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Dokumentenidentifikation DE102009044210A1 28.04.2011
Titel Dübel und Verfahren zur Montage eines Dübels in eine Leichtbauplatte
Anmelder Hettich-Heinze GmbH & Co. KG, 32139 Spenge, DE
Erfinder Sobolewsk, Uwe, 32257 Bünde, DE;
Schael, Oliver, 32278 Kirchlengern, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 08.10.2009
DE-Aktenzeichen 102009044210
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse F16B 13/02  (2006.01)  A,  F,  I,  20091008,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Ein Dübel (2, 2', 2'') für ein Befestigungselement zum Einsetzen in eine Leichtbauplatte (1), die eine erste und eine zweite Deckplatte (3, 4) und eine dazwischen liegende Mittelschicht (6) aufweist, wobei der Dübel (2, 2', 2'') zumindest teilweise aus einem Thermoplast besteht und in der Leichtbauplatte (1) durch Ultraschallschweißen festlegbar ist und im montierten Zustand eine Bohrung (5) in einer Deckplatte (4) durchtritt und mit einem stirnseitigen Ende auf der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) aufliegt, wobei das stirnseitige, der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandte Ende des Dübels (2, 2', 2'') durch Einwirkung von Ultraschall aufschmelzbare Energierichtungsgeber (12) aufweist. Des Weiteren wird eine Leichtbauplatte und ein Verfahren zur Montage eines Dübels in eine Leichtbauplatte beschrieben.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dübel zum Einsetzen in eine Leichtbauplatte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Leichtbauplatte und ein Verfahren zur Montage eines Dübels in eine Leichtbauplatte.

Solche an sich aus dem Stand der Technik bekannten Dübel dienen dazu, Beschlagteile oder dergleichen an einer Leichtbauplatte festlegen zu können, wobei die Belastungen in dem Verbindungsbereich in der Regel statisch und relativ klein sind. Die Leichtbauplatte besteht dabei in der Regel aus zwei Deckplatten und einer dazwischen liegenden Mittelschicht. Zur Montage des Dübels wird in eine der beiden Deckplatten eine Bohrung eingebracht, die bis an die zweite Deckplatte heranreicht, diese aber nicht durchdringt. Anschließend wird der Dübel in diese Bohrung eingesetzt. Zur Fixierung des Dübels in der Bohrung ist beispielsweise aus der DE 10 2005 060 528 A1 bekannt, den aus einem Thermoplast bestehenden Dübel per Ultraschall in der Leichtbauplatte zu verschweißen. Zur Verschweißung der dort gezeigten Dübel ist ein hoher Energieeintrag notwendig, um ein Verschmelzen eines Teils der Dübelaußenfläche mit den Deckplatten zu ermöglichen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Dübel sowie ein Verfahren zur Montage eines Dübels bereitzustellen, mit dem sich die thermische Belastung der Bauteile weiter reduzieren lässt und mit dem eine definierte Flächenverschweißung ermöglicht ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Dübel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Montage eines Dübels mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.

Erfindungsgemäß weist das stirnseitige Ende des Dübels, das der durchbohrten Deckplatte gegenüberliegenden Deckplatte der Leichtbauplatte zugewandt ist, aufschmelzbare Energierichtungsgeber auf. Durch die Energierichtungsgeber wird die auf den Dübel übertragene Energie auf eine kleine Fläche konzentriert, wodurch ein definiertes Aufschmelzen des Dübels an bestimmten Stellen des Dübels erst möglich ist. Außerdem reduziert sich durch die Energierichtungsgeber der Energiebedarf zum Aufschmelzen der Dübelteile, so dass die Bauteile auch insgesamt weniger stark thermisch belastet werden. Zusätzlich kann durch den Einsatz dieser Energierichtungsgeber die Schweißzeit verkürzt werden, was ebenfalls zu einer Reduzierung der thermischen Belastung der Bauteile führt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß einer besonderen Ausführungsvariante ist der Dübel zweiteilig als Hülse mit einem in der Hülse festlegbaren Bolzen ausgebildet, wobei die Energierichtungsgeber zumindest an der der durchbohrten Deckplatte gegenüberliegenden Deckplatte zugewandten Stirnseite der Hülse vorgesehen sind. Durch die zweiteilige Gestaltung eines Dübels ist ermöglicht, dass bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem ersten Arbeitsschritt eine erste Sonotrode in die Hülse eingeführt werden kann, um eine Beaufschlagung der Hülse mit Ultraschall nur im Bereich des Hülsenbodens auszuführen und dadurch die thermische Belastung der Hülse zu reduzieren.

Der in die Hülse einführbare Bolzen besteht in einer Ausführungsvariante aus einem in die Hülse einführbaren Bolzenstab und einem auf dem offenen Ende der Hülse aufsetzbaren Bolzenkopf, wobei die Grundfläche des Bolzenkopfes der Grundfläche der Hülse entspricht und der Bolzenkopf im montierten Zustand des Dübels mit der Hülse ultraschallverschweißt ist. Der Bolzenkopf ist dabei auf seiner der offenen Stirnseite der Hülse zugewandten Unterseite mit mehreren Aufschmelzstufen ausgebildet, so dass die Dicke des Bolzenkopfes radial zum Bolzenstab hin zunimmt. Dadurch wird sichergestellt, dass durch die Beaufschlagung mit Ultraschall zunächst die äußere Stufe und der Rand der Hülse aufgeschmolzen werden, ehe eine weiter innen gelegene Stufe mit der Innenfläche der Hülse in Kontakt tritt und so der bereits aufgeschmolzene Rand der Hülse nach außen gedrückt werden kann, so dass sich ein formschlüssiger Hinterschnitt und gegebenenfalls ein Verschmelzen zwischen dem Rand der Hülse und der oberen Deckschicht ergibt.

In einer weiteren Ausführungsvariante steht das offene Ende des Dübels aus der Außenfläche der mit der Bohrung versehenen Deckplatte hervor. Dadurch ist ermöglicht, dass durch Aufsetzen geeignet geformter Sonotroden ein die obere Deckschicht formschlüssig haltendes Verbindungsteil geformt wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Leichtbauplatte mit darin einzusetzendem erfindungsgemäßem Dübel,

2 eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen zweiteilig ausgebildeten Dübels,

3 und 4 Ausschnittsvergrößerungen des mit A bezeichneten Bereiches der 2 nach bzw. vor Beaufschlagung mit Ultraschall,

5 eine Ausschnittsvergrößerung des mit B bezeichneten Bereiches aus 2,

6 eine Schnittansicht einer Hülse mit eingesetzter erster Sonotrode,

7 eine Schnittansicht einer Hülse mit eingesetztem Bolzen und auf den Bolzenkopf aufgesetzter Sonotrode,

8 eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines einteilig ausgebildeten Dübels vor der Beaufschlagung mit Ultraschall,

9 das in 8 gezeigte Ausführungsbeispiel des Dübels mit eingesetzter erster Sonotrode,

10 das in 8 gezeigte Ausführungsbeispiel mit aufgesetzter zweiter Sonotrode,

11 bis 13 unterschiedliche Schnittansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines einteilig ausgebildeten Dübels vor und während der Beaufschlagung mit Ultraschall und

14 und 15 zwei Schnittansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines einteilig ausgebildeten Dübels mit vormontiertem Möbelbeschlag und aufgesetzter erster bzw. zweiter Sonotrode.

In der 1 ist eine Leichtbauplatte 1 gezeigt, die in an sich bekannter Weise aus einer ersten und einer zweiten Deckplatte 3, 4 sowie einer dazwischen angeordneten Mittelschicht 6 besteht. Die Mittelschicht 6 kann dabei als Waben- oder einer ähnlichen Struktur ausgeführt sein und kann sich in ihrer chemischen und/oder physikalischen Eigenschaft von den Deckplatten unterscheiden. Leichtbauplatten, die beispielsweise im Möbelbau eingesetzt werden, haben oft für Ihre Mittelschichten eine geringere Dichte als die Deckplatten 3, 4. Die beiden Deckplatten 3, 4 können beispielsweise aus Holz oder einem holzartigen Werkstoff hergestellt sein oder auch aus einem Thermoplast.

In die obere der beiden Deckplatten 4 ist eine Bohrung 5 zur Aufnahme eines mit dem Bezugszeichen 2 bezeichneten Dübels eingebracht. Der Dübel 2 ist bevorzugt aus einem Thermoplast wie beispielsweise Polyoxymethylen (POM) oder Polyamid (PA) hergestellt.

Die offene Stirnseite des Dübels 2 ist bevorzugt mit einem Kanal 7 versehen, der beispielsweise als Einschraubkanal ausgebildet ist und zur Aufnahme einer Befestigungsschraube (nicht gezeigt) dient.

Zur Festlegung des Dübels 2 in der Leichtbauplatte 1 wird der Dübel 2 mit der Leichtbauplatte 1 ultraschallverschweißt. Um eine zielgerichtete Aufschmelzung des Dübelmaterials zu erreichen, sind, wie bei dem in einer ersten Ausführungsvariante zweiteilig ausgebildeten Dübel 2, bestehend aus einer äußeren Hülse 8 und einem in die Hülse 8 einführbaren Bolzen 9, an einem stirnseitigen, dem der durchbohrten Deckplatte 4 gegenüberliegenden Deckplatte 3 zugewandten Ende des Dübels 2 aufschmelzbare Energierichtungsgeber 12 angeformt. Der Bolzen 9 besteht dabei aus einem in die Hülse 8 einführbaren Bolzenstab 10 und einem auf dem offenen Ende der Hülse 8 aufsetzbaren Bolzenkopf 11.

Wird die Hülse 8 nach dem Einführen in die Bohrung 5 der oberen Deckplatte 4 mit Ultraschall beaufschlagt, werden die Energierichtungsgeber 12 aufgeschmolzen und sorgen so für eine zuverlässige Verbindung mit der unteren Deckplatte 3.

Bei der in 2 gezeigten Ausführungsvariante wird zur Beaufschlagung der Hülse mit Ultraschall eine Sonotrode 13 auf den Bolzenkopf 11 aufgelegt. Der über die Sonotrode 13 auf den Bolzen übertragene Ultraschall bewirkt dabei zunächst ein Aufschmelzen eines Kontaktbereiches zwischen Hülse 8 und Bolzen 9 im Bereich des offenen Endes der Hülse 8.

Wie in den 3 und 4 zu erkennen ist, ist die der offenen Stirnseite der Hülse 8 zugewandte Unterseite des Bolzenkopfes 11 mit mehreren Aufschmelzstufen 14, 15 ausgebildet. Gleichzeitig ist die Innenkante des offenen Endes der Hülse 8 mit einer Fase versehen. Führt man den Bolzen 9 in die Hülse 8 ein, so liegt der Bolzen 9 mit der radial außen liegenden Aufschmelzstufe 14 auf dem angefasten Ende der Hülse 8 auf, um sicherzustellen, dass bei Beaufschlagung des Dübels 2 mit Ultraschall zunächst dieser Kontaktbereich aufgeschmolzen wird, ehe die angefaste Fläche 16 der Hülse 8 mit der weiter innen liegenden Stufe 15 des Bolzenkopfes 11 in Kontakt kommt und ebenfalls aufschmilzt. Während des Aufschmelzvorgangs wird der Bolzen 9 weiter in die Hülse 8 hinein gedrückt, so dass das aufgeschmolzene Material im Wandbereich des offenen Endes der Hülse 8 nach außen gedrückt wird, so dass sich ein formschlüssiger Hinterschnitt 22 am offenen Ende der Hülse 8 ausbildet. Dieser Hinterschnitt 22 ragt radial von der Bohrung 5 in der oberen Deckplatte 4 über den Rand der Bohrung 5 auf der der unteren Deckplatte 3 zugewandten Seite der oberen Deckplatte 4 hinaus und verhindert damit eine Bewegung des Dübels 2 aus der Bohrung 5 heraus. Die Endlage und Endgestaltung des Dübels 2 ist in 7 gezeigt. Des Weiteren ist in 7 zu erkennen, dass sich im Kontaktbereich zwischen Hülse 8 und Bolzen 9 eine Quetschnaht 21 gebildet hat, mit der der Bolzen 9 sicher an der Hülse 8 verschweißt ist. Sofern zwischen der Mantelfläche des Bolzenkopfes 11 und der oberen Deckplatte 4 nach dem Einsetzen der Hülse 8 und des Bolzens 9 noch ein gewisses Spiel vorhanden war, so ist dieses zumindest teilweise ebenfalls durch die Quetschnaht 21 ausgefüllt.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des Bolzens 9 ist, wie in 5 gezeigt ist, die dem Hülsenboden zugewandte Stirnseite des Bolzens 9 ebenfalls mit Energierichtungsgebern 18 versehen, um den Bolzen 9 in der Hülse 8 auch in diesem Bereich zu fixieren und die Festigkeit der Verbindung zwischen Bolzen und Hülse weiter zu erhöhen.

Die Montage des Dübels 2 in der Leichtbauplatte 1 kann in einer bevorzugten Ausführungsvariante durch Einsetzen des Dübels 2 in die Bohrung 5 in die Deckplatte 4 und anschließender Beaufschlagung des Dübels 2 mit Ultraschall durch die Sonotrode 13 erfolgen, wie es in 2 dargestellt ist. Bei der Beaufschlagung des Dübels 2 mit Ultraschall wird, wie oben beschrieben, der Dübel 2 mit der der durchbohrten Deckplatte 4 gegenüberliegenden Deckplatte 3 durch Aufschmelzen der am stirnseitigen Ende des Dübels 2 vorhandenen Energierichtungsgeber 12 verschweißt. In einer alternativen Montagevariante gemäß 6 wird zunächst die Hülse 8 in die Bohrung 5 in der Deckplatte 4 eingesetzt und anschließend eine Sonotrode 19 in die Hülse 8 eingeführt, so dass die Wirkfläche der Sonotrode 19 den Hülsenboden der Hülse 8 berührt und so eine Ultraschallbeaufschlagung der Hülse 8 in unmittelbarer Nähe der Energierichtungsgeber 12 erfolgt.

Nach dem Verschweißen der Hülse 8 mit der unteren Deckschicht 3 wird der Bolzen 9 in die Hülse 8 eingesetzt und die Sonotrode 13 von oben auf den Bolzenkopf 11 des Bolzens 9 aufgesetzt und so der Bolzen 9 mit der Hülse 8 unter Ausbildung einer Quetschnaht 21 ultraschallverschweißt.

Gemäß weiterer alternativer Ausgestaltungen, die in den 8 bis 15 gezeigt sind, wird die Verbindung zwischen dem Dübel 2 und der oberen Deckschicht 4 der Leichtbauplatte 1 durch Ultraschallbördeln bzw. Ultraschallnieten realisiert. Dazu wird in einer ersten Variante ein einteiliger Dübel verwendet, der im wesentlichen nur aus einer Hülse 8' besteht, an dem zur Verschweißung mit der unteren Deckplatte 3 Energierichtungsgeber 12 an der der unteren Deckplatte zugewandten Stirnseite des Dübels 8' angeordnet sind. Die Hülse 8' ist in ihrer noch nicht verformten Ausgangsgestalt so lang ausgebildet, dass sie nach dem Einschieben in die Bohrung 5 der oberen Deckplatte 4 ein Stück weit aus der oberen Deckplatte 4 heraussteht. Zur Fixierung der Hülse 8' wird nach dem Einführen der Hülse 8' in die Bohrung 5 der Deckplatte 4 die Sonotrode 19 in die Hülse 8' eingeführt und mit Ultraschall beaufschlagt, um eine Verbindung zwischen der Hülse 8' und der unteren Deckplatte 3 herzustellen. Außerdem formt sich in diesem Arbeitsschritt zwischen der Hülse 8' und der oberen Deckplatte 4 ein Hinterschnitt 22'. In einem zweiten Arbeitsschritt wird die Hülse 8' von oben mit einer Sonotrode 13' beaufschlagt, die so geformt ist, dass der über die obere Deckplatte 4 hinaus ragende Teil 23' der Hülse 8' derart verformt wird, dass sich eine formschlüssige Verbindung zwischen der Hülse 8', dem Hinterschnitt 22' und der dazwischen liegenden oberen Deckplatte 4 ergibt.

In einem nochmals alternativ gestalteten Dübel 2', gezeigt in den 11 bis 13, ist der Dübel 2' als massives Bauteil ausgeführt, in das von oben ein Einlasskanal 7 für ein Befestigungselement (nicht gezeigt) eingelassen ist. Zur Fixierung dieses Dübels 2' wird in einem ersten Arbeitsschritt der Dübel 2' über eine Sonotrode 13 mit Ultraschall beaufschlagt, so dass es zur Ausbildung einer Verschweißung 20 mit der unteren Deckplatte 3 sowie zu einem Hinterschnitt 22'' zur oberen Deckplatte 4 kommt. In einem zweiten Arbeitsschritt wird die Hülse wiederum über eine Sonotrode 13'' mit Ultraschall beaufschlagt, so dass es hier zu einer Umbördelung des über die obere Deckplatte hinaus stehenden Randes 23'' und somit zu einem Formschluss des Dübels 2' mit der oberen Deckschicht 4 kommt. Die Sonotrode 13'' ist dabei derart ausgebildet, dass der Einlasskanal 7 von einer Verformung ausgenommen bleibt.

In einer nochmals weiteren alternativen Ausgestaltung, die in den 14 und 15 gezeigt ist, ist der Dübel als massives Bauteil gestaltet, auf dessen der unteren Deckplatte 3 zugewandten Stirnseite des Dübels 2'' wiederum die Energierichtungsgeber 12 ausgebildet sind und auf der gegenüber liegenden Stirnseite zentral ein Steg 24 herausragt, der im in die Bohrung 5 der oberen Deckplatte 4 eingesetzten Zustand über die obere Deckplatte 4 nach außen hervorsteht. Auf diesen Steg 24 wird sodann ein Möbelbeschlag 25 vormontiert und anschließend auf den Möbelbeschlag 25 eine erste Sonotrode 13''' aufgesetzt, wobei der Ultraschall über den Möbelbeschlag 25 auf den Dübel 2'' übertragen wird. Alternativ kann auch vor dem Vormontieren des Möbelbeschlags 25 ein Aufsetzen einer ersten Sonotrode 13''' erfolgen, bei dem der Dübel 2'' mit der unteren Deckplatte 3 unter Ausbildung einer Verschweißung 20 verschweißt wird. In einem zweiten Arbeitsschritt wird dieser Steg 24 dann durch Aufsetzen einer zweiten Sonotrode 13'''' derart umgeformt, dass der Möbelbeschlag 25 am Dübel 2'' vernietet ist.

Bezugszeichenliste

1
Leichtbauplatte
2
Dübel
2'
Dübel
2''
Dübel
3
Deckplatte
4
Deckplatte
5
Bohrung
6
Mittelschicht
7
Kanal
8
Hülse
8'
Hülse
9
Bolzen
10
Bolzenstab
11
Bolzenkopf
12
Energierichtungsgeber
13
Sonotrode
13'
Sonotrode
13''
Sonotrode
13'''
Sonotrode
13''''
Sonotrode
14
Aufschmelzstufe
15
Aufschmelzstufe
16
Fläche
17
Fläche
18
Energierichtungsgeber
19
Sonotrode
20
Verschweißung
21
Quetschnaht
22
Hinterschnitt
22'
Hinterschnitt
23'
Rand
23''
Rand
24
Steg
25
Möbelbeschlag

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102005060528 A1 [0002]


Anspruch[de]
Dübel (2, 2', 2'') für ein Befestigungselement zum Einsetzen in eine Leichtbauplatte (1), die eine erste und eine zweite Deckplatte (3, 4) und eine dazwischen liegende Mittelschicht (6) aufweist, wobei der Dübel (2, 2', 2'') zumindest teilweise aus einem Thermoplast besteht und in der Leichtbauplatte (1) durch Ultraschallschweißen festlegbar ist und im montierten Zustand eine Bohrung (5) in einer Deckplatte (4) durchtritt und mit einem stirnseitigen Ende auf der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) aufliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das stirnseitige, der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandte Ende des Dübels (2, 2', 2'') durch Einwirkung von Ultraschall aufschmelzbare Energierichtungsgeber (12) aufweist. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel als Hülse (8, 8') oder als massives Bauteil 2', 2'' ausgebildet ist, wobei die Energierichtungsgeber (12) zumindest an der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandten Stirnseite der Hülse (8, 8') oder des Dübels 2', 2'') vorgesehen sind. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (2) zweiteilig als Hülse (8) mit einem in der Hülse (8) festlegbaren Bolzen (9) ausgebildet ist, wobei die Energierichtungsgeber (12) zumindest an der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandten Stirnseite der Hülse (8) vorgesehen sind. Dübel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Hülsenboden zugewandten Stirnseite des Bolzens (9) Energierichtungsgeber (18) vorgesehen sind. Dübel nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen der Hülse (8) und dem Bolzen (9) am offenen Ende der Hülse (8) als Quetschnaht (21) ausgebildet ist. Dübel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (9) aus einem in die Hülse (8) einführbaren Bolzenstab (10) und einem auf dem offenen Ende der Hülse (8) aufsetzbaren Bolzenkopf (11) gebildet ist, wobei der Bolzenkopf (11) im montierten Zustand des Dübels (2) mit der Hülse (8) ultraschallverschweißt ist. Dübel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenkante des offenen Endes der Hülse (8) mit einer Fase (16) und eine der offenen Stirnseite der Hülse (8) zugewandte Unterseite des Bolzenkopfes (11) mit mehreren Aufschmelzstufen (14, 15) ausgebildet ist, so dass die Dicke des Bolzenkopfes (11) radial zum Bolzenstab (10) hin zunimmt. Dübel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Ende des Dübels (2) bündig mit der Außenfläche der mit der Bohrung (5) versehenen Deckplatte (4) ausgebildet ist. Dübel nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Ende der Hülse (8') bzw. Dübels 2', 2'') aus der Außenfläche der mit der Bohrung (5) versehenen Deckplatte (4) hervorsteht. Leichtbauplatte (1), aufweisend eine erste und eine zweite Deckplatte (3, 4) und eine dazwischen liegende Mittelschicht (6) in Wabenstruktur oder ähnlicher Struktur mit geringerer Dichte als die Deckplatten (3, 4) und mindestens eine Bohrung (5) in einer Deckplatte (4), durch die ein Dübel (2, 2' 2'') durchtritt, der mit einem stirnseitigen Ende auf der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) aufliegt und mit seinem anderen Ende innerhalb der Bohrung (5) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der in der mindestens einen Bohrung (5) vorgesehene Dübel (2, 2', 2'') nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist. Verfahren zur Montage eines Dübels gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 9 in einer Leichtbauplatte (1), die eine erste und eine zweite Deckplatte (3, 4) und eine dazwischen liegende Mittelschicht (6) in Wabenstruktur oder ähnlicher Struktur mit geringerer Dichte als die Deckplatten (3, 4) aufweist, wobei der Dübel zumindest teilweise aus einem Thermoplast besteht und in der Leichtbauplatte (1) durch Ultraschallschweißen festgelegt wird, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:

a. Einsetzen des Dübels in eine Bohrung (5) in der Deckplatte (4),

b. Beaufschlagen des Dübels mit Ultraschall,

c. Verschweißen des Dübels mit der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) durch Aufschmelzen der am stirnseitigen, der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandte Ende des Dübels vorhandenen Energierichtungsgeber (12).
Verfahren nach Anspruch 11, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:

d. Einsetzen der Hülse (8, 8', 8''), bzw. des Dübels 2', 2'' (in eine Bohrung (5) der Deckplatte (4),

e. Einführen einer ersten Ultraschall erzeugenden Sonotrode (19) in die Hülse (8, 8'), oder

f. Heranführen einer ersten Ultraschall erzeugenden Sonotrode (13) an den Dübel 2' 2''

g. Verschweißen der Hülse (8, 8') bzw. des Dübels 2', 2'' mit der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) durch Aufschmelzen der am stirnseitigen, der der durchbohrten Deckplatte (4) gegenüberliegenden Deckplatte (3) zugewandte Ende der Hülse (8, 8'), bzw. des Dübels 2', 2'' vorhandenen Energierichtungsgeber (12).
Verfahren nach Anspruch 12, wobei in einem weiteren Verfahrensschritt die Hülse (8) mit dem Bolzen (9) am offenen Ende der Hülse (8) unter Ausbildung einer Quetschnaht (21) durch Aufsetzen einer Sonotrode (13) auf den Bolzen (9) ultraschallverschweißt wird. Verfahren nach Anspruch 13, wobei bei der Ultraschallbeaufschlagung des Bolzens (9) und der Hülse (8) die Aufschmelzstufen (14, 15) auf der der Hülse (8) zugewandte Unterseite des Bolzenkopfes (11) von außen nach innen aufgeschmolzen werden, dabei der Bolzen (9) tiefer in die Hülse (8) eingefahren wird, wobei der bereits aufgeschmolzene Rand der Hülse (8) aus dem Hülseninneren über den oberen Hülsenrand nach außen gedrückt wird und dabei unter Ausbildung der Quetschnaht (21) die Hülse (8) mit dem Bolzen (9) verbindet. Verfahren nach Anspruch 12, wobei so viel aufgeschmolzenes Hülsen- und Bolzenmaterial aus dem Hülseninneren über den oberen Hülsenrand nach außen gedrückt wird, dass die dabei ausgebildete Quetschnaht (21) die Hülse (8) und den Bolzen (9) mit der durchbohrten Deckschicht (4) verbindet. Verfahren nach Anspruch 15, wobei in einem weiteren Verfahrensschritt der über die Deckschicht (4) hervorstehende Rand oder Steg (23', 23'', 24) der Hülse (8') bzw. des Dübels 2' durch Aufsetzen einer Sonotrode (13', 13'', 13'''') auf den Rand oder Steg (23', 23'', 24) der Hülse (8') bzw. des Dübel 2', 2'',) zu einem zusammen mit einem zuvor geformten Hinterschnitt (22', 22'') die obere Deckschicht (4) formschlüssig haltenden Verbindungsteil geformt wird.






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