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Dokumentenidentifikation DE102009050889A1 28.04.2011
Titel Abgasverdampfer
Anmelder Behr GmbH & Co. KG, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Schmidt, Michael, Dipl.-Ing., 74321 Bietigheim-Bissingen, DE;
Brunner, Steffen, Dipl.-Ing. (FH), 71554 Weissach, DE;
Irmler, Klaus, Dipl.-Ing., 72072 Tübingen, DE;
Geskes, Peter, Dr.-Ing., 73760 Ostfildern, DE;
Holdenried, Jens, 71254 Ditzingen, DE
DE-Anmeldedatum 27.10.2009
DE-Aktenzeichen 102009050889
Offenlegungstag 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse F28D 9/00  (2006.01)  A,  F,  I,  20091027,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse F02G 5/02  (2006.01)  A,  L,  I,  20091027,  B,  H,  DE
F01K 23/10  (2006.01)  A,  L,  I,  20091027,  B,  H,  DE
B01D 1/22  (2006.01)  A,  L,  I,  20091027,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Verdampfer, insbesondere Abgasverdampfer (5) für eine Abgasanlage (3) eines Kraftfahrzeuges (1), mit einer Platten-Sandwichstruktur mit mehreren aufeinandergestapelten fluidführenden Plattenelementen (15) zum Führen eines ersten Fluids, wobei zwischen zwei Plattenelementen zumindest eine Rippe (16), insbesondere Wellrippe, zum Führen eines zweiten Fluids angeordnet ist, wobei ein Plattenelement mindestens ein strömungskanalabdeckendes Abdeckelement (11) und eine Strömungskanalplatteneinheit (12) umfasst, wobei die Strömungskanalplatteneinheit zumindest eine mit Strömungskanälen (17) versehene Strömungskanalplatte (12a, 12b) aufweist, um das erste Fluid von einem Einlass (13) zu einem Auslass (14) zu führen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Verdampfer, insbesondere einen Abgasverdampfer für eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges.

Eine Wärmeenergierückgewinnung aus Abgasen einer Brennkraftmaschine erlangt auch im Bereich des Kraftfahrzeugwesens eine stetig steigende Bedeutung. Insbesondere rückt hierbei die Wärmeenergierückgewinnung mittels Abgasverdampfer immer weiter in den Fokus, um hierbei eine Effizienzsteigerung hinsichtlich des Betriebs der Brennkraftmaschine zu erzielen. In einem Abgasverdampfer wird dem Abgas Wärme entzogen, die einem Kühl- oder Kältemittel zugeführt wird, welches dabei üblicherweise verdampft wird. Die dem Abgas entzogene Wärmeenergie kann etwa für einen nachgeschalteten Clausius-Rankine-Prozess verwendet werden.

Beispielsweise offenbart die DE 10 2007 060 523 A1 der Anmelderin einen Abgasverdampfer, wobei der Abgasverdampfer eine Sandwichbauweise aufweist, bei welcher Abgasebenen und Kühlmittelebenen abwechselnd unmittelbar nebeneinander angeordnet sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung einen hinsichtlich seiner Druckstabilität verbesserten Verdampfer bereitzustellen, der zusätzlich noch einfach und kostengünstig herzustellen ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Verdampfer mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß eines Grundgedankens der Erfindung weist der Verdampfer, der insbesondere für den Einsatz als Abgasverdampfer für eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges geeignet ist, eine Platten-Sandwichstruktur mit mehreren aufeinandergestapelten fluidführenden Plattenelementen zum Führen eines ersten Fluids auf, wobei zwischen zwei Plattenelementen zumindest eine Rippe, insbesondere Stegrippe oder Wellrippe, zum Führen eines zweiten Fluids angeordnet ist, wobei ein Plattenelement mindestens eine strömungskanalabdeckende Abdeckplatte und eine Strömungskanalplatteneinheit umfasst, wobei die Strömungskanalplatteneinheit zumindest eine mit Strömungskanälen versehenen Strömungskanalplatte aufweist, um das erste Fluid von einem Einlass zu einem Auslass zu führen.

Durch die Darstellung des Verdampfers in einer Platten-Sandwichstruktur erhält dieser eine besonders hohe Druckstabilität und kann somit den Arbeitsdrücken von bis zu 100 bar, die beispielsweise in einem Clausius-Rankine-Prozess auftreten, in ausreichendem Maße standhalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Strömungskanalplatteneinheit genau eine Strömungskanalplatte, wobei die Strömungskanalplatte durch eine strömungskanalabdeckende Abdeckplatte verschlossen wird. Eine derartige Ausführungsform stellt die einfachste und kostengünstigste Ausführungsform einer Strömungskanalplatteneinheit dar.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein weiteres Abdeckelement vorgesehen, das zwischen der genau einen Strömungskanalplatte und der zumindest einen Rippe angeordnet ist, so dass die Strömungskanalplatte zwischen den beiden Abdeckplatten angeordnet ist.

Mit anderen Worten: Zwischen zwei Rippen sind die Plattenelemente in der Reihenfolge Abdeckplatte – Strömungskanalplatte – Abdeckplatte angeordnet, so dass die beiden Abdeckplatten eine gute Anlagefläche Beziehungsweise einen ebenen Anschluss an die Rippe darstellen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Strömungskanalplatteneinheit genau zwei Strömungskanalplatten, die zwischen zwei Abdeckplatten angeordnet sind. Durch die stoffschlüssige Verbindung der beiden Kanalplatten wird eine Kanalstruktur bereitgestellt, die eine erhöhte Druckfestigkeit aufweist.

Bevorzugt werden hierbei die Strömungskanäle der Strömungskanalplatten durch einen Prägeprozess oder einen Tiefziehprozess bereitgestellt. Derartige Verfahren sind kostengünstig und zudem lassen sich durch diese Verfahren unterschiedliche Kanalstrukturen in die Strömungskanalplatten einbringen. Beispielsweise ist eine mäanderförmige Kanalstruktur denkbar, in der das erste Fluid, beispielsweise Wasser oder ein Alkoholgemisch eines Clausius-Rankine-Kreislaufes von einem Einlass zu einem Auslass geführt wird.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Strömungskanäle durch parallele Sicken gebildet, die durch Durchbrüche miteinander verbunden sind. Durch eine derartige Ausführungsform wird eine besonders einfach herzustellende Strömungskanalplatte bereitgestellt, wobei je nach Anwendungsfall die, insbesondere eingestanzten Durchbrüche, an beliebiger Stelle eingebracht werden können.

In einer weiteren Ausführungsform sind die Strömungskanäle der Strömungskanalplatten als Durchbrüche ausgebildet, wobei sich die Durchbrüche der beiden Strömungskanalplatten zur Bildung eines oder mehrerer Strömungskanäle überlappen. Bevorzugt ist hierbei die Breite der überlappenden Durchbrüche unterschiedlich ausgebildet, so dass eventuelle Grate an den Rändern der Durchbrüche die fluidische Verbindung der Strömungskanäle untereinander nicht behindern.

Bevorzugt werden hierbei die Durchbrüche durch einen Stanzprozess bereitgestellt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der Einlass und/oder der Auslass in einem mittleren Bereich des Verdampfers angeordnet. Durch eine derartige Ausführungsform wird erreicht, dass eine thermische Ausdehnung, insbesondere in einer Längsrichtung des Verdampfers, nicht behindert wird. Unter einem „mittleren Bereich” wird erfindungsgemäß ein Bereich verstanden, der sich von der geometrische Mitte des Verdampfers in beide Längsrichtungen 0 bis 20 Prozent, bevorzugt 0 bis 10 Prozent der gesamten Länge des Verdampfers erstreckt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der Einlass und/oder der Auslass seitlich am Verdampfer angeordnet, um die Strömung des zweiten Fluids, insbesondere eines Abgases eines Kraftfahrzeuges, nicht zu behindern. Die im Wesentlichen rechteckig ausgeführten Plattenelemente weisen hierzu auf beiden Längsseiten Vorsprünge mit Durchbrechungen auf. Durch das Stapeln der einzelnen Plattenelemente werden einerseits ein Einlass mit einem Einlasssammelkanal und ein entsprechender Auslass mit eifern Auslasssammelkanal gebildet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist zumindest eine, bevorzugt jede Strömungskanalplatteneinheit ein Element auf, das ausgebildet ist, um einen erhöhten Druckverlust zu erzeugen. Das Element ist hierbei bevorzugt als Düse, Blende oder als Labyrinth ausgebildet. Durch eine derartige Ausführungsform wird erreicht, dass durch gezieltes Einbringen eines „Vordruckverlustes” der Druckverlustunterschied zwischen den einzelnen Strömungskanälen von verschiedenen Strömungskanalplatteneinheiten prozentual gesehen niedriger ist. Dies sorgt für eine gleichmäßige Mediumverteilung des ersten Fluids auf die jeweiligen Strömungskanalplatteneinheiten.

Bevorzugt wird ein derartiger Verdampfer als Abgasverdampfer in einer Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges eingesetzt, wobei ein derartiger Abgasverdampfer an einen Clausius-Rankine-Kreislauf thermisch koppelbar ist.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Weitere wichtige Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den Ansprüchen und den Zeichnungen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verdampfers beschrieben und anhand der anliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1; schematisch eine Ansicht eines Kraftfahrzeuges mit einer Brennkraftmaschine und einer Abgasanlage mit einem Abgasverdampfer;

2a bis 2d; schematisch eine Ansicht verschiedener Strömungskanalplatten

3; schematisch eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Abgasverdampfers;

4 bis 6; schematisch eine Ansicht von drei weiteren Ausführungsbeispielen einer erfindungsgemäßen Strömungskanalplatte;

7 und 8; schematisch zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Plattenelementes mit dazwischen angeordneter Wellrippe;

9 und 10; schematisch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Strömungskanalplatte und die Strömungskanalplatte in einer Detailansicht;

Das in der 1 gezeigte Kraftfahrzeug 1 umfasst eine Brennkraftmaschine 2 mit einer nachgeschalteten Abgasanlage 3, bei welcher in diesem Ausführungsbeispiel in einem Abgasstrang 4 ein Abgasverdampfer 5, ein Katalysator 6, ein Mittelschalldämpfer 7 und ein Endschalldämpfer 8 angeordnet sind. Das Kraftfahrzeug 1 steht mit vier Rädern 9 (hier nur exemplarisch beziffert) auf einem Fahrbahnuntergrund 10, welcher nach der Darstellung der 1 in der Papierebene liegt.

Ein derartiger Abgasverdampfer 5 ist, wie 1 weiter zeigt, thermisch an einen sogenannten Rankine-Kreislauf 18 gekoppelt. Der Rankine-Kreislauf 18 weist zumindest einen Verdampfer 5, einen Expander 19, einen Rankine-Kondensator 20 und eine Pumpe 21 auf. Das Arbeitsmedium des Rankine-Kreislaufes, beispielsweise Wasser, wird durch die Pumpe 21 auf ein erhöhtes Druckniveau gehoben. Anschließend strömt das Medium in den Verdampfer 5. Aus dem Verdampfer strömt das Arbeitsmedium in den Expander 19, in dem es mechanische Arbeit verrichtet und auf ein niedrigeres Temperatur- und Druckniveau expandiert. Von dort strömt es in einen Rankine-Kondensator 20, in dem das Arbeitsmedium verflüssigt wird. Die Pumpe 21 saugt anschließend das Arbeitsmedium wieder an.

In den 2a bis 2d ist ein erstes Ausführungsbeispiel erfindungsgemäßer Strömungskanalplatten 12a und 12b, die zusammengesetzt eine Strömungskanalplatteneinheit 12 bilden, und einer Abdeckplatte 11 dargestellt. Die Strömungskanalplatten 12a und 12b weisen eine Vielzahl von Durchbrüchen 17 auf, wobei die Breite der einzelnen Durchbrüche der beiden Platten unterschiedlich ist, so dass bei einem Stapeln der Platten (wie in 2d dargestellt) eventuelle Grate den Medienfluss nicht unnötig behindern. Die beiden Strömungskanalplatten werden oben und unten durch eine Abdeckplatte 11 abgedeckt. Erfindungsgemäß wird eine Einheit aus Strömungskanalplatteneinheit 12 und Abdeckplatte 11 als Plattenelement 15 bezeichnet.

Wird nun mit derartigen Plattenelementen 15 ein Stapel aufgebaut, indem abwechselnd ein Plattenelement 15 und eine Rippe 16 aufeinander gelegt und anschließend miteinander verlötet werden, so resultiert daraus ein Abgasverdampfer, wie er in 3 dargestellt ist.

Der Abgasverdampfer weist einen Einlass 13 und einen Auslass 14 auf, die, in Längsrichtung betrachtet, in etwa mittig angeordnet sind. Das Fluid, beispielsweise Wasser aus einem Clausius-Rankine-Kreislauf, strömt ausgehend vom Einlass 13 in einen Sammelkanal 13a, der durch die Plattenelemente 15 und dazwischen eingelegte Zwischenelemente 13b gebildet wird.

Von dort wird das Fluid auf die jeweiligen Plattenelemente verteilt und strömt, nachdem es in einem zweiten Sammelkanal 14a gesammelt wurde, durch den Auslass 14 aus dem Verdampfer. Der zweite Sammelkanal 14a wird ebenfalls aus den jeweiligen Plattenelementen 15 und dazwischen eingelegten Zwischenelementen 14b gebildet. Die beiden Sammelkanäle 13a und 14a sind seitlich am Verdampfer angeordnet, so dass die Strömung des zweiten Fluids, insbesondere eines Abgases eines Kraftfahrzeuges, entlang der Rippen 16 nicht behindert wird.

Die 4 bis 6 zeigen schematisch weitere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Strömungskanalplatteneinheit 12, wobei die Einheit 12 entweder zwei Strömungskanalplatten 12a und 12b umfassen kann, indem die einzelnen Strömungskanäle 17 durch einen Stanzprozess bereitgestellt werden (wie in den 2a bis 2d) oder aus einer einzelnen Strömungskanalplatte 12a, indem die Strömungskanäle durch einen Tiefziehprozess bereitgestellt werden.

Wie dem Ausführungsbeispiel gemäß 4 zu entnehmen ist, ist in einer Zuleitung 25 zu den Kanälen 17 ein Druckverlustelement 28 angeordnet, das mit „dp” gekennzeichnet ist. Durch ein derartiges Druckverlustelement 28, das beispielsweise als Düse oder Blende ausgebildet ist, wird gezielt ein Druckverlust eingestellt, der in weiterer Folge zu einer gleichmäßigeren Mediumverteilung führt, wie noch detaillierter beschrieben werden soll.

Wie in 5 dargestellt weist ein Abgasverdampfer drei Zonen auf, die sich insbesondere dadurch unterscheiden, dass das Arbeitsfluid in den jeweiligen Zonen verschiedene Phasenzustände aufweist. Während das Arbeitsfluid in einem Unterkühlungsbereich 22 größtenteils in flüssiger Form vorliegt und in einem Verdampfungsbereich 23 größtenteils in zwei-phasiger Form, ist das Arbeitsfluid in einem Überhitzungsbereich 24 vollständig verdampft. Aufgrund der dadurch entstehenden unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten bilden sich unterschiedlich hohe Druckverluste aus, wobei der Druckverlust ausgehend von einem Unterkühlungsbereich zunimmt.

Durch die Bereitstellung eines Druckverlustes „dp” ist der Druckverlustunterschied durch die unterschiedlichen Zonen 22 bis 24 prozentual gesehen niedriger. Diese Maßnahme sorgt für eine gleichmäßigere Mediumverteilung. Das Verhältnis zwischen dem Vordruckverlust und dem Druckverlust im restlichen Strömungskanal 17 sollte zwischen 0.25 und 1 sein.

Der zusätzliche Druckverlust bewirkt keine großen Einbußen des Gesamtwirkungsgrades des Clausius-Rankine-Kreislaufes, da die Leistung der Pumpe 21 durch die niedrigen Massenströme durch den zusätzlichen Gesamtdruckverlust über den Verdampfer 5 nur minimal ansteigt.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß 5 können mehrere Strömungskanäle 17 im Überhitzungsbereich 24 parallel geschaltet werden. Durch eine damit verbundene Zunahme des Strömungsquerschnittes kann dem steigenden Druckverlust ebenfalls entgegengewirkt werden.

Je nach Wahl des Arbeitsfluides sind die Massenströme unterschiedlich hoch. Bei Alkoholen eignet sich beispielsweise eine parallele Anordnung der Strömungskanäle 17, wie in 6 dargestellt.

Die 7 und 8 zeigen zwei besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Abgasverdampfers. In der Ausführungsform gemäß 7 werden die Strömungskanäle 17 mittels eines Tiefziehprozesses in die Strömungskanalplatte 12a eingedrückt. Nach oben werden die Kanäle 17 durch eine erste Abdeckplatte 11 verschlossen. Diese Platte stellt auch einen ebenen Anschluss zu einer nicht dargestellten Rippe dar. Um auch nach unten eine ebene Fläche zur Rippe 16 bereitzustellen, wird die Strömungskanalplatte 12a in eine am Rand tiefgezogene weitere zweite Abdeckplatte 11 eingelegt.

Unter Umständen kann diese zweite Abdeckplatte 11 entfallen, so dass die Strömungskanalplatte 12a unmittelbar an die Rippe 16 grenzt.

Die Ausführungsform gemäß 8 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß 7 im Wesentlichen dadurch, dass die Strömungskanalplatteneinheit 12 nun genau zwei Strömungskanalplatten 12a und 12b umfasst. Durch das Stapeln der beiden Strömungskanalplatten werden Hohlräume gebildet, die als Strömungskanäle 17 dienen.

Gegebenenfalls kann auch in dieser Ausführungsform die untere zweite Abdeckplatte 11 entfallen.

Durch eine Vielzahl an Untersuchungen haben sich folgende geometrischen Parameter als besonders günstig herausgestellt:

0,5 mm ≤ h ≤ 3 mm, bevorzugt: 0,8 mm ≤ h ≤ 1,3 mm;

1,0 mm ≤ b1 ≤ 8 mm, bevorzugt: 3,0 mm ≤ b1 ≤ 5 mm;

1,0 mm ≤ b2 ≤ 8 mm, bevorzugt: 3,0 mm ≤ b2 ≤ 5 mm;

wobei gilt: b2 < b1;

0,5 mm ≤ c1 ≤ 3 mm, 0,5 mm ≤ c2 ≤ 3 mm, wobei gilt: c1 < c2;

Die Dicken der Abdeckplatten 11 betragen bevorzugt 0,5 mm bis 0,8 mm. Die Dicke der mindestens einen Strömungskanalplatte beträgt bevorzugt zwischen 0,3 mm bis 0,7 mm; das heißt, dass die mindestens eine Strömungskanalplatte dünner als die mindestens eine Abdeckplatte ausgeführt sein kann.

Die 9 und 10 (wobei 10 eine Detailansicht darstellt) zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Abgasverdampfers gemäß der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform werden die Strömungskanäle 17 durch parallele Sicken gebildet, die durch Durchbrüche 27 kommunizierend miteinander verbunden sind. Bevorzugt werden diese Durchbrüche durch einen Stanzprozess bereitgestellt. Durch die gestanzten Durchbrüche beziehungsweise Durchtrittsöffnungen lassen sich Umlenken der Strömungskanäle ideal einstellen. Ähnlich der Ausführungsform gemäß 5 können im Überhitzungsbereich 24 zwei oder mehrere Strömungskanäle parallel geschaltet werden, um den erhöhten Druckverlust zu reduzieren.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102007060523 A1 [0003]


Anspruch[de]
Verdampfer, insbesondere Abgasverdampfer (5) für eine Abgasanlage (3) eines Kraftfahrzeuges (1), mit einer Platten-Sandwichstruktur mit mehreren aufeinandergestapelten fluidführenden Plattenelementen (15) zum Führen eines ersten Fluids, wobei zwischen zwei Plattenelementen zumindest eine Rippe (16), insbesondere Stegrippe oder Wellrippe, zum Führen eines zweiten Fluids angeordnet ist, wobei ein Plattenelement mindestens eine strömungskanalabdeckende Abdeckplatte (11) und eine Strömungskanalplatteneinheit (12) umfasst, wobei die Strömungskanalplatteneinheit zumindest eine mit Strömungskanälen (17) versehenen Strömungskanalplatte (12a, 12b) aufweist, um das erste Fluid von einem Einlass (13) zu einem Auslass (14) zu führen. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanalplatteneinheit (12) genau eine Strömungskanalplatte (12a) umfasst und die Strömungskanalplatte durch eine strömungskanalabdeckende Abdeckplatte (11) verschlossen wird. Verdampfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Abdeckplatte (11) vorgesehen ist, die zwischen der genau einen Strömungskanalplatte (12a) und der zumindest einen Rippe (16) angeordnet ist, so dass die Strömungskanalplatte (12a) zwischen den beiden Abdeckplatten (11) angeordnet ist. Verdampfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanalplatteneinheit (12) genau zwei Strömungskanalplatten (12a, 12b) umfasst, die zwischen zwei Abdeckplatten (11) angeordnet sind. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (17) durch einen Prägeprozess oder einen Tiefziehprozess bereitgestellt werden. Verdampfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (17) der Strömungskanalplatten als Durchbrüche ausgebildet sind, wobei sich die Durchbrüche der beiden Strömungskanalplatten zur Bildung eines oder mehrerer Strömungskanäle überlappen. Verdampfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der überlappenden Durchbrüche (17) unterschiedlich ist. Verdampfer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (17) durch einen Stanzprozess bereitgestellt werden. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass (13) und/oder der Auslass (14) in einem mittleren Bereich des Verdampfers (5) angeordnet ist/sind. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass (13) und/oder der Auslass (14) seitlich am Verdampfer (5) angeordnet ist/sind. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Strömungskanalplatteneinheit (12) ein Element (28) aufweist, das ausgebildet ist, um einen erhöhten. Druckverlust zu erzeugen, wobei das Element insbesondere als Düse, Blende oder Labyrinth ausgebildet ist. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (17) eine mäanderförmige Struktur aufweisen. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (17) durch parallele Sicken gebildet werden, die durch Durchbrüche (27) miteinander verbunden sind. Abgasanlage (3) für ein Kraftfahrzeug (1) aufweisend einen Abgasverdampfer (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Abgasanlage (3) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasverdampfer an einen Rankine-Kreislauf (18) thermisch koppelbar ist.






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