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Dokumentenidentifikation DE102009044200A1 28.04.2011
Titel Zentrifugalstreuer
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Johannaber, Stefan Jan, 49536 Lienen, DE;
Holtgrewe, Georg, 49504 Lotte, DE
DE-Anmeldedatum 08.10.2009
DE-Aktenzeichen 102009044200
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse A01C 17/00  (2006.01)  A,  F,  I,  20091008,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Zentrifugaldüngerstreuer mit Rahmen, einem Vorratsbehälter, zumindest zwei um aufrechte Achsen rotierend angetriebenen und mit Wurfschaufeln besetzten Schleuderscheiben, denen das sich im Vorratsbehälter befindliche Düngermaterial über einstellbare Dosierorgane zugeführt wird und mit einer außerhalb der Rotationsbahn der äußeren Enden der Wurfschaufeln angeordneten und Leitelemente aufweisenden Grenzstreueinrichtung zur Erzeugung eines Streubildes mit einer zur Grenze stark abfallenden Streuflanke und zur Begrenzung der Wurfweite der Düngerpartikel im Grenzbereich, wobei die Grenzstreueinrichtung am Zentrifugaldüngerstreuer mittels Halter am Zentrifugaldüngerstreuer angeordnet und wahlweise zumindest in eine Randstreu- oder in eine Grenzstreuposition pro Arbeitsbreite einstellbar ist. Um die eingangs beschriebene Grenzstreueinrichtung derart weiterzubilden, dass mittels eines einzigen Stellmotors mit gerade verlaufenden Lamellen, die keine zwei unterschiedliche Bereiche mit verschiedenen Winkeleinstellungen aufweisen zu schaffen, ist vorgesehen, dass die Halterung derart ausgestaltet ist, dass beim Verlagern der Grenzstreueinrichtung in aufrechter Ebene gleichzeitig eine Verlagerung der Grenzstreueinrichtung in zumindest annähernd horizontaler Ebene erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zentrifugaldüngerstreuer gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Ein derartiger Zentrifugaldüngerstreuer ist durch die EP 09 88 780 B1 bekannt. Bei diesem Streuer ist die Lamellen aufweisende Grenzstreueinrichtung mit einer Haltevorrichtung in aufrechter Ebene bewegbar an dem Streuer angeordnet, so dass sie aus einer Außerbetriebsposition in eine Betriebsposition zu bringen ist. In dieser Betriebsposition kann die Grenzstreueinrichtung in eine Randstreu- oder eine Grenzstreuposition pro Arbeitsbreite eingestellt werden. Üblicher findet dieser Schwenkvorgang durch einen vom Fahrer oder einem Bordcomputer ansteuerbaren Aktor, wie Hydraulikzylinder oder elektrischen Stellmotor statt. Weiterhin ist die Grenzstreueinrichtung in Grenz- oder Randstreuposition sowie auf die jeweilige Arbeitsbreite einzustellen.

Durch die DE 20 2008 001 676 U1 ist ein weiterer Zentrifugaldüngerstreuer mit einer Grenzstreueinrichtung bekannt. Diese Grenzstreueinrichtung weist Lamellen auf. Diese Lamellen sind in einen oberen und einen unteren Bereich aufgeteilt, wobei der obere Bereich mit einem anderen Winkel als der untere Bereich zur Wurfbahn der Streupartikel angestellt ist. Durch entsprechend tiefes oder hohes Absenken der Lamellen in den von den Wurfschaufeln abgeworfenen Düngerstrom wird ein Grenzstreu- oder ein Randstreubild mit entsprechend steil verlaufenden Streuflanken zum Feldrang erzielt, so dass diese Grenzstreueinrichtung in eine Randstreu- und eine Grenzstreuposition pro Arbeitsbreite mittels eines Stellmotors einstellbar ist. Die Ausgestaltung der Lamellen der Grenzstreueinrichtung mit zwei unterschiedlichen Winkelbereichen ist relativ schwierig herzustellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene Grenzstreueinrichtung derart weiterzubilden, dass mittels eines einzigen Stellmotors mit nicht durchgeprägt verlaufenden Lamellen, die keine zwei unterschiedliche Bereiche mit verschiedenen Winkeleinstellung aufweisen, zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Halterung derart ausgestaltet ist, dass beim Verlagern der Grenzstreueinrichtung in aufrechter Ebene gleichzeitig eine Verlagerung der Grenzstreueinrichtung in zumindest annähernd horizontaler Ebene erfolgt. Infolge dieser Maßnahme kann die gleichzeitige Verlagerung der Grenzstreueinrichtung in aufrechter und in horizontaler Ebene die Grenzstreueinrichtung von Rand- auf Grenzstreuen mittels eines nur in einer Richtung wirksamen Stellelementes beispielsweise eines einzigen Stellmotors pro Arbeitsbreite eingestellt werden.

Eine einfache gleichzeitige Verlagerung der Grenzstreueinrichtung sowohl in horizontaler wie in aufrechter Ebene lässt sich dadurch erreichen, dass die Halterung mittels Schwenkgelenken an dem Zentrifugalstreuer angeordnet ist, dass die Gelenkachsen der Schwenkgelenke schräg zur Horizontalen ausgerichtet sind.

Ebenfalls lässt sich eine einfache gleichzeitige Verlagerung in aufrechter und horizontaler Ebene dadurch erreichen, dass die Halterung ein Gelenkgetriebe aufweist.

In einer weiteren Ausgestaltung lässt sich eine gleichzeitige Verlagerung der Grenzstreueinrichtung in aufrechter und horizontaler Ebene dadurch erreichen, dass die Halterung mit der Grenzstreueinrichtung in zumindest annähernd horizontaler Ebene verlagerbar angeordnet ist, dass zwischen Halterung und Rahmen Mittel zum seitlichen Verschieben der Grenzstreueinrichtung in zumindest annähernd horizontaler Ebene bei dem Verlagern in aufrechter Ebene angeordnet sind.

Hierbei lässt sich die gleichzeitige Verlagerung dadurch verwirklichen, dass die Mittel als mit schrägen Führungen zusammen wirkende Führungselemente ausgebildet sind.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1 den Zentrifugaldüngerstreuer mit der erfindungsgemäßen Grenzstreuvorrichtung in perspektivischer Darstellung,

2 den Zentrifugalstreuer in ausschnittsweiser Darstellung mit Grenzstreueinrichtung in perspektivischer Darstellung und vergrößertem Maßstab und

3 den Zentrifugaldüngerstreuer mit Grenzstreueinrichtung in der darstellungsweise nach 2.

Der Zentrifugaldüngerstreuer weist den Rahmen 1 auf, über den der Zentrifugaldüngerstreuer an einen Dreipunktkraftheber eines Ackerschleppers anbaubar ist. An dem Rahmen 1 ist der Vorratsbehälter 2 angeordnet. Der Vorratsbehälter 2 ist durch ein dachförmiges Mittelteil 3 in zwei Auslauftrichter 4 aufgeteilt. Den jeweiligen unteren Enden der Auslauftrichter 4 sind einstellbare Dosierorgane zugeordnet. Über diese Dosierorgane wird den unterhalb der Dosierorgane angeordneten und mit Wurfschaufeln 5 besetzten Schleuderscheiben 6 das sich im Vorratsbehälter 2 befindliche Material in einstellbaren Mengen zugeführt. Die Schleuderscheiben 6 werden über eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung im entgegengesetzten Drehsinn rotierend zueinander angetrieben, wie durch die Pfeile 7 verdeutlicht ist. Die auf den Schleuderscheiben 6 angeordneten Wurfschaufeln 5 verteilen das über die Dosierorgane zudosierte Material breitflächig jeweils in einem Streufächer auf der zu bestreuenden Bodenoberfläche. Hierbei entstehen in bekannter und daher nicht dargestellter Weise beispielsweise eine dreieckförmige Streugutverteilung, wie dies in der EP 0 988 780 B1 dargestellt ist.

Wenn am Feldrand ein Feldrandstreifen bestreut wird, so dass das zu verteilende Düngermaterial nicht über die Feldrandgrenze hinausgeworfen werden. Hierzu wird die an dem Zentrifugaldüngerstreuer angeordnete Grenzstreueinrichtung 8 in die in den Zeichnungen dargestellten Betriebsposition gebracht, um so ein Streubild mit einer steil abfallenden Streuflanke je nach Einsatzbedingungen zum Randstreuen oder Grenzstreuen, wie in der EP 0 988 780 B1 beschrieben ist, zu erzeugen.

Die Grenzstreueinrichtung 8 weist den mit den einzelnen Lamellen 9 ausgestatteten Lamellenblock 10 auf, welcher über eine Halterung 11 an dem Vorratsbehälter 2 bzw. dem Rahmen 1 der Maschine angeordnet ist.

Diese Halterung 11 weist einen an dem Rahmen 1 bzw. Vorratsbehälter 2 des Zentrifugaldüngerstreuers angeordneten, kreissegmentartig gebogenen Haltebügel 12 auf. Der Mittelpunkt dieses kreissegmentartig gebogenen Haltebügels 11 fällt zumindest annähernd mit der Drehachse der benachbarten Schleuderscheibe 6 zusammen. Auf diesem kreissegmentartigen Haltebügel 11 ist eine Verschiebehalterung 13 verschiebbar angeordnet. An den freien Enden der verschiebbaren Halterung 13 ist mittels Haltestreben 14 der Lamellenblock 10 der Grenzstreueinrichtung 8 in aufrechter Ebene schwenkbar gelagert, so dass er aus einer Außer-Betriebsposition in eine Betriebsposition, die eine Randstreu- oder Grenzstreuposition sein kann, über ein motorisches Stellelement 15 zu verschwenken ist. Mittels der Grenzstreueinrichtung 8 lässt sich je nach Einstellung ein Streubild mit einer zur Grenze stark abfallenden Streuflanke und zur Begrenzung der Wurfweite der Düngerpartikel im Grenzbereich sowohl für das Grenzstreuen wie auch für das Randstreuen in einfacher Weise erzeugen.

Durch die Verlagerung der Grenzstreueinrichtung 8 durch Verschieben auf dem Bügel 12 lässt sich der Lamellenblock 10 der Grenzstreueinrichtung 8 in eine Grundeinstellung für die gewünschte Arbeitsbreite bringen. Die beiden Stege 14 sind durch eine Verbindungsstrebe 16 miteinander verbunden. An der Verbindungsstrebe 16 ist ein Führungsstift 17 ausgebildetes Führungselement angeordnet. An dem Rahmen 1 und dem Vorratsbehälter 2 ist eine Führungshalterung 18 mit den schräg verlaufenden als Schlitze 19 ausgebildeten Führungen angeordnet. In die entsprechende als schräge Schlitze 19 ausgebildeten Führung lässt sich je nach Arbeitsbreite in entsprechender Weise der Führungsstift 17 einhaken.

Aufgrund des Zusammenwirkens des Führungselementes 17 mit der jeweiligen schrägen Führung 19 wird bei einem Verlagern des Lamellenblockes 10 der Grenzstreueinrichtung 8 durch Verschwenken um die Gelenkachse 20 durch das motorische Stellelement 15 in aufrechter Ebene gleichzeitig eine Verlagerung des Lamellenblockes 10 der Grenzstreueinrichtung 8 in zumindest annähernd horizontaler Ebene erreicht, in dem der Lamellenblock 10 durch Verschieben auf dem kreisförmigen Bügelsegment 12 verschoben wird. Dieses ist beispielsweise in 3 durch die strichpunktierten Linien im Vergleich zu den durchzogenen Linien dargestellt. Wenn der Lamellenblock 10 der Grenzstreueinrichtung 8 aus der mit durchzogenen Linien dargestellten Grenzstreuposition in aufrechter Ebene nach unten in die mit strichpunktierten Linien dargestellte Position verlagert wird, wird der Lamellenblock 10 der Grenzstreueinrichtung in Pfeilrichtung 21 auf dem Kreissegment in Randstreuposition verlagert.

Somit sind die zwischen der Halterung 11 und dem Rahmen 1 angeordneten Führungselementen 17 und 19 die von dem an dem Verbindungsstreben 16 angeordnetem Führungsstift 17 und den schrägen Führungsschlitzen 19 gebildeten Mitteln zum seitlichen Verschieben der Grenzstreueinrichtung 8 in zumindest annähernd horizontaler Ebene beim Verlagern in aufrechter Ebene.

An Stelle dieser kombinierten Schwenk- und Schiebebewegung durch die vorbeschriebenen Mittel kann eine gleichzeitige Verlagerung der Grenzstreueinrichtung 8 in horizontaler und aufrechter Ebene mittels eines Lenkgetriebes oder durch die schräge Anordnung der Gelenkachsen der Schwenkgelenkte zur Horizontalen erreicht werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • EP 0988780 B1 [0002, 0014, 0015]
  • DE 202008001676 U1 [0003]


Anspruch[de]
Zentrifugaldüngerstreuer mit Rahmen, einem Vorratsbehälter, zumindest zwei um aufrechte Achsen rotierend angetrieben und mit Wurfschaufeln besetzten Schleuderscheiben, denen das sich im Vorratsbehälter befindliche Düngermaterial über einstellbare Dosierorgane zugeführt wird und mit außerhalb der Rotationsbahn der äußeren Enden der Wurfschaufeln angeordneten und Leitelemente aufweisenden Grenzstreueinrichtung zur Erzeugung eines Streubildes mit einer zur Grenze stark abfallenden Streuflanke und zur Begrenzung der Wurfweite der Düngerpartikel im Grenzbereich, wobei die Grenzstreueinrichtung am Zentrifugaldüngerstreuer mittels Halter am Zentrifugaldüngerstreuer angeordnet und wahlweise zumindest in eine Randstreu- oder in eine Grenzstreuposition pro Arbeitsbreite einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) derart ausgestaltet ist, dass beim Verlagern der Grenzstreueinrichtung (8) in aufrechter Ebene gleichzeitig eine Verlagerung der Grenzstreueinrichtung (8) in zumindest annähernd horizontaler Ebene erfolgt. Zentrifugaldüngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung mittels Schwenkgelenken an dem Zentrifugalstreuer angeordnet ist, dass die Gelenkachsen der Schwenkgelenke schräg zur Horizontalen ausgerichtet sind. Zentrifugaldüngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung ein Gelenkgetriebe aufweist. Zentrifugaldüngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) mit der Grenzstreueinrichtung (8) in zumindest annähernd horizontaler Ebene verlagerbar angeordnet ist, dass zwischen Halterung (11) und Rahmen (1) Mittel (17, 19) zum seitlichen Verschieben der Grenzstreueinrichtung (8) in zumindest annähernd horizontaler Ebene bei dem Verlagern in aufrechter Ebene angeordnet sind. Zentrifugaldüngerstreuer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel als mit schrägen Führungen (19) zusammen wirkende Führungselemente (17) ausgebildet sind.






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