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Dokumentenidentifikation DE102009044214A1 28.04.2011
Titel Kreissäge
Anmelder Jia Hsin Cheng Enterprise Co., Ltd., Taipei City, TW
Erfinder Kuo, Hsin-Cheng, Taipei, TW
Vertreter LangRaible GbR Patent- und Rechtsanwälte, 81671 München
DE-Anmeldedatum 08.10.2009
DE-Aktenzeichen 102009044214
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse B27B 9/00  (2006.01)  A,  F,  I,  20091008,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse B25F 5/00  (2006.01)  A,  L,  I,  20091008,  B,  H,  DE
B27G 3/00  (2006.01)  A,  L,  I,  20091008,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Kreissäge, die aus einem Gestell (20), einem Sägescheibenhalter (22) und einer Sägescheibenhaube (24) ausgebildet ist, wobei an der der Öffnung (3) am Sägescheibenhalter (22) gegenüberliegenden Seite (220) mindestens ein erstes Konvektionsloch (222) ausgebildet ist, wobei an der der Sägescheibe (28) gegenüberliegenden Wandfläche (242) der Sägescheibenhaube (24) mindestens ein zweites Konvektionsloch (244) angeordnet ist, wobei Luft zwischen dem ersten und dem zweiten Konvektionsloch (222, 244) konvektiert. Durch diese Anordnung kann der Luftstrom so verstärkt werden, dass die im Schneidvorgang der Kreissäge (2) entstandenen Späne und Staub komplett im Sägescheibenhalter (22) und der Sägescheibenhaube (24) bleiben, so dass eine erheblich erhöhte Leistung und eine hohe Zuverlässigkeit des Späne- und Staubauffangs erzielt werden. Ferner ist an dem Sägescheibenhalter (22) und der Sägescheibenhaube (24) jeweils eine Umhüllscheibe (29) angeordnet, die sich in Richtung der Sägescheibe (28) erstreckt, wobei nur die Sägescheibe (28) durch die Umhüllscheiben (29) passieren kann, wobei die Anordnung der Umhüllscheiben (29) auch zur Erhöhung der Luftkonvektionsleistung beiträgt. Somit werden eine erheblich erhöhte Leistung und eine hohe Zuverlässigkeit des Späne- und Staubauffangs erzielt, wodurch der Arbeitsplatz sauber und ordentlich gehalten wird.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Kreissäge, insbesondere eine Kreissäge, die hoch effizient gereinigt werden kann und einen sichereren und komfortablen Betrieb gewährleistet.

Stand der Technik

Herkömmliche Kreissägen dienen dem Schneiden von Hölzern oder ähnlichen Holzwerkstoffen, wobei beim Schneiden mit einer Kreissäge unvermeidlich Späne und Staub entstehen. Bekannte Kreissägen, die auf dem Markt erhältlich sind, sind bereits mit einer Späne- und Staubauffangvorrichtung ausgestattet. 1 zeigt eine Späne- und Staubauffangvorrichtung einer herkömmlichen Kreissäge 1, die einen Hauptkörper 10 und eine Basis 12 umfasst, wobei um den Hauptkörper 10 herum eine Späne- und Staubauffangvorrichtung 14 montiert ist. Die Basis 12 ist am unteren Teil des Hauptkörpers 10 angeordnet. Nachdem ein zu schneidender Gegenstand (ein Holz oder ein Holzwerkstoff) auf die Basis gelegt worden ist, dreht sich eine im Hauptkörper 10 angeordnete, motorgetriebene Sägescheibe 16 sofort gegen den Uhrzeigersinn. Da sich der vordere Rand der Sägescheibe 16 nach oben dreht und sich der hintere Rand der Sägescheibe 16 nach unten dreht, wird die Kreissäge nach rechts bewegt, wodurch das Holz bzw. der Holzwerkstoff durch die sich nach oben drehende Sägescheibe 16 geschnitten wird.

Die im Schneidvorgang entstandenen Späne und Staub werden aufgrund der Trägheit der Sägescheibe 16 und der durch Drehen der Sägescheibe 16 erzeugten Luftkonvektion in Pfeilrichtung A nach oben geblasen.

Bei der o. g. Späne- und Staubauffangvorrichtung bestehen allerdings die Probleme, dass ein kleiner Anteil der Späne und des Staubs nicht wirksam aufgefangen werden kann, und dass es vorkommen kann, dass durch die Lufftkonvektion geführte Späne und Staub durch die Öffnung wieder ausgelassen werden. Auf diese Weise werden Späne und Staub nicht wirksam aufgefangen, wodurch der Arbeitsplatz leicht und schnell in einen schmutzigen und unordnetlichen (chaotischen) Zustand kommt.

Aufgabe der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kreissäge zu schaffen, die aus einem Gestell, einem Sägescheibenhalter und einer Sägescheibe ausgebildet ist. An der der Öffnung am Sägescheibenhalter gegenüberliegenden Seite ist mindestens ein erstes Konvektionsloch ausgebildet; an der der Sägescheibe zugewandten Wandfläche der Sägescheibenhaube ist mindestens ein zweites Konvektionsloch angeordnet, wobei Luft zwischen dem ersten und dem zweiten Konvektionsloch konvektiert, wobei sowohl durch die beiden Konvektionslöcher der Luftstrom verstärkt wird, als auch eine kleine Menge von verbleibenden Spänen und Staub durch die Druckbeaufschlagung der Konvektionslöcher über einen Staubauffangkanal ausgelassen wird.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Kreissäge zu schaffen, wobei an dem Sägescheibenhalter und der Sägescheibenhaube jeweils eine Umhüllscheibe angeordnet ist, die sich in Richtung der Sägescheibe erstreckt, wobei nur die Sägescheibe durch die Umhüllscheiben passieren kann, wobei die Anordnung der Umhüllscheiben auch zur Erhöhung der Luftkonvektionsleistung beiträgt, so dass durch die Öffnung nur die Sägescheibe passieren kann. Somit werden eine erheblich erhöhte Leistung und eine hohe Zuverlässigkeit des Späne- und Staubauffangs erzielt.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Kreissäge zu schaffen, die einfacht konstruiert ist, so dass die Kosten herabgesetzt werden können; die Kreissäge verfügt über eine längere Lebensdauer und gewährleistet einen sichereren und komfortablen Betrieb, wobei zudem der Arbeitsplatz sauber und ordentlich gehalten werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

1 zeigt eine Späne- und Staubauffangvorrichtung einer herkömmlichen Kreissäge.

2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung im zusammengesetzten Zustand.

3 zeigt eine perspektivische Ansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung im zerlegten Zustand.

4 zeigt eine schematische Darstellung der Luftkonvektion, die beim Drehen der Sägescheibe an den Konvektionslöchern stattfindet.

5 zeigt eine schematische Darstellung des inneren Betriebs der Kreissäge gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, wobei das Ablassen der Luft verlangsamt wird und die Leistung des Späne- und Staubauffangs erhöht wird.

Wege der Ausführung der Erfindung

Im Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung anhand der detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen und der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. Jedoch soll die Erfindung nicht auf die Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen beschränkt werden.

Wie aus 2 und 3 ersichtlich, ist die erfindungsgemäße Kreissäge 2 aus einem Gestell 20, einem Sägescheibenhalter 22 und einer Sägescheibenhaube 24 ausgebildet. Der Sägescheibenhalter 22 ist an einem Ende des Gestells 20 schwenkbar gelagert, wobei an einer Seite des Sägescheibenhalters 22 eine Sägescheibenhaube 24 mit einer gleichen Außenumfangsfläche festgeschraubt ist. An der Schwenkverbindung des Sägescheibenhalters 22 und der Sägescheibenhaube 24 ist ein Staubauffangkanal 26 ausgebildet. Der Sägescheibenhalter 22 und die Sägescheibenhaube 24 bilden eine Öffnung 3. An einer vorbestimmten Stelle am Sägescheibenhalter 22 ist eine Sägescheibe 28 festgeschraubt, die durch die Öffnung 3 passieren kann und motorgetrieben ist. An der der Öffnung 3 am Sägescheibenhalter 22 gegenüberliegenden Seite 220 ist mindestens ein erstes Konvektionsloch 222 ausgebildet; an der der Sägescheibe 28 gegenüberliegenden Wandfläche 242 der Sägescheibenhaube 24 ist mindestens ein zweites Konvektionsloch 244 angeordnet, wobei Luft zwischen dem ersten und dem zweiten Konvektionsloch 222, 244 konvektiert. An dem Sägescheibenhalter 22 und der Sägescheibenhaube 24 ist jeweils eine Umhüllscheibe 29 angeordnet, die sich in Richtung der Sägescheibe 28 erstreckt, wobei nur die Sägescheibe 28 durch die Umhüllscheiben 29 passieren kann, wobei die Anordnung der Umhüllscheiben 29 auch zur Erhöhung der Luftkonvektionsleistung beiträgt. Somit werden eine erheblich erhöhte Leistung und eine hohe Zuverlässigkeit des Späne- und Staubauffangs erzielt, wobei nur die Sägescheibe 28 durch die Öffnung 3 passieren kann. Des Weiteren ist am Staubauffangkanal 26 eine Staubfangabdeckung 4 angeordnet, die die beiden Seiten der Sägescheibe 28 teilweise abdeckt und mit einem Ausgang 40 und einem Eingang 42 ausgebildet ist, wobei an den Eingang 42 ein Staubfangbeutel 5 angeschlossen ist, der den Zwischenraum zwischen der Staubfangabdeckung 4 und dem Gestell 20 abschließt.

4 zeigt eine schematische Darstellung der Luftkonvektion, die beim Drehen der Sägescheibe an den Konvektionslöchern stattfindet.

Wie in 3 ist auch in 4 zu sehen, dass der Motor beim Einschalten der Kreissäge 2 sofort die Sägescheibe 28 antreibt, wobei die im Drehvorgang befindliche Sägescheibe 28 die Luft tangiert und dadurch einen Luftstrom erzeugt. Mit dem Luftstrom fliegen bzw. spritzen die im Schneidvorgang erzeugten Späne und Staub in der Regel überall hin. Durch den einstückig an der Kreissäge 2 ausgebildeten Staubauffangkanal 26 und durch eine Anordnung zur Luftstromregulierung werden die Späne und Staub wirksam angesammelt und aufgefangen.

An der Seite 220 der am Sägescheibenhalter 22 befindlichen Öffnung 3 ist mindestens ein erstes Konvektionsloch 222 ausgebildet; an der der Sägescheibe 28 gegenüberliegenden Wandfläche 242 der Sägescheibenhaube 24 ist mindestens ein zweites Konvektionsloch 244 angeordnet, wobei Luft zwischen dem ersten und dem zweiten Konvektionsloch 222, 244 konvektiert. Während des Betriebs der Kreissägescheibe 28 wird Luft durch den Staubauffangkanal 26 angesaugt, wodurch das Innere in einen Negativdruckzustand kommt, so dass Späne und Staub nicht komplett durch den Staubauffangkanal 26 anderswo gebracht werden können. Durch die Anordnung des ersten und des zweiten Konvektionsloches 222, 244 wird das Problem des Negativdrucks gelöst, wobei ein Ausgleich des Luftdrucks erreicht wird.

Neben dem o. g. Staubauffangkanal 26 sorgt das Konvektionsloch des Sägescheibenhalters 22 weiter für eine effiziente Luftstromregulierung, so dass der Späne und Staub enthaltende Luftstrom und der saubere Luftstrom gertennt werden, wodurch der Luftstrom verstärkt wird, und eine kleine Menge von verbleibenden Spänen und Staub durch die Druckbeaufschlagung der Konvektionslöcher über den Staubauffangkanal ausgelassen wird.

Am Sägescheibenhalter 22 und der Sägescheibenhaube 24 ist jeweils eine Umhüllscheibe 29 angeordnet, die sich in Richtung der Sägescheibe erstreckt, wobei nur die Sägescheibe 28 durch die Umhüllscheiben 29 passieren kann, wobei die Anordnung der Umhüllscheiben 29 auch zur Erhöhung der Luftkonvektionsleistung beiträgt. Somit bleiben die im Schneidvorgang der Kreissäge entstandenen Späne und Staub komplett im Sägescheibenhalter 22 und der Sägescheibenhaube 24, so dass eine erheblich erhöhte Leistung und eine hohe Zuverlässigkeit des Späne- und Staubauffangs erzielt werden.

5 zeigt eine schematische Darstellung des inneren Betriebs der Kreissäge gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel. Wie aus 5 ersichtlich, erstreckt sich eine Mehrzahl von ersten Trennscheiben 226a von der der Sägescheibe 28a gegenüberliegenden Innenwand 224a des Sägescheibenhalters 22a, wobei die ersten Trennscheiben 226a dafür sorgen, dass die Ableitung des Luftstroms verlangsamt wird, um sonstige Gegenstände vollkommen festzuhalten. Von der der Sägescheibe 28a gegenüberliegenden Innenwand 246a der Sägescheibenhaube 24a erstreckt sich eine Mehrzahl von zweiten Trennscheiben 248a, die dafür sorgen, dass die Ableitung des Luftstroms verlangsamt wird, um sonstige Gegenstände vollkommen festzuhalten. Somit wird ermöglicht, dass die Luft im Sägescheibenhalter 22a und der Sägescheibenhaube 24a durch das Sperren der ersten und der zweiten Trennscheiben 226a, 248a länger bleiben muss, und dass gleichzeitig die Späne und der Staub in der Luft an den Trennscheiben festgehalten werden.

Die vorstehende Beschreibung stellt nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und soll nicht die Patentansprüche beschränken. Alle gleichwertigen Änderungen und Modifikationen, die dem Sinn nach gemäß den Schutzansprüchen vorgenommen werden, gehören zum Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.


Anspruch[de]
Kreissäge, die ein Gestell (20), einen Sägescheibenhalter (22) und eine Sägescheibenhaube (24) umfasst, wobei der Sägescheibenhalter (22) an einem Ende des Gestells (20) schwenkbar gelagert ist, wobei an einer Seite des Sägescheibenhalters (22) eine Sägescheibenhaube (24) mit einer gleichen Außenumfangsfläche festgeschraubt ist, wobei an der Schwenkverbindung des Sägescheibenhalters (22) und der Sägescheibenhaube (24) ein Staubauffangkanal (26) ausgebildet ist, wobei der Sägescheibenhalter (22) und die Sägescheibenhaube (24) eine Öffnung (3) bilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass an der der Öffnung (3) am Sägescheibenhalter (22) gegenüberliegenden Seite (220) mindestens ein erstes Konvektionsloch (222) ausgebildet ist;

dass an der der Sägescheibe (28) gegenüberliegenden Wandfläche (242) der Sägescheibenhaube (24) mindestens ein zweites Konvektionsloch (244) angeordnet ist, wobei Luft zwischen dem ersten und dem zweiten Konvektionsloch (222, 244) konvektiert; und

dass an dem Sägescheibenhalter (22) und der Sägescheibenhaube (24) jeweils eine Umhüllscheibe (29) angeordnet ist, die sich in Richtung der Sägescheibe (28) erstreckt, wobei nur die Sägescheibe (28) durch die Umhüllscheiben (29) passieren kann.
Kreissäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Mehrzahl von ersten Trennscheiben (226a) von der der Sägescheibe (28a) gegenüberliegenden Innenwand (224a) des Sägescheibenhalters (22a) erstreckt, wobei die ersten Trennscheiben (226a) dafür sorgen, dass der Luftstrom länger im Sägescheibenhalter (22a) bleibt und sonstige Gegenstände vollkommen festhält. Kreissäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der der Sägescheibe (28a) gegenüberliegenden Innenwand (246a) der Sägescheibenhaube (24a) sich eine Mehrzahl von zweiten Trennscheiben (248a) erstreckt, die dafür sorgen, dass der Luftstrom im Sägescheibenhalter (22a) länger bleibt und sonstige Gegenstände vollkommen festhält.






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