbauplatten zur Verfügung gestellt werden, so dass Gräben in der entsprechenden Höhe sicher verbaut und vor einem Einfallen gesichert werden können.

Die Seitenwand der Verbauplatte kann z. B. eine Länge l1 von 30 cm–300 cm, insbesondere von 50 cm–250 cm, aufweisen. Dadurch können sowohl sehr schmale zu stützende Grabenlängen als auch entsprechend große Grabenlängen mit nur einer in der Länge variablen Verbauplatte bzw. einer Verbauplatteneinheit gesichert werden.

Das Überlappungselement kann eine für die Überlappung zur Verfügung stehende Länge von 20 cm–80 cm, vorzugsweise von 40 cm–80 cm, besonders vorzugsweise von 50 cm aufweisen. Ein bestimmter Überlappungsbereich zwischen dem Überlappungselement und der benachbarten Verbauplatte muss immer gegeben sein, um auch diesen Grenzbereich sicher gegen die Grabenwand zu stabilisieren. Der Überlappungsbereich wird dabei durch die an der benachbarten Verbauplatte randseitig angeordneten Querspindeln auch an die Grabenwand gepresst.

Mit besonderem Vorteil kann an der Seitenwand mindestens ein ausziehbares Zusatz-Seitenwandelement vorgesehen sein. Insbesondere können mehrere übereinander angeordnete Zusatz-Seitenwandelemente an der Seitenwand angeordnet sein. Dadurch kann die Seitenwand bei Bedarf verlängerbar sein und z. B. bis zur benachbarten Verbauplatte ausgezogen und ggf. mit dieser verbunden werden. Wird beispielsweise bei einem oben beschriebenen Hindernis, wie z. B. einem Kabelquerverlauf, das entsprechende Stück freigelassen, so kann mittels des oder der Zusatz-Seitenwandelemente der Grabenwandbereich oberhalb des Hindernisses dennoch gesichert werden. Die Zusatz-Seitenwandelemente können teleskopartig verlängerbar sein. Sie können sich in der notwendigen Länge ausziehen lassen und anschließend wieder in die Seitenwand einschieben oder an der Seitenwand entlang schieben lassen.

Erfindungsgemäß ist auch eine Verbauplatteneinheit vorgesehen, die mindestens zwei gegenüberliegende erfindungsgemäße Verbauplatten – wie sie oben beschrieben wurden – sowie dazwischen angeordnete Querspindeln umfasst. Die gegenüberliegenden Verbauplatten der Verbauplatteneinheit weisen demnach jeweils ein Überlappungselement auf, so dass der variable Längenausgleichsverbau auf beiden Seiten entsprechend gleich vorgenommen werden kann. Auch die sich daran anschließenden Verbauplatteneinheiten können dann kontinuierlich weiter in der üblichen Weise eingesetzt werden.

Die gegenüberliegenden Verbauplatten der Verbauplatteneinheit sind gleich lang, so dass derselbe Ausgleich auf beiden Seiten des Grabens vorgenommen werden kann.

Ferner ist ein erfindungsgemäßer Verbauplattensatz mit mindestens zwei der erfindungsgemäßen Verbauplatten vorgesehen, wobei die Seitenwände und/oder die Überlappungselemente oder die Überlappungsbereiche der Verbauplatten unterschiedliche Längen aufweisen. Dadurch wird ein flexibler Längenausgleichsverbau über unterschiedliche Längen ermöglicht. Insbesondere kann der Verbauplattensatz aus mindestens zwei Verbauplatteneinheiten mit unterschiedlichen Längen der Verbauplatten bestehen. Auf diese Weise haben die Bauarbeiter im Falle eines Hindernisses im Graben nur noch die Verbauplatteneinheit mit der benötigten Länge auszuwählen und sozusagen als gesamte Box einzusetzen. Der Verbauplattensatz kann demnach mindestens zwei Verbauplatten mit derselben Länge aufweisen, welche zu einer Verbauplatteneinheit zusammensetzbar sind. Bei Bedarf können dann noch die Querspindeln verspannt werden, so dass die Seitenwände an die Grabenwände gepresst werden.

Vorteilhafterweise kann sich die Länge l1 der Seitenwände um jeweils einen bestimmten Betrag a, insbesondere um 50 cm, voneinander unterscheiden. Der stufenweise Unterschied der Seitenwände um einen bestimmten Betrag a erleichtert es den Arbeitern, im Bedarfsfall schnell auf die richtige Verbauplatteneinheit zuzugreifen.

Mit weiterem Vorteil kann die Länge l2 des Überlappungselements abzüglich einer Mindestüberlappungslänge m dem Betrag a entsprechen. Mittels des Verbauplattensatzes wird dadurch ein kontinuierlicher Längenausgleichsverbau ermöglicht. Die maximale Länge einer Verbauplatte oder Verbauplatteneinheit entspricht demnach der maximalen Länge einer Verbauplatte, insbesondere 250 cm, zuzüglich der Länge des Überlappungselements, insbesondere 60 cm, mithin also 310 cm.

Mit besonderem Vorteil kann der Verbauplattensatz mindestens eine Verbauplatte aufweisen, die im Wesentlichen nur aus einem Überlappungselement besteht und keine übliche Seitenwand aufweist. In entsprechender Weise besteht die Verbauplatteneinheit nur aus gegenüberliegenden Überlappungselementen mit randseitig dazwischen angeordneten Querspindeln. Damit können relativ schmale Bereiche stabilisiert werden, für welche die Verbauplatten mit ihrer üblichen Länge zu breit wären.

Die Erfindung ist anhand von vorteilhaften Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen:

13: perspektivische Darstellungen von Verbauplatteneinheiten mit Überlappungselementen an den Seitenwänden und jeweils unterschiedlichen Längen der Seitenwände;

4: eine perspektivische Darstellung einer Verbauplatteneinheit mit Überlappungselementen ohne Seitenwände;

5: eine Seitenansicht auf die Verbauplatteneinheit gemäß 2;

6: eine Vorderansicht auf die Verbauplatteneinheit gemäß 2;

7: eine Draufsicht auf die Verbauplatteneinheit gemäß 2;

811: perspektivische Darstellungen von Verbauplatteneinheiten mit Überlappungselementen und Überlappungsbereichen, eingesetzt in einen Grabenverbau mit Hindernis;

12: eine Draufsicht auf einen Grabenverbau mit Hindernis und eingesetzter Verbauplatteneinheit mit Überlappungselementen sowie

13: Detaildarstellung A aus 12.

Bezugsziffer 1 bezeichnet eine Verbauplatte für den Graben- oder Kanalverbau. In sämtlichen Figuren sind jeweils zwei gegenüberliegende Verbauplatten 1 als eine Verbauplatteneinheit 2 dargestellt, zwischen welchen Querspindeln 3 angeordnet sind. Mittels der Querspindeln 3 werden die gegenüberliegenden Verbauplatten 1 an die gegenüberliegenden Grabenwände (nicht dargestellt) angepresst und verhindern dadurch ein Einfallen der Grabenwände. Die Verbauplatten 1 weisen jeweils eine Seitenwand 4 – mit Ausnahme der Ausführungsvariante gemäß 4 – auf, welche in ihrem Aufbau im Wesentlichen mit den üblichen Verbauplatten 14 übereinstimmt. Die Seitenwand 4 weist seitlich ein Überlappungselement 5 zur zumindest teilweisen Überlappung mit einer benachbarten Verbauplatte 6 auf. Im Falle eines Hindernisses, wie z. B. eines in den Graben einragenden Rohres 7 (siehe 811), ist es nicht möglich, die Verbauung mit den sonst üblichen Verbauplatteneinheiten fortzuführen, da deren Länge nicht veränderbar ist. Um diesen Bereich von der bereits eingesetzten Verbauplatteneinheit zu dem Hindernis zu überwinden, wird eine erfindungsgemäße Verbauplatte 1 mit einem Überlappungselement 5 eingesetzt. Durch die zumindest teilweise Überlappung mit der benachbarten Verbauplatte 6 wird auch in diesem Bereich der flexiblen Längenanpassung eine sehr sichere Stabilisierung der Grabenwand herbeigeführt.

Das Überlappungselement 5 ist an der Außenseite 8 der angrenzenden bzw. benachbarten Verbauplatte 6 positioniert. Das Überlappungselement 5 ist außerdem an der Außenseite der eigenen Seitenwand 4 befestigt, insbesondere argeschweißt, so dass ein Versatz zur dickeren Seitenwand 4 entsteht, in welchen die benachbarte Verbauplatte 6 einsetzbar ist. Dies ist vorteilhaft für eine Stabilisierung gegen den Druck von außen. Außerdem pressen die an der benachbarten Verbauplatte 6 angeordneten Querspindeln 3 im Überlappungsbereich die Überlappungselemente 5 an die Grabenwand. Eine technische Veränderung der benachbarten Verbauplatte 6 ist nicht erforderlich.

Das Überlappungselement 5 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe h der Seitenwand (siehe 5). Ein kontinuierlicher Verlauf des gesamten Grabenverbaus ist damit möglich.

Die Seitenwand 4 umfasst mehrere übereinander waagrecht angeordnete Rechteckprofile 9, die insbesondere miteinander verschweißt sind. Dadurch wird die Seitenwand 4 besonders stabil und verwindungssteif. An den jeweils seitlichen Bereichen der Seitenwand 4 sind Befestigungsvorrichtungen 10 zur Anordnung der Querspindeln 3 vorgesehen. Die Befestigungsvorrichtung 9 umfasst ein U-Profil 11, in welches die jeweilige Querspindel 3 stirnseitig einsetzbar ist und mit Querbolzen 12 darin gesichert ist. Dadurch sind die Querspindeln 3 in ihrer Position stabilisiert.

An den seitlichen Kantenbereichen der Seitenwand 4 ist jeweils ein Rechteckprofil 13 angeordnet, welches sich über die gesamte Länge der Seitenwand 4 erstreckt und an dem die Befestigungsvorrichtungen 10 zur Anordnung der Querspindeln 3 befestigt, z. B. angeschraubt und/oder angeschweißt, sind. Die Rechteckprofile 13 sind ein Bestandteil der Seitenwand 4, was bei den folgenden Längenangaben zu berücksichtigen ist. Die Summe der Länge l1 der Seitenwand 4 und der Länge l2 des Überlappungselements 5 abzüglich eines bestimmten Überlappungsbereichs mit der benachbarten Verbauplatte 6 entspricht der Länge des zu stützenden Grabenbereichs (siehe 7 und 8). Der Überlappungsbereich ist dabei variabel und so ist es möglich, die Verbauplatte exakt bis zum Hindernis, z. B. dem Rohr 7, heranzuführen.

Die Seitenwand 4 der Verbauplatte 1 weist eine Länge l1 von 30 cm–300 cm, insbesondere von 50 cm–250 cm, auf. Das Überlappungselement 5 weist eine Länge l2 von 80 cm–100 cm, vorzugsweise von 40 cm–80 cm, insbesondere von 60 cm, auf. Je nach Bedarf kann somit die entsprechende Verbauplatte 1 ausgewählt werden und ein breiter oder schmaler Grabenabschnitt sicher verbaut werden.

Zusätzlich ist es möglich, an der Seitenwand 4 mindestens ein ausziehbares Zusatz-Seitenwandelement vorzusehen, was jedoch zeichnerisch nicht dargestellt ist. Das Zusatz-Seitenwandelement kann z. B. ober- und/oder unterhalb des in den Graben einragenden Hindernisses eingeschoben werden, um auch in diesen schmalen Bereichen ein Einbrechen der Grabenwand zu vermeiden.

Wie aus den Zeichnungsfiguren ersichtlich, sind die gegenüberliegenden Verbauplatten 1 einer Verbauplatteneinheit 2 gleich lang, um einen gleichmäßigen Ausbau auf beiden Seiten des Grabens vorzunehmen. Vor allem sind die jeweils gegenüberliegenden Seitenwände 4 gleich lang, um dort auch die Querspindeln 3 in der üblichen Weise senkrecht zu den Seitenwänden 4 anordnen zu können.

Ein Verbauplattensatz umfasst mindestens zwei Verbauplatten 1, wobei die Seitenwände 4 unterschiedliche Längen aufweisen. Zweckmäßigerweise umfasst ein Verbauplattensatz mindestens vier Verbauplatten 1, wobei jeweils zwei Verbauplatten 1 dieselbe Länge aufweisen und zu einer Verbauplatteneinheit 2 zusammenfügbar oder bereits zusammengefügt sind. Demnach kann also der Verbauplattensatz aus mindestens zwei Verbauplatteneinheiten 2 mit unterschiedlichen Längen der Verbauplatten 1 bestehen. Dadurch können die Bauarbeiter je nach Bedarf auswählen zwischen mindestens zwei verschiedenen Längen der Verbauplatten 1, die in die entsprechende Grabenlücke einzusetzen sind, wobei der noch flexible Längenbereich durch das Überlappungselement 5 ausgleichbar ist.

Die Längen l1 der Seitenwände 4 einer Verbauplatte 1 oder einer Verbauplatteneinheit 2 eines Verbauplattensatzes unterscheiden sich um jeweils einen bestimmten Betrag a, insbesondere um 50 cm, voneinander. So beträgt die Länge l1 der Seitenwand 4 bei der Verbauplatte 1 gemäß 1 0,5 m, bei der Ausführungsvariante gemäß 2 1,0 m und bei der Ausführungsvariante gemäß 3 1,5 m. Gleichzeitig entspricht die Länge l2 des Überlappungselements 5 abzüglich einer Mindestlänge m des Überlappungsbereichs dem Betrag a. Dadurch wird ein flexibler, kontinuierlicher Längenausgleich über eine entsprechend große Länge ermöglicht.

Der Verbauplattensatz umfasst außerdem mindestens eine Verbauplatte 1 bzw. eine Verbauplatteneinheit 2, die keine zusätzliche Seitenwand 4 aufweist. Eine entsprechende Verbauplatte 1 ist in 4 dargestellt. Die Verbauplatte 1 umfasst demnach im Wesentlichen nur zwei Überlappungselemente 5, seitlich daran angeordnete Rechteckprofile 13 und dazwischen angeordnete Querspindeln 3. Die gestrichelt dargestellten Querspindeln 3 sind nur für den Einbau der Verbauplatteneinheit 2 vorgesehen, werden aber dann entfernt, um die Überlappung mit der benachbarten Verbauplatte 6 zu ermöglichen. Die Verbauplatteneinheit 2 gemäß 4 dient dem flexiblen Längenausgleich bei einem sehr schmalen Grabenabschnitt.

Bezugszeichenliste

1
Verbauplatte
2
Verbauplatteneinheit
3
Querspindeln
4
Seitenwand
5
Überlappungselement
6
benachbarte Verbauplatte
7
Rohr
8
Außenseite
9
Rechteckprofil
10
Befestigungsvorrichtung
11
U-Profil
12
Querbolzen
13
Rechteckprofil
14
übliche Verbauplatte


Anspruch[de]
Verbauplatte für den Graben- oder Kanalverbau mit einer Seitenwand (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (4) seitlich ein Überlappungselement (5) oder einen Überlappungsbereich zur zumindest teilweisen Überlappung mit einer benachbarten Verbauplatte (6) aufweist. Verbauplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Überlappungselement (5) an der Außenseite (8) der benachbarten Verbauplatte (6) positioniert ist. Verbauplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Überlappungselement (5) im Wesentlichen über die gesamte Höhe h der Seitenwand (4) erstreckt. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (4) mehrere übereinander waagrecht angeordnete Rechteckprofile (9) umfasst. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem seitlichen Bereich der Seitenwand (4) Befestigungsvorrichtungen (10) zur Anordnung von Querspindeln (3) vorgesehen sind. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem seitlichen Kantenbereich der Seitenwand (4) ein Rechteckprofil (13) angeordnet ist, an dem die Befestigungsvorrichtungen (10) zur Anordnung von Querspindeln (3) vorgesehen sind. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Länge l1 der Seitenwand (4) und der Länge l2 des Überlappungselements (5) abzüglich eines bestimmten Überlappungsbereichs mit der benachbarten Verbauplatte (6) der Länge des zu stützenden Grabenbereichs entspricht. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (4) der Verbauplatte (1) eine Länge l1 von 30 cm–300 cm, insbesondere von 50 cm–250 cm, aufweist. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überlappungselement (5) eine Länge l2 von 20 cm–100 cm, vorzugsweise von 40 cm–80 cm, insbesondere von 60 cm, aufweist. Verbauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenwand (4) mindestens ein ausziehbares Zusatz-Seitenwandelement vorgesehen ist. Verbauplatteneinheit umfassend mindestens zwei gegenüberliegende Verbauplatten (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche mit dazwischen angeordneten Querspindeln (3). Verbauplatteneinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüberliegenden Verbauplatten (1) gleich lang sind. Verbauplattensatz mit mindestens zwei Verbauplatten gemäß mindestens einem der Ansprüche 1–10, wobei die Seitenwände und/oder die Überlappungselemente oder die Überlappungsbereiche der Verbauplatten unterschiedliche Längen aufweisen. Verbauplattensatz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längen l1 der Seitenwände um jeweils einen bestimmten Betrag a, insbesondere um 50 cm, voneinander unterscheiden. Verbauplattensatz nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge l2 des Überlappungselements (5) abzüglich einer Mindestlänge m des Überlappungsbereichs dem Betrag a entspricht. Verbauplattensatz nach einem der Ansprüche 13–15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verbauplatte (1) einen Überlappungsbereich ohne zusätzliche Seitenwand aufweist. Verbauplattensatz nach einem der Ansprüche 13–16, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbauplattensatz mindestens vier Verbauplatten (1) aufweist, wobei jeweils zwei Verbauplatten (1) dieselbe Länge aufweisen.






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