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Dokumentenidentifikation DE102009044297A1 28.04.2011
Titel Transporteinheit mit Stauröllchenketten
Anmelder KRONES AG, 93073 Neutraubling, DE
Erfinder Käs, Roland, 93098 Mintraching, DE
Vertreter Reichert & Kollegen, 93047 Regensburg
DE-Anmeldedatum 21.10.2009
DE-Aktenzeichen 102009044297
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse B65G 47/66  (2006.01)  A,  F,  I,  20091021,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Transporteinheit (10) zum Transport und/oder zum Aufstauen von Artikeln mit mindestens zwei aneinandergrenzenden, als Stauröllchenkette (100) ausgebildeten Endlosförderern (12, 14). Die Endlosförderer (12, 14) sind in einem Rahmen gehaltert. Der erste und/oder der zweite Endlosförderer (12, 14) sind derart in einen eingebaut, dass im Bereich des Übergangs zwischen den Endlosförderern (12, 14) kein Querrahmenelement (19) vorhanden ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transporteinheit mit Stauröllchenketten gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1.

Staurollen-Kettenförderer dienen zum Transport und Stauen von schweren, großen Objekten. Sie werden vielfältig eingesetzt, beispielsweise in der Autoindustrie zur Förderung von Autokarosserieteilen oder aber in der Getränke- und Verpackungsindustrie zum Transport und Stauen von Behältern, Gebinden oder Ähnlichem.

Staurollen-Kettenförderer sind insbesondere für den Transport von Gütern über gerade verlaufende Strecken geeignet. Sie können sowohl bei gewolltem als auch bei ungewolltem Stau des Fördergutes ohne dessen Beschädigung ihre laufende Bewegung aufrecht erhalten.

Aus DE 31 48 177 C2 ist ein Tragkettenförderer mit Staurollenförderketten bekannt, wobei die Kette Tragstücke aufweist, die als gebremste Staurollen ausgebildet sind. Die Staurollen sind auf den Bolzen der Kette und zwischen deren Laschen gelagert und ragen in Richtung des Transportguts zur Abstützung desselben über die Laschen hinaus. Die Kettenteilung ist so gewählt, dass die Staurollen für den Trenn- und Staueffekt frei drehbar sind. Das Fördertrum der Kette ist über Laufrollen auf einer zwischen den Umlenkrollen angeordneten Tragkonstruktion abgestützt. Die Laufrollen sind jeweils auf den beidseitig über die Laschen hinaus verlängerten Bolzen gelagert. In Richtung des Transportguts sind die Tragrollen mit an der Tragkonstruktion befestigten Fußleisten überdeckt. Zwischen den gegenüberliegenden Fußleisten verbleibt ein Spalt, der den Durchtritt der Staurollen ermöglicht.

Aus der Patentschrift US 3 857 478 ist eine gattungsgemäße Kettenförderbahn für schwere Container bekannt. Diese Kettenförderbahn besteht im Wesentlichen aus mindestens zwei Kettenförderern, die in Förderrichtung gesehen parallel nebeneinander und mit Abstand zueinander verlaufen sowie jeweils eine endlos umlaufende Kette aufweisen. Die Kette wird jeweils über am Anfang und am Ende der Kettenförderer angeordnete Umlenkräder geführt. In Förderrichtung gesehen, zwischen den Umlenkrädern eines Kettenförderers sowie in Förderrichtung verlaufend, ist jeweils eine Tragkonstruktion angeordnet, von der das Obertrum der Kette gestützt wird. Somit können auf dem Obertrum der Kette die Container transportiert werden.

Aus der DE 34 32 042 C2 ist ein Fördersystem mit zwei parallel zueinander und voneinander beabstandeten sowie in Förderrichtung verlaufenden Staurollenketten bekannt, die jeweils zwischen über an den Enden des Fördersystems angeordneten Umlenkrädern endlos umlaufen. Die Staurollenketten weisen zur Aufnahme des Stückgutes Tragstücke auf, die als Staurollen ausgebildet sind und in Richtung des Transportguts zur Abstützung desselben über die Ketten hinausragen. Die Staurollen sind auf den Bolzen der Ketten, über die die Laschen der Ketten untereinander verbunden werden, und zwischen diesen Laschen gelagert. Die Kettenteilung ist so gewählt, dass die Staurollen frei drehbar sind, um diese Staurollenkette für den sog. Trenn- und Staueffekt des Fördersystems einsetzen zu können, d. h. das Transportgut kann von außen über Anschläge angehalten werden, wobei die Staurollenkette weiterläuft und die Staurollen unter dem ruhenden Transportgut abrollen. Zum Wiederanfahren des Transportgutes und dessen Weitertransport sind die Staurollen leicht gebremst gelagert und können daher nach Lösen des Anschlages das Transportgut mitnehmen. Die Ketten sind jeweils über Laufrollen auf zwischen den Umlenkrädern angeordneten Tragelementen in Form von Schienen abgestützt. Die Laufrollen sind jeweils auf den Bolzen der Kette gelagert, die hierfür beidseitig über die Laschen hinaus verlängert sind.

In der Getränke- und Verpackungsindustrie werden Stauröllchenförderer beispielsweise zum Transport und Stauen von Gebinden eingesetzt. Eine Transporteinheit für Stauröllchenförderer setzt sich üblicherweise aus mindestens zwei Endlosförderern zusammen zwischen denen ein Übergangsbereich ausgebildet ist. Hierbei ist die Schnittstelle zwischen zwei Endlosförderern an ihren jeweiligen Rahmenelementen beispielsweise mittels einer Schraubverbindung verbunden.

Diese Schraubverbindung erschwert die Montage und Inbetriebnahme, da die Übergangsstelle, die als Laufrollenmodul mit vier Laufrollen ausgebildet ist, eingerichtet werden muss. Desweiteren muss die Geländerführung bzw. die Rahmenelemente getrennt bzw. vor Ort wieder verbunden werden. Hinzu kommt, dass durch einen langen Übergangsbereich, der Transport der Artikel gestört werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, den Übergangsbereich zwischen Antriebselement und Umlenkelement so klein wie möglich zu gestalten, um einen reibungslosen und ungestörten Übergang der Artikel von dem ersten Endlosförderer auf den zweiten Endlosförderer zu ermöglichen.

Die obige Aufgabe wird durch eine Transporteinheit gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 umfasst.

Die Erfindung betrifft eine Transporteinheit zum Transport und/oder zum Aufstauen von Artikeln, insbesondere von Flaschen oder Gebinden. Die Transporteinheit umfasst mindestens zwei über jeweils zwei Umlenkrollen geführte aneinandergrenzende Endlosförderer. Die Endlosförderer sind jeweils als Stauröllchenkette ausgebildete und in einem Rahmen gehaltert. Zwischen den Endlosförderern ist eine Übergangseinheit angeordnet, die eine Mehrzahl von Laufrollen umfasst. Die Laufrollen der Übergangseinheit sind so angeordnet, dass die Stauröllchenketten des ersten Endlosförderers, die Stauröllchenkette des zweiten Endlosförderers und die Übergangseinheit eine im Wesentlichen kontinuierliche Transportebene bilden. Dadurch wird der Übergang der Artikel von der Stauröllchenkette des ersten Endlosförderers auf die Stauröllchenkette des zweiten Endlosförderers erleichtert.

Erfindungsgemäß sind der erste und der zweite Endlosförderer jeweils in einen Rahmen eingebaut. Die Rahmen bzw. Die Tragstruktur des Standes der Technik besteht aus zwei seitlichen Rahmenteilen und zwei Querrahmenteilen. Die Querrahmenteile der Rahmen des ersten Endlosförderers und des zweiten Endlosförderers sind miteinander verbunden, wobei zwischen den Endlosförderern eine Übergangseinheit angeordnet ist, die eine Mehrzahl von Laufrollen umfasst, so dass die Stauröllchenketten der beiden Endlosförderer und die Übergangseinheit einen im Wesentlichen ebenen Transportweg bilden. Der erste und/oder der zweite Endlosförderer sind derart in zueinander angeordnet sind, dass zwischen dem ersten Endlosförderer und dem zweiten Endlosförderer kein oder nur ein Querrahmenteil vorhanden ist. Ferner ist ein Durchmesser mindestens einer Umlenkrolle des ersten oder des zweiten Endlosförderers an jeweils gegenüberliegenden Enden des ersten oder des zweiten Endlosförderers derart gewählt, dass die Mehrzahl der Laufrollen der Übergangseinheit um mindestens eine Laufrolle reduziert ist.

Gemäß einer Ausführungsform kann der erste Endlosförderer in einem dreiseitigen Rahmen angeordnet sein, wobei sich die offene Seite, an der das Querrahmenteil fehlt, im Übergangsbereich befindet. Der zweite Endlosförderer kann weiterhin einem vierseitigen Rahmen eingesetzt sein. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der zweite Endlosförderer ebenfalls in einem dreiseitigen Rahmen angeordnet sein, wobei sich die offene Seite im Übergangsbereich befindet und wobei der erste Endlosförderer einen vierseitigen Rahmen aufweist. Bei diesen beiden Ausführungsformen weist die Transporteinheit im Bereich der Übergangseinheit also nur ein Querrahmenteil auf – anstelle von zwei Querrahmenteilen beim Stand der Technik – auf.

Gemäß einer weiteren dritten Ausführungsform können sich auch beide Endlosförderer in dreiseitigen Rahmen befinden, so dass im Übergangsbereich zwischen den beiden Endlosförderern keine Querrahmenteile angeordnet sind.

Weiterhin wird der Durchmesser der Umlenkrolle mindestens eines der beiden Endlosförderer im Übergangsbereich zwischen den beiden Endlosförderern so gewählt, dass die Mehrzahl der Laufrollen der Übergangseinheit gegenüber dem Stand der Technik um mindestens eine Laufrolle reduziert werden kann.

Durch die Reduzierung der zwischen den Endlosförderern angeordneten Querrahmenteile um mindestens ein Querrahmenteil und gegebenenfalls durch Verringerung des Durchmessers mindestens einer Umlenkrolle im Übergangsbereich kann der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Endlosförderer verringert werden. Dadurch kann die Übergangseinheit verkleinert werden und weniger Laufrollen zur Ausbildung der Übergangseinheit notwendig sind.

Die Anzahl der Laufrollen der Übergangseinheit hängt unter anderem von der verwendeten Stauröllchenkette ab. Werden Endlosförderer mit 1'' (ein Zoll) Stauröllchenketten verwendet, umfasst die Übergangseinheit gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform drei Laufrollen, während die aus dem Stand der Technik bekannten Übergangseinheiten vier Laufrollen aufweisen. Werden dagegen Endlosförderer mit ½'' (halb Zoll) Stauröllchenketten verwendet, umfasst die Übergangseinheit gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform nur eine Laufrolle, während die aus dem Stand der Technik bekannten Übergangseinheiten zwei Laufrollen aufweisen.

Die Laufrollen der Übergangseinheit sind auf einer Trägeranordnung angeordnet. Die Trägeranordnung ist beispielsweise direkt an dem zwischen den Endlosförderern angeordneten Rahmenteil des einen vierseitig umrahmten Endlosförderers befestigt. Alternativ bildet die Trägeranordnung einen integralen Bestandteil des zwischen den Endlosförderern angeordneten Rahmenteils des vierseitig umrahmten Endlosförderers. Bei der oben beschriebenen dritten Ausführungsform der Transporteinheit bestehend aus zwei dreiseitig gerahmten Endlosförderern ist zwingend eine separate Befestigung der Trägeranordnung notwendig.

Durch den Einsatz mindestens eines nur dreiseitig gerahmten Endlosförderers können die derzeit eingesetzten zwei Förderelemente (diese werden auch als Antriebs- und Umlenkelemente bezeichnet) in einem Förderelement, der so genannten Transporteinheit, integriert werden. Dadurch entfällt mindestens die Distanz einer Rahmenbreite und somit kann der Spalt zwischen der Umlenkrolle des Antriebselements im Übergangsbereich (Antriebsrad) und der Umlenkrolle des Umlenkelements im Übergangsbereich (Umlenkrad) reduziert werden. Hierbei kann beispielsweise eine Verringerung der Breite um 25% bewirkt werden.

Durch die optional mögliche zusätzliche Verringerung des Durchmessers des Antriebs- und/oder der Umlenkrads kann eine weitere Verringerung der Breite des Übergangbereiches erzielt werden.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weisen die in der Übergangseinheit verwendeten Laufrollen einen Durchmesser von maximal 60 mm auf, insbesondere weisen sie einen Durchmesser von ca. 50 mm auf.

Der Durchmesser der Umlenkrolle des mindestens einen Endlosförderers beträgt maximal 70 mm. Insbesondere beträgt der Durchmesser der Umlenkrolle zwischen 63 mm und 66 mm.

Vorzugsweise findet als Umlenkrolle der Endlosförderer ein Kettenrad mit weniger als 10 Zähnen Verwendung. Insbesondere wird ein Kettenrad mit 8 Zähnen verwendet, wobei der Durchmesser des Kettenrads zwischen 63 mm und 66 mm beträgt. Die Breite des verwendeten Kettenrades beträgt beispielsweise 38 mm, wobei sich die Zähne nur über einen Teil der Breite erstrecken. Insbesondere sind die Zähne mittig über eine Breite von ca. 24 mm angeordnet. Die Erfindung ist nicht auf die Reihenanordnung von zwei Endlosförderern beschränkt. Es ist selbstverständlich, dass je nach Transporterfordernis die mehrere Endlosförderer in Reihe geschaltet werden können. Zwischen den erfindungsgemäß ausgestalteten Endlosförderern ist dann die erfindungsgemäß ausgestaltete Übergangseinheit angeordnet. Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.

1 zeigen handelsübliche Stauröllchenketten gemäß dem Stand der Technik.

2 zeigt eine Aufnahmestruktur für eine Stauröllchenkette eines ersten Endlosförderers gemäß dem Stand der Technik.

3 zeigt eine Aufnahmestruktur für eine Stauröllchenkette eines zweiten Endlosförderers gemäß dem Stand der Technik.

4 zeigt schematisch die Anordnung von zwei Endlosförderern zu einem Transportelement gemäß dem Stand der Technik.

5 zeigt einen Übergang zwischen dem ersten Endlosförderer und dem zweiten Endlosförderer mit einer 1'' Stauröllchenkette gemäß dem Stand der Technik.

6 zeigt eine Detailansicht des mit der ovalen Umrandung in 5 gekennzeichneten Bereichs.

7 zeigt die erfindungsgemäße Transporteinheit aus einem ersten Endlosförderer und einem zweiten Endlosförderer.

8 zeigt eine Detailansicht des in 7 mit der Ellipse gekennzeichneten Bereichs zwischen dem ersten und zweiten Endlosförderer.

9 zeigt den Übergangsbereich zwischen dem ersten Endlosförderer und dem zweiten Endlosförderer bei Verwendung einer ½'' Stauröllchenkette gemäß dem Stand der Technik.

10 zeigt eine Detailansicht des Übergangs zwischen dem ersten Endlosförderer und dem zweiten Endlosförderer in einer Transporteinheit, die eine ½'' Stauröllchenkette verwendet.

11A bis 11C zeigen vergrößerte Darstellungen des Umlenkrades der Endlosförderer.

Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße Vorrichtung ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar.

Die 1A und 1B zeigen verschiedene Ansichten von Stauröllchenketten 100, wie sie handelsüblich erhältlich sind und vielfach eingesetzt werden. Insbesondere zeigt 1A eine 1'' (ein Zoll) Stauröllchenkette 100 und 1B eine ½'' (halb Zoll) Stauröllchenkette 100. Die dargestellten Stauröllchenketten 100 werden vorrangig in Bereichen eingesetzt, in denen ein Stauverhalten des Fördergutes erforderlich ist. Die dargestellte Stauröllchenketten 100 weisen Kettenglieder 102 mit Röllchen 104 auf.

2 zeigt einen ersten Endlosförderer 12 und 3 zeigt einen zweiten Endlosförderer 14 gemäß dem Stand der Technik. Bei dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 handelt es sich jeweils um endlos umlaufende Stauröllchenketten, wobei der jeweilige Fördertisch 113, 115 der Endlosförderer 12, 14 von (hier nicht dargestellten) Stauröllchenketten in Bewegungsrichtung BR umlaufen wird. Die Fördertische 113, 115 weisen jeweils einen um die Stauröllchenketten herum angebrachten vierseitigen Rahmen auf, der aus einem zwei seitlichen Rahmenelementen 18 und zwei Querrahmenelementen 19 ausgebaut ist.

Wie in 4 dargestellt, sind der erste Endlosförderer 12 und der zweite Endlosförderer 14 zu einer Transporteinheit 10 zusammengefasst. Hierzu ist eine Übergangseinheit 20 vorgesehen. Die herkömmlich bekannte Art der Anordnung der Übergangseinheit 20 ist zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 in 5 dargestellt. 5 zeigt eine seitliche Ansicht des Transportelements 10 im Bereich der Übergangseinheit 20. Das Transportelement 10 besteht aus dem ersten Endlosförderer 12 mit einer Antriebsrolle 22 und einem zweiten Endlosförderer 14 mit einer Umlenkrolle 24, über die jeweils die Stauröllchenkette 100 geführt wird, wobei diese jeweils in einem vierseitigen Rahmen gehaltert sind. Die Rahmen des ersten Endlosförderers 12 und des zweiten Endlosförderers 14 sind mechanisch miteinander verbunden. Damit ein problemloser Übergang der transportierten Artikel von der Stauröllchenkette 100 des ersten Endlosförderers 12 auf die Stauröllchenkette 100 des zweiten Endlosförderers 14 möglich ist, ist zwischen diesen beiden Endlosförderern n 12, 14 eine geeignete Übergangseinheit 20 ausgebildet. In der hier dargestellten Ausführungsform umfasst die Übergangseinheit 20 vier Laufrollen 132 (siehe 6), die auf einer Trägeranordnung 119 angeordnet sind. Die Übergangseinheit 120 ist in 6 vergrößert gezeigt und stellt die vier Laufrollen 32 dar. Die Anordnung der vier Laufrollen 32 ist mittels Schrauben 130 befestigt. Somit wird der Übergang der zu transportierenden Artikel von der Stauröllchenkette 100 des ersten Endlosförderers 12 auf die Stauröllchenkette 100 des zweiten Endlosförderers 14 ermöglicht. Die Trägeranordnung 119 kann hierbei als separates Bauteil ausgestaltet sein, dass beispielsweise an den Querrahmenteil 19 befestigt ist. Alternativ ist die Trägeranordnung 119 als integrierter Bestandteil der beiden Querrahmenteile 19, ausgebildet.

7 zeigt eine erfindungsgemäße Transporteinheit 10 bestehend aus einem ersten Endlosförderers 12 und einem zweiten Endlosförderers 14. Durch den Einsatz von seitlichen Rahmenelementen 18, werden der erste Endlosförderer 12 und der zweite Endlosförderer 14 die Antriebs- und die Umlenkeinheit 12, 14 gemeinsam in diese seitlichen Rahmenelemente eingesetzt. Durch die gemeinsamen, seitlichen Rahmenteile 18 entfällt zumindest ein Querrahmenteil 19 (siehe 8) quer zur und Bewegungsrichtung BR der Transporteinheit 10. Durch diese Anordnung entfällt mindestens ein Querrahmenteil 19 zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14. Im gezeigten Ausführungsbeispiel entfällt das Querrahmenteil 19 des ersten Endlosförderers 12, so dass im Übergangsbereich nur das Querrahmenteil 19 des zweiten Endlosförderers 14 vorgesehen ist. Dadurch können der erste Endlosförderer 12 und der zweite Endlosförderer 14 näher zusammengebracht werden und der Abstand zwischen Antriebsrad 22 und Umlenkrad 24 ist reduziert.

In 8 ist eine vergrößerte Darstellung des in 7 mit der Ellipse dargestellten Bereichs. Im Bereich zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 ist die vom Querrahmenteil 19 getragene Übergangseinheit 20 angeordnet. Durch die Verringerung des Abstandes zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 kann die Breite der Übergangseinheit 20 um mindestens 25% reduziert werden. Bei Einsatz von Stauröllchenketten 100 kann hier die Übergangseinheit 20 mit nur drei Rollen 32 konzipiert werden. Somit kann die Anzahl der Übergangsrollen 32 gegenüber dem Stand der Technik um mindestens eine Rolle 32 reduziert werden. Es ist selbstverständlich, dass bei dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 jeweils auf die gegenüberliegenden Querrahmenteile 19 verzichtet werden kann. Die Übergangseinheit 20 ist dann auf einem separaten Träger (nicht dargestellt) angebracht.

Weiterhin sind die Durchmesser von Antriebsrad 22 und/oder Umlenkrad 24 gegenüber dem Stand der Technik reduziert, was weiterhin eine Verkleinerung des durch die Übergangseinheit 20 zu überbrückenden Abstands bewirkt.

9 zeigt den Bereich des Übergangs zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 mit einer ½'' Stauröllchenkette 100 gemäß dem Stand der Technik. Damit ein problemloser Übergang der transportierten Artikel von der ½'' Stauröllchenkette 100 des ersten Endlosförderers 12 auf die ½'' Stauröllchenkette 100 des zweiten Endlosförderers 14 möglich ist, ist zwischen den beiden Endlosförderern 12, 14 eine geeignete Übergangseinheit 20 ausgebildet. insbesondere umfasst die Übergangseinheit 20 zwei Laufrollen 32.

10 zeigt eine detaillierte Ansicht der Übergangseinheit 20 zwischen dem erste Endlosförderer 12 und der zweite Endlosförderer 14 gemäß der Erfindung. Hier sind analog zu 9 ½'' Stauröllchenketten 100 verwendet. Durch die Verringerung des Abstandes zwischen dem ersten Endlosförderer 12 und dem zweiten Endlosförderer 14 kann auf ein Querrahmenteil 19 verzichtet werden. In der hier dargestellten Ausführungsform ist die Übergangseinheit 20 am Querrahmenteil 19 montiert. Die Breite der Übergangseinheit 20 ist um mindestens 25% reduziert. Bei Einsatz von ½'' Stauröllchenketten 100, 100 kann hier ein sehr kleiner Übergang mit nur einer Rolle 32 konzipiert werden. Somit kann die Anzahl der Übergangsrollen 32 gegenüber dem Stand der Technik um mindestens eine Rolle 32 reduziert werden.

11A bis 11C zeigen detailliert die Antriebsrolle 22 der Endlosförderer 12, 14. In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Antriebsrolle 22 als Kettenrad ausgebildet. Das Kettenrad weist vorzugsweise weniger als zehn Zähne 40. Gemäß der gezeigten Ausführungsform weist das Kettenrad 22 acht Zähne 40 und eine Durchmesser zwischen 60 mm bis 70 mm, insbesondere zwischen 63 mm und 67 mm auf. 11A stellt die Antriebsrolle 22 bzw. das Kettenrad im eingebauten Zustand im Zusammenhang mit einer Stauröllchenkette 100 dar, während 11B und 11C das Kettenrad 22 detailliert in unterschiedlichen Ansichten zeigen. Der Durchmesser D des Kettenrads 22 beträgt vorzugsweise zwischen 63 mm und 66 mm. Die Breite B des verwendeten Kettenrades 22 beträgt beispielsweise 38 mm, wobei sich die Zähne 40 nur über einen Teil der Breite B erstrecken (vgl. 11C). Insbesondere sind die Zähne mittig in Bezug auf die Breite B von ca. 24 mm angeordnet. Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 3148177 C2 [0004]
  • US 3857478 [0005]
  • DE 3432042 C2 [0006]


Anspruch[de]
Transporteinheit (10) zum Transport und/oder zum Aufstauen von Artikeln umfassend mindestens zwei aneinandergrenzende, als Stauröllchenkette (100) ausgebildete, über jeweils zwei Umlenkrollen geführte Endlosförderer (12, 14), die jeweils in einem Rahmen aus zwei seitlichen Rahmenteilen (18) und zwei Querrahmenteile 19 gehaltert sind, wobei die Querrahmenteile 19 der Rahmen des ersten Endlosförderers (12) und des zweiten Endlosfördererers (14) miteinander verbinden, wobei zwischen den Endlosförderern (12, 14) eine Übergangseinheit (20) angeordnet ist, die eine Mehrzahl von Laufrollen (32) umfasst, so dass die Stauröllchenketten (100) der beiden Endlosförderer (12, 14) und die Übergangseinheit (20) einen im Wesentlichen ebene Transportweg (25) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Endlosförderer (12, 14) derart in zueinander angeordnet sind, dass zwischen dem ersten Endlosförderer (12) und dem zweiten Endlosförderer (14) kein oder nur ein Querrahmenteil (19) vorhanden ist und dass ein Durchmesser (D) mindestens einer Umlenkrolle (22, 24) des ersten oder des zweiten Endlosförderers (12, 14) an jeweils gegenüberliegenden Enden (27, 28) des ersten oder des zweiten Endlosförderers (12, 14) derart gewählt ist, dass die Mehrzahl der Laufrollen (32) einer Übergangseinheit (20) um mindestens eine Laufrolle (32) reduziert ist. Transporteinheit (10) nach Anspruch 1, wobei die Übergangseinheit (20) drei Laufrollen (32) umfasst. Transporteinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Übergangseinheit (20) auf einer Trägeranordnung (29) angeordnet ist. Transporteinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Laufrollen (32) der Übergangseinheit einen Durchmesser von maximal 60 mm aufweisen. Transporteinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Laufrollen (32) der Übergangseinheit (20) einen Durchmesser von 50 mm aufweisen. Transporteinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Durchmesser der Umlenkrolle (22, 24) des mindestens einen Endlosförderers (12, 14) maximal 70 mm beträgt. Transporteinheit (10) nach Anspruch 6, wobei der Durchmesser der Umlenkrolle (22, 24) des mindestens einen Endlosförderers (12, 14) zwischen 63 mm bis 66 mm beträgt.






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