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Dokumentenidentifikation DE102010005132B3 28.04.2011
Titel Lichtgitterleiste einer Lichtgittervorrichtung
Anmelder Sitron Sensor GmbH, 30916 Isernhagen, DE
Erfinder Springer, Detlef, 31224 Peine, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr & Eggert, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 19.01.2010
DE-Aktenzeichen 102010005132
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.04.2011
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2011
IPC-Hauptklasse E05F 15/20  (2006.01)  A,  F,  I,  20100119,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Lichtgitterleiste (1) einer Lichtgittervorrichtung (2) zur berührungslosen Türüberwachung, insbesondere in Bussen und Bahnen, mit einem im Bereich einer Türöffnung anzuordnenden langgestreckten Leistengehäuse (4) und einer im Leistengehäuse (4) in einer Gehäuseaufnahme (5) angeordneten Elektronikeinheit (6) zum Senden und/oder Empfangen von Lichtsignalen, wobei das Leistengehäuse (4) an einer Seite eine Strahlungsöffnung (11) zum Durchgang von Lichtsignalen aufweist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Strahlungsöffnung (11) von ihren Abmaßen her derart ausgebildet ist, dass die Elektronikeinheit (6) über die Strahlungsöffnung (11) in das Leistengehäuse (4) einsetzbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lichtgitterleiste einer Lichtgittervorrichtung zur berührungslosen Türüberwachung, insbesondere in Bussen und Bahnen, mit einem im Bereich einer Türöffnung anzuordnenden Leistengehäuse und einer im Leistengehäuse in einer Gehäuseaufnahme angeordneten Elektronikeinheit zum Senden und/oder Empfangen von Lichtsignalen, wobei das Leistengehäuse an einer Längsseite eine Strahlungsöffnung zum Durchgang von Lichtsignalen von und/oder zur Elektronikeinheit aufweist.

Eine Lichtgitterleiste der vorgenannten Art ist bereits aus der Praxis bekannt.

Aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten gewinnen automatische Lichtgitter zunehmend an Bedeutung. Sie werden überall dort eingesetzt, wo es darauf ankommt, daß auch kleinste Objekte im Zutrittsbereich von Tür- und Türöffnungen und Toren berührungslos erfaßt werden müssen. Vorliegend werden Tür- und Toröffnungen und ähnliche Öffnungen synonym verstanden. Lichtgitter und die zugehörigen Lichtgitterleisten stellen prinzipiell eine Anordnung von Infrarot-Lichtschranken dar, die miteinander synchronisiert werden. Dabei unterscheidet man zwischen Funktions- und Sicherheitslichtgittern. Funktionslichtgitter werden dort angewandt, wo Objekte oder Personen erkannt werden müssen, ohne eine gefährliche Bewegung sicher zu stoppen. Sicherheitslichtgitter sollen die Präsenz oder das Eindringen in einen gefährlichen Bereich sicher und schnell erkennen und die gefährliche Bewegung abschalten. Die vorliegende Erfindung betrifft sowohl Funktions- als auch Sicherheitslichtgitter, während ein bevorzugter Anwendungsbereich die Sicherheit und den Komfort im Türeingangsbereich von Bussen und Bahnen betrifft.

Die Personenbeförderung stellt höchste Ansprüche an die Sicherheit. Bei Bussen und Bahnen hat der Schutz der Ein- und Ausstiegsphase beim Halten und Abfahren oberste Priorität, um den unfallfreien Ein- und Ausstieg der Fahrgäste zu gewährleisten. Kommt es hier zu Fehlfunktionen, sind Personenschäden vorprogrammiert. Deshalb können hier nur Lösungen eingesetzt werden, die aufgrund ihrer Qualität höchste Standards erfüllen.

Das Problem, das insbesondere bei dem Einsatz von Lichtgittervorrichtungen bei Bussen und Bahnen auftritt, besteht darin, daß zum einen eine möglichst vandalismussichere Ausführung gewährleistet sein muß, da öffentliche Verkehrsmittel und deren Ausstattung häufig Vandalismus ausgesetzt sind, was leicht zu Beschädigungen führt. Im Falle von Beschädigungen ist es erforderlich, daß beschädigte Elemente schnell und einfach ausgetauscht werden können, da reparaturbedingte Ausfallzeiten zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs führen können.

Aus der Praxis ist es bekannt, zum Schutz der Elektronikeinheit ein stabiles Leistengehäuse zu verwenden, in das die Elektronikeinheit sicher eingesetzt ist. Beim Leistengehäuse handelt es sich um ein Profil, in das die Elektronikeinheit stirnseitig eingeschoben wird. Die im rechten Winkel zur Stirnöffnung liegende Strahlungsöffnung weist eine Breite auf, die geringer ist als die Breite der Elektronikeinheit, so daß die elektronische Einheit über die Strahlungsöffnung nicht entnommen werden kann. Durch die Aufnahme der Elektronikeinheit in dem Leistengehäuse ist die Gefahr einer Beschädigung der Elektronikeinheit verringert, da der überwiegende Teil der Elektronikeinheit im Leistengehäuse geschützt angeordnet ist. Kommt es allerdings dennoch zu einer Beschädigung der Elektronikeinheit beispielsweise über die Strahlungsöffnung, so ist eine vollständige Demontage der betreffenden Lichtgitterleiste erforderlich, da die Elektronikeinheit nur endseitig dem Leistengehäuse entnommen werden kann. Dies bedingt das Lösen des Leistengehäuses, da die Elektronikeinheit nicht im eingebauten Zustand des Leistengehäuses entnommen werden kann.

Aus der DE 101 29 230 C1 ist bereits eine Lichtgitterleiste einer Lichtgittervorrichtung zur berührungslosen Türüberwachung, mit einem im Bereich einer Türöffnung anzuordnenden langgestreckten Leistengehäuse bekannt, wobei das Leistengehäuse an einer Seite Strahlungsöffnungen zum Durchgang von Lichtsignalen aufweist. Die Lichtgitterleiste ist ebenfalls mit einer Elektronikeinheit (Verstärker) zum Senden und/oder Empfangen von Lichtsignalen ausgestattet. Eine ähnliche Lichtgitteranordnung geht aus der DE 101 00 137 A1 hervor, wobei die bekannte Anordnung auch zur Anwendung bei Fahrzeugen vorgesehen ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, hier Abhilfe zu schaffen und eine Lichtgitterleiste bzw. eine Lichtgittervorrichtung zur Verfügung zu stellen, die einerseits möglichst vandalismussicher ist und die andererseits im Falle einer Beschädigung der Elektronikeinheit schnell repariert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß die Strahlungsöffnung von ihren Abmaßen her derart ausgebildet ist, daß die Elektronikeinheit über die Strahlungsöffnung in das Leistengehäuse einsetzbar ist. Im Ergebnis bedeutet dies, daß die Strahlungsöffnung von ihrer Breite her der Breite der Elektronikeinheit entspricht oder aber größer als diese ist. Durch diese Ausbildung ist es möglich, im Falle der Beschädigung einer Elektronikeinheit diese dem Leistengehäuse zu entnehmen, ohne das Leistengehäuse selbst ausbauen zu müssen. Die Entnahme der Elektronikeinheit erfolgt also im montierten Zustand des Leistengehäuses. Eine beschädigte Elektronikeinheit kann damit innerhalb kürzester Zeit ausgetauscht werden.

Zum Schutz der Elektronikeinheit im Einbauzustand bietet es sich an, im Bereich der Strahlungsöffnung eine Schutzblende vorzusehen. Dabei versteht es sich, daß die Schutzblende lichtdurchlässig bzw. durchlässig für die betreffenden Lichtsignale ist. Eine derartige Schutzblende verhindert letztlich den unauthorisierten Zugriff auf die Elektronikeinheit im Einbauzustand.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist es, daß das Leistengehäuse derart ausgebildet ist, daß die Schutzblende über die Strahlungsöffnung in das Leistengehäuse einsetzbar ist. Dies bedeutet letztlich, daß die Schutzblende im Einbauzustand der Lichtgitterleiste von vorne her zugänglich ist. Der Zugang von vorne her bedeutet dabei von der Strahlungsöffnung her, so daß der Ein- und Ausbau der Schutzblende auch im montierten Zustand des Leistengehäuses erfolgt.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schutzblende von vorne her im Bereich der Strahlungsöffnung am Leistengehäuse zu befestigen. So sind beispielsweise verschiedene Rastlösungen möglich, bei denen die Blende und/oder das Leistengehäuse entsprechend federnd ausgebildet sind. Auch kann die Schutzblende mit dem Leistengehäuse verschraubt sein.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind im Leistengehäuse im Anschluß an die Gehäuseaufnahme im Bereich der Strahlungsöffnung auf gegenüberliegenden Seiten in Längsrichtung des Leistengehäuses verlaufende Nuten für die Schutzblende vorgesehen, wobei der Abstand der Nuten größer ist als die Breite der Schutzblende, so daß ein Einsetzen der Schutzblende in eine Nut und ein anschließendes Einschwenken der Schutzblende in Richtung der anderen Nut möglich ist. Zum Einbau wird die Schutzblende also im Bereich der Strahlungsöffnung schräg in die eine Nut eingesetzt, zum Verschluß der Strahlungsöffnung in Richtung des Elektronikgehäuses eingeschwenkt und schließlich wird die Schutzblende in den Nuten verschoben, so daß die Schutzblende in den Nuten gehalten ist. Zur Ermöglichung dieser Einführbewegung ist bevorzugt eine Nut tiefer und/oder breiter als die andere Nut.

Zum stirnseitigen Verschluß des Leistengehäuses ist eine Endkappe vorgesehen. Dabei versteht es sich, daß bevorzugt an beiden Enden des Leistengehäuses jeweils eine Endkappe vorgesehen ist, wobei die Endkappen grundsätzlich identisch ausgebildet sein können.

Im Zusammenhang mit der zuvor beschriebenen Ausgestaltung des Leistengehäuses in Verbindung mit den Nuten, die ein Einsetzen und eine Entnahme der Schutzblende von vorne her durch ein Ein- bzw. Ausschwenken ermöglichen, bietet es sich besonders an, wenn entsprechende Fixiermittel vorgesehen sind, die die Schutzblende nach dem Einschwenken und Verschieben in den Nuten derart sichern, daß eine Entnahme über die Strahlungsöffnung nicht mehr möglich ist. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform dieses Erfindungsgedankens ist an der Unterseite der Endkappe ein Dorn zum Einsetzen in eine Nutöffnung einer Nut zur seitlichen Anlage und Fixierung der Schutzblende vorgesehen. Der Dorn ist also im Ergebnis so ausgebildet, daß er die Schutzblende in eine solche Stellung in den Nuten bewegt, daß weder eine Bewegung der Schutzblende in den Nuten noch eine Entnahme der Schutzblende durch Ausschwenken möglich ist. Erst nach Entnahme des Dorns aus der Nutöffnung kann die Schutzblende dann in den Nuten wieder verschoben werden, so daß ein Ausschwenken möglich ist.

Im Zusammenhang mit der Endkappe bietet es sich im übrigen an, wenn diese eine das Ende der Schutzblende übergreifende Verblendung aufweist. Eine solche Verblendung sorgt letztlich dafür, daß sich zum einen ein optisch sauberer Übergang von der Schutzblende auf die Endkappe ergibt. Zum anderen sorgt die Verblendung dafür, daß unterschiedliche Längenänderungen der Schutzblende und des Leistengehäuses nicht zu von außen sichtbaren Spalten führen. Etwaige Spalte werden also von der Verblendung abgedeckt.

Zur Erzielung einer guten Verbindung zwischen der Endkappe und dem Leistengehäuse kann an der Unterseite der Endkappe im übrigen ein stirnseitig in das Leistengehäuse eingreifender Vorsprung vorgesehen sein.

Bevorzugt ist es im übrigen, wenn wenigstens eine Endkappe, insbesondere die obere Endkappe, lösbar mit dem Leistengehäuse verbunden ist. Im Falle eines notwendigen Austauschs der Elektronikeinheit kann dann die lösbare Endkappe vom Leistengehäuse entnommen werden, so daß die Entnahme der Schutzblende und die anschließende Entnahme der Elektronikeinheit möglich ist. Zur Realisierung einer lösbaren Verbindung kann der Vorsprung beispielsweise mit Preßsitz im Leistengehäuse angeordnet sein. Hierzu ist der Vorsprung dann vorzugsweise von seinen Abmaßen her etwas größer als das korrespondierende Öffnungsprofil des Leistengehäuses, insbesondere im Bereich der Gehäuseaufnahme. Alternativ oder ergänzend kann die Endkappe mit dem Leistengehäuse auch verrastet und/oder verschraubt sein.

Im übrigen ist es zur Erleichterung der Montage bevorzugt, wenn die untere Endkappe mit dem Leistengehäuse fest verbunden, insbesondere verklebt ist. Dabei sollte die feste Verbindung zweckmäßigerweise jedenfalls vor dem Einbau der Elektronikeinheit vorliegen.

Zur Erzielung einer Spielfreiheit ist die Elektronikeinheit in Richtung der Strahlungsöffnung derart federbelastet, daß die Elektronikeinheit im ausgefederten Zustand in den Bereich wenigstens einer Nut übersteht. Durch den Überstand der Elektronikeinheit in den Bereich wenigstens einer Nut ist sichergestellt, daß sich eine federbelastete Anlage der sendenden und/oder empfangenden Vorderseite der Elektronikeinheit an die zugewandte Innenfläche der Schutzblende ergibt.

Zweckmäßig ist es in diesem Zusammenhang im übrigen, wenn die Elektronikeinheit im ausgefederten Zustand einen Spalt der Nut frei gibt, dessen Spaltbreite kleiner ist als die Dicke der Schutzblende. Auf diese Weise ergibt sich zwischen der betreffenden Nut und der Vorderseite der Elektronikeinheit im ausgefederten Zustand ein relativ enger Spalt, in den die Schutzblende beim Montieren zunächst eingesetzt werden kann. Durch die Federbelastung ergibt sich dabei ein Halteeffekt, so daß die Schutzblende letztlich beim Einsetzen in die betreffende Nut nicht ohne weiteres daraus herausrutscht. Auf diese Weise wird im Ergebnis die Montage bzw. die Anbringung der Schutzblende vereinfacht.

Bevorzugt ist es im übrigen, daß die Elektronikeinheit an ihrer hinteren, der Strahlungsöffnung abgewandten Seite wenigstens eine Federelement aufweist. Dieses Federelement stützt sich dann an der hinteren Seite der Gehäuseaufnahme ab und drückt die Elektronikeinheit in Richtung der Strahlungsöffnung. Grundsätzlich kann es sich bei dem Federelement um ein separates Bauteil handeln, das sich zwischen der Rückseite der Gehäuseaufnahme der Elektronikeinheit befinden kann. Grundsätzlich kann das Federelement auch einstückig mit dem Leistengehäuse ausgebildet sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Elektronik der Elektronikeinheit in einem geschlossenen, lichtdurchlässigen Kunststoffgehäuse angeordnet, wobei das Federelement als an das Kunststoffgehäuse angeformter Federschenkel ebenfalls aus Kunststoff ausgebildet ist. Das Kunststoffgehäuse hat dann eine Doppelfunktion. Es nimmt nicht nur die Elektronik der Elektronikeinheit auf, sondern hat auch die Federfunktion.

Im übrigen bietet es sich zur Erzielung einer vollständigen Spielfreiheit der Elektronikeinheit im Leistengehäuse an, daß die Breite der Elektronikeinheit zumindest im wesentlichen der Breite der Gehäuseaufnahme entspricht, so daß auch eine Bewegung der Elektronikeinheit quer zur Federrichtung letztlich nicht auftritt.

Im Zusammenhang mit der Schutzblende ist es im übrigen von besonderem Vorteil, daß diese aus Polycarbonat besteht, auf das außenseitig gegebenenfalls noch eine ergänzende Beschichtung aufgebracht werden kann. Eine Schutzblende aus einem solchen Material zeichnet sich durch eine dauerhafte elektrische Leitfähigkeit und eine außergewöhnliche Kratz- und Abriebfestigkeit aus. Darüber hinaus weist dieses Material eine hohe Chemikalienbeständigkeit und extreme Schlagzähigkeit und Durchschlagsfestigkeit auf. Aufgrund der ausgezeichneten elektrischen Eigenschaften werden elektronische Aufladungen verhindert und Staubanhaftungen erheblich reduziert.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Es zeigt

1 eine schematische Darstellung einer Lichtgittervorrichtung,

2 eine Querschnittsansicht einer Lichtgitterleiste während des Einsetzens einer Schutzblende,

3 eine Querschnittsansicht einer Lichtgitterleiste mit eingesetzter Schutzblende,

4 eine Ansicht auf die Unterseite einer Endkappe und

5 eine Seitenansicht der Endkappe aus 4.

In 1 ist eine zwei Lichtgitterleisten 1 aufweisende Lichtgittervorrichtung 2 zur berührungslosen Türüberwachung dargestellt. Sie arbeitet vorliegend mit getaktetem Rotlicht. Die Lichtgittervorrichtung 2 ist insbesondere zum Einsatz in Bussen und Bahnen vorgesehen. Jedenfalls ist sie ohne weiteres für den statischen und dynamischen Betrieb bei der Fest- oder Türmontage einsetzbar. Die Reichweite des Lichtgitters liegt vorliegend bei 2,5 m, wobei auch größere Reichweiten möglich sind. Die beiden Lichtgitterleisten 1 stellen jeweils eine Sender- und Empfängerleiste dar. Dabei versteht es sich, daß es grundsätzlich auch möglich ist, daß eine Lichtgitterleiste eine Senderleiste und die andere Lichtgitterleiste eine Empfängerleiste darstellt. Auch ist es möglich, auf einer Seite der Lichtgitteranordnung lediglich einen Spiegel vorzusehen. Hierbei ist dann nur eine Lichtgitterleiste 1 vorgesehen.

Das Lichtgitter 3 wird vorliegend durch eine Vielzahl paralleler und gekreuzter IR-Lichtstrahlen gebildet. Aufgrund des engmaschigen Gitters 3 werden selbst kleinste Objekte im Strahlengang erfaßt. Die Unterbrechung nur eines Lichtstrahls zwischen der Sender- und Empfängerleiste löst bereits das Schalten des PNP-Ausganges aus. Dabei versteht es sich allerdings, daß es grundsätzlich auch möglich ist, nur parallele oder nur sich kreuzende IR-Lichtstrahlen vorzusehen. Jedenfalls ist es so, daß die beiden Lichtgitterleisten 1 an den beiden einander gegenüberliegenden Längsseiten einer Öffnung einer Tür, eines Tors oder dergleichen angeordnet sind.

Die Lichtgitterleiste 1 weist ein langgestrecktes Leistengehäuse 4 auf. Bei dem Leistengehäuse 4 handelt es sich bevorzugt um ein Aluminiumprofil mit einer Baulänge bis 3 m. Ein derartiges Profil zeichnet sich durch eine formstabile und robuste Ausführung aus. Außerdem ergeben sich aufgrund der Ausbildung des Leistengehäuses 4 als Profilleiste keine Ausrichtprobleme beim Einbau. Im Leistengehäuse 4 befindet sich in einer Gehäuseaufnahme 5 eine Elektronikeinheit 6, die zum Senden und/oder Empfangen von Lichtsignalen, insbesondere IR-Lichtsignalen, vorgesehen ist. Das Leistengehäuse 4 selbst weist eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsform auf, und zwar in Form eines langgestreckten Rechtecks. Es weist damit zwei aneinander gegenüberliegende Langseiten 7, 8 und zwei einander gegenüberliegende Stirnseiten 9, 10 auf. An der Stirnseite 9 ist vorliegend eine Strahlungsöffnung 11 vorgesehen, die den Durchgang von Lichtsignalen zur und/oder von der Elektronikeinheit 6 ermöglicht.

Bei dem Leistengehäuse 4 ist es nun so, daß die Strahlungsöffnung 11 von ihren Abmaßen her derart ausgebildet ist, daß die Elektronikeinheit 6 über die Strahlungsöffnung 11 in Einsetzrichtung A in das Leistengehäuse 4 einsetzbar ist. Im Ergebnis bedeutet dies, daß die lichte Breite der Strahlungsöffnung 11 größer oder gleich der maximalen Breite der Elektronikeinheit 6 ist. Die Stirnseite 9 ist vorliegend vollständig offen. Im übrigen ist eine Schutzblende 12 vorgesehen, die das im Querschnitt U-förmig ausgebildete Leistengehäuse 4 im Bereich der Strahlungsöffnung 11 verschließt und damit letztlich im eingesetzten Zustand den Verschluß der Stirnseite 9 darstellt. Im eingesetzten Zustand, der in 3 dargestellt ist, dient die Schutzblende 12 zum Schutz der Elektronikeinheit 6.

Wie sich insbesondere aus 2 ergibt, ist die Schutzblende 12 über die Strahlungsöffnung 11 in das Leistengehäuse 4 einsetzbar. Zu diesem Zweck weist das Leistengehäuse 4 im Bereich der Strahlungsöffnung 11 auf gegenüberliegenden Seiten Nuten 13, 14 für die Schutzblende 12 auf. An die Nuten 13, 14 schließt sich die Gehäuseaufnahme 5 an. Dabei ist der Abstand der Nuten 13, 14 größer als die Breite B der Schutzblende 12. Mit dem Abstand der Nuten 13, 14 ist der jeweilige Nutgrund 15 gemeint. Hierdurch ist es möglich, daß ein Einsetzen der Schutzblende 12 in die Nut 13 und ein anschließendes Einschwenken der Schutzblende 12 in Schwenkrichtung S, und damit in Richtung der anderen Nut 14, möglich ist. Die Schutzblende 12 gelangt dann durch die Strahlungsöffnung 11 in die andere Nut 14. Anschließend kann die Schutzblende 12 gegen den Nutgrund 15 der Nut 14 geschoben werden. Dieser Zustand ist in 3 dargestellt. Insbesondere aus 3 ergibt sich im übrigen auch, daß die Nut 13 sowohl tiefer als auch breiter als die Nut 14 ist, was insgesamt den Einschwenkvorgang erleichtert.

In den 4 und 5 ist jeweils eine Endkappe 16 dargestellt, die zum stirnseitigen Verschluß des Leistengehäuses 4 dient. Letztlich sind pro Lichtgitterleiste 1 eine obere und eine untere Endkappe 16 vorgesehen. An der Unterseite 17 weist die Endkappe 16 einen Dorn 18 zum Einsetzen in eine Nutöffnung 19 der Nut 13 auf. Der Dorn 18 ist endseitig angeschrägt, um das Einsetzen in die Nutöffnung 19 zu erleichtern. Der Dorn 18 liegt im eingesetzten Zustand der Endkappe 16 seitlich am Endbereich der Schutzblende 12 an und fixiert die Schutzblende 12 im in 3 dargestellten Zustand, in dem die Schutzblende 12 vollständig in die Nut 14 eingeschoben ist und vorzugsweise am Nutgrund 15 der Nut 14 anliegt.

Im übrigen weist die Endkappe 16 eine das Ende der Schutzblende 12 übergreifende Verblendung 20 auf. Die Verblendung 20 übergreift endseitig die Schutzblende 12 derart, daß ein etwaiges Spiel, das sich durch Herstellungstoleranzen oder durch Temperaturenänderungen ergibt, von der Verblendung 20 abgedeckt wird. Des weiteren weist die Endkappe 16 an ihrer Unterseite 17 einen Vorsprung 21 auf, der stirnseitig in das Leistengehäuse 4 bzw. die Gehäuseaufnahme 5 im aufgesetzten Zustand der Endkappe 16 eingreift. Im einzelnen nicht dargestellt ist, daß eine Endkappe, bevorzugt die oberen Endkappe 16, mit dem Leistengehäuse 4 lösbar verbunden ist, während die andere Endkappe, also die untere Endkappe 16, mit dem Leistengehäuse 4 fest verbunden, insbesondere verklebt ist. Die lösbare Verbindung wird vorliegend dadurch erzeugt, daß der Vorsprung 21 mit Preßsitz im Leistengehäuse 4 angeordnet ist. Im übrigen kann zusätzlich oder alternativ eine Verrastung und/oder Verschraubung vorgesehen sein.

Im übrigen ist es bei der dargestellten Ausführungsform so, daß die Elektronikeinheit 6 in Richtung der Strahlungsöffnung 11 und damit entgegengesetzt zur Einsetzrichtung A federbelastet ist. Im ausgefederten Zustand ragt die Elektronikeinheit 6 in die Nuten 13, 14 hinein. Dies führt letztlich dazu, daß bei eingesetzter Schutzblende 12 die Vorderseite 22 der Elektronikeinheit 6, die letztlich die Strahlungs- bzw. Sende- und/oder Empfangsseite bildet, an der Rückseite 23 der Schutzblende 12 anliegt. Auf diese Weise ergibt sich eine Fixierung der Elektronikeinheit 6 und auch der Schutzblende 12 zumindest in Federrichtung. Im übrigen ist die Federbelastung aber auch derart, daß die Elektronikeinheit 6 im ausgefederten Zustand einen Spalt der Nut 13 freigibt, dessen Spaltbreite kleiner ist als die Dicke der Schutzblende 12. Bezogen auf 2 bedeutet dies, daß die untere linke Ecke der Elektronikeinheit 6 aufgrund der Federbelastung gegen die Rückseite 23 der Schutzblende 12 drückt. Hierdurch ergibt sich eine Fixierung der Schutzblende 12 im halb eingeschwenkten Zustand. Im vollständig ausgefederten Zustand ohne Schutzblende 12 würde die Elektronikeinheit 6 also gegenüber der in 2 dargestellten Stellung noch etwa weiter in die Nuten 13, 14 hineinragen.

Zur Realisierung der Federbelastung ist an der Rückseite 24 der Elektronikeinheit 6 ein Federelement vorgesehen. Dabei ist es vorliegend so, daß die Elektronikeinheit 6 ein geschlossenes, lichtdurchlässiges Kunststoffgehäuse 25 aufweist, in dem sich die komplette Elektronik befindet. Durch die Anordnung der gesamten Elektronik im Kunststoffgehäuse ergibt sich eine voll integrierte Einheit, wobei die Elektronik teil- oder vollvergossen sein kann. So wird eine hohe Stoß- und Vibrationsfestigkeit und Schutzarten bis IP 67 erreicht. Dabei steht von der Rückseite 24 des Gehäuses 25 ein Federschenkel 26 ab, der das Federelement bildet. Der Federschenkel 26 ist an das Kunststoffgehäuse 25 angeformt bzw. einstückig damit ausgebildet. Letztlich sorgt der Federschenkel für eine geschlossene Anlage der Elektronikeinheit 6 an die Schutzblende 12, was nicht nur den Einbau der Schutzblende 12 vereinfacht, sondern auch Klappergeräusche bei Vibrationen verhindert. Diesem Zweck dient auch, daß, wie sich aus den 2 und 3 ergibt, die Breite der Elektronikeinheit 6 der Breite der Gehäuseaufnahme 5 entspricht, so daß sich also quasi eine Spielfreiheit quer zur Einsetzrichtung A ergibt.

Die Montage der Lichtgitterleiste 1 erfolgt derart, daß zunächst das Leistengehäuse 4 montiert wird. Hierzu ist an der Langseite 7 eine Öffnung 27 vorgesehen, während in der Langseite 8 eine Senköffnung 28 vorgesehen ist. Über die Senköffnung 28 wird das Leistengehäuse 4 mit dem jeweiligen Montageuntergrund verschraubt, wobei über die Öffnung 27 der Zugang mittels eines Werkzeuges möglich ist. Nach dem Festschrauben wird zum Verschluß der Öffnung 27 ein nicht dargestellter Kunststoffstopfen in die Öffnung 27 eingesetzt. Anschließend wird die untere Endkappe 16 in das Leistengehäuse 4 eingesetzt und mit diesem verklebt. Dies kann im übrigen auch schon vor der Verschraubung des Leistengehäuses 4 erfolgen. Sodann wird die Elektronikeinheit 6 über die Strahlungsöffnung 11 eingeschoben. Daraufhin wird die Schutzblende 12 in einem Bereich oberhalb der unteren Endkappe 16 schräg in die Nut 13 eingeführt, gegen die innenliegende Elektronikeinheit 6 gedrückt bzw. geschwenkt und anschließend in die gegenüberliegende Nut 14 eingeschoben. Es ergibt sich dann der in 3 dargestellte Zustand. Anschließend wird die Schutzblende 12 bis gegen die Unterseite der unteren Endkappe 16 geschoben. In diesem Zustand hält der Dorn 18 der unteren Endkappe 16 die Schutzblende 12 jedenfalls im unteren Bereich in der gewünschten Position. Anschließend wird die Schutzblende 12, sofern dies noch nicht gegeben ist, auch im oberen Bereich gegen den Nutgrund 15 der Nut 14 geschoben. Dann wird die obere Endkappe 16 aufgesetzt, wobei der Dorn 18 der oberen Endkappe 16 die korrekte Position der Schutzblende 12 sichert.

Nicht dargestellt ist, daß in der oberen Endkappe entsprechende Öffnungen für Kabel bzw. Leitungen vorgesehen sein können. Dies gilt entsprechend für die untere Endkappe.

Im Ergebnis ergibt sich durch die Erfindung eine vandalismussichere Ausführung, die eine einfache Montage bzw. Demontage im Servicefall gewährleistet. Damit stellt die Erfindung eine besonders wirtschaftliche Lösung dar, da die Elektronikeinheit 6 mit nur wenigen Handgriffen austauschbar ist.

Bezugszeichenliste

1
Lichtgitterleiste
2
Lichtgittervorrichtung
3
Lichtgitter
4
Leistengehäuse
5
Gehäuseaufnahme
6
Elektronikeinheit
7
Längsseite
8
Längsseite
9
Stirnseite
10
Stirnseite
11
Strahlungsöffnung
12
Schutzblende
13
Nut
14
Nut
15
Nutgrund
16
Endkappe
17
Unterseite
18
Dorn
19
Nutöffnung
20
Verblendung
21
Vorsprung
22
Vorderseite
23
Rückseite
24
Rückseite
25
Kunststoffgehäuse
26
Federschenkel
27
Öffnung
28
Senköffnung
A
Einsetzrichtung
B
Breite
S
Schwenkrichtung


Anspruch[de]
Lichtgitterleiste (1) einer Lichtgittervorrichtung (2) zur berührungslosen Türüberwachung, insbesondere in Bussen und Bahnen, mit einem im Bereich einer Türöffnung anzuordnenden langgestreckten Leistengehäuse (4) und einer im Leistengehäuse (4) in einer Gehäuseaufnahme (5) angeordneten Elektronikeinheit (6) zum Senden und/oder Empfangen von Lichtsignalen, wobei das Leistengehäuse (4) an einer Seite eine Strahlungsöffnung (11) zum Durchgang von Lichtsignalen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsöffnung (11) von ihren Abmaßen her derart ausgebildet ist, daß die Elektronikeinheit (6) über die Strahlungsöffnung (11) in das Leistengehäuse (4) einsetzbar ist. Lichtgitterleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschluß des Leistengehäuses (4) im Bereich der Strahlungsöffnung (11) eine Schutzblende (12) zum Schutz der Elektronikeinheit (6) vorgesehen ist. Lichtgitterleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Leistengehäuse (4) derart ausgebildet ist, daß die Schutzblende (12) über eine Strahlungsöffnung (11) in das Leistengehäuse (4) einsetzbar ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Leistengehäuse (4) im Bereich der Strahlungsöffnung (11) auf gegenüberliegenden Seiten Nuten (13, 14) für die Schutzblende (12 vorgesehen sind und daß der Abstand der Nuten (13, 14) derart größer ist als die Breite (B) der Schutzblende (12), daß ein Einsetzen der Schutzblende (12) in eine Nut (13) und ein anschließendes Einschwenken der Schutzblende (12) in Richtung der anderen Nut (14) möglich ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Nut (13) tiefer und/oder breiter als die andere Nut (14) ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum stirnseitigen Verschluß des Leistengehäuses (4) eine Endkappe (16) vorgesehen ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite (17) der Endkappe (16) ein Dorn (18) zum Einsetzen in eine Nutöffnung (19) einer Nut (13) zur seitlichen Anlage und Fixierung der Schutzblende (12) vorgesehen ist und/oder daß die Endkappe (16) eine das Ende der Schutzblende (12) übergreifende Verblendung (20) aufweist und/oder daß an der Unterseite (17) der Endkappe (16) ein stirnseitig in das Leistengehäuse (4) eingreifender Vorsprung (21) für eine Reibschlußverbindung mit dem Leistengehäuse (4) vorgesehen ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronikeinheit (6) in Richtung der Strahlungsöffnung (11) derart federbelastet ist, daß die Elektronikeinheit (6) im ausgefederten Zustand in den Bereich wenigstens einer Nut (13, 14) übersteht. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Elektronikeinheit (6) an ihrer hinteren, der Strahlungsöffnung (11) abgewandten Rückseite (24) wenigstens ein Federelement vorgesehen ist. Lichtgitterleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronik der Elektronikeinheit (6) in einem geschlossenen, lichtdurchlässigen Kunststoffgehäuse (25) angeordnet ist und daß, vorzugsweise, das Federelement als an das Kunststoffgehäuse (25) angeformter Federschenkel (26) ausgebildet ist.






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